8:00 Uhr
Herzlich willkommen zum TITANIC-Liveticker zur Wahl zum 19. Deutschen Bundestag. Uns steht ein... gähn... spannender Wahlsonntag bevor. Nur noch... uaaah... einmal umdrehen... Frühestens um neun Uhr geht’s dann weiter... zzzzzzzzzz

9:06 Uhr
Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) tippt sich beim Frühstücksbuffet zum mittlerweile siebzehnten Mal durch den Wahl-O-Maten und beschließt ob des eindeutigen, immer gleichen Ergebnisses heute besser nicht wählen zu gehen.

9:13 Uhr
Im Wahllokal "Zum immerdurstigen Landser" in Dortmund-Dorstfeld hat sich am Tresen auch heute ein schlagkräftiger Trupp Protestwähler formiert. Wie bei der NRW-Landtagswahl im Mai zeichnet sich schon jetzt eine erneute Klatsche für die Direktkandidaten von SPD, Grüne und Linke ab.

10:00 Uhr
Ersten Stichproben zufolge könnte es heute für ein Bündnis der beiden großen Volksparteien CDU/CSU und AfD reichen; womöglich sogar mit der ersten lesbischen Bundeskanzlerin Deutschlands.

10:37 Uhr
SPD-Kanzlerkandidat Martin Chulz versucht selbst am Wahlmorgen noch, die letzten Unentschlossenen zu mobilisieren. Doch seine Inge will heute partout nicht aus dem Bett ("Migräne, Chatz!").

11:25 Uhr
In den strukturschwachen Wahlbezirken des Ostens mit hoher Arbeitslosenquote trudeln jetzt die ersten Wahlhelfer in den Wahllokalen ein.

11:55 Uhr
Spitzenpolitiker aller Parteien und Prominente posten zeitgleich auf Twitter ein von den Werbeagenturen seit Wochen vorbereitetes Statement: "Jetzt wählen gehen! In Deutschland ist es fünf vor zwölf." Die Wahlbeteiligung sinkt spontan auf den niedrigsten Wert seit Öffnung der Wahllokale.

13:20 Uhr
Wieder Wahlpanne in Köln. Stimmzettel, Umschläge und amtliche Wählerverzeichnisse wurden in korrekter Zahl und ordnungsgemäß bedruckt in die Wahlbezirke geliefert, Wahlbenachrichtungen im Vorfeld rechtzeitig versendet. Seit mehreren Stunden sind die Wahlhelfer in den Wahllokalen heillos mit der Situation überfordert.

14:12 Uhr
Auf Twitter ist der Teufel los. Der umstrittene Bundesliga-Videobeweis wird heiß diskutiert.

14:26 Uhr
FDP-Marketingchef Christian Lindner postet aus der Wahlkabine ein Selfie, auf dem zu sehen ist, wo er seine Kreuze gemacht hat: bei FDP, CDU und Grüne ("Damit es für die Jamaika-Koalition sicher reicht").

14:34 Uhr
Auch Horst Seehofer postet ein Selfie aus der Wahlkabine – mit dem Kommentar: "Es ist geschafft! Kreuz bei der Partei (NSAFD) gemacht! Merkel abgewählt! Und jetzt auf die Wiesn – saufen und bumsen."

14:49 Uhr
Friseur und Hobbyblogger Sascha Lobo weist in einem 400.000 Zeichen langen Essay bei "Spiegel online" nach, daß eigentlich jeder die AfD wählt, ganz egal, wo er sein Kreuz macht ("Wer CDU wählt, wählt AfD. Wer SPD wählt, wählt AfD. Wer ...").

15:01 Uhr
SPD-Kandidat Martin Chulz gibt ein kurzes Statement ab: "Ich bin ganz zuversichtlich, daß wir über die Fünfprozenthürde kommen."

15:07 Uhr
Martin Chulz korrigiert sein Statement: "Verzeihen Sie bitte, ich meinte natürlich die 0,5-Prozenthürde. Stichwort Parteienfinanzierung."

15:18 Uhr
Russische Hacker haben endlich in den Wahlkampf eingegriffen und vermelden: "Die Deutschen wählen auch ohne Manipulation durch uns einen rechten Scheißdreck zusammen."

16:31 Uhr
+++ EILMELDUNG +++ aus dem Schloß Bellevue – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier twittert versehentlich schon das amtliche Endergebnis: CDU/CSU 35 Prozent, SPD 19, AfD 12, FDP 11, Linke 10, Grüne 9, Sonstige 4. Steinmeiers Kommentar: "Gott sei Dank, Frau Merkel bleibt Kanzlerin!"

