Ein Platz für Islamisten

Kuddelmuddel im Irak: Kurden, Sunniten, Schiiten, Stalaktiten, alle wollen jetzt ein Stück vom Staatskuchen. Besonders ambitioniert sind die Terrorjungs von ISIS, die im Westen derzeit leider nicht so gut angesehen sind. Zeit, das zu ändern! Die TITANIC-Redaktion organisiert dem neuen aufregenden Kalifat schon mal eine konsularische Vertretung.

Freundlicher Empfang im neuen Kalifat-Konsulat

Zum Beispiel in:

Dietzenbach/Abteilung Wirtschaftsförderung:
»Daß wir Sie unterstützen,  sag ich ja grade!«

TITANIC Salam, mein Name ist Mohammed Beckr, ehemaliges irakisches Konsulat Frankfurt am Main! Wir suchen grade nach neuen Räumlichkeiten. Wir haben’s ja dort jetzt mit mehreren Staaten zu tun, und unser Konsulat wird sich demgemäß spalten.

Herr L. Äh, welches Konsulat – irakisch?

TITANIC Ehemals irakisch, ja. Sie wissen, das Kalifat hat sich jetzt ausgerufen, IS. Und dafür brauchen wir Repräsentativgebäude. Das kann gerne für den Anfang auch bescheidener sein, nichts allzu Nobles, auch ein ehemaliges Schulgebäude, eine leerstehende Kirche, Moschee…

Herr L. Okay… Also, Sie suchen ein Bestandsobjekt, ja? Also, Sie wollen jetzt nix Neues bauen? Weil von unserer Seite an Gebäuden, da haben wir nichts anzubieten. Was wir allerdings haben, ist die Übersicht über andere Objekte, die von Privaten oder Maklern angeboten werden…

TITANIC Die Stadt kann da gar nichts machen? Weil bei unserem Empfang natürlich auch der Bürgermeister erscheinen darf! Und wir könnten auch eine Städtepartnerschaft anbieten, z.B. Mossul…

Herr L. (eifrig) Ja, wir haben nur selbst kein eigenes Gebäude! Daß wir Sie unterstützen, sag ich ja grade. Da kann ich ausm Kopf nix sagen, weil ich ja Ihre Anforderungen nicht kenne: Wie viele Quadratmeter, wie es ausgepreist sein soll…

TITANIC Ein paar No-Gos und Musts unsererseits: daß da dann vollverschleierte Frauen bei uns herumlaufen. Das ist natürlich kein Prekariat, das sind Mitarbeiter!

Herr L. Ist schon klar!

TITANIC Und: Gibt es bei Ihnen ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit?

Herr L. Hm, nee… Also, teils-teils, kommt immer auf den Platz drauf an. Hm, also wir haben durch die Internationalität des Standorts verschiedene Gemeinden, unter anderem auch muslimische… welche Glaubensgemeinschaft das ist, ist nicht unser Kerngeschäft, das können wir ad hoc nicht sagen… Vielleicht schicken Sie mir eine Mail mit Ihren Anforderungen? Ruhig ganz offen formulieren! Kein Thema…

TITANIC Ja, daß es sich bei uns nicht um die gemäßigteren Muslime handelt, sondern um etwas konservativere, das dürfte aus dem Zusammenhang auch klar sein. Also: 350 Quadratmeter, Altbau… Übrigens: Welche Städtepartnerschaften kommen in Frage? Mossul oder Tal Afar oder später sogar Bagdad – haben Sie da Präferenzen?

Herr L. Uff… das ist natürlich ’ne politische Entscheidung.

TITANIC Das kann auch in Folge bis zu Jerusalem gehen.

Herr L. Jjja… also wie gesagt, das ist ein zweiter Schritt.

TITANIC Gut, dann darf ich Sie bitten, das vorerst mit Diskretion zu behandeln.

Herr L. (kooperativ)  Klar!

TITANIC Dann noch einen schönen Abend, aleikum Salam!

