"Ich bin auf Distanz zu Winterkorn" – dieser Satz schlug ein wie eine Autobombe, brachte die Berichterstattung über den atmosphärischen Crash im Auto-Haus Volkswagen rasch auf Hochtouren, von null auf hundert Eilmeldungen binnen Sekundenschlaf. Ferdinand Piëch, VW-Aufsichtsratschef und mit 78 Jahren ein echter Oldtimer, geht auf Sicherheitsabstand zu Vorstandschef Winterkorn. Was soll nun dieses Manöver, rätseln die Dummys in den Redaktionen. Will der SMARTe Autodidakt seinen Ziehsohn Winterkorn verschrotten lassen, weil der die privaten Verkehrsregeln mißachtet, ihm den Scheibenwischer gezeigt, gar Piëchs Frau abgeschleppt hat? Schwer vorstellbar, ist diese doch reichlich abgewrackt. Der Personenschaden für Winterkorn jedenfalls ist immens, auch wenn Piëch in Konzernspitzen-Geschwindigkeit ausgebremst wurde: Winterkorn habe VW doch wieder in die Spur gebracht, sei der richtige Mann am Steuer, stellt sich der komplette Aufsichtsrat gegen seinen Chef – quasi Motorhaube an Motorhaube, um einmal eine Metapher zu bemühen. Da hatte sich wohl einiges angestaut. Der Konzern muß nun zeitnah die Kurve kriegen, ein rasches Einlenken, von wem auch immer, wäre ratsam. Sollte Winterkorn freiwillig aussteigen, müßte er zum Idiotentest, denn warum auf 50 Millionen € Abfindung verzichten? Bleibt nur Geisterfahrer Piëch, aber der ist steinalt (Baujahr 1937) und stur wie ein Jaguar. Würde er tatsächlich aus dem Verkehr gezogen, stünden die Nachfolger freilich schon in den Startlöchern.

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Nach der tragisch verunfallten Segelregatta im Mittelmeer möchte die Bundesregierung nun verstärkt gegen Schlepperbanden vorgehen. Diese würden den Menschen in Krisenregionen immer wieder einreden, daß sie in Krisenregionen lebten, und sie so leichtfertig zu überteuerten Kreuzfahrten nach Europa verleiten. Der Einfluß der Schlepper sei dabei weitreichend, so Innenminister de Maizière. Bewaffnete Schlepper in den Straßen von Syrien und Libyen würden gezielt den Eindruck von Kriegshandlungen erwecken, um die Bevölkerung sinnlos zu verängstigen. Westliche Schlepperunternehmer und Schleppermilitärs beuteten die betroffenen Regionen bis zur Schmerzgrenze aus und installierten teilweise Schleppregierungen, um dieser Ausbeutung einen legitimen Anschein zu geben. So sei die Bevölkerung gezwungen, ihre einheimischen Schleppressourcen billig zu verkaufen, um westliche Schleppereien (Schlappen) teuer einzukaufen. Gleichzeitig würden diese Taten von Schlepper-Lobbyisten auf höchster EU-Ebene gedeckt bzw. verschleppt. Die derart verarmten Einheimischen seien oft nicht in der Lage, sich morgens mit dem Bus in die Arbeit verschleppen zu lassen. De Maizière gibt sich hier kämpferisch: "Ich werde nicht eher ruhen, bis ich sämtliche dieser Schlepperverbrecher eigenhändig im Mittelmeer ersäuft habe!" Zudem kündigte er an, mit einer großen Informationskampagne potentielle Schlepptouristen schon in den Herkunftsländern abzuschrecken, und zwar unter dem Motto: "Ersaufen in der Adria oder verbrennen in deutschen Flüchtlingsheimen – Europa ist anders, als du denkst". 

Die von Sat.1 als Reality-TV beworbene Show "Newtopia" entpuppte sich letzte Woche als Scripted-Reality-TV. Ein Web-Livestream filmte versehentlich eine Absprache der Mitspieler mit einer Produzentin mit. War das Filmen der Absprache ebenfalls gescripted? Zeigt uns ein Leak bald den Mitschnitt, wie die Produzentin von einem Produzententeam instruiert wurde? Mit derlei Taschenspielertricks versucht uns Opa TV hinter unseren Smartphones und Tablets hervorzuscheuchen. Nichts neues jedoch, denn geschummelt wurde im Fernsehland schon immer:

