Inhalt der Printausgabe

Europa ist eine verzwickte Angelegenheit. Das Geld, das die Iren einsparen, geben die Spanier aus; was die Italiener verprassen, wird in Griechenland ins Pfandhaus gebracht; und wenn Deutschland das alles bezahlt, führt die Schweiz das Haushaltsbuch. Und darf prächtig mitverdienen!

Was aber ist der Dank der Schweizer? Irrsinige »Kurtaxen« auf Hotelrechnungen, minderwertige Lindt-Schokolade im Rewe, gräßliche Krächzlaute. Und Ausländerfeindlichkeit: Im Mai hetzte die Abgeordnete der rechtspopulistischen SVP Natalie Rickli als Gast der Talkshow »Tele Züri« gegen deutsche Einwanderer. »Zu viele Deutsche« seien im Land, die »die Schweizer von ihren Arbeitsplätzen verdrängen«; die deutschen Gastarbeiter erzeugten einen »Riesendruck auf den Schweizer Arbeitsmarkt, auf die öffentliche Infrastruktur, Straßen und Schulen« – und die haben in der Schweiz bekanntlich Museumsrang.

»Die Rickli ans Strickli!«

Ein helvetophober Mob erhebt sich in der TITANIC-Redaktion. Erst nehmen die Schweizer uns das Geld weg, dann die Krankenschwestern – und nun werden wir von dahergelaufenen Provinztrullas angefeindet! Weil wir zu fleißig sind! In der Schweiz! Ein Boykott muß her. Dieses unappetitliche kleine Hinterwäldlerland soll wieder zu Humanität und Toleranz gezwungen werden, mit sanftem, aber bestimmten Riesendruck. Und mit geschmacklosen historischen Vergleichen.

Schluß mit den unwürdigen Demutsgesten
Jung und alt – vereint im Boykott
Moderner Antirassismus muß aufrütteln

Ahnungslos grinst die Maiensonne über Frankfurt-Sachsenhausen. In den Cafés lassen die FDP-Wähler sich die Epidermis verkokeln, von den Dächern pfeifen die Spatzen Platitüden. Mit mählich wachsendem Interesse mustert eine Bettlerin die drei Braunhemden, die sich am U-Bahn-Eingang »Schweizer Platz« zu schaffen machen. Zwei Tesafilm-Batzen und ein linkisch gedrucktes Plakat, mehr braucht es nicht, um den Kniefall vor dem ungnädigen Käseland rückgängig zu machen – und die Station »Deutscher Platz« zu taufen. Ebenso flott entrollt sind die Plakate mit der ohrengängigen Parole »Deutsche! Wehrt euch! Kauft nicht bei Schweizern!«, ausgegeben von Propagandaredakteur Mark-Stefan Tietze. Eine lebensgroße Allegorie des »Ewigen Schweizers«, die Taschen voll mit Nazigold und Toblerone, sowie ein Schwung ricklifeindlicher Hetzschriften runden das TITANIC-Empörungsspektakel ab. Redakteur Gaitzsch singt sein »Schweizboykott, großer Schweizboykott« in die Gassen.

Die Begeisterung der Sachsenhäuser ist mit Händen zu greifen: »Was ist denn das für ein Scheißdreck?« staunt eine junggebliebene Faltmamsell, ihre Freundin erklärt: »Das sind ja Arme. Das sind ja ganz Arme.« Fraktur, Militäroutfit und einfache Lösungen – eine Ästhetik, an der man nicht vorbeikommt! Leider scheint unsere Botschaft fast unterzugehen, so oft werden wir fotografiert und bewundert. Ein rüstiger Radler will es genau wissen: »Erklärt mir eines: Eure Kluft hier, ist das organisiert oder gibt es da mehrere?« – »Momentan sind wir nur drei.« Die Kluft weiß er allerdings richtig einzuordnen: »Aber eigentlich seid ihr von den Piraten, oder?« – »Gott bewahre, mit Piraten haben wir nichts zu tun!«

Ein eigener Staat für die Schweizer – auf Madagaskar

Während wir ersten Sympathisanten mit Schweizhaß (»denen geht’s doch nur ums Geld«) aus unserer Broschüre vorlesen, knipst uns ein Profifotograf wie wild, gibt gar Regieanweisungen. Er mache gerade »ein Projekt mit jungen Leuten über den Zweiten Weltkrieg und so«. Ganz sicher ist er sich nicht, ob die Zeterweiber hier (»Volksverhetzung, oder was?!«) es überhaupt »wert sind, angesprochen zu werden«, gibt aber zu: »Bekloppte gibt es schließlich überall!« Die drei kostümierten TITANIC-Herren mit dem Hitlerfimmel nicken unbekloppt. Sie wissen: Auch ansprechensunwertes Leben muß über die Schweizer Fremdenfeindlichkeit aufgeklärt werden!

