[06.11.2014]
Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen TITANIC-Forencheck

Der Bahnstreik ist perfider Terror gegen das ganze deutsche Volk, doch die Politik handelt mal wieder nicht. Wie kann man die radikalen Lokführer noch stoppen? TITANIC hat in den Onlineforen deutscher Spitzenmedien nach Lösungen gesucht. Hier sind die besten fünf:

Platz 5: "Michael M." von bild.de

Weselsky müsste man mal einen Besuch abstatten.

Bei bild.de theoretisiert man nicht lange, sondern geht das Problem direkt an: Der "bahnsinnige" (Bild) GDL-Chef muß gestoppt werden – warum also nicht einfach zu Weselsky fahren und ihm ordentlich die Fresse polieren? Seine Privatadresse wurde vom Focus schließlich aus journalistischer Sorgfalt bereits veröffentlicht. Trotzdem nur Platz 5, da nicht zu Ende gedacht: Ohne Zug kommt man ja nicht hin...

Platz 4: "Christoph Schlobies" von focus.de

Die Gewerkschaften sind streikberechtigt nur deshalb,weil unsere Regierenden zu dämlich waren ,ein modernes Konzept zu entwickeln.- Achtung: Von der AfD wird da etwas kommen!!!

Bei diesem Nutzer des Online-Focus ist der Groschen gefallen: Unsere Regierung ist dämlich und unfähig, moderne Konzepte zu entwickeln. Klar, daß von einer zukunftsorientierten Partei wie den D-Mark-Rückkehrern der AfD mehr zu erwarten ist! Versöhnlicher vierter Platz!

Bronze, Platz 3: "BMG_Fan" von spiegel.de

Alle streikenden GDL Lokführern die Papiere geben; nie wieder einen Job bei der Bahn: lebenslänglich. Weselsky sofort verhaften und einsperren; komplette erkennungsdienstliche Behandlung; nach 3 Tagen Untersuchungshaft des Landes verweisen oder alternativ lebenslang in eine Anstalt. Deutschland braucht keine Möchtegern-Diktatoren mehr.

Eigentlich eine gute Idee aus den Spiegel-Foren. Teufel Weselsky wird zum Mollath oder Stinke-Griechen gemacht, fast alle Bahnführer werden gefeuert, dann ist’s Essig mit dem Streik. Den letzten Punkt um die "Möchtegern-Diktatoren" formuliert unser Zweitplatzierte allerdings besser:

Silber, Platz 2: "Herbert Lemm" von zeit.de

Es fehlt jemand in Deutschland jemand wie Margaret Thatcher um die Macht der Gewerkschaften zu vernichten.

Korrekt, bei der Internet-Zeit weiß man, was los ist. Unser Land braucht nicht nur keine Möchtegern-Diktatoren, sondern am besten gleich richtige, die kurzen Prozeß machen mit dem ewigen Lokführer. Doch auch hier ein Einwand: In Deutschland braucht man nicht Margaret Thatcher (es gibt ja bereits Merkel), sondern – ganz klar: – Adolf Hitler.

Gold, Platz 1: "KJB" von spiegel.de

Die DB soll endlich in die F&E von Vollautomatisierten und zentral gesteuerten Zügen investieren. Kann doch nicht sein das Autos immer weiter automatisiert werden aber in einem Zug der nur geradeaus fährt immer noch Menschen drin sitzen. Dann wäre diese GDL mit ihren überzogenen Forderungen endlich am Ende.

Mit deutscher Ingenieurskunst gegen den Bahnstreik, das ist es! Zum Lohn Platz 1 an "KJB" von "Spiegel online", tusch! In ständig geradeaus fahrenden Zügen dürfen auf keinen Fall "immer noch Menschen drin sitzen". Die dann nämlich dort ihr stinkendes Käsebrot auspacken, für Junggesellenabschiede vorglühen, laut mit ihren Geschäftspartnern telefonieren und das Bahn-Personal schikanieren. Wenn die Fahrgäste irgendwann vollautomatisiert sind, ist das Zugfahren in Deutschland endlich zumutbar.




