Inhalt der Printausgabe

Die PARTEI informiert


Martin Sonneborn (MdEP)
Bericht aus Brüssel
Folge 4

»Man soll nur von Europa sprechen, denn die deutsche Führung ergibt sich ganz von selbst.«

Außenpolitisches Amt der NSDAP

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Brüssel / Berlin

Büroleiter Dustin Hoffmann meldet sich aus Brüssel: Unsere beiden Telefone im Büro klingeln Sturm. Nigel Farage, Führer der europafeindlichen britischen Ukip-Partei im EU-Parlament, telefoniert hinter mir her. Dem Vorsitzenden der Fraktion »Europe of Freedom and Direct Democracy« (EFDD) ist eine lettische Abgeordnete von der Fahne gegangen, und wenn nicht schnell Ersatz gefunden wird, verliert die EFDD ihren Fraktionsstatus.


Sachdienlicher Hinweis von The Local

The EFDD will lose millions of euros a year in funding and speaking time in the parliament if it cannot find another MEP. EU parliamentary groups need 25 MEPs from at least seven different countries to form an alliance. As a German, Sonneborn, who is leader and one of the founders of satirical party Die Partei, would ensure the EFDD included representatives from enough countries.


Von: FARAGE Nigel <nigel.farage@europarl.europa.eu>
Betreff: Press release
An: HOFFMANN Dustin <dustin.hoffmann@europarl.europa.eu>

Dear Dustin, if Mr Sonneborn wants to help us fight the Establishment in the name of democracy that would be great! My phone number 00000000 17 003


Sachdienlicher Hinweis des Guardian

German dadaist party offer to save Ukip group in European parliament Sonneborn, whose Die Partei gained 0.6% in the European elections thanks to such incisive slogans as »Merkel is stupid« and »Hands off German willies: no to the EU penis-norm« had told the Guardian of his desire to win over Farage’s party for an »alliance of idiots and fools« in May, and reiterated his desire to see Britain leave the EU this week. Sonneborn describes himself as a »committed European, as committed as Napoleon and Hitler.«


Nigel Garage, Pardon: Farage

Ich überlege eine halbe Stunde. Einerseits ist Nigel Farage ein nicht ganz unsympathischer Querulant, der seinen Spaß daran findet, unseren Chef zu ärgern (»Martin Schulz wäre als Präsident besser in einer Bananenrepublik aufgehoben!«), andererseits ist seine Partei absolut nicht zurechnungsfähig, die dicklichen Ukip-Krawallschachteln im Kulturausschuß sind mir schon mehrfach unangenehm aufgefallen. Allerdings wäre es auch nicht uninteressant, in jeder Diskussion innerhalb der Fraktion mit Rücktritt drohen zu können … Smiley! Aber ist Politik nicht auch die Kunst des Verhandelns, des Ausgleichs, des Gebens und Nehmens? Doch doch, ist sie. Gut, ich werde zusagen, allerdings unter einer Bedingung.


Sachdienlicher Hinweis von The Local

Mr Sonneborn replied to me that he would consider joining the group under the condition of renaming it into »Sonneborn’s EFDD – Sonneborn’s Europe of Freedom and Direct Democracy«.


Die Zahl der Anrufe und eingehenden Mails im Brüsseler Büro nimmt schlagartig ab und reduziert sich wieder auf ein verträgliches Maß. Büroleiter Hoffmann geht erleichtert in die Sauna.


Sachdienlicher Hinweis der FAZ

Nur wenige Tage nach dem Austritt der lettischen Europaabgeordneten weist der euroskeptische Zusammenschluss »Europa der Freiheit und der direkten Demokratie« im Europäischen Parlament wieder Fraktionsstärke auf. Wie der britische Fraktionsvorsitzende Nigel Farage erklärte, zählt die EFDD nach der Aufnahme des polnischen Abgeordneten Robert Iwaszkiewicz wieder 48 Abgeordnete aus sieben EU-Mitgliedstaaten.

