Inhalt der Printausgabe

 

»Die Renaissance des Gentleman ist derzeit nicht nur medial in aller Munde. Soziologisch verbirgt sich dahinter die Rückkehr eines nostalgisch-konservativen Männlichkeitsideals, in der praktischen Umsetzung bedeutet dies ein ­gesteigertes Interesse an Produkten, Dienstleistungen und jener Lebensart, die den klassischen Herrn auszeichnen.« – Gentleman’s Circle Berlin

 

Ein herber Duft von Whisky, Tabak und Pflegeprodukten strömt mir entgegen, als ich die dunkle Holztür von Nick’s Barbershop in Frankfurt-Bornheim aufstemme. »Hey!« grüßt mich Nick, der mit einem Kunden beschäftigt ist. Ich erkenne ihn vom Foto auf der Homepage. »Bin in zwei Minuten bei dir.« Ich nutze die Gelegenheit, mich umzusehen. An den holzvertäfelten Wänden hängen alte Werbeplakate und Schwarzweißfotos von bärtigen Männern. Ein gigantischer Büffelschädel thront auf einer alten Vitrine. In einem Wildledersessel fläzt sich ein Kunde, der sich mit Nickelbrille, Karohemd, Hosenträgern und einem knautschgesichtigen Hund auf dem Schoß perfekt ins Inventar einfügt. Ein wohliges Röcheln ist zu vernehmen. Ob es von dem Hund kommt oder von dem stolzen Vollbart, den sich der Wartende unentwegt krault, ist schwer zu sagen. Von Zeit zu Zeit greift er in die Bonbonniere auf dem runden Holztisch, die mit bunt leuchtenden Speckwürfeln gefüllt ist. Es läuft Rap.

»Classic services for classic men« steht in ­vektorisierter Saloonschrift auf dem Flyer am Empfangstresen. Es ist ein seltsamer Stilmix, der Fragen aufwirft. Doch ein spitzes Klingeln reißt mich aus den Gedanken – ding! Es ist Nick, der hinter mir steht und einen Batzen Kautabak in einen Napf in der Ecke spuckt. Kräftige tätowierte Arme, Nadelstreifenweste, Kapitänsmütze. Sein Bart ragt dicht und kantig in den Raum wie ein frisch gebackenes Kastenbrot. Er drückt mir ein Glas Whisky in die Hand: »Was kann ich für dich tun?« Ich bitte ihn um einen Termin. Ein Blick auf die Taschenuhr verrät Nick, daß er mich »kurz einschieben« kann. Sehr gut! Daß ich plane, einen Artikel über Barbershops zu schreiben, die neuerdings wie Bartstoppeln aus der Epidermis schießen beziehungsweise aus dem Erdboden (wie Pilze), verrate ich zu diesem Zeitpunkt lieber noch nicht. Sogar im uncoolen Regensburg soll es jetzt einen geben, so hörte ich.

Ich nehme auf dem Friseurstuhl Platz. Nick macht sich sogleich mit dem Barbiermesser an mir zu schaffen und zählt mir die Vielfalt des Shop­angebots auf: »Wir machen viel mehr als nur ­Barberservice. Mußt mal am Wochenende vorbeikommen! Wir veranstalten Whiskyseminare, Pokerabende, Alt-Folk-Konzerte, Baconbrat­workshops, Zigarrenrauchrunden, Kreidetafel-Kalligraphiekurse und und und…« Ich bin beeindruckt. Es scheint zu stimmen, was man so hört: Der Barbershop ist mehr als nur ein besserer ­Frisör. Er ist ein Lebensgefühl, ein Rückzugsort für den modernen Mann von vorgestern.

Ein weiterer Kunde tritt ein. Er ist schätzungsweise Anfang zwanzig und trägt einen Frack. Auf seinem Zeigefinger rotiert ein Basketball. Sein Name ist Dirk, englisch ausgesprochen: Dörk. Er nimmt auf dem Stuhl neben mir Platz. »Jaaames!« brüllt Nick. Ein Koloß von gut und gerne hundertzwanzig Kilo tritt grußlos aus dem Hinterzimmer. In der Hand hält James ein Messer, das eher an das eines Fleischers erinnert. Mehrmals umschleicht er schnaufend den Kunden wie frisch erlegtes Beutegut, den Blick starr auf dessen Bart gerichtet. Dann stößt er einen dumpfen Schrei aus und zerlegt ihn, den Bart, mit wenigen, gezielten Hieben. Ich zucke mehrmals zusammen, Dirk hingegen nicht einmal mit der Wimper.