Herr L. Tschüs, ciao!

Eine potentielle Städtepartnerschaft Bagdad-Dietzenbach als Lockangebot reicht nicht aus, um unseren bescheidenen außenpolitischen Bestrebungen Tür und Tor zu öffnen? Da muß noch weiter telefoniert werden. Vielleicht gibt es ja noch andere Städtchen mit Teil-Alkoholverbot in Hessen.

Rüsselsheim/Büro des Oberbürgermeisters:
»Ab wann brauchen Sie diese Räumlichkeiten?«

Hat eine Flagge wie aus bitterster Schokolade: der Islamische Staat

TITANIC … sind wir nun auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten im Zuge dieser Aufteilung in zwei Staaten. Bin ich da richtig bei Ihnen?

Frau F. (skeptisch) Räumlichkeiten hier in Rüsselsheim?

TITANIC Ja. Hier in Frankfurt sind die Mieten recht hoch, und wir suchen jetzt etwas möglichst Nahes, im Speckgürtel sozusagen.

Frau F. Wie groß müssen denn diese Räumlichkeiten sein?

TITANIC Also, 200 Quadratmeter sollten es fürs erste schon sein. Je nach der politischen Entwicklung haben wir demnächst eventuell auch noch mehr Staatsgebiet zu repräsentieren. Für den Anfang sollte das aber reichen.

Frau F. Okay. Ich müßte mich einmal kundig machen, inwieweit wir Räumlichkeiten frei haben und zur Verfügung stellen können.

TITANIC Schön! Es wäre eine Win-win-Situation, nicht wahr. Sie haben dann einen interessanten, aufstrebenden Staat vor Ort in Rüsselsheim. Es gäbe natürlich eine Eröffnungsfeier mit allem Tamtam und großem Bums…

Frau F. (unbeeindruckt) Ab wann brauchen Sie denn diese Räumlichkeiten?

TITANIC Möglichst bald! Wir stehen hier Gewehr bei Fuß, und es soll eigentlich sofort losgehen.

Frau F. Gut. Wie gesagt, ich versuche, das zu klären, und dann würde ich mich noch einmal melden, spätestens morgen früh.

TITANIC Das freut mich. Vielen Dank und Salam aleikum!

Die Opelstadt ist der großislamistischen Neubewegung schon mal nicht abgeneigt. Und sollte in absehbarer Zeit partout kein Gebäude frei werden, kann ja »nachgeholfen« werden – Frauenfitneßstudios beispielsweise haben in einer ISIS-offenen Gemeinde ohnehin keinen Platz. Doch bevor Umbau- oder Räumungsmaßnahmen notwendig werden, versuchen wir es in einem nahegelegenen Örtchen…

Rödermark/Abteilung Vereine und Ehrenamt:
»Ah ja, da fangen die Probleme schon an!«

Die eine Seite der Medaille

Frau P. Hm, welche Ansprüche stellen Sie denn an die Räumlichkeiten, was wird da benötigt?

TITANIC Wie Sie vielleicht wissen, ist unser neues IS-Kalifat ein islamischer Staat – es sollte also zumindest einen Raum geben, der in Richtung Osten ausgerichtet ist, für unsere gläubigen Mitarbeiter. Und wir sind eigentlich alle sehr gläubig!

Frau P. Ich glaube, das wird schwierig mit dieser Ausrichtung nach Osten.

TITANIC (flehentlich) Es bräuchte ja nur einen Raum!

Frau P. (erkennt die politische Dimension) Hm… Das hat ja auch eine gewisse politische Dimension…

TITANIC Die hat es, das stimmt. Aber wir sind ein junger und aufregender Staat! Damit kann sich Rödermark auch schmücken, damit bekommen Sie Schlagzeilen.

Frau P. Also da wage ich mich jetzt auf sehr schwankenden Boden, da müßte ich mich im Hause rückversichern. Da bitte ich Sie doch um Verständnis.

