Inhalt der Printausgabe

Januar 2004


BENJAMIN SCHIFFNER
100 DINGE, DIE ICH UNBEDINGT NOCH TUN WILL,
BEVOR ICH 100 WERDE

(BEREITS ZUTREFFENDES BITTE ANKREUZEN)

1 MIT EINER ROLLTREPPE FAHREN ∅ 2 EINEN BAUM FÄLLEN, EIN HAUS EINREISSEN, EIN KIND ZURÜCKGEBEN ∅ 3 AUS LIEBE 100 PFANNKUCHEN BACKEN UND DANN LIEBER DOCH WEGSCHMEISSEN ∅ 4 MIR DIE HAARE VON EINEM VERRÜCKTEN SCHNEIDEN LASSEN ∅ 5 ANDEREN LEIDENSCHAFTLICH NACH DEM MUND REDEN ∅ 6 EINEN MASSENMÖRDER BEIM EINPARKEN ÜBERFAHREN ∅ 7 NICHTSAHNENDEN KINDERGARTENKINDERN HERZ-KREISLAUF-PILLEN ALS "LUTSCHBONBONS AUS PARIS" VERKAUFEN ∅ 8 AUS LEICHTSINN VORÜBERGEHEND VERBITTERN ∅ 9 NACHTS STUNDENLANG WACHLIEGEN, SCHLIESSLICH NOCH MAL AUFSTEHEN UND VORM CD-PLAYER KNIEEND ÜBER KOPFHÖRER ALBERNE UND SENTIMENTALE MUSIK HÖREN, MICH WIEDER HINLEGEN UND WEITER STUNDENLANG WACHLIEGEN ∅ 10 MICH ABSCHMINKEN, OHNE MICH ZUVOR GESCHMINKT ZU HABEN ∅ 11 MIT EINEM DICKEN, SCHWITZENDEN MANN ZEHN STUNDEN IM FAHRSTUHL STECKENBLEIBEN ∅ 12 EIN GEHEIMNIS AUSPLAUDERN, ABER NICHT VERRATEN, WELCHES ∅ 13 FÜR FÜNF MINUTEN ERNSTHAFT EIN LEBEN ALS ABGEHALFTERTE KNALLCHARGE IN BETRACHT ZIEHEN ∅ 14 NACH ALLEN REGELN DER KUNST HEREINGELEGT WERDEN ∅ 15 STERBEN MÜSSEN UND SCHLUSS ∅ 16 AUS PUREM NEID 1 MILLION DOLLAR VERDIENEN ∅ 17 ALLE CHANCEN VERPASSEN ∅ 18 AN DER SUPERMARKTKASSE ZUVIEL PRODUKTE HERAUSBEKOMMEN ∅ 19 MEINE HALTESTELLE VERSCHLAFEN UND UM 1 UHR NACHTS MUTTERSEELENALLEIN IN BRUMBY WIEDER AUFWACHEN, MIT NICHTS ALS 100 JAPANISCHEN YEN UND EINEM BÜNDEL UKRAINISCHER STAATSANLEIHEN IN DER HOSENTASCHE UND EINEM KOMISCHEN GESCHMACK IM MUND ∅ 20 IM DSCHUNGEL HINTERRÜCKS EINEN TIGER ANFALLEN ∅ 21 EINE BESCHWERDE-EMAIL MEINER ELTERN BEKOMMEN, IN DER SIE VERLANGEN, DASS DIE BEREITS GEZAHLTEN MITGLIEDSGEBÜHREN UMSTANDSLOS AUF IHR KREDITKARTENKONTO ZURÜCKGEBUCHT WERDEN, DA DIE AUF DER VON MIR BETRIEBENEN WEBSEITE ANGEBOTENEN VIDEOS NICHT WIRKLICH DEM ENTSPRECHEN, WAS MAN SICH ALLGEMEIN UNTER DEM BEGRIFF "ULTRAHARDCORE" VORSTELLT ∅ 22 EIN MITTEL GEGEN DEN HUNGER IN DER WELT FINDEN UND DEN BEDÜRFTIGEN ZU EINEM ZWAR NICHT DIREKT GÜNSTIGEN, ABER LETZTLICH DOCH ZIEMLICH FAIREN PREIS ÜBERLASSEN ∅ 23 GLEICHZEITIG IM LOTTO, BINGO, FUSSBALL-TOTO, CASINO, SCHACH, MAU MAU UND KARTEN FÜR DIE OPER GEWINNEN ∅ 24 EIN SELTSAMES GEFÜHL HABEN ∅ 25 EINFACH NICHT MEHR WEITERWISSEN ∅ 26 IMMER MAL WIEDER ALLES BESSER WISSEN ∅ 27 ZUFÄLLIG MIT ANSEHEN, WIE EINE KINDERHÜPFBURG MIT LAUTEM KNALL PLATZT UND DIE KINDER IN ALLE HIMMELSRICHTUNGEN DAVONFLIEGEN, ABER SANFT