Inhalt der Printausgabe

TITANIC Digitalcharta

Schmuddel-Literaten:
Jetzt schreiben sie auch noch Gesetze!

DIE LOBO-LOBBY

Ständige Leser dieser Zeitschrift wissen um ihre schreibenden Lieblingsfeinde. Sie wissen, sie haben zu lachen, wenn hier die Namen von Sascha Lobo oder Juli Zeh auftauchen. Selten aber werden hier handfeste Warnungen ausgesprochen. Diese Leute sind neuerdings nicht nur eine Zumutung, sie sind auch eine Gefahr. Wenn Großkonzerne Politikern Gesetzestexte diktieren, schrillen inzwischen alle Alarmglocken. Wenn Großautoren das tun, sollten sie nicht leiser schrillen.

JETZT BITTE NOCH SCHNELL DISKUTIEREN

Innerhalb von 14 Monaten haben Wissenschaftler, Politiker und Journalisten eine sogenannte »Charta der digitalen Grundrechte der Europäischen Union« entworfen, die der Soziologe Heinz Bude Anfang Dezember im EU-Parlament vorstellte. Die Idee dazu hatte noch der selige FAZ-Wirrkopf Frank Schirrmacher selber gehabt; bezahlt wurde das ganze mit Mitteln der Zeit-Stiftung. Als Schirmherren wurden unter anderem EU-Chef Martin Schulz, Jürgen Habermas und die stellvertretende Spiegel-Chefredakteurin Susanne Beyer angeführt.

In der Charta selbst finden sich von A wie »Algorithmen« bis Z wie »Zensur« alle Stichwörter, die man heute braucht, wenn man sich reichweitenstark über das Internet Sorgen machen möchte. Anfang Dezember wurde der Text der »Netzgemeinde« (Konrad Zuse) zur Diskussion anheimgestellt; schon wenige Tage später twitterte Martin Schulz: »Wir haben die Digitalcharta bereits an den zuständigen Ausschuß überwiesen.« Aha. Wie, Moment? Da haben sich ein paar Privatpersonen was überlegt, und das geht schon an einen Ausschuß? Wird das eventuell sogar Gesetz, was da großzügigerweise zwei Tage zur Diskussion stand? Das sollte man sich doch einmal näher anschauen.

DER LÄRM UND DAS NICHTS

Wenigstens die Präambel war schon das viele Zeit-Geld wert: »Im Bewußtsein, daß die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet, die zunehmende Digitalisierung zur Veränderung der Grundlagen unserer Existenz führt, es im digitalen Zeitalter zu enormen Machtverschiebungen zwischen Einzelnen, Staat und Unternehmen kommt, im digitalen Zeitalter eine zivilgesellschaftliche Debatte entstanden ist und weitergeht«, ah ja, Moment, hier doch erst mal stop. Eine Debatte ist uns erstanden? In einem ja doch irgendwie Verfassungstext? Erst will man entnervt den Tab schließen, aber dann erinnert man sich doch an die Erklärung der Menschenrechte 1789, wo festgehalten wurde, daß im Zeitalter der Dampfmaschine eine spannende Debatte um die Abschaffung der Fronknechtschaft entstanden ist. Doch weiter zu Artikel 1, Absatz 1: »Die Würde des Menschen ist auch im digitalen Zeitalter unantastbar. Sie muß Ziel und Zweck aller technischen Entwicklung sein und begrenzt deren Einsatz.« – »Aha, soso, jaja« (Friederike Haupt).

Und so reihen sich hier die gutgemeinten Selbstverständlichkeiten aneinander, in denen überall noch schnell »in der digitalen Welt« oder »im digitalen Zeitalter« eingefügt wurde. Es ist ein Text für jene hoffentlich bald wegsterbende Generation, für die das Digitale immer noch »Neuland« und Eigentum einer »Szene« ist. Hauptabnehmer solcher Texte sind meistens Günther Oettinger oder einer seiner Pfleger.