TITANIC Ich kann Ihnen versichern, wir sind mit wenig zufrieden. Ein leerstehendes Gebäude…

Frau P. Das haben wir überhaupt nicht. Wir haben Räume, die wir an verschiedene Nutzer vermieten, das heißt, unsere Räume sind mehrfach belegt. Wir haben also kein Gebäude, das wir einer Nutzergruppe definitiv und für einen längeren Zeitraum zur Verfügung stellen können.

TITANIC (forsch) Und was haben Sie da so für Nutzergruppen? Für uns ist als islamischer Staat nicht alles in Ordnung! Man müßte dann durchsetzen, daß in diesem Haus auch gewisse Verhaltensregeln gelten.

Frau P. Das ist schwierig zu bewerkstelligen, denn die Verhaltensregeln sind schon festgelegt. Die Räume werden von örtlichen Vereinen genutzt, von örtlichen Gruppen, von der Volkshochschule. Das ist also ganz breit gefächertes Publikum.

TITANIC (kompromißbereit) Einen Schützenverein könnten wir uns natürlich gut vorstellen als Nachbar, einen Yoga-Club eher weniger.

Frau P. Ah ja, da fangen die Probleme schon an!

TITANIC Vielleicht können Sie persönlich im Rathaus für unsere Sache werben? Es ist schließlich ein offizielles Konsulat, das sicherlich bald von einigen Staaten anerkannt wird. Türkei, Iran…

Frau P. Ich sagte schon, es hat eine gewisse politische Dimension. Und da möchte ich mich jetzt auch nicht weiter auf Diskussionen einlassen, auch was die Werbung im Hause angeht. Schicken Sie es uns her, wir prüfen es und werden Ihnen dann antworten.

Frau am Hörer, Friedensstörer! Wer keine Werbung für unser Konsulat macht, den treffe der erste Stein. In Rödermark haben wir nichts zu suchen – jedenfalls nicht auf diplomatischem Weg. Eine Eroberung behalten wir uns vor.

Taunusstein/Rathaus:
» … große islamische Gemeinde!«

Auf dem roten Teppich ist die Hölle los

TITANIC Vielleicht kann ich ja einmal grundsätzlich vorfühlen, ob Taunusstein überhaupt in Frage kommt. Wie ist es denn zum Beispiel mit Alkoholverbot. Gibt es so etwas auf öffentlichen Plätzen?

Frau A. Nein, nein das haben wir nicht.

TITANIC Okay, das heißt Gastgärten usw., und in der Nacht möglicherweise alkoholisierte Menschen sind nicht ganz auszuschließen.

Frau A. Nein, nein, bei uns ist alles ganz normal! Äh, der Herr Bürgermeister ist gerade frei geworden, da könnte ich Sie kurz reinstellen. Er kann Ihnen da bestimmt ein bißchen mehr Auskunft geben.

Sehr vorbildlich! In Taunusstein wird man nicht abgewimmelt und an drittrangige Handlanger verwiesen. Wir unterhalten uns von Efendi zu Efendi:

Bürgermeister … wir sind eine Stadt aus der Gebietsreform von 1971 und haben zwar 30 000 Einwohner, sind aber ein Zusammenschluß von zehn kleinen Stadtteilen mit einer sehr dörflichen Struktur. Hier finden Sie wirklich nur dörfliche Gebäude …

TITANIC Das macht aber nichts, also wenn es vielleicht ein ehemaliges Schulhaus gibt oder eine leerstehende Kirche…

Bürgermeister (nachdrücklich) Die sind aber alle – ich weiß das zufällig, weil wir zur Zeit gerade sehr intensiv nach Flächen schauen – die sind alle wirklich belegt. Ich habe auch gerade noch ein mittelständisches Unternehmen, das ähnliche Anforderungen hat als Dienstleistungsunternehmen, auch Richtung…

TITANIC Was ist das für ein Unternehmen?

Bürgermeister Sie haben Verständnis dafür, daß ich das nicht Ihnen an der Stelle sagen kann.

