Inhalt der Printausgabe

Heinz Strunk
Intimschatulle 41

»Entschuldigung, ich bin Christ«

1.7. Bald ist es soweit, und es geht ab in die ersehnte Sommerfrische (Urlaub). Heuer habe ich mir etwas ganz Besonderes ausgedacht: Erholung UND Erbauung. Ein Road-Trip, eine moderne Pilgerfahrt, ein automobiler Jakobsweg, der mich zu sämtlichen Autobahnkirchen bzw. Autobahnkapellen Deutschlands führen wird. Als gläubiger Autofahrer und christlicher Autor schwebt mir das schon länger vor, Jahr um Jahr habe ich es verschoben, doch nun und solange ich gesundheitlich noch dazu in der Lage bin, gehe ich es endlich an! Als ich in meinem evangelischen Hauskreis darüber berichtete, stieß ich auf nur wenig Ablehnung (Schadstoffausstoß), aber viel Begeisterung. In ein paar Tagen schon sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden! Gemütslage: aufgeregt, konzentriert, nachdenklich.

2.7. Ein christlicher Buchautor, ein christlicher Künstler, ja, das bin ich fürwahr. Manchmal scheint es mir, als steckte in jedem Buchstaben, den ich zu Papier bringe, die gesamte Bibel.

3.7. In den Psalmen gelesen. Heiteres, aber auch zum Denken Verleitendes. Die vielen Kriege, die überall auf der Welt toben. Dereinst wird man in den Museen Raketen ausgestellt sehen, wie jetzt die alten Folterwerkzeuge, und wird darüber staunen, dass derlei einmal ernsthaft die Welt bedroht hat.

4.7. Reisevorbereitungen. Kulturtasche – check! Wechselwäsche – check! Schlafanzug – check! Usw. Habe auch jede Menge »musikalische Nervennahrung« dabei, z.B. CDs von Michael Hirte: »Tonangebend« und »Nackt vor Gott«.

5.7. Es geht los! Meine Akkus (leider auch die Glaubensakkus) sind leer wie eine Autobatterie nach zwei Jahren Standzeit. Mein Weg führt mich zunächst auf der A7 in die Autobahnkirchen Dammer Berge (ökumenische Autobahnkapelle), Roxel (Autobahnkapelle) und Wittich (evang. Autobahnkirche). Herrliches Wetter. »Schiebe« viele Pausen ein (endlich mal keine Terminhetze). Notiere immer wieder Zeilen für mein nächstes (Sach-)Buch-Projekt. Arbeitstitel: »Entschuldigung, ich bin Christ« (eine Art Fortschreibung des Klassikers »Pardon, ich bin Christ«).

6.7. Deutschland ist schön! Erkenntnis 1: Niemals konnte Noah die Welt so gut sehen wie von der Arche aus, obgleich sie geschlossen und es auf Erden dunkel war. Erkenntnis 2: Ich bin nur mir selber gut, wenn ich tue, was ich soll. (Diderot, Lettres, 8.10.1760)

7.7. Immer wieder kindliches Erstaunen darüber, dass jemand, mit dem ich in der Eisenbahn gesessen habe, aussteigt und ich ihn nie wiedersehen werde. Ähnlich ist es auch mit den anderen Betenden in den AKs (Autobahnkapellen).

8.7. Karriereschatulle: 1) Bei mir gehen Kopf und Füße Hand in Hand. 2) Wenn dich jemand missachtet, dann störe ihn bitte nicht dabei. 3) Das Leben ist ganz einfach. Bist du glücklich? Dann mach alles weiter so wie bisher. Bist du unglücklich? Dann ändere etwas (Gott).

9.7. Slogans zur freien Verfügung (bitte zugreifen). Wenn Sie zufällig Kreuz (z.B. Markus Kreuz) heißen und eine christliche Buchhandlung betreiben: BUCHHANDLUNG KREUZ – BÜCHER IM ZEICHEN DES KREUZES.

