Die PARTEI informiert


Martin Sonneborn (MdEP)
Bericht aus Brüssel
Folge 5

»Man soll nur von Europa sprechen, denn die deutsche Führung ergibt sich ganz von selbst.«

Außenpolitisches Amt der NSDAP

Folge 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15

Brüssel, EU-Parlament

Das Parlament hat Humor. Das trostlose Café, in dem ich mit Büroleiter Dustin Hoffmann mittags zwischen lustig roten, gelben, grünen und blauen Stühlen beim Frühstück sitze, heißt »Micky Mouse Bar«, weil Margaret Thatcher das EP einmal hochachtungsvoll als »Micky-Mouse-Parlament« bezeichnet hat.


Sachdienlicher Hinweis der Rheinischen Post

RP Hat die EU eigentlich Humor?
MS Nur bedingt. Höchstens wenn sie Udo Voigt einen Sitzplatz zuweist, dessen Nummer auf 88 endet.


Ein guter Ort jedenfalls, um die umfangreiche Aufgabenliste für diesen Tag (1 Punkt) abzuarbeiten. Und die »Micky Mouse Bar« hat natürlich auch ihre guten Seiten. Nach einer aus EU-Mitteln finanzierten intensiven einwöchigen Recherche des Wahlsiegers der Hamburg-Wahl Alex Grupe gibt es hier das billigste Bier* von ganz Brüssel – eine sympathische Subvention und vermutlich eins der langlebigeren EU-Hilfsprogramme.

Alex Grupe, Landesvorsitzender der PARTEI Hamburg. Wahlkampfslogan »Too big to fail!«

Sachdienlicher Hinweis von »Info Radio«

Das EU-Hilfsprogramm für die durch das russische Embargo betroffenen Obst- und Gemüsebauern wurde schnell wieder gestoppt, da zu viele fragwürdige Anträge eingingen.


Sachdienlicher Hinweis von BW Agrar

Vor allem Polen hatte große Mengen angemeldet, die die üblichen Exportmengen deutlich übertrafen.


Sachdienlicher Hinweis der Sonntagszeitung (CH)

SZ Bei den Wahlen in Hamburg diesen Februar überholten Sie im Stadtteil St. Pauli die CDU.
MS Die PARTEI hatte dort einen häßlichen Blecheimer aufgestellt und forderte »Puff ab 16!«. Der Blecheimer bekam dann etwa so viele Stimmen wie die CDU.


Büroleiter Hoffmann nimmt einen Schluck, holt tief Luft und trägt die Agenda für diesen Tag vor: Die deutsche Cheflobbyistin der Firma Facebook hat angerufen. Es habe Beschwerden gegeben, wegen eines Posts, den ich nach der Oscar-Verleihung eingestellt hatte. Ein Ausdruck darin verstoße gegen die Richtlinien des Unternehmens. Das Gespräch sei freundlich und leicht bizarr verlaufen, fährt mein Büroleiter fort, weil die Dame den inkriminierten Ausdruck auf vielerlei Arten mehr oder weniger elegant zu umschreiben versuchte, ihn aber nicht nennen wollte. Diplomatisch lasse ich ihr ausrichten, daß ich den Begriff noch einmal sorgfältig überarbeiten werde. Feierabend!


Sachdienlicher Hinweis von Facebook

Martin Sonneborn Irre ich mich, oder fehlt bei den Oscar-Gewinnern die Kategorie »Bester Neger«?


Brüssel, Landesvertretung Hessen bei der EU

Ein paar hundert Lobbyisten, Politiker und Beamte stehen zur besten Abendbrotzeit in der 20 Millionen Euro teuren Residenz des Landes Hessen herum, bedienen sich an Buffets und gesponserten Bars. Vorsichtig nippe ich an irgend etwas Hochprozentigem mit gesundem Fruchtanteil, weil ich noch etwas mitgenommen bin vom gestrigen Empfang der Landesvertretung Hessen (Jahresmiete: 2,9 Millionen). Hier war ich ohne Vorwarnung auf den Anblick Volker Bouffiers getroffen, der zudem gerade neben Peter Altmaier stand, der sich gerade quer über einem runden Stehtisch liegend ein halbes Schwein mit Sahne einverleibte.