17:53 Uhr
Angela Merkel hat gewählt (Magdeburger Gartenpartei). Und das, obwohl sie "eigentlich überzeugte Nichtwählerin" sei.

18:00 Uhr
Panne im ARD-Wahlstudio: Bei der 18-Hochrechnung-Prognose wird das Ergebnis der Bundestagswahl von 1933 eingeblendet.

18:01 Ihr
Millionen Briefwähler überkommt eine plötzliche Leere, nachdem sie nun nicht mehr wie in den vergangenen drei Wochen mehrmals täglich in den sozialen Netzwerken darauf hinweisen können, bereits gewählt zu haben.

18:35 Uhr
Im Kanzleramt wird das künftige Bundeskabinett vorgestellt. In der neuen Regierung sitzen unter anderem Lena-Meyer Landrut, Maike Kohl-Richter, Helmut Schmidt, Beate Zschäpe, der Schäferhund von Alexander Gauland und das Smartphone von Christian Lindner.

21:30 Uhr
Kurzfristig angeworbene Neu-Wahlhelfer haben in großen Teilen des Saarlandes den Urneninhalt verbrannt. Das endgültige Ergebnis verzögert sich.

23:41 Uhr
Die OSZE-Wahlbeobachter werden wieder aus ihren Kellerverliesen freigelassen.

Heute ist Wahl, und wer sich an dieser Stelle eine Wahlempfehlung (oder das Gegenteil) erhofft hat, den muß ich enttäuschen; ich kann da keine Überzeugung haben außer der, die sich in einer Variation Kierkegaards ausdrücken mag: Geh wählen oder laß es, du wirst es bereuen.

Warum das so ist, sprach, so unfreiwillig wie meist, am Mittwoch die Tagesschau aus, als es um Air Berlin oder die Fusion von Thyssen und Tata ging, ich hab’s mir nicht gemerkt, aber es spielt auch keine Rolle, denn der Satz ist universal anwendbar: „Problematisch hingegen für Investoren könnten die Mitarbeiter sein.“ Denn die sind halt gern einmal zuviel, nicht wahr, weshalb der Satz sich auch umkehren läßt: Problematisch für die Mitarbeiter sind die Investoren, falls sie einem nicht zufällig einen Arbeitsplatz retten, den es in der Folge dann genau so lange gibt, wie er sich für den Investor rentiert. Falls er sich rentiert, könnte es gut sein, daß sich ein anderer Arbeitsplatz an einem anderen Ort um so weniger rentiert, weil sich nie alle Arbeitsplätze zugleich rentieren können, mindestens nicht als bezahlte und sofern „der Arbeiter für den Produktionsprozeß, nicht der Produktionsprozeß für den Arbeiter da ist“; ein simpler Umstand, den Marx im „Kapital“, dessen 150. Geburtstag neulich sogar der Tagesschau einen verläßlich plänkelnden Bericht wert war, für die „Pestquelle des Verderbs und der Sklaverei“ hielt.

Blättern wir noch ein bißchen: „Anarchie der Produktion“, die „,überzählig’ Gemachten der Arbeiterkonkurrenz“, „das Arbeitsmittel erschlägt den Arbeiter“ – und im Fernsehen oder in der Zeitung (wenn’s nicht grad die FAZ ist) heißt es dann, daß derlei „an Aktualität nichts verloren“ habe, und das ist halt die freie Gesellschaft, daß man das sagen kann, ohne daß das Allermindeste daraus folgt. Schon gar nicht, wo wir ja Boom haben und eine Million offene Stellen (zumal, wußte „Spiegel online“ im Frühjahr, hochbezahlte „in der Logistik und im Lagerwesen“, auf dem Bau und im Pflegebereich), andererseits eine stetig wachsende Armut, und daß der ganze Rummel auf dem Rücken vieler Dritter ausgetragen wird, sagen sogar Leute, die nicht im Verdacht stehen, eine Marx-Büste auf dem Schreibtisch stehen zu haben.

