• Hutständer
  • Donnerbalken
  • Litfaßsäulen
  • Zugluftdackel
  • Gerümpel (Dachboden etc.)
  • Kleiderpuppen, stumme Diener
  • Weihnachtlicher Straßenschmuck (Lichterketten!)
  • Schneemänner, Schneefrauen
  • Demonstrationen lebendiger Geschichte ("Sieh einmal gut her, Marie! Vor recht genau achtzig Jahren waren es Untermenschen wie diese hier...")

Hans Mentz beguckt sich die Stadt Frankfurt auf der Bühne, hört Jimmy Carr in Amsterdam zu, äußert sich abschließend zu Dieter Nuhr, schmunzelt über gesammelte Bausünden und schlägt sich angesichts von fischigen Kalauern die Hand vor die Stirn.

Das und manches mehr in der aktuellen Humorkritik – auch in diesem Heft und in diesem PDF. Empfehlung wie immer: Abo beziehen, früher Bescheid wissen.

  • Gottfried
  • Christfried
  • Traugott
  • Gotthilf
  • Fürchtegott (Spitzname: "Fürchti")
  • Gotthelm ("Helmi")
  • Margott ("Honni")
  • Gottlieb ("Mr. Love")
  • Christoffel ("Stoffel")
  • Gottbert ("Ernie")
  • Jesus ("Opfer")
  • Gott ("Gotti")

10. Juni, SMS von Frank-Walter Steinmeier an Sebastian Edathy:
Sag mal Sebastian, ist da was dran, was man da von NSA und BND über dich hört? Melde dich mal!

08. November, SMS von Michael Hartmann an Edathy:
Hey Sebi, du schau doch bitte mal nach, ich befürchte ich hab mein Tütchen Crystal irgendwo bei dir verloren. Nicht, dass das in Kinderhände gerät. LG, Michi

08. November, SMS von Edathy an Hartmann:
"Crystal"? Du meinst wohl diesen sexy Kandiszucker? Wusste nicht, dass du den noch brauchst. Lass mal zusammen tanzen gehen ey. Wo sind die Genossen?… Mehr Action, MEHR ACTION!!+,s#

11. Februar, SMS von Edathy an Sigmar Gabriel:
Hey Sigmar, ich stecke gerade bis zum Hals im Schlamassel, aber lass uns mal unter vier Augen drüber sprechen. Ich muss für ne Zeit abtauchen. Kann ich mit meinen Sachen für ein paar Tage in deine Speisekammer ziehen? Sebastian

11. Februar, SMS von Gabriel an Edathy:
Mensch Sebastian! Na gut, komm vorbei. Stör dich nicht, es gehen gerade noch Bauarbeiten darin vonstatten. Die Kammer wird zur Nordseite hin erweitert. Davon hörst du aber im südlichen Teil eh nichts mehr. Pass auf dich auf. Siggi

Na, haben Sie immer noch keine Weihnachtsgeschenke? Haha! Aber Sie haben Glück! Der TITANIC-Shop ist nach wie vor rund um die Uhr geöffnet – sogar am Sonntag! Bestellen Sie jetzt Postkarten, Poster, Bücher, PARTEI-Fanartikel und anderen verstaubten Kram, über den unsere Verlagsmitarbeiter ständig stolpern. Oder belohnen Sie Ihre Nächsten mit einem der zahlreichen TITANIC-Abos, z.B. dem beliebten Weihnachtsgeschenkabo mit handsignierten Premium-Prämien (Achtung: Die Kamagurka-Bibel ist schon vergriffen :( ). Und für Menschen mit besonders großem Herzen gibt es feierliche TITANIC-Gutscheine zum Runterladen und Ausdrucken.

Ärzte warnen: Wenige Tage vor Weihnachten werden viele Menschen von der Vorweihnachtsgrippe ergriffen, einer Krankheit, vor der man sich nur schützen kann, wenn man sich zu Hause einschließt. Ihre Symptome sind:

  • Innere Unruhe, Nervosität (beim Betrachten der Einkaufsliste)
  • Äußere Unruhe, Panik (im Gedränge der Fußgängerzone)
  • Unkontrolliertes Zittern, Weinkrämpfe (beim Hören von Weihnachtsliedern)
  • Übelkeit, Erbrechen (auf dem Weihnachtsmarkt)
  • Herzrhythmusstörungen (beim Blick in die Geldbörse)
  • Lähmung, Organversagen (beim Gedanken an die Tage mit der Familie)
  • Unbändiger Haß auf den Islam (immer montags)

Heute: Pro

  • Festigt den Charakter
  • Rektaluntersuchungen entlasten das Gesundheitssystem
  • Der persönliche Erfahrungswert
  • Wenn es vor der Unmenschlichkeit anderer schützt...
  • Auch Musikfolter ist eine kulturelle Bildungsmaßnahme
  • Das bißchen Wasser...
  • Andere haben gar keinen Sex
  • Wir sind ein freies Land
 
<a href="/postkarten/karte/weihnachten-im-krieg-19-22498/" >zum Adventskalendert&uuml;rchen Weihnachten im Krieg (19)</a>

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Das schreiben die anderen
  • 17.12.:

    Die Frankfurter Neue Presse im Gespräch mit dem Vater des "Strunk-Prinzips", Heinz Strunk.

