Inhalt der Printausgabe

Die PARTEI informiert


Martin Sonneborn (MdEP)
Bericht aus Brüssel
Folge 9

»Man soll nur von Europa sprechen, denn die deutsche Führung ergibt sich ganz von selbst.«

Außenpolitisches Amt der NSDAP

Folge 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15

Brüssel, Café Karsmakers

In den schweren Ledersofas des Cafés treffe ich auf einen deutschen EU-Spitzenpolitiker. Meine Frage, was jetzt politisch als nächstes anstehe, beantwortet er recht präzise: »Nichts.« Und weil er meinen fragenden Blick richtig interpretiert, klärt er mich auf. »Bis zum Brexit Ende Juni passiert gar nichts mehr, weil man den Briten vor ihrer Abstimmung keine Munition mehr liefern will. Danach ist Sommerpause. Und dann kommt schon bald Weihnachten. Das Jahr ist gelaufen.«

Ich trinke meinen Kaffee aus und mache mich auf den Weg, Weihnachtsgeschenke besorgen. Draußen bemerke ich einen »FCKAfD«-Aufkleber*, den offenbar jemand aus einer unserer Besuchergruppen hier verklebt hat, und ich überlege, ob im Weihnachtstrubel diesmal der Gebrauch von Schußwaffen als »Ultima Ratio« gerechtfertigt wäre.


Sachdienlicher Hinweis der Zeit

Im Fall eines gewaltsamen Grenzübertritts von Flüchtlingen hält der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende Marcus Pretzell den Gebrauch von Schußwaffen als »Ultima Ratio« für gerechtfertigt. »Die Verteidigung der deutschen Grenze mit Waffengewalt als Ultima Ratio ist eine Selbstverständlichkeit«, sagte der umstrittene Europaparlamentarier. »Wenn man den ersten Schuß in die Luft abgibt, wird deutlich, daß wir entschlossen sind.« Er glaube aber nicht, daß man anfangen müsse, auf die Flüchtlinge zu zielen – »die Menschen sind ja vernunftbegabt.«


Brüssel, Parlament

Mit dem Mobiltelefon am Ohr laufe ich an der Cafeteria vorbei. Büroleiter Hoffmann ist bei einem Polizeikongreß in Berlin und berichtet mir gerade, daß ein PR-Mann von Heckler&Koch ihm ein Scharfschützengewehr in die Hand gedrückt und dieses mehrmals als »Meinungsverstärker« beworben habe. Während ich noch lache, läuft Marcus Pretzell an mir vorbei. Grüßend hebe ich die linke Hand, ziele mit dem Zeigefinger in die Luft und drücke zwei Mal ab. Pretzell grinst, legt mit der rechten direkt auf mich an, ruft: »Piff, paff!« Hält er mich für noch weniger vernunftbegabt als ich ihn?

Brüssel, Plenum

Der alte Le Pen (87) taumelt ins Plenum, schaut sich leicht verwirrt um, weiß offenbar nicht genau, wo er sich befindet, steuert dann zielstrebig auf die Sitzplätze von Marines rechtsradikaler Fraktion zu. Sofort stürzt von hinten ein Assistent herbei, redet beruhigend auf ihn ein, zieht ihn zurück zu den fraktionslosen Abgeordneten.

Kaum hat es sich der Alte in unserer Reihe einigermaßen bequem gemacht, da beginnt in seiner rechten Jackettasche ein Smartphone loszuröhren: Klingelton »Alte Hupe«, volle Lautstärke. Wer je eine Kernschmelze in der Zentrale eines Akws verfolgt hat, kennt die Situation. Zudem beginnt das Gerät Lichtblitze auszusenden. Ich überlege, ob das ganz normale Rentnereinstellungen sind oder ob Le Pen die Anrufe seiner Tochter damit markiert. Letzteres ist aber unwahrscheinlich, denn die Stimme, die anschließend bestens verständlich Französisches aus dem Gerät quäkt, ist noch rauher als die von Marine. Nach dem Telefonat kommen fünf oder sechs Parlamentarier und machen ihre Aufwartung: »Guten Tag, mein Präsident!«