10.7. Auf der A4 unterwegs. Stationen: Uhyst am Taucher (schmuddelige Sanitäranlage), Gelmeroda, Schwabhausen (Bänke angekokelt), Wilsdruff (Gesamteindruck gut, aber leider nicht barrierefrei). Bereits im Mittelalter wurden dem Wanderer, Pilger und Reisenden Andachtsmöglichkeiten in Form von Kapellen und Kreuzen am Wegesrand angeboten. Sie dienten als Orte des Schutzgebetes und der Besinnung und erinnerten die Menschen daran, sich auch reisend immer wieder auf Gott zu besinnen. Dasselbe tun die Autobahnkirchen heute. Sie laden ein, zur Ruhe zu kommen, sich zu erholen und zu besinnen. Sie sind ein Gegenpol zum Leben auf der Überholspur, hier kann man zu Gott und zu sich selber finden.

11.7. Gedanke: Geschwindigkeitsbegrenzungen sind sinnvoll, Begrenzungen des Glaubens nicht. Steige spontan am Parkplatz Wolfsgrund aus, um einen Rosenkranz zu beten.

12.7. Ich gebe zu, dass mir Autofahren echtes Vergnügen bereitet. Bin eben doch ein Petrol Head, in meinen Adern fließt Benzin.

13.7. Weiter auf der A7: AK Kirchheim/Hessen (Gebetsraum riecht nach Essen), AK Holle, OT Gradorf, AK Gramschatzer Wald (verwahrloster Vorplatz). Rund eine Million Menschen besuchen jedes Jahr eine Autobahnkirche. Sie schätzen vor allem die Ruhe und die Anonymität. Viele von ihnen nutzen das bereitliegende Anliegenbuch, um ihre Gedanken festzuhalten, andere zünden eine Kerze an und geben eine Spende. Wer in Autobahnkirchen Rast gemacht hat, der fährt danach gelassener, rücksichtsvoller und sicherer. Der Besuch einer Autobahnkirche ist damit auch ein Beitrag zur Verkehrssicherheit.

14.7. Schlagzeilen, die nachdenklich machen: 1) BEINE ZU KURZ – KEIN FÜHRERSCHEIN 2) BULGARIEN: GERICHTSVOLLZIEHER PFÄNDEN ÜBER 1000 KINDER
3) UNSER BABY HAT DEN PAPST GEBISSEN.

15.7. Barmherzigkeit ist nicht Liebe, sie bedarf nicht der Erwiderung, urteilt nicht. Sie ist nur barmherzig, bedingungslos, für einen Augenblick, auch wenn der, gegen den sie barmherzig ist, dessen nicht würdig ist. Komme in der AK Brehna mit dem pensionierten Pastor Hauke ins Gespräch. Sehr gewinnender Mann, seit kurzem verwitwet. Erzählt, dass er zweimal im Jahr zum Schnorcheln auf die Kanarischen Inseln reist. Ein Mann in den späten Siebzigern beim Schnorcheln (klingt wie röcheln). Irgendwie peinlich, auch unappetitlich.

16.7. Fahrtgedanken: Wie soll man seine Tage verbringen? Im Gleichmaß, wie der Bach vorm Fenster dahinfließt? Oder soll man Aufregungen, Abwechslungen, Erschütterungen gerade nicht aus dem Wege gehen?

17.7. A6 AK Waidhaus (Gebetsraum vermüllt). Gedanken: Spurwechsel zu Gott/Ausfahrt zur Einkehr/Auch bei Tempo 180 fährt jetzt Jesus bei dir mit, er gibt dir Mut und Kraft auf deinem Höllenritt. Weiter zur AK Kochertalbrücke (frisch renoviert, ohne sichtbare Mängel). Schaue mich während des Gebets mehrmals um. Eine diffuse Angst wallt auf, überfallen und beraubt zu werden. Wäre ich Verbrecher, würde ich mir meine Opfer in Autobahnkirchen suchen. Arglos ins Gebet vertieft, schlaff, leichte Beute. Statt Gegenwehr zu leisten, segnen sie ihre Peiniger. Muss aufpassen, dass ich mich da nicht reinsteigere.