LANDEN UND VON DA AN JEDEN ABEND OHNE WIDERREDE INS BETT GEHEN, WENN DIE ZEIT DAFÜR GEKOMMEN IST ∅ 28 MICH SO LALA FÜHLEN UND TROTZDEM HINGEHEN ∅ 29 MICH SINNLOS AUFREGEN ∅ 30 MICH NIE WIEDER SO VERLIEBEN WIE BEIM ERSTEN MAL ∅ 31 IN DER OPER NEBEN EINEM SCHAF SITZEN, DAS IN DER PARTITUR MITLIEST ∅ 32 DEN NORDPOL ERBEN ∅ 33 EINEN NEUEN FILM SEHEN, DER MIR WIRKLICH GEFÄLLT ∅ 34 VERSEHENTLICH "WICHITA LINEMAN" NOCH EINMAL SCHREIBEN, NUR VIEL SCHLECHTER ∅ 35 JIMMY WEBB EINEN LANGEN BRIEF SCHREIBEN, IN DEM ICH MICH IN ALLER FORM DAFÜR ENTSCHULDIGE, "WICHITA LINEMAN" NOCH EINMAL GESCHRIEBEN ZU HABEN, NUR VIEL SCHLECHTER ∅ 36 EIN SCHNITZEL AUF EX ESSEN ∅ 37 MIT MIR RINGEN UND VERLIEREN ∅ 38 BEIM BLÄTTERN IN EINEM URALTEN SCHMÖKER AUF EINE ZAUBERFORMEL STOSSEN, DIE ALLE FRAUEN IN WUNDERSCHÖNE GESCHÖPFE VERWANDELT ∅ 39 IM SCHLAF KLÜGER WERDEN ∅ 40 MOZART AUF DER STRASSE TREFFEN UND VOR ÜBERRASCHUNG NICHTS ANDERES HERVORBRINGEN ALS DAS ETWAS EINFÄLTIGE: "ICH DACHTE, SIE SIND TOT!" ∅ 41 EINMAL WIRKLICH KOTZEN, WENN ICH ETWAS ZUM KOTZEN FINDE ∅ 42 ZWEIMAL HINTEREINANDER DENSELBEN FEHLER MACHEN ∅ 43 MICH DAFÜR SCHÄMEN ZU LIEBEN ∅ 44 MICH DAFÜR SCHÄMEN, MICH DAFÜR GESCHÄMT ZU HABEN ZU LIEBEN ∅ 45 GEGEN SEINEN WILLEN NOCH MAL MIT DEM HUND RAUSGEHEN ∅ 46 JEMANDEN VERWECHSELN, OHNE ES ZU BEMERKEN ∅ 47 SCHON WIEDER EINFACH NICHT MEHR WEITERWISSEN ∅ 48 UNSINN REDEN, AN DEN ICH ABER SELBST GLAUBE ∅ 49 IN ANGETRUNKENEM ZUSTAND EINE BEERDIGUNG AUFMISCHEN ∅ 50 IN HOCHMODISCHEN HOSEN GESEHEN WERDEN ∅ 51 ES EINFACH NICHT WAHRHABEN WOLLEN ∅ 52 EINEN LÄSTIG GEWORDENEN FREUND EINFACH KALTHERZIG IRGENDWO AUSSETZEN ∅ 53 VON WEITEM FÜR EINEN SCHATTEN MEINER SELBST GEHALTEN WERDEN UND VON NAHEM FÜR GRACE KELLYS BEKIFFTEN GROSSNEFFEN ∅ 54 DIE MUSIK LEISER DREHEN ∅ 55 RICHARD RORTY NICHT KENNEN, ABER SCHLAU DAHERREDEN ∅ 56 UND SCHON WIEDER EINFACH NICHT MEHR WEITERWISSEN ∅ 57 HEREINPLATZEN ∅ 58 EINEM BAUARBEITER HINTERHERPFEIFEN ∅ 59 AUS BEQUEMLICHKEIT JAHRELANG UNGLÜCKLICH VERHEIRATET SEIN ∅ 60 DER UMWELT SCHADEN ∅ 61 AUFWACHEN UND VERWUNDERT FESTSTELLEN, DASS MEIN LEBEN EIN FILM VON JACQUES DEMY IST; DANN EBENSO VERWUNDERT FESTSTELLEN, DASS SICH EIGENTLICH ÜBERHAUPT NICHTS VERÄNDERT HAT UND WIEDER EINSCHLAFEN ∅ 62 AUS JUX UND DOLLEREI DER ALLGEMEINHEIT NUTZEN ∅ 63 ES (1 MILLION MAL) ∅ 64 FICKEN (1,5 MILLION MAL) ∅ 65 HALBHERZIG ABSTREITEN, DASS ICH EINEN ECHTEN CORINTH IM BAD HÄNGEN HABE ∅ 66 IM DUNKELN NACH DER FALSCHEN HAND GREIFEN ∅ 67 HERAUSPLATZEN ∅ 68 AUS LIEBESKUMMER MEINE TEILNAHME