Zur Zeit fraktionslos im Europaparlament: Präsident Le Pen

Autobahn Brüssel-Straßburg

Für jeden Kilometer zwischen Brüssel und Straßburg beziehe ich Spritgeld. In Kombination mit Entfernungszulage und Zeitaufwandsvergütung** summiert sich das für Hin- und Rückfahrt auf über 700 Euro, steuerfrei. Büroleiter Hoffmann und die neue Assistentin Sarah, die uns vom EU-Parlament gestellt wird, erhalten deutlich weniger, deswegen fahren sie mit ihren Autos spritsparend in meinem Windschatten. Drei Leute, drei Autos, drei Pauschalen. Natürlich gibt es auch Limousinen, die ökonomisch sinnvoller besetzt sind. Einige Straßburg-Reisende bieten zwei bis drei Mitfahrgelegenheiten an, was dann noch mal 35 bis 40 Euro pro Person einbringen kann. Damit die Mitfahrer ihrerseits ebenfalls eine komplette Kostenpauschale geltend machen können, müssen sie eine Mautquittung aus Frankreich oder eine Tankquittung aus dem Transitland Luxemburg (1 Liter Benzin: knapp über 1 Euro) vorweisen. Da es bei derartigen Fahrgemeinschaften nicht genug Quittungen für alle Insassen gibt, hat sich ein übersichtlicher kleiner Markt für diese Art von Belegen entwickelt.

Straßburg, MEP-Bar

Mit einem Salatteller in der Hand steht ein älterer Herr an der Bar. Ich kenne ihn von einem PARTEI-Plakat, es ist Hans-Olaf Henkel (75). Weil alle anderen Plätze besetzt sind, bieten Hoffmann und ich ihm einen Stuhl an unserem Tisch an. »Herr Henkel, wir wollten sowieso mit Ihnen sprechen. Sie haben den Berliner PARTEI-Aktivisten Carl Willke wegen Beleidigung anzeigen lassen, nachdem er Sie bei einer AfD-Veranstaltung mit einem ›Heil Henkel!‹-Plakat begrüßt hatte. Die Klage wurde in erster Instanz abgewiesen, jetzt geht die Staatsanwaltschaft in Berufung. Wollen Sie den Strafantrag nicht lieber zurückziehen?« »Nein!« schnaubt Henkel abweisend und berichtet verbittert, er sei vor der Europawahl in Berlin mit Eiern beworfen und niedergeschrien worden. Auf den Einwurf meines Büroleiters, das sei nicht sonderlich überraschend nach dem Rechtsruck der AfD, zischt Henkel empört: »Vor der Europawahl gab es in der AfD doch noch gar keinen Rechtsruck!« Offenbar läuft Henkels Wahrnehmung nicht mehr ganz rund. Ich bitte ihn abschließend, sich das noch einmal zu überlegen; wir würden das schöne Geld aus der Parteienfinanzierung lieber in Plakate investieren als in Gerichtskosten. Als ich ihm das Storch-Plakat der PARTEI Bremerhaven in meinem Handy zeige, lacht Henkel auf: »Hahaha, das ist gut!« Dann tapert er seines Weges.***


Höflicher Hinweis aus der Bevölkerung

»Heute begegnet mir in Freiburg ein Plakat auf dem ich folgenden Text lese: ›Der Storch bringt die Kinder. Die Storch tötet sie.‹ Bei allem Verständnis für kreative Werbung, aber diese Aussage ist in meinen Augen voll daneben gegriffen. Eine unhaltbare Behauptung, die nur ein Ziel hat: Ihre Konkurrenz zu diffamieren und auszuschalten. Für wie dumm halten Sie die deutschen Wähler? Mit dieser Anzeige entlarvt auf jeden Fall ›Die Partei‹ sich und ihre Geisteshaltung.«

B. Heilmann


Straßburg, Plenum

Eine stellvertretende Vorsitzende der AfD kreuzt meinen Weg. Gerade zitieren sämtliche Medien genüßlich, sie sei mit ihrer Maus abgerutscht, als es auf ihrer Facebook-Seite um den Schußwaffengebrauch gegen Frauen und Kinder ging. »Das mit den Kindern geht zu weit, Frau von Strolch«, rufe ich ihr nach, »ich war selbst jahrelang Kind ...« Beatrix Amelie Ehrengard Eilika von Strolch dreht sich um, ungewöhnlich blaß, und entgegnet etwas kleinlaut: »Ja, ich weiß.«

Straßburg, Hotel

Entsetzen am Frühstücksbüfett. Gerade erreicht uns die Nachricht, daß es in der drittgrößten Fraktion im Parlament Streitigkeiten gibt. Die europakritische EKR, eine rechtspopulistische Gruppe in der u.a. die »Wahren Finnen« und die polnische PISS-Partei (Spaß) vertreten sind, hat die beiden verbliebenen AfD-Mitglieder wegen der Schießbefehl-Diskussion aufgefordert, die Fraktion bis zum 31. März zu verlassen – andernfalls werde man Mitte April über einen Ausschluß abstimmen. Büroleiter Hoffmann grinst mich an. »Dir ist hoffentlich klar, wenn die da rausfliegen, commen sie automatisch zu den 15 fraktionslosen Abgeordneten ...« Gute Güte, als ob unsere Gruppe nicht schon bizarr genug wäre! Schnell verfassen wir eine Presseerklärung, um der Sache einen Riegel vorzuschieben. Da sie sich gegen die AfD richtet, wird sie in deutschen Medien flächendeckend zitiert.


