[04.02.2018]
Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Hoch und höher

Daß es heute schon wieder um Hochbegabung geht, liegt daran, daß es ständig um Hochbegabung geht: Am selben Tag, da Bundeshalbbildungsministerin Wanka in Berlin ein „Pilotprojekt“ gestartet hat, das in der Schule wo nicht Crack, so doch Cracks fördern will: „In vielen Klassenzimmern aller Schulformen sitzen unerkannte Talente. Diese Schülerinnen und Schüler wollen wir frühzeitig entdecken und fördern“, und der Deutsche Philologenverband es präzisierend „begrüßte, daß Begabtenförderung zur Regelaufgabe in allen Schulformen, besonders im Gymnasium werden solle“ (Morgenblatt, Hervorhebung SG), tapezierte das Zentralorgan des zukunftsorientierten Bürgermilieus seine „Panorama“-Seite mit dem Besuch bei einer siebenköpfigen deutschen Bürgerfamilie, die komplett hochbegabt ist:

„Martin und Gudula Volbers … sitzen in ihrer Wohnküche in Havixbeck bei Münster und berichten mit leisem Stolz von ihren fünf Kindern, die alle auffällig intelligent sind. Max ist der Älteste … Der Bub sprach sehr früh in ganzen Sätzen und interessierte sich für Buchstaben. Er wirkte gewandter als andere in seinem Alter …  Das Thema Hochbegabung kam ins Spiel … Das Unerklärliche kommt oft nicht gut an. Und wenn ein Fünfjähriger im Kindergarten Bücher vorliest, wie Max Volbers das einst tat, dann ist das für viele unerklärlich … Max langweilte sich in der ersten Klasse. ,Er fing an zu provozieren, was doof ist, wenn man der Kleinste ist’, erzählt Vater Martin Volbers. Erst als er nach den Herbstferien in die zweite Klasse wechseln durfte, entspannte er sich. Und als ihm die Schule wieder zu leicht wurde, entdeckte er das Instrument, das seine rettende Herausforderung wurde: die Blockflöte. ,Gott sei Dank’, sagt Martin Volbers.“ Auch der Zweitgeborene war schlecht in der Schule, Lese-Rechtschreibschwäche, bis der Intelligenztest wußte, der Junge „denkt schneller, als er schreiben kann“; heute macht er eine Mechatroniker-Lehre. „Jonathan, heute 19, war 16, als er einem Professor die Entstehung des Universums erklärte. Wie Max studiert er am Mozarteum in Salzburg Blockflöte. Theresa, elf, und Catharina, neun, haben für ihre Berufsentscheidungen noch etwas Zeit. Und Papa Volbers, 54, Software-Architekt, weiß seit neun Jahren, daß er selbst hochbegabt ist.“

Früher, als ich Kind war, waren Einstein und Bernd Schuster hochbegabt, und bei Einstein wußte jeder, daß der nicht mal gut in der Schule gewesen sei. Bei Einschulung konnte von 25 Kindern meistens eins schon lesen, das war Statistik, und es soll vorgekommen sein, daß diese Kinder trotzdem brav im Leseunterricht saßen und sich freuten, daß sie was konnten, was andere nicht konnten; das machte es einfacher, die Dinge nicht zu können, die andere konnten. Wer provozierte und mit Stühlen schmiß, galt noch nicht als hochbegabt, sondern als psychisch auffällig, und wer einem Erwachsenen das Universum erklärte, der hatte die „Was ist was“-Bände 6 („Die Sterne“) und 16 („Planeten und Raumfahrt“) so oft gelesen, wie das in dem Alter vorkommt. Später, im Studium, kannte ich eine, die hatte drei Klassen übersprungen, studierte Zahnmedizin und hatte sie nicht mehr alle, und bei TITANIC waren dann sowieso alle hochbegabt, wenn auch vielleicht nach anderen Maßstäben.

