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Gärtners kritisches Sonntagsfrühstück: Mit Netz, ohne doppelten Boden

Die Geschichte war für mich eigentlich durch, weil die Morgenzeitung im Fall Spacey so stimmenreich wie einhellig darauf bestand, Leben und Kunst nicht in einen Topf zu werfen. Von den „sabbernden Erwartungen an Stars und deren vermeintliche Authentizität“ schrieb der gelernte Kunsthistoriker Peter Richter. „Keiner ist gezwungen, die Arbeit eines Menschen anzuschauen, den er verabscheut. Kevin Spacey aus einem Film zu schneiden ist kein besonders tröstliches Zeichen für das kulturelle Klima der Gegenwart.“ Und die gelernte Kunsthistorikerin Kia Vahland klagte, heute würden Kunstwerke häufig „nicht ästhetisch, sondern biographisch“ legitimiert: „Vielleicht sollte man Verbrecher, ob Künstler oder nicht, mit juristischem Augenmaß beurteilen.“

Als nun auch der große Komiker Louis C.K. an den Pranger geriet, rettete die FAZ in Gestalt einer Johanna Dürrholz meinen Frühstückstag, die, wenn auch invers, den sabbernden Erwartungen an Stars und deren vermeintliche Authentizität aufsaß: „Dabei gibt es durchaus frauenfeindliche Figuren in amerikanischen Serien, deren Darstellern man den Sexismus verzeiht: Barney Stinson ist vermutlich der größte Sexist der Fernsehgeschichte. Sein Ziel ist die ,perfekte Woche’, also in einer Woche mit sieben Frauen zu schlafen, jeden Tag mit einer anderen. Er hat Regeln für sein Dating-Leben, die allesamt darauf hinauslaufen, daß er keine Frauen daten kann, die Übergewicht haben (…). Wieso ist dieser schrecklich-schlimme Mensch witzig? Ja, wieso mag man dieses frauenverachtende Arschloch sogar irgendwie? Das liegt zum einen am Regulativ der anderen Charaktere“, recte: Figuren, „in der Sendung (…). Zum anderen aber ist bekannt, daß Neil Patrick Harris, der Barney Stinson verkörpert, ein großer Humanist und Menschenfreund ist, ein gutmütiger Broadway-Star, der zwei Kinder hat und verheiratet ist – mit einem Mann. Die Diskrepanz zwischen Harris und Stinson könnte also größer kaum sein. Und das macht Barney Stinson in seiner Unerträglichkeit nicht nur erträglich, nein, es macht ihn irgendwie sympathisch. Das verdeutlicht, daß eine Sache, die in der Debatte um den Mißbrauchsskandal in Hollywood immer wieder gefordert wird, eben doch nicht immer möglich ist: Künstler und Werk sind nicht jedes Mal glasklar voneinander zu trennen.“

„Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst.“ Schiller, 1798

Ob sich nun, rein sprachlich, etwas glasklar voneinander trennen läßt, ist die eine Frage; ob man Künstler und Werk trennen muß, die andere, denn der Künstler, soviel ist wahr, ist sein Werk; aber wenn der Künstler abends ins Kino geht oder seine Kinder ins Bett bringt, seine Frau schlägt oder beim Essen schmatzt, dann ist er ein Mensch, ein guter oder nicht so guter, ein netter Kerl oder ein Arschloch oder vielleicht beides. Und erstaunlich nun die Überzeugung, privates Idealverhalten (nach wessen Ideal?) sei Bedingung für Anstößiges, Frivoles, Heikles in der Kunst: „Weil nämlich, wer politisch inkorrekte Witze, frauenfeindliche Witze macht, die nur machen darf, wenn er sonst im Leben eine völlig reine Weste hat. Sonst funktioniert die überspitzte Ironie, die nur durch das Doppelspiel aus Fakt und Fiktion gelingt, nicht mehr. Wenn die Vorwürfe gegen Louis C.K. stimmen, ist er einfach nur ein weißer Mann mittleren Alters, der gern vor seinen Mitarbeiterinnen masturbiert. Und darüber schlimmstenfalls noch geschmacklose Witze erzählt.“