18.7. Steige im Motel Hösel Ost ab. Abends Lektüre von Kafkas Tagebüchern: »Sehe ich eine Wurst, beiße ich in meiner Einbildung mit ganzem Gebiss hinein und schlucke rasch, regelmäßig und rücksichtslos, wie eine Maschine. Die langen Schwarten von Rippenfleisch stoße ich ungebissen in den Mund und ziehe sie dann von hinten, den Magen und die Därme durchreißend, wieder heraus. Fülle mich mit Heringen, Gurken und allen schlechten alten scharfen Speisen an. Bonbons werden aus ihren Blechtöpfen wie Hagel in mich geschüttet.« Traurig. War Kafka Christ?

19.7. Tolles Angebot: Wenn man eine SMS an die 01636633777 schickt, erhält man Minuten später einen Reisesegen aufs Handy. »Den Weg des Friedens führe uns der allmächtige und barmherzige Herr. Sein Engel geleite uns auf dem Weg, dass wir wohlbehalten heimkehren.« 1a Service.

20.7. Was die Jungs von Willis Schwenk-Grill wohl gerade machen?

21.7. Auf der A9 über AK Himmelkron (dunkel, verwohnt), AK Meienburg, bis AK Trockau (sanitäre Anlagen außer Betrieb).

22.7. Dialog mit Gott am Steuer, er hört mir überall zu. Fast 1000 Kilometer gemacht, nachts schlafe ich wie ein Stein.

23.7. Meldung, dass die Schwedische Jugendpartei Sex mit Leichen und Geschwistern (Nekrophilie und Inzest) erlauben will. Man soll seinen Körper für Geschlechtsverkehr vermachen dürfen. Das ist nun die Welt, in der wir leben.

24.7. Denke heute viel an E. Er ließ sich bereits als Siebzehnjähriger »auf dem Totenbett« zeichnen. Zeitlebens über Selbstmord nachgedacht. Ausführung dann im einundvierzigsten Lebensjahr. Vorher hat er noch geliehene Bücher zurückgegeben.

25.7. Weiter auf der A57 in die AK Geismühle (schon etwas in die Jahre gekommen), dann zur AK Nievenheim (leider wieder nicht barrierefrei). Von dort aus Abstecher ins benachbarte Dormagen, um in der Johanneskirche die Predigt von Generalvikar Karsten Dollinger zu hören. Glaubensbekenntnis, Abendmahl, tut gut, einmal nicht alleine zu beten. Übernachtung in F. Man sagt mir, Napoleon habe hier auch geschlafen. Wo hat er nicht geschlafen? »Und hier hat Napoleon geschlafen« ist ein Satz, den ich auf meinen Reisen hundertmal gehört habe.

26.7. Immer wieder Rowdys, die, anstatt sich ordnungsgemäß einzufädeln, an der Schlange vorüberrasen und dann vorn rein. Ich verabscheue Leute, die sich nicht an die Spielregeln halten. Die bürgerlichen Tugenden werden verhöhnt und abgeschafft. Gottlob werde ich demnächst überhaupt nicht mehr am Verkehr teilnehmen. Ich entziehe mich der Welt.

27.7. Ein neuer Tag on the road, geprägt von melancholischen Reminiszenzen: Erinnerung an die Zeit, als ich noch ein kleiner Bub war. Ich wünschte mir so sehr ein Geschwisterchen. Deshalb habe ich Zuckerstücke aufs Fensterbrett gelegt, um den Klapperstorch anzulocken. Der Regen hat sie weggespült. Auch für einen Christen gibt’s Hochs und Tiefs, Sonnenschein und Regen.

28.7. Übernachtung in K. Kleine, ja winzige Fußgängerzone. Im Bekleidungsgeschäft Manyclothes einen Satz frischer Unterwäsche erstanden, danach Abendessen im Restaurant Diverso. Gebackener Camembert mit Preiselbeeren, dazu eine Flasche (alkoholfreien) Rosé.

29.7. A61 AK Waldlaubersheim. Trotz des verwahrlosten Eindrucks, den die Anlage macht, fühle ich mich wohl. Je öfter und länger ich bete, desto mehr komme ich mit Gott »ins Gespräch«. Bemerke (oder täusche ich mich?), wie viele christliche Autofahrer unterwegs sind. Wohin pilgern sie?

