"Der Alkohol hat auf ihn sehr gewirkt..."
Marcel Reich-Ranicki im TITANIC-Gespräch über Bier und Rotwein, Martin Walser und
(Seite 8 von 12)



Schröder (sinnlos) Ja, man muß schon wissen, wo der Bartel den Most holt, nicht?
Reich-Ranicki So ungefähr. Also, wie stellen Sie sich das nun vor mit diesem Bündnis für Kultur. Soll das bald auf die Beine gestellt werden?
Schröder Ja, ich denke mal, so in ein, zwei Monaten, nich?
Reich-Ranicki Im August, jetzt haben wir Juni…
Schröder Da muß man natürlich erst mal kucken, daß man sich vielleicht mal zusammensetzt, ein bißchen redet, einen Cognac trinkt. (träumerisch) Ich kann mir auch so was wie einen literarischen Zirkel ganz gut vorstellen, wo man mal wieder zu der Tradition zurückkehrt, sich gegenseitig Bücher vorzulesen.
Reich-Ranicki Jaja, dafür bin ich ganz und gar zu haben.
Schröder Nicht? Über Walser herziehen, hahaha.
Reich-Ranicki Ach, man muß gar nicht viel herziehen. Es ist eher nötig, das Gute hervorzuheben im Augenblick. (reserviert) Ich hab gar keine Lust, dem Walser zu antworten. Das Buch ist ja so schändlich! Wenn es nur diese antisemitischen Akzente hätte, aber es ist auch miserabel geschrieben.
Schröder Kann das vielleicht sein, daß der vielleicht jetzt so langsam geistig umnachtet?
Reich-Ranicki Nein, geistig umnachtet ist nicht das richtige Wort. Es ist was ganz anderes. Schröder Verrückt?
Reich-Ranicki (sehr vorwurfsvoll) Er trinkt! Er trinkt wahnsinnig viel. Und das ist allgemein bekannt, denn er kann keine Veranstaltung, keine Lesung machen, ohne dabei zu trinken, und - das Wichtigste - er macht ab und zu, wie wir alle, Lesungen um 11 Uhr vormittags, und schon da hat er eine Pulle Rotwein auf dem Tisch stehen. Um 11 Uhr vormittags, bitte! Der Alkohol hat auf ihn sehr gewirkt, das ist gar keine Frage.
Schröder Naja, ich trink auch gern mal so um 11 Uhr was, nich?
Reich-Ranicki (entsetzt) Vormittags um 11? Das ist zu früh!
Schröder Aber, ich hab die Fahne bei der Diskussion auch gerochen. Das ist eine Geißel, die wird die Menschheit niemals loswerden, nich, der Alkohol.


   1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11| 12   


 

bezahlte Anzeige

Noch mehr ausgefallene Gadgets für
Technikfans gibt es bei getDigital.de
Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern! Jetzt abonnieren und Prämie sichern!
TITANIC Titelgenerator TITANIC jetzt als PDF TITANIC jetzt als PDF Sie glauben, das gute alte Handwerk sei ausgestorben? Weit gefehlt! Das ist Alexander Golz, Webmaster der TITANIC. Jeden Monat zimmert er aus Blut, Schweiß und Pixeln neue PDFs und wartet gespannt auf den Moment, in welchem er Ihr Exemplar mit einer Gravur zu einem zertifizierten Unikat veredeln darf. Er ist nur glücklich, wenn Sie glücklich sind! Und so einfach können Sie ihm Ihr Glück mitteilen: Bestellen Sie ein PDF! Hey, du! Du bist jung, gelangweilt und unterhaltungssüchtig, aber seit kino.to gesperrt wurde, setzt dein Beamer Spinnweben an? Dann haben wir was für dich! TITANIC gibt es jeden Monat neben der ­klassischen Holzvariante als digitale 720p-Kopie für dein exquisites Multimedia-Erlebnis! Einfach kaufen, runterladen, genießen. Hey du! Du bist genervt von konfektionierter Massenware? Du hast genug von reißenden Seiten und plötzlichen Knitterattacken? Du willst deine Lieblingszeitschrift auch auf deinem Lieblingspapier lesen? Dafür mußt du dich nicht schämen! Denn TITANIC gibt es nicht nur als gedrucktes Heft, sondern auch als PDF! Jetzt kannst du dir ein maßgeschneidertes Heft auf dem Material deiner Wahl printen! Ob auf Bütten-, Geschenk-, Eß- oder Klop­apier, dicken Kartonagen oder hauchzarter Chiffonseide – du hast die Wahl! Jetzt das 13. Heft kaufen
Erweitern
Das schreiben die anderen
Titanic unterwegs
22.05.2012 Koblenz, Buchhandlung Heimes
  Thomas Gsella
23.05.2012 A-Linz, Posthof
  Max Goldt
24.05.2012 München, Volkstheater
  Max Goldt
26.05.2012 Rheine, Festival Jazz&Lyrik
  Thomas Gsella
Briefe an die Leser

 Und Sie, Inga Griese c/o »Welt«,

haben sich gleich nach der Inthronisation von Pfarrer Gauck unerbittlich den entscheidenden Fragen zugewandt: »Daniela Schadt – wieviel Styling verträgt ein Land?« Um nach einer ausführlichen Würdigung der Damen Obama und Cameron (»Beide sahen großartig aus, sehr chic und attraktiv. Auch von hinten!«) den Vergleich zur neuen deutschen First Lady zu wagen. Ihr Resümee: Letztlich habe Frau Schadt eine prima Figur und im wesentlichen alles richtig gemacht: »Gut, man könnte darüber sprechen, daß die schwarze Tasche beim Amtsantrittsfoto die falsche war, zu groß.« Schwamm drüber, denn: »Es ist eher so, daß man sich wohl ein bißchen doof vorkäme, zumindest wenn man sie offiziell darauf anspräche.« Jetzt aber mal keine halben Sachen: Sprechen Sie sie drauf an! Ihrer, Inga Griese, Selbsterkenntnis kann das nur förderlich sein.

