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Die PARTEI informiert


Martin Sonneborn (MdEP)
Bericht aus Brüssel
Folge 7

»Man soll nur von Europa sprechen, denn die deutsche Führung ergibt sich ganz von selbst.«

Außenpolitisches Amt der NSDAP

Folge 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14

Brüssel, EU-Parlament, Pressekonferenz von Marine Le Pen

Dichtes Gedränge am Eingang des Konferenzraumes. Zwei unangenehm wirkende Sicherheitsleute bewachen die Tür, an der ein großes Schild prangt: KEIN ZUGANG FÜR ABGEORDNETE! Zum Glück besitzen Büroleiter Hoffmann und ich Presseausweise, unbehelligt gelangen wir in den überfüllten Saal. Eine Bande von Rechtsradikalen sitzt auf der Bühne, die ich aus den Reihen der Fraktionslosen kenne, etwa Marine Le Pen und Geert Wilders. Nach knapp einjährigen Verhandlungen haben sie endlich ihre Fraktion gegründet.

Gerade fragt ein BBC-Kollege, wie viel zusätzliches Geld die Fraktion erhalten wird. Le Pen weist die Frage als »Unverschämtheit« zurück, andere Fraktionen würden das auch nicht gefragt.

Eine weitere Unverschämtheit ist die Tatsache, daß ich hier unter Journalisten sitze und nicht mit oben auf der Bühne. Bin ich nicht auch Populist? Daß Le Pen mich nicht eingeladen hat, enttäuscht mich sehr. Andererseits dürfte mein Marktwert im Parlament gerade enorm gestiegen sein: Auf die Mindestzahl von 25 Abgeordneten kommen die Neufraktionäre mit Front National und FPÖ leicht. Aber eine Fraktion muß zugleich mindestens sieben Mitgliedsstaaten repräsentieren, Le Pen operiert genau wie die EFDD von Nigel Farage* am absoluten Limit. Wenn etwa die einzige Britin**, der Belgier oder der Rumäne abspringen, bricht die Fraktion zusammen – damit auch der Anspruch auf zusätzliche 17,5 Millionen Euro und erweiterte Redezeit im Plenum. Da die Halbwertszeit der beiden europakritischen Fraktionen in der Verwaltung als eher gering eingeschätzt wird und in beiden kein deutscher Parlamentarier vertreten ist, dürfte mein Marktwert als Feuerwehrmann und Fraktionenretter im EU-Parlament jetzt bei rund einer Million liegen. Netto, Frau Le Pen, netto!

Nett auch, daß der Abschaum des Parlamentes nunmehr aus lediglich 14 fraktionslosen MEPs besteht. Vielleicht können wir mal zusammen kegeln gehen.


Sachdienlicher Hinweis einer Mitarbeiterin aus dem Sekretariat der fraktionslosen MEPs

Genauso wie die Fraktionslosen unter den MEPs ein weitaus geringeres Ansehen genießen, so sehen auch die Sekretäre der Fraktionen auf uns herab.

Anmerkung des Generalsekretärs der PARTEI Tom Hintner

Wahrscheinlich schauen noch die Schaben bei den Fraktionsmitgliedern auf die Schaben bei den Fraktionslosen herab!


Hessische Landesvertretung

Die »Union Europäischer Föderalisten« hat zu einer abendlichen Diskussion geladen: »An EU Army: Fantasy or Political Project?« Die Bühne ist allerdings von links bis rechts komplett phantasielos besetzt, neben einer kriegslüsternen amerikanischen Journalistin und einem Vertreter von rund 3000 Luftfahrt- und Rüstungsfirmen sitzen u.a. ein deutscher General und MEP Elmar Brok (CDU) auf der Bühne.

Der Reihe nach werden von allen Anwesenden die Vorteile einer schlagkräftigen EU-Armee herausgestellt. Am unterhaltsamsten agiert dabei der Rüstungslobbyist, er quengelt nach höheren Rüstungsausgaben, weil diese nach dem Fall der Mauer unverständlicherweise deutlich gesunken seien und das gesammelte Rüstungswissen von über 30 Jahren verlorenzugehen drohe, während der Russe praktisch vor der Tür stehe. Zum Schluß hat Elmar Brok seinen Auftritt.


