Inhalt der Printausgabe

 TITANIC Frauen & Technik

Im Weltall trägt man Pfennigabsatz

Das Zentrum für Luft-und Raumfahrt sucht die erste deutsche Astronautin

Screenshot: dieastronautin.de

Rußland schießt den ersten Hund ins All (Pluto). Rund 60 Jahre später soll auch die erste deutsche Frau den Sprung in den Weltraum wagen. Wie verhält sich wohl der weibliche Organismus in der Schwerelosigkeit, beim Waschen, Kochen oder Putzen? Was passiert, wenn frau extremen Geschwindigkeiten über 80 km/h ausgesetzt wird? Und darf sie im All Jogginghosen tragen? Diese Fragen sollen im ersten bundesdeutschen Raumfahrtprogramm der Damen geklärt werden.

Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren.

Reines Östrogen liegt in der Luft

Der Wettlauf ins All beginnt schon vor dem Gelände des Institutes: Über 300 Bewerberinnen aus ganz Deutschland suchen einen Parkplatz, dabei werden Fingernägel lackiert, Lippenstiftrezepte ausgetauscht, Blechschäden in fünfstelliger Gesamthöhe verursacht. Eine Schmuckdesignerin aus Erfurt rast im Rückwärtsgang ins Pförtnerhäuschen, eine Jack-Wolfskin-Powerlesbe überfährt in ihrer Aufregung einen Hund. Irgendwann stehen 300 bonbonfarbene Mini-Autos großzügig über das Parkplatzareal verteilt, und die Fahrerinnen machen sich nach einem letzten Blick in den Rückspiegel auf den Weg ins Institut. Bei vielen läuft noch der Motor.

Blond, rot, oder brünett: Wer macht am Ende wohl das Rennen? (Symbolbild)

Mit George Clooney in der Nespressokapsel

Die moderne Frau im All muß heutzutage vieles gleichzeitig sein: Pilotin, Putzfrau und Hure.

Zur Begrüßung hat sich die Direktorin des Hauses, Dr. Kersting, eine kleine Frau mit Professorenhalbglatze, etwas ganz Besonderes ausgedacht: eine Modenschau für mollige Astronautinnen. Die Star-Wars-Melodie erklingt, die Nebelmaschine läuft. Frau Dr. Kersting wird an Stahldrähten von zwei kräftigen Labormitarbeitern durch die Luft geschwungen: »Meine sehr verehrten Damen und Frauen, ich präsentiere Ihnen unser erstes Modell: das Schwarze Loch! Jede Frau ist schön!« Eine rundgewachsene Frau huscht über den improvisierten Catwalk. Tosender Applaus, 300 Frisuren wippen begeistert auf und ab. Eine Dreiviertelstunde später hängt Frau Kersting wie gerädert in den Seilen: »Der Traum vom Fliegen. Könnte er eines Tages auch für uns Wirklichkeit werden?« Mit einer Art Urknall landet sie wieder auf dem Boden der Empfangshalle. Jetzt gibt es erst mal für alle ein Glas Sekt.

Nächste Station: Sportplatz. Frau Dr. Kersting trägt jetzt einen korkfarbenen Aerobic-Anzug aus der Kollektion Paola Felix, dazu farblich abgestimmte Barfußschuhe (lila). Die Bewerberinnen werden nach Alter und Haarfarbe in Gruppen eingeteilt, jetzt sind Geschicklichkeit, Ausdauer und Teamgeist gefragt – mit anderen Worten: Völkerball bis zum Abwinken! Nach zehn Minuten wird abgewinkt, die Grenzen der Belastbarkeit sind weit überschritten. Frau Kersting pfeift das Spiel ab, Gruppendusche, Haare fönen, Beine eincremen.

Strenge Aufnahmebedingungen: An die erste deutsche Frau im All werden höchste Anforderungen gestellt. Prof. Dr. Boehm (rechts) wurde z.B. ausgemustert, als während medizinischer Untersuchungen festgestellt wurde, daß er gar keine Frau ist.

In der Nespressokapsel-Lounge folgen dann medizinische Tests (»Ziehnse mal an dem Finger!«, »Darf’s noch ein Piccolöchen sein?«), mittelschwere Sudokus müssen gelöst, Fragebögen ausgefüllt werden: »Wie hieß der erste Aal im All?«, »Hat Ihnen Ihr Vater jeden Sonntag unsere neun Planeten erklärt?« oder »Was reizt Sie am meisten an einem Flug in ferne Galaxien?« – »Die Atmosphäre!« gibt hier eine 45jährige Heilerin aus Bad Camberg als Antwort an.