Die Partei Kongreß der Neuen Rechten (KNP), zu der Iwaszkiewicz zählt, ist am rechten Rand des politischen Spektrums angesiedelt. Der sozialdemokratische Fraktionsvorsitzende Gianni Pittella bezeichnete Iwaszkiewicz als Monarchisten, der zudem der Ansicht sei, »daß es eine gute Sache ist, Frauen zu schlagen«.


Sachdienlicher Hinweis von The Local

It’s a shame because Sonneborn – who courted controversy in 2011 by covering his face in black make-up for a billboard spoofing US President Barack Obama – and UKIP leader Nigel Farage share the same dream – Britain’s exit from the EU. »It doesn’t belong to the continent, just take a look at the map«, Sonneborn said. »I also like to stand in front of pubs drinking beer, so there’s another thing that unites us«, he added, referring to Farage’s enthusiasm for being photographed with a beer in hand.


Straßburg, Plenum

Nach siebenstündiger Zugfahrt schaue ich abends um 18:30 Uhr noch mal schnell im Parlament vorbei. Eine kurze Unterschrift in der Anwesenheitsliste sichert mein Tagegeld von 304 Euro für diesen Tag, und wenn ich schon da bin, kann ich auch einen Blick ins Plenum werfen. Auf dem Weg zu meinem Sitzplatz fällt mir auf, daß kaum Kollegen vor Ort sind, aber unter den wenigen Anwesenden befinden sich alle meine irren Nachbarn: die komplette FPÖ-Mannschaft, Udo Voigt und mehrere Vertreter der AfD. Vor ihrem Mißtrauensantrag gegen Juncker am nächsten Tag gibt es offenbar die übliche Aussprache, und der rechte Flügel hält ein paar seiner Ein-Minuten-Reden, die nur sehr geringe Chancen haben, in die Geschichtsbücher einzugehen.

Der unrasierte AfD-Immobilienmakler (bekannt aus Folge 2) erblickt mich, mustert meinen Billiganzug und wirft dann einen Blick auf meine Schuhe, ganz normale Caterpillar-Arbeitsschuhe mit Schutzkappen, die ich an den unteren Enden meines Körpers trage, um auf dem politischen Parkett nicht ins Schleudern zu geraten: »Ah«, ruft er triumphierend, »die Schuhe verraten Sie!« Ich schaue an der Alternative für Deutschland herunter, sehe braune Lederschuhe und entgegne: »No brown after six, please!« Obwohl er das vermutlich fälschlicherweise nur auf seine Schuhe bezieht, zieht er sich zurück. Ich tue desgleichen, lasse mich vom Fahrdienst ins Hotel bringen. Morgen kommt der Papst; mit dem letzten hatten wir Ärger, da will ich lieber ausgeschlafen sein.


Sachdienlicher Hinweis des Fahrers

»Merci beaucoup, fünf Euro, danke vielmals! Wer am wenigsten Trinkgeld gibt? Die Polen. Als nach dem Mauerfall die Abgeordneten aus dem Ostblock ins Parlament kamen, haben die mir anfangs oft Hustenbonbons in die Hand gedrückt. Oder Kaugummis. Aber am geizigsten sind die Italiener. Viele haben eine App, mit der kann man sich ›anrufen‹ lassen. Wenn das Parlament in Sicht kommt, klingelt plötzlich ihr Handy, ›Pronto?‹ dann Blablabla und ›Ciao, ciao, mille grazie‹ und weg sind sie …«


Straßburg, Plenum

Der Papst hält eine gute, humanistisch geprägte und viel beklatschte Rede vor dem Parlament. Martin Chulz* charakterisiert sie als »politiche Rede, die Orientierung bietet in einer orientierungslosen Zeit«. Warum wird sie dann keine Auswirkungen auf die Europapolitik haben? Und warum bezeichnet er sie nicht lieber z.B. als »päpstliche« Rede, das kann er vollkommen korrekt aussprechen?

