Inhalt der Printausgabe

Mai 2004


TITANIC Telefon Terror
Ticktack, Brummbrumm, Plautz!
(Seite 3 von 3)

FRAU MEISEL
"Schreie, Schüsse, Explosionen!"

TITANIC ...woran würden Sie einen Araber erkennen?
Meisel An der Hautfarbe, an der Haarfarbe, dunkel. Vielleicht Turban, vielleicht so ein schwebendes Gewand oder was die da anhaben? Oder so ein Arabertuch gibt's auch, nicht?
TITANIC Ja, gibt's auch. Was denken Sie über den Einsatz der Bundeswehr im Inneren?
Meisel Na, ich denk mal, daß die da mitmischen müssen!
TITANIC In welcher Form sollte das geschehen?
Meisel Ja, verstärkten Einsatz überall. An den Bahnhöfen, überall.
TITANIC Also einfach rumstehen.
Meisel Ja, Kontrolle vor allen Dingen. Flughafen. Bahnhöfe.
TITANIC Darf man die Grundrechte im Terrorfall ändern oder nicht?
Meisel Ja, ich denk schon.
TITANIC Gibt es irgendwelche, die erhalten bleiben müssen? Recht auf Arbeit, Recht auf Freizeit, Recht auf Ausgehen abends?
Meisel Ja, das ist klar. So'ne Grundrechte müssen natürlich bleiben, aber es ist kein Grundrecht, wer hier einwandert und wer hier auswandert. Das ist ja auch 'ne Frage.
TITANIC Jaja. Bei welchen Geräuschen aus der Nachbarwohnung sollte man sofort die Polizei rufen?
Meisel Ja, Schreie, Schüsse, Explosionen.
TITANIC In Madrid sind die Terroristen aufgefallen, weil sie so nett waren. Sind bei Ihnen im Haus schon mal Leute aufgefallen durch Freundlichkeit?
Meisel Also bis jetzt noch nicht, toi, toi, toi!
TITANIC Was machen Sie, wenn Sie folgendes aus der Nachbarwohnung hören: OMMM - HEIL HITLER - PARDAUZ - ALLAHU AKBAR - ZWEI LAHMACUN.
Meisel Ach Gott, o Gott! Na, wenn einer OMMM macht, dann soll er OMMM machen.
TITANIC Und bei ZWEI LAHMACUN?
Meisel Ich weiß nicht. Vielleicht beobachten die Sache? Und dann die Polizei rufen?
TITANIC Genau. Bringen Sie jetzt folgendes in die richtige Reihenfolge: BRUMMBRUMM - TICKTACK - BUMM! - TATÜTATAA.
Meisel Ach, du lieber Gott! Also: Erst BUMM. Wat war das erste? Wat haben Sie gesagt?
TITANIC BRUMMBRUMM.
Meisel Dann BRUMMBRUMM, dann TICKTACK und dann das letzte.
TITANIC Äh, BUMM?
Meisel Nee, BUMM war an erster Stelle. Dann BRUMMBRUMM, oder was?
TITANIC Ja, aber muß das TICKTACK nicht vor das BUMM?
Meisel Ich weiß es nicht.
TITANIC Ja, wenn Sie mal nachdenken: So TICKTACKTICKTACK als, äh...
Meisel Ach so, ja, jetzt verstehe ich. Ja, das kommt davor, genau. Also TICKTACK vor dem BRUMM, äh, BUMM. TATÜTATAA als letztes und das erste, äh...
TITANIC BRUMMBUMM.
Meisel (erleichtert) Ja, genau.
TITANIC Genau. Und jetzt wieder schön Augen offenhalten, ruhig auch mal aus dem Fenster kucken...
Meisel (beflissen) Naja, das mach ich ja schon immer mal, aufm Balkon oder auf der anderen Seite...

In der Gegend um Frau Meisel herum ist jedenfalls nichts zu befürchten: Balkon und andere Seite sind gesichert, und auffällige Freundlichkeit gibt's auch nicht!


HERR KRAUSE
"Rausfeuern! Weg!"

