[16.02.2016]
Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen TITANIC Plattenkritik: Kanye West – The Life of Pablo (Teil 2)

10. Waves (feat. Chris Brown)
Dieses Stück hat alles, was ein guter Rap-Song braucht: einen guten Rapper (K. West). Der Rest nervt ja eher, vor allem Chris Brown, dieser Rüpel. Frauen zu schlagen, dazu noch mit der Faust statt mit der flachen Hand, zeugt von keiner guten Kinderstube. Traurig, daß West mit so jemandem "abhängt", er findet das wohl "cool". Außerdem kann Brown nicht gut singen, jedenfalls im Vergleich zu Udo Jürgens oder Beyoncé. Wenn er denn wenigstens passabel sänge! Dann dürfte er von mir aus auch mal jemanden verhauen (wenn es sein MUSS). Das würde sich ja mit dem Sangestalent dann einigermaßen die Waage halten. Würde! Er kann’s ja nicht! Top-Song.

11. FML (feat. The Weeknd)
Hier zeigt sich Kanye West ungewohnt sensibel, verletzlich, introspektiv – voll peinlich! So larmoyant wie Gauck, und das als Rapper, geht’s noch??? Dafür ist die Musik auf höchstem Niveau, das haut’s dann wieder raus. Eine raffinierte Melange aus Echo & the Bunnymen, Beckmann & Band und The Jesus & Mary Chain, obwohl – oder gerade weil? – letztere das Kaufmanns-Und ja stets abgelehnt haben. Wieso eigentlich? Fazit: mittelprächtig.

12. Real Friends (feat.Ty Dolla $ign)
"Die Hi-Hat hallt im Hintergrund mächtig-metallisch", schreibt die Süddeutsche. Naja, das wollen wir ihr mal glauben, nachzuprüfen ist das sowieso nicht, jedenfalls ohne Account beim Streaming-Dienst Tidal, der Wests Album exklusiv vorabpräsentiert oder so. Wissen Sie, was so ein Account oder womöglich Premium-Account kostet? Bestimmt nicht viel, aber trotzdem… Man kann sich doch denken, wie so eine Hi-Hat klingt. "Mächtig-metallisch", hm, ja, das könnte hinkommen. Glauben wir ausnahmsweise mal der SZ, immerhin geht’s nicht um Israel. Toller Song über die Freundschaft, besonders der Mittelteil zeigt die ganze Klasse des Ka. West.

13. Wolves (feat. Frank Ocean & Caroline Shaw)
Wests Hommage an den VfL Wolfsburg weckt Zweifel an der künstlerischen Integrität des US-amerikanischen Ausnahmetalents. Ist er nicht in Chicago, Illinois aufgewachsen, müßte folglich ein eingefleischter Fan der dort ansässigen „Bulls“ (NBA) sein? Aber nein, Ka. We. besingt lieber die "Wolves" und "Mr. Hecking, ma Man", gar "the incredible atmosphere in the Volkswagen Arena". Gibt es einen Zusammenhang mit der kostenlosen Lieferung von 100 fabrikneuen Porsche (immerhin eine VW-Tochter) an die Privatadresse des bekennenden Autonarrs West? Will der niedersächsische Autobauer sein insbesondere in den USA schwer ramponiertes Image aufbessern durch die Collabo mit dem Superstar und "überragenden Jungen" (Schürrle) Kanye West. Dieser dementiert ebenso vehement wie VW-Boss Müller, allein: die Zweifel bleiben. Unabhängig vom Text ist der Song echt prima geworden: Episch-hypnotische Soundcollagen, rhythmische Salsa- und Rumba-Klänge und herrlich unbeschwerter 90er-Skatepunk geben sich die Türklinke in die Hand, hier ist für jeden was dabei. Vorsprung durch Technik, you know!

14./15. Silver Surfer Intermission/30 Hours (feat. La View)
Die bisher fruchtbarste Zusammenarbeit zwischen West und dem umtriebigen Berliner Musiker und Produzenten La View. Kanyes Halbbruder Dee-jay West-Bam hat die beiden Enfant terribles einst zusammengebracht, heute ist West Taufpate von La Views kleiner Tochter Inter, während La View Kanye in Glaubensfragen berät (Scientology). Der Song ist so brillant, so sophisticated, so mind-boggling, daß ich mir wünsche, ich hätte bereits die Gelegenheit gehabt, ihn mir anzuhören. Die SZ berichtet jedenfalls von einem "Autofahrsong", einer "tight groovenden Reise von Happach über Chicago bis nach L.A. (West(!)küste)", einem "unfaßbar entspannten Roadtrip für Personen von 6 bis 99 Jahren". Gut, daß Ernst Jünger das nicht mehr lesen muß; Gadamer hat ja eher Klassik gehört.

