Inhalt der Printausgabe

November 2004


Makaay? Normaaal!
TITANIC Fußball
ROY MAKAAY (Holland/FC -Bayern) ist der schärfste Stürmer der Bundesliga: 50 Spiele, 40 Tore. Und dabei ist er unerhört "normaaal" (Makaay): Er trinkt nicht. Raucht nicht. Keine Designerklamotten, kein Ferrari. Einfach nur raus auf den Platz, Tor, runter vom Platz: "Ich mache meine Arbeit. Das ist normaaal." Ein Mann, "zu normal für den FC Bayern München" (FAZ).
Das ganz normale Phänomen Makaay in Stichwörtern.


ARBEIT "Meine Arbeit ist Fußball", sagt Roy Makaay. "Das ist normaaal." Roy kommt pünktlich, geht pünktlich. Danach Freizeit mit Gattin Joyce und den Kindern Flankje und Absiits.

BERUF Natürlich Fußballer. "Ich wollte immer Fußballer werden", sagt Roy Makaay. Mit vier stürmt er zum erstenmal für seinen Heimatclub Ajax Wijchen, erzielt beim Liliput-Turnier aus dem Stand 43 Tore - dabei darf er wegen Windpocken nur eine Kinderhalbzeit spielen (15 min)! "Das war normaaal", findet Roy im Rückblick.

CHAOS Nichts für Roy Makaay. Er kommt, schießt vier bis zwölf Tore und geht wieder. Da gibt's kein Vertun, das ist die klare Ansage, die Roy liebt. Auch das Trikot steckt immer ordentlich im Bund, nicht so schlampig wie bei z.B. Ballack. "Ordnung ist das halbe Leben", ist Roy überzeugt. Die andere Hälfte: Tore.

DEUTSCHLAND Findet Roy Makaay "okay". Seit 2003 ist Roy beim FC Bayern, lebt mit seiner Familie in einer bescheidenen Zweizimmerwohnung in München-Hasenbergl. Alle schlafen in einem Bett: "Das ist normaaal", sagt Roy. Nach dem Abendessen wird ferngeguckt, am liebsten Gottschalk. Oder sonst irgendein Käse. "Käse finde ich gut", sagt Roy.

EHRGEIZ Hat Roy Makaay natürlich reichlich. Sein persönliches Ziel: Einmal 100 Tore schießen! Pro Spiel natürlich. Kenner glauben, daß Roy das schaffen kann. Und Roy? "Ich gebe immer alles. Das ist meine Arbeit. Ganz normaaal."

FESTE Roy ist kein Partytyp. Oliver Kahn trinkt auf dem Oktoberfest acht Maß und prügelt sich mit irgendwelchen Japsen, Roy trinkt Apfelschorle und sitzt still daneben. "Was der Olli verträgt, ist nicht normaaal", erklärt Roy und macht vom Hendl die Haut ab. Dabei ist die doch das Beste! Aber so ist Roy.

GELD Ist Roy im Prinzip egal. Roy verdient beim FC Bayern pro Saison 200 Millionen Euro, die er in festverzinslichen niederländischen Staatsanleihen anlegt. Auszahlungstermin: 1.1.2054. "Dann mach ich mir's gemütlich", freut sich Roy. Er braucht ja auch nicht viel: Hose, Trikot, Schuhe. Manchmal noch eine Flanke; aber eigentlich nicht mal die.

HEROIN Hat Roy Makaay als Holländer natürlich mal probiert. "Aber ohne zu inhalieren", beteuert Roy. Seitdem geht er Drogen lieber aus dem Weg. Außer natürlich "Droge" Fußball…

INSTINKT Hat er. Einer wie Roy schlurft 90 Minuten übers Feld und denkt an ganz was anderes, z.B. Käse oder daran, was er in 50 Jahren mit den 3,7 Trillionen Euro aus den Staatsanleihen macht; vielleicht eine Dreizimmerwohnung in Venlo mieten oder so. Dann kommt ein Ball, und Roy haut ihn rein. Einfach so. Dann ist er wieder mal der Held. "Das ist normaaal", so Roy Roy-typisch.

JOKUS Roy Makaay ist für jeden Spaß zu haben. Einmal schießt er in einem wichtigen Spiel den Ball - einfach übers Tor! "Da haben die anderen ganz schön geguckt", feixt Roy post festum. Endergebnis natürlich trotzdem 4:0 (Makaay 13', 20', 53', 90'.)

KURANYI Ist auch ein ganz guter Stürmer, aber keiner wie Roy. Kuranyi trägt ein albernes Bärtchen und lispelt, Roy sagt immer dasselbe ("Ich habe meinen Job gemacht, das ist normaaal") und macht die Dinger eins nach dem andern rein. 1:0 für Roy!