„Als erste Zeitschrift überhaupt stellen wir an dieser Stelle unseren Lesern die faszinierende ,Sidis-Methode' vor, die aus duchschnittlich intelligenten Kindern Hochbegabte macht.“ This Week Magazine, 1952, zit. n. Zehrer, „Das Genie“, 2017

Heute, verstehe ich recht, sind Familien durch die Bank hochbegabt, jedenfalls wenn sie in Havixbeck bei Münster wohnen und nicht im Hasenbergl von München. „Nur zwei Prozent der Bevölkerung besitzen diese Eigenschaft“, schränkt die Zeitung ein, „leider weniger, als die meisten Eltern denken“, wie sie einen Jugendpsychiater zitiert. Man darf annehmen, daß sich dieser Wert über die Jahrtausende stabil gehalten hat, aber heute tut sich „die Gesellschaft“ angeblich „schwer mit Hochbegabten“ (SZ), die deshalb in Asylen oder Wohnmaschinen am Stadtrand hausen wie alle, mit denen sich die Gesellschaft schwertut. Was statistische Normalität ist (und freilich mit der Grenze, jenseits deren eins hochbegabt ist, schwankt; früher waren das mal 140, heute sind’s schon 130 IQ-Punkte), wird als irrer, fast schon bemitleidenswerter Spezialfall herausgemeißelt, und daß die Supertalente in allen Schulformen sitzen, ist nicht mehr als ein Disclaimer.

Denn Bildung ist immer die distinktorische Hauptwaffe des deutschen Bürgertums gewesen, das Norbert Elias als „politisch völlig ohnmächtig, aber radikal im Geistigen“ beschrieben hat; wer nur Latein und nicht Griechisch konnte, war, wie sich bei Hans-Ulrich Wehler nachlesen läßt, schon ein Prolet. An der Ohnmacht hat sich, wenn auch unter anderen Vorzeichen, nichts Wesentliches geändert, und was Bildung heute sei, darüber gehen die Meinungen auseinander. Wissen gibt’s im Internet. Bleibt: das Talent, die Hochbegabung, die, wichtig, bloß vererbt werden kann und inskünftig in Spezialschulen isoliert wird, die so klassendiskret werden, wie es die Gymnasien kaum mehr sind. Aber auch wenn einer von uns Mechaniker wird, dann, weil er schlicht zu intelligent fürs Abitur ist. Muß man erst mal drauf kommen; und kann man freilich, wenn man nur hochbegabt ist.

Und die Welt, in dialektischer Weisheit, stündlich dümmer wird.




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Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
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Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
Titanic unterwegs
21.02.2018 Ludwigsburg, Scala
  Max Goldt
21.02.2018 Dortmund, Subrosa
  Daniel Sibbe u.a.
22.02.2018 Herbrechtingen, Kulturzentrum Kloster
  Max Goldt
22.02.2018 Bad Bevensen, Stadtbücherei
  Gerhard Henschel

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Briefe an die Leser

 Mario Gomez, Sie Versager!

Mario Gomez, Sie Versager!

Warum diese provokante Anrede, fragen Sie sich? Nun, nachdem wir uns von einem talentlosen Antifußballer wie Ihnen anhören mußten, Sie Superflasche hätten beim VfL Wolfsburg »zu viele Schulterklopfer« ertragen müssen, denn »egal, wie wir gespielt haben, alle Leute haben immer gesagt, wie toll ich bin, wie gut ich bin«, wollen wir den gottverdammten Taugenichts, der Sie sind und immer bleiben werden und der es – unvergessen – bereits fertiggebracht hat, aus einem Meter Entfernung über das leere Tor zu schießen, einfach mal auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Sie Lusche.

Klopfklopf: Titanic

 Weia, Deutscher Schäferhund!