Sachdienlicher Hinweis aus Facebook

Martin Sonneborn Brüssel, Landesvertretung Hessen: Nach ein paar Rüstungslobbyisten plädiert Elmar Brocken (150 Kilo, CDU, MdEP) für eine EU-Armee und schläft vor Begeisterung ein.

Walter Maurer Klarer Fall fürs Flakkgeschütz.
Rubin Balling Der muß Mitglied der PARTEI werden! Gekrümmte Waffen und schlafende Militärpolitiker gehören zusammen!
Andreas Vonrath Wachhalten wäre Folter.
Phi Lippe Ist er tot?


Flughafen Berlin-Tegel, Wartebereich für den Flug nach Brüssel

Achduscheiße, Elmar Brok ist überhaupt nicht tot, er stapft vielmehr geradewegs und keineswegs gutgelaunt auf mich zu! Bloß weil sein Foto ein bißchen im Internet herumging. Erregt zischt er: »Sie haben sich über mein Glasauge lustig gemacht! Ich habe nicht geschlafen, ich habe mein Auge ausgeruht!! Ich mag das nicht!!!« Gute Güte, der Mann hat ein Glasauge? Einem alten Witz zufolge muß es das linke sein, weil mich das gerade mit sehr viel mehr Sympathie anschaut. Aber seit wann muß ein Glasauge ausruhen, denke ich und sage: »Ich mag Ihre Idee einer EU-Armee nicht! Aber ich habe mich nicht über Ihr Glasauge lustig gemacht.« – »Das hätten Sie wissen müssen, informieren Sie sich über mich!« Schnaubend dreht der Ostwestfale ab. Informieren, warum? Ich weiß, wer Brok ist: über zehn Jahre Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, Kohl- bzw. Merkel-Vertrauter. Seit 1980 im Parlament, einer der einflußreichsten Strippenzieher und nebenbei über Jahrzehnte hinweg hochbezahlter Bertelsmann-Manager - eine Kombination, die der Staatsrechtler von Arnim als »legale Korruption« bezeichnet und Transparency International als »Gefahr für die Demokratie«. TTIP-Freund, mitverantwortlich für das politische Desaster in der Ukraine. Außerdem ein Choleriker, der u.a. bei FAZ, SZ und WDR unliebsame Berichterstattung durch Anrufe zu unterbinden sucht und der in dem Ruf steht, seine Assistenten zu schlagen; natürlich nur, wenn es angebracht ist. 2007 Pfeife oder Pfeifenraucher des Jahres. Hab ich was vergessen?


Sachdienlicher Hinweis von Wikipedia

In verschiedenen ukrainischen Medien wurde berichtet, Brok habe bei seinem Besuch in Kiew auch ein Bordell besucht und sich abfällig über ukrainische Frauen geäußert. Brok dementierte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Die Anschuldigungen seien haltlos und Teil einer Kampagne der ukrainischen Regierungspartei. Der ukrainische Ministerpräsident entschuldigte sich bei Brok, bezeichnete die Aktion als Verleumdungskampagne und bestritt jegliche Beteiligung seiner Regierung.


Flughafen Brüssel-Zaventem, Wartebereich des EU-Fahrdienstes

Ab und an zeigt die EU auch ihre lustigen Seiten; selbst politische Schwerstgewichte kämpfen vergeblich gegen die Bürokratie. Von einer burschikosen Fahrdienstleiterin werden Elmar Brok, Udo Voigt und ich ein und demselben VW-Bus zugewiesen, der uns ins Parlament bringen soll. Brok schwitzt vor Wut, als er dem Fahrer bedeutet, er wolle keinen von den Mitfahrern sehen, und dann mit seinem Rucksack vorne auf den beengten Beifahrersitz klettert. Ein konservativer Brite, der im letzten Moment zu uns stößt, wundert sich über das eisige Schweigen im Wagen. Es wird erst vor dem Parlament unterbrochen, als ich zu Udo Voigt sage: »Sie steigen sicherlich rechts aus.« Voigt hat offensichtlich wenig Humor: »Ja, mal sehen, hrrmpf, welche Tür äh… aufgeht…«