AN DER WELTFRIEDENSKONFERENZ ABSAGEN UND DAMIT DEN DRITTEN WELTKRIEG AUSLÖSEN, NUR UM DANN IN EINEM ÄUSSERST VORWURFSVOLLEN TONFALL SAGEN ZU KÖNNEN: "SCHAU, WAS DU ANGERICHTET HAST!" ∅ 69 ZUVIEL REDEN ∅ 70 WÄHREND ICH AUF DEN KELLNER WARTE KLEINE KUGELN AUS DEM WEISSBROT IM BROTKORB FORMEN UND MIR IN BEIDE NASENLÖCHER STECKEN NUR ZU DEM ZWECK, SIE SPÄTER, IN DER ÖFFENTLICHKEIT, WIEDER HERVORZUPULEN UND ZU VERSPEISEN UND DEN UMSTEHENDEN ZURUFEN ZU KÖNNEN: "ES IST NICHT SO, WIE SIE DENKEN!" ∅ 71 DASSELBE MIT SCHWARZBROT ∅ 72 EIN TÄUSCHEND ECHTES FORMULAR "FORMSACHE A14: WIDERSPRUCHSLOSE RÜCKZAHLUNG VON 40000 EURO" ENTWERFEN, DRUCKEN UND AUSFÜLLEN, BEIM FINANZAMT EINREICHEN UND WIDERSPRUCHSLOS 40000 EURO ZURÜCKBEKOMMEN ∅ 73 DEN FRANZÖSISCHEN AUSDRUCK FÜR "HARMLOSE PILZINFEKTION" NICHT WISSEN ∅ 74 MITTEN IN MEINER ERSTEN REGIERUNGSERKLÄRUNG EINEN HYSTERISCHEN LACHANFALL BEKOMMEN UND SOFORT ZURÜCKTRETEN ∅ 75 PARIS HILTON NICHT ZURÜCKRUFEN ∅ 76 VERGESSEN, WAS ICH SAGEN WOLLTE ∅ 77 EINEN EINTRAG IM GUINNESS-BUCH ALS "EINSAMSTER MENSCH DER WELT" BEKOMMEN ∅ 78 VIRTUOS KLAVIER SPIELEN KÖNNEN, ABER KEINEN GEBRAUCH DAVON MACHEN ∅ 79 EINEN DOPPELTEN WHISKY TO GO TRINKEN ∅ 80 VON MEINEN EIGENEN, IM GRUNDE LÄCHERLICHEN GEFÜHLEN TERRORISIERT WERDEN ∅ 81 UND NOCH EINMAL (UND NICHT ZUM LETZTEN MAL) EINFACH NICHT MEHR WEITERWISSEN ∅ 82 VOR WILDFREMDEN MENSCHEN IN TRÄNEN AUSBRECHEN UND DAFÜR AUSGELACHT WERDEN ∅ 83 DAS GANZ GROSSE, WAHRE, EINE UND EINZIGE SCHNÄPPCHEN MEINES LEBENS MACHEN ∅ 84 MIR ETWAS EINBILDEN, DAS ÜBERHAUPT NICHT DEN TATSACHEN ENTSPRICHT ∅ 85 ZUFÄLLIG IN DER ZEITUNG LESEN, DASS SIE MICH DAMALS DOCH GELIEBT HAT ∅ 86 MICH INSTINKTIV FÜR DAS FALSCHE ENTSCHEIDEN ∅ 87 DEN BÜCHNER-PREIS IRRTÜMLICH ZWEIMAL VERLIEHEN BEKOMMEN UND, ALS ENTSCHÄDIGUNG DAFÜR, DEN NOBELPREIS FÜR MASTURBATION ∅ 88 ALS EINZIGER UNVERSEHRT EINEN SCHRECKLICHEN UNFALL MIT EINEM BIS AUF DEN LETZTEN PLATZ VOLLBESETZTEN ARSCHLÖCHER-BUS ÜBERLEBEN ∅ 89 PRÜDE SEIN ∅ 90 MÜDE SEIN VOM EWIGEN WARTEN ∅ 91 KURZZEITIG AN GOTT GLAUBEN, OBWOHL ICH GAR NICHT VERZWEIFELT BIN ∅ 92 HOCHWIRKSAME MEDIKAMENTE NEHMEN ∅ 93 BEI EBAY EINEN BETONMISCHER FÜR 1,00 EURO ERSTEIGERN, IHN DANN ABER NIE BENUTZEN UND FÜR 1,50 EURO WEITERVERSTEIGERN ∅ 94 50 CENT VERJUBELN ∅ 95 IM FERNSEHEN AUFTRETEN UND NICHT BEACHTET WERDEN ∅ 96 EINEN ASTEROIDEN AUF DEN KOPF KRIEGEN ∅ 97 NOCH MAL REINKOMMEN ∅ 98 ZUVIEL ÜBER ALLES NACHDENKEN ∅ 99 JEMANDEN VERWECHSELN, OHNE DASS ER ES BEMERKT ∅ 100 MEINEN EIGENEN GEBURTSTAG VERGESSEN






Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Nachdem Du, Weltgeist,

es uns schon im Sommer gehörig besorgt hast (vgl. TITANIC 7/18, 8/18), gibst Du Dir zum Jahresende noch einmal richtig Mühe und stupst unsere Nasen sowohl auf den Göttinger Augenarzt Prof. Hoerauf als auch die Lübecker Zahnärztin Dr. Stein-Ziehfreund! Und dass wir in einem Artikel auf Sueddeutsche.de meinten gelesen zu haben, Amazon sei »inzwischen der größte Sklaventreiber der Welt«, wo tatsächlich nur vom größten »Serverbetreiber« die Rede war: das ging doch auf Dein Konto, oder?

Dafür danke und auf ein fruchtbares 2019: Titanic

 Schnurrbartträger Hannes Schrader!

Sie sind Redakteur für »Zeit Campus online«, das junge, hippe, aber nicht zu junge und zu hippe Junge-Leute-Ressort von »Zeit online«, zu dessen Anforderungsprofil Sie gerade so schicksalhaft passen wie Ihr Gesicht in Ihr Gesicht.

Neulich schimpften Sie Ihre Altersgenossen einmal kräftig, aber nicht zu kräftig, weil sie es nämlich verdienen. »Die Kürbissuppe ist das suppengewordene Ikea-Wandbild«, schrieben Sie. Ein mutiger, aber nicht zu mutiger Vergleich. Liegt Ihnen! »Sie ist die Times New Roman der Amateurküche«, aha, auch nicht schlecht, »eine Ausrede in Form eines Abendessens.« Lecker! Geht da noch was? »Sie ist das Bananenbrot der Hauptgerichte.« Donnerwetter! »Denn durch die AfD mag in Deutschland der Diskurs verrohen – aber durch Kürbissuppe verroht die deutsche Esskultur.«

Und so etwas lernt man auf einer Journalistenschule, ja? Oder im Debattierclub? An der Supermarktkasse? Schrader, Sie Musterstück eines wandelnden Generationenportraits!

Und natürlich tragen Sie in Ihrem ausgehöhlten Inneren auch eine große »Portion« Melancholie mit sich herum und räumen daher ein: »Zugegeben, auch ich habe Kürbissuppe schon unwidersprochen gegessen. Einmal hätte ich sie sogar fast selbst zubereitet, die Zeit war knapp und der große Suppentopf sauber.« Ist ja nicht wahr! Aber dann? »Doch ich besann mich, schnitt«, wenn schon nichts Lebenswichtiges auf, so immerhin »den Hokkaido in Scheiben, benetzte ihn mit Olivenöl, Zimt, Salz und Pfeffer und schob ihn in den Ofen. Er schmeckte wunderbar, beträufelt mit kühlem Joghurt und ein wenig scharfer Sauce. Leider bin ich die Ausnahme.« Glauben Sie uns: Leider sind Sie gerade das am wenigsten.