• Viele Tagesschausprecher sind eigentlich des Lesens unkundig und improvisieren, wie es ihnen gerade so in den Sinn kommt.
• Beim "Literarischen Quartett" im ZDF handelte es sich in Wirklichkeit um ein regelmäßiges Treffen Urophiler, die während der Sendung gegenseitig ihren Urin tranken.
• Man mag es nicht für möglich halten, aber in den Talkshows der 1990er traten echte Menschen – aus Fleisch und Blut – vor die Kamera.
• Thomas Gottschalk war in Wahrheit in jeder Folge von "Wetten, daß..?" nackt.
• Psst: Das "Dschungelcamp" wird im Hinterhof von RTL gedreht.
• Tatsächlich sind die tumben Ekel-Rentner der Sendung "Villa Germania" impotente Teenager mit einem Gendefekt, die von RTL II eigens für die Show in der Slowakei gezüchtet wurden.

Heute: Flakka

Wirtschaftlichkeit: Günstig in der Anschaffung, auch "Fünf-Dollar-Wahnsinn" genannt, z.B. online bei "Flakkando" erhältlich. Aber Vorsicht! Kann Nierenschäden verursachen, Organ dann nur noch unter Wert zu verkaufen.

Inhaltsstoffe: Sehr gesund, weil vitamin-amphetaminreich, Wirkstoff MDPV (Methylendioxypyrovaleron, kurz: "Styropor") hat sich bewährt. Viele aus dem Hause Ecstasy bekannte Komponenten werden in China unter Verwendung von Wasser aus dem gelben Fluß zu dieser sehr viel stärkeren Premiumdroge zusammengerührt.

Handhabung: Auf vielfältige Art und Weise konsumierbar, die Droge kann geraucht, geschnupft, gegessen, inhaliert oder rektal eingenommen werden, weshalb viele Abhängige nackt herumlaufen. Das wegen seiner Form "Kies" genannte Zäpfchen erzeugt einen starken Rückstoß, der den Konsumenten von Null auf Hundert in weniger als zehn Sekunden beschleunigt.

Fun-Faktor: Sehr hoch, Konsumenten berichten, daß Sie sich von einer Herde fliegender Flokatiteppiche mit Tollwut verfolgt fühlten oder von einem Riesenfußpilz mit Schneckenhaus verschlungen zu werden drohten. Die Betroffenen fühlen sich bisweilen auch euphorisch und unbesiegbar, daher der Name, "Flakka", abgeleitet von "Flak" (Zweiter Weltkrieg).

Gesundheitsrisiken: Bisher sind keine Todesfälle bekannt, zudem suchen die Betroffenen oft selbst Polizeistationen oder Krankenhäuser auf, weil sie sich verfolgt fühlen. Ansonsten leiden sie unter hohem Fieber (mehr als 40 Grad im Schattenreich) bzw. Augenflakkan oder stotternder Herzpumpe.

Fazit: Kann man ruhig mal in geselliger Runde probieren, wenn man nicht mehr alle fliegenden Untertassen im Schrank hat.

Wer, vor 70 Jahren, die Befreiung des deutschen Konzentrationslagers Buchenwald erlebte, der mochte der Überzeugung sein, niemals könne vergessen werden, was sich hier zugetragen hatte und wer dafür angetreten war, daß es sich hatte zutragen können. Vergeßlich freilich ist der Mensch; aber daß nach bereits 70 Jahren, einem mittleren Menschenleben also, die Erinnerung ans Was die Erinnerung ans Wer umfänglich hat tilgen dürfen, mag als Höhe- und Endpunkt deutscher sog. Erinnerungskultur gelten. Die ihren Zweck damit vollauf erfüllt hat.

„Ausgerechnet vor den Toren Weimars, der Goethe-Stadt, Hort der deutschen Hochkultur, hatten die Nazis ihr größtes Konzentrationslager errichtet“, moderierte die ZDF-Dame Slomka im Heute-Journal den Bericht über einen (allein das ist schon gut:) „Europäischen Gedenkakt“ an und hatte damit das Attribut „deutsch“ zum ersten und gleichzeitig letzten Mal fallen lassen, im Zusammenhang mit der deutschen Hochkultur nämlich und als Kontrast zu dem, was Barbarei der Nazis war. „Als US-Militärs das Lager in Augenschein nahmen, konnten sie nicht fassen, mit welcher Bestialität sie konfrontiert wurden.“ Wessen Bestialität? Da uns besser nicht mit konfrontieren. „Einer von ihnen, General Eisenhower, erkannte damals schon die Notwendigkeit einer detaillierten Dokumentation, weil er voraussehend ahnte, es würde Menschen geben, die das Geschehene leugnen“, und sei’s gar ohne Absicht, als Sprechpuppen und Aufsagemaschinen der öffentlich-rechtlichen Amtswahrheit, die ergriffen vom Roß tremoliert und den Reiter nicht nennt.