Straßburg, Plenum

Super, neue Sitzordnung im Plenum. Meine ehemaligen Nachbarn von FPÖ und Front National haben Fraktionsrang und dürfen ab sofort weiter vorne sitzen. Ich finde meinen Platz am rechten Rand der verbliebenen Fraktionslosen. Rechts neben mir sitzt jetzt Beatrix von Storch (AfD), links ist ein Platz frei, dann folgen Udo Voigt, Le Pen Senior*** und eine unauffällige Dame, die mir kürzlich bei einem Abendessen des südkoreanischen Botschafters gegenüber saß: Krisztina Morvai. Eine kurze Recherche ergibt, daß sie aus Ungarn stammt und von der Jobbik-Partei aufgestellt wurde – der Partei, die schon mal durchzählen lassen wollte, wie viele Juden im ungarischen Parlament sitzen.


Sachdienlicher Hinweis von Wikipedia

2008 empfahl Morvai den »liberal-bolschewistischen Zionisten«, sich schon einmal zu überlegen, »wohin sie fliehen und wo sie sich verstecken«. 2009 empfahl sie ihren jüdischen Kritikern, »mit ihren kleinen, beschnittenen Schwänzen zu spielen«, statt sich mit ihr zu befassen, und nannte die Israelis »verlauste, dreckige Mörder«. 2010 behauptete sie, Belege für eine angebliche Erklärung Shimon Peres’ zu haben, daß Israel Ungarn aufkaufen wolle.


Sachdienlicher Hinweis aus Facebook

Heiko Siebert Sind das alle Anwesenden? Bei einem Terroranschlag müßte der IS da sogar noch eigene Geiseln mitbringen.
Milan Sühnhold htt­p://www.hagopur-shop.de/Hagopur+Wildschwein+Stopp… das sollte helfen!


Während ich noch über die Einsatzmöglichkeiten von Wildschweinstopp sinniere (Spaß), steuert ein hochgewachsener 70jähriger Glatzkopf mit Fliege und Schnäuzer den freien Sitz zu meiner Linken an. »Herr Sonnäborn? Mein Name ist Korwin-Mikke…«, beginnt der Pole und hebt die Hand. Schlagartig wird mir der letzte Bericht aus Brüssel bewußt: Korwin-Mikke hatte einen Parlamentarier geohrfeigt, der ihn als meschugge bezeichnet hatte. Und ich hatte den Polen zwei Zeilen weiter ebenfalls »meschugge« genannt… Aber der studierte Philosoph holt nicht weiter aus, sondern reicht mir die Hand höflich zum Gruße: »Gutten Tag!« – »Guten Tag, mein Herr! Sie sprechen deutsch?« – »Nein. Wenn Elmar Brok Deutsch spricht, kann ich das nicht verstähn…«

Die Debatte plätschert vor sich hin, immer mehr MEPs verlassen das Plenum. Als es um die Einführung eines europaweit einheitlichen Fahrscheines geht, stößt mich mein polnischer Nachbar an. »What means ›ticket‹ in German?« Ich antworte, daß man ruhig »Ticket« sagen kann, das würde jeder verstehen. Korwin-Mikke bedankt sich artig, steht auf und hält eine Rede. Ich schalte sein Mikrophon ein, damit man hören kann, was er sagt. Engagiert spricht er sich für Vielfalt und gegen Vereinheitlichung in Europa aus. Dann hebt er den rechten Arm und ruft auf deutsch: »Ein Volk, ein Reich, ein Tickät!« Mir fällt vor Schreck fast der Stift aus der Hand! Wenn ich gewußt hätte, was der Kollege plant, hätte ich Ticket natürlich mit »Fahrschein« übersetzt. Ein F-Wort klingt in dieser Reihung doch viel passender.