Birnenkuchen und Lavendel

Ob sie es sich je hätte erträumen lassen? Edith Hancke (Schauspielerin, †)

Im Versuchslabor 12 im obersten Stock des Institutes wird die Luft schon etwas dünner. Hier soll die allgemeine Verträglichkeit von Astronautennahrung getestet werden: Zur Auswahl stehen zwei verschiedenfarbige Nährstoffpasten in den Geschmacksrichtungen rot und blau. Unmut macht sich breit, Schnuten werden gezogen: »Das lassen wir uns nicht bieten!«, »Wo bleibt denn da die Eßkultur?« – Eine Immobilienmaklerin aus Hamburg fletscht wie wild die Zähne und schlägt, dramatisch ausgedrückt, mit ihrem Freßnapf gegen die Gitterstäbe: »Wir wollen auch im All leicht und lecker genießen!« Eine Unternehmensberaterin aus Frankfurt (45) spritzt Urin, es herrschen plötzlich Planet-der-Affen-artige Zustände, am Ende können die Aufständischen nur noch mit einem Feuerwehrschlauch in Schach gehalten werden. »Die Astronautennahrung ist für den weiblichen Organismus in ihrer bisherigen Form ungeeignet«, wird es später nüchtern im Abschlußbericht heißen.

Es ist kurz nach 14 Uhr, die Bewerberinnen liegen fix und foxi im Treppenhaus, manche mit nassen Haaren – die fröhlich-hysterisch aufgeladene Stimmung vom Vormittag ist komplett verpufft. Doch das ist auch gut so, denn die nächste Aufgabe verlangt allerhöchste Konzentration:

Im Flugsimulator

67 Prozent aller deutschen Ehemänner würden am liebsten höchstpersönlich ihre Frau ins All katapultieren. (Quelle: »Frivoli-News«)

Der Flugsimulator ist richtig schnuckelig eingerichtet: flauschiger Teppichboden in allen Räumen, gedämpftes Kerzenlicht im Cockpit, es riecht nach Birnenkuchen und Lavendel. Jemand hat aus der Bunte die schönsten Fotos von Justin Trudeau ausgeschnitten und in Herzform über die Toilette geklebt, als Nervennahrung dient ein Schälchen Kokosnüsse. Hier läßt’s sich leben! Bzw. arbeiten. Als erstes will Hanna-Ingar, eine Musikjournalistin aus Hamburg, ans Steuer. Ihre Aufgabe: Rückwärts einparken zwischen zwei Planeten. KNRCKS! Schon hat sie den Steuerknüppel aus der Armatur gerissen, gefolgt von einer kleinen Explosion. Zum Glück ist die Feuerwehr noch da! Bevor heute noch mehr Schaden angerichtet wird, beschließt Frau Dr. Kersting deshalb den sofortigen Abbruch der Mission: »Feierabend, meine Damen!«

Ein kleiner Tag für die Menschheit

Die Direktorin hat sich noch schnell etwas Bequemes angezogen. Im leichten Sommer-Blouson (Escada) verabschiedet sie jede der 300 Bewerberinnen persönlich: »Wir sehen uns bei Facebook!« bettelt sie noch und drückt jeder ein warmes Milky Way in die Hand.

Vielleicht sind ja doch noch eine Menge kleiner Schritte nötig, bis die erste deutsche Frau den ersten großen Schritt zu den Sternen macht – doch die Motoren sind gestartet, bzw. die Motoren auf dem Parkplatz laufen ja immer noch, und so steigen 300 Frauen zurück in ihre Mini-Autos, verteilen sich auf die Autobahnen dieses Landes und träumen dort weiter von ihrer allerersten Weltraumreise. Für eine von ihnen wird der Traum eines Tages wahr werden, den anderen bleibt wenigstens der Trost, daß die Erde selbst, genaugenommen, auch schon im Weltall liegt.

Schon gewußt? Pensionierte Astronautinnen erhalten im Rentenalter Anspruch auf eine Erdprämie!

 

Elias Hauck

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Peter Maffay!

Der »Berliner Morgenpost« verrieten Sie: »Die Zeit der Alkoholexzesse habe ich hinter mir gelassen. Die Aufnahmen, die ich unter Alkohol eingespielt habe, waren einfach nicht gut.«

Ach, Maffay, kein Grund zum Kummer. Die Aufnahmen, die Sie ohne Alkohol eingespielt haben, auch nicht.

Bittere Wahrheit von Ihrer Titanic

 Wahlkämpfende CSU!

Nachdem Dein Hassthema Flüchtlinge demoskopisch und demagogisch in die Lederhose gegangen war, musstest Du dringend bei richtigen Themen etwas versprechen, beispielsweise »bestmögliche Versorgung im ländlichen Raum«. Konkret: »Ausbau der Telemedizin« und »Einführung einer Landarztquote«.