TITANIC (schlau) Ich meine nur, daß wir Ihnen vielleicht ein besseres Angebot machen können, d.h. so etwas wie eine Konsulatseröffnung mit den führenden Taunussteinern. In weiterer Folge Städtepartnerschaften, beispielsweise Mossul. Und wir zahlen natürlich auch ganz gut!

Bürgermeister Ja klar, aber da kann ich Ihnen leider nichts anbieten. (noch schlauer) Da sag ich an dieser Stelle mal: Idstein! Das ist eine Möglichkeit.

TITANIC (gierig) Idstein! Gibt es da eine islamische Gemeinde?

Bürgermeister Ja, sogar eine relativ große.

TITANIC Und wie ist dort die Toleranz? Wenn man da verschleierte Frauen durch die Straßen schickt? Wir sind ja eher von der konservativeren Fraktion…

Bürgermeister Also zumindest ist die Visualisierung Menschen islamischen Glaubens im Stadtbild nichts Ungewöhnliches. Ich will nicht verhehlen, daß möglicherweise das Thema ISIS noch mal anders betrachtet würde – aber das hängt natürlich ein bißchen auch von der Stadt selbst ab. Ich würde da vielleicht wirklich einfach mal den Bürgermeister von Idstein anrufen!

Weiterverwiesen nach Idstein! Das feine Taunusstein scheint den Glanz eines offiziellen ISIS-Konsulats nicht nötig zu haben. Aber gut: Wer nicht will, wird demnächst weggebombt. Mal sehen, ob man in Idstein mehr von Diplomatie versteht.

Idstein/Abteilung Stadtmarketing:
»Das übersteigt bei weitem meine Kompetenz!«

Und dann fielen sie über den Kuchen her…

Frau J. Und Sie brauchen die Räume zur Dauernutzung oder immer nur zeitweise?

TITANIC Na ja, schon eine Dauernutzung. Wir sind optimistisch, daß das nicht nur ein kurzes Feuer ist, was jetzt durch den Irak geht. Aber grundsätzlich stimmen Sie dem Bürgermeister aus Taunusstein zu? Daß Idstein eine Gemeinde ist, die für ein muslimisches Kalifat ein guter Ansprechpartner ist?

Frau J. Dafür bin ich überhaupt nicht autorisiert, solche Erklärungen abzugeben. Das könnte allenfalls die Stadtverordnetenversammlung oder ein anderes politisches Gremium.

TITANIC Und was glauben Sie, wie da die Stimmung ist?

Frau J. Nein, das übersteigt bei weitem meine Kompetenz, das einzuschätzen! Da, bitte, lassen Sie mich außen vor! Ich habe hier einen Verwaltungsauftrag, aber keine politische Tendenz abzugeben, das ist nicht meine Aufgabe. Dazu lasse ich mich von Ihnen nicht nötigen!

TITANIC (schmeichelnd) So sollte es auch gar nicht verstanden sein.

Frau J. Wir bewerten erst einmal alles vollkommen frei von irgendwelchen Ideologien. Sie haben an mich eine ganz normale Anfrage gestellt, und mit der werde ich ganz normal und objektiv umgehen.

TITANIC Und diesen objektiven Umgang können wir gerne auch etwas lukrativer für Sie gestalten! Es gibt ja z.B. Städtepartnerschaften: Mossul, Tikrit und Jerusalem. Oder vielleicht bald die halbe Welt!

Frau J. (Profit witternd) Na ja, gut. Also das Thema Städtepartnerschaften ist auch ein nicht ganz einfaches geworden, was die finanziellen Mittel solcher Partnerschaften anbelangt.

TITANIC Finanziell sind wir sicher! Vorgestern sind uns zwei Ölplantagen zugefallen. Wir kamen da dran wie die Jungfrau zum Kind.

Frau J. Na gut, wie gesagt: Ihre Anfrage müssen Sie mir schriftlich zukommen lassen.

