[19.04.2013]
Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen TITANIC Liveticker: Online-Redaktionen drehen durch

+++ 15:13 Uhr: Hochspannung in der Online-Redaktion der FAZ +++
Jeden Moment wird eine neue Livetickermeldung von Spiegel online erwartet, die dann unredigiert in den eigenen Liveticker übernommen werden kann. Der Schweiß auf den Stirnen der Redakteure verdampft bereits beim Austritt.

+++ 15:17 Uhr: Bei sueddeutsche.de läuft der Telefonhörer heiß +++
Stundenlang schon schwatzt die Redaktionsassistentin mit ihren Freundinnen lautstark über ihre Wochenendpläne, bis den Newsbloggerinnen der Kragen platzt: "Ruhe jetzt, hier geht es um Menschenleben!" brüllt Felicitas Kock aufgebracht schwanzwedelnd.

+++ 15:35 Uhr: Sorge um die Redaktion von stern.de +++
Seit mehr als 20 Minuten gibt es keine Aktualisierung des Newstickers. Ein SEK macht sich bereit, um eine mögliche Geiselnahme durch wahnsinnig gewordene Internetnutzer zu beenden. Da kommt endlich der erlösende Eintrag: "+++15:36 Uhr: Washington verlegt Flugzeugträger vor die Ostküste."

+++ 15:46 Uhr: Drama um Redakteur löst Schock und Chaos in der Spon-Redaktion aus +++
Gerade zieht der Redakteur eine brandheiße Meldung aus dem Faxgerät, da verbrennt er sich schon die Finger und läßt das Papier unter den Schreibtisch gleiten. Beim Versuch, es wieder aufzuheben, rutscht er auf einer Bananenschale aus und knallt mit dem Hinterkopf in den Monitor seines Kollegen. Mit Lalülala wird er ins Krankenhaus gebracht, Spiegel online richtet einen zweiten Liveticker für den verletzten Kollegen ein.

+++ 17:31 Uhr: Aufruhr bei taz.de +++
Der erste Redakteur erwacht an seinem Schreibtisch und nimmt einen tiefen Schluck aus dem halbvollen Bier. Dann klickt er eine Meldung aus den verschiedenen Livetickern zusammen und schläft wieder ein.




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Das schreiben die anderen
  • 28.06.:

    In der Taz gibt Mark-Stefan Tietze Tips zum richtigen Sonnenbaden.

  • 27.06.:

    Martin Sonneborn im Interview zum EU-Referendum.

Titanic unterwegs
28.06.2016 Hamburg, Polittbüro
  Martin Sonneborn
29.06.2016 Hamburg, Polittbüro
  Martin Sonneborn
30.06.2016 Hattingen, Stadtbibliothek
  Thomas Gsella
03.07.2016 Hannover, Wilhelm-Busch-Museum
  Rudi Hurzlmeier

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Briefe an die Leser

 Übrigens, Markus Söder!

Nach Ihren Verkleidungen 2012ff. als – Wikipedia listet es akribisch auf – Punk, Drag Queen, Shrek, Mahatma Gandhi und Edmund Stoiber freut sich schon darauf, Sie fluterprobten bayerischen Heimatminister bei der nächsten Fastnacht als wahlweise Franziska van Almsick oder Clownfisch Nemo zu sehen: Titanic

 Himmel, Franz Josef Wagner!

Ja, man wird und wird nicht jünger, wähnt sich manchmal sogar schon nah und näher beim himmlischen Vater – und trotzdem muß ein alter Bild-Bock wie Sie sich so kurz vor dem gemeinsamen Treffen noch mit dem Allerhöchsten anlegen. Und etwa am 30. Mai angesichts quasibiblischer Regenfälle und Sintfluten die dürre Schmierenschreiberfaust drohend gen Himmel schütteln, daß der Morgenschnaps aus dem Glas spritzt, und fragen: »Was alles erlaubt Gott?«

Wir verraten’s Ihnen: alles. Gott erlaubt sogar solche Gestalten wie Sie.

Herzlichst Titanic

 Sicher, Heribert Prantl?

Sah der kürzlich verstorbene Rupert Neudeck, Mitgründer der Hilfsorganisation »Cap Anamur«, wirklich nur aus »wie eine Mischung aus Rübezahl, Marathonläufer, dem heiligen Christophorus und Gottvater«? Nicht auch noch ein bißchen wie Ayatollah Khomeini, Vader Abraham, Papa Schlumpf, der Alm-Öhi, eine Hälfte von ZZ Top und ein Hipster der mittleren 2010er Jahre?

Oder anders gefragt: Hat beim Verfassen Ihres Nachrufs in der SZ vielleicht ein C2H6O-basiertes Getränk eine Rolle gespielt, zu dem in Ihrer Branche durchaus häufiger gegriffen wird?

Für die Feststellung der absoluten Vergleichsuntüchtigkeit bei mehr als 0,0 Promille: Titanic

 Sie, Binali Yıldırım,

erklärten öffentlich, mit der Bundestagsresolution zum Genozid an den Armeniern habe Deutschland einen »historischen Fehler« begangen.

Tja, was sollen wir sagen? Irgendwann ist halt immer das erste Mal.

Mit besten Empfehlungen Titanic

 Geht’s noch, ZDF?!

Wir kommen eines durchschnittlichen Sonntagmorgens angeheitert gegen 6 Uhr nach Hause und frohlocken, weil der Ü16-Klassiker »Halloween – Die Nacht des Grauens« über den Bildschirm flimmert, da brichst Du nach einer halben Stunde einfach ab und sendest diese völlig kranke Freakscheiße um einen nervigen Primaten namens »Coco – der neugierige Affe«. Weißt Du eigentlich, wer um diese Uhrzeit zuschaut?

Hat immer noch den Kater des Grauens: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Gesundheit

Was man nicht im Kopf hat, muß man in den Beinen haben, heißt es. Bei der Thrombose meines Patenonkels hat sich das auf traurige Weise bewahrheitet.

Ernst Jordan

 Harmlosigkeitslippen, die

Dieses mimische Phänomen entsteht durch ein Einwölben und leichtes Aufeinanderpressen der Lippen. Menschen zeigen es in Situationen geringfügiger Peinlichkeit, etwa bei Unklarheit über die Reihenfolge in einer Warteschlange.

Robert von Cube

 Digitale Scham

Was ich mich auf Facebook nicht zu liken traue: meine eigenen Posts, meine eigenen Kommentare und dieses grandiose Läuseshampoo.

Ella Carina Werner

 Resümee

»Sie und ich hätten miteinander glücklich werden können, doch leider lernten wir uns kennen.«

Volker Schwarz

 Verkettung glücklicher Umstände

Die Katze hat letzte Nacht mit viel Radau eine prall gefüllte Blumenvase umgeworfen. Gleichzeitig ist aber auch die Rolle Küchenpapier vom Tisch gefallen und hat die Wasserlache, getreu ihrer Bestimmung, schweigend aufgesaugt.

Dorthe Landschulz