Und weißt Du was, CSU, eine TV-Serie à la »Der Landarzt«, mit Pflichtquote bei den Bettlägrigen, damit wäre beides erreicht!

Verspricht: Titanic

 Natürlich, Herr Fleischhauer!

In Ihrer Kolumne verkündeten Sie, dass die Kanzlerin ihre Politik als fortgesetzten Widerstand gegen den Nationalsozialismus sehe: »Am vergangenen Freitag hat Angela Merkel ihre Sommerpressekonferenz gegeben. Der Termin war kurzfristig anberaumt worden, was dafür spricht, dass sie sich bewusst für den 20. Juli entschieden hat.«

Sehr überzeugend! Aber spricht diese Beobachtung nicht auch genau für das Gegenteil? Also dafür, dass Angela Merkel sich den 20. Juli gerade nicht extra lange freigehalten hat, um die Pressekonferenz zu veranstalten, sondern es eben an diesem Tag kurzfristig am besten passte? Aber das kann ja der überlegensten Logik passieren, dass auch ihr Gegenteil Sinn ergibt. Uns scheinen allerdings Thema, These und Argumentation Ihrer Kolumne dieses Mal irgendwie besonders kurzfristig anberaumt worden zu sein.

Nur so ein Gefühl von Titanic

 Scheiße, liebe Sachsen!

»Sachsen: Jedes dritte Kind kann vor der Einschulung nicht richtig sprechen« – diese Schlagzeile vom 23. Juli gab uns zu denken: Wie um Himmels willen schafft Ihr’s denn, den beiden anderen Kindern das richtige Sprechen auch noch abzutrainieren?

Hält ja schon die Gusche: Titanic

 Wartet nur, Wespen!

Wartet nur, Wespen!

Nachdem Ihr nacheinander unseren IT-Mann und unsere Redaktionsassistentin gestochen, beim Konferenzessen unsere Schnitzel belagert und dicke Stücke aus unseren Fritten gefräst habt und massenhaft in unsere Biere geplumpst seid, fragen wir uns: Was macht Euch so unbesorgt und hochnäsig? Denn jetzt, da die Klimaerwärmung richtig loslegt, ziehen bald die richtig dicken Dinger aus dem Süden bei uns ein und machen Euch fertig, ha! Da wäre zum Beispiel der Mittelmeerskorpion, der Euch mit seinem flinken Stachel den Garaus machen wird! Sein Gift kann nämlich sogar Menschen tö- ... Halt, stop!

Reicht Euch doch noch mal die Hand: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Das Familienfest

Die letzte Illusion, noch ein Quentchen Berufsjugendlichkeit innezuhaben, geht flöten, wenn den pubertierenden Neffen damit gedroht wird, zur Strafe im Auto der Tante mitfahren zu müssen, wenn sie nicht spuren.

Miriam Wurster

 Paradoxon

Seit bekannt ist, dass Menschen mit einer narzisstischen Neigung aus Eitelkeit niemals in Therapie gehen würden, werden die Therapeuten geradezu überrannt von Narzissten, die beweisen wollen, dass sie keine sind.

Teja Fischer

 Zur Verkehrslage

Verkehrsinfarkt, Megastaus, Abgasskandal, Parkplatznot – auf den deutschen Straßen herrscht Chaos, Aggression und Frust. Es ist allgegenwärtig: Viele Autofahrer ertragen das alles nur noch im SUV.

Thorsten Mausehund

 Vergeblich

Sich einen ganzen Sommernachmittag lang auf dem Balkon in der Sonne aalen, dabei über den Sinn und Zweck des Effizienzgedankens nachsinnen, am Ende zu keinem Ergebnis gelangen und schlussendlich alle Überlegungen hierzu wieder komplett vergessen. Passiver Widerstand im Zeitalter des Neoliberalismus kann so geil sein!

Burkhard Niehues

 Frage

Wann gibt es endlich den Seit-es-Zwinkersmileys-gibt-muss-jede-ironisch-gemeinte-Botschaft-damit-versehen-werden-da-sie-sonst-keinesfalls-mehr-vom-Rezipienten-als-überspitzt-dechiffriert-werden-kann-und-deshalb-heftige-Reaktionen-auslöst-Frown?

Jürgen Miedl

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 19.09.:

    FAZ+ plädiert gegen Sperrklauseln, welche Kleinparteien wie die PARTEI gezielt verdrängen sollen.

Titanic unterwegs
19.09.2018 Dortmund, Subrosa Daniel Sibbe u.a.
19.09.2018 Dortmund, Galerie Fischer Ari Plikat
20.09.2018 Hamburg, Cap San Diego Gerhard Henschel, Rainer Moritz
20.09.2018 Rostock, Literaturhaus Hauck & Bauer