Sachdienliche Informationen aus dem Netz

Lena WiSt Das »von Strolch« finde ich unnötig – »Beatrix von Storch« ist auch so schon ein besonders lächerlicher Name.
Rolf Eicken Was für ein konservativer Laden ! Noch nix von »Inklusion« gehört?!
Clemens Torno Könnt ihr auch irgendwas anderes außer immer nur so ein Blödsinn zu verzapfen?
Michael Henschke »Unrasiert«? Ist das politisch korrekt und zeugt von Intelligenz? Wie geht ihr denn mit anderen Randgruppen um? Schwule, Lesben, Dicke, Dünne, Männer, Frauen, usw? Besser kann man Inkompetenz nicht ausdrücken! Dies gilt für Sonneborn und Hofmann – scheinbar habt ihr sonst nichts zu tun! Für mich seid ihr eine indiskutable Fehlbesetzung!


 

 

* Erhältlich im TITANIC-Internetshop, 10 Stück = 1 Euro

** »Die Dauer der Reise wird wie folgt berechnet: Dauer der Fahrt zwischen dem Wohnort und dem Arbeits- oder Sitzungsort mit einer Geschwindigkeit von 70 km/h.« 70 km/h? Kicher, Doppelsmiley!

*** Henkel hat seine Klage nicht zurückgezogen; eine Beleidigung konnte allerdings vom Richter auch in der zweiten Instanz nicht festgestellt werden. Ätsch!


Achtung, Durchsage: Dieser Bericht wurde aus Mitteln des Europäischen Parlamentes finanziert und zeigt möglicherweise ein Zerrbild desselben

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Toll, Bundesverkehrsministerium!

Dein Bestreben, den Bürgern umweltfreundliche Mobilität näherzubringen, ist wirklich vorbildlich. Jetzt gibt es sogar einen Telefondienst für besorgte Dieselfahrer: »Bei ›Sauber Fahren‹ können Sie mit Experten sprechen«, heißt es in der dazugehörigen Werbung. Etwas widersprüchliche Angaben machst Du dann aber doch: In dem Spot heißt es nämlich weiter, manchmal gehe sogar Herr Scheuer persönlich an den Apparat.

Schreibt weiter sauber: Titanic

 Heil, Jonathan Meese!

Heil, Jonathan Meese!

Das »Süddeutsche Zeitung Magazin« hat Sie gefragt, was das denn nun eigentlich mit diesem ewigen Hitlergruß-Gezeige solle. Sie erklärten daraufhin, Sie hätten »den Hitlergruß in der Kunst durch Kunst zum Meesegruß gemacht. Eine Körpergeste wurde entideologisiert und mit neuer Bedeutung gefüllt.«

Puh. Abgesehen davon, dass Sie Ihre Wirkung womöglich ein wenig überschätzen – meinen Sie, die hetzjagenden Nazis im Lande seien plötzlich allesamt Kunstfans? –: Denken Sie diese Neu-Ideologisierung doch mal zu Ende! Soll es in Talkshows bald unseriöse »Meesevergleiche« geben? Soll man künftig behaupten, Charlie Chaplin habe einen »Meesebart« getragen? Und vor allem: Fürchten Sie sich nicht vor Sätzen wie »Also er war ja ein passabler Diktator, aber halt nur ein bestenfalls mittelmäßiger Postkartenmaler«?

Winkt von der Autobahn: Titanic

 Das erklärt einiges, Jan Fleischhauer!

»Wenn wir wissen, dass wir etwas nicht tun sollen, gibt es eine Stimme in uns, die sagt: Mach es doch, mach es doch.« So schrieben Sie in Ihrer Kolumne auf »Spiegel online«. Ist das vielleicht der Grund dafür, dass weiterhin jede einzelne Woche eines Ihrer Mach-Werke erscheint?

Hat darüber lang genug gerätselt: Titanic

 Geschätzte Tagesschau.de-Redaktion!

Du hast zwischen all den bedrückenden Nachrichten aus aller Welt eine Meldung plaziert, die uns doch einen kleinen Funken Hoffnung gibt. Passend zum Start des Winternotprogramms vermeldetest Du: »Obdachlose werden jünger und weiblicher«.