Die bestimmt nicht deutschfeindliche sächsische Polizei hat Dich gegen Deine belgischen Artgenossen ausgetauscht, und der MDR hat von einer Hundetrainerin die Gründe erfahren: »Total überzüchtet« seist Du nämlich, unfit, hüftkrank, nachgerade eine »sozialunverträgliche Kackbratze«, ja, Du hast noch nicht mal Lust, zu machen, was Dir Dein Hundeführer befiehlt!

Und zu genau dieser antiautoritären Wesensveränderung gratuliert Dir mit einem aufmunternden Wuff-Wuff: Titanic

 Servus, bester Thomas Gottschalk!

Anfang des Jahres twitterten Sie: »Ich bin gerade Opa geworden.« Glückwunsch – aber wieso »gerade«?

Fragen Ihre Pfleger auf der Titanic

 Angeklagter Ralf Wohlleben!

Der Vorsitzende im NSU-Prozeß Manfred Götzl kam nicht umhin, während der Nebenklage-Plädoyers die Verhandlung wieder einmal zu unterbrechen, da Sie angeblich Rückenprobleme plagten. Kann es sein, daß Ihnen Ihre einschlägig bekannten Szene-Anwälte neben Haftprüfungs- und Haftbeschwerdeverfahren sowie mehreren Befangenheitsanträge nur eine weitere, hüstel, »Verteidigungsstrategie« aus dem Hakenkreuz leiern wollten, da Ihnen von den Zeugen so recht keiner den Rücken gestärkt hatte? Oder mangelt es Ihnen schlicht am Rückgrat, Ihre Schuld einzugestehen?

So oder so können Sie uns den Buckel runterrutschen: Titanic

 Western Union!

»Bei Betrug ist Verhinderung unsere effektivste Taktik«, konstatiertest Du in einer Mail an Deine Kunden. Diese dürfte freuen, daß die Taktik nicht beispielsweise in »Weggucken« oder »Kleinreden« besteht. Erklärst Du demnächst auch noch, worin Deine Strategie bei der Betrugsbekämpfung besteht?

Immer im Zielkonflikt: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Sofortigen Berufseinstieg gemeistert

»Nach meinem Soziologiestudium ging ich direkt ins Feld.«
»Stelle als Projektmitarbeiter?«
»Nein, als Erntehelfer.«

Jürgen Miedl

 Effizienz

Gehört das noch in die Kategorie »Praktisches Denken«, wenn man sich darüber freut, daß sich der Arzttermin jetzt doppelt lohnt, weil in der Nacht davor ein zweites, noch heftigeres Leiden dazugekommen ist?

Teja Fischer

 Fremdfallfurcht, die

Die Sorge um die Unversehrtheit eines fremden Mobiltelefons, das zu zwei Dritteln aus der sehr kleinen Gesäßtasche einer sehr engen Damenjeans ragt.

Robert von Cube

 Volkslied

Wo man hinkt, da laß dich nieder – krumme Menschen sind meist miese Krieger.

Theobald Fuchs

 Zweckentfremdung

Insektenschutzgitter: Wer bitteschön ist denn so bekloppt und wirft dafür noch Geld zum Fenster raus? Das dachte ich, als ich die Dinger neulich im Supermarkt im Angebot sah. Dabei pfeifen das doch schon die hungrigen Spatzen von den Dächern: Die Zahl der Kerbtiere hat in den letzten Jahrzehnten rasant abgenommen, zumal in den Städten. Allenfalls die ein oder andere Fruchtfliege entdecke ich bisweilen in meiner Küche, aber der möchte ich nun wirklich nicht den Weg nach draußen in die Freiheit versperren. Als ich dann aber ein paar windige Tage später vor dem routinemäßigen Querlüften der Wohnung vergaß, die großzügig auf dem Eßzimmertisch ausgebreiteten Unterlagen für die Steuererklärung in Sicherheit zu bringen, wurde mir schlagartig klar, daß man die Dinger doch noch einer sinnvollen Bestimmung zuführen könnte.

Burkhard Niehues