Mag das Weib Unbefangenheit und Zurückhaltung vorschützen – für uns ist klar: Die Niederlassung im islamisch geprägten Idstein rückt immer näher! Etwaige politische Hürden sollten mit ein paar Ölfäßchen leicht einzureißen sein. Zeit, die große Einweihungssause der diplomatischen IS-Vertretung zu planen…

Hüpfburgverleih/Frankfurt am Main:
»Googeln Sie mal: Hüpfburg Aladin!«

So sind internationale Beziehungen: Eine Hand hackt die andere

TITANIC …für den Empfang, für die Konsulatseröffnung, würden wir gerne eine Hüpfburg mieten. Haben Sie etwas, das vielleicht so ein bißchen in Richtung Moschee geht?

Hüpfburgherr Nee, so was haben wir gar nicht. Wer hat denn so was?

TITANIC Also, wenn Sie etwas hätten mit zwei Türmen links und rechts – Sie verstehen? Minarette! Ob man das vielleicht noch bemalen könnte?

Hüpfburgherr (fassungslos) Noch bemalen?

TITANIC Sie wissen schon: Zwiebeltürmchen!

Hüpfburgherr Ja, es gibt so Hüpfburgen – ich persönlich hab keine, die so aussieht. Eine heißt »Hüpfburg Aladin«, vielleicht schauen Sie mal im Internet…

TITANIC Oh, ich sehe gerade auf Ihrer Seite die »Hüpfburg Schloß«! Die hat vier Türmchen, wenn man das irgendwie auf orientalisch macht? Oder ist das schwierig, an bestehenden Hüpfburgen etwas zu verändern?

Hüpfburgherr Ja, natürlich, darauf herummalen können Sie nicht.

TITANIC Kreppapier anbringen oder einen Halbmond…

Hüpfburgherr Das müßten Sie natürlich dann uns überlassen. Das ist aber gar nicht so einfach jetzt, wie Sie sich das vielleicht vorstellen! Geben Sie mal spaßhalber bei Google ein: »Hüpfburg Aladin«. Die sieht fast aus wie eine Moschee.

TITANIC (kritisch) Ich finde, die sieht russisch aus. Wir wollen uns ja schließlich nicht lustig machen.

Hüpfburgherr (nachdenklich) Nein. Natürlich nicht. (wieder fröhlich) Hahaha!

TITANIC Haben Sie vielleicht etwas in grün, ganz grün?

Hüpfburgherr Okay, jetzt wird es schwer. Ich hab nur die, die Sie auf der Internetseite sehen…

»Hüpfburg Aladin« – der Mann hat Nerven, uns Die-hard-Islamisten zu verhöhnen! Das Modell Schloß werden wir einfach in einer Nacht- und Knebelaktion entwenden und schön anmalen, aus der Hüpfburg wird die Extremisten-Hochburg – Allah wird’s schon gutheißen. Jetzt braucht es nur noch was zu naschen für die Konsulatsfete.

Konditorei/Frankfurt am Main:
»Torte in Moscheeform ist schwierig«

TITANIC Guten Tag, hier spricht Müller-Bagdadi vom irakischen Konsulat Frankfurt am Main. Wir benötigen dringend eine Torte für einen Anlaß. Bin ich da bei Ihnen richtig?

Konditorin Ah, vom irakischen Konsulat! An Sie haben wir ja schon öfter Torten geliefert.

TITANIC Äh, ja stimmt! Und die haben uns immer vorzüglich geschmeckt, deswegen melde ich mich wieder.

Konditorin (erfreut) Ja, was schwebt Ihnen denn diesmal vor?

TITANIC Nun ja: Es sind schwierige Zeiten im Irak, wie Sie vielleicht mitgekriegt haben. Ein neues Kalifat, ein neuer Staat. Ich und einige Kollegen sind mit von der Partie und deshalb hochkant aus unserem Konsulat geflogen, jetzt eröffnen wir ein neues in Idstein und machen unser eigenes Ding.

Konditorin Ja, ich bekomme das mit. Schwierig.