TITANIC ...woran erkennen Sie einen Terroristen?
Krause Poaahh! 'nen Terroristen, woran erkenne ich Terroristen? Poaahh, tja, vielleicht, daß der kein reines Gewissen hat, daß der einen nicht mehr angucken kann, was?
TITANIC Den Blick auf den Boden, so ein bißchen verschlagen?
Krause Ja, ja, genau.
TITANIC Woran erkennen Sie eine Bombe?
Krause (lauthals) 'ne Bombe? Alles das, was ich nich kenne und ähnlich aussieht wie Kartons oder einzelne Körper! Oder eben alles so was, was unnatürlich ist normalerweise! Das würd ich alles als Bombe ansehen!
TITANIC Wie würden Sie sich verhalten, wenn Sie Bahn fahren, und ein Araber stellt Ihnen einen Rucksack ins Abteil, murmelt höflich ein paar Worte und geht dann weg.
Krause (aufgebracht) Na, den würde ich aus dem Fenster schmeißen! Wenn Felder oder Acker in der Nähe sind. Ansonsten wüßte ich auch nich so genau.
TITANIC Und wenn ein blonder Schwede Ihnen einen Rucksack ins Abteil stellt oder schleudert und dann pfeifend wegschlendert ins Bordrestaurant, sich betrinken?
Krause (überzeugt) Würd ich genauso reagieren!
TITANIC Und wenn eine junge Frau ihren Rucksack im Abteil stehenlassen würde und dann rausgeht?
Krause Dann würd ich hinterherrufen und sagen, daß sie ihren Rucksack vergessen hat. Und wenn sie nicht drauf reagiert, würd ich auch wieder so handeln!
TITANIC Gut. Ein Mann in Schaffneruniform und starkem Akzent verlangt Ihre Fahrkarte, bittet Sie auf sein Täschchen aufzupassen und läuft weg, ins nächste Abteil, die Fahrkarten kontrollieren.
Krause (abwehrend) Würd ich nich machen!
TITANIC Wenn Sie das aber schon in der Hand haben, was machen Sie dann?
Krause Ja, da würd ich mich vielleicht erst mal umgucken, ob ich noch 'ne andere Bahnperson sehe, und wenn nicht, dann rausfeuern! Weg!

Herr Krause ist ein wenig kompromißlos. Zum Glück will er Araber bzw. Schweden oder junge Frauen nur dort direkt aus dem Fenster werfen, wo Felder oder Äcker eine einigermaßen weiche Landung garantieren.

 
Harmloser Irrer oder betrunkener Schwede? Schwer zu sagen...

HERR SCHWARZ
"Melden, sofort melden!"

