Inhalt der Printausgabe

Heinz Strunk

Intimschatulle 39: »Die gläserne Schüssel«

1.5. 6.30 Uhr hoch. Tageslauf: 1) Korrespondenz 2) Schreibtischschubladen geordnet 3) Stiefel gewichst 4) Blumen gegossen 5) zum Zahnarzt 6) weißleinenen Maureranzug gekauft, dazu eine entsprechende Mütze (Brecht-Style) 7) 16.00 Uhr Buchbasar 8) 18.00 Uhr Rückkehr vom Schilfmähen. Impuls des Tages: Gib alles oder laß es!

2.5. Zur Vervollkommnung meiner schriftstellerischen Laufbahn fehlt mir noch der ganz große Wurf, ein bahnbrechendes Epos, idealerweise Trilogie, jeder Band nicht weniger als ein Blauwal (= 1000 plus Seiten), insgesamt also bummelig 3000 Seiten. Titel: DIE GLÄSERNE SCHÜSSEL. Allein im Titel ist ja schon alles drin. Für die breite Masse unlesbar, Stichwort Ulysses. In 100 Jahren soll man sich zuraunen, insgesamt hätten nur sieben Menschen den Roman zu Ende gelesen. Und selbst denen sei er ein Rätsel geblieben. Aufgabe für die kommenden Jahre: systematisch für den Roman sammeln.

3.5. »Laßt endlich den Ernstfall eintreten, damit ich die Sorge los bin und handeln kann.« Ein Leben voll andauernder Sorge, aber schließlich die große Erleichterung, als die Katastrophe tatsächlich eintritt und man endlich etwas TUN kann.

4.5. Nehme eine im Laufe des Tages sich bedenklich steigernde Vitalitätssenkung wahr, die mich zwingt, bereits um 19.15 Uhr ins Bett zu gehen.

5.5. Gemischte Nachrichten von der isländischen Popsirene Björk (81): Seit ihre Songs auf Spotify kaum noch gestreamt werden, muß sich die exzentrische Heulboje notgedrungen in Nebenjobs verdingen. Stieß ihr Ein-Frau-Reinigungsdienst »Björks Wischmop« noch auf mäßige Resonanz, so entwickelte sich der Cateringservice Guðmundsdóttir BORGA TAKK! (übersetzt: Guðmundsdóttir [der Nachname der Elektrokünsterin] ZAHLEN, BITTE!), den sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Physiknobelpreisträger Hans »Hänschen« Uroholmen in der Inselhauptstadt Reykjavik betreibt, zu einem echten Erfolg. Renner ist neben »Vielerlei von Wal & Robbe« das »Carpaccio vom Polarfuchs«. Die Schatulle wünscht weiterhin viel Erfolg und einen guten Appetit!

6.5. Erst gegen neun hoch. Anmerkung: Überschlafen ist manchmal gut für die Produktion, weil die Träume vor dem Erwachen sehr lebhaft werden und gleichsam als Grundton poetisierend das wache Vorstellungsvermögen begünstigen.

7.5. Die Zeitschrift »Neon« wird eingestellt. Einer der vielen Gründe: In der Rubrik Singlebörse (oder so ähnlich) beschreibt sich ein Grafiker (31): »Ein paar Stunden Kundentermine sind okay, aber danach muß ich dann auch mal hart abspacken.« So stellt man sich den durchschnittlichen »Neon«-Leser vor.

8.5. Sachbuch »Durchbruch zum finanziellen Erfolg« von Büdek Letal: B. Letal, auch genannt »Mister Aua im Kopf«, gilt als einer der absoluten Top Speaker. (Wenn du wirklich brennst, kommen alle und wollen am Feuer stehen/Beginne den Tag früh und knocke die ganz wichtigen Dinge direkt als erstes aus/If you don’t feel like a winner, act like a winner/Das größte Risiko ist ein Leben ohne Risiko/create winning habits/Du mußt anfangen, bevor du bereit bist.) Bei der Speakers Night (Kölner Lanxess Arena) ist BL als Hauptact gebucht. Für so einen Auftritt bekommt er bis zu 20 000 Euro.

