Eine wahre Freundschaftsgeschichte von
Oliver Maria Schmitt und Peter Uhnemann

Wie alle anderen war auch ich schockiert, als ich Stefan Mappus zum ersten Mal sah. Obwohl er nur im Fernseher war. Dem Schock folgte das Entsetzen, denn ich mußte erkennen, daß wir eine ganz besondere Beziehung haben, Stefan und ich. Er stammt nämlich aus meiner Heimat Baden-Württemberg und ist praktisch genauso alt wie ich. In ihm sah ich mich selbst, bzw. was aus mir hätte werden können, wenn ich im Süden geblieben, mit 17 in die Junge Union eingetreten und etwas rücksichtsloser beim Kalorienbunkern gewesen wäre.

Als sein Vorgänger im Amt des baden-württembergischen Ministerpräsidenten, der schwäbelnde Englischlehrer Günther Oettinger, nach Brüssel entsorgt wurde, schlug Stefans große Stunde. Der »Moschtkopf« (Die Zeit) rückte nach. Tauchte auf aus dem Dunkel der Hinterbank, stand plötzlich im Rampenlicht, groß, mächtig und unheilvoll wie ein Atompilz. Kaum im Amt, legte er los, gab den Rambo, das konservative Rhinozeros, seinem Vorbild Franz Josef Strauß wie aus dem Gesäß geschnitten.

Mit dieser seiner Unart, das war mir klar, würde es mein Gleichalter Ego nicht leicht haben. Nicht mal in der CDU. Wenn sogar die FAZ monierte, Mappus stehe unverhohlen für »das Breitbeinige, Kaltschnäuzige, Schwulenfeindliche. Den Christopher Street Day findet Mappus ›abstoßend‹, das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare gefährlich« – und schlußfolgert, der Pfundskerl aus Pforzheim wirke »wie eine Inkarnation des verdrängten, bösen Unterbewußtseins dieser Partei«, dann stand es nicht gut um Stefan. Er tat mir irgendwie leid. Ich mußte ihm helfen.

Gut, natürlich finde auch ich den Christopher Street Day abstoßend, diesen nervtötenden Lärm- und Müllproduktionsauflauf mit aufgesetzter, spießiger Homofolklore. Ich bin ja auch nicht schwul. Aber noch mehr als den CSD hasse ich Schwulenhasser. Weil diese Haltung so dämlich, so überflüssig ist. Eigentlich sollte man nur noch Schwulenhasser zum CSD schicken, um sie mal so richtig zu ärgern.

Mit seiner Position hatte sich Stefan jedenfalls ins Abseits begeben. Bestimmt kannte er gar keine Homos. Das war sein Problem. Wenn er erst mal einen guten Homofreund hatte, würden sich seine Verkrampfungen bestimmt schnell lösen.

Ich schaute mir Stefans Facebook-Seite an und wollte was Tröstendes an seine Pinnwand schreiben. Ging aber nicht, weil ich gar keinen Facebook-Account hatte. Also erfand ich einen netten, harmlosen Homofreund für Stefan Mappus. Ich wählte einen Namen, den es im Internet noch nicht gab – Peter Uhnemann – und meldete ihn bei Facebook an. Um Peter ein Face zu booken, gab ich bei der Google-Bildersuche den Begriff »nerd« ein und schnitt das erstbeste Gesicht aus. Peters Geburtsdatum war natürlich der 17. 5., und seine Maxime erschütternd langweilig: »Ich lerne gerne interessante Menschen kennen.« Um noch mehr Mitleid zu erregen, siedelte ich ihn im Osten an, in Gera, und machte ihn 23 Jahre alt.

Um glaubwürdig und echt zu sein, mußte Peter ein paar Freunde haben. Wo kriegte ich die jetzt her? Gut, mit irgendeinem muß man ja mal anfangen. Ich wählte Thorsten Schäfergümbel, die Hoffnung der Hessen-SPD. Klar, daß ein solcher Mann dringend Freunde braucht. Schon am nächsten Tag bestätigt Schäfergümbel meine Freundschaftsanfrage. Hurra, mein erster Facebook-Freund!