16. No More Parties in LA (feat. Kendrick Lamar)
Ein Gipfeltreffen, ohne Frage. Doch Lamar ist zu Fuß gekommen, während West mit dem Sportwagen den 8000er hochgefahren ist, die Sherpas ungerührt über den Haufen fahrend. So ist der echt drauf, "positiv verrückt" nennt man das heutzutage wohl. Ich will darüber nicht urteilen, dafür gibt es Juristen. Zur Musik: Die Instrumentierung arrangiert West in den vokalischen Passagen beinahe erzählerisch, schwelgerisch, nicht ohne im Allegro wieder bestimmter und kristalliner zu werden, den feinziselierten G-Funk-Beat als Klangteppich, nein eher als Rolltreppe installierend, auf der Kenny Lamars Übermensch-Reime gleichsam zum Himmel fahren.

17. Facts (Charlie Heat Version)
Puh, ganz schön viele Songs auf dem Album. Dieser hier, nun, was ist darüber zu sagen? Ein schöner Song, ohne Zweifel, gleichzeitig tieftraurig. Ein schrecklich-schauriges Stück US-Gegenwart, eine optimistisch-pessimistische Reflexion über Gut und Böse, über Krieg und Frieden, über Land und Leute, ein präzises Sittenbild der amerikanischen Gesellschaft im Spannungsfeld zwischen Silicon Valley, der Wall Street, dem Klima, dem Chinesen, dem Dänen, der Raumfahrt, der Hirnforschung, der Krankenversicherungssituation, Donald Trump, den Mormonen, dem Super Bowl, der Oscar-Verleihung, dem Islam, Netflix, der Ölkrise, der Psychoanalyse, dem Geschlechterkampf, der Situation im Bereich der Automobilzulieferbetriebe, der demographischen Katastrophe, der Glücksspielgefahr, der drohenden Malaria-Epidemie in den New-England-Staaten, dem Embargo gegen die Seychellen, der sinkenden Qualität von Trinkwasser, Hartplastik, Humankapital, Tierfutter, Antidepressiva, Radieschen, Reizwäsche, Suppengrün, Brillen, Zuckerersatzstoffen, Zahnseide, Rattengift und – berücksichtigt man die aktuelle Berichterstattung – insbesondere Kühlkettensystemen, Waffeleisen und Dillspitzen. Der Mann ist sehr ehrgeizig, das war bekannt. 

18. Fade (feat. Ty Dolla $ign & Post Malone)
Gerade angehört, sofort wieder vergessen. Ein unterschätztes Merkmal großer Kunst übrigens: daß sie einen nicht weiter beschäftigt, behelligt. Im Gedächtnis bleiben dagegen nur die trivialsten, ärgerlichsten Hervorbringungen allergrößter Banalität, Stumpf- und Dummheit: Ich muß z.B. jetzt gerade unvermittelt an das Gesamtwerk Herbert Grönemeyers denken. Fazit: Ein toller, ein großer Song. State of the art, wie man im Commonwealth sagt.




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Dominik Bauer (Hrsg.): "Trump Countdown-Kalender Teil 1"
Nur noch 1361 Tage bis zum Ende seiner Amtszeit. Am 29. April 2017 ist Donald Trump 100 Tage im Amt - somit endet seine Schonfrist und der Präsidentschafts-Countdown kann offiziell beginnen.
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Alle lieben Schmähgedichte, aber nur einer schreibt so schöne wie der TITANIC-Haus- und Husten-Dichter Thomas Gsella aus "Pimmelhausen" (Aschaffenburg). Gsella begnügt sich dabei nicht mit der Beleidigung von Einzelpersonen, sondern watscht die Deutschen gleich in Zehntausenderstärke ab - bzw. die doofen Städte, in denen sie (z.T. freiwillig!) wohnen. In dieser kostbaren Hetzprämie reimt sich der Gernhardt-Preisträger einmal quer durch die Republik. Wer weiß, vielleicht ist ja auch Ihr beschissenes Kaff dabei...Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Nicolas Mahler: "Der Urknall"
Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des Buchmarkts!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 19.10.:

    "Der Standard" über Baby-Hitlers juristische Möglichkeiten und Erfolgsaussichten.

Titanic unterwegs
20.10.2017 Berlin, Theater am Kurfürstendamm
  Max Goldt
20.10.2017 Merzig, Buchhandlung Rote Zora
  Thomas Gsella
20.10.2017 Potsdam, Freiland
  Gerhard Henschel
21.10.2017 Berlin, Festsaal Kreuzberg
  »Deniz raus!«-Cartoon-Soli-Lesung

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Briefe an die Leser

 Rote Karte, Arne Friedrich!

Auf Twitter tweetetest Du jüngst: »Ich unterstütze Angela Merkel, weil sie Spielmacherin unserer Wirtschaft ist. Und du?« Wenn du das Thema schon anstößt, spielen wir den Ball natürlich gerne zurück: Kaum jemand kennt das Spiel so gut wie sie, taktiert gekonnt auf dem Feld, das sich Europa nennt. Sie schießt zwar nicht selbst, aber aus dem Rückraum heraus gibt sie präzise geschlagene Vorlagen, so daß am Ende gekonnt versenkt wird – im Mittelmeer.

Winkt aus dem Abseits: Titanic

 Herr Professor Borwin Bandelow!