9.5. DIE GLÄSERNE SCHÜSSEL: Graf K, schlesischer Magnat, ostelbischer Uradel, viele Söhne, viele Töchter. Eine Tochter, Comtesse Agnes, seltsames Mädchen mit besonderen Anlagen. Ihr Weg über den Krieg, Ehe mit einem Sozialisten, Flucht und Heimkehr. Ein Sohn (Rüdiger) des Grafen heiratet die jüdische Bankierstochter Grete. Herrschaft des Grafen über die Kleinstadt K., dann Berlin. Der älteste Sohn Fritz geht nach New York, verliert sein gesamtes Vermögen am Schwarzen Freitag, Suizid. Frau des Grafen kränklich, Kindbett, Schwindsucht.

10.5. Schlagzeilen »vom Feinsten«: 1) MÄDCHEN ERLEGT BÄR MIT ARMBRUST 2) GAFFER ESSEN FEUERWEHR-LEUTEN DIE BRÖTCHEN WEG 3) MERKELS SELFIE-FÜCHTLING BETTELT IN FUSSGÄNGERZONE

Ob das wohl gut schmeckt? Ja! Ein Hoch auf Purps Party-Service

11.5. Heute taucht zwischen Kohl- und Blaumeisen, Buch- und Grünfinken, Sperlingen, Amseln, Goldammern auch ein Gimpel auf, ein starenartiger, großer bunter Vogel, den ich für einen Kreuzschnabel hielt. Bei näherer Betrachtung aber wurde ich unsicher. War es nicht ein Kirschkernbeißer? Beide Arten gehören zu den Finkenvögeln. Man weiß zu wenig. Was müßte man noch alles lernen?

12.5. Batterien im Milchaufschäumer gewechselt, Salz in Geschirrspülmaschine aufgefüllt, Rolex aufgezogen, Tee und Waschmittel gekauft, schwer zugängliche »Ecken« geputzt. Zwischendurch ZDF-Küchenschlacht (immer nur die letzten Minuten, wenn der Juror zum Kosten kommt) und Bares für Rares.

13.5. Eine gar nicht mal so dumme Frage: Wie groß ist eigentlich die Minderheit, der man angehört? Wie viele Deutsche beispielsweise verstehen die Intimschatulle? Ein Achtzigstel (ca. 1 Million)? Oder ist das viel zu hoch gegriffen? Ein Achthundertstel (80 000)? Oder noch viel weniger, ein Achttausendstel (8000)? Vielleicht ist selbst das noch zuviel. Realistisch: 1000. 1000 von ca. 100 Millionen (wenn Österreich und Schweiz und so eingerechnet werden). Déprimé.

14.5. DIE GLÄSERNE SCHÜSSEL: Wie lange brauche ich wohl dafür? 10 Jahre, 20 Jahre, gar länger? Also rasch, rasch, rasch wieder heim ans Papier. Oft sacke ich am Schreibtisch zusammen, der Kopf schlägt auf die Tischplatte, die Physis versagt. Meine Angst: Ohne daß die Hauptsache getan wäre, zu verenden. Alles Angefangene, was ich hinterlasse, macht einen grotesken, und vor Unfertigkeit eigentlich lächerlichen Eindruck. Also weiterschreiben, solange ich noch kann, die Schüssel, die Schüssel, die Schüssel …

15.5. Träumte, ich hätte 1,60 m lange Beine, dafür aber einen sehr kurzen Oberkörper und einen Riesenkopf (Kindergreis). Unschön. In diesem Zusammenhang: »Pierre M. Krause weiter in der Schrumpfung.« Es kommt mir tatsächlich so vor, als würde er immer kleiner, schrumpeliger, knurpsiger, ein stetiges Zusammenschnurren.