„Vorbei, verweht, nie wieder.“ Tucholsky, 1930

„Und mit jedem Jahr, das vergeht, gibt es weniger Zeitzeugen. Wie künftige Generationen das Erinnern wachhalten, auch darum ging es heute beim Gedenken in Weimar“ (Slomka) und aber auch beispielhaft im Filmtext, in dem wiederum kein einziger deutscher Täter, ja nicht einmal ein (wie bei Kanzlerin Merkel) abstrakt verantwortliches „Deutschland“ vorkam, dafür aber „die mörderische Hölle der Nazi-Barbarei“ sowie die wünschenswert kommune Gratis- und Gretchenfrage: „Wie konnten Menschen das Menschen antun?“ Und Festredner Martin Schulz (Europa) stand nicht an, den Freistellungsauftrag zu erweitern: „Die europäische Einigung ist deshalb eine Antwort auf Auschwitz und Buchenwald. Unsere kollektive europäische Identität erwächst aus dem gemeinsamen Erinnern unseres zuweilen barbarischen Handelns in der Vergangenheit.“ Auschwitz, eine Folge europäischen Handelns, das zuweilen barbarisch war, und die im deutschen KZ Buchenwald von deutschen Schergen in deutschem Auftrag Gequälten und Ermordeten müßten aufstehen und dem Lügner Schulz diese Sauerei, die niemand mehr auch nur bemerkt, um seine treugroßdeutschen Ohren hauen. Deutsche Freiheit, so sieht sie aus. Künftige Generationen, das ahne ich voraussehend, werden nichts anderes mehr kennen.

PS: „Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis geht in diesem Jahr an die ‚Heute-Journal’-Moderatorin Marietta Slomka (45). Die ZDF-Journalistin gebe sich nicht mit Floskeln der Nachrichtensprache zufrieden, hieß es am Mittwoch in der Begründung der Juroren“ (Stern.de). W.z.b.w.

□ Dr. Eckart von Hirschhausen (renommierter Quacksalber)
□ Uli Hoeneß (Crashkurs Wundheilung im Gefängnis)
□ Karl-Theodor zu Guttenberg (darf momentan nur in den USA praktizieren, deshalb kein Thema)
□ Dr. Karl Lauterbach (SPD oder FCB? Die Entscheidung dürfte dem Epidemiologen nicht schwerfallen)
□ Doc Martens (Robustheit als Prävention)
□ Dr. Wolf Singer (Determinist; kann vorausberechnen, wer sich wann verletzen würde, und das dann verhindern)
□ Die Ärzte ("Auf diesem Niveau brauchst du ein ganzes Team von Ärzten", Rummenigge)
□ Dr. Dr. Manfred Lütz (Psychiater und Theologe; könnte Hoeneß therapieren und neuen Bayern-Dusel beantragen)

 