Sehr gut! Mit dieser Perspektive lässt sich das unattraktive Image der Obdachlosigkeit vielleicht endlich aufpolieren.

Gibt die Hoffnung nicht auf: Titanic

 Hochgeschwindigkeitsfresse Christian Lindner!

Sie ließen sich auf der Website Liberale.de zur Gefährdung des Lebensraums fahrbarer Dreckschleudern befragen: »Glauben Sie, dass die Bundesregierung Diesel-Fahrverbote noch abwenden kann?« Und da hatten Sie gleich einen Vorschlag auf Lager: »Wir reden permanent über Fahrverbote, Entschädigungen und ähnliche Dinge. Ich schlage vor: Erst einmal sollten wir über Grenzwerte und Messverfahren sprechen … Meine Vermutung ist, dass an vielen Stellen falsch gemessen wird. Aus diesen Fehlern resultieren lästige Fahrverbote. Der Bundesverkehrsminister sollte einheitliche Methoden verbindlich für alle Kommunen vorschreiben.«

Wir erlauben uns, das mal zusammenzufassen: Die deutschen Automanager hätten überhaupt nicht dreist betrügen müssen, Opfer der emissionsnahen Messung wie Audi-Chef Stadler hätten nicht in den Knast gemusst, und VW-Boss Winterkorn bräuchte jetzt nicht den Verlust seines ergaunerten Milliardenvermögens zu befürchten. Statt dessen hätte es die Politik sein sollen, die einen einheitlichen und grenzenlosen Schwindel durch ergebnisorientierte Messung des Schadstoffausstoßes anordnet – am besten im Leerlauf.

Denn im Leerlauf würden vielleicht sogar Sie als sauber gelten! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Spezialisierung

Habe gelesen, dass es neuerdings eine akademische Ausbildung für Hebammen gibt. Wahrscheinlich werden die dann speziell für Kopfgeburten zuständig sein.

Uwe Geishendorf

 Körper und Widerspruchsgeist

Die Neue beim Pilates ist ungehalten: »Ich kann das nicht!« Grimmig um sich schauend befindet sie: »… und die anderen können das auch nicht!«

Miriam Wurster

 Frauenleiden

Mir sind auf der Frankfurter Buchmesse so viele Leute auf die Füße getreten, dass ich mich – typisch Frau, den Fehler bei mir suchend – fragte: Habe ich zu große Füße?

Dorthe Landschulz

 Auf dem Holzweg

Die Benutzung eines E-Book-Readers lehne ich ab. Ich bevorzuge die Haptik und verwende nur Buchmaterial aus echtem Faservlies oder noch ursprünglicher: Holz! Dies beschert mir nicht nur ein wohlgefülltes Bücherregal, sondern auch den Respekt von Besuchern, die mich offenbar für einen belesenen Menschen halten. Dabei hasse ich einfach nur Bäume.

Günter Flott

 Nachfolgende Gerichte bitte jeweils gebetsmühlenartig um den Satz »Das war früher ein Arme-Leute-Essen« ergänzen:

Zürcher Geschnetzeltes, Boeuf Bourguignon, Kroketten, Kaninchenrückenfilet an Waldpilzen und Koriander-Knoblauch-Gnocchi, Pralinen, Katzenzungenragout, Pfau, Wal, falscher Wal, Torte Fürst Pückler Art und seine Gemahlin, Iglo Schlemmerfilet à la Bordelaise, Haribo Colorado, Kalbsbries, Öl, Hase, Chips, Haare.

Elias Hauck

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 27.11.:

    Christian Y. Schmidts "Der letzte Huelsenbeck" steht auf der Shortlist für das beste deutsche Romandebüt 2018.

  • 17.11.:

    Sowohl die Wiener als auch die Kleine Zeitung besprechen Michael Ziegelwagners Roman "Sebastian – Ferien im Kanzleramt" (den es selbstverständlich als TITANIC-Aboprämie gibt).

  • 17.11.:

    Mark-Stefan Tietze geht für die Taz mit Annegret Kramp-Karrenbauer in den Darkroom.

  • 15.11.:

    Das Donnerstagsgedicht der Taz-"Wahrheit" kommt heute von Stefan Gärtner.

  • 14.11.:

    Martin Sonneborns Ansprache an Angela Merkel in der ZDF-Mediathek.

Titanic unterwegs
11.12.2018 Frankfurt, Romanfabrik Hans Traxler
11.12.2018 Frankfurt, Romanfabrik Hans Traxler
12.12.2018 Berlin, Ufafabrik Thomas Gsella
12.12.2018 Butzbach, Kino Kapitol Pit Knorr & Die Eiligen drei Könige