Als Psychiater und Angstexperte mit Medienaffinität wußten Sie in einer Diskussionsrunde zum Thema Populismus in der Dresdner Frauenkirche genau über die Wirkung von Narzißten Bescheid: »Man fragt sich auch, warum früher die jungen Menschen die Beatles sozusagen so verehrt haben, daß das nicht mehr mit Vernunft erklärbar war, das sind genau die gleichen Mechanismen im Gehirn, die auch dann stattfinden, wenn Trump in den USA von diesen fly over states gewählt wird.«

Da wollen wir Ihren schlichten Mechanismen im Gehirn, Bandelow, jetzt nicht den Unterschied zwischen verbindender Begeisterung für friedliebende Musik und dem Jubelgeschrei für spaltende Faschisierer erklären. Und schon gar nicht, wie Vernunft die eine Begeisterung zulassen und die andere unterbinden kann. Statt dessen haben wir ein paar Anspieltips für das laut Ihnen so wichtige Belohnungssystem im Gehirn: Strawberry fields forever, Come together und vor allem Let it be!

Wants to hold your hand: Titanic

 Hans-Peter Bartels!

In Ihrer Eigenschaft als Wehrbeauftragter des Bundestages forderten Sie nach Ermittlungen gegen Elitesoldaten wegen des Zeigens des Hitlergrußes »mehr Zeit für Menschenführung«, denn in dieser Zeit könnten Vorgesetzte die Soldaten besser »gegen falsche Nazivorbilder immunisieren«. Die richtigen Nazivorbilder sind aber weiterhin kein Problem, nicht wahr?

Kann sich die Seminare zur Menschenführung in der Generalfeldmarscharschall-Rommel-Kaserne schon vorstellen: Titanic

 Sie wiederum, Wahlbeobachter Oliver Georgi,

haben bereits vorher für Faz.net gewußt, wie und warum es ausging, wie es ausging: »Noch vor wenigen Monaten war Martin Schulz der gefeierte Hoffnungsträger der SPD, jetzt haben manche eher Mitleid mit ihm. Woran liegt das? An ihm selbst – aber nicht nur.« Und haben diese sackstarke Analyse mit fünf Thesen begründet – die wir nicht gelesen haben. Könnte aber eine davon gewesen sein, daß der SPD-Mann zuviel leeres Geschwätz produziert hat? Nein? Nun gut, wir kamen darauf, weil: Noch vor wenigen Jahren galt das Politikressort der FAZ als Qualitätsjournalismus, jetzt haben wir eher Mitleid mit ihm. Woran das liegt? An ihm selbst – aber auch daran, daß noch vor einiger Zeit Sinn der wesentliche Inhalt von Sätzen war, Wörter jetzt aber nichts mehr bedeuten. Woran das liegt? Sie, Georgi, werden nie darauf kommen!

Hoffnungslose Grüße Titanic

 Nicht schlecht, Claus Strunz!

Da wurde Ihnen nach dem »Kanzler-Duell« Ihre AfD-affine Abschiebegeilheit vorgeworfen, dabei hatten Sie schon Tage zuvor im Duell der kleinen Parteien Ihre strunzschlaue Fickrigkeit vorgeführt und sich in den Augen jedes nicht von Sat.1 Geschädigten für weitere öffentliche Auftritte disqualifiziert: mit ihrer Frage, ob Katrin Göring-Eckardt sich sexuell zu Christian Lindner hingezogen fühlt.

Denn: Natürlich! Wer tut das nicht? Und da Sie ohnehin den Arsch bereits so weit offen haben …

Na, wie wär’s? Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Frage

Sollte man sich wundern, wenn auf dem Spielplatz nur fünf Kinder hin und her tollen, auf den Bänken aber dreizehn Erwachsene sitzen?

Konstantin Hitscher

 Hab mir was gegönnt

Beim Ausprobieren eines neueröffneten Schnellrestaurants stellte ich fest, daß die Burritos dort zwar exzellent, die dazu gereichten Chips jedoch leider wie schweißgetränktes Heu schmeckten, weshalb ich mir vornahm, beim nächsten Mal keine Beilagen mehr zu ordern. Dieses Vorhaben beim zweiten Besuch umsetzend, fiel mir auf, daß der Menüpreis für einen Burrito mit Getränk und Chips niedriger war als jener, den ich schließlich für dasselbe ohne Chips bezahlte. Das war es mir aber auch wert.

Cornelius W. M. Oettle

 Orthopädische Weisheit

Besser ein Hohlkreuz als gar nicht religiös.

Dorthe Landschulz

 Beruhigend

Das erste Jahr Arbeitslosigkeit fühlt sich in bezug auf die Eß- und Trinkgewohnheiten sowie den Schlafrhythmus auch nicht anders an als das 12. Semester Soziologie.

Matthias Stangel

 Schwungtatschen, das

Hierunter versteht man die ausladenden, überschießenden, zu gleichen Teilen verärgert, verzweifelt und verkrampft um Eleganz bemüht wirkenden Bewegungen, mit denen ältere Menschen ihre Smartphones bedienen.

Robert von Cube