Energie
– warum und wozu eigentlich?

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Längere Laufzeiten für Atombusen, einknickende Strommasten, ständig steigende Preise für Luxuslimousinen – die Energiekrise ist da! Aber was ist das eigentlich, diese Energie? Welche ist die beste? Welche kickt am dollsten, kostet am wenigsten und macht, daß die Vögel geil vom Himmel fallen? Wir checken das besser mal:

Kohle
Älteste Energie von der Welt (überhaupt). Gibt es als Schwarz-, Braun- und Haselnuß. Abgebaut wird sie im Tagebau mit großen Baggern mit Schaufeln so groß wie Einfamilienhäuser mit Vollausstattung und Gästeklo, die dann eins nach dem anderen abgerissen werden, damit der Bagger besser drankommt. Beliebter dagegen: der Untertagebau, bei dem sog. Flöze in Bergarbeitersiedlungen getrieben werden. Aus den Flözen holt man dann die Kohle und flözt sich anschließend mit einer Tonne Koks in die Disco.
Das finden wir gut: Eierbriketts aus Freilandhaltung sind ökologisch unbedenklich.
Das finden wir nicht gut:: Man muß ständig Leute in den Keller lassen (»Ich will Kohle sehen, aber dalli!«). Mehr Informationen unter www.http.org.com/kohle


Erdöl
Allerwichtigster Energieträger. Aus Erdöl kann man praktisch alles machen: Kaugummi, Eimer. Dann kann man den Kaugummi in den Eimer spucken, weswegen Erdöl eine sehr saubere Energiequelle ist. Beim Verbrennen entstehen sehr große Mengen Gift (engl. für Geschenk). Da freuen sich die Kinder, und die Oma fällt ins Koma.
Das finden wir gut: Läßt sich problemlos in Autos füllen und über weite Strecken transportieren.
Das finden wir nicht gut: Schmeckt nach Diesel.

Atomkraft
Beruht auf der sog. Kernspaltung. Je mehr Kerne gespalten werden, desto wärmer wird es (bis zu 10 000 Grad). Kann man sich vorstellen wie Holzhacken: Je mehr Holz (bzw. Kerne) man spaltet, desto wärmer (bzw. wärmer) wird es einem, und je mehr Kerner (Johannes B.) man spaltet, desto besser. Der Rest ist Physik.
Das finden wir gut: Verrückte Wissenschaftler in weißen Kitteln.
Das finden wir nicht gut: Verrückte Wissenschaftler in weißen Kitteln, die man mit spaltbarem Material hantieren läßt.

Erdgas
Wird in Luftballons gefüllt und macht die Stimme weg – das klingt vielleicht komisch! Wenn man Glück hat, wird man so rechtzeitig reanimiert, daß wenigstens ein paar Gehirnfunktionen noch gehen;
wenn nicht: ab in die »Schillerstraße« (Sat.1).
Das finden wir gut: Gibt’s auch für Hobbits (sog. Mittelerdgas).
Das finden wir nicht gut: Cordula Stratmann.

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06.02.2012 Frankfurt, Moseleck
  Trinker fragen - Politiker antworten. Mit OMS.
07.02.2012 Frankfurt am Main, Club Voltaire
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17.02.2012 Dresden, Schauburg
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Briefe an die Leser

 Hey, McDonald’s-Werbung,

wer ist eigentlich dieses »Ich« in Eurem Slogan »Ich liebe es«? Ist es dasselbe dicke Dummchen, dem auch RTL (»Mein RTL«) gehört?

Eher selbstverliebt:

Titanic

 Sie aber, Christine Neubauer,

haben aufgrund eines Werbevertrags mit der Firma Weight Watchers rund fünfzehn Kilo abgenommen und sich so Ärger mit Ihren Fans eingehandelt. Um Ihren guten Ruf als »Vollweib« nicht zu verlieren, wehrten Sie sich nun in der Bunten: »Ich fühle mich extrem wohl in meinem drahtigen Körper, denn er ist immer noch kurvig. Das einzige, was ich bedaure, ist, daß meine Oberweite leider auch etwas abgenommen hat. Aber ich bin noch immer ein Vollweib, weil ich mit Leib und Seele Frau bin und zu meiner Weiblichkeit stehe.« Herrje! Wissen Sie, Frau Neubauer, welch drahtig-kurviger Verdacht uns beschleicht? Daß Sie unabhängig vom jeweiligen Zustand Ihres offenbar hochkomplexen, wenn nicht gar widersprüchlichen Weiblichkeitsleibes weniger ein »Vollweib« als vielmehr ein »Vollpfosten« sind.