Ein Mann tritt auf mich zu und reißt mich aus meinen Gedanken. Er kommt vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, ist TITANIC-Abonnent und freut sich, mich zu sehen. Ein britischer Kollege, der routinemäßig die Abgeordneten scannt, habe ihm erzählt, ich sei ein interessanter Mann: In einem Interview hätte ich angeregt, die 400 Millionen Euro, die sich ARD und ZDF durch die Einführung der Haushaltsabgabe zusätzlich ergaunerten, an Qualitätsprintmedien – FAZ, SZ, Spiegel und TITANIC – umzuverteilen. Ich erwidere, daß die Süddeutsche seit ihrem Rechtsruck in den vergangenen Monaten kein Qualitätsmedium mehr darstellt, und jetzt ein bißchen mehr Geld für TITANIC herausspringen sollte. Er lacht, dann wird er wieder ernst und warnt mich, daß die Sender gut aufgestellt seien in Brüssel und ihre Lobbyisten überall. Recht hat er, denke ich, als er in Richtung Buffet abgeht, denn zwei Interessenvertreter von ARD und ZDF hatten mich bereits in der ersten Sitzung des Kulturausschusses im kleinen Sitzungssaal des Parlamentes abgefangen und begrüßt. Wir hatten uns gegenseitig der großen Bedeutung des ZDF im Bereich bewegter Bilder versichert, dann waren wir als Freunde geschieden.

Straßburg

Die Straßburg-Woche beginnt wie üblich am Montagabend mit einem Kurzbesuch im Parlament. Im Vorraum des Plenarsaals trage ich mich in die Anwesenheitsbücher ein. Eine Nanosekunde lang staune ich dabei über meine eigene Unterschrift; nicht, weil sie dem Parlament 306 Euro Tagegeld** wert ist, sondern weil sie durch Überbeanspruchung in den vergangenen Monaten auf ein Kürzel geschrumpft ist. Zufrieden konstatiere ich, daß sich damit an Tagen, an denen die Unterschrift meine einzige Arbeitsleistung bleibt, mein Stundenlohn leicht verbessert hat. Ein Blick ins Plenum läßt mich stutzen – relativ viele Frauen sitzen im Saal. Allerdings nur, weil kaum Männer zugegen sind. Und auch nicht wirklich viele Frauen. Ach, ja, Aussprachen zur Gleichstellungsdebatte… Frau Steinruck spricht gerade, SPD: »Ich fordere den Rat auf, seine Blockadehaltung zu beenden. Frauen brauchen Schutz, genau wie neugeborene Kinder.« Ein interessanter protofeministischer Ansatz, der aber keinen der Anwesenden irritiert, weil fast alle mit ihren Mobiltelefonen beschäftigt sind. Ich setze mich dazu, starte mein I-Pad und beantworte Fragen auf Abgeordnetenwatch.


Sachdienlicher Hinweis von Abgeordnetenwatch

Frage von Gunter Grigo
Sehr geehrter Herr Sonneberg, wie steht Ihrer Partei zu den geplanten Handelsabkommen? Werden Sie CETA, TTIP, TISA zustimmen?
Antwort
Sehr geehrter Herr Gringo,
die PARTEI-Position ist folgende: Nach der Machtübernahme werden sämtliche Personen, die sich für TTIP eingesetzt haben, an die Wand gestellt.
Mit freundlichen Grüßen,
Martin Sonneborn, MEP


Sachdienlicher Hinweis aus dem Internet

Georg El-i Tete Ypsilon Was soll der Scheiß mit den politischen Inhalten?!
Wahlbetrug!


Straßburg, Plenum

12 Uhr, Abstimmungen. Ich bin pünktlich, im Gegensatz zu Marine Le Pen, die die ersten paar Abstimmungen verpaßt. Sie hat zugenommen und Probleme, durch die engen Passagen in ihren Parlamentssessel zu kommen. Das macht aber nichts, es geht heute überwiegend um den Bericht des Frauen-Ausschusses, und in bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter sind die französischen Nationalisten schon recht weit.

Marine Le Peng

Die Abstimmungen machen mich nicht sonderlich nervös. Der »Ausschuß für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter« (FEMM) besteht aus 33 Frauen – und zwei Männern. Und da der Bericht heute offiziell von einem der Männer verantwortet wird, wird er schon in Ordnung sein. Aus dem Handgelenk stimme ich abwechselnd mit JA und NEIN, erledige nebenbei die Korrespondenz mit meinem Redenschreiber.


Sachdienliche SMS meines (depressiven) Redenschreibers

Dönitz wurde wegen Führens von Angriffskriegen und Kriegsverbrechen schuldig gesprochen und am 1. Oktober 1946 zu zehn Jahren Haft verurteilt, die er bis zum 1. Oktober 1956 vollständig verbüßte. Gar nicht so viel – willst Du nicht auch mal einen führen, einen so kleinen Angriffskrieg?