Richtiger Arm, tadellose Haltung: Janusz Korwin-Mikke

Sachdienlicher Hinweis aus Facebook

Lukas Metzger Sie hätten auf die Frage nach der Übersetzung von »Ticket« anders antworten sollen. Mit »Kühlschrank«, zum Beispiel.
Henrik Kiepe »Ein Volk, ein Reich, ein Schnaps bitte«
Gerrit Volkenborn »Führerschein«! DAS hätte Korwin vermutlich auch geglaubt! »grin«-Emoticon


Am nächsten Tag ist der griechische Ministerpräsident Zypras im Plenum. Während ich die Schwingtür aufstoße, ruft Dustin Hoffmann an: »Korwin-Mikke hatte gerade wieder eine one minute speech, diesmal hat er tatsächli…« Den Rest kann ich nicht verstehen, weil mein Büroleiter von Korwin-Mikke übertönt wird. Der rüstige Monarchist stürmt auf mich zu, strahlt vor Freude über das ganze große Gesicht und verkündet, heute habe er eine noch viel stärkere Rede gehalten: »Ich habe Zypras gesagt, er muß machen es wie Pinochet, sonst keine Chance!«

Brüssel, Parlament

Ein ARD-Team interviewt mich gerade zum Thema »Kleine Parteien im Europäischen Parlament, die den Steuerzahler nur Geld kosten und nichts bringen«, als Elmar Brok vorbeispaziert. Vor laufender Kamera spricht ihn die Reporterin an, bittet ihn hinzu.

Brok (abwehrend) Mit Herrn Sonneborn mache ich nichts. Gar nichts!
Sonneborn Seit wann denn nicht, Herr Brocken? Wir haben neulich …
Brok Ich hab noch nie etwas mit Ihnen gemacht. Sie machen nur Doofes wie Twitter, wo Sie sich heute noch nicht entschuldigt haben!
Sonneborn (irritiert) Aber ich habe neulich eine sehr schöne Veranstaltung mit Ihnen absolviert!
Brok Wissen Sie was, wenn ich die Augen zu habe, ich hab ein Glasauge und darüber machen Sie sich lustig!
Sonneborn Ich habe mich nicht über Ihr Glasauge lustig gemacht.
Brok (mit vor Zorn hervortretenden Adern) Sie sind ein bösartiger Mensch, der hier nichts schafft, faul ist und nur rummeckert. Faul! Faul!
Sonneborn (bösartig) Stimmen denn wenigstens die 150 Kilo?
Brok (kommt so nah an mich heran, daß sein enormer Bauch meinen Bauch berührt und beantwortet damit die Frage. Unsere Köpfe dagegen bleiben vor der Kamera schicklich auf Abstand) Wissen Sie, auf welchem Niveau Sie sich bewegen? Eines Komikers! Das ist auch Ihr Beruf: Ein Komiker, Sie sind ein auf Steuerzahlerkosten subventionierter Komiker!

Die Köpfe in schicklichem Abstand, die Bäuche kollegial aneinandergelegt: MEP Brocken und ich.

Brüssel, Büro

Das findet auch ein Hiwi der Konrad-Adenauer-Stiftung, Parteienforscher Karsten Grabow. In seiner Studie »Kleine Parteien im Europäischen Parlament« resümiert er: »Sonneborn verweigert im Grunde jede Mitarbeit und bringt seine Geringschätzung des Parlaments zum Ausdruck.«


Sachdienlicher Hinweis des Handelsblatts

Laut KAS-Studie macht Sonneborn »im EP im Grunde nichts« – außer, daß er den Brüsseler Betrieb für Satire nutzt. Als »Trittbrettfahrer des Null-Prozent-Sperrklausel-Urteils« kostet Sonneborn die Steuerzahler jährlich mindestens 160 000 Euro. Und was bekommen sie dafür? Mal mehr oder mal weniger originelle Videoclips aus dem EP. Ein teurer Spaß also?

»Die EU kostet im Jahr 135 Milliarden Euro. Da ist die eine Milliarde, die ich in Brüssel einstecke, gut investiert«, sagte Sonneborn dem Handelsblatt. »Ich stimme abwechselnd mit ›Ja‹ und ›Nein‹. Damit mache ich nichts kaputt, außer TTIP, und habe einen höheren Unterhaltungswert als Herbert Reul.« (Chef der CDU/CSU-Gruppe im EU-Parlament; d. Red.)