DIE MENSCHMASCHINEN HABEN SICH WAS ÜBERLEGT

Als Verfasser dieser immerhin jetzt schon ausschußreifen Gedankenfragmente zeichnen BeiträgerInnen, bei denen man sich meistenteils fragt, warum sie nicht längst zusammen mit der Piratenpartei abgewickelt wurden. Sie selbst nennen sich »eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, denen die Gestaltung der digitalen Welt am Herzen liegt«, so als wäre das der Onkel Peter mit seiner kleinen Bitcoin-Farm in der Garage, der da herzt, und nicht ebenjene Trash-Intelligenzija, die in Ermangelung eines echten geistigen Lebens in diesem Land schon seit Jahrzehnten in Dauerschleife durch die Talkshows und Leitartikel gezogen wird; unter anderem der ewige Zeit-Chef Giovanni di Lorenzo; der Beschleunigungsdenker Byung-Chul Han; Juli Zeh, Deutschlands patentierte hölzerne Schreibmaschine, und natürlich der unentrinnbare Adabei Sascha Lobo. Sie sind es, die hier auf Thomas Jefferson machen, im Ton der angestrengten Ahnungslosigkeit von Abiturienten, die gerade am PoWi-Planspiel »Wir gründen ein eigenes Land« teilgenommen haben.

Insbesondere Sascha Lobo kann hier als federführend angesehen werden, fast jeder Beitrag im Digitalcharta-Blog ist von ihm. Lobo, dessen wenig beneidenswertes Leben man sich so vorstellen muß, daß er auf Tagungen sklerotischen SPD-Patriarchen bei Bier und Käsebrez’n erklärt, warum sie sich jetzt doch langsam einen Facebook-Account anschaffen sollten, will offenkundig hoch hinaus. Böse Menschen könnten mutmaßen, der schon immer sozinahe Spon-Schreiber diene sich auf diese Weise einem Kanzlerkandidaten als Digitalberater an. Will er eventuell gar Minister werden? Wenn, dann müßte man schon ein wenig Angst haben vor diesem Werber, der gerne ein Intellektueller wäre und mal eben so eine Verfassung mit glühender Nadel ins Pad reinhaut. Wem vor einem Legislator Trump graut, der darf von einem Minister Lobo nicht schweigen.

GLEICH INS PAD DAMIT

Der Informatiker Jürgen Geuter hat die »deutlichen handwerklichen Schwächen« des Produkts kritisiert: »Die Artikel wirken teils, als wären sie aus übriggebliebenen Textbausteinen anderer Gesetzentwürfe oder Feuilletontexte zusammengesteckt.« Es fehlt schon an juristisch Handwerklichem: Grundrechte werden plötzlich gegenüber privaten Einrichtungen eingefordert, gleichzeitig wird der falsche Gerichtshof als für alle Fragen letztzuständig erklärt – wie es eben passieren muß, wenn sich Diskursorgeln wie Zeh und Lobo mit Martin Schulz auf Zeit-Kosten beim Barolo treffen.

Andere Töne kamen von rechts, von der AfD und dem ihr angeschlossenen FAZ-Blogger Don Alphonso, die das sogleich in ihren wahnhaften Kampf gegen »Zensur« einbauten. Weiß Gott: Wenn die Charta solchen Leuten das zahnlose Stinkmaul zumachen tät’, man könnte glatt dafür sein, aber sie tut ja noch nicht mal das: »Digitale Hetze, Mobbing sowie Aktivitäten, die geeignet sind, den Ruf oder die Unversehrtheit einer Person ernsthaft zu gefährden, sind zu verhindern«, heißt es vielversprechend in Artikel 5, Absatz 2, aber schon einen Absatz weiter: »Ein pluraler öffentlicher Diskursraum ist sicherzustellen.« Larifari Löffelstiel, der Artikel taugt nicht viel. Des einen Hetze ist nun mal des anderen Pluralität, die Abwägung im Einzelfall wird durch dies Geraune jedenfalls weder erleichtert noch verhindert. Von daher schon irgendwie schade.

