[23.11.2012]
Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen TITANIC erklärt die Bambis

Integration Integration bedeutet in erster Linie: Gewalt. Folgerichtig ging der Preis an Rabbi Daniel Alter, der im August auf offener Straße überfallen wurde, sowie an die Schwester des totgeprügelten Berliner Jugendlichen Jonny K. Bereits letztes Jahr wurde der Integrationsbambi an ein Opfer verliehen (Bushido).

Überraschung Der chinesische Trophäenhersteller hatte aus Versehen einen Bambi zuviel geliefert. Ein findiger Praktikant hatte dann den rettenden Einfall: Joachim Fuchsbergers Frau bekam kurzerhand einen "Überraschungsbambi".

Film International Inoffiziell heißt diese Kategorie "richtiger Hollywood-Star, der ausnahmsweise Zeit und Lust für diesen Mumpitz hat". Heuer ließ sich immerhin Salma Hayek breitschlagen, aber nur mit dem Versprechen einer "Wetten, dass..?"-Befreiung auf Lebenszeit.

Stille Helden Ehrenpreis für eine 83jährige deutsche Ärztin in Pakistan, die als "Mutter Teresa der Leprakranken" angekündigt wurde, was ungefähr dem Prädikat "Stephen Hawking der Astrophysik" entspricht. Vorteil dieser Rubrik: Für ein paar Minuten muß man mal keinem schrillen Egomanen zuhören.

Talent Mißverständnis, wird nächstes Jahr wieder abgeschafft.




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Das schreiben die anderen
  • 02.03.:

    Die neuesten Porno- und Foltertrends aus den USA und der Kleinstadt Kehl: "Sonneborn rettet die EU", Teil 5.

  • 02.03.:

    Torsten Gaitzsch berichtet in der Taz von einer sog. "Fuck-up-Night".

  • 02.03.:

    Die Schweizer Sonntagszeitung interviewt Martin Sonneborn.

  • 28.02.:

    Für die Taz berichtet Moritz Hürtgen aus der Anti-Sexismus-Zentrale der CSU.

  • 23.02.:

    Im Deutschlandfunk diskutierten u.a. Tim Wolff (TITANIC) und Wolfgang Thierse (SPD) über Meinungsfreiheit und Religion.

Titanic unterwegs
08.03.2015 Berlin, Kookaburra
  Heiko Werning, Daniela Böhle
08.03.2015 Frankfurt, Caricatura Museum
  Leo Fischer
12.03.2015 Bochum, Kammerspiele/Schauspiel
  Max Goldt
13.03.2015 Bielefeld, Kulturzentrum Nummer zu Platz
  Leo Fischer
Briefe an die Leser

 Nicht bloß Gutes, Franziska Augstein,

sondern ausschließlich das Allerbeste wußten Sie in der Süddeutschen über Richard von Weizsäcker zu sagen: »Von einem angepaßten Wehrmachtssoldaten hatte er sich zu einem liberalen Demokraten gebildet, dessen schlohweißes Haar von Weisheit und Souveränität zeugte. Die Tugenden, die er verkörperte, schienen auf die ganze deutsche Geschichte zurückzustrahlen. In seiner Person spiegelte es sich: das musische, nachdenkliche und tolerante, das bessere Deutschland.«

Zusammengefaßt also: Weizsäcker war ein Zerrspiegel?

Dachte sich schon: Titanic

 Puh, IS!

Deine zuletzt praktizierten Menschenverbrennungen sollen nicht hundertprozentig mit islamischen Hinrichterichtlinien vereinbar sein, so daß »Spiegel online« titelte: »Verbrennung des jordanischen Piloten: Der IS in Erklärungsnot«. Wir hoffen nur, daß die Verantwortlichen für diesen Frevel nun die Konsequenzen ziehen und zurücktreten – schließlich steht der Ruf als gewissenhafte Terrorbande auf dem Spiel! Also bei Dir, IS, nicht bei »Spon«. Denn daß deren Schreckensruf auf Jahre hinaus gesichert ist, hat ja oben schon zeigen können: Titanic

 Gott zum Gruße, Katholiken!

Offiziell waren Bordelle in Italien bisher verboten. Nun soll es in der Hauptstadt Rom das erste Rotlichtviertel geben, wie neulich auf »Spiegel online« nachzulesen war. Doch: »Vor allem katholische Organisationen protestierten gegen das Rotlichtviertel«, wie es in dem Bericht heißt. Aber, hey, Katholiken? Wieso seid Ihr dagegen? Fürchtet sich der Vatikan etwa vor der Konkurrenz?

Grüße von den Puffmüttern auf der Titanic

 Ade, Weizsäcker a.D.!