„Mein Gott wenn das so fort geht.“ Lichtenberg, 1772

Da ist es, alles in allem, doch gut zu wissen, daß nur mehr 20 Prozent der Deutschen Bücher lesen (FAZ.net, 21.9.), wegen Netflix oder Maloche oder beidem, was die freie Entwicklung des einzelnen als Bedingung der freien Entwicklung aller gottlob nicht mal mehr diskutabel macht. „Problematisch hingegen für Investoren könnten die Mitarbeiter sein.“ Übersetzt: Problematisch fürs Kapital könnten die Menschen sein. Daß sie es nicht werden, dafür sorgt es schon, mit sanfter Gewalt (Bertelsmann) oder nicht so sanfter: „Wenn die Polizeimacht und die Militärmacht der Klassengesellschaft nicht gebrochen werden, dann regiert die polizeiliche Personalhoheit und die militärische Gebietshoheit irgendeiner Größenordnung, irgendeines Regelkreises über die Blöden wie die Armen gleichermaßen, ohne Ansehen der Person, und sorgt mit ihren Vollstreckungsorganen dafür, daß wir gepfändet, aus Wohnungen geworfen, eingesperrt, medizinisch falsch oder gar nicht behandelt werden, daß unsere Kommunikation behindert oder abgestellt wird, wenn sie nicht ins Spiel paßt, daß unser Zugang zu Energie und Information den Interessen derer gehorchen, die sich Arbeit, Aufmerksamkeit, Energie, Information und Kommunikation aneignen können, um Arbeit, Aufmerksamkeit, Energie, Information und Kommunikation von Leuten, die dieses Geld nicht haben, in ihrer idiotischen Wirtschaftsweise zu vernutzen, die andauernd aus diesem Geld mehr Geld macht, mit dem man dann wiederum Arbeit, Aufmerksamkeit, Energie, Information und Kommunikation kaufen kann, aus denen sich erneut mehr Geld machen lässt und so weiter und so fort; es ist in Wirklichkeit noch eintöniger und grauenhafter, als es sich liest“ (Dietmar Dath).

Die Klassengesellschaft stellt sich selbst zur Wahl. Wählen kann man nur sie. Wir wählen sie auch, wenn wir nicht wählen. Wir haben keine Wahl. – Ein Hinweis für die Presse noch: Deutsche türkischer Abkunft, als Staatsbürger mit Wahlrecht, sind sowenig Deutschtürken, wie US-Bürger schwarzer Hautfarbe US-Afrikaner sind. Wer sich auf seinen Antirassismus was zugute hält, halte sich dran.

Warum dieser Wahlkampf sehr wohl sehr spannend war und ist

Von Oliver Maria Schmitt

Alle meckern über den angeblich stinklangweiligen Wahlkampf. Ich aber nicht, ich beobachte und bestaune eine der aufregendsten Kampagnen, die wir jemals erleben durften. Erster Beweis: Die Bundeskanzlerin hat in eigener Person und auf Befragen ausdrücklich mitgeteilt, daß sie diesen Wahlkampf nicht langweilig findet. Na also! Außerdem war bis zuletzt völlig unklar, ob überhaupt gewählt werden, ob die Kanzlerin tatsächlich eine Wahl ansetzen würde. Wozu noch? Schließlich regiert Merkel schon seit 2005, gefühlt sogar seit 1985, und das auch noch ununterbrochen – so daß sich eine neuerliche und mit absehbarem Ergebnis veranstaltete Wahl, also praktisch eine Scheinwahl, ziemlich erübrigte. Vielleicht will die Kanzlerin ja einfach ganz gerne noch mal eine Amtszeit haben, in der sie wenigstens einen Berliner Großflughafen eröffnen kann. Das darf sie, die in ihrer erfreulich unaufgeregten Art die Verwaltung, wo nicht Verwesung der eigenen Dauerpräsenz längst zur eigentlichen Chefinnensache gemacht hat, jederzeit von uns verlangen.

Dennoch regt sich Widerstand im Land. Martin "Ich strebe an, Bundeskanzler zu werden" Chulz ist ein erprobter Kämpfer, ein Fighter, ja im Prinzip ein Tier. Er hat sich von ganz unten nach ganz oben gerackert, von Würselen nach Brüssel (145 km), hat sich vom einfachen Buchhändler ohne Abitur, nur mit einem SPD-Parteibuch bewaffnet, bis zum Alkoholiker hochgearbeitet, vom Provinzbürgermeister bis zum (quasi) Weltenherrscher im Parlament unseres gemeinsamen Hauses Europa. Klar, daß so einer jederzeit Kanzler werden kann, wenn er das nur will. Und der Wähler nicht blöd dazwischenfunkt.