Und wir meinen damit nicht den Kürbis. Titanic

 Sorry, Librero Verlag,

aber Deine Bände »Mathematik«/»Kunst«/»Wirtschaft in 30 Sekunden« haben wir im Laden statt zu kaufen einfach schnell weggelesen!

Arbeitet jetzt an einem Geschenkbuch »Sparen in 30 Sekunden«: Titanic

 Sie, Oliver Bäte,

Ihres Zeichens Vorstandsvorsitzender der Allianz SE, erklärten im »Zeit«-Interview: »Für mich ist Gerechtigkeit ein marxistischer Begriff. Ich weiß nicht, was das ist.«

Und das, Bäte, ist eben die Crux mit dem Marxismus. Was Gerechtigkeit ist, erfahren Sie und Ihre Millionärsfreunde immer erst nach der Revolution. Dann aber sehr gut verständlich und gewissermaßen am eigenen Leib.

Kann es kaum erwarten: Titanic

 Klopf-klopf, Sting!

Klopf-klopf, Sting!

Wie wir aus dem »Spiegel« erfahren durften, sind Ihnen die Ideen zu Ihren bekanntesten Songs im Hotelzimmer gekommen. In der Langeweile einer Münchner Absteige entstand etwa »Walking Round the Room«, aus dem sich später das Lied »Walking on the Moon« entwickelte. Und ein anderes Mal pfiff Ihnen ein Fensterputzer die Melodie zu »Roxanne« direkt in die Herberge. Die Entstehungsgeschichten Ihrer übrigen Hits kennen wir zwar nicht, aber bei genauerem Blick scheinen die ebenfalls im Hotel entstanden zu sein: Die Idee zu »Don’t Stand so Close to Me« ist doch sicherlich am Frühstücksbuffet oder Pissoir gediehen. Und hier: »Message in a Bottle«, »Six Pack« und »De Do Do Do, De Da Da Da« beschreiben ja eindrücklich die drei Stufen vom Öffnen der Minibar über das Nachschubholen bis hin zum wohlverdienten Delirium.

Auch bei den drei Songs »So Lonely«, »Secret Journey« und »Every Little Thing She Does Is Magic« lässt sich ein kausaler Zusammenhang erkennen, aber diese Zimmertür lassen wir dann doch lieber geschlossen!

Weiterhin gute Reise Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Neues »Häkchen« auf WhatsApp

»Hat deine Nachricht bereits gelesen, will aber noch nicht, dass du es weißt.«

Teja Fischer

 Stimmt!

Ich kann mich noch gut an den Satz aus meiner Jugend erinnern: »Du wirst noch mal an die Worte deiner Mutter denken.« Nur worum es ging, weiß ich leider nicht mehr.

Markus Berger

 In unserer hektischen Zeit …

ist es wirklich gut, einfach mal anzuhalten, stehenzubleiben, die Welt Welt sein zu lassen, achtsam in sich hineinzuhorchen und ein paar köstliche Sekunden nur mit sich allein zu genießen – ABER NICHT GENAU IN DER SUPERMARKTTÜR, DU BLÖDE DUMPFKUH!!!

Katharina Greve

 Jauch

Günther Jauch ist noch nie mit dem Regionalexpress gefahren, aber er wüsste, wie es geht, und das ist für mich der Zauber, der diesen Mann so besonders macht.

Johannes Floehr

 Neuland betreten

Ich fahre zum Shoppen jetzt immer nach Berlin. Dort ist das Internet einfach besser.

Dominik Wachsmann

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 20.01.:

    Für "Unter Büchern" (MDR Kultur) bespricht Rayk Wieland den "Letzten Huelsenbeck" von Christian Y. Schmidt.

Titanic unterwegs
22.01.2019 Leipzig, Schaubühne Lindenfels Max Goldt
22.01.2019 Mainz, Frankfurter Hof Martin Sonneborn
23.01.2019 Dresden, Staatsschauspiel Max Goldt
23.01.2019 Freiburg, Vorderhaus Katharina Greve