Newsticker

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Leute ... von Paula Irmschler

Frauen

Leute,

den geneigten Titanic-Leser wird es sicher interessieren. Heute möchte ich ihm den weiblichen Zyklus erklären.

Es gibt vier Phasen: Prämenstruation, Menstruation, Postmenstruation und dann entweder Normalität oder O Gott, bin ich etwa schwanger. Jeweils dauern die Phasen etwa eine Woche, letztere bei der Antwort "Ja" vielleicht ein Leben lang. Erst wird viel geweint, Wein getrunken und Eis gegessen, Bridget Jones und Gilmore Girls geguckt. Dabei hat man eine sogenannte Lebenskrise, macht Schluss mit der Beziehung, zieht aus der Wohnung aus, kündigt seinen Job, wandert aus, schneidet sich die Haare. Dann geht man aufs Klo: Erleichterung, puh, es ist nur die Menstruation, dann: Boah, scheiße, es ist die Menstruation. Was da unten aus der Scheide kommt, ist im Übrigen gar kein Blut (ein weit verbreiteter Irrglaube), sondern Verzweiflung. Man liegt darnieder oder orientiert sich an den Tips aus dem Internet, die da lauten: Reiß dich zusammen, du Fotze. Ach, einfach schön eine Tasse Tee, ein gutes Buch, ein wenig Sport, Bauchi massieren, mit den Engeln reden. Man sagt nach einer halben Stunde dann den verfickten hässlichen Kack-Engeln, dass sie sich mal ficken mögen, ballert sich mit Ibu Meth voll und geht zu Twitter, wo man sich mit Niels Ruf anlegt. Was geschieht? Tja, aufgequollen, zu fett und "unfuckable", wird man plötzlich hysterische Feministin, die sich um Albernheiten wie Gleichberechtigung schert. Es passiert den Besten: Mal wieder hat man aus Versehen einen Genozid an Männern mit einem Hashtag ausgelöst. Im Anschluss daran muss man die Scherben zusammenkehren, sich wegen Volksverhetzung vor der Polizei verteidigen und dann hat man ganz kurz die Chance, ein normaler Mensch zu sein. In dieser Zeit kann man normale Dinge tun, zum Beispiel Niels Rufs Freundin werden oder Stift ins Auge. Nach einer Woche geht allerdings der ganze Wahnsinn wieder von vorn los und endet mit der Angst davor, von IHM schwanger zu sein. Auf dem Klo hinterlässt man eine riesige Wurst, verlässlicher Vorbote für die Menstruation, puuuh, ich grüße dich! Und: Ach süß, der Haufen sieht ein bisschen aus wie Niels.

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Jetzt spricht Jan Ullrich! – Das TITANIC-Exklusiv-Interview

TITANIC: Herr Ullrich, in letzter Zeit war ganz schön was los bei Ihnen. Wie geht es Ihnen?

Ullrich: Och, geht schon. Im Vergleich zu den Dingen, die ich während meiner Radsportkarriere getrieben habe, waren die vergangenen Wochen ganz okay.

TITANIC: Was meinen Sie?

Ullrich: Lächerliche und viel zu enge Radlerhosen anziehen, sinnlos die Berge hochfahren, sich mit Rudolf Scharping fotografieren lassen – wenn ich so zurückdenke: Es war eine scheußliche Zeit damals.

TITANIC: Es war zu lesen, dass Sie von falschen Freunden umgeben sind. Was ist da dran?

Ullrich: Das trifft leider zu. Kürzlich war wieder einer von denen da: Lance Armstrong. Seltsamer Typ. Allerdings macht mir derzeit mehr zu schaffen, dass alle Leute nun wissen, dass ich auf Mallorca neben Til Schweiger wohne. Voll peinlich! Kein Wunder, dass jetzt alle denken: Puh, der Ullrich ist aber ganz schön abgestürzt!

TITANIC: Sie sollen auf Mallorca den ganzen Tag vollgedröhnt gewesen sein. Stimmt das?