TITANIC Richtig. Trotzdem wollen wir feiern und brauchen dafür eine Torte für ungefähr zwölf Personen, wir fangen klein an.

Konditorin (wissend) Sie brauchen sicher etwas ohne Alkohol…

TITANIC Richtig, wir sind ja Islamisten, haha! Sie kennen sich aus.

Konditorin Eine Schokotorte oder Vanille oder…

TITANIC Schoko! Wir mögen’s gern süß.

Konditorin Und oben drauf auch Schokolade? Oder Marzipan?

TITANIC Nein, Schokolade überall! Etwas anderes: Ist es möglich oben eine schöne Moschee drauf abzubilden? Mit Guß oder so?

Konditorin Ja, flach können wir das draufmalen. Eine Torte in Moscheeform ist allerdings schwierig zu machen.

TITANIC Flach reicht, wir haben es ja eilig. Und noch etwas: Wir vom IS-Konsulat und unsere muslimischen Festgäste haben einen eher eigenen, derben Humor. Wir hätten nämlich gerne noch ein Sprüchlein auf die Süßspeise geschrieben…

Konditorin Ja, so lange es auf deutsch ist: kein Problem! Wir schreiben drauf, was immer Ihnen beliebt.

TITANIC Wie schön. Dann wundern Sie sich also sicher nicht, wenn der Spruch etwas provokant ausfällt?
Konditorin Nein nein! Wir haben oft ausgefallene Wünsche.

Hurra, das wird Freudenschüsse geben! Sogleich wird per sicherer Faxleitung die genaue Tortenbauanleitung an die Konditorei geschickt (»Schoko, 12 Personen, Moschee, Spruch: »TOD DEN UNGLÄUBIGEN!«) und am nächsten Tag zur Kontrolle noch mal nachgefragt:

TITANIC Guten Tag, Torsten ibn-Wehnemann vom ISIS-Konsulat. Ich wollte fragen, ob mein Kollege Müller-Bagdadi bei Ihnen die Torte rechtzeitig in Auftrag gegeben hat?

Konditorin Ja, die können Sie am Montag abholen! Wünschen Sie noch etwas?

TITANIC Ob man vielleicht einen kleinen Muezzin auf die Schokomoschee setzen kann?

Konditorin Nein, leider, das ist schwierig… das schaffen wir bis Montag nicht mehr.

TITANIC Schade. Und welchen Spruch hat der Kollege nun auf die Torte setzen lassen?

Konditorin (verschwörerisch) Tod – den – Ungläubigen.

TITANIC Huch! Na ja. Wenn Sie’s nicht stört…

Liebe ISIS-Brüder, sehr geehrter Herr Kalif! Willkommen in Deutschland, der erste Schritt für eine konsularische Vertretung ist getan: Ganz Idstein (Hessen) steht hinter Euch und Eurer Sache. Bei der Eröffnungsparty der diplomatischen Hüpfburg gibt es zur Abwechslung mal nicht Tote, sondern Torte – plus Kinderpunsch! Und der Bürgermeister des verbündeten Taunusstein entbietet sicher gerne sein Grußwort. Notfalls per Telefon. Id’stein Allah!