LIEBE Ist auch für einen Topstürmer wie Roy Makaay das A und O. Seine Frau lernt er beim schüchtern Herumstehen in seiner damaligen Stammkneipe "Het Muziekbox" kennen. Er trinkt sich mit Apfelschorle Mut an, verwandelt aber ausnahmsweise nicht sofort, sondern wartet erst mal ab. Am nächsten Tag ist Roy wie beflügelt: Acht Tore beim Schlager gegen Utrecht (8:2)…

MUSIK Hört Roy Makaay gern. Seine Lieblingsgruppen sind ABBA, Hermann van Veen und Flöte, aber am liebsten hat Roy Klingeltöne, "also wenn's beim Gegner hinten richtig ›klingelt‹ und so."

NATIONALMANNSCHAFT Heikles Thema, Roy ist nicht immer erste Wahl. Es kommt vor, daß er z.B. gegen Brasilien nur drei kümmerliche Tore schießen darf und dann ausgewechselt wird. Aber das hat auch Vorteile: Er kann früher duschen und sitzt als erster im Mannschaftsbus: "Das ist doch auch was", meint Roy.

OHREN Stehen bei Roy ab, damit er hören kann, aus welcher Richtung der Ball heranfliegt: So geschehen beim Pokalfight gegen Osnabrück, als er plötzlich ein ganz leises Rauschen hört, das Normalsterblichen verborgen bleibt. Roy aber nicht. Dann passiert in seinem Kopf etwas, das Roy selbst nicht ganz versteht, irgendwas mit Synapsen und Strom. Dann schüttet der Kopf von Roy noch ein Hormon aus, das macht, daß der Ball ins Tor geht. Zack! Und wieder ein armer Regionalligaverein in letzter Minute zu Klump geschossen! Kommentar Roy: "Das ist normaaal, normaaal ist das."

PETER Ist Roys Lieblingsname, z.B. wie in "Peter Neururer". Mit dem versteht er sich gut. Manchmal gehen sie zusammen was essen, Pizza oder so. Einen Skandal, der hinterher in der Zeitung steht, gibt es dann aber nie: Roy ist höflich, zahlt die Rechnung und gibt zwei Euro Trinkgeld. Anschließend fährt Roy den sturzvollen Neururer heim, dann erst sich selbst. "Auf den Roy kannste dich verlassen", sagt der charismatische Bochum-Trainer jedem, der es wissen will.

QUERDENKER Ist Roy Makaay nicht, wie er selber einräumt. Roy ist mehr so der Geradeaus-Typ, einer, der nicht lange fackelt, sondern die Kirsche in die Maschen kloppt. Ganz anders als bspw. Eugen Drewermann oder Ralph Giordano. Die deswegen über die Kreisliga auch nie hinausgekommen sind.

REDEN Nicht gerade Roys bevorzugtes Lieblingshobby. Er "spricht" auf dem Platz. Aber wenn er gefragt wird, gibt er brav und höflich Antwort: "Wir haben am Anfang nicht genug Druck gemacht, aber nach meinen vier Toren haben wir dann doch noch normaaal ins Spiel gefunden."

SEX Den alten Streit, ob Liebe vor dem Spiel gut oder schlecht ist, hat Roy für sich entschieden: Nach einem Ehekrach schießt er, damals noch bei CD Teneriffa, Real Madrid praktisch im Alleingang in den Abstieg (0:5); nach geglückter Versöhnung gelingen ihm immerhin noch drei Treffer gegen La Coruña - und das mit nur zwei Torschüssen! Roy: "So ist Fußball."

TRAUM Roy träumt davon, einmal im Flugzeug vorne im Cockpit zu sitzen und dem Pilot "über die Schulter zu schauen". Außerdem möchte er gerne mal nach Disneyworld.

UNFALL Einmal ging Roy Makaay bei Grün über die Straße, als plötzlich ein Auto herangeschossen kam - Vollbremsung, quietschende Reifen, alles noch mal gutgegangen! "Das war knapp", erinnert sich Roy, der aber den Schock schnell überwand und am selben Nachmittag gegen Rostock wieder ein paar Tore schoß, als wäre nichts gewesen.

VEREIN Z.Z. der FC Bayern. Problem: Seit bald zwei Jahren wartet der "FC Hollywood" auf einen schlagzeilenträchtigen Skandal, der sich aber partout nicht einstellen will; Roy hat keine Affären, spielt stets fair und bohrt Gegenspielern nicht mit der Hand im Gesicht herum. Roy weigert sich sogar, auf dem Behindertenparkplatz zu parken, der für Jeremies reserviert ist.