Will Sie nicht mal von hinten sehen:

Titanic

 Sie wiederum, Jean-Paul Guerlain, Parfumeur,

hätten »gerackert wie ein Neger« um Ihr neues Düftchen zu kreieren, und ergänzten: »Wobei ich nicht weiß, ob Neger jemals so hart geschuftet haben.« Anschließend verteidigten Sie Ihre Aussage mit den Worten: »Ich bin alles, aber kein Rassist.«

Nun, Guerlain, Sie sind ja vor allem erst einmal eines: ein verhärmter, schwuler Stinkwassermischer, der offensichtlich noch weniger arbeitet als die nackten Neger, von denen er den lieben langen Tag träumt.

Weiß es wie immer besser:

Titanic

 Namensexotin Gundis Zámbó!

Sie befinden sich nach einem Haushaltsunfall derzeit im Krankenhaus. Für die Bunte konnten Sie das Unglück rekonstruieren: »Über einen Hocker bin ich auf die Arbeitsplatte gestiegen und habe mir die Vase geschnappt. Als ich wieder runter wollte, verfehlte ich den Hocker und befand mich im freien Fall.« Und ganz ehrlich, liebe Frau Zámbó, ein treffenderes Sinnbild Ihrer Karriere hätten auch wir nicht finden können.

Ihre Profi-Metaphoriker von der

 

Titanic

 Grüß Gott, Chaleo Yoovidhya!

Sie haben einst den thailändischen Energydrink »Krating Daeng« erfunden, der Sie später unter dem internationalen Namen »Red Bull« zum Multimilliardär machte, und sind neulich gestorben. Wir hätten da noch eine Frage: Verleiht Red Bull wirklich jedem Flügel? Oder gibt es für die Urheber von widerlichen, überzuckerten, wodkaverunreinigenden, penetrant beworbenen und von für Ecstasy zu geizigen Techno-Douchebags vergötterten Ochsengallenlimonaden – gibt es für so jemanden einen ganz speziellen Platz in der Hölle?

Verleiht prinzipiell nichts:

Titanic

 Was hören wir da, Piratenpartei,

Du hast eine Jugendorganisation? Wie alt sind denn deren Mitglieder: so 9 bis 13?

Deine neugierigen Erziehungsberechtigten von der

Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Übertrieben freundlich

Diese spießig-zurückhaltende Grüßerei zwischen aneinander vorbeirasenden Motorradfahrern geht mir schon seit Jahren auf die Nerven. Cool wird da die Hand gehoben, werden zwei Finger an den Helm gelegt. Leider wird mein viel herzlicheres Grüßprojekt »Give me five« (mit Abklatschen) ab ca. 95 km/h nicht so gut angenommen.

Ulf Wentzien

 Verhandlungsgeschick

In jedem Vorstellungsgespräch, das einigermaßen gut läuft, kommt irgendwann der heikle Punkt, an dem der Bewerber gebeten wird, eine Zahl zu nennen. Als es bei mir mal wieder soweit war, versuchte ich es spontan mit Pi. Aber wie mir der irritierte Gesichtsausdruck meines Gegenübers zeigte, hatte ich wohl etwas falsch verstanden. Beim nächsten Mal versuche ich es eventuell mit der Eulerschen Zahl.

Peter Schumm

 Goodbye Deutschland

Eigentlich will ich nur auswandern, damit ich auf meine Internetseite »lebt in Paris, weil Til Schweiger in Deutschland wohnt« schreiben kann.

André Herrmann

 Leben im Leeren

Als die Kinder aus dem Haus waren, bekam Mutter ihren Ordnungsfimmel. Sie begann, den gesamten Hausstand akribisch durchzusehen, sortierte gnadenlos aus und warf alles weg, was sich nicht mehr verwenden ließ. Um den Überblick zu behalten, beschriftete Mutter die Schränke und Regale ohne Inhalt deutlich und gut sichtbar mit der Notiz »LEER«.

Diese Praxis übertrug sie auch auf andere Gefäße in ihrer Wohnung. So kam es, daß sich im Gewürzregal neben Pfeffer, Salz und Beifuß auch immer mehr Gläschen mit der Aufschrift »VERBRAUCHT« fanden. Als dies meinem ältesten Bruder zu gruselig wurde und er schließlich fragte: »Mutti, warum wirfst du das alles nicht weg?«, da blickte sie nur vorwurfsvoll und sprach: »Dann habe ich ja bald gar nichts mehr.« Stimmt wohl.

 

Felix Jentsch

 Was hilft

Die drei besten Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit:

  • Sommer
  • Herbst
  • Winter

Laura Eißenberger