TITANIC Würden Sie einen Araber erkennen?
Schwarz (selbstbewußt) Na klar.
TITANIC Ja, woran?
Schwarz (überzeugt) Am Gesichtsausdruck!
TITANIC Vielleicht auch an der Kleidung?
Schwarz Nö, die können sich ja so anziehen wie wir, wenn die hier sind.
TITANIC Woran würden Sie denn einen Terroristen erkennen?
Schwarz (zweifelnd) Tja, woran soll man den erkennen? Wenn er irgendwas beobachtet. Wenn man einen sieht, der ab und zu mal dasteht und kuckt und kuckt und kuckt! Die sind ja unauffällig, die Brüder! Waffen werden sie ja nicht so tragen, daß man sie sieht!
TITANIC Woran würden Sie denn eine Bombe erkennen?
Schwarz 'ne Bombe? Tja, die kann überall drin versteckt sein, in jedem Koffer.
TITANIC Sieht aus wie ein Koffer?
Schwarz Kann, kann so aussehen. Oder wie ein Feuerlöscher, wie jeder Eisenkörper. Oder eingewickelt, in die Tasche gestellt, das kann alles was sein! Da muß man vorsichtig sein.
TITANIC Gut. Wie verhalten Sie sich: Ein Araber stellt Ihnen im Zug einen Rucksack ins Abteil und rennt weg.
Schwarz Da würd ich jemanden alarmieren. Das geht ja gar nicht anders, was?
TITANIC Ja, genau. Und wenn ein Schwede Ihnen einen Rucksack ins Abteil schleudert und dann pfeifend ins Bordrestaurant wegschlendert, um sich zu betrinken? Mit Bier und Schnäpsen?
Schwarz (eifrig) Ja, dann mach ich dasselbe! Melden, sofort melden!
TITANIC Wo denn?
Schwarz Na Lokführer! Oder wenn ich ein Handy habe, anrufen, Polizei!
TITANIC Ja, und wenn ein Mann in Schaffneruniform mit Turban und starkem Akzent Ihren Fahrausweis verlangt und dann seinen Rucksack ins Abteil feuert?
Schwarz (aufgebracht) Na, den akzeptier ich überhaupt nicht! Da weiß ich schon, was los ist, wenn der so'n Turban aufhat! Sofort alle alarmieren!
TITANIC Sehr gut! Finden Sie, daß man die Bundeswehr jetzt einsetzen sollte, um diese Situation in den Griff zu bekommen?
Schwarz (fest) Ja, auf alle Fälle!
TITANIC Kreuzungen bewachen, Posten vor Geschäften und in Baumärkten postieren?
Schwarz (überlegen) Ach, das muß alles so'n bißchen getarnt werden. Öffentlich, das schreckt ab, aber fangen tut man da keinen...
TITANIC Sie meinen, die müßten da in voller Tarnung rumstehen? So in Gebüschen?
Schwarz Ja, anders geht das nicht, bei diesen Brüdern heutzutage... Andererseits, wenn man die dann im Gebüsch sieht, da kann man auch schon wieder was anderes denken!
TITANIC (peinlich berührt) Das stimmt. Welche Grundrechte dürften denn jetzt auf keinen Fall eingeschränkt werden?
Schwarz (stöhnt) Hm, Grundrechte... Also meiner Meinung nach müßte die Polizei 'n bißchen mehr Gewalt kriegen, 'n bißchen mehr Handlungsfreiheit! Wenn sie wirklich mal einen fangen hier von den Fahrraddieben, am nächsten Tag lassen sie ihn wieder frei!
TITANIC Sie denken: Festhalten? Und lieber mal ein paar hinter die Löffel?
Schwarz Das wär angebracht! Ha, besser als sonstwas!
TITANIC Und das Grundrecht auf Kopftuch bzw. Mütze?
Schwarz Also Mütze schon, das tragen ja die Männer auch. Aber Kopftuch? Also die Frauen, wenn die draußen rumlaufen, hab ich nichts dagegen, aber in öffentlichen Gebäuden oder so, wenn die hier Geld verdienen wollen, dann müssen die sich an unsere Gepflogenheiten halten.
TITANIC Bei welchen verdächtigen Geräuschen würden Sie sofort die Polizei rufen: OMMM - HEIL HITLER - AMEN - ALLAHU AKBAR - ZWEI LAHMACUN BITTE.
TITANIC HEIL HITLER? Na, die Brüder kann ich nun auch nicht leiden.
Schwarz AMEN?
TITANIC Ja, AMEN, mehrfach laut hintereinander, durchdringend?
Schwarz Das könnte ich mir nicht vorstellen, daß das hier passiert!
TITANIC Ist das so unchristlich bei Ihnen, daß das verdächtig wäre?
Schwarz Ja!
TITANIC ALLAHU AKBAR?
Schwarz Um Himmels willen! Melden!
TITANIC Oder: LAHMACUN, FALAFEL!
Schwarz Melden, alles melden!

Herr Schwarz nimmt es mit der allgemeinen Meldepflicht ein wenig genau. Andererseits: wenn einer von diesen Brüdern Gesichtsausdruck trägt und kuckt, ist Vorsicht ja wohl auch angesagt!


HERR BATZ
"PLAUTZ!"

Batz ...das eine war ein Polizeiauto, das andere war ein Wecker oder Zeitzünder. Und das dritte weiß ich nicht, was war das?
TITANIC BUMM!
Batz (ratlos) Keine Ahnung.
TITANIC Vielleicht wenn Sie mal an Explosivstoffe denken?
Batz (vorwurfsvoll) Ja, dann müssen Sie das schon richtig laut sagen!
TITANIC (richtig laut) BUMM! Und jetzt bitte die richtige Reihenfolge!
Batz Dann ist's klar: TICKTACK, BRUMMBRUMM, PLAUTZ! Und dann kommt der Bulle, die Feuerwehr! Mit quietschenden Reifen!