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Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Leo-Fischer-Nostalgie-Abo: "Generation Gefällt mir" (handsigniert) und 1 Papst-Poster (gefaltet)
Leo Fischer, heute hauptberuflich Biertrinker, Bahnfahrer und Bahntrinker, war bis vor kurzem der "wichtigste Chefredakteur des Landes" (Zitat Fischer). Tausende Abonnenten beugten sich seiner Macht, kündigten fristlos. Als sein Stern am höchsten stand, verfaßte er mit "Generation Gefällt mir" einen legendären Ladenhüter voll Internetblödsinn, den Sie hier handsigniert erhalten. Außerdem kredenzen wir Ihnen den beliebtesten TITANIC-Titel der Ära Fischer als fertig gefaltetes Poster mit vier rechten Winkeln. Zuschlagen!Björn Högsdal, Johanna Wack (Hrsg.): "Last Exit Babyklappe"
 "Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind." Gut, das mag vielleicht die naive Meinung des warmherzigen Menschenfreunds Arthur Schopenhauer gewesen sein – die Autoren von "Last Exit Babyklappe" wissen es besser. Denn: Sind unsere Jüngsten nicht vielmehr lebendige Foltergeräte? Glatzköpfige, inkontinente, schreiende Schrumpelwesen, und also schon bei der Geburt reif fürs Altersheim? Antwort: ja. Es berichten u.a. die TITANIC-Autoren Anselm Neft, Björn Högsdal, Volker Surmann, Heiko Werning und Torsten Wolff!Volker Surmann: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind"
Lesebühnenautor, Gelegenheits-Slammer, TITANIC-Autor – –und Provinz-Exilant: Volker Surmann stammt aus den Tiefen des Teutoburger Waldes, heute wohnt er im Trend-Städtchen Berlin. In seinem ironisch-autobiografischen Heimatroman beschreibt der „Alien vom Planeten Acker“ (Eigenwerbung) u.a. den grausamen Mord an seiner Lieblingskuh und sein Versagen beim Traktorfahren – Blut und Boden sind also garantiert! „Ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds?“ Finden Sie es heraus!Pit Knorr: "Mallorca: Insel der Inseln" plus TITANIC-FeuerzeugDer TITANIC-Gründer und Wahl-Mallorkese Pit Knorr signiert dir sein Buch »Mallorca: Insel der Inseln« – und spendiert dir noch ein TITANIC-Feuerzeug, damit du’s auch zu Hause mallorquinisch warm hast!Ella Carina Werner: "Die mit dem Bauch tanzt"Wenn sie mal  nicht schwanger ist, schreibt sie wie der Teufel: die Hamburger  Satirikerin Ella Carina Werner publizierte in TITANIC über  bulgarische Flüche und das Elend der Kleingartenfavelas. In ihrem  ersten Roman schildert sie den Aufstieg ihrer Mutter von der  braven Hausfrau zur geheimnisvollen Bauchtanz-Exotin "Shazadi",  die ganz Ostwestfalen um den Verstand bringt. Und die Leserschaft  ihrer Tochter gleich mit!Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.): "Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?Bild-Leser beschimpfen TITANIC-Redakteure, live am Telefon
Mit einer präzisen Bestechungsaktion ermöglichte TITANIC das Sommermärchen der WM 2006, die Rettung des deutschen Fußballs und der gesamten Nation. Nicht alle waren davon begeistert – wie die auf dieser CD gesammelten schönsten Wortmeldungen engagierter Bild-Leser (»Sie sind ein ganz großes Schwein, die Titanic!«) belegen.
TITANIC App
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 16.04.:

    Meedia berichtet über ein PARTEI-Empfangskomitee für Geert Wilders in Dresden.

  • 16.04.:

    Mark-Stefan Tietze in der Taz über Radiomusik.

  • 14.04.:

    "Sonneborn rettet die EU" – Folge 6 jetzt bei Youtube.

  • 08.04.:

    Mark-Stefan Tietze in der Taz über die miesen Tricks der TTIP-Gegner. 

  • 01.04.:

    Über sein zehnjähriges China-Jubiläum und mehr spricht Christian Y. Schmidt mit 21China.

Titanic unterwegs
21.04.2015 Freiburg, E-Werk
  Max Goldt
21.04.2015 Bergen-Enkheim, Bibliothek
  Thomas Gsella
22.04.2015 Stuttgart, Wagenhallen
  Max Goldt
23.04.2015 Frankfurt, Neglected Grassland
  Leo Fischer
Briefe an die Leser

 Verehrte Wölfe!

Ganz allmählich traut Ihr Euch jetzt ja wieder zu uns, und das begrüßen wir sehr. Da dürft Ihr Euch ruhig auch mal das ein oder andere Schäfchen von der Weide schnappen. Aber bitte, liebe Wölfe: Seid auf der Hut! Denn was mußten wir in der Bild-Zeitung über einen von Euch aus der Region Hamburg lesen? »Ein Wolf mischte eine Schafherde bei Neuhorst auf. Selbst als Wolfsberater Dirk sich dem Tier näherte, lief der Wolf nicht weg.« So geht das aber nicht! Das könnt Ihr als Neulinge in der modernen deutschen Wildnis natürlich noch nicht wissen, aber eine Grundregel zum Überleben hier lautet: Sobald ein Berater auftaucht – nichts wie weg, abhauen, Fersengeld geben! Sonst habt Ihr ruckzuck eine überteuerte Schaf-Ausfallversicherung mit Staffeltarifen am Hals. Oder schlimmer noch: irgendwelche Supervisoren, die Eure geschäftliche Effizienz überprüfen, Eure Strategien zur Optimierung der Ertragssteigerung kritisieren, neue restrukturierende Best Practices einführen und am Ende allerlei Teile von Euch outsourcen.

Homo lupo lupus! Titanic

 Frageexpertin Anne Will!

Frageexpertin Anne Will!

Sie durften für die Deutsche Filmakademie Ihren Lieblingsfilm vorstellen, wählten »21 Grams« des »Birdman«-Regisseurs Iñárritu und begründeten die Wahl so: »21 Grams tippt nichts Geringeres an als die ganz großen Fragen, was uns ausmacht und was von uns bleibt.« Und weil Sie, Frau Will, in Ihrer Sendung die ganz großen Fragen ebenfalls höchstens mal antippen, machen wir Sie immer aus!