Ullrich: Klar, irgendwie musste ich mich ja den anderen Asi-Deutschen anpassen – neben Til Schweiger auch Dieter Bohlen und Herbert Grönemeyer. Andernfalls wäre ich unangenehm aufgefallen und hätte mich dauernd rechtfertigen müssen: "So, der feine Herr Ullrich ist sich also zu schade zum Saufen und Randalieren..." – Das wollte ich unbedingt vermeiden.

TITANIC: Was entgegnen Sie, wenn jemand sagt: "Einfach nur traurig, was aus dieser Sportlegende geworden ist!"

Ullrich: Dann stimme ich zu. Ich finde es ja auch traurig, was aus Boris Becker geworden ist. Er war mal ein großes Vorbild. Seit vielen Jahren selbstverständlich nicht mehr – nach alldem, was er sich geleistet hat.

TITANIC: Was raten Sie all den Journalisten, die jetzt über Sie schreiben?

Ullrich: Das ist schwer, weil mein Rat zu den meisten vermutlich nicht durchdringt, weil sie wirklich sehr große Probleme mit ihrem Leben haben. Aber so viel kann ich sagen: Leute, lasst endlich die Finger von Alkohol – sowas kann böse enden.

TITANIC: Wie geht es weiter mit Ihnen?

Ullrich: Erst mal ausspannen. Und dann hoffe ich, dass mir das Schlimmste erspart bleibt: eine Rolle in Til Schweigers nächstem Film.

TITANIC: Herr Ullrich, vielen Dank für das Gespräch.

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Das aktuelle Politbarometer

Wer wählt wo wen, wie oft, warum? Welche Gruppe meint und glaubt was? Welche nüchternen Zahlen beweisen, dass eh alles längst zu spät ist? Das fragen Woche für Woche Meinungsforschungsinstitute wie Forsa, Allensbach und Twitter. TITANIC kann das aber viel besser – und legt den Trendfinger an den Puls der Bundesrepublik.

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Kofi Annan – ein kurzer Nachruf

Der einstige UN-Generalsekretär Kofi Annan ist nicht mehr. Anders als alle annan Vorgänger war Annan der erste Mensch aus dem südlichen Teil des afrikannanischen Kontinents, der zum UN-Generalsekretär annannt wurde. Der ghannanische Diplomat (*anno 1938) und Friedensnobelpreisträger mit einer Schwäche für Annanas erlangte zudem Berühmtheit mit seiner Band AnnanMayKanterei und den Songs "Annanana babidididi" und "Was los digga annanma". Ein Mannan den man sich gerne erinnert.

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Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Dienst ist Dienst

Für den Fall, dass Sie, liebes Publikum, verzweifelt darauf gewartet haben, dass ich mich zum Thema „Dienstpflicht“ äußere: Ich wollte mich, hahaha!, drücken. Drücken vor dem öden Bekenntnis, das so viele gleichalterige Kollegen in ihre Spalten getippt haben, die Zivildienstzeit habe einem doch sehr gutgetan (obwohl’s freilich stimmt); drücken auch vor der Verlegenheit, mit Kramp-Karrenbauer evtl. einer Meinung sein müssen, wenn auch vielleicht aus besseren Gründen; drücken vor dem notwendig altväterlichen Tonfall, der noch das völlig Richtige nach den Freuden der Pflicht klingen lässt: „Da die meisten Abiturienten nach der Schule aber keine Ahnung haben, was sie tun sollen, setzen sich viele von ihnen erst mal in irgendein Flugzeug [und] blasen Kerosin in die Luft … Wann kommt man schon mal raus aus seinem sozialen Kokon? Freundlich gewendet: Wann hat man schon mal die Möglichkeit, wirklich völlig andere Lebenswelten für ein paar Monate kennenzulernen? Wer jetzt sagt: Da redet irgendein Onkel daher – ja, mag sein. Aber die zehn Jahre des Mäanderns mit Zivildienst, Kellnern im Café, zweckfreiem Lesen, Radtouren durch Europa waren sicher so sinnstiftend und prägend wie alles seither.“