Richtig ist, daß Satire ihre Umgebung, ihren Hintergrund hat: Ein politisch inkorrekter, frauenfeindlicher Witz in TITANIC ist etwas anderes als ein ebensolcher Witz in „Bild“. Verwegen (wo nicht autoritär) ist aber die Annahme, das Privatleben eines Künstlers stehe für seine Kunst ein, was ja auch nur in Zeiten funktioniert, wo jeder private Furz sofort ins Weltnetz gelangt. Von Gerd Dudenhöffer etwa ist nie recht bekannt geworden, inwieweit er mit seiner Kunstfigur, dem saarländischen Spießer Heinz Becker, identisch ist, die vom Vereinsfest berichtet, auf dem die Bedienung keine Weiße war: „Ich haan gesaat, die macht des bestimmt schwarz.“ Es spielt auch keine Rolle; es wäre sogar schädlich. Denn der Saal steht kopf, und wer mitlacht, kann sich fragen, ob er mit Heinz Becker lacht oder über ihn, falls sich das nun wieder trennen läßt. Komik, Satire zumal, hat ja nun mal was mit Ambivalenz zu tun.

Louis C.K., der geschiedene mittelalte Comedian, der in New York lebt und zwei Töchter hat, steht auf der Bühne (oder vor der Kamera) als geschiedener mittelalter Comedian, der in New York lebt und zwei Töchter hat. Neben sehr vielem anderem (auch Politischem) geht es oft ums Onanieren, und das ist schon darum lustig, weil hier Banales und Existentielles so griffig in eins fallen. Es wird nicht weniger lustig, wenn ich erfahre, der private C.K. habe Frauen genötigt, ihm beim Onanieren zuzusehen. Seine Witze, sofern sie Sex, Ehe oder Elternschaft zum Thema haben, werden auch nicht plötzlich geschmacklos, weil er sich als Privatperson nichteinvernehmlich vor Frauen entblößt oder Anstalten dazu gemacht hat. Freilich wird auf der Bühne Leben verhandelt, und die Interpretin kann jetzt sagen, ah, da kommt es her. Aber auf der Bühne ist auf der Bühne ist auf der Bühne, und auf der Bühne zu wichsen (zu stehen, zu töten) ist etwas anderes als auf dem Marktplatz, nicht allein rechtlich (wie Louis C.K. jetzt erfahren muß), sondern kategoriell. Daß die Bühne das Wohnzimmer eines Künstlers sei, ist noch bei 300 Auftritten im Jahr eine Metapher.

„Die ästhetische Dimension bewahrt sich noch eine Freiheit des Ausdrucks, die den Schriftsteller und Künstler befähigt, (…) das sonst Unnennbare zu nennen.“ Marcuse, 1964

Ob das alles wiederum die positivistische Unfähigkeit „zum Absehen von der empirischen Wirklichkeit im Modus der Einbildungskraft“ (Klaue, wir hatten das) ist, das Unvermögen gerade der Jüngeren, unterm Regiment der Alternativlosigkeit Sozialisierten, Fiktion ohne Fakt zu denken und mehr als das Sosein wahrzunehmen, nämlich Marcuses „ästhetische Dimension“, muß hier nicht entschieden werden. Peter Richter ist jedenfalls so alt wie ich, Kia Vahland hat 2011 promoviert; Kollegin Dürrholz, falls ich beim Googeln die Richtige erwischt habe, hat 2015 in Bonn ihre Bachelorarbeit eingereicht.




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Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Peter Maffay!

Der »Berliner Morgenpost« verrieten Sie: »Die Zeit der Alkoholexzesse habe ich hinter mir gelassen. Die Aufnahmen, die ich unter Alkohol eingespielt habe, waren einfach nicht gut.«

Ach, Maffay, kein Grund zum Kummer. Die Aufnahmen, die Sie ohne Alkohol eingespielt haben, auch nicht.

Bittere Wahrheit von Ihrer Titanic

 Scheiße, liebe Sachsen!

»Sachsen: Jedes dritte Kind kann vor der Einschulung nicht richtig sprechen« – diese Schlagzeile vom 23. Juli gab uns zu denken: Wie um Himmels willen schafft Ihr’s denn, den beiden anderen Kindern das richtige Sprechen auch noch abzutrainieren?

Hält ja schon die Gusche: Titanic

 Wartet nur, Wespen!

Wartet nur, Wespen!

Nachdem Ihr nacheinander unseren IT-Mann und unsere Redaktionsassistentin gestochen, beim Konferenzessen unsere Schnitzel belagert und dicke Stücke aus unseren Fritten gefräst habt und massenhaft in unsere Biere geplumpst seid, fragen wir uns: Was macht Euch so unbesorgt und hochnäsig? Denn jetzt, da die Klimaerwärmung richtig loslegt, ziehen bald die richtig dicken Dinger aus dem Süden bei uns ein und machen Euch fertig, ha! Da wäre zum Beispiel der Mittelmeerskorpion, der Euch mit seinem flinken Stachel den Garaus machen wird! Sein Gift kann nämlich sogar Menschen tö- ... Halt, stop!