Eins hat diese Untersuchung deutlich gezeigt: Der islamistische Terror hat in Deutschland keine Chance. Es wird beobachtet, erkannt, gemeldet und aus dem Fenster gefeuert, was das Zeug hält! Rein vorsichtshalber sollte man deshalb in der nächsten Zeit lieber Kotelett bestellen als Falafel oder Lahmacun und sich in der Nähe von Bahnstrecken in acht nehmen vor tieffliegendem Reisegepäck.


Glockenhell/Sonneborn


    | 1 | 2 | 3


Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Ulm!

»Du kannst nicht beides haben?« steht fett gelettert auf Anzeigen Deiner neuen Image-Kampagne. Ja, aber was denn »beides«? Die Auflösung folgt: »Doch: In Ulm/Neu-Ulm! Erlebe hier Bayern und Schwaben zusammen in der Zweilandstadt.« Ja, wirklich? Bayern und Schwaben in einer Stadt? Ist das möglich? Wovon wir nur zu träumen wagten, wird endlich wahr! Sodom und Gomorrha! Hoffentlich lässt sich unser Bali-Urlaub noch umbuchen. Aber im Ernst: Auch eine weniger depperte Kampagne würde uns nicht in Dein doppelt versaubeuteltes Nest locken.

Huch! War das jetzt Spott und Hohn? Genau! Denn bei uns, liebes Ulm, kannst Du beides haben!

Pfiati und ade! Titanic

 Psychoanalytiker und Publizist Carlo Strenger!

Angeblich gehen Sie in Ihrem neuen Buch »Diese verdammten liberalen Eliten« mit diesen verdammten liberalen Eliten, zu denen Sie ja selbst gehören, streng ins Gericht. Doch nach der Lektüre fragen wir uns eins verdammt noch mal schon: Warum nicht noch viel strenger, Strenger?

Illiberal: Titanic

 Ina Tenz!

Sie sind seit zwanzig Jahren Programmdirektorin im Hörfunk und wollen bei Antenne Bayern jetzt ein Lied von Sarah Connor ohne den ersten Satz senden, denn der Satz lautet: »Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt.« Denn Vincent ist jung und schwul, weiß es aber noch nicht. Ein Song mithin, der Mut machen soll usw.

Was Sie nun daran stört? »Als erwachsene Frau gar nichts, aber als Mutter. Ich habe einen neunjährigen Sohn, und wenn er diesen Song im Radio hören und mich dann fragen würde, was diese erste Zeile bedeutet, dann möchte ich mit meinem Sohn nicht im Auto irgendwo auf dem Weg von der Schule zum Gitarrenunterricht über dieses Thema sprechen.«

Aber, Frau Tenz: Wo Sie doch nun so schön dem Klischee der sehr erwachsenen, sehr besorgten Karrieremutter und Elterntaxifahrerin entsprechen, da wird der Sohnemann auch das Klischee bedienen, wonach Neunjährige schon wissen, was ein Porno ist. Meinen S’ nicht auch?

Jederzeit gesprächsbereit: Titanic

 Fifa-Präsident Gianni Infantino!

Fifa-Präsident Gianni Infantino!

Sie sind von den Delegierten des Fußball-Weltverbandes per Akklamation für vier weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Für Ihre erste Amtszeit fanden Sie dann lobende Worte: »In den vergangenen drei Jahren und vier Monaten ist aus dieser vergifteten, fast kriminellen Organisation das geworden, was sie sein soll. Eine Organisation, die sich um Fußball kümmert und den Fußball entwickelt.«

Und zu diesem Wandel zu einer letalen, vollends kriminellen Organisation beglückwünschen Sie angesichts anhaltender Medienberichte über das sklavengleiche Hausen, Schuften und Sterben auf den WM-Baustellen in Katar ebenso wenig wie zu Ihrer Wiederwahl:

die Menschenrechts-Ultras von Titanic

 Sächsischer Justizminister Sebastian Gemkow (CDU)!