Als James sich eine Zigarre anzündet, gehe ich davon aus, daß die Prozedur beendet ist. Doch weit gefehlt! Er geht vor Dirk auf die Knie. Mit einem Zug zieht er die gesamte Zigarre weg, dann nimmt er Dirks frisch tranchierten Bart in den Mund und bläst den Rauch in ihn hinein. Georgia steamy wheeze heißt die Technik, der ich beiwohne, wie mir Nick gebannt zuflüstert. Dirk und James ­erheben sich, reichen sich die Hände, dann verläßt Dirk den Laden. Durch die Frontscheibe sehe ich, wie seinem Bart auf majestätische Art Zigarrenrauchschwaden entsteigen. Er schwingt sich auf sein Hochrad, knautscht zweimal beherzt die Ballhupe und fährt davon.

»Tja, da staunste, wie?« triumphiert Nick. »Ich hab James nachts in Amsterdam kennengelernt. Mein bester Mann!« Ja, ich staune, doch nicht nur über James, sondern auch über meinen Anblick im Spiegel. Nicht nur formschön ist mein Bart geworden, sogar länger als zuvor. »Nichts für ungut!« erwidert Nick meinen fragenden Blick, »Aber ich hab ein paar Extensions eingeflochten. So macht er mehr her!« Ich bin überaus zufrieden. Nick klatscht mir großzügig Pomade ins Haupthaar und schmiert es nach hinten, ganz im Stile eines alten Gentlemans mit sehr viel Pomade im Haupthaar. Dann brennt er mir mit einem glimmenden Draht das Shoplogo in die Kotelette. »Damit du nicht ­vergißt, wo du herkommst!« lacht er. 

Vielleicht liegt es am Zigarrenrauch, dem Duft des Harzes, das aus dem Mobiliar quillt, oder an den acht Gläsern Whisky, die ich während der Behandlung zu mir genommen habe, jedenfalls überkommt mich eine eigenartige Euphorie. Ich fühle mich rauh und gepflegt zugleich, altmodisch und zeitgemäß. 

James verschwindet im Hinterzimmer. Er ­donnert die Tür so heftig hinter sich zu, daß die Wände wackeln. Hier und da löst sich die Holzvertäfelung, ein Bilderrahmen gerät ins Wanken und fällt herunter. Ein klaffendes Loch wird in der Wand sichtbar, bzw. handelt es sich eher um einen Tunnel, einen orange wabernden Strudel. Irgendwie kommt er mir bekannt vor. »Nein, bitte nicht!« ruft Nick. Ich kann das wilde Pochen seines ­Herzens sehen. Ich beruhige ihn, gehe hinüber, um das Bild wieder aufzuhängen. Doch plötzlich schießt mir etwas aus dem Strudel entgegen, ein langer Stab, dessen Ende zu einer Art Haken gebo­­gen ist. Er fischt deutlich erkennbar nach Nicks Hals. Nicks Augäpfel schießen mit trötendem Geräusch aus den Augenhöhlen. Blitzschnell wird er geschnappt und schreiend in den Tunnel gezogen. Das Loch in der Wand schließt sich. Mir ist elend. Was zur Hölle war in dem Whisky? So gern hätte ich Nick noch Fragen gestellt. Welche Ausbildung er gemacht hat, zum Beispiel, und ob das Traditionshandwerk und der Eklektizismus aus Gentlemankult, Black Culture und Rockabilly nicht letzten Endes doch nur ein Deckmantel sind, um der vermeintlichen Entmannung durch einen postpatriarchalischen Gesellschaftswandel nachzuweinen. Doch diese Fragen werden wohl ungeklärt bleiben. Bedripst verlasse ich den Laden und staune abermals. Wo vorhin noch triste Fünfzigerjahre-Betonbauten waren, stehen nun Jugendstilvillen aneinandergereiht. Schnörkelige Straßen­laternen säumen das Kopfsteinpflaster, das vorher noch Asphalt war. Alles ist sepiafarben. Ich mache ein paar Schritte rückwärts, will zurück in den Laden, doch da ist kein Laden, nur eine kahle Wand. Ich gehe die Straße hinab. Eine Gruppe tätowierter Frauen in Petticoats geht an mir vorbei. Ein paar Matrosen pfeifen ihnen hinterher. Sie tragen Cornrows und tanzen Capoeira zu Marschmusik. Mein Kopf tut weh. Ich will nach Hause.

 

Leo Riegel

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Peter Maffay!

Der »Berliner Morgenpost« verrieten Sie: »Die Zeit der Alkoholexzesse habe ich hinter mir gelassen. Die Aufnahmen, die ich unter Alkohol eingespielt habe, waren einfach nicht gut.«

Ach, Maffay, kein Grund zum Kummer. Die Aufnahmen, die Sie ohne Alkohol eingespielt haben, auch nicht.

Bittere Wahrheit von Ihrer Titanic

 Scheiße, liebe Sachsen!

»Sachsen: Jedes dritte Kind kann vor der Einschulung nicht richtig sprechen« – diese Schlagzeile vom 23. Juli gab uns zu denken: Wie um Himmels willen schafft Ihr’s denn, den beiden anderen Kindern das richtige Sprechen auch noch abzutrainieren?

Hält ja schon die Gusche: Titanic

 Wartet nur, Wespen!