Das gefällt mir. Ich klicke ein wenig herum, und schon dreißig Minuten später habe ich drei weitere Freunde: Melanie Nelles, Fabian Löffler und »Schlagersängerin Jasmin«. Ich kenne diese Leute nicht. Obwohl man eine Frau mit einem derart betörenden Namen wie »Schlagersängerin Jasmin« durchaus kennen sollte: Ihr neuer Song »Herzen haben Flügel« ist »JETZT ENDLICH« online, teilt sie mir mit, und ihren Fotos entnehme ich, daß sie 2006 mal im Big Brother-Container eingeknastet war und sich danach die Brüste hat aufpumpen lassen. Mein nächster Freund heißt Steffen und stellt sich gleich vor: »Hallo mein Name ist Steffen Osten der seriöse Inkassokontakt im Internet. :-) Mein Ziel ist es, bei Außenständen zu helfen und vor dubiosen Unternehmen zu warnen!« Und da! Eine Nachricht von meinem Freund Schäfergümbel: »Feierabend! Allen einen schoenen Abend!« Wahnsinn! Dieser Mann ist echt, so was kann man nicht erfinden.

Anderntags wollen schon vier Menschen meine Freunde sein: Holger, Mechthild, Michael und Sabine. Wahrscheinlich, weil wir schon vier gemeinsame Freunde haben. Wir sind eine Superclique aus Schlagersängern, Finanzdienstleistern, Politikern und Inkassobeauftragten. Der Auswurf der Menschheit, und Peter mittenmang. Mechthild ist in der SPD und hat es geschafft, nicht weniger als 280 Fotos von sich selbst ins Netz zu stellen. Zum Glück ist sie auf allen angezogen. Sabine ist, wie auch meine Freundin Jasmin, Schlagersängerin, sie hat gerade das Lied »Ein bißchen Sonne fürs Herz« aufgenommen. Das finde ich super, und noch besser finde ich, daß man Sabine »anstupsen« kann. Ich drücke den Button »Sabine anstupsen«. Die Meldung »Du hast Sabine angestupst« erscheint, aber nichts passiert. Ich stupse noch mal nach. »Sabine hat deinen letzten Anstupser noch nicht erhalten. Sie bekommt ihn, sobald sie sich das nächste Mal anmeldet.«

So klicke ich mich durch die Freundeslisten von Leuten, die ich nicht kenne. Jetzt will ich raus aus dem deutschen Muff – Facebook ist doch das Freundschaftsfenster zur Welt! Ich denke mir einfach einen finnischen Namen aus: Mätti Hääkäänen – sofort werden mir Facebooker vorgeschlagen, die so ähnlich heißen. Ich haue sie an und schicke wahllose Freundschaftsanfragen hinaus, ich frage irgendwelche Vietnamesen, Finnen und Amis. Durch meine neue Freundin Marshay, eine korpulente Schwarze aus Chicago, gerate ich in einen Freundeskreis von weiteren dicken, schwarzen Frauen, der sofort lawinenhaft über mich hinwegwalzt. Nach wenigen Stunden bin ich schon mit elf dicken Negerinnen befreundet – am Vortag kannte ich noch keine einzige.

Einen weißen Jungen nehme ich auch noch mit: Brandon aus New York. Sekunden nachdem ich ihn um seine Freundschaft angehauen habe, bestätigt er diese, dann macht es »Klack« und ein Chat-Fenster geht auf. Man kann auch chatten! Wußte ich gar nicht. Brandon schreibt: »Who r u« – und eine Minute später: »Who the fuck r u?« Wenn ich das nur wüßte. Ich schreibe: »I’m Peter from Germany. I wanna be ur friend!« Ich habe nie wieder was von meinem Freund Brandon gehört.