Als Sprecher der CDU-geführten Bundesländer gegen den Antrag Niedersachsens, das Containern zu legalisieren, haben Sie am fürsorglichsten argumentiert. In einem Fünf-Sterne-Hotel in Travemünde meinte es empathisch aus Ihnen: »Wir wollen nicht, dass sich Menschen in eine solche menschenunwürdige und hygienisch problematische Situation begeben.«

Weil es auch kein Gesetz gibt, das Menschen vor der menschenunwürdigen Situation schützt, Essen aus dem Müll holen zu müssen? Oder weil Sie, Gemkow, sich aus Solidarität ein bisschen schmutzig fühlen wollen, indem Sie den Armen sogar die Brosamen der Wegwerfgesellschaft verweigern? Oder geht es Ihnen schlicht um Entmündigung derer, die auf Mundraub angewiesen sind?

Fragt mit schlechtem Appetit: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Mein Coach

hat mir aufgrund meines grüblerischen Wesens als wichtigsten Lebenstipp mitgegeben, immer nach vorne zu schauen, die Zukunft fest im Blick zu haben. Seitdem denke ich ständig an den Tod.

Anselm Neft

 Geschichtsmoral

Als ich die neueste Verfilmung von Otfried Preußlers »Die kleine Hexe« sah, war ich erneut gepackt von dieser Geschichte. Wie die kleine Hexe ausgestoßen wird, weil sie sich in ihrer grundfalschen Welt aus inneren Beweggründen zum Guten bekennt. Sie hält dem unfassbaren Druck ihrer missratenen Peer Group nicht nur stand, sondern wendet sich aktiv gegen das Böse. So verbrennt sie am Schluss die Zauberbücher ihrer Rivalinnen auf dem Scheiterhaufen, um die bösen Hexen für immer unschädlich zu machen. Die pädagogische Botschaft hinter der ganzen Geschichte ist klar: Bücherverbrennungen sind nicht immer schlecht.

Jürgen Miedl

 Gesichtsschnee

Ein ohnehin schon sehr merkwürdiges Gesetz, das – noch erstaunlicher! – weltweit gilt, verlangt von Menschen, die sich in den Bergen aufhalten, dass sie Rasierschaum oberhalb einer Höhe von 6659 Metern ausschließlich als Gesichtsschnee bezeichnen. Wer’s nicht glaubt, kann gern einmal versuchen, in den Bergen oberhalb einer Höhe von 6659 Metern Rasierschaum zu kaufen.

Andreas Maier

 Marktversagen

Als Ergebnis einer Google-Recherche nach dem von einem US-Comedian angepriesenen T-Shirt mit der Aufschrift »Neoliberalism sucks!« wurden mir ausnahmslos Hemden mit dem Slogan »Socialism sucks!« angezeigt. Daraus lässt sich nur eines folgern: Das System hat eindeutig abgewirtschaftet, ja ein Eigentor geschossen. Meine Nachfrage konnte schließlich nicht befriedigt werden!

Burkhard Niehues

 Keine Frage des Geldes

Wirklich arm fühlt man sich, wenn einer dieser NGO-Spendenbettler, die in der Fußgängerzone herumstehen, sein Gesicht hinter dem Klemmbrett verschanzt, sobald man auf ihn zugeht.

Julia Mateus

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 18.07.:

    "Vice" hat Martin Sonneborn im Wahlkampf begleitet.

  • 16.07.:

    Die "Welt" berichtet über Martin Sonneborn und seine Rede gegen Ursula von der Leyen.

  • 09.07.:

    Mark-Stefan Tietze untersucht in der Taz die schrägsten Auswüchse im Preiskrieg der Supermarktketten, z.B. die Zweizweiundzwanzig.

  • 01.01.:

    Dominik Bauer von "Hauck & Bauer" spricht mit "Spiegel online" über Satire und Karikatur.

  • 07.07.:

    Deutschlandfunk Kultur besucht die TITANIC-Redaktion.

Titanic unterwegs
02.08.2019 Göppingen, Schloss Filseck F. W. Bernstein: »Sinnverlust ist Lustgewinn«
11.08.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
27.08.2019 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner mit A. Neft, B. Maak u.a.
28.08.2019 Berlin, Theater im Pfefferberg Max Goldt