30.7. Zwischenstopp in T. Das örtliche Frisiergeschäft »Salon Erich« bietet neben dem Standardprogramm (Fasson, Dauerwelle) auch einen Damen-Nasen-Haarschnitt für 4,50 Euro an. Was es nicht alles gibt! Abendessen im Restaurant Brimborium, im Hotel noch Orangensaft und Weingummi.

31.7. Meine Reise endet in der AK Leutkirch im Allgäu/A96 (Toiletten unbenutzbar). Alles in allem eine wirklich phantastische Erfahrung. Vielleicht führen diese Zeilen dazu, dass sich die Idee »Autobahnpilgern« so durchsetzt wie seinerzeit die Aktion »sieben Wochen ohne«.

Nach Notat im Bett.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Charlotte Roche!

Charlotte Roche!

In »Spiegel« und SZ, »Zeit« und Ihrem eigenen Podcast haben wir nun lang und breit zu lesen bzw. hören bekommen, dass Ihre Ehe nicht perfekt, sondern »ganz normal« sei. So normal kann sie aber doch nicht sein, schließlich haben »normale« Paare weder einen eigenen Ehepodcast noch Zeitungs- und landesweite Berichterstattung über ihr Privatleben, meinen Sie nicht?

Na ja, was Sie sonst so alles Normales tun, werden wir mangels Interesse wohl nie erfahren. Unser Leben geht trotzdem ganz normal weiter. Titanic

 Hey na, AKK?

Der Hype um Ihre Initialien will wohl einfach nicht abflauen. So lesen wir etwa auf »Spiegel online«, dass die Menüfolge des »Düsseldorfer Ständetreffs« ganz auf Ihre Initialen abgestimmt gewesen sei – »von der Vorspeise (Avocado, Kastenbrot, Krabben) über den Hauptgang (Apfel, Karotte, Kalbstafelspitz) bis zum Dessert (Ananas, Kokos, Kalamansi). Die Tischdekoration ebenfalls – Pflanzen in ihren Buchstaben, der Kaktus als Krönung.«

Leider im Bericht unerwähnt bleiben Spirituosen (Apfelkorn, Kabänes, Korianderlikör), Besetzung der Band (Alphorn, Kornett, Kwetschkommode) und Gäste (Arschlöcher, Kleingeister, Knalltüten) wie zum Beispiel Ihr ebenfalls anwesender Ex-Rivale Friedrich Merz (Aktienhandel, KumEx-Geschäfte, Karibikkonten). Der bekam laut »Spiegel« vom Publikum sogar mehr Beifall (Applaus, Klatschen, Kundgabe [von Zustimmung]) als Sie. Dabei sollte man doch meinen, dass Sie jemanden, der menü- und initialienmäßig zuerst an Froschhirne, Miesmuscheln und Fermentierte Magermilch denken lässt, mit links in die Tasche (Akten-, Korb-, Kosmetik-) stecken. Sind da womöglich wieder mal Aufstand, Kritik und Krawall im Anmarsch (im Kommen, am Kenntlichwerden)?

Okay, reicht. Titanic

 Ahoi, Jörg Thadeusz!

Gewohnt inhaltslos polternd beklagen Sie in der »Berliner Morgenpost« die moralische Hybris Deutschlands am Beispiel der Seenotretterin Carola Rackete: »Recht gilt nur so lange, bis ein deutscher TV-Fritze wie Jan Böhmermann, eine deutsche Nicht-Regierungsorganisation oder die gesamte deutsche Öffentlichkeit eine höher stehende Moral definieren.« So kommen Sie nebst originellen Bemerkungen über Quinoa essende »Szene-Berliner« schließlich zum Fazit: »Denn was moralisch geboten ist und was nicht, bestimmen nun mal die Deutschen.«

Da haben Sie aber etwas missverstanden: Die Königsdisziplin deutscher Hybris ist längst das moralische Gejammer über die Moral der anderen, aus dem vulgärdialektischen Irrglauben heraus, sich so in argumentative Höhen zu poltern. Objektiv gesehen, Herr Thadeusz, befinden Sie sich nämlich geistig längst selbst unter dem Meeresspiegel.