Gaitzsch / Hürtgen / Ziegelwagner

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Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Stephan Rürup: "Basteln mit Bier"
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Volker Surmann: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind"
Lesebühnenautor, Gelegenheits-Slammer, TITANIC-Autor – und Provinz-Exilant: Volker Surmann stammt aus den Tiefen des Teutoburger Waldes, heute wohnt er im Trend-Städtchen Berlin. In seinem ironisch-autobiografischen Heimatroman beschreibt der „Alien vom Planeten Acker“ (Eigenwerbung) u.a. den grausamen Mord an seiner Lieblingskuh und sein Versagen beim Traktorfahren – Blut und Boden sind also garantiert! „Ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds?“ Finden Sie es heraus!Gerhard Henschel: "Beim Zwiebeln des Häuters – Glossen und Verrisse 1992-2012"Margot Käßmanns buntscheckige Gedankenwelt, Heinos faszinierende Schlichtheit, Slavoj Žižeks Parallaxengeschwurbel oder Günter Grassens Gedächtnislücken – TITANIC-Chefschimpfer Gerhard Henschel versucht Gestalten zu begreifen, von denen andere sich wünschen, sie nie kennengelernt zu haben. In diesem Sammelsurium herausragender Schleimfiguren finden Sie die schönsten Henschel-Polemiken aus zwanzig Jahren.Heiko Werning: "Schlimme Nächte: Von Abstürzen und bösen Überraschungen"Jeder von uns hat schon mal eine erlebt und würde sie am liebsten für immer aus dem Gedächtnis löschen: eine schlimme Nacht. Heiko Werning aber, Lesebühnengott und Reptilienforscher, hat sich an über 30 schlimme Nächte erinnert und sie tapfer aufgeschrieben. Kindlicher Kaninchenmord bei der Nachtwanderung, verpaßte Chancen im malaysischen Massagesalon, Prügeleien mit Fußballfans, psychopathische Spermien-Strickerinnen: diese Nachtmahre werden Sie nicht mehr schlafen lassen!Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.): "Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"
Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen
  • 03.01.:

    Das Dänische Fernsehen hat (neben Böhmermann und FAZ) auch TITANIC besucht und auf eine Spendenaktion für die Deutsche Bank begleitet.

  • 01.01.:

    PARTEI-Chef Martin Sonneborn spricht mit dem Kölner Stadt-Anzeiger über den Weg zur Macht.

  • 29.12.:

    Die Berliner Morgenpost nähert sich einem erfolgreichen TITANIC-Cartoon.

  • 27.12.:

    Meedia dokumentiert, was Facebook-Nutzer über einen Cartoon aus der TITANIC-Dezemberausgabe denken.

  • 22.12.:

    Bei der Taz stellt Fabian Lichter Benimmregeln für den Handwerkerbesuch auf.

Titanic unterwegs
19.02.2017 Kassel, Caricatura-Galerie
  Beste Bilder – Die Cartoons des Jahres 2016
12.03.2017 Frankfurt, Museum für Komische Kunst
  »Sternstunden«

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Briefe an die Leser

 Grünen-Politikerin Brigitte Lösch!

Dich doch.

Lolz: Titanic

 Du, Firma Dayclox,

bietest eine kleine Digitaluhr zum Aufstellen an: Auf dem Display werden Datum, Wochentag und Uhrzeit angezeigt. Sonst nichts. So weit, so handelsüblich. Wäre da nicht die Produktbezeichnung. Denn demnach handelt es sich keineswegs um eine Allerweltsuhr, sondern um eine »Alzheimeruhr« für ältere Menschen. Was wiederum den stolzen Preis von 65 Euro erklärt. Und uns jedoch mit der Frage zurückläßt, ob diese Verkaufsstrategie nicht irgendwie für jede Uhr und jeden Kalender gerechtfertigt wäre.

Will wissen, wann dem Kapitalismus die Stunde schlägt: Titanic

 Schauspieler Michael Fassbender!

Der Hochglanzillustrierten GQ verrieten Sie, daß sich jeder Mensch auf die beiden Typen »Macher« oder »Schwätzer« reduzieren läßt, wobei Sie sich mitunter zu letzteren zählen: »Ich erwische mich manchmal dabei, daß ich viel rede und wenig mache, und ich mag mich dann nicht besonders.« Den Grund, der Menschen in ihrem Handeln bremst, sehen Sie in der »Angst, sich hinzustellen und sich zum Affen zu machen«.

Da müssen wir Ihnen widersprechen. Wie Ihr GQ-Interview expressis verbis zeigt, kann man sich auch als nicht besonders gemochter Schwätzer ungebremst lächerlich machen.

Erwischt von Titanic

 SAP-Gründer Hasso Plattner!

SAP-Gründer Hasso Plattner!