Sachdienlicher Hinweis des Focus

Er kassiert 160 000 Euro pro Jahr: Sonneborn krümmt im EU-Parlament keinen Finger!
Einer, den das gewaltig aufregt, ist Elmar Brok: »Ich finde es schlimm, wenn jemand versucht, das Parlament der Lächerlichkeit anheimfallen zu lassen. Herr Sonneborn wurde gewählt und kassiert Geld für seine Abgeordnetentätigkeit, deshalb ist es seine Pflicht, positiv zu arbeiten.«


Sachdienliche Hinweise

Martin Sonneborn #ElmarBrocken will, daß ich in Brüssel »positiv arbeite«. Wie er. Aber eine 2. Ukraine können wir uns in Europa derzeit nicht leisten. ROLF!
Torsten Klöpfel Rumsitzen, Nichtstun und dafür Geld kassieren? Ich bin noch nie authentischer repräsentiert worden.


 

* Vgl. das Angebot von Farage in TITANIC 01/2015.
** Janice Atkinson, wg. zu hoher Spesenabrechnungen kürzlich aus der Ukip geflogen.
*** Le Pen Senior hat seine Tochter wahrscheinlich zu antiautoritär erzogen, jedenfalls durfte er nicht mit in die Fraktion.


Achtung, Durchsage: Dieser Bericht wurde mit 160 000 Euro aus Mitteln des Europäischen Parlamentes finanziert und zeigt möglicherweise ein Zerrbild desselben.

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Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des Buchmarkts!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 21.11.:

    Das österreichische Radio FM4 empfiehlt die neue Jahrhundertchronik aus dem Hause TITANIC.

  • 21.11.:

    Mark-Stefan Tietze in der Taz über arabische Clans, die Polizei und Gesellschaft unterwandern.

  • 20.11.:

    U.a. die "Salzburger Nachrichten" und der ORF berichten über die Eröffnung von Gerhard Haderers "Schule des Ungehorsams" mit der Ausstellung "Endlich Zeitreise möglich: Die besten Covers aus über 30 Jahren Titanic".

  • 19.11.:

    Die NZZ schreibt über "Das Hochhaus" von Katharina Greve.

Titanic unterwegs
24.11.2017 Wolfsburg, Hallenbad
  Thomas Gsella
24.11.2017 Mainz, Literaturbüro
  Gerhard Henschel
24.11.2017 Neuendettelsau, Gemeindebücherei
  Jürgen Roth, Thomas Roth
24.11.2017 Köln, Uni
  Tim Wolff

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Briefe an die Leser

 Wow, Helene Fischer!

Wow, Helene Fischer!

Unter einem »Rock aus Wasser« (»View«) sind Ihre Beine bei einem Konzert in Hannover also »verschwunden«. Großartig! Und das nächste Mal dann: der ganze Körper. Oder noch besser: gar nicht erst auftauchen.

Muß dann auch mal weg: Titanic

 Photograph Michel Klooster (NL)!

Auf Facebook veröffentlichten Sie die Aufnahme eines holländischen Brautpaars, das zeigt, wie die Braut im weißen Kleid vor dem den Rücken zur Kamera gewandten Bräutigam mit heruntergelassener Hose kniet. Das Bild versahen Sie mit dem Kommentar: »Einige Brautleute können nicht warten, bis die Party vorbei ist. Zum Glück hatten sie sich bereits das Ja-Wort gegeben und waren offiziell verheiratet«, sahen sich aber aufgrund einiger mißbilligender User-Kommentare gezwungen, ad hoc klarzustellen: »Wir dachten einfach, es wäre eine lustige Idee. Wer das als anstößig betrachtet, lebt in meinen Augen noch im Jahr 1996.«

Moment mal, 1996? Das Jahr, in dem die pubertäre Pixelphantasie Lara Croft zum »Sexsymbol« avancierte, Bilder des oberkörperfreien Golden-Goal-Torschützen Oliver Bierhoff beim EM-Finale nicht nur Frauenherzen höher schlagen ließen und als hierzulande über 3,3 Millionen Besucher in die Lichtspielhäuser strömten, um zu sehen, wie Jenny Elvers in der Deppenposse »Männerpension« ohne Schlüpper drunter kurz ihren Minirock lüpft?

