So geil ist Wahlkampf

In Großbritannien regiert eine GILF, in Frankreich ein Gerontophiler, und in den USA hat es ein ganz ordinärer Pimmel ins höchste Amt des Staates geschafft: Bei der Stimmabgabe hört der gemeine Wähler immer seltener auf seinen Kopf oder Bauch, dafür um so häufiger auf sein Geschlecht. Um ihre Fuckability zu steigern, werben Politiker bei der Bundestagswahl also auch mittels der Dating-App »Tinder«. Z.B. der bis dato völlig unbekannte CDU-Lokalpolitiker Aleksandar Freier-Schünemann (Motto: Durch Deutschland muß ein Fuck gehen!). Er ist nicht nur sehr schlau, sondern auch sehr geil. Wie gerufen also, den Christdemokraten ordentlich unter die, ähm … Arme zu greifen – und für TITANIC von seinen Wahlabenteuern zu berichten:

»Um mit möglichst vielen Potenzwählern (Fachterminus) in Kontakt zu kommen, lasse ich mein Profil nicht nur beiden Geschlechtern anzeigen, sondern wische ausnahmslos jede und jeden nach rechts. Es dauert keine fünf Minuten, bis ich mein erstes Match habe: Es ist Olven. Er trägt nicht nur einen seltsamen Namen, sondern auch einen Hut. Aus seinen Augen spricht Sehnsucht. Sehnsucht nach vier weiteren Jahren Merkel.«

wollte eigtl nur matchen um zu fragen wie man so doof sein kann als Schwuler zur CDU zu gehen? :)

PS: was bitte ist „der kleine Mann“ bist du dann der große Mann? peinlich

Wieso doof? Welche Partei hat denn mehr Randgruppen in der Führungsriege

Also zumindest würde ich mal erwarten, dass man LGBT Leute nicht als Randgruppe bezeichnet. aber das kennt man ja von der CDU ;)

..Quantität spricht ja zudem nicht für Qualität.

Von denen sprichst Du nun nur explizit. Ich meine auch Frauen, Dicke und Behinderte.

also 50% der Gesellschaft (Frauen) sind also Randgruppen für dich? sei dir mal darüber im Klaren dass dieses Gespräch ganz leicht seinen Weg an die Öffentlichkeit finden kann:)

Ich denke, du bist schwul. Was interessieren dich da die Belange von Frauen?

was für ein Sexist du bist. krass Frauenrechte sind nicht explizit Frauensache!

Welche Partei wählst du denn, Olven?

Ohne mir Auskunft über seine Parteineigung zu geben, beendet Olven das Gespräch. Doch bevor mich die Wut überkommt, befriedet mich ein plötzliches Vibrieren in meiner Hose. Timm hat mich gematcht! Ein Billiganzugträger, der bei der Deutschen Bahn arbeitet, kurz: ein potentieller CDU-Wähler.

Hallo, Timm! Wie ich deiner Spotify-Playlist entnehmen kann, stehst du auf »Koks und Nutten«. Genüsse, die unsere Partei sehr zu schätzen weiß. Schon mal drüber nachgedacht, der CDU beizutreten?

In ne Partei von homophoben, unsolidarischen Wichsern? Nein, danke!

Wie kommst du da darauf? Homophob? Wir haben Tauber und Spahn in führenden Positionen. Welche Partei kann das sonst von sich behaupten? Was meinst du konkret mit »unsolidarisch«? Wem gegenüber?

Was das Wichsen betrifft… wir arbeiten an uns. Deswegen sind wir ja jetzt bei Tinder.

Nur weil man zwei Homosexuelle an führende Posten setzt, schafft das keinen Mehrwert für die Gesellschaft!

Und wer sich gegen gerechtere Steuern, Investitionen in unsere Zukunft – statt der schwarzen Null – und verbindliche, gute Klimaschutzziele einsetzt, hat nichts verstanden.