Plötzlich triumphiert neben mir der FPÖ-Kollege: »Ah! Jetzt haben Sie Böses getan! Mit uns gestimmt!« Ich schaue nach links bzw. rechts und stelle fest, daß wir oft simultan stimmen. Sollten die nationalen Kollegen mein System erkannt haben und für sich selbst nutzen? Um sie zu verwirren, stimme ich zwei-, dreimal hintereinander mit JA. Und senke damit ganz nebenbei die europäischen Kreditkarten- und EC-Gebühren, nichts zu danken, falls Sie Einzelhändler sind. Dann schreibe ich eine SMS an meinen Redenschreiber und gehe in die Mittagspause, die sich bis in den frühen Abend zieht.


Sachdienliche SMS meines Redenschreibers

Kein Problem: Böse ist das neue gut…


Straßburg, Empfang von ARD und ZDF

Fröhlich winkt mir ein Pärchen zu, als ich das Arte-Gebäude betrete. Sie stellen sich als Lobbyisten von ARD und ZDF vor, wir würden uns kennen, große Freude. Während hinter ihnen Elmar Brok, der seit 1980 im EU-Parlament sitzt und alles darf, das Buffet routiniert vorzeitig für sich eröffnet, stellen sie mir ihren Chef vor, den ZDF-Intendanten Thomas Bellut. Er betont, wie schade es sei, daß unsere Zusammenarbeit für die Zeit des Mandats leider auf Eis liege und daß ich etwas tun müsse, »damit die Marke Sonneborn nicht verblaßt in den nächsten fünf Jahren«. Höflicherweise entgegne ich nicht, daß er etwas tun muß, damit die Marke ZDF in den nächsten fünf Jahren nicht verblaßt.

Straßburg, Plenum

Im Arte-Wein war wohl Alkohol, ich schlafe etwas länger als gewöhnlich, dann bringt mich der Fahrdienst ins Parlament. Um Punkt 12 Uhr sitze ich an meinem Platz im Plenum und werde beim Abstimmen – ohne es zu merken – volle Kanne von Udo Voigt*** fotografiert.


Sachdienlicher Hinweis von Facebook

Udo Voigt Herr Martin Sonneborn von der Spaßpartei hat ausgeschlafen und ist soeben im Plenarsaal eingetroffen!!! Während unser Europaabgeordneter jeden Morgen sehr früh aufsteht, um seiner Arbeit im Parlament sehr gewissenhaft nachzugehen, erscheint Herr Martin Sonneborn von der Spaßpartei lediglich zu den Abstimmungen, und danach verschwindet er wieder.
Martin Sonneborn Voigt spinnt. Ich war gar nicht ausgeschlafen…


Nachdem ich Voigts Bemerkung geteilt habe, sammeln sich rund 1600 Kommentare, etwa zwei davon positiv.

Und positiv, überlege ich nachmittags auf der Rückfahrt nach Brüssel, dürften sich auch 35 Jahre Tätigkeit an EU-Buffets auf die Kontoauszüge von Elmar Brok auswirken. Zumal man ja pro Jahr rund 300 Euro Rentenanspruch erwirbt.

 

 

 

 


* 0,25 Liter Stella Artois für 1,50 Euro

** Gehaltserhöhung von 304 auf 306 Euro; vermutlich ein Deflationsausgleich.

*** Nazi. Bekannt aus »Bericht aus Brüssel«, Teil 3

»

bezahlte Anzeige

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
Titanic unterwegs
21.02.2018 Ludwigsburg, Scala
  Max Goldt
21.02.2018 Dortmund, Subrosa
  Daniel Sibbe u.a.
22.02.2018 Herbrechtingen, Kulturzentrum Kloster
  Max Goldt
22.02.2018 Bad Bevensen, Stadtbücherei
  Gerhard Henschel