WELTMEISTER Würde Roy Makaay natürlich gerne werden. Die Tragik: Er ist Holländer. Nichts zu machen.

X FÜR EIN U Läßt sich Roy von niemandem vormachen. "Komm, Roy", versuchte es einmal Freiburgs Sanou, "heute gewinnt, wer am häufigsten die Eckfahne trifft!" Da hatte er die Rechnung natürlich ohne den "Wirt" (Makaay) gemacht: eine Vorlage, ein Tor, 3:1 für Bayern.

YOGA Braucht Roy Makaay nicht. Überhaupt war Roy noch nie nervös: Bei der Geburt seines ersten Kindes ist er nicht mal im Krankenhaus, sondern schläft vorm Fernseher (Gottschalk). "Kinderkriegen ist doch für eine Frau normaaal." Auch wieder wahr.

ZEITUNG Keineswegs liest Roy nur, wie viele vielleicht lästern, den Sportteil. Weit gefehlt! Erst kommt die internationale Politik, dann das Lokale, dann natürlich auch Sport (Fußball). Wirtschaft und Feuilleton wandern dagegen ungelesen in den Abfall. Kompromißlos auch hier: Roy.

Stefan Gärtner





Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Jetzt mal im Ernst, MDR!

In einem Spielbericht hast Du behauptet, alle drei Tore seien »durch einen ruhenden Ball« gefallen. Muss sich der Ball nicht doch ein ganz klein wenig bewegen, damit ein Tor fallen kann?

Fragt in sich ruhend, den Toren beim Fallen zusehend: Titanic

 Schwach, Bundesagentur für Arbeit!

Da wurdest Du dafür kritisiert, dass Du eine Hartz-IV-Empfängerin zum Lösen veritabler Grundschulaufgaben gezwungen hast. Auf die Netzschelte wegen Anweisungen wie »Schreibe unter das Bild das passende Wort« hin knicktest Du sogleich ein: »Wir können gut verstehen, dass die Teilnehmenden dies kritisieren, und teilen diese Meinung auch.«

Dabei, Bundesagentur, schulst Du damit unserer pädagogischen Expertise nach diese am Arbeitsmarkt unentbehrlichen Fähigkeiten: 1. bedenkenlos Befehle ausführen, 2. stupide Jobs erledigen, 3. Hilflosigkeit ertragen wie ein Kind, 4. das Gutsherren-Du akzeptieren und 5., am wichtigsten, komplette Selbstaufgabe!

Regt sowieso eine Umbenennung in Bullshitjob-Agentur an: Titanic

 Huhu, »Welt«-Journalist Peter Praschl!

Ein Texteinstieg muss neugierig machen, packen, sonst wird der Rest nicht gelesen. Das gilt besonders für Bezahlinhalte, deren erster Absatz frei einsehbar ist, und so begannen Sie einen Artikel über Sharon Tate mit den Worten: »Nichts wirkt so belebend wie eine ermordete junge Frau. All diese Fantasien, die sie entfacht – was aus ihr noch hätte werden können.«

Nun lässt sich eine Paywall aber rein technisch schwer überwinden, wenn man beim ersten Satz direkt auf den Bildschirm kotzen muss. Denn abgesehen davon, dass junge Frauen es deutlich weniger erfrischend finden, ermordet zu werden, als Sie und jemand, der sich statt mit Limonade mit Femiziden erfrischt, eher in die Psychiatrie als in die Medien gehört, evoziert Ihr Ekelgeschwalle in uns das Bild, wie Ihnen beim Schreiben solcher Widerlichkeiten die Hose aufgeht, und gegen solch starken Brechreiz ist noch kein Kraut gewachsen.

Immerhin, Praschl, stellt sich, sollte Ihnen etwas zustoßen, nicht die Frage, was aus Ihnen noch hätte werden können. Klar wäre einfach: Es wird keine neuen Texte von Ihnen geben. Und diesen Gedanken findet sehr belebend: Titanic

 Toller Service, »Manager Magazin«:

»Prokrastinations-Test: Sind Sie der König der Aufschieber?« Wir wollten uns natürlich sofort testen, aber leider war noch der Abwasch zu erledigen, und spazierengehen wollten wir ja auch, und endlich auf diese eine Mail antworten …

Aber morgen dann ganz sicher! Titanic

 Carlos Ghosn (Großkapital)!

Carlos Ghosn (Großkapital)!

Einst haben Sie aus Nissan, Renault und Mitsubishi ein internationales Bündnis geschmiedet. Seit November letzten Jahres sitzen Sie in Tokio in Untersuchungshaft; Sie sollen gegen Börsenauflagen verstoßen, Ihr Gehalt falsch ausgewiesen und private Verluste auf Nissan übertragen haben. Selbstverständlich wehren Sie sich gegen die Vorwürfe, wittern »Verrat« und die »Verschwörung« einer »Armee«, die Ihnen gegenüberstehe.