Nun stehen aber auch diese wahren Worte des SZ-Kollegen Rühle, am 9.8. im Feuilleton erschienen, in der Online-Version unter der Spitzmarke „Berufseinstieg“ und der Überschrift „Mit Lebenslauf ist nicht der Weg zur Arbeit gemeint“, und schon haben wir ihn wieder verlassen, den zweckfreien Mäander, wie halt auch ein Pflichtdienst in die Welt der Zwecke gehört: Die Jugend, nachdem man sie auf schneller, höher, weiter (manche sagen: dümmer) gedrillt hat, bekommt jetzt ein Jahr „Lebenserfahrung“ oktroyiert, weil das den Unternehmen, hört man, fehlt. Der Zivildienst alten Zuschnitts war ja ein Ersatzdienst, mithin einer, dem ein „Anti“ eingeschrieben war, und noch wer ihn aus Bequemlichkeit vorzog, wollte sich nicht früh um fünf aus dem Bett brüllen lassen, nur damit der Russe nicht kommt. Der Ersatzdienst war, wie unfreiwillig immer, eine politische, sogar linke Angelegenheit; das Pflichtjahr (als nämlich nationales) wäre eine rechte, wie es ja nie ganz unwichtig ist, wer da nun auf Pflichterfüllung besteht. In Kramp-Karrenbauers Vision wäre das Pflichtjahr ein Dienst an derselben Gesellschaft, die sich zuletzt bloß durch Asozialität, ja „Arschlöcherigkeit“ (Magnus Klaue) hervorgetan hat und deren Solidarität so aussieht, dass, wer arm ist, arm bleibt und dass, wer krank ist, vielleicht bloß operiert wird, weil das dem Krankenhaus Geld einträgt. (In den Tagesthemen präludiert Zamperoni einen Bericht über das wohl ganz und gar vorbildliche dänische System von Sozialsicherheit im Alter mit der Bemerkung, in Skandinavien werde derlei als „Grundrecht“ empfunden. Verrückt.)

„Er trat … genußvoll … an die Tafel, ergriff die Kreide, hob die unansehnliche Hand und schrieb, während ihm der Ärmel bis zum Ellenbogen hinabrutschte, dabei einen trockenen, gelblichen, wenigstens hundertjährigen Arm freigab, das Thema an die Tafel, in seiner gedruckten, schrägen Schrift, in der Schräge der Scheinheiligkeit. Es hieß: ,Die Freuden der Pflicht.’“ Siegfried Lenz, 1968

Der Ersatzdienst konnte in ein Lebensjahrzehnt des zweckfreien Mäanderns gehören, weil Zweckfreiheit, zumindest ideell, noch ausdrücklicher Teil von Adoleszenz war. Das Pflichtjahr wäre bloß ein weiteres Praktikum, dessen Sinn sich darin erschöpfte, orientierungslosen Schulabgängern die Flucht in den Konsumismus zu ersparen, den freilich dieselbe Gesellschaft verantwortet, die den Nachwuchs jetzt so großartig in die antikonsumistische Pflicht nehmen will. Nicht auszuschließen zwar, dass der eine oder die andere nach einem Jahr als Pflegehilfe die Zeitung oder amtliche Armutsberichte mit anderen Augen läse, und wenn Christian Lindner sich gegen die „Verstaatlichung“ von Lebenszeit wendet, müsste man schon wieder dafür sein. Aber dagegen muss ich sein, weil das Pflichtjahr eine Lüge ist, den üblichen trüben Interessen dient und die Verzweckung des Lebens scheinheilig bemäntelt.

Dass ich der eigenen Brut von Australien dringend abriete und ein Freiwilligenjahr empfähle, steht auf einem anderen Blatt; wo nicht auf demselben.