Bei einer der Abstimmungen später passiert es. Anfangs stimme ich ganz locker und unangestrengt vor mich hin, abwechselnd mit JA ZU EUROPA und NEIN ZU EUROPA, variiere nur manchmal, um gegen Rechts zu votieren, wenn mein FPÖ-Nachbar zu sehr nervt und mich bittet, doch mal mit ihm zu stimmen, gegen Juncker zum Beispiel, es dem Establishment zeigen, ob ich denn keine Eier hätte, etc. Als das Tempo anzieht, wird es anstrengend, im Sekundentakt wird abgestimmt. Büroleiter Hoffmann wird später nachzählen, 204 Abstimmungen in 40 Minuten! Den Arm hebe ich schon lange nicht mehr, die Nationalen haben einfach besser trainierte rechte Oberarme. Nur bei den namentlichen elektronischen Abstimmungen bin ich aus Überzeugung*** weiterhin dabei. Auf einmal schreckt mich ein Blick auf die elektronische Anzeigetafel auf: A8-0037/2014 § 22, Abst. 3: 343 zu 342. Irgend etwas wurde gerade mit lediglich einer Stimme Mehrheit angenommen. Mein Blick fällt auf das grüne JA-Lämpchen an meinem Abstimmgerät: Verdammt, ich habe tatsächlich gerade eine Abstimmung entschieden! Jetzt muß ich dringend herausfinden, was ich da getan habe …


Sachdienliche Hinweise aus dem Internet ****

Hans Bogenschütz Wahrscheinlich das neue Ökosiegel für Topflappen!!

Christian Woldt TTIP durchgewunken? Weil nach einem NEIN ZU EUROPA wieder ein JA fällig war?

Erik To Was sind Sie denn für ein Politiker, wenn Sie sich Sorgen machen, was Sie getan haben?

Stu Art Im Zweifel sagste immer »Da war ich Kreide holen«

Uwe Heller Lassen Sie Clint Eastwood, Pardon, Dustin Hoffmann ermitteln…

Niklas Hüttner Egal. Läuft bei dir!

Richard LaFleur Dafür wähle ich Die PARTEI. Gute Arbeit, weiter so!

Grit Michelmann Und was macht das jetzt mit Ihnen? Kommen Sie da nicht doch in die Versuchung vor der nächsten Abstimmung nachzudenken und tatsächlich zu entscheiden?
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Martin Sonneborn Nein. Warum?
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Frank Röske Wir haben ihn nicht gewählt, daß er aufpaßt, was er macht!

Carsten Todt Denken Sie über die Konsequenzen Ihres Handelns nach! Wenn Ihr das Ganze nicht sowieso schon zum Zirkus gemacht hättet…

Kiko Mann, ich finde, man sollte sich den Satz (§ 22/3), für den Herr Sonneborn gestimmt hat (und der dann mit einer Ein-Stimmen-Mehrheit als angenommen im sogenannten Stier-Bericht verbleibt!), mal auf der Zunge zergehen lassen: »Das Europaparlament betont, daß in einer weitgehend globalisierten Wirtschaft die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer durch Liberalisierungsprozesse geschwächt wird und dies die Einhaltung der in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und in der Agenda für menschenwürdige Arbeit aufgeführten Rechte gefährdet.«

Martin Sonneborn Puh, zum Glück hab ich nicht aus Versehen Europa kaputtgemacht … Doppelsmiley!


 


* Kann dialektbedingt immer noch kein »sch« aussprechen. Warum schreibt ihm sein Redenchreiber** keine sch-freien Reden?

