Der Kinoerfolg von "Fifty Shades of Grey" zeigt: Deutschland ist im SM-Fieber. Im Interview erklärt die professionelle Domina Violetta Knute die neue Lust am Schmerz.

TITANIC: Frau Knute, Sie sind von Beruf Domina. Wie...
– Ruhe, die Fragen stelle ich, Sie erbärmliches Würstchen. Hose runter! Haha, ein kleiner Scherz – was wollen Sie wissen?

TITANIC: Äh, nun ja: Merken Sie in Ihrem Berufsalltag etwas vom "Fifty Shades"-Erfolg?
Mir bleiben die besten Stammkunden weg! Männer, die sich von mir gestern noch eine Ananas haben rektal einführen lassen, sitzen heute mit ihrer Frau Gattin im Kino. Sie sagen, die Pein, diesen Film nüchtern durchzustehen, überträfe alles, was ich hier an Schmerzen zu bieten habe, um ein vielfaches. Aber wenn es die Ehe rettet: meinetwegen. Ihre Hose können Sie übrigens wieder hochziehen.

TITANIC: Schade! Gewinnen Sie zum Ausgleich wenigstens neue Kunden?
Das schon. Immer mehr junge Menschen, vor allem Studenten, kommen zu meinen Workshops, wollen lernen, wie sie mit BDSM ihr Liebesleben bereichern können. Aber, wenn Sie mich fragen, ganz sauber sind die alle nicht...

TITANIC: Was meinen Sie?
Ein Beispiel: Kürzlich hatte mich eine WG in Hamburg gebucht, drei Pärchen Mitte 20. Ich komme rein, will gerade mein Equipment auspacken, da kreischt mich die Hausherrin, eine Medizinstudenten-Trulla an, ob Peitsche und Stiefel aus echtem Leder seien. Sie selbst wolle ja durchaus leiden und Lust aus Schmerz gewinnen, aber bitte nicht auf Kosten unschuldiger Tiere. Ob ich denn eigentlich wüßte, daß nur einige wenige Schildkrötenarten einen Orgasmus erleben können; der Rest der Tierwelt könne keine Lust empfinden und sei daher zu schonen. Außerdem habe sie, die Trulla, noch "was im Wok, alles containert", und man wolle erst essen.

TITANIC: Und dann? Wie haben Sie reagiert?
Ich habe allen eine gescheuert und bin ohne einen Cent nachhause gefahren. Ich habe überhaupt den Verdacht, daß es keine gute Sache ist, wenn der Durchschnittsdeutsche die Lust an Sadomaso, Bondage usw. entdeckt.

TITANIC: Interessant, das müssen Sie erklären!
Die Herr Müllers und Frau Meiers, die seit "Fifty Shades of Grey" neuerdings in mein Studio strömen, kommen in Sachen SM ja von null – und gehen aber direkt auf hundertachtzig! Die fordern Dinge, da bleibt mir selbst nach zwanzig Jahren Berufserfahrung die Spucke weg.

TITANIC: Wie sehen die abartigen Wünsche dieser Neukunden denn aus, können Sie ein Beispiel nennen?
Sie denken jetzt sicher, der deutsche Spießer möchte als Gartenzwerg verkleidet und dann angepinkelt werden – schön wär’s! Es ist noch viel schlimmer.

TITANIC: Beispiele, Frau Knute, geben Sie es uns, sofort!
Na schön, ich bin ja – leider! – keine Psychotherapeutin und daher frei von jeder Schweigepflicht. Letzte Woche suchte mich eine Kundin auf, ich nenne sie für dieses Interview Kathrin, Ende 30 und CDU-Mitglied, glaube ich. Kaum in meinen Keller hinabgestiegen, überreicht Sie mir ein Kostüm, sagt, ich solle mich verkleiden als – Anne Frank! "Mein Safeword lautet 'Stalingrad'", sagte Kathrin und fing dann sofort an, mir Israel-kritische Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vorzulesen. Nach jedem Absatz rief sie vor Erregung "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!" aus, dann mußte ich, Anne Frank, sie mit großen Augen ansehen und die Brust zwicken. Nach einer Viertelstunde konnte ich nicht mehr und bin unter Tränen aus meinem eigenen Studio geflüchtet.