Verbleibt mit einigen Gramm Asche auf Ihrem Haupt: Titanic

 Na ja, »Gala«!

Du kennst doch die alte Boulevardregel: »Hund beißt Mann« ist keine Schlagzeile, »Mann beißt Hund« dagegen sehr wohl. Überleg also doch noch mal, ob Dein kürzlicher Aufmacher »Lilly Becker: So verführe ich Boris« wirklich die Top-Story war, auf die Deutschland gewartet hat.

Umgekehrt wird ein Scoop draus! Titanic

 Holla, Dietmar Dath!

Nicht schneller Bücher schreiben, als wir sie lesen können!

Japsend: Titanic

 Recht haben Sie, Joseph Schuster,

Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, mit dem, was die Medien so zitierten: »Als Jude nach Israel zu gehen könne viele Gründe haben, etwa, daß die Kinder in einer stärker jüdisch geprägten Umgebung aufwüchsen. Die Angst vor Terroranschlägen dürfe aber kein Grund sein.« Genau; denn erstens fanden die jüngsten Anschläge nicht in Deutschland, sondern in Frankreich und Dänemark statt, und zweitens ist die Wahrscheinlichkeit solcher Anschläge in Israel doch erheblich größer als in Deutschland.

Meinen jedenfalls die Auswanderungsberater von der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Beim Empfang

»Guten Tag! Bitte sagen Sie mir Ihren Namen.« – »Sebastian Klug.« – »Können Sie mir Ihren Nachnamen buchstabieren?« – »Kaufmann – Ludwig – Ulrich – Gustav. Kaaah – Elll – Uuuh – Geeeh. Klug.« – »Okaaaay… Und in Buchstaben?« Dialog gescheitert.

Sebastian Klug

 Nachbarschaftshilfe

In ihrem Dorf, erinnert sich die Großmutter, sei man schon immer bereit gewesen, sich gegenseitig zu helfen. Als der jüdische Viehhändler etwa sein Geld habe eintreiben wollen, obwohl die Kuh, die er dem Nachbarn verkauft hatte, sofort danach krank geworden war, seien alle Bauern des Dorfes diesem sofort zu Hilfe geschritten. Den Viehhändler hätten sie gleich auf dem Feld, auf dem er erschienen sei, in der Furche liegen gelassen. Weil er aber keine Erben gehabt habe, hätte sein Besitz gerecht unter den Höfen im Dorf aufgeteilt werden müssen.

Ludger Fischer

 Opa Fischer berichtet

Oft hört man ja, die ständige anonyme Meckerei im Netz führe zu einer Verwahrlosung der Sitten; die Leute gerieten immer schamloser, brutaler und gröber. Nun hörte ich aber im Schnellrestaurant Schulkinder streiten – und wo wir seinerzeit »Ich kill dich« und »Stirb!« schrieen, um uns dann so fest wie möglich auf die Fresse zu geben, riefen diese immer nur »Ich block dich! Ich block dich!«. Und zwar ganz ohne Schläge. Wie warm wurde es mir da ums Herz! Statt mit Gewalt zu drohen, verlegen die lieben Kleinen ihre Konflikte in die virtuelle Sphäre, ignorieren einander, wo sie keinen Konsens finden, werden pazifiziert und zur Demokratie erzogen gerade durch das ach so böse Internet. Erst später fiel mir ein, daß die Drohung rein phonetisch auch »Ich blogg dich! Ich blogg dich!« geheißen haben könnte, und also schon die Digitalzwerge einander bloggenderweis’ Lügen, Verleumdung und Irrsinn um die Ohren hauen, daß es ein rechtes Grauen ist. Zur Sicherheit habe ich sie dann alle auf Facebook gemeldet. Bloggen geht ja mal gar nicht!!!!111!

Leo Fischer

 Kritik

Im Kaufhaus. Auf der Rolltreppe nebenan fahren mir zwei junge Männer wahrscheinlich arabischer Herkunft entgegen. Sie haben einen dunklen Teint, schwarze Haare, etwas fusselige Bärte und sehen sich unglaublich ähnlich. Mein spontaner Gedanke: »Sind das Zwillinge – oder bin ich einfach nur rassistisch?«

Katharina Greve

 Raute

Seit kurzem twittere ich über die Entstehungs- und Nutzungsgeschichte der Raute. Folgt mir unter ##.

Cornelius Oettle