16.5. 1) Sätze, die sich mir unauslöschlich eingebrannt haben: Dieter Bohlen, irgendwann in den Neunzigern: »Ich sitze morgens hier auf meiner Terrasse, gucke auf die Alster, trinke Tee, und finde alles geil.« Glückspilz müßte man sein. 2) Leute, die kennenzulernen unbedingt lohnt: Lonely Lieutenant »Rübe«, Manfred Bestiali, Kurt Ast.

17.5. Unerquickliche Begegnung mit Meyer-Schulau. Boshafte Tirade gegen den DDR-Poeten Durs Grünbein, den er der Hochstapelei in Kunsttheorie, Hochstapelei im Drama, Hochstapelei im Lyrischen (»ungeheure Wülste, mit Häcksel gefüllt«) bezichtigt. Bleibe ein Talentchen für harmlose Reimerei. Meyer-Schulau, nun vollends in Rage: »Der Hochstapler stapelt weiter.« Höre es mir unbewegt an, verabschiede mich schließlich mit einer Ausrede (Kauf eines neuen Badeschwamms).

18.5. DIE GLÄSERNE SCHÜSSEL: Die Verknüpfung darf nicht die einer großen Intrige sein, sondern die des scheinbaren Zufalls, also des Schicksals. Rehabilitierung der Beschreibungsliteratur (1966 von Peter Handke geächtet). Drei Bände: Erster Band Vorkrieg/Wilhelminisch/Krieg. Band zwei Nachkriegszustand. Band drei: DDR/BRD 1954–2013.

19.5. Heute nichts.

20.5. Turnübungen, Massage, Schlammbad. Die Arbeit am St. Leopolder Basalt-Viereck fortgesetzt. Beachtliche Fortschritte. Das Viereck erscheint bei näherer Betrachtung seltsam rund. Gut. Abends in Richard II. gelesen. Die beiden großen Familien der Shakespearschen Gestaltenwelt: die Tatmenschen, die Unentschlossenen. Und oft ist der Unentschlossene die Hauptfigur des Stücks, dessen eigentlicher Gegenstand der Verfall ist.

21.5. Alltagsfrage: Warum duften eigentlich Blumen?

22.5. Eine gute Idee der Firma Pro Idee: Hoca. Bedeutet: hocken statt sitzen. Hoca gibt Ihnen auf dem WC die optimale, natürliche Haltung. Denn Forscher warnen: Die aufrechte Haltung widerspricht der Anatomie des Menschen und wirkt sich negativ auf die Darmentleerung aus. Durch diese 90-Grad-Haltung klemmt der Darm wie ein Gartenschlauch ab, schwere gesundheitliche Schäden können die Folge sein.

23.5. Was könnte auf die SCHÜSSEL folgen? (Voraussetzung: Ich lebe noch. Die SCHÜSSEL oder ich.) Vielleicht ein großes Tier-Epos. Die Ameisen. Die Affen. Ein weiterer zeitloser Klassiker, genau tausend und eine Seite stark.

24.5. Sat.1-Blitzüberweisung erhalten.

25.5. Liste von Dingen, die eigentlich ganz okay sind: Daß ich kein Sklave bin. Daß ich meinen Führerschein schon gemacht habe. Daß ich beim Positionierungs-Workshop »Highlight« zu den ersten fünf zähle.

26.5. Gesehen bei Bares für Rares: Eine etwa sechzigjährige Frau, Typ liebes Tantchen, möchte ihre silberne Halskette verkaufen. Standardfrage Horst Lichter: »Darf ich fragen, wo die Kette her ist?« Die Frau gibt an, sie zu ihrer Hochzeit vor 32 Jahren geschenkt bekommen zu haben. Horst Lichter: »Also, mir gefällt die jut. Tolles Stück dat. Warum willste die denn verkaufen, mein Täubchen?« Frau, ausweichend: »Weil ich sie so lange schon nicht mehr getragen habe.« HL setzt nach: »Gefällt dir dat jute Stück etwa nicht mehr?« Frau zeigt auf ihren Hals und sagt: »Doch, sie paßt nur nicht mehr«. Sie schämt sich. Daraufhin Horst Lichter mit dem bestmöglichen Satz: »Mensch, mein Engelchen, dat macht doch nix. WIR WERDEN IM ALTER EBEN ALLE MEHR.« Die Frau, verstanden und getröstet, nickt erleichtert. Was für ein Satz! Phantastisch, kann so nur Horst Lichter bringen. Versöhnliches Ende: Die Kette wurde 140 Euro über Schätzpreis (500 Euro) an Händler »Waldi« verkauft.