Verdorie, Sie haben ja so recht! Titanic

 Und dann kamst Du, WAZ,

mit der Schlagzeile »Was Bundestrainer Joachim Löw anfaßt, wird zu Gold«. Und das wird leider bei dessen nächstem Taschenbillardmatch am Spielfeldrand noch im Hinterkopf haben: Titanic

 Danke, »DB mobil«,

für den kleinen Hinweis im Peter-Maffay-Interview: »Seinen einsam-romantischen Lieblingsort verrät Maffay auf dbmobil.de/maffay.« Wir haben uns schon länger gefragt, wo sich der Zugang zum Darknet befindet!

Schaurige Grüße Titanic

 Saudi-König Salman!

Saudi-König Salman!

Erst erlauben Sie Ihren Untertaninnen endlich das selbständige Autolenken – was unsere alten Satire-Chauvis zu tagelangen Witzüberlegungen à la »Gehen dem Land etwa die Amokfahrer aus?« bewegt –, um kurz darauf der Weltöffentlichkeit zu demonstrieren, daß man erst mal die Männer im Wüstenstaat den Treppen-Führerschein machen lassen sollte: Bei Ihrer Landung zum Rüstungstreffen in Rußland verweigerte die goldene (!) Rolltreppe Ihres Jumbojets den Dienst, woraufhin Sie für etliche Sekunden erstarrten und nicht wußten, wohin. Fürs nächste Mal aufschreiben, Eure Hoheit: Kaftan raffen, nach unten schauen, einen Fuß vor den anderen setzen, links gehen, rechts stehen.

Und wie Sie sich im Falle einer Notwasserung auf der güldenen Notrutsche zu verhalten haben, erfahren Sie bei der obligatorischen Sicherheitseinweisung. Passen Sie halt besser auf – auch wenn’s eine Frau erklärt. Sie Kamel!

Ready for landing: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Ekel Oettle

Ich hatte gestern eine Schlange auf dem Arm und es war so eklig, daß sie sich zwei Stunden später häuten mußte.

Cornelius W.M. Oettle

 Szene aus Paris

Die Tauben auf dem Eiffelturm sehen krank aus, gerupft. Ihnen wird inzwischen nahezu seriell blaues Aluminium auf die Federn gebacken, sie schwanken. Eine Zehe fehlt vielen, manchen gar Fuß oder Kopf. Sie sitzen auf mit scharfem Draht gespicktem Stahl, der unter ihnen rostet vom eignen Urin, während sie langsam und in aller Ruhe sterben. Manchmal gelingt es drei noch etwas rüstigeren, einen Müllsack nach oben zu schleudern – zum Preis von sieben Federn. Doch haben die Viecher sogar schon vergessen, wie man guten Müll von schlechtem unterscheidet. Überfressen mit halbleeren Batterien, drehen sich die Tauben schließlich wie lebende Überraschungsei-Geschenke vor lauter Energie sitzend im Kreis, angetrieben von der Ladungsdifferenz.

Adrian Schulz

 Anrede im Alter

Wirst du (45, gefühlt: 28) trotz Duzangebots von Mittzwanzigern weiter gesiezt, ist eine enttäuschte Replik mit »Du« genauso doof wie eine mit »Sie«. Die Mischung »Du darfst mich gerne siezen!« ist jedoch zu empfehlen. Damit zeigst du einem jungen Menschen zwar nicht deine innere Jugend, aber immerhin altersgemäße Herablassung.

Michael Höfler

 Flotter Käfer

Eines muß man Gregor Samsa ja lassen: Im Bett war er ein Tier.

Ringo Trutschke

 Anleitung zum Unglücklichsein

Als meine Freundin verträumt lächelnd meinen aus ihrer Sicht recht hübsch anzusehenden Körper pries, habe ich noch einmal zähneknirschend darüber hinweggesehen. Als sie daraufhin unter Singen und Pfeifen mein Lieblingsgericht zubereitete, konnte ich mich nur mit Mühe beherrschen. Nachdem sie schließlich jedoch den Wein und die Konzerttickets auf den kerzenbeschienenen Eßtisch drapiert hatte und mich mit strahlenden Augen ansah, bekam ich einen fürchterlichen Anfall und machte sie so richtig zur Schnecke. Was glaubte sie eigentlich, wer ich war!

Wanja Lindenthal