TITANIC: Das ist ja entsetzlich...
… aber noch nicht mal der Höhepunkt! Einen Tag später, ich hatte mich noch nicht ganz erholt, steht ein Herr bei mir in der Tür, ich nenne ihn hier Söder, nein: lieber Markus. Um die 50 Jahre, Maßanzug, er hatte mich und zwei meiner Kolleginnen zu einer Vierer-Session gebucht.

TITANIC: Lassen Sie uns raten: Sie mußten sich bestimmt verkleiden.
Ganz richtig, und zwar nicht irgendwie! Markus wollte sich, vom besagten Kinohit inspiriert, total unterwerfen und hatte genaue Vorstellungen: Ich mußte mich in eine Schweizer Flagge hüllen, meine beiden Kolleginnen rieben sich mit Knoblauch ein und warfen sich Griechenland-Fahnen um die Hüften. Dann befüllte Markus eine Badewanne mit echten 500-Euro-Scheinen, die er selber in einem Kartoffelsack mitgebracht hatte. Ich sollte mich in die Wanne legen, lustvoll im Geld baden und auf Schwizerdütsch enthemmt auf "Osmanen, Muselmänner und Ossis" schimpfen, während meine Kolleginnen als Griechinnen ihm weitere Geldscheine aus seinem Slip zogen, diese dann anzündeten und ihm damit Brandmale auf den Unterarmen zufügten. Nach wenigen Minuten fiel Markus in ein Lustkoma, wir riefen den Krankenwagen.

TITANIC: Um Himmelswillen! Wir erklären Sie sich solch extreme Neigungen?
Ich erkläre gar nichts mehr! Seit letzter Woche bin ich fast arbeitsunfähig: "Posttraumatische Belastungsstörung" attestierte mir ein Kunde gestern bei Doktorspielchen. Deutschland und Sadomaso? Bitte nicht!

TITANIC: Frau Knute, vielen Dank für das Gespräch und gute Besserung.

Die Erfindung der Katze (3)

Mit einem Seitenblick nahm er wahr, daß auf dem Sofa eine schlafende Katze lag.

„Das ist so ein Tier meiner Tochter“, erklärte die Frau, „eine Katze, wie sie es nennt.“

„Ja, natürlich, eine Katze“, bestätigte Philipp. Er wunderte sich über die Worte der Frau. Sein Eindruck, sie halte die Katze eventuell für etwas anderes als er, verstärkte sich, als sie fortfuhr: „Sie müssen wissen, die allgemeine Unzufriedenheit mit dem Vorläufermodell, das auch ganz anders hieß, brachte meine Tochter vor ein paar Jahren auf die Idee, etwas Tauglicheres zu entwickeln. Nebenbei gedachte sie sich mit der Anmeldung eines Patents auf ein solches Tier ein gewiß nicht unbeträchtliches Einkommen für die Zukunft zu sichern.“ Philipp schwieg dazu sowohl aus Höflichkeit als auch Vorsicht, denn seine Lage war ihm durchaus nicht klar.

Der Lübecker Literaturkritiker Fritz J. Rabatz ist tot. Der 74jährige (83) starb im Alter von 92 Jahren an den Folgen eines Flüchtigkeitsfehlers in Zürich (Vorarlberg): Was als Gastkommentar für das NZZ-Feuilleton gemeint war, geriet durch mehrere unglückliche Fehlformulierungen zur Patientenverfügung, welche dann durch eine versehentliche Falschadressierung ihren Weg zu einem Sterbehilfe-Institut fand. Der Sarg mit den Überresten von Franz Raddatz wird nächste Woche auf dem Frankfurter Johann-Wolfgang-Goethe-Bahnhof erwartet.

Die Grenze der Meinungsfreiheit, Hirnhilfe für Griechenland, Gesetze für Roboterautos, chinesische Kotze, kommende Movieperlen aus den Amazon-Studios und die ersten Fernbus-Witze der Republik – das alles und vielviel mehr im präsidial-präpotenten Debattenblatt TITANIC.