SAGT MAL WAS DAZU

Gegen die Kritik stemmte sich sogleich Zeh selber, die auf die Vorläufigkeit des Ganzen verwies: »Jedes einzelne Wort, jeder Satz, die gesamte Systematik sind reversibel. Am wünschenswertesten wären zum jetzigen Zeitpunkt und in den kommenden Wochen konkrete Vorschläge. Also zum Beispiel: ›Art. 5 komplett streichen.‹ Oder: ›Die Formulierung XY durch folgenden Text ersetzen.‹ Solche Vorschläge können wir sammeln, wir können sie ordnen und in einem offenen Diskurs weiter behandeln.« Es ist Mist, aber wenigstens ist es Mist, der ist. Es mußte halt irgendwas her, nächstes Jahr ist doch schon Wahlkampf, und der Sascha will ja auch nicht auf alle Zeit den Spon-Erklärbär geben; am allerwertesten wären jetzt also KONSTRUKTIVE Vorschläge. Sich hascherlhaft mit einem »macht ihr es doch mal besser« herausschmollen, ist das eine; angesichts von anderthalb Jahren Zeit und den geballten Geldbeuteln von Zeit-Stiftung, Europäischem Parlament und SPD jetzt mit »sorry, mehr war nicht drin« zu kommen, das hingegen ist wiederum schon eine ziemliche Frechheit. Zumal der »Diskussionsvorschlag« ja auch sogleich ans Parlament ging. Das offensichtliche Gestümper noch mal schnell mit dem Jammerlappen zu polieren, dafür braucht man schon eine gestandene Erfolgsschriftstellerin.

BENUTZER »SUPERLOBO« HAT BEGONNEN, »GRUNDGESETZ« ZU EDITIEREN

Sascha Lobo ist ja schon länger bei der SPD, neu ist, daß der gescheiterte Romanautor sich offenbar in di Lorenzos Vorzimmer eine politische Karriere zurechtzimmern läßt. Was, wenn er demnächst über die Wiedereinführung der Todesstrafe entscheiden muß? »Die Todesstrafe muß auch auf der digitalen Datenautobahn das letzte Mittel der Wahl sein. Bei allen Todesurteilen muß stets die Menschenwürde unter Maßgabe des digitalen Zeitalters geachtet werden.« Denn, liebe Demokratieteilnehmer: In der Kürze der Zeit war leider nicht mehr drin gewesen. Aber wir laden alle Todeszelleninsassen zu einem öffentlichen Dialog ein. Mit offenem Ausgang beziehungsweise Arsch.


Leo Fischer

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Großartige Idee, »tz«!

Ein Live-Ticker zum Helene-Fischer-Konzert im Olympiastadion: »Es folgt das Lied ›Lieb mich‹«; »Helene trägt jetzt einen roten Body, an dem eine Art Umhang aus ebenfalls roten Fäden herunterfällt.« Und so weiter. Was erwartet uns als nächstes? Eine Lesung von Juli Zeh im Snapchat-Format? Die Audiospur zur Schach-WM?

Gehörlos durch die Nacht: Titanic

 Hey, Sticks’n’Sushi Berlin!

Ihr sucht gerade Kellnerinnen und Kellner und habt dazu bei Facebook eine Stellenanzeige kursieren lassen, die Eure Anforderungen erfreulich deutlich macht: »Bei Sticks’n’Sushi stellen wir nur Mitarbeiter ein, die ein großes Lächeln und ein kleines Ego mitbringen. Wir stellen echte Persönlichkeiten ein. Menschen, die das Wir vor das Ich stellen.«

Ihr sucht also, mit anderen Worten, servile Duckmäuser, die sich klaglos ausbeuten, zusammenschreien und kündigen lassen, auf dass Ihr jederzeit in neuen Stellenanzeigen nach Ersatz für sie suchen könnt. Solche »echten Persönlichkeiten« zu finden, die auf ihre Persönlichkeit zugunsten der Volks- oder Betriebsgemeinschaft verzichten, sollte hierzulande wohl gelingen!

Aber unter uns: Die Chefs in Eurer Fischbude sind weiterhin die mit dem kleinen Lächeln und dem großen Ego, nicht wahr?

Von Persönlichkeit zu Persönlichkeit: Titanic

 Winke winke, Prof. Herfried Münkler!

Winke winke, Prof. Herfried Münkler!

So was wie den »Asylstreit« (CDU/CSU) muss einer wie Sie natürlich analysieren, auch mal im »Stern«: »Dieses leichtfertige Spielen mit der politischen Stabilität ruft ungute Erinnerungen an Weimar hervor« – im Gegensatz zu den vielen guten, die man derzeit bekommt, wenn man »Weimar« hört –, aber: »Soweit wird es nicht kommen.« Sollten Sie den ersten Satz ernst meinen, ist der zweite leichtfertig. Meinen Sie den zweiten ernst, ist der erste Alarmismus, Phrase.