Über die Toten soll man ja nichts Schlechtes sagen, und tatsächlich fiele uns nichts Schlechtes ein, was wir über die Vietnamesen sagen könnten, die während Ihrer Amtszeit als Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags durch den Einsatz des dioxinhaltigen Entlaubungsmittels Agent Orange zu Tode gebracht wurden. Als geschäftsführender Gesellschafter des Chemie- und Pharmaunternehmens Boehringer in Ingelheim am Rhein sorgten Sie dafür, daß den Amerikanern die Rohstoffe für diese Waffe nicht ausgingen. Boehringer ließ damals mitteilen: »Solange der Vietnam-Krieg andauert, sind keine Absatzschwierigkeiten zu erwarten.« Später jedoch erinnerten Sie sich, von all dem nichts gewußt haben. Und tatsächlich, seit Ihrer Beförderung vom Christen- zum Bundespräsidenten und moralischen Schwergewichtsredner schien das alles auch so weit weg zu sein, so gar nicht mehr wahr und irgendwie auch scheißegal. Gut, daß Ihr damaliger Pressesprecher Friedbert Pflüger Ihnen ausgeredet hat, am 8. Mai 1985 im Bundestag die Begnadigung von Rudolf Heß zu fordern. Sonst würde man Sie heute nur als Vorgänger von Roman Herzog kennen.

Schaut der Wahrheit stets ins dank Entlaubung unbeschattete Auge: Titanic

 Mario Basler, alter Haudegen!

Seit Ihrer Zeit als Fußballprofi tingeln Sie von Trainerjob zu Trainerjob, kürzlich unterschrieben Sie beim Oberligisten Lokomotive Leipzig einen neuen Vertrag. Auf die Frage von »Bild.de«, weshalb es bei Ihnen bisher mit einem Engagement als Coach in der Bundesliga nicht geklappt habe, entgegneten Sie: »Man sieht ja schon, ob das meine Person ist, oder die von Stefan Effenberg oder Lothar Matthäus – einem der größten Fußballer, die wir jemals hatten: Wir bekommen in Deutschland einfach keine Chance. Die Vereine haben Angst vor großen Namen.« Eine interessante Theorie, Basler, doch angesichts von großnamigen Trainern in der Ligageschichte wie Klinsmann, Sammer oder Heynckes sind wir sicher, daß es etwas anderes sein muß, was Effenberg, Matthäus und Sie, Basler, verbindet. Kleiner Tip: Es ist rund und hohl, aber kein Fußball.

Na, kommen Sie drauf?

Kopfnuß von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Positive Psychologie

Wer Fußpilz hat, hinterläßt wenigstens Sporen.

Julia Mateus

 Wise words

Nichts geht doch über die Erfahrung und klare, unverstellte Sicht älterer Kollegen auf den Arbeitsalltag. Ein Beispiel aus meiner Zeit als Hilfsarbeiter in einer Süßwarenfabrik: Als es wegen eines technischen Defektes zu einer Arbeitsunterbrechung am Fließband kommt, rechne ich mir zum Zeitvertreib aus, daß ich in einer Stunde eine Palette mit 168 Kartons packe, was 5040 Marzipanbroten entspricht, da ein Karton 30 Marzipanbrote enthält. Die ergibt wiederum 50 400 Marzipanbrote für beide Schichten, wenn man von einer täglichen Nettoarbeitszeit von 10 Stunden ausgeht, was bei einer 5-Tage-Woche 252 000 wöchentlich, und damit 1 008 000 Marzipanbrote monatlich macht. Gerade in dem Moment, als ich von dieser enormen Produktionsleistung angemessen beeindruckt sein will, sagt Erika, die mir am Band gegenübersteht und den Job seit über 20 Jahren ausübt, als ob sie meine Gedanken erahnt: »Junge, wer soll die ganze Scheiße bloß fressen?!«

Thorsten Mausehund

 Kompromißvorschlag

Gotteslästerung bleibt strafbar, wird aber zum absoluten Antragsdelikt (anzutragen durch die betroffene Gottheit).

Dominik Mauer

 Life hack gratis

Wer kennt das nicht: Ob bei Aldi oder Lidl, die Kassiererin ist zu schnell, die Ablage hinter dem Scanner zu klein, man kommt mit dem Einpacken nicht hinterher, die Waren türmen sich zu einem Berg von schwindelerregender Höhe auf, die Kassenschlange hinter einem scharrt ungeduldig mit den Füßen. Streß, Schweiß und Herzinfarkt sind die Folge. Das muß nicht sein! Denn die Grev’sche Warensortierung schafft Abhilfe: Einfach Obst und Gemüse, das abgewogen werden muß, gleichmäßig zwischen den fertig abgepackten Produkten verteilen und damit den Scanner-Schwung der Kassiererin in regelmäßigen Abständen bremsen. Einpackrückstände können während des Wiegens mühelos aufgeholt werden. Der Tod an der Supermarktkasse gehört der Vergangenheit an: Die Grev’sche Warensortierung bringt die Entspannung zurück in den Discounter.

Katharina Greve

 Wunschdenken

Als erstes bräuchte man eine Talsperre in Quaderform. Aus ihr müßte dann das Wasser abgelassen werden bis auf den letzten Tropfen; für andauernde Trockenheit würde ein geschlossenes Dach sorgen. Dann noch alte Polstermöbel, milbenverseuchte Matratzen und sonstigen Unrat ins besagte Reservoir gestellt, bis endlich der schöne Zustand erreicht wäre: daß ein Staubecken Staubecken enthält.

Sebastian Dingler