[04.03.2016]
Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen Vermischte Meldungen der Woche

Nach einer Tasse Tee der Geschmacksrichtung "Innere Kraft" hat ein 100jähriger Greis aus Aachen versehentlich eine tausendjährige Eiche umgerempelt. Der Baum wurde notärztlich versorgt und ist nun wieder wohlauf.

Am Mittwochabend war ein Veganer in einer Münchner Gaststätte gezwungen, zwei Minuten in einer Wolke von Schweinebratengeruch auszuharren, die er sehr, sehr lecker fand. Eine Klage wegen versuchten Mordtotschlags wird nun gerichtlicherseits von dem Mann erwogen.

Zu einer gefährlich kritischen Situation, die beinahe in einen Witz gemündet wäre, kam es heute Morgen in Alice Springs (Australien): Ein angejahrtes Krokodil wollte die Fahrbahn eines Highways entlangkriechen, als ihm völlig unerwartet eine gebratene Ente entgegenhüpfte, und zwar fahrlässig auf der rechtmäßigen Fahrbahnseite des Krokodils. Das Krokodil reagierte jedoch geistesgegenwärtig und konnte gerade noch rechtzeitig das Steuer verreißen.

Zwei Dessauer Eheleute, die sich vergangene Woche nach zankartigem Zwist entzweiten (wir berichteten ausführlich; Anm.), haben nun wieder zueinander gefunden: Es kam zu Knüffen, Püffen und Küssen, und hinter vorgehaltener Hand wird sogar über diverse "andere" delikate Annäherungen getuschelt. (Wir werden weiter berichten; Anm.)

Eine 47jährige kalifornische Musikschullehrerin (USA), die im Unterricht mehrfach erfolglos versucht hatte, das Gitarrenriff des Songs "Thunderstruck" (AC/DC) viel zu langsam auf einer Triangel "vorzuspielen", ist nun wegen versuchter musikalischer Nötigung (des Musikstücks, nicht der Schüler; Anm.) zu zehn Jahren schwerstem Zuchthauskerker verurteilt worden.

Ein Hund, der einem österreichischen Beamten im Zuge einer Reise am Baikalsee entlaufen bzw. ausgerissen war, hat unglaublicherweise über 3000 Kilometer zurückgelegt: Leider aber in die falsche Richtung; der Hund sitzt nun in Alaska und zieht eine traurige Schnute.

Ein anderer Hund, der einem 58jährigen im Siebengebirge entlaufen war, kehrte nach über vier Tagen der Abwesenheit zu seinem freudestrahlenden Besitzer zurück, um diesem Unterarme sowie Hände blutig zu beißen, und dann allerdings schleunigst und für immer in den Wäldern zu verschwinden.

Ein bei großer Hitze auf einem Dach gefundenes Krokodil, das sich zuvor offensichtlich mehrfach überschlagen hatte, muß in diesen Augenblicken in Alice Springs notärztlich [wird bei gutem Schreibwetter fortgesetzt; Anm.]




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Das schreiben die anderen
  • 26.09.:

    Bei Arte im Portrait: Ex-TITANIC-Chef und PARTEI-EU-Abgeordneter Martin Sonneborn.

  • 18.09.:

    Mark-Stefan Tietze in der Taz über den Niedergang der deutschen Plastiktüten-Manufakturen.

  • 15.09.:

    PARTEI-Führer Martin Sonneborn hält im Europaparlament eine gefeierte Rede zum "State of da Union".

  • 14.09.:

    Die Frankfurter Neue Presse gratuliert Eckhard Henscheid zum 75. TITANIC schließt sich an.

  • 14.09.:

    Oliver Maria Schmitt in der FAS über Liebesschrott an Brücken.

Titanic unterwegs
30.09.2016 Stralsund, Kulturkirche St. Jakobi
  Max Goldt
30.09.2016 Koblenz, Eichendorff-Gymnasium
  Gerhard Henschel
01.10.2016 Wiedensahl, Wilhelm-Busch-Geburtshaus
  »Hans Traxler – Wilhelm-Busch-Preisträger 2015«
01.10.2016 Berlin, Das ERNST
  Hauck & Bauer

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Briefe an die Leser

 Buon giorno, Bischof Domenico Pompili!

Bei der Trauerfeier für die Erdbebenopfer im italienischen Amatrice mahnten Sie in Ihrer sicherlich tief bewegenden Predigt: »Gott darf nicht zum Sündenbock werden.« Leider blieben Sie die Antwort auf die Frage schuldig, wer, wenn nicht der per definitionem Allmächtige, denn sonst verantwortlich zu machen sei. Sollte man vielleicht mal wieder ein paar Seismologen wegsperren?