** Mit Redenschreibern ist das so eine Sache, meiner ist bekanntlich depressiv und leitet mir statt ausgefeilter Reden Spam-Mails ins Plenum: »Wieso verdient diese Oma 459 Euro pro Tag und Sie NICHT?«

*** Büroleiter Hoffmann hat mich überzeugt, daß mir die halbe Bürojahrespauschale entzogen wird, wenn ich nicht an mindestens 50 Prozent der Abstimmungen teilnehme.

**** Der allgemein gebräuchlichen Rechtschreibung angepaßt.

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Moinmoin, Nandus!

Moinmoin, Nandus!

Vor 18 Jahren seid Ihr aus einer Lübecker Straußenfarm ausgebüchst und habt Euch seither munter in Nordwestmecklenburg angesiedelt. Anfangs nur ein gutes Dutzend, ist Eure Population auf mittlerweile über 500 Laufvögel angewachsen. Wenn das so weitergeht, stellt Ihr demnächst in Eurem Landkreis die Bevölkerungsmehrheit.

Doch aufgepasst: Ihr habt zwar keine natürlichen Feinde, seit kurzem jedoch die Alphatierchen und Aasgeier von der FDP im Nacken, die Euch ins deutsche Jagdrecht aufnehmen wollen und als »große Gefahr« geißeln. Kleine Bitte: Könntet Ihr, statt konzeptlos alle Felder leerzufuttern, nicht zur Abwechslung mal was Sinnvolles tun, z.B. den Lebensraum des Nazidorfs Jamel verwüsten oder wenigstens das Kreisbüro der örtlichen FDP (Dorfstraße 27, 19417 Jesendorf)? Auf, auf!

Eure Fressfreunde von Titanic

 Ralph C. Freund!

Da massakriert ein weißer Nationalist in der texanischen Grenzstadt El Paso unter anderem sieben Mexikaner, woraufhin der US-Präsident seine gewohnte ausländerfeindliche Hetze betreibt. Und Sie, Chef der sog. »Republicans Overseas«, dürfen bei WDR 5 den in die Kritik Geratenen in fließendem Deutsch verteidigen: »Trump ist nun alles, aber kein Rassist.«

Na, klar Robert »C.« Freund, und das »C«, welches der damalige Immobilienspekulant und Vermieter Trump schon Anfang der Siebziger Jahre in die Bewerbungsunterlagen farbiger Wohnungsinteressenten stempeln ließ – ein Vorgehen, für das er schon damals von den US-Behörden verklagt worden ist –, stand auch nicht für »colored«, sondern für das auf die Weltläufigkeit seines Initiators verweisende Wort »Cosmopolitan«, nicht wahr?

Keine Grüße: Titanic

 Glückwunsch, Simon Rolfes!

Sie sind Sportdirektor des Fußballvereins Bayer Leverkusen und äußerten jüngst den Satz: »Wir kommen vom Ansatz, mit dem Ball spielen zu wollen.«

Und wir kommen vom Ansatz, Ihnen zu gratulieren, dass das der genau richtige Ansatz ist, denn Fußball ist ja schließlich eine Ballsportart. Hätten Sie etwa behauptet, Sie kämen vom Ansatz, mit dem Puck spielen zu wollen, oder mit Doppelkopfkarten, oder gar mit dem Gedanken, künftig Eigenblutdoping zu betreiben, wären das total falsche Ansätze gewesen. So aber haben Sie eindrucksvoll bewiesen, dass Sie vom Ansatz her der absolut richtige Mann am richtigen Ort sind und nicht etwa ballaballa.

Verwandelt diesmal ansatzlos: Titanic

 Gloria von Thurn und Taxis,

neulich fanden wieder mal die Festspiele im Innenhof Ihres Regensburger Schlosses statt. Da jubeln immer alle und freuen sich, und die geladenen Künstler, beispielsweise Elton John und Sting und Tom Jones, bedanken sich artig für die Einladung.