bezahlte Anzeige

Briefe an die Leser

 Wunderbar, deutsche Buchverlage,

ist die Konsequenz, mit der Ihr einem einmal von Euch für originell befundenen Trend die Treue haltet. So um das Jahr 2014 hattet Ihr begonnen, mit Büchern wie »Ein Buchladen zum Verlieben«, »Meine wundervolle Buchhandlung« oder auch »Ein Laden, der Glück verkauft« der nicht zuletzt dem Online- und Versandirrsinn sich verdankenden Erosion des klassischen mittelständischen einzelhändlerischen Kleinunternehmens eine infantile Idyllisierung entgegenzusetzen – und macht unverdrossen auch in diesem Jahr mit vielen traumhaften Titeln weiter, wie ein kursorischer Blick in Eure Programme belegt: »Die Buchhandlung der Träume« (Goldmann); »Die kleine Inselbuchhandlung« (Rowohlt); »Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg« (Aufbau); »Rosies wunderbarer Blumenladen« (Goldmann); »Der zauberhafte Trödelladen« (Blanvalet); »Das wunderbare Wollparadies« (Blanvalet); »Mein wunderbarer Antikladen im Schatten des Eiffelturms« (Aufbau). Wunderbar ist das, wunderbar, wunderbar und nochmals wunderbar. Wenn nicht gar gelegentlich sogar zauberhaft.

Denkt aber trotzdem nicht im Traum daran, Euch auf den Leim zu gehen: das Satireparadies Titanic

 Mario Gomez, Sie Versager!

Mario Gomez, Sie Versager!

Warum diese provokante Anrede, fragen Sie sich? Nun, nachdem wir uns von einem talentlosen Antifußballer wie Ihnen anhören mußten, Sie Superflasche hätten beim VfL Wolfsburg »zu viele Schulterklopfer« ertragen müssen, denn »egal, wie wir gespielt haben, alle Leute haben immer gesagt, wie toll ich bin, wie gut ich bin«, wollen wir den gottverdammten Taugenichts, der Sie sind und immer bleiben werden und der es – unvergessen – bereits fertiggebracht hat, aus einem Meter Entfernung über das leere Tor zu schießen, einfach mal auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Sie Lusche.

Klopfklopf: Titanic

 Weia, Deutscher Schäferhund!

Die bestimmt nicht deutschfeindliche sächsische Polizei hat Dich gegen Deine belgischen Artgenossen ausgetauscht, und der MDR hat von einer Hundetrainerin die Gründe erfahren: »Total überzüchtet« seist Du nämlich, unfit, hüftkrank, nachgerade eine »sozialunverträgliche Kackbratze«, ja, Du hast noch nicht mal Lust, zu machen, was Dir Dein Hundeführer befiehlt!

Und zu genau dieser antiautoritären Wesensveränderung gratuliert Dir mit einem aufmunternden Wuff-Wuff: Titanic

 Servus, bester Thomas Gottschalk!

Anfang des Jahres twitterten Sie: »Ich bin gerade Opa geworden.« Glückwunsch – aber wieso »gerade«?

Fragen Ihre Pfleger auf der Titanic

 Angeklagter Ralf Wohlleben!

Der Vorsitzende im NSU-Prozeß Manfred Götzl kam nicht umhin, während der Nebenklage-Plädoyers die Verhandlung wieder einmal zu unterbrechen, da Sie angeblich Rückenprobleme plagten. Kann es sein, daß Ihnen Ihre einschlägig bekannten Szene-Anwälte neben Haftprüfungs- und Haftbeschwerdeverfahren sowie mehreren Befangenheitsanträge nur eine weitere, hüstel, »Verteidigungsstrategie« aus dem Hakenkreuz leiern wollten, da Ihnen von den Zeugen so recht keiner den Rücken gestärkt hatte? Oder mangelt es Ihnen schlicht am Rückgrat, Ihre Schuld einzugestehen?

So oder so können Sie uns den Buckel runterrutschen: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Bescheidenheit

Zwei Menschen, die mir ein Gespräch über Gott aufdrängen wollten, waren sehr erstaunt, als ich ihnen sagte, sie sollten mich nicht allzu wichtig nehmen.

Ludger Fischer

 Sofortigen Berufseinstieg gemeistert

»Nach meinem Soziologiestudium ging ich direkt ins Feld.«
»Stelle als Projektmitarbeiter?«
»Nein, als Erntehelfer.«

Jürgen Miedl

 Effizienz

Gehört das noch in die Kategorie »Praktisches Denken«, wenn man sich darüber freut, daß sich der Arzttermin jetzt doppelt lohnt, weil in der Nacht davor ein zweites, noch heftigeres Leiden dazugekommen ist?

Teja Fischer

 Fremdfallfurcht, die

Die Sorge um die Unversehrtheit eines fremden Mobiltelefons, das zu zwei Dritteln aus der sehr kleinen Gesäßtasche einer sehr engen Damenjeans ragt.

Robert von Cube

 Volkslied

Wo man hinkt, da laß dich nieder – krumme Menschen sind meist miese Krieger.

Theobald Fuchs