[12.10.2013]
Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen TITANIC-Forencheck

In den Kommentarbereichen deutscher Onlinemedien tobte in dieser Woche ein bizarrer Wettstreit: Wer kann die Flüchtlingsgefahr von Lampedusa am originellsten beschreiben, wer hat die besten rechtsradikalen Leser? Das TITANIC-Ranking:

Platz 5: "Genlok" von spiegel.de
Italien macht milliarden Umsatz mit seinen Stränden und Tourismus, der negative Aspekt von Straenden ist dann halt auch mal die Afrikaner an diesen zu begegnen.

Das beste Argument der Problemglatzen von "Spon". Hätte "Genlok" noch darauf hingewiesen, daß einem die Strandafrikaner von Afrika auch noch ständig auf nervtötende Art und Weise Melonenstücke oder Sonnenbrillen andrehen wollen, wäre vielleicht sogar eine Medaille herausgesprungen.

Platz 4: "Mössjöh_Mouche" von sueddeutsche.de
Offene Grenzen nach Afrika? Wie soll die EUR 800 Mio Afrikaner aufnehmen? 20% der Schwarzafrikaner sind HIV-positiv, die HIV -Therapie nach EU-Standard - hierauf hat der Flüchtling Anspruch - kostet etwa 100 000 EUR im Jahr. Wer bezahlt dass, vielleicht die Sueddeutsche?

Die Rechnung des SZ-Lesers überzeugt. Sicher handelt es sich um einen Münchner Gymnasiallehrer für Mathematik. Leider ist Mathe total langweilig – Treppchenplatz verpaßt.

Bronze, Platz 3: "Susi Eisenstein" von welt.de
Das Programm sieht so aus: ein Teil des Clans wandert hier ein und beantragt HIV. Der Clanoberhaupt vermietet die Wohnungen und kassiert noch einmal. Dann beantragen diese Leute Möbel, etc. Sie kaufen Handys auf Kredit. Und nach einer Zeit sind sie wieder weg. Dann sind sie zuhause mit unseren Steuergeldern in ihren eigenen Wohnhaus, neustem Handy, Mercedes, etc.

Origineller versteht es diese Nutzerin der Online-Welt, die Aids-Keule zu schwingen: Die perfiden Neger beantragen ihren Lieblingsvirus gleich in Deutschland und verursachen dem Steuerzahler so noch immense Bürokratiekosten. Und danach wollen sie womöglich noch Hartz IV!  

Silber, Platz 2: "Wolfgang Richter" von faz.net
Die Tür muß zu bleiben. In Afrika warten zig Millionen auf ihre Chance, in ein europäisches Sozialsystem einzuwandern. Und sind sind dank Internet immer am Puls der Zeit.

Das Argument: mau. Das sensationelle: Es gibt FAZ-Opas, die ihr Lieblingshetzblatt online lesen und dabei auch wissen, daß sie online sind. Leider ist auch der Afrikaner seit kurzem am Netz und weiß deswegen, daß die deutschen Grenzen auch nicht mehr das sind, was sie einmal waren.

Gold, Platz 1: "Gojko" von zeit.de
Mein Plan wäre so: 1. Die EU annektiert ein afrikanisches, möglichst zentral gelegenes Land, daß von einem unfähigen Diktator regiert wird (z.B. Simbabwe würde sich anbieten) 2. Es wird ein funktionierendes Staatswesen (aus EU-Bürgern bestehend) gebildet, um öffentliche sowie Rechtssicherheit zu gewährleisten. 3. Unter diesen Umständen werden internationale Konzerne dort sicher investieren. 4. Jeder Afrikaner, der arbeiten will, kann kommen und sich eine Existenz aufbauen. Nach Europa muß dann keiner mehr. 5. Nach 100 Jahren zieht die EU ab und übergibt das Land wieder an die Afrikaner.

Um es im Forenjargon zu sagen: "Dem ist nichts hinzuzufügen." Die besten, schlauesten und kreativsten Nazis lesen nach wie vor die Zeit!