Wartet nur, Wespen!

Nachdem Ihr nacheinander unseren IT-Mann und unsere Redaktionsassistentin gestochen, beim Konferenzessen unsere Schnitzel belagert und dicke Stücke aus unseren Fritten gefräst habt und massenhaft in unsere Biere geplumpst seid, fragen wir uns: Was macht Euch so unbesorgt und hochnäsig? Denn jetzt, da die Klimaerwärmung richtig loslegt, ziehen bald die richtig dicken Dinger aus dem Süden bei uns ein und machen Euch fertig, ha! Da wäre zum Beispiel der Mittelmeerskorpion, der Euch mit seinem flinken Stachel den Garaus machen wird! Sein Gift kann nämlich sogar Menschen tö- ... Halt, stop!

Reicht Euch doch noch mal die Hand: Titanic

 Natürlich, Herr Fleischhauer!

In Ihrer Kolumne verkündeten Sie, dass die Kanzlerin ihre Politik als fortgesetzten Widerstand gegen den Nationalsozialismus sehe: »Am vergangenen Freitag hat Angela Merkel ihre Sommerpressekonferenz gegeben. Der Termin war kurzfristig anberaumt worden, was dafür spricht, dass sie sich bewusst für den 20. Juli entschieden hat.«

Sehr überzeugend! Aber spricht diese Beobachtung nicht auch genau für das Gegenteil? Also dafür, dass Angela Merkel sich den 20. Juli gerade nicht extra lange freigehalten hat, um die Pressekonferenz zu veranstalten, sondern es eben an diesem Tag kurzfristig am besten passte? Aber das kann ja der überlegensten Logik passieren, dass auch ihr Gegenteil Sinn ergibt. Uns scheinen allerdings Thema, These und Argumentation Ihrer Kolumne dieses Mal irgendwie besonders kurzfristig anberaumt worden zu sein.

Nur so ein Gefühl von Titanic

 Wahlkämpfende CSU!

Nachdem Dein Hassthema Flüchtlinge demoskopisch und demagogisch in die Lederhose gegangen war, musstest Du dringend bei richtigen Themen etwas versprechen, beispielsweise »bestmögliche Versorgung im ländlichen Raum«. Konkret: »Ausbau der Telemedizin« und »Einführung einer Landarztquote«.

Und weißt Du was, CSU, eine TV-Serie à la »Der Landarzt«, mit Pflichtquote bei den Bettlägrigen, damit wäre beides erreicht!

Verspricht: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Zur Verkehrslage

Verkehrsinfarkt, Megastaus, Abgasskandal, Parkplatznot – auf den deutschen Straßen herrscht Chaos, Aggression und Frust. Es ist allgegenwärtig: Viele Autofahrer ertragen das alles nur noch im SUV.

Thorsten Mausehund

 Frage

Wann gibt es endlich den Seit-es-Zwinkersmileys-gibt-muss-jede-ironisch-gemeinte-Botschaft-damit-versehen-werden-da-sie-sonst-keinesfalls-mehr-vom-Rezipienten-als-überspitzt-dechiffriert-werden-kann-und-deshalb-heftige-Reaktionen-auslöst-Frown?

Jürgen Miedl

 Das Familienfest

Die letzte Illusion, noch ein Quentchen Berufsjugendlichkeit innezuhaben, geht flöten, wenn den pubertierenden Neffen damit gedroht wird, zur Strafe im Auto der Tante mitfahren zu müssen, wenn sie nicht spuren.

Miriam Wurster

 Vergeblich

Sich einen ganzen Sommernachmittag lang auf dem Balkon in der Sonne aalen, dabei über den Sinn und Zweck des Effizienzgedankens nachsinnen, am Ende zu keinem Ergebnis gelangen und schlussendlich alle Überlegungen hierzu wieder komplett vergessen. Passiver Widerstand im Zeitalter des Neoliberalismus kann so geil sein!

Burkhard Niehues

 Paradoxon

Seit bekannt ist, dass Menschen mit einer narzisstischen Neigung aus Eitelkeit niemals in Therapie gehen würden, werden die Therapeuten geradezu überrannt von Narzissten, die beweisen wollen, dass sie keine sind.

Teja Fischer

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 23.09.:

    Nordbayern.de interviewt TITANIC-Boygroup-Boy Oliver Maria Schmitt.

  • 23.09.:

    Die Seite "Werben & Verkaufen" lobt den PARTEI-Wahlkampf in Bayern.

Titanic unterwegs
26.09.2018 Rostock, Peter-Weiss-Haus Max Goldt
26.09.2018 Bad Oldesloe, KuB Christian Y. Schmidt
27.09.2018 Würzburg, Posthalle TITANIC-Boygroup mit Gsella, Schmitt und Sonneborn
28.09.2018 Herzogenaurach, Vereinshaus TITANIC-Boygroup mit Gsella, Schmitt und Sonneborn