Da man Wiglaf Droste keine Freundschaftsanfragen schicken kann, nehme ich den ähnlich lautenden Wiglaf Dose, der außerdem mit einem beeindruckenden Muskelprotzbild für sich wirbt (Geburtsdatum 11.11.1911). Er wird mein Freund und fragt im Gegenzug, wen ich ihm aus dem Reservoir der eigenen Freunde als Freund anbieten würde. Ich schlage ihm wahllos einige meiner Freunde vor, die ich überhaupt nicht kenne. Eine sehr gute Funktion!

Ich merke, wie ich allmählich facebooksüchtig werde. Mehr und mehr Stunden verbringe ich vor der Maske mit dem blauen F. Jeden Morgen beim Hochfahren des Rechners fiebere ich mit, ob es dieser dämlich grinsende Nerd wieder geschafft hat, neue Freunde zu finden. Ich muß Gas geben, Lady Gaga hat, nach einem tagelangen Kopf-an-Kopf-Rennen mit Barack Obama, als erste lebende Person mehr als zehn Millionen Freunde bei Facebook. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Doch ich bin fest entschlossen.

Als ich gerade eine Anfrage an Paris Hilton schreibe, erscheint eine

Warnung!

Dein Verhalten könnte von anderen Nutzern als lästig oder beleidigend empfunden werden! Die Systeme von Facebook haben festgestellt, daß du beim Hinzufügen von Freunden zu schnell vorgegangen bist. Du mußt deutlich langsamer handeln. Weiterer Mißbrauch der Funktionen der Seite kann zu einer zeitweisen Blockierung oder dauerhaften Sperrung deines Kontos führen.

Pff, dann mach ich eben langsamer. Es sind sowieso nicht alle kontaktfreudig. Fast schon pampig teilt die Internet-Publizistin Kathrin Passig auf ihrer FB-Seite mit: »Ich befacebookfreunde mich nur mit Menschen, die ich a) kenne und b) wiedererkennen kann. Bitte nicht persönlich nehmen, wenn es bis dahin manchmal etwas länger dauert.« Meine erste Freundschaftsanfrage wird nicht beantwortet. Ein paar Wochen später riskiere ich’s noch mal – und bin plötzlich ihr Freund. Sie hat mich wiedererkannt!

Als Peter Uhnemann frage ich auch etliche meiner echten Freunde. Viele, ja sehr viele akzeptieren die Freundschaftsanfrage sofort. Ich verliere ein wenig den Respekt vor ihnen. Soll ich meine echten Freundschaften jetzt aufkündigen? Offenbar ist denen ja jeder recht.

»Schreib etwas über dich!« bittet mich Facebook, damit meine neuen Freunde mehr über mich erfahren können. Kein Problem. Ich poste meine erste Mitteilung: »Jetzt ist es aber schon sehr spät, ich muß ins Bett.« Keine Reaktion, keiner drückt den »Gefällt mir«-Button. Na gut, ich kann auch anders: »Ich habe gerade ein sehr leckeres Glas Mineralwasser getrunken, um mich vor Austrocknung zu schützen.« Marshay aus Chicago reagiert sofort: »Say that again!« Na also. Es folgen weitere pikante News aus Peter Uhnemanns Leben, z. B. »Ich weiß noch nicht genau, was ich an Pfingsten mache!« Oder: »War heute mit meinen Eltern bei IKEA. Köttbullar sind echt voll lecker!« Und schließlich: »Habe gestern bei meinem Freund Detlef übernachtet. Zum ›Schlafen‹ sind wir gar nicht gekommen, hihi.«

Damit war die Basis für einen seriösen Account gelegt, jetzt kam Teil zwei meines Plans: Ich fing an, Ministerpräsidenten zu sammeln. Wenn ich im Kreise von befreundeten Länderchefs agierte, würde meine Freundschaftsanfrage an Stefan Mappus wie selbstverständlich, ja folgerichtig wirken.

Bei Horst Seehofer und Klaus Wowi konnte man nur »Gefällt mir« machen, doch Kurt Beck, der Bodenständige, antwortete schon am nächsten Tag und machte mich zu seinem Freund. Ebenso Hannelore Kraft. Dann machte ich Stefan Mappus ein Freundschaftsangebot, das er nicht ausschlagen konnte – und so geschah es: Stefan Mappus und der kleine Peter Uhnemann aus Gera waren Freunde.