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Das schreiben die anderen
Titanic unterwegs
28.06.2016 Hamburg, Polittbüro
  Martin Sonneborn
29.06.2016 Hamburg, Polittbüro
  Martin Sonneborn
30.06.2016 Hattingen, Stadtbibliothek
  Thomas Gsella
03.07.2016 Hannover, Wilhelm-Busch-Museum
  Rudi Hurzlmeier

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Briefe an die Leser

 Sicher, Heribert Prantl?

Sah der kürzlich verstorbene Rupert Neudeck, Mitgründer der Hilfsorganisation »Cap Anamur«, wirklich nur aus »wie eine Mischung aus Rübezahl, Marathonläufer, dem heiligen Christophorus und Gottvater«? Nicht auch noch ein bißchen wie Ayatollah Khomeini, Vader Abraham, Papa Schlumpf, der Alm-Öhi, eine Hälfte von ZZ Top und ein Hipster der mittleren 2010er Jahre?

Oder anders gefragt: Hat beim Verfassen Ihres Nachrufs in der SZ vielleicht ein C2H6O-basiertes Getränk eine Rolle gespielt, zu dem in Ihrer Branche durchaus häufiger gegriffen wird?

Für die Feststellung der absoluten Vergleichsuntüchtigkeit bei mehr als 0,0 Promille: Titanic

 Sie, Binali Yıldırım,

erklärten öffentlich, mit der Bundestagsresolution zum Genozid an den Armeniern habe Deutschland einen »historischen Fehler« begangen.

Tja, was sollen wir sagen? Irgendwann ist halt immer das erste Mal.

Mit besten Empfehlungen Titanic

 Geht’s noch, ZDF?!

Wir kommen eines durchschnittlichen Sonntagmorgens angeheitert gegen 6 Uhr nach Hause und frohlocken, weil der Ü16-Klassiker »Halloween – Die Nacht des Grauens« über den Bildschirm flimmert, da brichst Du nach einer halben Stunde einfach ab und sendest diese völlig kranke Freakscheiße um einen nervigen Primaten namens »Coco – der neugierige Affe«. Weißt Du eigentlich, wer um diese Uhrzeit zuschaut?

Hat immer noch den Kater des Grauens: Titanic

 Huhu, Schwimmweltmeister Marco Koch!

Laut Süddeutscher Zeitung ernähren Sie sich »nach dem Konzept ›Vegan mit Fleisch‹« – das ist lustig, basieren unsere Trinkgewohnheiten doch auf dem verwandten Ansatz »Abstinent mit Doppelbock«!

Die »Milch« macht’s! Titanic

 Roland Nelles @spiegel.de!

»Komischerweise tritt doch häufiger als gedacht genau das Szenario ein, das zuvor alle Bescheidwisser ausgeschlossen haben (den Autor dieser Zeilen inklusive)«, stellten Sie in einem Kommentar zur möglichen Präsidentschaft Donald Trumps fest. Das bestätigt, was man schon immer ahnte. Ob Redaktionsteam, Geburtstagsgesellschaft oder Freundeskreis: wer Bescheid weiß, schließt Sie aus.

Exklusiv: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Harmlosigkeitslippen, die

Dieses mimische Phänomen entsteht durch ein Einwölben und leichtes Aufeinanderpressen der Lippen. Menschen zeigen es in Situationen geringfügiger Peinlichkeit, etwa bei Unklarheit über die Reihenfolge in einer Warteschlange.

Robert von Cube

 Digitale Scham

Was ich mich auf Facebook nicht zu liken traue: meine eigenen Posts, meine eigenen Kommentare und dieses grandiose Läuseshampoo.

Ella Carina Werner

 Resümee

»Sie und ich hätten miteinander glücklich werden können, doch leider lernten wir uns kennen.«

Volker Schwarz

 Verkettung glücklicher Umstände

Die Katze hat letzte Nacht mit viel Radau eine prall gefüllte Blumenvase umgeworfen. Gleichzeitig ist aber auch die Rolle Küchenpapier vom Tisch gefallen und hat die Wasserlache, getreu ihrer Bestimmung, schweigend aufgesaugt.

Dorthe Landschulz

 Geständnis

Ich bin meist überfordert, wenn ich mehr als gar keine Sache auf einmal machen soll.

Theodor Treidler