Und was bringt das den 40 Millionen Frauen in Deutschland, von denen viele mehr als 20% weniger verdienen?

Wo bleiben die Investitionen für Mobilitätseingeschränkte? Wo sind Maßnahmen geplant, die Adipositas angehen?

Und was verstehst du unter »gerechtere Investitionen in die Zukunft«? Wir sorgen für bessere Bildung, für ein Vermummungsverbot und für ein sicheres Gesundheitssystem. Was willst du mehr? Und warum bist du so feindselig?

Bessere Bildung? In dem man 16 Bildungsysteme beibehält?

Vermummungsverbot? Wofür? Um Oma Lischen ein Gefühl von Sicherheit vorzugaukeln oder der AfD die Stimmen wegzunehmen?

Sicheres Gesundheitssystem? Wo bleiben die Landärzte? Wieso muss man ewig auf einen Facharzttermin warten?

Wir haben Schäuble eine automatische Rampe in den Geldspeicher gebaut und Altmaier ein Magenband gespendet. WAS DENN NOCH!?

Soviel zu Wichsern. Bestes Beispiel sind sie.

*Sie

Vermummungsverbot, damit du tindern kannst. Oder willst du zwischen Burka schwarz und Burka blau entscheiden?

Soviel zum Thema Bildung. Bestes Beispiel sind sie.

*Sie

Wenn *Sie wollen, können wir trotzdem miteinander schlafen.

Und welche Partei wählen Sie eigentlich?

Das wird alles auf TinderWahnsinn landen!

»TinderWahnsinn«? Das geht zu weit! Dieses Medium hat schon so manche Politkarriere zerstört. Als ich ihm drohe, zwölf Anwälte auf ihn anzusetzen, löscht mich Timm ebenfalls. Mehr als zwei Krawall-Homos vertrage ich als CDUler nicht. Ich brauche dringend eine Frau. Clara, eine verträumte (also vermutlich jungfräuliche) 23jährige Blondine, will mich kennenlernen! Schönes Fräulein, darf ich’s wagen, mein Wahlprogramm dir anzutragen?

Hallo, Clara! Wählst Du schon CDU? Wenn nicht: Darf ich Dich davon überzeugen? ;)

Gerne

Ne noch nicht

Prima. Wann hast Du denn Zeit?

Eigentlich immer

Hervorragend! Dann komme ich gleich vorbei? Entschuldige die Eile, aber mich schreiben hier sonst nur Schwule an.

Bei mir zuhause?

Ja, klar. Oder du kommst zu mir, ich habe hier eigentlich alles was wir brauen (Bier).

Wenn es Dir Unbehagen bereitet, Deine Stimme von meinem sexuellen Geschick abhängig zu machen, verstehe ich das. Deswegen möchte ich Dich beruhigen: Du darfst mich auch wählen, wenn ich mich »eher geht so« anstelle.

Du Prostituierst dich für stimmen?

Ja. Wer denn nicht? In unserem Fall fühle ich mich aber gar nicht verprostituiert. Will heißen: Scheiß auf die Partei, wir können auch einfach so miteinander schlafen.

…und weg ist sie. Verflucht! Neugierig und naiv, vermögend und arbeitslos – Clara kam meinem Ideal einer Frau und Wählerin ziemlich nah. Hätte ich sie erstmal benchen sollen? So langsam schlägt meine Stimmung um. Meine Hose ist mittlerweile so prall wie eine CDU-Spendenkasse. Vielleicht sollte ich doch aus dieser Not eine Tugend machen! Der bunte Hipster-Nerd Wladimir mit Mütze und ohne Hose kommt mir deswegen gerade recht.

Hallo, Wladimir! Wir von der CDU wollen nicht nur durch die Inhalte unseres Programms, sondern auch durch die Inhalte unserer Unterhosen überzeugen. *Zwinkersmiley* Leider bin ich nicht schwul. Gibt es ein anderes CDU-Mitglied, an dem Du »Interesse« hättest?