Und jetzt das! Bevor die Band Revolverheld zur Zugabe ansetzte, sagte Sänger Johannes Strate: »Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen. Man darf Missbrauch in der katholischen Kirche nicht bagatellisieren und Flüchtlinge nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen.« Und alle klatschten und jubelten. Und Sie? Sie sagten: »Gott sei Dank darf man heute noch seine Meinung sagen.«

Das stimmt, Prinzessin, Sie tun das ja unentwegt, haben Abtreibung als »Massenmord«, Beten als Heilmittel gegen Homosexualität und Migration als »eine Art Krieg« bezeichnet. Über jahrzehntelange Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen vermeldeten Sie: »In meiner Jugend waren Schläge ein ganz normales pädagogisches Mittel, um mit frechen Kindern, wie ich eines war, fertig zu werden.« Vor einem halben Jahr klang Ihre Meinung zur Meinungsfreiheit übrigens noch so: »Natürlich gibt es die Meinungsfreiheit. Aber wir dürfen nicht sagen, was wir denken.«

Mit Blick auf das, was Sie ohne Beteiligung Ihrer grauen Zellen von sich stemmen, möchte tatsächlich keinesfalls auch noch wissen, was Sie denken: Titanic

 Privet, »Zeit Campus«!

In Deinem aktuellen Heft findet sich eine Reportage über Punkrockbands in Russland und darin wiederum der Satz: »Pornofilmy«, eine der Bands, »bezeichnet sich selbst als regierungskritisch. Ihre Lieder heißen Armes Land oder Traut der Regierung nicht

Wir halten journalistische Skepsis ja wirklich in allen Ehren, aber in manchen Situationen und bei gewissen Indizien darf man seinen Interviewpartnern auch einfach mal glauben.

Finden zumindest Deine Naivchen von der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Unpolitische Tiere: der Adler

Adler, Adler schweb empor
Du hast heute Großes vor
Flieg hinauf auf deinen Schwingen
Schwebe über allen Dingen
Segle, kreise, räsoniere
Sinne nach und meditiere
Über diese Frage nur:
War heute nicht die Müllabfuhr?

Gunnar Homann

 Habenwollen

Wenn ich Erich Fromms Buch »Haben oder Sein« verliehen habe, darf ich dann nach einiger Zeit sagen, dass ich es gerne zurückhaben würde, oder habe ich dann mal wieder gar nichts verstanden?

Ludger Fischer

 Zu ihrem Uniabschluss

wollte sich meine Freundin ein Cutting, ein Narbentattoo, zulegen. Ihr Freund hegte allerdings ästhetische Bedenken, sodass sie ihr Vorhaben verschob. Seit einiger Zeit sind die beiden allerdings getrennt, und die Sache ist damit geritzt.

Laura Brinkmann

 Fast schon Werbung

Beim Einkauf von Grillklimbim stieß mir Kohle mit Öko-Siegel ins Auge, die damit warb, dass sie »erstaunlich gut« brennbar sei. Ja, wagen denn nicht einmal Reklamefritzen in Zeiten der durch Streamingwerbung seelisch verhornten Kundschaft noch das ganz grelle Ranwanzen? Was kommt als nächstes? »Schokoriegel – schmeckt scheiße wäre leicht übertrieben«? »Mehl – dare to call it unschwarz«? »Dildo – nicht schlecht für einen Schwanz«?

Jasper Nicolaisen

 Add Blue

Die Zeit, in der mit Ersatzflüssigkeit Bindenwerbung gemacht wurde, wird auch als die Blaue Periode der Werbeindustrie bezeichnet.

Tobias Speckin

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:&nbsp; "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo:&nbsp;98,60&nbsp;EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo:&nbsp;98,60&nbsp;EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
19.09.2019 Berlin, Hausbrauerei Eschenbräu Katharina Greve
19.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hans Traxler
20.09.2019 Stuttgart, Superjuju Katharina Greve
20.09.2019 Nartum, Haus Kreienhoop Gerhard Henschel