PS. Falls noch wer seit Mai darauf wartet, dass ich mich zum Fall Dieter Hanitzsch/Netanjahu äußere: Seine Kündigung verdankt das Karikaturisten-Urgestein nicht gnadenloser politischer Korrektheit, sondern der „Süddeutschen Zeitung“, denn sein Netanjahu war, täusche ich mich nicht, kein „Stürmer“-Jude, sondern ein SZ-Jude. Den gibt es mittlerweile, aber weil es ihn nicht offiziell gibt, musste Hanitzsch gehen. So einfach ist das manchmal, und nicht, dass man nichts mehr sagen dürfe, ist das Problem, sondern dass sie’s alle ständig sagen, ohne es freilich gesagt haben zu wollen. – Das Sonntagsfrühstück macht Urlaub und ist am 16.9. wieder für Sie da.

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Warum wir JETZT Dinge auflisten sollten!

  • Listen = cooles graphisches Element
  • Listen können Internet
  • Sie schaden Hitler
  • Es heißt DIE Liste (Feminismus)
  • Listen wirken übersichtlich
  • Milch & Butter
  • Wenn man nicht so gut formulieren kann, merkt keiner
  • Leser lieben Listen
  • Und Alliterationen
  • Das Format nicht "Bento" überlassen!
  • Listen kommen ohne feinsinnige Pointen aus

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Winke winke, Prof. Herfried Münkler!

Winke winke, Prof. Herfried Münkler!

So was wie den »Asylstreit« (CDU/CSU) muss einer wie Sie natürlich analysieren, auch mal im »Stern«: »Dieses leichtfertige Spielen mit der politischen Stabilität ruft ungute Erinnerungen an Weimar hervor« – im Gegensatz zu den vielen guten, die man derzeit bekommt, wenn man »Weimar« hört –, aber: »Soweit wird es nicht kommen.« Sollten Sie den ersten Satz ernst meinen, ist der zweite leichtfertig. Meinen Sie den zweiten ernst, ist der erste Alarmismus, Phrase.

Ja, jetzt, wo wir es sagen: »So wie seinerzeit in der SPD lässt sich die Ursache des Streits auch in der Union nicht allein an persönlichen Feindschaften festmachen. Heute wie damals steht dahinter ein Konflikt um den politischen Kurs.« Ach! »Ich glaube, dass die politische Mitte weiter eine Rolle spielt.« Oha! »Früher sprach man von ›Italienisierung‹ der Politik, heute müsste man von der ›Niederlandisierung‹ sprechen.« Soso. »Der deutschen Europapolitik droht nun das, was ich das ›französische Syndrom‹ nennen würde.« Hm.

Dieses leichtfertige Spielen mit Sinn und Sprache ruft ungute Erinnerungen an andere Ihrer Veröffentlichungen hervor. Man müsste wohl von »Deutschlandisierung« des Denkens sprechen, es ist das, was wir »Politikwissenschaftssyndrom« nennen würden.

Soweit ist es schon gekommen, fürchtet: Titanic

 Hey, Sticks’n’Sushi Berlin!

Ihr sucht gerade Kellnerinnen und Kellner und habt dazu bei Facebook eine Stellenanzeige kursieren lassen, die Eure Anforderungen erfreulich deutlich macht: »Bei Sticks’n’Sushi stellen wir nur Mitarbeiter ein, die ein großes Lächeln und ein kleines Ego mitbringen. Wir stellen echte Persönlichkeiten ein. Menschen, die das Wir vor das Ich stellen.«

Ihr sucht also, mit anderen Worten, servile Duckmäuser, die sich klaglos ausbeuten, zusammenschreien und kündigen lassen, auf dass Ihr jederzeit in neuen Stellenanzeigen nach Ersatz für sie suchen könnt. Solche »echten Persönlichkeiten« zu finden, die auf ihre Persönlichkeit zugunsten der Volks- oder Betriebsgemeinschaft verzichten, sollte hierzulande wohl gelingen!

Aber unter uns: Die Chefs in Eurer Fischbude sind weiterhin die mit dem kleinen Lächeln und dem großen Ego, nicht wahr?

Von Persönlichkeit zu Persönlichkeit: Titanic

 Großartige Idee, »tz«!

Ein Live-Ticker zum Helene-Fischer-Konzert im Olympiastadion: »Es folgt das Lied ›Lieb mich‹«; »Helene trägt jetzt einen roten Body, an dem eine Art Umhang aus ebenfalls roten Fäden herunterfällt.« Und so weiter. Was erwartet uns als nächstes? Eine Lesung von Juli Zeh im Snapchat-Format? Die Audiospur zur Schach-WM?