Wow wow wow!!! Kläre mich mal bitte auf über diese Aktion!!!

Was gibt es denn da nicht zu verstehen?

Also, wenn der Text da oben ☝️, die CDU wieder gibt, muss ich sagen, dass ich dann leider nur an dir Interesse hätte.

Kannst du mit solchen Sachen nicht auf die Schnauze fallen?

Hmpf. Na gut. Aber nur, weil es der Sache dient! Hier ist der Deal: Wenn ich schlecht im Bett war, musst Du uns nicht wählen. Wenn ich gut war, dann bekommen wir Deine Erst- und Zweitstimme im September. Einverstanden?

Deal

Gebe ich Dir sogar schriftlich

Hast du schon.

Stimmt auch wieder

Und wann?

Ich bin noch etwas beschwippst von der NRW-Wahl – also am besten jetzt.

Achso Das heißt, du bist nicht schwul und schläfst aber mit mir, damit ihr meine Erst- und Zweitstimme bekommt?

Genau. Das ist der Deal.

Allein um dich kennenzulernen und mit dir darüber zu reden, gehe ich den Deal ein

Top. Mach hin! Konrad-Adenauer-Haus, 5. Stock. Bis gleich!

Im letzten Moment machen mein Penis und ich einen Rückzieher. Irgendwie gelingt es mir heute nicht, mich schwul zu saufen. Das ist ärgerlich, schließlich scheint die CDU doch ein größeres Potential in der Gay-Community zu haben, als all die Jahre angenommen. Also trinke ich weiter. Wer erfolgreich sein will, muß Opfer bringen, sagte einmal ein berühmter Serienmörder. Just als ich ansetze, den achten Tutschi in mich zu schütten, textet mich Max an. Max ist fällig.

Bist du denn hier nie als Politiker unterwegs oder auch an Dates interessiert?? ;)

Ich bin hier nie als Politiker unterwegs, sondern auch an Dates interessiert, ja.

Achso, dachte, dass Bürger hier mit dir nur in Kontakt treten können ;)

Aber ist ja nett ;)

CDU ist nicht zwangsläufig die Partei, die ich wähle. Finde es aber gut, dass du engagiert bist!!

Bürger sollen hier nicht nur mit mir in Kontakt treten können, sondern ich will für sie auch »greifbar« sein. Wir können uns also gerne treffen. Danach wirst du engagiert sein, CDU zu wählen.*Zwinker*

Hihi das klingt sehr gewagt mal gucken, ob ich nach einem Treffen meine komplette bisherige politische Denkweise über Bord werfe hast du denn noch paar mehr Bilder von dir als das eine?? :)

Tut mir leid, du bist mir zu wählerisch. Die CDU macht’s traditionell mit jedem. So solltest du es auch handhaben. Lebe wohl.

So nicht, Freundchen! Wer schon bei der Partnerwahl Sicherheiten fordert, der taugt nicht zum Wechselwähler. Unterm Strich ist meine Tinder-Bilanz sehr ernüchternd: Ich konnte weder eine neue Stimme mobilisieren, noch konnte ich meine Libido stillen. Die einzige Erkenntnis bleibt, daß die LSBTTIQ-Gemeinschaft das Zünglein an der Vag Waage für die CDU im September sein könnte. Wenn es uns bloß gelingen würde, jetzt noch die Migranten auf unsere Seite zu ziehen … Oh, Moment! Noch ein Match?

Howdy, Dolan! I’m really interested to involve you in an open political discussion with me. Since/although I’m a Christ-Democrat and you’re obviously an immigrant and therefore not able to vote in our elections this year, I’m still willing to answer all your open answers. So feel free to contact me!

Hallo ich bin in Deutschland seit 1994 und habe meine kanadische Pass abgegeben in 2004 ich habe immer Angela Merkel gewählt.. its not so obvious as you thought

Oh, entschuldige. Erstmal vielen Dank für deine Unterstützung für unsere Partei. Aber darf ich fragen, warum du dich entschieden hast, sie zu wählen?