 
Besorgte Rösti-Konsumenten informieren sich
»Die Schweiz schafft sich ab!«

Leider vermögen nicht alle Insassen Sachsenhausens eine antirassistische Initiative zu würdigen, die in SA-Uniformen daherkommt. Ein schwarzgekleideter, adipöser Opa stänkert: »Man sieht euch eure Intelligenz an!« – »Danke!« – »80 bis 100, mehr paßt da nicht rein.« – »Das reicht doch.« – »Ihr seid doch bekloppt!« – »Ich glaube, Sie mißverstehen unsere Absichten.« – »Mir geht es um euer Auftreten. Wir hatten hier schon mal einen Anstreicher!« – »Aber der war sehr erfolgreich!«

Eine Frau, die bisher an Ihrem Smoothie-Halm nagte, stürmt auf uns zu: »Diese Schrift, das ist doch eine Nazischrift! Das macht doch nicht mal mehr die FAZ!« Rädelsführer Rürup deeskaliert geschwind: »Keine Angst, mit der FAZ haben wir nichts zu tun. Wir protestieren gegen Rassismus! Gegen Rassismus in der Schweiz.« – »Aber warum nehmen Sie denn diese Runen? Sie machen mir Angst damit!« – »Aber anders hätten wir doch nie Ihre Aufmerksamkeit gewonnen!« Nach und nach sickert ihr die Schamesröte in die Krähenfüße: »Ach Gott, jetzt verstehe ich. Ich dachte, hier sind die Rechten am Start.« – »Nein, es geht gegen die Schweizer und deren Ausländerfeindlichkeit. Wehret den Anfängen!« – »Da bin ich beruhigt. Ach, ich habe immer noch so eine Wut im Bauch, mir ist noch ganz schlecht.« – »Dann nehmen Sie diese Wut und richten Sie sie gegen die Schweiz!« Erleichtert verläßt sie den Platz Richtung »Deutsche Straße«. Unsere Rechnung geht auf: Sobald sie merken, daß sich unsere Aktion nicht gegen Ausländer, sondern nur gegen Schweizer richtet, sind die Leute ganz bei uns.

»Die Berge sind hohl, Leute!«

Drei migrationshintergründig lächelnde Jugendliche motzen: »Whooo! Was habt ihr gegen die Schweiz? Ist doch cool. Da gibt’s gute Schokolade!« Abgeklärt gibt Ihnen Cis-Alpinist Fischer Rührseliges zum Besten – von seinen in der Schweiz lebenden Angehörigen: »Sie dürfen keine Schweizer heiraten, sie dürfen keine Minarette bauen, auch als Christen nicht, und wenn die nur irgendeinen Strafzettel bekommen, dann sind sie dran, dann müssen die zahlen!« Eine Großmutter pflichtet en passant bei: »Ein Wunder, daß die da überhaupt noch wen reinlassen!« Schließlich schaltet sich auch noch die Verkäuferin der Damenschuhboutique »Galosche« ein: »Ich habe da gestern was im Fernsehen gesehen. Die Gesetze da drüben müssen anders werden. Was meinste, warum die Schweiz so teuer ist?«

Schweizer Uhren – teuer und häßlich. Schluß damit!
»Ein Pogrom bitte zwei Wochen vorher anmelden.«
»Heidi am Galgen – eine gute Idee!«

Immer heller flackert der Fackelschein der Lynchjustiz über den Platz. Doch bevor erste Exilschweizer an den Laternen baumeln, trifft gerade noch rechtzeitig die Polizei ein. »Ist das hier eine politische Veranstaltung?« – »Ja.« – »Sie wissen, daß es Uniformverbot gibt bei Demonstrationen?« – »Nein.« – »Sie wissen, daß Sie nichts bekleben dürfen?« – »Nein.« – »Wollen Sie denn noch irgendwo anders hin?« – »Ja, in die Innenstadt, wir wollen dort Schweizer Geschäfte besuchen.« – »Gut, das dürfen Sie. Das nächste Mal aber bitte vorher anmelden!« Gott sei Dank! Die Staatsmacht ist auf unserer Seite! Auch sie hat die endlosen Provokationen des raffenden und schachernden Schweizer Rassistenvolks gründlich satt.

