Inhalt der Printausgabe

Februar 2004


Das ungleiche Paar


Den amerikanischen Präsidenten George W. Bush als neuen Hitler zu bezeichnen ist so sinnlos wie die Lektüre eines guten Buchs am Strande einer kleinen aber feinen Südseeinsel. Ein Beitrag zur Versachlichung

 

Große Politiker und jene, die sich für solche halten, reagieren auf Anwürfe jedweder Art gern empört oder beleidigt, als sei es per se infam, ihnen, den aufopferungsvollen Lenkern und "ersten Dienern des Volkes", irgendwelche Fehler, Versäumnisse oder gar unredliche Motive zu unterstellen. So war es bei Julius Cäsar, der zahlreiche römische Provinzen an die geliebte Kleopatra abtreten wollte und niemals, wohl noch im Augenblick des Mordes nicht, den Brutus an ihm verübte, begriff, was an seinen Plänen Schlechtes sein mochte. So war es bei Helmut Kohl, der sich mit gewissem Recht als Kanzler der deutschen Spenden feierte, doch in den Abgründen seiner peinlichen Einheitsaffaire bei kindlichem Trotz Zuflucht nahm, enttäuscht von einem Volk, das sich seiner nicht wert erwies.
Und so ist es nun bei George W. Bush, dem Befehliger der schönsten Streitmacht und schlagkräftigsten First Lady der Geschichte, was ihn nicht davon befreit, sich im kommenden Herbst den amerikanischen Wählern zu stellen. Schon bei seiner ersten Wahl, an der teilzunehmen den farbigen US-Bürgern untersagt war, gewann sein demokratischer Konkurrent Al Gore wenn nicht die Macht, so doch die einfache Mehrheit der Stimmen, und seitdem wird das weiße städtische Amerika nicht müde, Bush als Halunken darzustellen, zuletzt als einen Wilden, getrieben nicht vom Glauben, den er inszeniert wie kaum ein amerikanischer Präsident vor ihm, sondern von Gewinnstreben und Rachsucht, umringt von korrupten alten Männern aus der Clique seines frühdementen Vaters. Nun ist also auch der Junior enttäuscht von Teilen der Regierten, und republikanische Freunde sprechen von der "schlimmsten und abscheulichsten Form politischer Haßrede". Was ist geschehen?
Die junge urbane Opposition hatte in ihrer Internetplattform namens "MoveON.org" zur Einsendung kritischer Kurzfilme aufgerufen, "Bush in 30 seconds", und unter vielen anderen auch zwei Beiträge veröffentlicht, die den selbsternannten Autokraten als Wiedergänger Hitlers zeigen. Im ersten Kurzfilm posiert der Diktator vor marschierenden Wehrmachtssoldaten, und während er seine Hand zum Hitlergruß erhebt, wandelt sich sein Bild in das des Moslemmörders. Die textliche Botschaft lautet: "Was 1945 ein Kriegsverbrechen war, ist 2003 Außenpolitik." Der zweite Spot erinnert an Hitlers Vorsehungsgerede und zitiert dann Bush: "Gott befahl mir, al Qaida anzugreifen, und ich habe es getan. Er befahl mir, Saddam anzugreifen, und ich habe es getan." Der Spot schließt mit der Frage: "Kommt Ihnen das bekannt vor?" Natürlich ist die Frage rhetorisch. Doch beide Reaktionen, das fröhliche "Ja selbstverständlich!" wie das empörte "Sowieso!", ersetzen gründliche Analyse durch schnellen Affekt. Wo also kann man berechtigterweise von Kongruenzen, ja Identitäten sprechen? Ist Bushs Hang zur fernsehöffentlichen Handentspannung der radioübertragenen Hitlers überhaupt verwandt? Hätte, andersherum, Hitler in Afghanistan und dem modernen Irak gesiegt? Besitzt Bush die Chuzpe zum Suizid? Liebt er wie jener die Kunstmalerei?
Seit längerem betonen antifaschistische Psychologen, daß der eine im Alter von neun Jahren einen Bruder verlor, während Bushs jüngste Schwester verstarb, da krabbelte der kleine George noch in den Ku-Klux-Klan. Derart frühe Verlusterfahrungen, so indes auch faschistische Psychologen, seien gar nicht mal sooo schlimm. Entscheidender sei ein gemeinsames Dolchstoßerleiden: Zwischen seinem 19. und 24. Lebensjahr wohnt Hitler in Obdachlosen- und Männerwohnheimen und muß erleben, wie seine Phantasien von der Vernichtung der Juden und der Auslöschung Rußlands auf angeekeltes Gelächter "stoßen"; und auch Bush stößt, da ist er grad mal 22 und im besten Mannesalter, zugunsten des Männerwohnheims "Air National Guard" mit Kampfjets wie ein Dolch in den Himmel, bis er eines Tages erkennt, daß die abgeschossenen Russen bei der nächsten Übung alle wieder quicklebendig sind! Bush recherchiert tagelang, dann das niederschmetternde Ergebnis: Es waren Platzpatronen...