Titanic unterwegs
21.12.2014 Kiel, Metro-Kino
  Max Goldt
22.12.2014 Berlin, Heimathafen Neukölln
  Max Goldt
22.12.2014 Frankfurt, Neues Theater Höchst
  Pit Knorr und die Eiligen Drei Könige
28.12.2014 Nürnberg, Hubertussaal
  Max Goldt
Briefe an die Leser

 Hey, Malte Lehming!

Das war einfach klasse, wie Sie es den Linksfaschisten neulich im Tagesspiegel gegeben haben: »Beleidigt, verbittert, aggressiv, rigide, justizvernarrt: so reagieren Linke, wenn ihnen die Meinung Andersdenkender nicht paßt. Wann je haben Rechte oder Konservative die Keule der Klage bemüht, wenn sie nach Lust und Laune geschmäht wurden? Thilo Sarrazin, Alexander Gauland, Hans-Olaf Henkel, Karl-Theodor zu Guttenberg, Christian Wulff, Joachim Gauck: sie alle hätten Anlaß genug, bleiben aber gelassen und locker.«

Genau die Leute wären uns übrigens auch als erstes eingefallen. Gut, Sarrazin hätten wir wohl nicht genannt, weil er sich vor kurzem 20 000 Euro von der Taz erklagt hat, und bei Wulff wären wir unsicher, ob er nicht das ein oder andere Mal den Rubikon der Locker- und Gelassenheit überschritten hat. Was uns aber wirklich geärgert hat, ist, daß Sie in Ihrer Aufzählung jemanden vergessen haben, der täglich haarsträubende Anschuldigungen über sich ergehen lassen muß und dazu noch nie auch nur ein Sterbenswörtchen verlauten ließ. Sie sollten sich persönlich bei Frau Zschäpe entschuldigen!

Beleidigt, verbittert etc.: Titanic

 Arme Curler!

Das Innenministerium hat Eurer coolen Sportart die komplette Förderung gezwickt, weshalb wir uns fragen, womit Ihr künftig Eure Steine finanziert. Müßt Ihr nun gar, als Haus- und Besenexperten, wischen gehen?

Wird alles schon glatt laufen, hofft Titanic

 Und über Euch, liebe Ossis,

lasen wir beim Online-Auftritt des Deutschlandradios: »Die Aufstiegschancen sind in Ostdeutschland größer als im Westen.« Somit hat sich für Euch seit der Wende nichts verändert – schließlich hattet Ihr schon zu Zeiten der Mauer die besseren Aufstiegsmöglichkeiten!

Turnt durchs semantische Minenfeld: Titanic

 Staatsanwaltschaft München I!

Seit bald eineinhalb Jahren ermittelst Du gegen den Kriminalhauptkommissar Konrad Pitz wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage. Im Juni 2013 nämlich hat der Mann als Zeuge im NSU-Untersuchungsausschuß des bayerischen Landtags behauptet, 2007/2008 sei bei der Soko Bosporus ein Hinweis vom Verfassungsschutz auf eine Nazibande namens NSU aufgetaucht – der Hinweis sei über Nacht indes wieder abgehakt worden, ohne daß ihm nachgegangen worden wäre. So aber kann es niemals nicht gewesen sein, weil ja schließlich alle anderen Polizisten und Verfassungsschützer steif und fest behaupteten, vor dem Auffliegen des NSU von selbigem noch nie gehört zu haben! Folglich sahst Du, Staatsanwaltschaft München I, Dich gezwungen, gegen Pitz zu ermitteln.

Doch nachdem der Verfassungsschutz Anfang Oktober nun eingeräumt hatte, entgegen seinen jahrelangen Beteuerungen bereits 2005 in den Besitz eines Datenträgers gekommen zu sein, auf dem von einer Organisation namens »NSU/NSDAP« die Rede ist, hast Du jetzt Deine Ermittlungen gegen Konrad Pitz eingestellt und ermittelst gegen seine Kollegen, gell? Ach so, nein, Du hast Deine Ermittlungen gegen Konrad Pitz bei der Gelegenheit wieder aufgenommen! Schließlich gilt es, die alte Münchner Tradition hochzuhalten, wonach sich jeder verdächtig macht, der behauptet, bereits vor 1945 von einer Partei namens NSDAP gehört zu haben!

Die Reihen dicht geschlossen, die Staatsanwaltschaft München I marschiert!

Keine weiteren Fragen: Titanic

 Salam, Thomas Strobl!