Seit Sie in Ihrer Software-Klitsche nur noch im Aufsichtsrat sitzen, widmen Sie sich mit um so größerer Hingabe dem Mäzenatentum. Ihr neuestes Geschenk an die Stadt Potsdam ist das Museum Barberini, Nachbau des im 2. Weltkrieg zerstörten Palastes Barberini, ursprünglich Ende des 18. Jahrhunderts errichtet. Daß Sie eine Schwäche für solche Bauten haben, zeigte ja bereits Ihre mehrstellige Millionenspende für den Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses, heute Sitz des Landtages. Mit Ihrer – steuerlich sicher recht vorteilhaften – Stiftung haben Sie also maßgeblich dazu beigetragen, die Potsdamer Innenstadt von diesem schrecklichen Kriegsmakel zu befreien und im Sinne der guten alten Geschichtsklitterung in die gute alte Zeit zurückzuversetzen. Glückwunsch! Aber was ist ein Museum ohne Inhalt? Auch der findet sich in den Taschen Ihrer Spendierhose: Über die Jahre haben sich im Hause Plattner der ein oder andere Monet, Renoir, Richter und Kippenberger angesammelt, die nun mal endlich professionell abgestaubt und ausgestellt werden sollen. Und was ist Ihnen dabei besonders wichtig? Laut der Homepage des Museums: »Das Original erleben, die Begeisterung teilen.«

Darauf, Plattner, muß man erst mal kommen! Originale erleben – in einer monströsen Architekturfälschung!

Sorgt sich um Ihre Aura in Zeiten ihrer digitalen Reproduzierbarkeit: Titanic

 Du hattest, Tageszeitung Welt,

neulich eine kleine Denksportaufgabe für Deine Twitter-Follower: »Was Donald Trump mit Kim Kardashians Po gemeinsam hat.«

Halt, nichts verraten, wir kriegen’s selber raus: Beides sind Ärsche, die Dir zur Auflagensteigerung gerade recht kommen, stimmt’s?

Vermuten die Ratefüchse von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Das Netflixbarometer informiert:

Stadt mit dem höchsten Pro-Kopf-Konsum von Fernsehserien: Bingen am Rhein.

Florian Kölsch

 Mißverständnis

Meine Freundin fragte mich kürzlich, was wohl meine größte Schwäche sei. Ich antwortete darauf, das sei wohl die Tatsache, daß ich zwar die Semantik einer Frage korrekt deuten könne, nicht aber die implizite Seite einer Frage. Ob ich denn ein Beispiel dafür nennen könnte, wollte sie wissen. Meine Antwort: ja.

Ernst Jordan

 Etikette

In Zeiten wie diesen sollte die einem geplanten Anschlag vorausgeschickte Bombendrohung als Zeugnis von Anstand und guten Umgangsformen gewertet werden.

Sebastian Klug

 Krahahahaha!

Daß Krähen noch intelligenter sind als allgemein angenommen, wurde mir neulich klar. Wie viele wissen, läßt das Vogeltier, schlau wie es ist, Nüsse auf harten Untergrund fallen, um sie so zu knacken. Als ich neulich an der Ampel stand und nur knapp von einer solchen Walnuß verfehlt wurde, dachte ich, das sei Zufall. Erst Stunden später fiel mir ein, daß es sich um den subtilsten Spott seit langem über meine Kahlköpfigkeit handelte.

Leo Riegel

 Witze im Weltraum

Irgendwie scheint sich bisher noch niemand darum gekümmert zu haben, denn die Genres der Fäkal- sowie der Kellnerwitze sind noch nicht im Zeitalter der Raumfahrt angekommen. Mal sehen, ob ich das ändern kann. Also: In der internationalen Raumstation schwebt neben dem einzigen Gast über Tisch 3 ein Teller. Sagt der Gast: Herr Ober, in meiner Suppe verglüht ein schwarzes Loch. Sagt der Ober: Nein, das ist nur etwas, was aus meinem Kotbeutel entwischt ist.

Theobald Fuchs