Traumatisiert sind also beide, da kommt's beidseits noch dicker: Im August 1977 wird der kaum 31jährige mit der ehemaligen Lehrerin (!) und methodistischen (!!) Bibliothekarin (!!!) Laura Welch verheiratet und schenkt ihr das aparte Frühchenduo Barbara und Jenny Bush. Fast zeitgleich liegt, nach einem Giftgasangriff im November 1918, Hitler in einem pommerschen Lazarett, vorübergehend erblindet und also unfähig zur Lektüre seiner politischen Notizen: "Rußland den Franzosen oder was - ich konnte meine ureigensten Visionen nicht mehr lesen!" witzelt Hitler anläßlich seines Einzugs ins Repräsentantenhaus, bevor er 1988 zum Gouverneur von Texas gewählt wird und, als die Aktien seiner Bush's Oil Exploration Company gen Null tendieren, die Frühchen gewinnbringend verkauft.
Kriminell benutztes Insiderwissen? Vielleicht. Doch nicht von ungefähr thematisiert Sebastian Haffner auch "Hitlers Erfolge". Lange vor dem legendären 11.9., nämlich schon Anfang jenes Jahres, so kürzlich der von ihm gefeuerte Finanzminister O'Neill, beschließt Bush die Vernichtung Saddam Husseins samt seines Staates; und nur milde spiegelverkehrt beschließt am 9.11. (!) ein gemeinsam mit Ludendorff und Röhm veranstalteter Putschversuch in Bayern vorerst Hitlers Karriere (1923). Ungezählte tote Bayern hier, geschätzte zwanzig- bis vierzigtausend tote Iraker dort, dort Sieg und Olymp, hier Niederlage und fünf Jahre Festungshaft mit Begnadigung nach immerhin acht Monaten - ist mithin Bush der bessere Hitler? Kann aber andererseits hitlermäßiger als Hitler sein, wer sich selbst pulverisiert und anschließend zur Fahndung ausschreibt?
Denn schließlich: Nicht allein Karl Gustav Enzensberger macht nämlich in Hussein einen gleichfalls außerordentlichen Hitler aus; so daß, liegen unsere Denker richtig, im Golfkriegsfalle Hitler sich nun eigenhändig selber bombardierte und aus allen Würden und Palästen ballerte - für jemanden, den's nach originär A. Hitlerischer Weltbeherrschung dürstet, eine u.U. etwas wackelige Strategie. Und doch durchaus evident, sobald man eine neue Variable und Saukröte aus dem Ärmel schüttelt in Gestalt des obig schon gestreiften und am 30. 6. 1934 von Hitler I rasierten Adolf-Konkurrenten Ernst Röhm. Deutet man also Hussein als glasklaren Fall von Röhm II, dann, und nur dann! wiederholte mithin Bush als mittlerweile Hitler I gegen Hussein kongenial den Röhmputsch I, um - um? Das Fehlen eines sogenannten Hitlerbartes zu kaschieren, ja, auch das; vor allem aber, um von seinem lachhaft falschherummen Scheitel abzulenken! Samt einem kaum sehr adolflichen Körperbau auf Seiten des vermutlich nicht einmal in Braunau/ Niederösterreich entbundenen Texaners - von Mimik, Gestik, Habitus, Größe, Hobbys und Gewicht und ähnlichem ja besser sowieso zu schweigen.
Also genug der Indizien! Längst hat auch Noam Chomsky, laut Erich-Mühsam-Wiedergänger Nina Ruge so etwas wie der neue Möllemann, auf die krypto-hitlerischen Qualitäten der am 28.2. und 24.3.1933 erlassenen "Gesetze zum Schutz von Volk und Reich" bzw. "zur Behebung der Not von Volk und Reich" hingewiesen und belegt, um wievieles stringenter und umfassender der zur "Verteidigung der Heimat" befohlene USA Patriot Act daherkomme: Die Überwachung der mobilen und Internetkommunikation etwa habe der deutsche Hitler noch völlig verbaselt, und verglichen mit dem Anschlag auf das WTC sei der gute alte Reichstagsbrand zwar nicht weniger willkommen, in Ausführung und Opferzahl, in Marketing und Optik freilich reiner Mumpitz.
Doch halt: Kann das faschistische Ermächtigungsgesetz vom Frühjahr 1933 seinem Vorbild namens "Fast Track" nicht zumindest das Wasser reichen? Letzteres erlaubt Bush die Durchsetzung bi- und multilateraler Wirtschaftsabkommen ohne Beteiligung des Kongresses; aber so was hatte Hitler nicht, brauchte es vielleicht auch gar nicht, Diktator der er war, kurzum: So wenig Bush mit Fug und rundherum als Hitler zu bezeichnen ist, so wenig ist es praktisch und ein wenig überraschend - Hitler selbst! Huch!
Sondern allein und einzig: S. Berlusconi.