Genialerweise ließ Chulz bis zuletzt offen, ob er nun, im tobenden Endkampf, eher der CDU/CSU Paroli bieten will – oder ob er in einen viel spannenderen und völlig offenen Kampf um Platz drei einsteigen wird, vulgo gegen Grüne, Linke, AfD, FDP und die als Geheimtip gehandelte Veganer-Vegetarierpartei V-Partei³.

Bis zuletzt beschäftigte uns auch die Frage, ob sich der Posterboy der FDP irgendwann doch noch ganz ausziehen würde – ob Christian "Digital first" Lindner uns also nicht nur im kleinen Weißen, sondern, bis auf die an höherer Stelle sprießenden Schamhaare, konsequent textilfrei gegenübertreten würde. Bedenken second! Alle elf Minuten verliebt sich der FDP-Chef in sich selbst, witzelt das Internet und verweist so augenzwinkernd auf die Tatsache, dass Lindners Botschaft auch in diesem Wahlkampf ganz er selbst ist. Falls er es mit seiner fortschrittlich-liberalen Trümmerpartei tatsächlich ins Parlament schafft, wird er Merkel (oder wem auch immer, Zwinkersmiley) ohne jeden Zweifel das Amt des Bundeslindnerministers abschwatzen können.

Nächste Frage, die Wahllokale öffnen ja schon bald: Werden die Grünen, die FDP des kleinen dummen Mannes, erneut in die Opposition gehen? Oder wird die Fraktion geschlossen den Reichstag verlassen und ins gelobte grüne Ländle, nach Baden-Württemberg remigrieren, um sich von Papa Kretsche in genau die Vorstands- und Aufsichtsratsposten hieven zu lassen, in denen grüne Politik "wirklich gelebt" (C. Roth) werden kann?

Und wie viele Rechtsradikale werden im nächsten Bundestag sitzen, wenn man die CSU nicht mitzählt? Wird dieser dann auch wieder offiziell "Reichstag" heißen, so wie das um ihn herumstehende Gebäude? Wird Gauland als Gauleiter entsorgt, wird Alice "Ich gehe jetzt" Weidel im Falle einer AfD-Regierungsbeteiligung das Amt der Reichsaußenministerin erhalten? Doch selbst wenn sie es nur zur Reichspropagandistin im Range eines Staatssekretärs bringen sollte – ihr Amt will sie in jedem Fall vorzeitig verlassen, wahrscheinlich schon nach dreißig Minuten oder der ersten Fake-Frage eines Journalisten der linksversifften Lügenpresse.

Die spannendsten Fragen werden sowieso erst nach der Schließung der Wahllokale gestellt werden: Wurde auch dieser Wahlkampf aus dem russischen Ausland gesteuert? Wie lange wird es dauern, bis rauskommt, daß der CDU-Paladin Jens Spahn in Wirklichkeit ein von den Russen gesteuerter Social Bot ist, der nur darauf programmiert wurde, auf die Hashtags #parallelgesellschaft, #talkgerman, und #muttimußweg zu reagieren?

Und wenn wir schon bei den unbequemen Fragen sind: Wird die Demokratie tatsächlich an der erschütternden Tatsache zugrunde gehen, dass auch Die PARTEI auf den Wahlzetteln steht – wie dies zuletzt von praktisch allen Wahlkommentatoren festgestellt wurde? Wobei die größte Gefahr für die Demokratie gar nicht der PARTEI- oder gar Nichtwähler ist, sondern der Wechselwähler. Diese Bestie in Demokratengestalt degradiert letztlich die postwestdeutsche Demokratie Merkelscher Prägung zum schieren Experiment, zum Vabanquespiel, ja zur – sprechen wir’s aus – zur Anarchie. Alle Statistiker hassen den Wechselwähler. Er ist undurchschaubar, unberechenbar, unsympathisch und eine fundamentale Bedrohung jeder ordentlichen Wahlprognose.

Ohne Wahltrends und Umfragen jedoch bräche der Demokratiemarkt zusammen, die Statistiker könnten einpacken, Studios stünden leer, ganze Umfrageteams würden in die Wüste geschickt; Wahlbeobachter hätten nichts zum Angucken, ein Lumpenheer von Leitartiklern, Kommentatoren und Internettrollen irrte durch dieses unser Land, in dem wir doch alle "gut und gerne" leben sollen.