Obwohl es mir schwerfiel, stupste ich Mappus erst mal freundschaftlich an.

»Du hast Stefan Mappus angestupst«, meldete Facebook. Klang eklig, aber auch irgendwie interessant. Wenn er jetzt zurückstupste und mein Profil anschaute, würde er staunen. Ich habe viele neue »Gefällt mir«-Einträge: »Peter Uhnemann gefällt Klaus Wowereit, Rosa von Praunheim, Volker Beck, Ole von Beust, Patrick Lindner, Guido Westerwelle, Jürgen Marcus, Rex Gildo, Jogi Löw, George Clooney.« Das war ja wohl eindeutig.

Am nächsten Tag ist der 17. Mai, Peters Geburtstag. Jede Menge dicke schwarze Damen gratulieren herzlich – ich bin beschämt. Und ein wenig enttäuscht, weil Stefan noch nicht zurückgestupst hat. Ich stupse ihn noch mal an.

»Stefan hat deinen letzten Anstupser noch nicht erhalten. Er bekommt ihn, sobald er sich das nächste Mal anmeldet.« Dann wird er auch lesen, was ich ihm an die Pinnwand geschrieben habe: »Hallo Stefan, hab in der Zeitung gelesen, daß du ein Schwulenhasser seist und den CSD ›abstoßend‹ findest – stimmt das? Kann ich ja gar nicht glauben…« Doch Stefan tut so, als habe er es nicht gelesen.

Als Ende Mai überraschend die Bundesnull Horst »Horschti« Köhler zurücktritt, schreibe ich an Stefans Pinnwand: »In dieser jetzigen Krisensituation, Stefan, solltest du die CDU auch für warme Wählerschichten öffnen und im Juli beim CSD in Stuttgart sprechen!« Ein anderer Mappusfreund namens Dominik Reual kommentiert meinen Eintrag: »Sonst hast du aber nichts zu tun? Geh arbeiten und schreib net son Schmarn hier hin!« Weshalb ich am nächsten Tag an Stefans Wand pinne: »Jetzt soll der Wulff Bundespräser werden. Er ist ja ganz süß, aber ich steh mehr auf Dicke, so wie den Stefan.«

Der reagiert noch einigermaßen gelassen, ja gar nicht. Am nächsten Tag pinne ich weiter: »Huhu, Stefan, sag mal, bist du wirklich aus Pforzheim? Nee, also echt jetzt: Pforzheim, hihihi.« Das wird Dominik Reual zu viel, er poltert los: »Sag mal, hast net kapiert. Laß den Scheiß und geh endlich was arbeiten.«

Als ich am nächsten Tag wieder an Stefans Pinnwand schreiben will, habe ich keinen Zugriff mehr. Aus meinem Freunde-Portfolio ist er verschwunden. Mein Freund Stefan hat mich einfach gekickt!

Vielleicht ja nur aus Versehen, hoffe ich, und schicke ihm sofort eine Freundschaftsanfrage – dann geht plötzlich gar nichts mehr. Ich bin blockiert! Ein Fenster geht auf:

Blockiert!

Du wurdest vom Hinzufügen von Freunden blockiert, weil du diese Funktion wiederholt mißbraucht hast. Diese Blockierung kann von ein paar Stunden bis hin zu ein paar Tagen andauern. Bitte sei vorsichtig, wenn du diese Funktion wieder verwenden kannst. Der Versuch, diese Funktion während der Blockierung zu verwenden, kann zur Verlängerung der Blockierung führen.

Wir können diese Blockierung nicht aufheben. Sei daher bitte geduldig und verwende diese Funktion für ein paar Tage nicht, bis die Blockierung beseitigt wurde.