27.5. Unglaublich verdreckte Fickschüsseln: Opel Senator, Renault Ei, Nissan Konfetti.

28.5. Interessante Krankheit mit einem interessanten Namen: Lutz-Dysplasie.

29.5. Karriereschatulle: 1) Wenn du versuchst hineinzupassen, wirst du bloß verschwinden 2) Dem Geld darf man nicht nachlaufen, man muß ihm entgegenkommen 3) Ein Vogel hat niemals Angst, daß der Zweig unter ihm brechen könnte

30.5. Nach der SCHÜSSEL und den AMEISEN könnte ich noch einen großen Briefroman »hinterherschieben«, mir schwebt da was Ähnliches vor wie die Persischen Briefe (Charles de Secondat, Baron de Montesquieu).

31.5. Humor kann niemanden retten … letztlich bricht einem das Leben doch das Herz.

Nach Notat im Bett.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Weil Ihnen u.a. aufgrund jahrzehntelangen Kokainschmuggels in die USA dort eine lebenslange Haft droht, versuchen Sie nun, auf dem ebenso hart umkämpften Modemarkt Fuß zu fassen. Via Instagram kündigte Ihre Ehefrau Emma Coronel Aispuro Ihr gemeinsames Fashion-Label »JGL« an: »Ich habe ein Projekt für eine Modelinie. Ich will meinen und Joaquíns Stil voranbringen.«

Dass auch Ihre Haute Couture süchtig machen und zahlreiche Abnehmer finden wird, steht indes nicht zu bezweifeln – bei Ihrem feinen Näschen für guten Stoff!

War dagegen noch nie en vogue: Titanic

 For fuck’s sake, George Clooney!

In einer englischen TV-Show erzählten Sie uns, dass Sie einmal vor Ihrer Haushälterin die »braune Windel« eines Ihrer Kinder aus dem Müll genommen hätten, um diese dann genüsslich auszulecken. »Sie lief schreiend weg!« feixten Sie. Und wenn Sie, Clooney, jetzt denken, dass an dieser Geschichte auch nur irgendetwas besser wird, weil Sie, wie Sie nachschoben, die Windel vorher mit Nutella präpariert hatten – dann irren Sie krankes Schwein sich aber gewaltig.

Begeben Sie sich in Behandlung! Titanic

 »Auto Motor und Sport«!

In Deiner Ausgabe vom 28. März hast Du den Audi R8 getestet und mit fünf von fünf Sternen bewertet. Da steht dann zum Beispiel unter »Umwelt« als Pluspunkt »geringe Umweltbelastung dank geringer Stückzahl« sowie, allen Ernstes, »nachhaltig, da voraussichtlich lange Nutzung«. Nun lässt sich derlei natürlich auch über Kreuzfahrtschiffe sagen, die es ja auch nicht in sooo hoher Zahl gibt und die immerhin ein paar Jahrzehnte halten.

Aber Minuspunkte hast Du in dieser Rubrik ebenfalls ausfindig gemacht, wenigstens einen: »Okay, sagen wir, wie es ist: sehr hoher Verbrauch«. Der aber letztlich wurscht ist, denn über dem Testkasten resümierst Du mit brutaler Ehrlichkeit: »Fünf Sterne? Aber der CO2-Ausstoß und der … egal. Einfach egal! Fünf Sterne verdient sich alleine schon der V10, weil er einer der letzten Sauger ist. Am besten heute fahren, morgen ist es zu spät.«

Haha, lustig. Und weißt Du was, »Auto Motor und Sport«, übermorgen ist es sogar noch später, weil wir alle zu tot sind, um Zehnzylinder-Monstren zu fahren.