Wer ist dieser Wechselwähler überhaupt, diese stinkende Dieselversion des sauberen Nicht-, Protest- oder Dennochwählers? Helmut Kohl sprach in schlecht gespielter Ehrfurcht immer vom "obersten Souverän" – einer mächtigen Institution, der man mit Respekt und Ehrlichkeit begegnen solle. An Ehrlichkeit zumindest ließ es Kohls politischer Großvater Konrad Adenauer nicht mangeln, als er nach der ersten Bundestagswahl 1949 das geheimnisvolle Wesen des Souveräns näher beschrieb: "Der Durchschnittswähler denkt primitiv, und er urteilt auch primitiv."

Der Wahlkampf ist ein zermürbender, aber heftiger Liebesakt der Politik mit dem Volk: Auf ein endloses Werben, Bezirzen und Umgarnen folgt ein kurzer, in seinem nüchternen mathematischen Resultat oft genug enttäuschender Höhepunkt. Jedenfalls ist der Orgasmus in Relation zu dem ziemlich langen und klebrigen Vorspiel von rund sechs Monaten erschütternd kurz. Er dauert von der ersten Prognose um zehn nach Sechs bis ca. 18.25 Uhr, dann steht meist schon alles fest. Bis dahin aber bleibt es spannend wie noch nie.

  • In C&A-Tracht im Hackerzelt "Hulapalu" von Andreas Gabalier mitgrölen
  • Auf dem Kotzhügel landen
  • Seinen fünf Jahre alten Diesel verschrotten lassen, um einen satten Rabatt für den neuen zu bekommen
  • So oft es geht den benzinbetriebenen Laubbläser benutzen
  • Ein Kreuz auf einem Zettel machen, um weitere vier Jahre Europa zu unterwerfen

Pünktlich zum Herbstbeginn: Beim Eisfischen


 

Die äußerste Dehnung des Seins

An der Bushaltestelle erscheint ein seltsam wirkender jüngerer Mensch männlichen Geschlechts, der durch die völlig unnatürliche, bis zum Blödsinn gezierte Art auffällt, wie er eine Zigarette raucht. Er scheint sich dabei an einer extrem exaltierten, geradezu empörend manierierten und wirklichkeitsfernen Vorstellung vom Zigarettenrauchen zu orientieren. Besonders in der Profilansicht kommt dies vollendet zur Geltung. Die Lippen närrisch gespitzt, hält der Raucherdarsteller die Zigarette mit Daumen und Zeigefinger am Filter, während er die übrigen Finger bis zum Anschlag abspreizt und den Arm entsprechend verkrampft hält (Bruchgefahr). Die Augen aller sind auf ihn gerichtet.
„Ja“, sagt er mit blecherner Stimme, „dies ist meine erste Zigarette.“
Er muß, warum auch immer, beschlossen haben, sie jetzt und hier in der Öffentlichkeit zu rauchen. Die Frage ist allerdings, ob er sie tatsächlich raucht, denn seine spitzen Lippen berühren kaum den Filter, auch traut man ihm nicht die Kraft zu, die nötig ist, daran zu ziehen. Niemand hat je etwas dermaßen Unsinniges gesehen, einige der auf den Bus Wartenden werfen überfordert ihre Monatskarten zu Boden, daß es klatscht. Doch kommt es zu keinerlei Gewalttätigkeit, was durchaus für die Friedfertigkeit der Bewohner dieses verrufenen Landstrichs spricht. Alle spüren, das etwas geschehen muß, ohne daß jemand sagen könnte, was.
Die Zeit bis zum Eintreffen des Busses vergeht quälend langsam, das Sein wird aufs Äußerste gedehnt. Ein Ausleiern muß befürchtet werden. Da entwickelt der absurde Mensch mit der Zigarette vor unseren Augen ein Raucherbein. ‚Das wäre doch nicht nötig gewesen‘, denken die meisten. Endlich kommt der Bus, niemand denkt mehr an den Blödmann mit der Zigarette.

Julia Engelmann: O Baby, wähl die Union, Baby!