Wenn du diese Funktion wieder verwenden darfst, mußt du dieses Verhalten deutlich verringern oder es gänzlich einstellen. Fortwährender Missbrauch der Funktionen der Seite kann zur zusätzlichen Blockierung oder dauerhaften Sperrung deines Kontos führen.

Leider kann dir Facebook keine genauen Informationen zu den geltenden Grenzwerten mitteilen. Der Grenzwert, bei dem du gewarnt wirst, ist keine konkrete Zahl, sondern wird von verschiedenen Faktoren bestimmt. Dazu zählen Geschwindigkeit, Zeit und Häufigkeit.

Was sollte ich jetzt tun? Den Account bei Ebay einstellen und verkaufen? 50 Freunde kosten bei Ebay 6,99 Euro mit der Sofort-kaufen-Funktion (»Natürlich handelt es sich um deutsche Freunde. Auf Wunsch sind auch andere Nationen möglich. Sie können auch gerne mehrere Angebote buchen, und so Ihre Freundeanzahl erhöhen. Stellen Sie sich vor, Sie haben über 1.000 Freunde!!!«).

Doch ohne meinen Freund Stefan verlor ich irgendwie das Interesse an Facebook. Und ohne seinen Freund Peter Uhnemann war der Abstieg des Stefan Mappus sicher.

So kam, was kam, was kommen mußte: Die Homos tanzten frech auf Stuttgarts frisch gekehrten Straßen, am Horizont zog das Langzeittief »Stuttgart 21« auf, die grünen Ritter des Todes machten sich bereit, Bagger schlugen, Bäume ächzten, Wasserwerfer wuschen Blut von den Straßen, die Erde bebte, Fukushima ging hoch, der Altmeiler Brüderle geriet außer Kontrolle, das Undenkbare geschah – und Stefan hatte weder Freunde noch Wähler. Schluß nach 58 Jahren CDU.

Einige Tage nach dem Wahldebakel – ich hatte ihn schon fast ein bißchen vergessen – kam, wie aus dem Nichts, ein Facebook-Hinweis. Aus der Heimat: »Stefan Mappus hat deine Freundschaftsanfrage bestätigt.«

Nach all den Monaten! Und noch bevor ich mich fragen konnte, ob ich ihm das nach seinem Verrat noch verzeihen sollte, kam schon die nächste Botschaft: »Stefan Mappus hat dich zu der Gruppe ›Wir halten zu Karl-Theodor zu Guttenberg‹ hinzugefügt.«

Nein, das war zuviel, jetzt war das Ende der Freundesstange erreicht. Ich tat, was ich noch nie auf Facebook gemacht hatte: Ich kündigte die Freundschaft. Ich kickte meinen Freund Stefan Mappus. Ich mach doch nicht jeden Scheiß mit.

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Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
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Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen
  • 24.02.:

    TITANIC-Chefredakteur Tim Wolff erklärt bei Meedia, warum Breitbart News gleich zwei mal mit Matthias Matussek telefonieren durfte.

  • 22.02.:

    TITANIC-Jungredakteur Fabian Lichter jammert in der Taz über seine Gebrechen (Boxerfraktur).

Titanic unterwegs
27.02.2017 Frankfurt, Henscheid
  Die 3 TITANIC-Chefredakteure
02.03.2017 Hamburg, Polittbüro
  Hans Zippert
03.03.2017 Fürstenfeldbruck, Kunsthaus
  Hans Traxler: »Cartoons«
03.03.2017 Bielefeld, Bunker Ulmenwall
  Hans Zippert

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Briefe an die Leser

 Wackerer »Spiegel«!

Fein, wie Du da in Deinem Inneren mit Vorurteilen kämpfst: »Sind Ausländer krimineller als Deutsche? Amtliche Statistiken legen das auf den ersten Blick nahe. Doch Kriminologen warnen: Schon die Frage führe in die Irre.« Eine so richtige wie wichtige Warnung – weswegen Du auch den Artikel auf Deinem Titelblatt wie ankündigst? Genau, mit der Frage: »Sind Ausländer krimineller als Deutsche?«

Wer solche Nachrichtenmagazine hat, braucht keine Lügenpresse.