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Das schreiben die anderen
  • 18.09.:

    Mark-Stefan Tietze in der Taz über den Niedergang der deutschen Plastiktüten-Manufakturen.

  • 15.09.:

    PARTEI-Führer Martin Sonneborn hält im Europaparlament eine gefeierte Rede zum "State of da Union".

  • 14.09.:

    Die Frankfurter Neue Presse gratuliert Eckhard Henscheid zum 75. TITANIC schließt sich an.

  • 14.09.:

    Oliver Maria Schmitt in der FAS über Liebesschrott an Brücken.

  • 07.09.:

    Der RBB huldigt den Spitzenkandidaten der PARTEI Berlin: Nico und Maxim von K.I.Z.

Titanic unterwegs
28.09.2016 Hanau, Café des Vereins Lebensgestaltung
  Thomas Gsella
28.09.2016 Wiesbaden, Gemeindezentrum
  Gerhard Henschel
29.09.2016 Sassnitz, Grundtvighaus
  Max Goldt
29.09.2016 Madrid, Cafeteria der Deutschen Schule
  Thomas Gsella

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Briefe an die Leser

 Walter Hildebrandt, deutscher Vater!

Als Direktor eines Steinbeis-Instituts für Digitale Verblödung, nein: Innovation in Berlin rauschen einem naturgemäß die krudesten Dinge durchs Hirnkastl. Bei Podiumsgesprächen lassen Sie Ihre Umwelt daran teilhaben und sagen dann solche Sachen: »Ich als deutscher Vater glaube, daß wir die Digitalisierung des Kindes hinkriegen.« Bei der Digitalisierung Ihrer deutschen Brut wünschen wir Ihnen viel Erfolg, wie auch immer Sie sie bewerkstelligen mögen. Techno-Faschisten wie Ihnen würde trotzdem gerne die Stecker ziehen: Titanic

 ARD- und NDR-Moderator Alexander Bommes!

Vom Tagesspiegel gefragt, was Sie von Millionengagen für prominente Ex-Sportler als Kommentatoren im Fernsehen halten und ob Sie selbst schon Millionär seien, sagten Sie: »Wer die Besten haben will, der muß auch etwas dafür bezahlen. Und wenn man die Besten hat, könnte man ja auch stolz darauf sein, wie wäre es damit?« Was ja bedeutet, daß Sie umsonst arbeiten und niemand stolz auf Sie ist!

So viel Ehrlichkeit hätte Ihnen nicht mal für Millionen zugetraut

Ihre Titanic

 Unser Zuhause, Linda-Luise Bickenbach und Bente Schipp,

ist der wichtigste Ort in unserem Leben. Deshalb stimmen wir dem Atlantik-Verlag zu, der in seiner Vorschau die Bewerbung Eures Buches »Sachen richtig machen« mit den richtig gemachten Worten »Unser Zuhause ist der wichtigste Ort in unserem Leben« einleitet. Man denke aber nicht, daß man an ebenjenem Ort sorglos vor sich hinleben und sich wie zu Hause fühlen kann! Vielmehr hat man Sorgen, denn »ständig tauchen neue Fragen auf«, z.B.: »Wie pflege ich meine Handtaschen und Designermöbel? Was ist ein gut sortierter Kleiderschrank?« und die allerwichtigste: »Welche Drinks sollte man unbedingt mixen können?«

Zu fragen, ob sich mit Eurem »lässigen Buch für ein lässigeres Leben« ein breites Publikum erreichen läßt, unterläßt: Titanic

 Und Du, Bäckerei Bosselmann,

forderst uns mittels Deiner Brötchentüten dazu auf, nicht etwa Deine Backwaren, sondern Deine Mitarbeiterinnen zu bewerten. So kann man auf den Tüten wahlweise ankreuzen:

☐ freundlich
☐ normal/nichts besonderes
☐ unfreundlich

Außerdem ist dort noch Platz für »Mein Lob / Meine Reklamation«.