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Laut einer neuen Studie sind deutsche Kunden außergewöhnlich versessen auf Service und Qualität, sie hätten gar die höchsten Ansprüche der Welt, heißt es. Erkennbar sei dies etwa an unübertroffenen Kassenschlagern des hiesigen Einzelhandels wie Fliesentischen, Büchern, die Verdauungsorgane lobpreisen, atmungsaktiven Funktionsunterhosen, Grützwurst oder Designer-Gummiknüppeln. Neun von zehn Befragten stimmten darüber hinaus der Aussage zu, das Pferdefleisch habe früher besser geschmeckt. Schnelligkeit ist laut Studie das A und O im Service und wird folglich von ausnahmslos jedem erwartet. 120% der Befragten gaben an, die Germanisierung ließe zu lange auf sich warten, und zeigten weiterhin kein Verständnis dafür, daß ausgerechnet jene Menschen, die man hier im Handumdrehen an der Einreise hindert und abfertigt, im Urlaub noch mit den Erfrischungsgetränken trödeln. Genaueres zur Studie finden Sie im RTL-2-Teletext auf der Seite mit den heißen Schwiegermüttern oder in der nächsten Rudolf-Steiner-Drogerie.

 

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Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip" (Hörbuch, 2CDs)
Sie sind ein totaler Versager und können sich Hörbücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Hörbuch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Martin Sonneborn, Andreas Coerper: "Heimatkunde — Eine Expedition in die Zone" (signiert)
Für seinen Film "Heimatkunde" unternahm ZDF-Herausgeber und TITANIC-Reporter Sonneborn eine großangelegte Safari ins Berliner Zonenrandgebiet. Alle Fragen, die schon der Film offen ließ, werden im dazugehörigen Buch ebenfalls nicht beantwortet, dafür aber mit neuen Bildern und einem interessanten Soundtrack unterlegt. Da heißt es zugreifen!Stephan Rürup: "Basteln mit Bier" (signiert)
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Anselm Neft: "Helden in Schnabelschuhen"
Anselm Neft ist Großinquisitor auf Lesebühnen und Mitherausgeber des EXOT-Magazins für komische Literatur. Sein zweiter Roman führt geradewegs hinein in die finstere, stinkende, voraufklärerische Welt der Mittelaltermärkte. Dorthin verschlägt es seine Helden Max und Katja, die nach ihrem Studienabschluß in Philosophie aus schierer Verzweiflung mit der Mittelalterband Kobold auf Tour gehen und sich dabei in höchst komplizierte Liebes- und Lebenshändel verstricken. Neft schreibt, wie ihm der Schnabel(schuh) gewachsen ist – genau das Richtige für mittelalte Komik-Connaisseure mit Hang zum Schalmeienklang!Wiglaf Droste: "Der Ohrfeige nach"
"Ein Jahr ohne neues Drostebuch ist ein verlorenes Jahr", lautet eine alte Indianerweisheit, die "Häuptling eigener Herd" (= W. Droste) seit gut zwei Jahrzehnten beherzigt. In dieser Geschichten- und Glossensammlung nimmt uns der gemütliche Wüterich mit auf eine Reise zu abgedroschenen Phrasen ("jmd. mit auf die Reise nehmen"), schändlichen Servicewüstensöhnen und den allerletzten Medien- und Werbeauswüchsen. Merke: Der Großstadtalltag im 21. Jahrhundert ist schwer erträglich – mit Wiglaf Droste als Gefährte aber wenigstens unterhaltsam.Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundgeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Katz+Goldt: "Der Baum ist köstlich, Graf Zeppelin"
Sie füllen monatlich zuverlässig die lustigsten Seiten der TITANIC und sind der Geheimtip unter den Nachwuchs-Duos: Katz & Goldt schießen seit den späten Neunzigern die Amazon-Charts hinauf. Ihr neuer Comic-Prachtband heißt "Der Baum ist köstlich, Graf Zeppelin", und es handelt sich hierbei um genau den Comic-Prachtband, den Sie sich lieber allerschnellstens ins Regal stellen sollten, ehe er in ein paar Monaten ruckzuck Mainstream und total Prenzlauer Berg ist. Wählen Sie dieses Abo und markieren Sie damit die Jungkünstler Stephan Katz und Max Goldt mit "Gefällt mir" – bevor es cool ist. 