Als CDU-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg wurden Sie im Hörfunk zu der Entscheidung der Innenminister von Bund und Ländern, sog. gewaltbereite Islamisten an der Ausreise zu hindern, befragt: »Steigt damit, mit diesem Ausreisestopp, mit dem Versuch, das zu unterbinden, auch die Anschlagsgefahr in Deutschland?« Sie antworteten: »Ich glaube, das muß man wirklich in jedem Einzelfall sorgfältig abwägen. Im Grunde genommen halte ich es aber für richtig, daß wir Personen, die gefährlich sind, die radikalisiert sind, auch an der Ausreise hindern.« Im Grunde genommen, Strobl, im Grunde genommen. Aber eine prima Sache wär’s schon, wenn die Jungs ausreisten und ihre Bomben anderen um die Köpfe flögen, was?

Das findet auch Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Es träumte mir einst,

ich stünde vor einem überwucherten alten Häuschen. Aufwärtsschauend erblicke ich eine engelsgleiche Frauengestalt auf einem verwitterten Arkadengang: Sie ist in blaue, wallende Seide gewandet, die ihre Schultern neckisch umspielt; ihr dunkles Haar weht im Wind und verströmt doch Ruhe und Behaglichkeit; ihre smaragdgrünen Augen verheißen mir Glück und Ruhm, Liebe und Sinn. Da beginnen ihre Augen zärtlich nach mir zu rufen, und als sie sich – wie schwebend! – ins Häuschen zurückzieht, folge ich ihr atemlos. Im Inneren umfängt mich Dunkelheit, und ich bemerke mit Herzrasen, wie sie sich an meinen Körper schmiegt und mir mit heißem Atem in mein Ohr lispelt: »Ich habe dich bereits erwartet, mein Liebster...« In diesem Moment wandelt sich alles um mich herum, und Lichter gehen an: Es sind penetrante, in den Augen schmerzende Neonlichter, und die Frau fügt hinzu: »... und endlich bist du erschienen, um zusammen mit den anderen am großen Schlußverkauf teilzunehmen.« In diesem Moment erkenne ich mit blankem Entsetzen, daß sich ihre warmen Augen in zwei brutale Eisklötze verwandelt haben: Die Frau ist nun ganz Kälte, Frechheit und Berechnung, und ich werde gewahr, daß ich eingesperrt bin; eingesperrt zusammen mit Hunderten, Tausenden abgelebten Greisen, die mit tristen und grämlichen Mienen lustlos in Verkaufstischchen wühlen, allerlei Plastikramsch in unendlich hohen Regalen zu erklettern trachten und, um Preise für billigstes, gefälschtes Porzellan zu erfragen, in kilometerlangen Schlangen vor der an einer Kasse sitzenden Frau anstehen; lediglich durch das Wegsterben der Greise dünnt sich die Reihe etwas aus, es wird aber sofort nachgerückt. Panik flammt in mir auf, und ich will mich verstecken, doch weiß ich, daß es aus dieser Hölle kein Entrinnen gibt, daß es niemals ein Entrinnen geben kann, daß alle mitmachen müssen und daß niemand, wirklich absolut niemand verschont werden darf. Als ich schweißüberströmt erwachte, wußte ich mit traumwandlerischer Sicherheit, daß ich soeben die große Hure Kapitalismus erträumt hatte.

Sebastian Klug

 Großer Auftritt

Der Frühling stolpert über die eigenen Füße. Der Sommer weiß nicht, wohin mit den Armen. Der Herbst ist ein dünner Lulatsch mit Pickeln. Dem Winter gelingt nichts, kein einziger Hopser. Merke: Du sollst mit deinem VHS-Kurs keine Choreographie zu den »Vier Jahreszeiten« aufführen.

Peter P. Neuhaus

 Erschreckend

Immer mehr Deutsche kennen nicht den Unterschied zwischen »und« oder »oder«.

Andreas Maier

 Leinenlos

Begeistert, ja fast neidisch auf das geteilte Glück, habe ich zuletzt auf die Naturfreunde in meinem Bekanntenkreis geblickt, die mit ihren herumtollenden Hunden stets einen vierbeinigen Gefährten an ihrer Seite wissen, deren belebtes Zuhause sich durch knuffige Katzen und die exotischsten Reptilien nochmals heimeliger und lebendiger anfühlt. Lange habe ich mich daraufhin auf die Suche begeben, Fachhandlungen durchschritten und Lexika gewälzt, um den passenden nichtmenschlichen Begleiter für mich zu finden, welcher in seinen Ansprüchen an Aktivität und Zuwendung exakt den meinigen entspricht. Was soll ich sagen, mein Topf Beamtengras und ich, wir haben uns gesucht und gefunden.

Fabian Lichter

 Vorschlag für ein neues Format

Eine alternde, aber zumindest bei der reiferen Zielgruppe nach wie vor populäre Schauspielerin kommentiert alternde, aber zumindest bei der reiferen Zielgruppe nach wie vor populäre TV-Sendungen, wie zum Beispiel die »Lindenstraße« oder »TV total«. Arbeitstitel des Formats: »Der Ruth-Maria-Kubi-Check«.

Denise Hughes