Weil damals war die Finanzkrise und ich habe CDU gewählt weil meine Meinung nach ist genau was wir gebraucht haben gegen die Krise. Und ich bin mehr als zufrieden mit Angela Merkel, und ich werde wieder für Sie wählen. Ich bin sehr beeindruckt von die Frau

Das freut mich sehr! Wir schaffen das!

Ähm, und jetzt ficken?

Aleksandar Jožvaj

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Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
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Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen
Titanic unterwegs
23.02.2018 Karlsruhe, Tollhaus
  Max Goldt
24.02.2018 Aschaffenburg, Hofgarten
  Max Goldt
02.03.2018 Viersen/Süchteln, Königsburg
  Gerhard Henschel
06.03.2018 Hamburg, Grüner Jäger
  Ella Carina Werner, Heiko Werning

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Briefe an die Leser

 Haha, Elon Musk,

da haben Sie doch tatsächlich, prust!, Ihr Cabriolet, einen roten Tesla Roadster, in eine Rakete gestopft, diese unten angezündet und das Ganze zum Mars geschickt. Herrlich! »Es ist ein kindischer Spaß, aber kindische Späße sind wichtig«, erklärten Sie dazu. Als milliardenschwerer Jokester stehen Sie ja überhaupt für die spaßigen Seiten des Lebens, weswegen Sie zur Freude der weltweiten Wirtschaftspresse auch bewiesen haben, daß ein Elektroauto durchaus überteuert, übermotorisiert und in seiner Energiebilanz verschwenderisch genug sein kann, um auch für statushungrige Kindsköpfe interessant zu bleiben. Die Art von Spaß, die Ihresgleichen meint, hat nämlich immer nur mit einer Grenzüberschreitung zu tun: der Unbescheidenheit. Die Verschwendung als etwas Rebellisches zu tarnen ist ein cleverer Trick der Dunklen Macht, aber die Rebellion hat Euch durchschaut!

Ihre Spaß-Krieger der Titanic

 Aber das, verehrtes »Fine«-Magazin für Genuß und Lebensstil,

war dann eine Hammerinformation, wie wir sie in einem Magazin für Lebensstilgenuß niemals nicht erwartet hätten: »Eines darf bei Thomas Anders am Tisch nicht fehlen, wenn er seine Gäste bewirtet: ein gutes Glas Wein.« Ein gutes Glas Wein! Für Gäste! Ja gibt es das!

Versuch’s doch beim nächsten Mal mit etwas Prickelnderem, vielleicht: »Eines darf bei Thomas Anders am Tisch nicht fehlen, wenn er seine Gäste bewirtet: ein Eimer Sperma.« Dann folgen Dir vielleicht auch wieder

Deine Gäste von Titanic

 Februar!

Jetzt ist es schon seit Oktober abends und morgens dunkel. Es hat in diesem Winter sogar mehrmals richtig geschneit. Wir haben den November tapfer durchgehalten (dunkel, kalt, bäh). Klaglos den Dezember ertragen (noch dunkler, Weihnachten). Dann haben wir unsere Kraft zusammengenommen, um auch noch den Januar zu überstehen – morgens Düsterkeit, abends Schwärze. Wir haben uns eingeredet, daß das gemütlich wäre, uns in Wolldecken gehüllt und Grog getrunken, Geschichten vom Schlittenfahren aus unserer Kindheit erzählt. Wir haben unsere Winterdepression als schaurig-inspirierende Melancholie überhöht.

Was willst Du noch von uns? Es langt! Wirf uns Ableism vor, aber mal ehrlich: Du bist gar kein vollwertiger Monat, mit Deinen 28 Tagen. Du bist auch noch wankelmütig (»Oho, Schaltjahr, ätsch!«). Du bist das fünfte Rad am Wagen der dunklen Jahreszeit. Du bist ein Trittbrettfahrer auf dem Schlitten von Väterchen Frost. Du bist, mit Verlaub, nur ein Furunkel am sonnenentfernten Arsch der Erdkugel.