Wirklich schauerlich, sich vorzustellen, wie Leute ihre Brötchentüten zücken, sie mit Kreuzchen und Denunziationen versehen und dann Deiner Marketingabteilung zuschicken, dabei gleich noch schamlos ihre Adreßdaten preisgeben (denn Du willst Dich ja für das kooperative Verhalten »bedanken können«) und denken, sie hätten nun alles richtig gemacht.

Weißt Du, wie wir das finden, Bäckerei Bosselmann? Such’s Dir aus:

☐ unappetitlich
☐ unfein
☐ zum Kotzen Titanic

 Amazon-Boss Jeff Bezos!

Amazon-Boss Jeff Bezos!

Unter der vor dem Hintergrund der aktuellen Weltlage doch seltsam euphorisch klingenden Überschrift »Auf unsere Zukunft« kündigte uns die Welt auf der Titelseite ein ausführliches Interview mit Ihnen an: »Amazon-Gründer Jeff Bezos ist beeindruckend optimistisch. Erfindungen und Innovationen sind seine Leidenschaft. Der Unternehmer hat trotz der schwierigen Zeiten enormes Vertrauen in die Zukunft.« Und weiter: »Die derzeitigen Probleme sind erheblich, sagt er, aber unsere Fähigkeiten sie zu lösen, sind noch viel größer.« Die Menschheit stehe am Anfang einer goldenen Epoche! Damit meinen Sie, Bezos, wohl vor allem die in der Summe gigantischen Fähigkeiten der für Sie rund um die Uhr schuftenden Billigarbeiter, dank deren unermüdlichem Einsatz Sie ja schon einmal die schwer verdiente goldene Nase in ebenjenes glorreiche Zeitalter hineinstecken konnten, gell? Darum vergeben wir drei goldene Sterne für Sie und Ihre Träume von neuen Absatzmärkten – im Weltraum. Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Walter Benjamin

suchte als Philosoph oft Halt bei Haschisch und Huren. Viel Handfestes kam nicht dabei heraus. Auch nicht bei seinen Beschreibungen von Paris, wo es Orte gebe, die aussähen, »als sei über das Photo einer« (abgebrochen). Über den Charme der Stadt dürfe man sagen, es liege »in dieser Atmosphäre eine weise abgewogene Mischung, daß einer« (abgebrochen). Den Charme von Benjamins Schreibweise hingegen kann jeder erfassen, der schon einmal unter Cannabis-Einfluß z.B. Schatten für »eine Brücke über den Lichtstrom der Straße« gehalten hat. Mir aber bleibt es überlassen, das Flanieren als Methode zum Entdecken des Unerwarteten

Ludger Fischer

 Zeichen und Wunder

Kürzlich stutzte ich, als ich auf meiner neuen PC-Tastatur direkt unter dem »F« noch ein kleines rundes Zeichen entdeckte. Ein Smiley? Oder ein zusätzliches @? Weder zusammen mit ALT, CTRL oder sonst einer Kombination ließ sich etwas auf den Bildschirm zaubern. Lange dauerte der klappernde Versuch jedoch nicht, dann wurde mir klar: Man sollte einfach während des Zähneputzens keine E-Mails checken.

Tobias Jelen

 Abgelehntes Stadtmotto

»Im Westen nichts: Neuss«

Torsten Gaitzsch

 Beim Beobachten der Jugend

Ich bin nicht überrascht, als ein junger Mann im Rewe eine Getränkedose aus der Palette nimmt und in zwei Zügen austrinkt. Schließlich sieht man ja immer öfter angebrochene Tafeln Schokolade, Kekspackungen oder Weinflaschen in Supermärkten. Gestaunt habe ich aber, als er dann ganz selbstverständlich die leere Dose in den Rücknahmeautomaten gesteckt und anschließend den erhaltenen Bon an der Kasse eingelöst hat.

Wolfgang Beck

 Erfassung

Jetzt mal bitte alle die Hände hoch, die nicht gerne an Umfragen teilnehmen.

Ernst Jordan