Thomas Gsella





Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Carlos Ghosn (Großkapital)!

Carlos Ghosn (Großkapital)!

Einst haben Sie aus Nissan, Renault und Mitsubishi ein internationales Bündnis geschmiedet. Seit November letzten Jahres sitzen Sie in Tokio in Untersuchungshaft; Sie sollen gegen Börsenauflagen verstoßen, Ihr Gehalt falsch ausgewiesen und private Verluste auf Nissan übertragen haben. Selbstverständlich wehren Sie sich gegen die Vorwürfe, wittern »Verrat« und die »Verschwörung« einer »Armee«, die Ihnen gegenüberstehe.

Nun wissen wir nicht, was an den Anklagepunkten dran ist, aber Herrgott, Ghosn, geht man allein nach Ihrem Äußeren, wundern wir uns, dass Ihnen nicht viel ärgere Untaten zur Last gelegt werden. Sie sehen aus wie jemand, der regelmäßig Dinge blafft wie »Ich hab genug gehört« und »Schafft ihn weg!«. Wie jemand, der mit einem Knopf unter der Schreibtischplatte eine Falltür öffnen kann. Jemand, der sich mit Blick aus dem obersten Stockwerk eines Wolkenkratzers einen 60 Jahre alten Whisky einschenkt, den er seiner globusförmigen Hausbar entnommen hat, während einer seiner Konkurrenten gefesselt und geknebelt vor ihm kniet. Kurzum: Man würde Ihre Besetzung als Bond-Bösewicht wegen Klischee-Übererfüllung ablehnen. Von Ihrem spukhaften Nachnamen wollen wir gar nicht erst anfangen!

Heute mal oberflächlich: Titanic

 Jetzt mal im Ernst, MDR!

In einem Spielbericht hast Du behauptet, alle drei Tore seien »durch einen ruhenden Ball« gefallen. Muss sich der Ball nicht doch ein ganz klein wenig bewegen, damit ein Tor fallen kann?

Fragt in sich ruhend, den Toren beim Fallen zusehend: Titanic

 Huhu, »Welt«-Journalist Peter Praschl!

Ein Texteinstieg muss neugierig machen, packen, sonst wird der Rest nicht gelesen. Das gilt besonders für Bezahlinhalte, deren erster Absatz frei einsehbar ist, und so begannen Sie einen Artikel über Sharon Tate mit den Worten: »Nichts wirkt so belebend wie eine ermordete junge Frau. All diese Fantasien, die sie entfacht – was aus ihr noch hätte werden können.«

Nun lässt sich eine Paywall aber rein technisch schwer überwinden, wenn man beim ersten Satz direkt auf den Bildschirm kotzen muss. Denn abgesehen davon, dass junge Frauen es deutlich weniger erfrischend finden, ermordet zu werden, als Sie und jemand, der sich statt mit Limonade mit Femiziden erfrischt, eher in die Psychiatrie als in die Medien gehört, evoziert Ihr Ekelgeschwalle in uns das Bild, wie Ihnen beim Schreiben solcher Widerlichkeiten die Hose aufgeht, und gegen solch starken Brechreiz ist noch kein Kraut gewachsen.