Hey Baby! Ich werde diesmal CDU und CSU wählen, und zwar beide gleichzeitig. Warum? Ha! Dafür gibt es nun wirklich viele Gründe. Nehmen wir zum Beispiel den Slogan: "Für ein Land, in dem wir gut und gerne leben". Voll schön und erinnert mich an meine eigenen schlichten Texte! Außerdem ist CDU-Knuffel Peter Tauber (Ich muß gestehen, bin leicht verliebt) der beste Poetry-Slammer in der Politik. Das hat er mit seinem poetischen Debüt vor ein paar Wochen eindrucksvoll unter Beweis gestellt: "Wenn Sie was ordentliches gelernt haben, brauchen Sie keine drei Minijobs." Grandios! Rilke oder Semsrott hätten es nicht eleganter formulieren können.

Es gibt aber noch zwei weitere Gründe, die Union zu wählen. Erstens wegen der Rechten (AfD, FDP, Grüne), denn die dürfen unter keinen Umständen an die Macht. Und zweitens find ich Frau Merkel echt okeee. Bei ihr hab ich echt so voll den Eindruck: Sie holt mich ab (vom Bahnhof). Sie weiß, was die Menschen da draußen bewegt (Autos, Züge, Busse). Und sie geht mutig und entschlossen immer dorthin, wo es weh tut und wo sich sonst kein halbwegs vernünftiger Mensch hinwagen würde (CDU-Parteizentrale, Bayern, Thomas de Maizières Oberstübchen). Also Baby: Diesmal Angie wählen! Is klar, ne!? Herzchen, Küßchen und Kreuzchen! Deine Julia!

Mein Soundtrack zum Text: "An Tagen wie diesen" (Söhne Mannheims)

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Nur noch 1361 Tage bis zum Ende seiner Amtszeit. Am 29. April 2017 ist Donald Trump 100 Tage im Amt - somit endet seine Schonfrist und der Präsidentschafts-Countdown kann offiziell beginnen.
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Alle lieben Schmähgedichte, aber nur einer schreibt so schöne wie der TITANIC-Haus- und Husten-Dichter Thomas Gsella aus "Pimmelhausen" (Aschaffenburg). Gsella begnügt sich dabei nicht mit der Beleidigung von Einzelpersonen, sondern watscht die Deutschen gleich in Zehntausenderstärke ab - bzw. die doofen Städte, in denen sie (z.T. freiwillig!) wohnen. In dieser kostbaren Hetzprämie reimt sich der Gernhardt-Preisträger einmal quer durch die Republik. Wer weiß, vielleicht ist ja auch Ihr beschissenes Kaff dabei...Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
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Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Nicolas Mahler: "Der Urknall"
Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des Buchmarkts!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Wiglaf Droste: "Schalldämpfer"
Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels" (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W. Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben, die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Heiko Werning: "Schlimme Nächte: Von Abstürzen und bösen Überraschungen"Jeder von uns hat schon mal eine erlebt und würde sie am liebsten für immer aus dem Gedächtnis löschen: eine schlimme Nacht. Heiko Werning aber, Lesebühnengott und Reptilienforscher, hat sich an über 30 schlimme Nächte erinnert und sie tapfer aufgeschrieben. Kindlicher Kaninchenmord bei der Nachtwanderung, verpaßte Chancen im malaysischen Massagesalon, Prügeleien mit Fußballfans, psychopathische Spermien-Strickerinnen: diese Nachtmahre werden Sie nicht mehr schlafen lassen!Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen
  • 23.09.:

    Taz und der britische Guardian berichten vom erfolgreichen Wahlkampf der PARTEI.

  • 22.09.:

    PARTEI-GröVaZ Martin Sonneborn gibt der FAZ das letzte große Interview vor der Wahl.

Titanic unterwegs
27.09.2017 Marburg, Waggonhalle
  Max Goldt
28.09.2017 Köln, King Georg
  »Die 3 Chefredakteure«
28.09.2017 Kassel, Schauspielhaus
  Max Goldt
28.09.2017 Worms, Pop Up Festival
  Thomas Gsella

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Briefe an die Leser

 Thomas Jarzombek (CDU)!

Ihrer Forderung nach der Förderung künstlicher Intelligenz möchten wir wieder und wieder die viel dringlichere Förderung der natürlichen Intelligenz in all ihren Facetten entgegenwerfen. Da brennt es nämlich lichterloh.

Ihr Denksportverein Titanic

 Du wiederum, WAZ,

berichtest über die Pläne des Landes NRW, sich mit der Rhein-Ruhr-Region um die Ausrichtung der Olympischen Spiele zu bewerben: »Schalke-Arena soll Schwimmzentrum werden.« Das klingt zwar jetzt auch nicht viel ambitionierter als die generelle Idee, das Randsportarten-Großereignis ins Land der Staublungen zu holen, nur: Braucht man dafür nicht ganz schön viel Wasser? Und was sagt der Platzwart dazu?

