[09.02.2016]
Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen Famose letzte Worte

Der Staat Texas hat dokumentiert, mit welchen Worten sich Todeskandidaten von der Welt verabschieden. Zwei Forscher der Universität Mainz haben diese letzten Worte nun analysiert – und herausgefunden, daß die Verurteilten erstaunlich positiv auf die Welt blicken.

"Seit hier in Texas Marihuana legalisiert wurde, sehe ich die Gesamtsituation viel positiver. Der Tod ist ein Freund, ich kann ihn sehen, fühlen, riechen und schmecken. Was ist eigentlich Ihr Lieblingsalbum von Pink Floyd? Ich mag ja das eine, mit dem Cover, erinnern Sie sich? 'Always look on the bright side of the moon' oder so. Ich liiiiebe einfach die Stimme von Phil Collins. Und diese Schokopuddings, die man hier bekommt, so einen Gaumen-Flash hatte ich zuletzt, als ich meinen Anlageberater verspeist habe. Ach, das ist schon die Henkersmahlzeit? Na dann: Goodbye, friends, and kisses to everybody in the world, except Frauke Petry!"

"Donald Trump ist auf dem Weg ins weiße Haus, da kann ich beruhigt einschlafen bzw. eingeschlafen werden. Ich komme ursprünglich aus El Salvador und habe Herrn Trump viel zu verdanken, seit er mich zu Unrecht des Mordes bezichtigte und in die Todeszelle brachte. Dort habe ich zu Gott gefunden, ein ähnlich charismatischer Mann wie Trump übrigens, nur halt nicht so mächtig."

"Jammerschade, daß ich gerade jetzt gehen muß, wo das Gefängnisessen langsam ein Niveau erreicht, wie ich es zuletzt im Restaurant von Tim Mälzer erleben durfte. Man muß nur noch jedes zweite Mal erbrechen, das ist doch ein Fortschritt. Wissen Sie, ich habe vielen Menschen den Garaus gemacht, ein deutscher Fernsehkoch war leider nicht darunter."

"Die Verteilungsgerechtigkeit nimmt weltweit zu, es gibt kaum noch Kriege, der Rassismus ist praktisch nicht mehr existent, dann die ganzen Qualitätsserien im Fernsehen, denken Sie etwa an 'House of Cards' oder 'Weissensee'. Wir sind auf einem guten Weg! Ich bin damals noch aufgrund meiner Hautfarbe verurteilt worden, sowas ist doch heute undenkbar. Na ja, vielleicht bin ich auch einfach eine Frohnatur, für mich ist der Schierlingsbecher eben immer halb voll. Schon gut, ich trinke ja aus…"




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Das schreiben die anderen
Titanic unterwegs
03.07.2016 Hannover, Wilhelm-Busch-Museum
  Rudi Hurzlmeier
03.07.2016 Aschaffenburg, Stadttheater
  Greser & Lenz und Hauck & Bauer
05.07.2016 Hamburg, Grüner Jäger
  Seddig, Werner, Masztaler, Neft + Stargast Tietze
22.07.2016 Bielefeld, Kulturzentrum Nummer zu Platz
  Stefan Gärtner

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Briefe an die Leser

 Huhu, Verlag Matthes & Seitz!

»Von der Suche nach dem Glück erzählt die Österreicherin Anna Weidenholzer in ihrem neuen Roman ›Weshalb die Herren Seesterne tragen‹. Céline Minard legt mit ›So long, Luise‹ ein zwischen Realität und Fiktion changierendes literarisches Testament vor, und der satirische Polit-Thriller ›2017‹ der Russin Olga Slawnikowa entlarvt eine Welt von Korruption, unermeßlichem Reichtum und politischer Unterdrückung im Rußland der Gegenwart und nahen Zukunft.«

Die Suche nach dem Glück, ein literarisches Testament zwischen Realität und Fiktion, eine Politthrillersatire übers korrupte Rußland: könnte man, Verlag Matthes & Seitz, sagen, daß Du der Verlag der wirklich heißen Eisen bist?

Coole Grüße von Titanic

 Augen geradeaus, Jens Spahn (CDU)!

Augen geradeaus, Jens Spahn (CDU)!

Zum Clinch zwischen Ihrer Partei und ihrer unansehnlichen Schwester aus Bayern schwafelten Sie im Tagesspiegel: »Wir können Vertrauen nur zurückgewinnen, wenn CDU und CSU gemeinsam nach vorne diskutieren und Lösungen für konkrete Probleme finden.«
Einmal angenommen, Sie finden in der CSU tatsächlich jemanden, der bereit ist, sich mit Ihnen zu treffen, vielleicht sogar jemanden mit einer ähnlich bizarren Brille wie der Ihren, und Sie beide stellen sich dann so hin, daß Sie nach vorne diskutieren, nämlich nebeneinander: Reden Sie dann nicht eigentlich aneinander vorbei? Ja? Auch egal. Titanic

 Sie, Larry Kasanoff,

haben sich unter anderem mit der Verfilmung des Videospiels »Mortal Kombat« einen Namen gemacht und sind damit zweifellos der richtige Produzent für die geplante Leinwandtrilogie »Tetris – the Movie«. Seit dieser Ankündigung bewegen uns allerdings einige Fragen, wie etwa: Warum keine Tetralogie? Werden das Quadrat und das L-förmige Teil jemals zueinanderfinden? Wird der Soundtrack mit fortschreitender Filmdauer immer schneller?

Völlig sicher ist sich allerdings, daß der Streifen ein echter Blockbuster wird: Titanic

 Übrigens, Markus Söder!

Nach Ihren Verkleidungen 2012ff. als – Wikipedia listet es akribisch auf – Punk, Drag Queen, Shrek, Mahatma Gandhi und Edmund Stoiber freut sich schon darauf, Sie fluterprobten bayerischen Heimatminister bei der nächsten Fastnacht als wahlweise Franziska van Almsick oder Clownfisch Nemo zu sehen: Titanic

 Himmel, Franz Josef Wagner!

Ja, man wird und wird nicht jünger, wähnt sich manchmal sogar schon nah und näher beim himmlischen Vater – und trotzdem muß ein alter Bild-Bock wie Sie sich so kurz vor dem gemeinsamen Treffen noch mit dem Allerhöchsten anlegen. Und etwa am 30. Mai angesichts quasibiblischer Regenfälle und Sintfluten die dürre Schmierenschreiberfaust drohend gen Himmel schütteln, daß der Morgenschnaps aus dem Glas spritzt, und fragen: »Was alles erlaubt Gott?«

Wir verraten’s Ihnen: alles. Gott erlaubt sogar solche Gestalten wie Sie.

Herzlichst Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Im Jetzt leben

Wenn Du die Zeit spüren willst, sei ungeduldig.

Michael Höfler

 Gesundheit

Was man nicht im Kopf hat, muß man in den Beinen haben, heißt es. Bei der Thrombose meines Patenonkels hat sich das auf traurige Weise bewahrheitet.

Ernst Jordan

 Harmlosigkeitslippen, die

Dieses mimische Phänomen entsteht durch ein Einwölben und leichtes Aufeinanderpressen der Lippen. Menschen zeigen es in Situationen geringfügiger Peinlichkeit, etwa bei Unklarheit über die Reihenfolge in einer Warteschlange.

Robert von Cube

 Digitale Scham

Was ich mich auf Facebook nicht zu liken traue: meine eigenen Posts, meine eigenen Kommentare und dieses grandiose Läuseshampoo.

Ella Carina Werner

 Resümee

»Sie und ich hätten miteinander glücklich werden können, doch leider lernten wir uns kennen.«

Volker Schwarz