Nein? Ach, kommen Sie: Stehen Sie dazu!

Titanic

 Rummenigges Karl-Heinz!

Als Sie kürzlich im Pay-TV in der »LIGA total! Lounge« zu Gast waren, haben Sie als persönlichen Wunsch angegeben, bei »Ice Age 4« mitspielen zu dürfen. Hm, warum denn »Ice Age«? Der Esel spielt doch bei »Shrek« mit!

Um I-a wird gebeten.

Titanic

 Antidiskriminierungsstelle des Bundes!

Hältst Du das wirklich für eine so gute Idee, überall Plakate aufzuhängen, auf denen »Kein Mensch paßt in eine Schublade!« steht? Also wirklich: Schublade? Singular? Werden da nicht die anderen Schubladen, in die so ein Mensch auch noch paßt, nun ja, diskriminiert?

Immer wachsam: die Schubladenschwengel von der

Titanic

 Lieber Marcel Reich-Ranicki,

in Ihrer Kolumne in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung fragt ein Hubertus Simmelring: »Was halten Sie von dem neuen Buch von Mathias Döpfner? Es gibt darin auch ein Kapitel über die Meistersinger. Damit kennen Sie sich doch bestens aus. Er auch?« Und Sie: »Mathias Döpfner hat einige Bücher publiziert, ja, unter anderem einen Essay über die Meistersinger.« Fertig. Aber schließlich heißt Ihre Rubrik bloß »Fragen Sie Reich-Ranicki«. Fürs Antworten sind Sie halt nicht zuständig.

Fragen Sie:

Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Eine Frage des Anstands

Vor dem Bürogebäude, das meinen Arbeitsplatz beherbergt, beschuldigte unser Hausmeister einen leicht heruntergekommenen Herrn, in den Eingangsbereich uriniert zu haben. Dieser bestritt die Tat vehement. Doch die Indizien sprachen gegen ihn: Die Stelle, an der er gestanden habe, sei jetzt naß, beharrte der Hausmeister, außerdem habe er den Beschuldigten an seinem Hosenstall herumnestelnd vorgefunden. Derart in die Ecke gedrängt, stemmte der nun Überführte die Hände in die Hüften und empörte sich: Das könne man aber ja wohl auch freundlicher sagen. Der Mann wußte eben, was sich gehört.

Saskia Wagner

 Position 169

Ich fühle mich in der Rolle des unbeteiligten Beobachters in der Regel recht wohl.

Aiko Kempen

 Gender Buddies

Nach einem Besuch bei »Best Worscht in Town«, diversen Cocktails in diversen Gastronomien, mehreren Rausschmissen aus ebendiesen und einigen Bieren von verschiedenen Kiosken äußerte meine Freundin nach einem raumerschütternden Rülpsen im Morgengrauen: »Lecker! Schmeckt immer noch nach Currywurst!« Seitdem trägt die Dame an meiner Seite stolz den ihr von allen Anwesenden spontan verliehenen Titel »Mann ehrenhalber«.

Jens Peter Gust

 Gutmensch

Diese bigotten Arschlöcher! Millionen von Menschen kaufen bei KIK ein, wo die Klamotten von Kindern in Bangladesch produziert werden, unter schlimmsten Bedingungen. Und alle schauen weg. Und keiner sagt was. Aber wenn ich die Kinder aus Bangladesch holen will, um hier, im schönen Deutschland, Klamotten unter weit unschlimmeren Bedingungen zu produzieren, ist die Aufregung groß. Da vergeht einem die Freude an karitativen Projekten so sehr, daß ich meinen nächsten Kampf gegen Kinderarbeitslosigkeit in thailändischen Bordellen am liebsten abblasen würde.

Björn Högsdal

 Architekturkritik

Am sogenannten »Renaissanceportal« des Freiburger Münsters stehe ich neben zwei amerikanischen Paaren. Die Frauen betreten das Münster. Nach einer halben Minute kommen sie wieder heraus, und die eine sagt: »It’s only a church.« Was sie hinter diesen Mauern wohl erwartet haben?

Christof Goddemeier