Ja, jetzt, wo wir es sagen: »So wie seinerzeit in der SPD lässt sich die Ursache des Streits auch in der Union nicht allein an persönlichen Feindschaften festmachen. Heute wie damals steht dahinter ein Konflikt um den politischen Kurs.« Ach! »Ich glaube, dass die politische Mitte weiter eine Rolle spielt.« Oha! »Früher sprach man von ›Italienisierung‹ der Politik, heute müsste man von der ›Niederlandisierung‹ sprechen.« Soso. »Der deutschen Europapolitik droht nun das, was ich das ›französische Syndrom‹ nennen würde.« Hm.

Dieses leichtfertige Spielen mit Sinn und Sprache ruft ungute Erinnerungen an andere Ihrer Veröffentlichungen hervor. Man müsste wohl von »Deutschlandisierung« des Denkens sprechen, es ist das, was wir »Politikwissenschaftssyndrom« nennen würden.

Soweit ist es schon gekommen, fürchtet: Titanic

 Innenärgernis Horst Seehofer!

Neulich schalteten wir im ZDF »Aktenzeichen XY – ungelöst« ein – denn soweit sind wir mittlerweile, dass wir »Aktenzeichen XY« zur Ablenkung und Entspannung brauchen –, und da baute sich mittendrinne wer vor unseren Augen auf? Sie, Herr Minister!

Sie sind nämlich heuer Schirmherr des XY-Preises für Zivilcourage, welcher an Personen verliehen wird, die durch beherztes Eingreifen Straftaten verhindert haben. In einem Onlinevideo versichern Sie, damit andere Menschen motivieren zu wollen, »dass sie sich ein Beispiel nehmen, nicht für eine Kultur des Wegschauens, sondern des Helfens und des Zusammenhalts« einzustehen.

Wir müssen an dieser Stelle nachfragen. Wie weit darf Zivilcourage, darf Nothilfe gehen? Angenommen, wir werden Zeuge, wie jemand, sagen wir mittels Abschiebemaßnahmen und qua Verbannung von Rettungsbooten, das Absaufen und anderweitige Krepieren von Flüchtenden verursacht: Haben wir dann die Erlaubnis, wenn nicht die Pflicht, dem Täter gepflegt aufs Maul zu hauen? Reicht Pfefferspray? Die Hunde loslassen?

Rechtsberatungsgesuch von Titanic

 Kleiner Junge aus der Audi-Werbung!

»Mein Vater sagt: Das Gas, mit dem unser Auto fährt, kommt vom Wind.«

Es tut uns wirklich leid, Dir das sagen zu müssen, aber Dein Vater ist ein ausgemachter Trottel. Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Polen

Ich war mit Antje in Polen. Wir haben viele Fotos gemacht. Zwischendurch haben wir die Fotos schon mal in einem Express-Laden entwickeln lassen. Wir haben gedacht, das wäre billig in Polen, war es aber gar nicht. Als wir die Fotos abholten, waren die Farben auf den Fotos alle zu farbig, knackebunt, wie ein Comic. Irgendwas ist beim Entwickeln schief gelaufen. »Scheiß Entwicklungsland«, sagte Antje.

Kirsten Fuchs

 Sturmwarnung

Wer Wind sät, wird gar nichts ernten, ihr dummen Städter!

Dipl.agr.oec. Daniel Sibbe

 Anatomie 4.0

So ein Körper ist doch eh nur ein unzulängliches Hilfsmittel, da kommt man ohne Improvisation eh nicht weit. Aber trotzdem weiß ich jetzt schon, dass ich ihn vermissen werde, den alten Racker, wenn ich demnächst digitalisiert werde.

Theobald Fuchs

 Dekoratives Literatur-Syndrom

Wie schlimm es um die Leselust in der Bevölkerung steht, sieht man am anschaulichsten in diversen Möbelhäusern, welche aufzusuchen mich meine renovierungswütige Gattin derzeit ständig nötigt: Da offenbar keine Diebstahlgefahr mehr besteht, wurden Buchattrappen erstmals durch echte Romane ersetzt.

Volker Schwarz

 Alptraum

Geträumt, dass Wolfgang Niedecken mit BAP noch mal durchstarten will und jetzt ein K-Pop-Album aufzeichnet – BIBIM BAP. Schweißgebadet aufgewacht.

Leo Fischer

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
29.08.2018 Berlin, Pfefferberg Theater Max Goldt
02.09.2018 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Otto. Die Ausstellung«
02.09.2018 Erlangen, Galerie Black Cube Bernd Pfarr