Du saugst! Titanic

 Winfried Kretschmann!

Auch Sie haben die Schüler der Bewegung »Fridays for Future« dafür kritisiert, dass sie freitags nicht in die Schule, sondern für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gehen. Die Proteste müssten früher oder später ein Ende finden und könnten »nicht ewig so weitergehen«, befanden Sie. Und: Auch Klimaschützer müssten sich an Regeln halten, es gelte die Schulpflicht.

Stimmt genau, Kretschmann, das haben Sie gut erkannt! Die Schüler müssen unbedingt wieder öfter in die Schule! Dann lernen sie noch viel schneller, dass einer wie Sie vollkommen unwählbar ist.

Strike! Titanic

 Gute Idee, Spektrum.de!

Die zukünftige Kolonialisierung des Weltalls und die dazu nötige Raketentechnologie kommt zwar auch dank privater Unternehmen ganz gut voran, doch nach oben ist natürlich – buchstäblich – keine Grenze gesetzt. Und so verkündetest Du, dass die Raumsonde New Horizons auf dem Kuipergürtelobjekt Ultima Thule Alkohol gefunden hat.

Damit wäre der erste Schritt für ein schnelleres Vorantreiben der Besiedlung getan. Jetzt müssen wir dieses Ergebnis nur noch der Schnapsnase Jean-Claude Juncker stecken, und in weniger als zehn Jahren ist jeder noch so kleine Asteroid durch die ESA auf Fusel abgeklopft und besiedelt.

Verneigt sich vor Deiner intergalaktischen Genialität: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Technikpionier

Dass meine Zeitmaschinen viel besser funktionieren als sämtliche Konkurrenzmodelle, ist nun wirklich keine Überraschung. Ich bau’ die Dinger ja schließlich schon seit 2069.

Andreas Maier

 Zwiebelschlaf, der:

tritt auf nach langen Kochsitzungen mit Zerschneidung von Zwiebelgewächsen. Aufgrund der Überanstrengung und Überessung erfolgt beschleunigtes abendliches Müdewerden. Da in den Augen aber immer noch (!) ätherische Zwiebelöle herumschwimmen, folgt direkt auf jedes noch so beiläufig-friedliche Zufallen derselben ihr unmittelbares, schreckbegleitetes und schmerzvoll-brennendes Wiederaufreißen. Kann sich bis drei Uhr morgens hinziehen und nur überwunden werden, indem die betroffene Person sich einen in Mixed-Pickles-Sud getränkten Waschlappen über den Kopf zieht und die Worte »Gelegenheit macht Zwiebel, jetzt reicht es aber mal« geheimnisvoll vor sich hinmurmelt, aus dem Fenster springt und selig auf dem Komposthaufen verschimmelt.

Adrian Schulz

 Waschzwang

Ich wasche immer erst ab, wenn alle kleinen Löffel dreckig sind. Die gehen mir immer als erstes aus. Wenn ich also beim Morgenkaffee merke, dass ich keinen sauberen kleinen Löffel mehr habe, dann wird richtig krass abgewaschen. Zumindest ein kleiner Löffel.

Dorthe Landschulz

 Neuer Ethik-Kodex

Um mehr Fairness im Online-Handel zu erreichen, schlage ich vor, dass profitmaximierende Abmahnanwälte hin und wieder auch mal etwas bei ihren Opfern bestellen.

Jan Guthmann

 Ehrliche Speisekarte

Ich fand es bemerkenswert, wie auf dem Menüplan zumindest im Diminutiv auf das Tierleid in der Fleischproduktion hingewiesen wurde: »Heute: Schwein-Elendchen«. Es war dann aber leider doch nur ein Tippfehler.

Jürgen Miedl

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
26.05.2019 Berlin, Volksbühne Heiko Werning mit Paula Irmschler u.a.
28.05.2019 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner
28.05.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hans Traxler. Zum Neunzigsten«
29.05.2019 Schwäbisch Gmünd, Esperanza Thomas Gsella