Schaff Dich ab, Februar, mach Platz für den Frühling! Titanic

 Wunderbar, deutsche Buchverlage,

ist die Konsequenz, mit der Ihr einem einmal von Euch für originell befundenen Trend die Treue haltet. So um das Jahr 2014 hattet Ihr begonnen, mit Büchern wie »Ein Buchladen zum Verlieben«, »Meine wundervolle Buchhandlung« oder auch »Ein Laden, der Glück verkauft« der nicht zuletzt dem Online- und Versandirrsinn sich verdankenden Erosion des klassischen mittelständischen einzelhändlerischen Kleinunternehmens eine infantile Idyllisierung entgegenzusetzen – und macht unverdrossen auch in diesem Jahr mit vielen traumhaften Titeln weiter, wie ein kursorischer Blick in Eure Programme belegt: »Die Buchhandlung der Träume« (Goldmann); »Die kleine Inselbuchhandlung« (Rowohlt); »Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg« (Aufbau); »Rosies wunderbarer Blumenladen« (Goldmann); »Der zauberhafte Trödelladen« (Blanvalet); »Das wunderbare Wollparadies« (Blanvalet); »Mein wunderbarer Antikladen im Schatten des Eiffelturms« (Aufbau). Wunderbar ist das, wunderbar, wunderbar und nochmals wunderbar. Wenn nicht gar gelegentlich sogar zauberhaft.

Denkt aber trotzdem nicht im Traum daran, Euch auf den Leim zu gehen: das Satireparadies Titanic

 Mario Gomez, Sie Versager!

Mario Gomez, Sie Versager!

Warum diese provokante Anrede, fragen Sie sich? Nun, nachdem wir uns von einem talentlosen Antifußballer wie Ihnen anhören mußten, Sie Superflasche hätten beim VfL Wolfsburg »zu viele Schulterklopfer« ertragen müssen, denn »egal, wie wir gespielt haben, alle Leute haben immer gesagt, wie toll ich bin, wie gut ich bin«, wollen wir den gottverdammten Taugenichts, der Sie sind und immer bleiben werden und der es – unvergessen – bereits fertiggebracht hat, aus einem Meter Entfernung über das leere Tor zu schießen, einfach mal auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Sie Lusche.

Klopfklopf: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Gerissen

Den Halunken vom Schuhdiscount, der mir, nachdem ich ihm mein Leid mit den ständig aufriebelnden Schnürsenkeln geklagt hatte, die passenden Bändel heraussuchte und mir diese ostentativ als »reißfest« zu verkaufen suchte, sollte man zwecks Überprüfung seiner Behauptung an selbigen aufknüpfen. Allein, es würde nicht funktionieren!

Burkhard Niehues

 Bescheidenheit

Zwei Menschen, die mir ein Gespräch über Gott aufdrängen wollten, waren sehr erstaunt, als ich ihnen sagte, sie sollten mich nicht allzu wichtig nehmen.

Ludger Fischer

 Sofortigen Berufseinstieg gemeistert

»Nach meinem Soziologiestudium ging ich direkt ins Feld.«
»Stelle als Projektmitarbeiter?«
»Nein, als Erntehelfer.«

Jürgen Miedl

 Effizienz

Gehört das noch in die Kategorie »Praktisches Denken«, wenn man sich darüber freut, daß sich der Arzttermin jetzt doppelt lohnt, weil in der Nacht davor ein zweites, noch heftigeres Leiden dazugekommen ist?

Teja Fischer

 Fremdfallfurcht, die

Die Sorge um die Unversehrtheit eines fremden Mobiltelefons, das zu zwei Dritteln aus der sehr kleinen Gesäßtasche einer sehr engen Damenjeans ragt.

Robert von Cube