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Zweijahres-Abo: 86,40 EUR (Ausland: 106,80 EUR)Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Wiglaf Droste: "Schalldämpfer"
Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels"  (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W.  Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben,  die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das  "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen  Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht  für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Heiko Werning: "Im wilden Wedding"
Das letzte echte Krisengebiet in Deutschland - keiner kennt es so gut wie Heiko Werning, denn er "lebt" seit über zwanzig Jahren ebendort. Was sich Tag für Tag zwischen Privilegierten-Spätshops und Prekariats-Kitas, zwischen Ghettoisierung und Gentrifizierung in Berlins Gruselbezirk Nr. 1 abspielt, hat der Survivalexperte Werning in diesem Geschichtenbüchlein versammelt (Arbeitstitel: "My Big Fat Krieg im Wedding").Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Leo-Fischer-Nostalgie-Abo: "Generation Gefällt mir" (handsigniert) und 1 Papst-Poster (gefaltet)
Leo Fischer, heute hauptberuflich Biertrinker, Bahnfahrer und Bahntrinker, war bis vor kurzem der "wichtigste Chefredakteur des Landes" (Zitat Fischer). Tausende Abonnenten beugten sich seiner Macht, kündigten fristlos. Als sein Stern am höchsten stand, verfaßte er mit "Generation Gefällt mir" einen legendären Ladenhüter voll Internetblödsinn, den Sie hier handsigniert erhalten. Außerdem kredenzen wir Ihnen den beliebtesten TITANIC-Titel der Ära Fischer als fertig gefaltetes Poster mit vier rechten Winkeln. Zuschlagen!Volker Surmann: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind"
Lesebühnenautor, Gelegenheits-Slammer, TITANIC-Autor – –und Provinz-Exilant: Volker Surmann stammt aus den Tiefen des Teutoburger Waldes, heute wohnt er im Trend-Städtchen Berlin. In seinem ironisch-autobiografischen Heimatroman beschreibt der „Alien vom Planeten Acker“ (Eigenwerbung) u.a. den grausamen Mord an seiner Lieblingskuh und sein Versagen beim Traktorfahren – Blut und Boden sind also garantiert! „Ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds?“ Finden Sie es heraus!Ella Carina Werner: "Die mit dem Bauch tanzt"Wenn sie mal  nicht schwanger ist, schreibt sie wie der Teufel: die Hamburger  Satirikerin Ella Carina Werner publizierte in TITANIC über  bulgarische Flüche und das Elend der Kleingartenfavelas. In ihrem  ersten Roman schildert sie den Aufstieg ihrer Mutter von der  braven Hausfrau zur geheimnisvollen Bauchtanz-Exotin "Shazadi",  die ganz Ostwestfalen um den Verstand bringt. Und die Leserschaft  ihrer Tochter gleich mit!Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.): "Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Bild-Leser beschimpfen TITANIC-Redakteure, live am Telefon
Mit einer präzisen Bestechungsaktion ermöglichte TITANIC das Sommermärchen der WM 2006, die Rettung des deutschen Fußballs und der gesamten Nation. Nicht alle waren davon begeistert – wie die auf dieser CD gesammelten schönsten Wortmeldungen engagierter Bild-Leser (»Sie sind ein ganz großes Schwein, die Titanic!«) belegen.
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 28.02.:

    Für die Taz berichtet Moritz Hürtgen aus der Anti-Sexismus-Zentrale der CSU.

Titanic unterwegs
01.03.2015 Rendsburg, Nordkolleg
  Gerhard Henschel
03.03.2015 Frankfurt am Main, Club Voltaire
  TITANIC-Jungbrunnen
04.03.2015 Frankfurt, Caricatura Museum
  Leo Fischer
05.03.2015 Potsdam, Waschhaus-Arena
  Max Goldt
Briefe an die Leser

 Wow, Apple-Chef Tim Cook!

Das ist kein übliches Werbegeseiere, Sie meinen das ernst, was Sie über die neue Apple-Watch sagen, nicht wahr? – »Ich nutze sie jeden Tag, ich liebe sie und kann mir kein Leben ohne sie mehr vorstellen.«

Was für ein Leben. Wir hatten gehofft, Sie hätten für sowas vielleicht einen Partner, Herr Cook. Oder wenigstens einen kleinen Hund. Und schicken Sie sich dann selbst Ihren eigenen Pulsschlag und dazu ein Herzchen?

Tickt manchmal auch nicht ganz richtig: Titanic

 Emirat Katar!

Nachdem Du für die Handball-Weltmeisterschaft im eigenen Land Anfang des Jahres fast eine komplette Mannschaft gekauft und eingebürgert hast, fragen wir uns, in welchen Sport Du als nächstes investieren willst: Frauenfußball? Eishockey? Eierlauf? Oder willst Du Dich künftig nicht nur auf den Sport beschränken, sondern auch Schauspieler und Schlagersängerinnen kaufen und einbürgern? Wie wäre es am Anfang mit Til Schweiger und Helene Fischer? Und bestimmt hast Du auch noch das nötige Kleingeld, Dir eine neue Menschheit zu kaufen, die sich über Deine gekauften Erfolge freut.

Mit sportlichen Grüßen: Titanic

 Augstein, Jakob!

Mit Bezug auf die Verbrennung des jordanischen Piloten durch den IS schreiben Sie: »Der Schrecken ist eine Waffe. Seit jeher. Die Mörder vom ›Islamischen Staat‹ wissen, wie man sie einsetzt. Wir auch.« Endlich geben Sie’s mal zu! Denn wenn man Ihre Kolumnen und die Ihrer »Spon«-Kollegen so liest, merkt man, daß da echte Meister des Schreckens am Werk sein müssen: wie dort regelrecht in die Tastatur gehackt wird, wie die Analysen gewetzt, die Meinungen verschossen, die metaphorischen Holzhämmer ausgepackt, die Silben getrennt werden und sich einmal quer durchs Fremdmörderbuch gebrannt bzw. gesäbelt wird – Kopf und Hut ab!

Stets Feuer und Flamme: Titanic

 BVB-Gesicht Jürgen Klopp!

Vor dem Start der Bundesliga-Rückrunde bellten Sie gewohnt selbstsicher ins Pressemikro: »Wir sind wieder in der Lage, unangenehm zu sein.« Aber was heißt in Ihrem Fall denn »wieder«? Anders kennen wir Sie doch gar nicht!

Angenehm: Titanic

 Und daß Ihr, liebe deutsche Buchkäufer,

bei den Sachbüchern im letzten Jahr am häufigsten zu »Darm mit Charme« gegriffen habt, und gleich auf dem zweiten Platz aber schon »Der Junge muß an die frische Luft« von Hape Kerkeling folgt – das findet immer noch scheiße, doch wenigstens konsequent: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Wunschdenken

Als erstes bräuchte man eine Talsperre in Quaderform. Aus ihr müßte dann das Wasser abgelassen werden bis auf den letzten Tropfen; für andauernde Trockenheit würde ein geschlossenes Dach sorgen. Dann noch alte Polstermöbel, milbenverseuchte Matratzen und sonstigen Unrat ins besagte Reservoir gestellt, bis endlich der schöne Zustand erreicht wäre: daß ein Staubecken Staubecken enthält.

Sebastian Dingler

 Schade

Verunsichert, ob man nun »Ich finde es Schade« oder »Ich finde es schade« schreibt, bemühte ich eine Online-Suchmaschine. Beim Tippen schlitterte mein Mittelfinger vom »D« jedoch unbemerkt hinüber zum »F«, weshalb ich mich mit Ergebnissen zu »Schafe finden« konfrontiert sah. Diese Koinzidenz als Providenz begreifend, klickte ich auf den ersten Link der Trefferliste. Als Resultat grasen nun zwei Schafböcke aus Kamerun und ein Mufflon in meinem Garten. Allein bei der Auktion dreier Merinolämmer überbot man mich. Das fand ich schade.

Cornelius Oettle

 Hip-Hop-Anekdote

In einer Metzgerei im Frankfurter Bahnhofsviertel traf der Rapper Haftbefehl eines Tages völlig überraschend auf seinen Kollegen Kollegah. Kein Wunder, daß es da Beef gab.

Andreas Maier

 Vorurteil

Daß Bürokraten keinen Humor hätten, ist ein widerlegbares Vorurteil. Z.B. durch das Formular, das der Verlustanzeige eines »Studierenden«-Ausweises dient. Dort fragt ein Leerfeld neugierig nach der Immatrikulationsnummer und erklärt in freundlichen Klammern: »Siehe Studentenausweis«. Schade nur, daß dieser Bürokratenhumor doch immer recht einseitig ist.

Florian Haymann

 Nachhaltig

Um Plastikmüll zu vermeiden, wäre es besser, Lego-Bausätze gleich in Staubsaugerbeuteln zu verkaufen.

Thomas Kuhlmann