Hier fliegen gleich die Löcher in den Käse

Mit polizeilichem Segen fahren wir zum »Swatch Store« im Steinweg. Kaum haben wir unsere mobile Mahnwache vor dem Plastikhökerer positioniert, kommt ein kleines blasses Schweizerliebchen herausgerannt. Ist sie im Ort das größte Schwein, läßt sie sich nur mit Schweizern ein? Sie möchte verbieten, daß das Geschäft abgelichtet wird, was so ziemlich jedem deutschen Gesetz widerspricht, das wir kennen. Glaubt sie, daß sie die groteske Willkürjustiz ihrer feinen Schweizer Freunde hier durchsetzen kann? Ihr Protest verklingt im Sog der internationalen Unterstützung: Eine Spanierin bittet um ein Foto mit der Gruppe, schmiegt sich an braunes Leinen, ruft ihrer Freundin Launiges zu. Ein älterer Geschäftsmann mit Glatze und auch sonst »gesunder nationalistischer Einstellung« holt ganz weit aus: »Es ist eine Frechheit, daß die Schweizer bei uns so günstig einkaufen können.« Ein anderer Tagedieb jubelt ihm zu: »Die Kavallerie in die Schweiz! Demokratie ist ein zweischneidiges Schwert.« Genau darauf wollen wir hinaus: Kaum gibt man den Schweizern die Basisdemokratie, schaffen sie das Frauenwahlrecht ab, kürzen Muslimen die Bärte und den Deutschen die Löhne.

»Ich habe Angst!«

Nun bittet Rürup das stetig wachsende Publikum, ein Heidi-Bilderbuch symbolisch zu zersägen. Zwei Freiwillige sind schnell gefunden, und ein Tattoo-Hengst mit Zwillingen sekundiert: »Gut so! Wir dürfen da drüben ja auch keine Kirchen bauen!« – »Doch schon, nur dann werden sie angezündet.« – »Ja, eben!« Sogar ein Schweizer greift zur Säge: »Etwas zu zersägen ist auch ein Stück Leben«, brodelt eine Bergweisheit aus ihm heraus, und  er klärt auch gleich noch ein wenig über Frau Rickli auf: »Das ist eine sehr seltsame Person. Sehr schüchtern und zurückhaltend eigentlich.« Ein anderer Säger weist auf Erfahrungen mit seiner Schweizer Mitbewohnerin hin: »Immer zurückhaltend und ein bißchen arrogant – deswegen mag man die Schweizer nicht.« Die Zivilstreife, die von der Trine aus dem Swatch-Shop herbeitelefoniert wurde, sieht das ähnlich. Nach kurzer Ausweiskontrolle und im Austausch gegen zwei Anti-Rickli-Broschüren (»als Souvenir«) dürfen wir weiterziehen. Wir wissen: Bald wird es die Polizei sein, die Schweizer Geschäfte zunagelt. So lange können wir warten.

»Wenn wir nicht aufpassen, ist Europa bald voll mit Populisten!«
»Schokochätzli? Lecker!«
 
»Steuerflüchtlinge jagen – ist doch gut!« Manche sind einfach unbelehrbar
Die Volkswut bricht sich Bahn

Fischer, Jožvaj / Ziegelwagner, Hintner / Rürup

ausgewähltes Heft

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Geschätzte Tagesschau.de-Redaktion!

Du hast zwischen all den bedrückenden Nachrichten aus aller Welt eine Meldung plaziert, die uns doch einen kleinen Funken Hoffnung gibt. Passend zum Start des Winternotprogramms vermeldetest Du: »Obdachlose werden jünger und weiblicher«.

Sehr gut! Mit dieser Perspektive lässt sich das unattraktive Image der Obdachlosigkeit vielleicht endlich aufpolieren.

Gibt die Hoffnung nicht auf: Titanic

 Hochgeschwindigkeitsfresse Christian Lindner!

Sie ließen sich auf der Website Liberale.de zur Gefährdung des Lebensraums fahrbarer Dreckschleudern befragen: »Glauben Sie, dass die Bundesregierung Diesel-Fahrverbote noch abwenden kann?« Und da hatten Sie gleich einen Vorschlag auf Lager: »Wir reden permanent über Fahrverbote, Entschädigungen und ähnliche Dinge. Ich schlage vor: Erst einmal sollten wir über Grenzwerte und Messverfahren sprechen … Meine Vermutung ist, dass an vielen Stellen falsch gemessen wird. Aus diesen Fehlern resultieren lästige Fahrverbote. Der Bundesverkehrsminister sollte einheitliche Methoden verbindlich für alle Kommunen vorschreiben.«

Wir erlauben uns, das mal zusammenzufassen: Die deutschen Automanager hätten überhaupt nicht dreist betrügen müssen, Opfer der emissionsnahen Messung wie Audi-Chef Stadler hätten nicht in den Knast gemusst, und VW-Boss Winterkorn bräuchte jetzt nicht den Verlust seines ergaunerten Milliardenvermögens zu befürchten. Statt dessen hätte es die Politik sein sollen, die einen einheitlichen und grenzenlosen Schwindel durch ergebnisorientierte Messung des Schadstoffausstoßes anordnet – am besten im Leerlauf.