Immerhin, Praschl, stellt sich, sollte Ihnen etwas zustoßen, nicht die Frage, was aus Ihnen noch hätte werden können. Klar wäre einfach: Es wird keine neuen Texte von Ihnen geben. Und diesen Gedanken findet sehr belebend: Titanic

 Toller Service, »Manager Magazin«:

»Prokrastinations-Test: Sind Sie der König der Aufschieber?« Wir wollten uns natürlich sofort testen, aber leider war noch der Abwasch zu erledigen, und spazierengehen wollten wir ja auch, und endlich auf diese eine Mail antworten …

Aber morgen dann ganz sicher! Titanic

 Schwach, Bundesagentur für Arbeit!

Da wurdest Du dafür kritisiert, dass Du eine Hartz-IV-Empfängerin zum Lösen veritabler Grundschulaufgaben gezwungen hast. Auf die Netzschelte wegen Anweisungen wie »Schreibe unter das Bild das passende Wort« hin knicktest Du sogleich ein: »Wir können gut verstehen, dass die Teilnehmenden dies kritisieren, und teilen diese Meinung auch.«

Dabei, Bundesagentur, schulst Du damit unserer pädagogischen Expertise nach diese am Arbeitsmarkt unentbehrlichen Fähigkeiten: 1. bedenkenlos Befehle ausführen, 2. stupide Jobs erledigen, 3. Hilflosigkeit ertragen wie ein Kind, 4. das Gutsherren-Du akzeptieren und 5., am wichtigsten, komplette Selbstaufgabe!

Regt sowieso eine Umbenennung in Bullshitjob-Agentur an: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Genialer Lifehack

Du bist gerade unterwegs und möchtest wissen, wie spät es ist? Dummerweise hast du zwar keine Uhr, dafür aber eine Sozialphobie im Gepäck, kannst also auch keinen Fremden auf der Straße fragen? Kein Problem! Suche einfach den nächsten Supermarkt auf. Wähle eine Tütensuppe aus (ich habe sehr gute Erfahrungen mit der »Frühlingsgemüsesuppe« gemacht), gehe zur Kasse und bezahle sie. Tadaa! Auf dem Bon findest du die Uhrzeit. Auf die Sekunde genau.

Katharina Greve

 Das Urteil

Seit sich in unserem Kafka-Lektürekreis herumgesprochen hat, dass die Dohle auf tschechisch »kavka« heißt –was, nebenbei bemerkt, natürlich auch Franz Kafka bekannt war und Spuren in seinem Werk hinterlassen hat –, wird bei uns statt des Ausdrucks »kafkaesk« nur noch das Wort »dohlenartig« verwendet. Anfangs hat mich das ja durchaus amüsiert, aber jetzt, nach etlichen Monaten, wirkt das Ganze auf mich doch eher albern oder zwanghaft. Teilweise finde ich die Situation sogar regelrecht dohlenartig.

Andreas Maier

 Russtikal

Die einen nennen die klassische Technik, wenn einen beim Wandern das Unwetter überrascht, schlicht »nackter Oberkörper« – für mich jedoch ist das »die russische Regenjacke machen«.

Theobald Fuchs

 Verpasste Gelegenheiten

»Rückblickend hätte ich schon einiges anders gemacht«, sagt die Mittzwanzigerin am Nebentisch. »Zum Beispiel hätte ich mit meinem Freund damals eigentlich gern mehr Zeit verbracht. Dann hätten wir uns auch viel früher getrennt.«

Tilman Birr

 Feindschaftspreis

Seit ich hier in Berlin wohne, hole ich mir bei meinem bevorzugten asiatischen Restaurant regelmäßig das einzige vegane Gericht. »6,90 Euro – für dich!« hieß es dort stets schmunzelnd vom Chefkellner. Letztes Mal überreichte mir erstmals eine andere Bedienung meine Bestellung: »Macht dann 5,90 Euro.«

Dominik Mauer

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 20.03.:

    Für die Taz hat Fabian Lichter den Fußballbundestrainer Jogi Löw interviewt.

Titanic unterwegs
22.03.2019 Wuppertal, Volkshochschule Uwe Becker
23.03.2019 Leipzig, Café »Das Kapital« Katharina Greve
23.03.2019 Leipzig, Buchmesse Thomas Gsella
23.03.2019 Leipzig, LURU-Kino in der Spinnerei Paula Irmschler