Hat Deine Äußerlichkeiten stets im Blick: Titanic

 Sie, Schauspielerin Josefine Preuß,

begründen den Erwerb des kleinen Waffenscheins in der »Bunten« damit, daß Sie sich »durch die Entwicklungen der letzten Zeit nicht mehr so sicher« fühlen. Der Schein erlaube Ihnen, »ein spezielles Reizgas zu tragen«. War das wirklich notwendig? Schließlich fällt das Mexx-Parfum »Ice Touch Woman«, für das Sie vor geraumer Zeit als Testimonial warben, (noch) nicht unter das Waffengesetz!

Erteilt Selbstverteidigung für Anfänger: Titanic

 Thomas Steinfeld c/o »Süddeutsche Zeitung«!

In Ihrem Artikel über Keith Jarrett (»Italienisches Solo«) zitieren Sie den Musikkritiker John S. Wilson, der über Jarretts »Köln Concert« schrieb, die Musik klinge, als seien Frédéric Chopin und Art Tatum gemeinsam in einem Kanu flußabwärts unterwegs, und finden das Bild »immer noch treffend«. Dabei, Steinfeld, seien Sie ehrlich, ist es schlicht rasender Unfug, unter dem sich jeder alles und nichts vorstellen kann. Und deshalb ist es heute wie 1975 nicht einen Hauch von treffend.

Ihre Jazzkritiker von Titanic

 Du wiederum, Polizei Niedersachsen,

hast für Deine Beamten wegen der Terrorgefahr neue Maschinenpistolen und kugelsichere Westen angeschafft, die auch Schüsse aus Kalaschnikows aushalten sollen. Und das ist dann wohl auch dringend nötig, wenn man bedenkt, wie viele Verletzte es immer wieder in Deinen eigenen Reihen allein schon beim unsachgemäßen Gebrauch von Pfefferspray durch die werten Kollegen gibt.

Halali! Titanic

 Sie, Mario Adorf (86),

Sie, Mario Adorf (86),

halten sich selbst nicht für einen Bilderbuch-Großvater: »Ich bin wohl nicht der typische Opa.« Sie seien glücklich, wenn Sie Ihren Enkel »ab und zu« sehen, und waren nach eigenen Worten davon angetan, als er im Alter von zehn Jahren im Kinderchor der Staatsoper gesungen hat. »Ich verfolge, was er tut, und ich freue mich darauf, daß wir bald richtige Gespräche miteinander führen können. Das könnte spannend werden.« Ob Ihr Enkel es in ein paar Jahren allerdings ebenso spannend finden wird, sich mit Ihnen wieder in der Art »Gagack, blablubli, atta atta« zu unterhalten, wagen zu bezweifeln

Ihre Sprachpfleger von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 AC/DC vs. Jesus

»Säkularisierung rockt!« dachte ich mir, als in der Fußgängerzone in Reaktion auf das einsetzende Kirchenglockenläuten ein Junge zu seinen Eltern sagte: »Wie bei Hells Bells!«

Jan-Oliver

 Geistes Gegenwart

Laut Heraklit ist Bildung »nicht das Befüllen von Fässern, sondern das Entzünden von Flammen«. Andererseits: Man hat schon Fässer brennen sehen.

Dominik Wachsmann

 Richtig traurig

Traurig sein, ja, aber bitte gesundheitsbewußt: Naturtrübsal blasen.

Burkhard Niehues

 Ludwig und ich

Mit dem guten alten, von mir sehr geschätzten Beethoven habe ich schon einiges gemein: schlechtes Gehör, schwache Augen und zwei linke Hände. Deshalb habe ich dem Raum mit dem soeben fertig verlegten Laminatboden in Anlehnung an das Op. 133 auch den Ehrentitel »Die Große Fuge« verliehen.

Helge Möhn

 Familientradition

Zu seinem runden Geburtstag durfte sich jeder von uns elf Enkeln ein bißchen Gold aus Opas Zahn schlagen.

Teja Fischer