Denn im Leerlauf würden vielleicht sogar Sie als sauber gelten! Titanic

 Das erklärt einiges, Jan Fleischhauer!

»Wenn wir wissen, dass wir etwas nicht tun sollen, gibt es eine Stimme in uns, die sagt: Mach es doch, mach es doch.« So schrieben Sie in Ihrer Kolumne auf »Spiegel online«. Ist das vielleicht der Grund dafür, dass weiterhin jede einzelne Woche eines Ihrer Mach-Werke erscheint?

Hat darüber lang genug gerätselt: Titanic

 Toll, Bundesverkehrsministerium!

Dein Bestreben, den Bürgern umweltfreundliche Mobilität näherzubringen, ist wirklich vorbildlich. Jetzt gibt es sogar einen Telefondienst für besorgte Dieselfahrer: »Bei ›Sauber Fahren‹ können Sie mit Experten sprechen«, heißt es in der dazugehörigen Werbung. Etwas widersprüchliche Angaben machst Du dann aber doch: In dem Spot heißt es nämlich weiter, manchmal gehe sogar Herr Scheuer persönlich an den Apparat.

Schreibt weiter sauber: Titanic

 Heil, Jonathan Meese!

Heil, Jonathan Meese!

Das »Süddeutsche Zeitung Magazin« hat Sie gefragt, was das denn nun eigentlich mit diesem ewigen Hitlergruß-Gezeige solle. Sie erklärten daraufhin, Sie hätten »den Hitlergruß in der Kunst durch Kunst zum Meesegruß gemacht. Eine Körpergeste wurde entideologisiert und mit neuer Bedeutung gefüllt.«

Puh. Abgesehen davon, dass Sie Ihre Wirkung womöglich ein wenig überschätzen – meinen Sie, die hetzjagenden Nazis im Lande seien plötzlich allesamt Kunstfans? –: Denken Sie diese Neu-Ideologisierung doch mal zu Ende! Soll es in Talkshows bald unseriöse »Meesevergleiche« geben? Soll man künftig behaupten, Charlie Chaplin habe einen »Meesebart« getragen? Und vor allem: Fürchten Sie sich nicht vor Sätzen wie »Also er war ja ein passabler Diktator, aber halt nur ein bestenfalls mittelmäßiger Postkartenmaler«?

Winkt von der Autobahn: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Körper und Widerspruchsgeist

Die Neue beim Pilates ist ungehalten: »Ich kann das nicht!« Grimmig um sich schauend befindet sie: »… und die anderen können das auch nicht!«

Miriam Wurster

 Spezialisierung

Habe gelesen, dass es neuerdings eine akademische Ausbildung für Hebammen gibt. Wahrscheinlich werden die dann speziell für Kopfgeburten zuständig sein.

Uwe Geishendorf

 Auf dem Holzweg

Die Benutzung eines E-Book-Readers lehne ich ab. Ich bevorzuge die Haptik und verwende nur Buchmaterial aus echtem Faservlies oder noch ursprünglicher: Holz! Dies beschert mir nicht nur ein wohlgefülltes Bücherregal, sondern auch den Respekt von Besuchern, die mich offenbar für einen belesenen Menschen halten. Dabei hasse ich einfach nur Bäume.

Günter Flott

 Nachfolgende Gerichte bitte jeweils gebetsmühlenartig um den Satz »Das war früher ein Arme-Leute-Essen« ergänzen:

Zürcher Geschnetzeltes, Boeuf Bourguignon, Kroketten, Kaninchenrückenfilet an Waldpilzen und Koriander-Knoblauch-Gnocchi, Pralinen, Katzenzungenragout, Pfau, Wal, falscher Wal, Torte Fürst Pückler Art und seine Gemahlin, Iglo Schlemmerfilet à la Bordelaise, Haribo Colorado, Kalbsbries, Öl, Hase, Chips, Haare.

Elias Hauck

 Frauenleiden

Mir sind auf der Frankfurter Buchmesse so viele Leute auf die Füße getreten, dass ich mich – typisch Frau, den Fehler bei mir suchend – fragte: Habe ich zu große Füße?

Dorthe Landschulz

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 15.12.:

    Für Turi2 zeigt Moritz Hürtgen seinen Homescreen.

  • 15.12.:

    In der Taz schreibt Mark-Stefan Tietze über den neuen Generalsekretär zum Knuddeln, Paul Ziemiak von der CDU.

Titanic unterwegs
16.12.2018 Frankfurt, Stalburg-Theater Pit Knorr & Die Eiligen drei Könige
17.12.2018 Frankfurt, Stalburg-Theater Pit Knorr & Die Eiligen drei Könige
17.12.2018 Frankfurt, Mousonturm Max Goldt
18.12.2018 Frankfurt, Mousonturm Max Goldt