Trockene Frage von Titanic

 Ja, Sie alle zusammen,

Elmar Brok (CDU-Abraum), Elmar Maria Kredel (Exbischof), Elmar Rassi (Glücks-Idiot), Elmar Hörig (Goebbelsschnauze), Elmar Theveßen (Islamismus-Verschwörungstheoretiker): Ist Ihnen bewußt, daß Sie noch eine zusätzliche Eigenschaft gemeinsam haben, neben Ihrem Hang, widerwärtigen, hirnverbrannten, asozialen und bösartigen verbalen Ausfluß zu produzieren? Oder sollte da sogar eine geheimnisvolle Ursache-Wirkungs-Mechanik am Werke sein?

Schall und Rauch: Titanic

 Hilfe, Roger Waters (Pink Floyd)!

Hilfe, Roger Waters (Pink Floyd)!

Als prominenter Anführer des kulturellen Boykotts Israels fordern Sie Musikerkollegen gerne dazu auf, die israelische »Apartheid« mit Abwesenheit zu strafen. Zuletzt drängten Sie Radiohead dazu, ihr geplantes Konzert in Tel Aviv abzusagen. Währenddessen befanden Sie sich auf einer viermonatigen Tour durch Trumps USA, deren Politik Sie ebenfalls aufs schärfste ablehnen. Helfen Sie uns: Wie paßt das zusammen? Wo ist das fehlende Teil im Logikpuzzle? Ist es das zahlungskräftigere, weil wesentlich größere US-Publikum? Oder hat da einer schlichtweg nicht alle Backsteine in der Wand?

Grüße zur wenig hellen Seite des Mondes! Titanic

 Oliver »Olli« Gimber!

Getreu dem Motto, daß es nicht genügt, keinen guten Witz zu kennen, sondern man auch unfähig sein muß, ihn zu erzählen, bist Du mit den müden Gags, die Du unter anderem auf Deinem Kanal »Witz vom Olli« zum besten gibst, in Süddeutschland zum »Youtube-Phänomen« (www.regioactive.de), zum »Kult-Witzbold« (Landesschau Baden-Württemberg) bzw. schlicht zum »Kult« (»Südwestpresse«) geworden. So weit, so Kult. Aber kennst Du eigentlich den? Kommt ein Mann aufs Standesamt und sagt: »Ich heiße Oliver Supertrottel und möchte meinen Namen ändern lassen.« Meint der Standesbeamte: »Hahahaha – Oliver!«

Hahahaha – Oliver, Olli! Chahahahahaha, chohohohoho, hiiiihiiihiiihiiiihiiiii! Leckomio!

Witz von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Warum?

Transportboxen sind super praktisch, luftdurchlässig, bieten optimale Aussicht und sind vor allem sicher. Trotzdem regen sich immer wieder Passanten auf, wenn ich mit meinem Kind darin durch die Innenstadt schlendere.

Nick Hertzberg

 Der Witz in der Schublade

Falls eines Tages dieser eine DJ/Musiker, der in den 90ern mit »Why does my Heart (feel so bad)?« berühmt wurde (betreibt der heute nicht ein veganes Café?), gewichtsmäßig etwas zulegen würde (unwahrscheinlich, da wie gesagt vermutlich selbst Veganer, ein Schatten seiner selbst), könnte man ihn jedenfalls scherzhaft so nennen: Moby Dick.

Elias Hauck

 Durch und durch erhebend

dieses Gefühl, seit ich unter die Schwerkraftleugner gegangen bin.

Dominik Wachsmann

 AK Demiker

Zusammen mit einigen Freunden habe ich jetzt einen Verein gegründet, zu dem nur Personen zugelassen werden, die ein hohes Bildungsniveau mit einem fatalen Faible für flache Wortwitze in sich vereinen. Der Name für den Zirkel war schnell gefunden.

Stefanie Dose

 Restwagieren, das

Das Restwagieren wird gerne von älteren Herrschaften betrieben. Hierbei legt man von einem mehrfach zu kaufenden Lebensmittel ein Exemplar aufs Kassenband und läßt den Rest im Wagen. Echtes Restwagieren ist dies nur dann, wenn es sich nicht um etwas Schweres wie einen Wasserkasten handelt, sondern beispielsweise um zwei Joghurts.

Robert von Cube