Fern jeder Hybris:

Ihre Seenotretter von Titanic

 Huhu, Pia Ratzesberger (SZ)!

»Im Kampf gegen den Klimawandel bleibt das Ozonloch eher eine abstrakte Vorstellung, während man irgendeine Plastikfolie jeden Tag aufreißt.«

Genau; bzw. apropos Loch: Regnet’s rein? Aber schön warm, wegen Ozonwandel?

Puh!

Löchrig grüßt Titanic

 Wenn ausgerechnet Sie, Kölner Weihbischof Ansgar Puff,

im Interview mit der Katholischen Nachrichten-Agentur dazu aufrufen, sich durch das eigene Verhalten stärker gegen Menschenhandel zu organisieren, und predigen »Fangen wir bei der Prostitution an: Einfach nicht ins Bordell gehen. Punkt« – ist Ihre Aussage dann letztlich nicht auch ein Sinnbild der bigotten Sexualmoral Ihrer Kirche? Nomen est schließlich omen. Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Überlegung

»Falls ich diesen Abend nicht überleben sollte, möchte ich wenigstens so viele Delphine wie möglich mit in den Tod genommen haben« sprach er. Und bestellte nach acht Maß Bier und drei Schnaps eine Pizza Thunfisch ohne Käse.

Theobald Fuchs

 Remake

des Filmklassikers mit Demi Moore und Patrick Swayze: »Ghosting – keine Nachricht von Sam«.

Elias Hauck

 Neues aus Brüssel

Laut eines Urteils des EuGH können alle Termine, die Sie bereits beim Dermatologen ausgemacht haben, ab sofort auch von etwaigen Nachfahren genutzt werden. Diese müssen explizit auch noch nicht geboren sein.

Felix Scharlau

 LinkedIn oder Tod

Nach langer Funkstille habe ich mich dazu entschlossen, meine Ex-Freundin und ehemalige Kollegin bei Xing zu adden, um ihr zu zeigen, dass sie mir auch beruflich absolut nichts mehr bedeutet.

Karl Franz

 Sommerabend-Komplex

Auch wir ließen die Gardinen offen bei unserem Hollandurlaub, wir wollten teil sein dieser freundlichen Gesellschaft, die nichts zu verbergen hat. Doch schnell wurde ein gewisser Zugzwang merkbar - ist es aufgeräumt genug für die Betrachter? Bin ich zu nachlässig gekleidet? Hinter all den hübschen Präsentierzimmern gibt es vermutlich neonbeleuchtete Räume mit Resopalmöbeln, dort sitzt man Krumm und mit strähnigen Haaren in ausgebeutelten Jogginghosen, blafft herum, isst kalte Pizza vor dem Fernseher.

Miriam Wurst

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 16.08.:

    Christian Y. Schmidt schreibt im "Neuen Deutschland" über die Ausstellung "Summer of China" in Berlin.

  • 16.08.:

    Die "Neue Westfälische" über das legendäre Bielefelder Satiremagazin "Dreck".

  • 11.08.:

    Heute wird Heftgründer Pit Knorr 80 – in der "Süddeutschen Zeitung" gratuliert ihm Franziska Augstein. Wir schließen uns an.

  • 09.08.:

    Martin Sonneborn im "Freitag"-Interview.

  • 06.08.:

    Diese Woche sendet WDR 3 täglich um 19.04 unter dem Motto "Die TITANIC geht nicht unter" Kurzhörspiele von Eilert/Gernhardt/Knorr – nachzuhören in der Mediathek.

Titanic unterwegs
27.08.2019 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner mit A. Neft, B. Maak u.a.
28.08.2019 Berlin, Theater im Pfefferberg Max Goldt
15.09.2019 Göppingen, Schloss Filseck F. W. Bernstein: »Sinnverlust ist Lustgewinn«
22.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hans Traxler. Zum Neunzigsten«