Gehörlos durch die Nacht: Titanic

 Innenärgernis Horst Seehofer!

Neulich schalteten wir im ZDF »Aktenzeichen XY – ungelöst« ein – denn soweit sind wir mittlerweile, dass wir »Aktenzeichen XY« zur Ablenkung und Entspannung brauchen –, und da baute sich mittendrinne wer vor unseren Augen auf? Sie, Herr Minister!

Sie sind nämlich heuer Schirmherr des XY-Preises für Zivilcourage, welcher an Personen verliehen wird, die durch beherztes Eingreifen Straftaten verhindert haben. In einem Onlinevideo versichern Sie, damit andere Menschen motivieren zu wollen, »dass sie sich ein Beispiel nehmen, nicht für eine Kultur des Wegschauens, sondern des Helfens und des Zusammenhalts« einzustehen.

Wir müssen an dieser Stelle nachfragen. Wie weit darf Zivilcourage, darf Nothilfe gehen? Angenommen, wir werden Zeuge, wie jemand, sagen wir mittels Abschiebemaßnahmen und qua Verbannung von Rettungsbooten, das Absaufen und anderweitige Krepieren von Flüchtenden verursacht: Haben wir dann die Erlaubnis, wenn nicht die Pflicht, dem Täter gepflegt aufs Maul zu hauen? Reicht Pfefferspray? Die Hunde loslassen?

Rechtsberatungsgesuch von Titanic

 Kleiner Junge aus der Audi-Werbung!

»Mein Vater sagt: Das Gas, mit dem unser Auto fährt, kommt vom Wind.«

Es tut uns wirklich leid, Dir das sagen zu müssen, aber Dein Vater ist ein ausgemachter Trottel. Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Alptraum

Geträumt, dass Wolfgang Niedecken mit BAP noch mal durchstarten will und jetzt ein K-Pop-Album aufzeichnet – BIBIM BAP. Schweißgebadet aufgewacht.

Leo Fischer

 Dekoratives Literatur-Syndrom

Wie schlimm es um die Leselust in der Bevölkerung steht, sieht man am anschaulichsten in diversen Möbelhäusern, welche aufzusuchen mich meine renovierungswütige Gattin derzeit ständig nötigt: Da offenbar keine Diebstahlgefahr mehr besteht, wurden Buchattrappen erstmals durch echte Romane ersetzt.

Volker Schwarz

 Sturmwarnung

Wer Wind sät, wird gar nichts ernten, ihr dummen Städter!

Dipl.agr.oec. Daniel Sibbe

 Polen

Ich war mit Antje in Polen. Wir haben viele Fotos gemacht. Zwischendurch haben wir die Fotos schon mal in einem Express-Laden entwickeln lassen. Wir haben gedacht, das wäre billig in Polen, war es aber gar nicht. Als wir die Fotos abholten, waren die Farben auf den Fotos alle zu farbig, knackebunt, wie ein Comic. Irgendwas ist beim Entwickeln schief gelaufen. »Scheiß Entwicklungsland«, sagte Antje.

Kirsten Fuchs

 Anatomie 4.0

So ein Körper ist doch eh nur ein unzulängliches Hilfsmittel, da kommt man ohne Improvisation eh nicht weit. Aber trotzdem weiß ich jetzt schon, dass ich ihn vermissen werde, den alten Racker, wenn ich demnächst digitalisiert werde.

Theobald Fuchs

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 21.08.:

    "Spiegel online" über Heinz Strunks neuen Erzählband.

  • 20.08.:

    Oliver Maria Schmitt war für die Taz auf Hausbesuch bei Linken-Sammlerin Sahra Wagenknecht.

Titanic unterwegs
29.08.2018 Berlin, Pfefferberg Theater Max Goldt
02.09.2018 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Otto. Die Ausstellung«
02.09.2018 Erlangen, Galerie Black Cube Bernd Pfarr