Fragt ungerührt: Titanic

 Liebe Leser!

Gegendarstellung: Die bedauernswerte Dame, die von Popstar Robbie Williams eine geschmacklose Geburtstagstorte mit der Aufschrift »Congrats, you’re the oldest person I’ve slept with« geschenkt bekommen hat, war nicht, wie in einer der letzten Ausgaben von »Briefe an die Leser« fälschlich behauptet, seine »Ex«. Und die sensationell stillose Torte wurde dem Ex-Popstar auch nicht von seiner Ex-, sondern seltsamerweise immer noch angetrauten Gattin leider nicht in die seinerseits auffällig alt gewordene (42) Goschn geklatscht. Was wiederum menschlich tadellos gefunden hätte: Titanic

 Hallo, Gema!

Wir möchten uns hiermit selbst anzeigen: Heute morgen beim regulären Gang zur Toilette entfleuchten einem unserer Mitarbeiter die ersten fünf Töne des White-Stripes-Hits »Seven Nation Army«. Wir bitten daher um Berechnung der gesetzmäßigen Gebühr gemäß folgender Parameter: Raumgröße 6 m², Anzahl Zuhörer: 1, Spitzenlautstärke 76 Dezibel, Eintritt auf Spendenbasis. Es wurde nicht getanzt. Meinst Du, wir kommen da mit unter 1000 Euro davon?

Mit total schechtem Gewissen: Titanic

 Kann es sein, Weinhaus Gröhl in Hamburg-Eppendorf,

daß Du die Philosophie des kultivierten Weintrinkens nicht wirklich verinnerlicht hast? Oder bist Du einfach nur darauf aus, die ewige Begeisterung für promilleselige Massenveranstaltungen auszunutzen, um in den entsprechenden Kreisen Kunden zu akquirieren?

In diesem Fall solltest Du vielleicht doch lieber auf Bier umsatteln. Meinen zumindest die Önologen auf der Titanic

 Herrgottsakra, Söder (CSU), wie genial!

»Der beste Schutz vor Terrorismus ist, keine Terroristen ins Land zu lassen«, verkündeten Sie in der Münchener Abendzeitung. Hätte man das doch nur schon bei der RAF gewußt! Oder beim NSU! Und wäre die Pränataldiagnostik des Verfassungsschutzes damals schon soweit gewesen. Dann hätte man die kleinen Verbrecher, noch ehe sie das Land betreten haben, ohne Umschweife dahin zurückschicken können, wo sie hergekommen sind!

Nichts gegen Ihre Mutter, aber dahin wünscht Sie auch manchmal: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Notiz an mich selbst

Als ich neulich eine Pause machte und auf dem Sofa ein wenig einschlummerte, fragte ich mich im Halbschlaf irritiert, warum oben rechts in meinem Blickfeld keine Uhr zu sehen ist. Ich sollte weniger am Rechner arbeiten!

Tibor Rácskai

 Die Bremer Stadtmusikanten mal anders:

Fleisch im Fleisch im Fleisch im Fleisch.

Julia Mateus

 Walter Benjamin

suchte als Philosoph oft Halt bei Haschisch und Huren. Viel Handfestes kam nicht dabei heraus. Auch nicht bei seinen Beschreibungen von Paris, wo es Orte gebe, die aussähen, »als sei über das Photo einer« (abgebrochen). Über den Charme der Stadt dürfe man sagen, es liege »in dieser Atmosphäre eine weise abgewogene Mischung, daß einer« (abgebrochen). Den Charme von Benjamins Schreibweise hingegen kann jeder erfassen, der schon einmal unter Cannabis-Einfluß z.B. Schatten für »eine Brücke über den Lichtstrom der Straße« gehalten hat. Mir aber bleibt es überlassen, das Flanieren als Methode zum Entdecken des Unerwarteten

Ludger Fischer

 Zeichen und Wunder

Kürzlich stutzte ich, als ich auf meiner neuen PC-Tastatur direkt unter dem »F« noch ein kleines rundes Zeichen entdeckte. Ein Smiley? Oder ein zusätzliches @? Weder zusammen mit ALT, CTRL oder sonst einer Kombination ließ sich etwas auf den Bildschirm zaubern. Lange dauerte der klappernde Versuch jedoch nicht, dann wurde mir klar: Man sollte einfach während des Zähneputzens keine E-Mails checken.

Tobias Jelen

 Abgelehntes Stadtmotto

»Im Westen nichts: Neuss«

Torsten Gaitzsch