[01.01.2016]
Eintrag teilenEintrag per Email versenden Mit Facebook-Freunden teilen Twittern mit Google+ teilen Das ändert sich in diesem Jahr

Die Deutsche Post hebt das Porto für den Standardbrief (Rechnung/ Mahnung/ Erpressung) um acht Euro an! Skurrile Folge dieser von der Regulierungsbehörde in Bonn durchgewinkten Entscheidung: Künftig fährt deutlich günstiger, wer anstatt eine Marke zu kaufen ein Ticket für den Postbus löst und seine Briefe persönlich dem Empfänger übergibt. Aber obacht: Ab einem Gewicht von zwanzig Gramm erhebt das Unternehmen zusätzliche Gebühren fürs Handgepäck!

Gute Zeiten für Hartz-IV-Empfänger: Die Regelsätze für die Bestreitung des Lebensunterhalts steigen um 5 Euro. Kleiner Wermutstropfen: Als Folge des anhaltenden Flüchtlingsbooms werden die – regional unterschiedlich bewerteten – Standards für die Angemessenheit der Unterkunft neu festgelegt. In den meisten Bundesländern gilt künftig ein mehr oder weniger gut beheiztes Zelt ohne Stromanschluß auch für ALG-II-Bezieher als akzeptable Bleibe. In Sachsen reicht in Zukunft sogar ein Zimmer in einer fensterlosen, ausgebrannten Ruine als zumutbare Wohnstätte aus.

Die paritätische Finanzierung der Krankenversicherung wird überraschend wieder eingeführt, anders jedoch als erwartet. Der Anteil der Arbeitnehmerseite steigt um immerhin 14 Prozent auf 29 Prozent. Die Arbeitgeber zahlen künftig ein Prozent. "Dabei sein ist alles" – der olympische Gedanke hält endlich Einzug in die Sozialpolitik!

2016 kommt nun die von Seiten der CSU lange geforderte Obergrenze für Flüchtlinge. Ab einer Zahl von 5 750 000 Asylsuchenden ist definitiv Schluß. Vorher müssen alle noch nicht registrierten Personen im Land von Mathematikstudenten oder Wildhütern aufwendig gezählt und mit einem kleinen Sender am Bein markiert werden. Der 5 750 001. Flüchtling bekommt von der bayrischen Staatsregierung ein Pedelec mit zwei Akkus und einen Bolzenschneider zum Zerschneiden von Metallzäunen geschenkt.




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Das schreiben die anderen
  • 28.06.:

    In der Taz gibt Mark-Stefan Tietze Tips zum richtigen Sonnenbaden.

  • 27.06.:

    Martin Sonneborn im Interview zum EU-Referendum.

Titanic unterwegs
29.06.2016 Hamburg, Polittbüro
  Martin Sonneborn
30.06.2016 Hattingen, Stadtbibliothek
  Thomas Gsella
03.07.2016 Hannover, Wilhelm-Busch-Museum
  Rudi Hurzlmeier
03.07.2016 Aschaffenburg, Stadttheater
  Greser & Lenz und Hauck & Bauer

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Briefe an die Leser

 Übrigens, Markus Söder!

Nach Ihren Verkleidungen 2012ff. als – Wikipedia listet es akribisch auf – Punk, Drag Queen, Shrek, Mahatma Gandhi und Edmund Stoiber freut sich schon darauf, Sie fluterprobten bayerischen Heimatminister bei der nächsten Fastnacht als wahlweise Franziska van Almsick oder Clownfisch Nemo zu sehen: Titanic

 Himmel, Franz Josef Wagner!

Ja, man wird und wird nicht jünger, wähnt sich manchmal sogar schon nah und näher beim himmlischen Vater – und trotzdem muß ein alter Bild-Bock wie Sie sich so kurz vor dem gemeinsamen Treffen noch mit dem Allerhöchsten anlegen. Und etwa am 30. Mai angesichts quasibiblischer Regenfälle und Sintfluten die dürre Schmierenschreiberfaust drohend gen Himmel schütteln, daß der Morgenschnaps aus dem Glas spritzt, und fragen: »Was alles erlaubt Gott?«

Wir verraten’s Ihnen: alles. Gott erlaubt sogar solche Gestalten wie Sie.

Herzlichst Titanic

 Sicher, Heribert Prantl?

Sah der kürzlich verstorbene Rupert Neudeck, Mitgründer der Hilfsorganisation »Cap Anamur«, wirklich nur aus »wie eine Mischung aus Rübezahl, Marathonläufer, dem heiligen Christophorus und Gottvater«? Nicht auch noch ein bißchen wie Ayatollah Khomeini, Vader Abraham, Papa Schlumpf, der Alm-Öhi, eine Hälfte von ZZ Top und ein Hipster der mittleren 2010er Jahre?

Oder anders gefragt: Hat beim Verfassen Ihres Nachrufs in der SZ vielleicht ein C2H6O-basiertes Getränk eine Rolle gespielt, zu dem in Ihrer Branche durchaus häufiger gegriffen wird?

Für die Feststellung der absoluten Vergleichsuntüchtigkeit bei mehr als 0,0 Promille: Titanic

 Sie, Binali Yıldırım,

erklärten öffentlich, mit der Bundestagsresolution zum Genozid an den Armeniern habe Deutschland einen »historischen Fehler« begangen.

Tja, was sollen wir sagen? Irgendwann ist halt immer das erste Mal.

Mit besten Empfehlungen Titanic

 Geht’s noch, ZDF?!

Wir kommen eines durchschnittlichen Sonntagmorgens angeheitert gegen 6 Uhr nach Hause und frohlocken, weil der Ü16-Klassiker »Halloween – Die Nacht des Grauens« über den Bildschirm flimmert, da brichst Du nach einer halben Stunde einfach ab und sendest diese völlig kranke Freakscheiße um einen nervigen Primaten namens »Coco – der neugierige Affe«. Weißt Du eigentlich, wer um diese Uhrzeit zuschaut?

Hat immer noch den Kater des Grauens: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Gesundheit

Was man nicht im Kopf hat, muß man in den Beinen haben, heißt es. Bei der Thrombose meines Patenonkels hat sich das auf traurige Weise bewahrheitet.

Ernst Jordan

 Harmlosigkeitslippen, die

Dieses mimische Phänomen entsteht durch ein Einwölben und leichtes Aufeinanderpressen der Lippen. Menschen zeigen es in Situationen geringfügiger Peinlichkeit, etwa bei Unklarheit über die Reihenfolge in einer Warteschlange.

Robert von Cube

 Digitale Scham

Was ich mich auf Facebook nicht zu liken traue: meine eigenen Posts, meine eigenen Kommentare und dieses grandiose Läuseshampoo.

Ella Carina Werner

 Resümee

»Sie und ich hätten miteinander glücklich werden können, doch leider lernten wir uns kennen.«

Volker Schwarz

 Verkettung glücklicher Umstände

Die Katze hat letzte Nacht mit viel Radau eine prall gefüllte Blumenvase umgeworfen. Gleichzeitig ist aber auch die Rolle Küchenpapier vom Tisch gefallen und hat die Wasserlache, getreu ihrer Bestimmung, schweigend aufgesaugt.

Dorthe Landschulz