Nun wissen wir nicht, was an den Anklagepunkten dran ist, aber Herrgott, Ghosn, geht man allein nach Ihrem Äußeren, wundern wir uns, dass Ihnen nicht viel ärgere Untaten zur Last gelegt werden. Sie sehen aus wie jemand, der regelmäßig Dinge blafft wie »Ich hab genug gehört« und »Schafft ihn weg!«. Wie jemand, der mit einem Knopf unter der Schreibtischplatte eine Falltür öffnen kann. Jemand, der sich mit Blick aus dem obersten Stockwerk eines Wolkenkratzers einen 60 Jahre alten Whisky einschenkt, den er seiner globusförmigen Hausbar entnommen hat, während einer seiner Konkurrenten gefesselt und geknebelt vor ihm kniet. Kurzum: Man würde Ihre Besetzung als Bond-Bösewicht wegen Klischee-Übererfüllung ablehnen. Von Ihrem spukhaften Nachnamen wollen wir gar nicht erst anfangen!

Heute mal oberflächlich: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Feindschaftspreis

Seit ich hier in Berlin wohne, hole ich mir bei meinem bevorzugten asiatischen Restaurant regelmäßig das einzige vegane Gericht. »6,90 Euro – für dich!« hieß es dort stets schmunzelnd vom Chefkellner. Letztes Mal überreichte mir erstmals eine andere Bedienung meine Bestellung: »Macht dann 5,90 Euro.«

Dominik Mauer

 Russtikal

Die einen nennen die klassische Technik, wenn einen beim Wandern das Unwetter überrascht, schlicht »nackter Oberkörper« – für mich jedoch ist das »die russische Regenjacke machen«.

Theobald Fuchs

 Verpasste Gelegenheiten

»Rückblickend hätte ich schon einiges anders gemacht«, sagt die Mittzwanzigerin am Nebentisch. »Zum Beispiel hätte ich mit meinem Freund damals eigentlich gern mehr Zeit verbracht. Dann hätten wir uns auch viel früher getrennt.«

Tilman Birr

 Genialer Lifehack

Du bist gerade unterwegs und möchtest wissen, wie spät es ist? Dummerweise hast du zwar keine Uhr, dafür aber eine Sozialphobie im Gepäck, kannst also auch keinen Fremden auf der Straße fragen? Kein Problem! Suche einfach den nächsten Supermarkt auf. Wähle eine Tütensuppe aus (ich habe sehr gute Erfahrungen mit der »Frühlingsgemüsesuppe« gemacht), gehe zur Kasse und bezahle sie. Tadaa! Auf dem Bon findest du die Uhrzeit. Auf die Sekunde genau.

Katharina Greve

 Das Urteil

Seit sich in unserem Kafka-Lektürekreis herumgesprochen hat, dass die Dohle auf tschechisch »kavka« heißt –was, nebenbei bemerkt, natürlich auch Franz Kafka bekannt war und Spuren in seinem Werk hinterlassen hat –, wird bei uns statt des Ausdrucks »kafkaesk« nur noch das Wort »dohlenartig« verwendet. Anfangs hat mich das ja durchaus amüsiert, aber jetzt, nach etlichen Monaten, wirkt das Ganze auf mich doch eher albern oder zwanghaft. Teilweise finde ich die Situation sogar regelrecht dohlenartig.

Andreas Maier

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
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Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 15.03.:

    Die "Junge Welt" im Gespräch mit Martin Sonneborn über Turbopolitik.

  • 15.03.:

    Leo Riegel ist einer der drei Gewinner des NABU-Cartoon-Wettbewerbs. Wir gratulieren!

  • 13.03.:

    Das "Journal Frankfurt" berichtet über Chefredakteur Moritz Hürtgen.

  • 12.03.:

    Zu den Regierungskrisen der vergangenen zwölf Monate zählt die "Süddeutsche Zeitung" u.a. Moritz Hürtgens Twittercoup über einen angeblichen Fraktionsbruch.

  • 08.03.:

    Das "Handelsblatt" hat Martin Sonneborn in Straßburg (EU) getroffen.

Titanic unterwegs
22.03.2019 Wuppertal, Volkshochschule Uwe Becker
23.03.2019 Leipzig, Café »Das Kapital« Katharina Greve
23.03.2019 Leipzig, Buchmesse Thomas Gsella
23.03.2019 Leipzig, LURU-Kino in der Spinnerei Paula Irmschler