Reicht Euch doch noch mal die Hand: Titanic

 Wahlkämpfende CSU!

Nachdem Dein Hassthema Flüchtlinge demoskopisch und demagogisch in die Lederhose gegangen war, musstest Du dringend bei richtigen Themen etwas versprechen, beispielsweise »bestmögliche Versorgung im ländlichen Raum«. Konkret: »Ausbau der Telemedizin« und »Einführung einer Landarztquote«.

Und weißt Du was, CSU, eine TV-Serie à la »Der Landarzt«, mit Pflichtquote bei den Bettlägrigen, damit wäre beides erreicht!

Verspricht: Titanic

 Natürlich, Herr Fleischhauer!

In Ihrer Kolumne verkündeten Sie, dass die Kanzlerin ihre Politik als fortgesetzten Widerstand gegen den Nationalsozialismus sehe: »Am vergangenen Freitag hat Angela Merkel ihre Sommerpressekonferenz gegeben. Der Termin war kurzfristig anberaumt worden, was dafür spricht, dass sie sich bewusst für den 20. Juli entschieden hat.«

Sehr überzeugend! Aber spricht diese Beobachtung nicht auch genau für das Gegenteil? Also dafür, dass Angela Merkel sich den 20. Juli gerade nicht extra lange freigehalten hat, um die Pressekonferenz zu veranstalten, sondern es eben an diesem Tag kurzfristig am besten passte? Aber das kann ja der überlegensten Logik passieren, dass auch ihr Gegenteil Sinn ergibt. Uns scheinen allerdings Thema, These und Argumentation Ihrer Kolumne dieses Mal irgendwie besonders kurzfristig anberaumt worden zu sein.

Nur so ein Gefühl von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Paradoxon

Seit bekannt ist, dass Menschen mit einer narzisstischen Neigung aus Eitelkeit niemals in Therapie gehen würden, werden die Therapeuten geradezu überrannt von Narzissten, die beweisen wollen, dass sie keine sind.

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 Frage

Wann gibt es endlich den Seit-es-Zwinkersmileys-gibt-muss-jede-ironisch-gemeinte-Botschaft-damit-versehen-werden-da-sie-sonst-keinesfalls-mehr-vom-Rezipienten-als-überspitzt-dechiffriert-werden-kann-und-deshalb-heftige-Reaktionen-auslöst-Frown?

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Die letzte Illusion, noch ein Quentchen Berufsjugendlichkeit innezuhaben, geht flöten, wenn den pubertierenden Neffen damit gedroht wird, zur Strafe im Auto der Tante mitfahren zu müssen, wenn sie nicht spuren.

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Sich einen ganzen Sommernachmittag lang auf dem Balkon in der Sonne aalen, dabei über den Sinn und Zweck des Effizienzgedankens nachsinnen, am Ende zu keinem Ergebnis gelangen und schlussendlich alle Überlegungen hierzu wieder komplett vergessen. Passiver Widerstand im Zeitalter des Neoliberalismus kann so geil sein!

Burkhard Niehues

 Zur Verkehrslage

Verkehrsinfarkt, Megastaus, Abgasskandal, Parkplatznot – auf den deutschen Straßen herrscht Chaos, Aggression und Frust. Es ist allgegenwärtig: Viele Autofahrer ertragen das alles nur noch im SUV.

Thorsten Mausehund

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 12.09.:

    Martin Sonneborns III. Rede zum "State of da Union" können interessierte Leserinnen und Leser hier ansehen.

  • 12.09.:

    "Vice" über Martin Sonneborns Jagd auf Neonazi-Stimmen.

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    Mark-Stefan Tietze beschreibt in der Taz den totalen Überdruss am Brexit.

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    Die Krautreporter suchen nach Ernsthaftigkeit in der PARTEI.

  • 04.09.:

    Yasmina Banaszczuk schreibt für "Vice" über ihr Praktikum in der TITANIC-Redaktion.

Titanic unterwegs
18.09.2018 Frankfurt, Literaturhaus »Schöne Aussichten« mit Bernd Eilert u.a.
18.09.2018 Hamburg, Uebel & Gefährlich Knorr, Gsella, Schmitt, Zippert
19.09.2018 Dortmund, Subrosa Daniel Sibbe u.a.
19.09.2018 Dortmund, Galerie Fischer Ari Plikat