Deutschlands unheimlichste Behörde tritt aus dem Dunkel – und kommt eigentlich ganz sympathisch rüber

 

»Dingdong! Im Namen der Gebührenzahler, öffnen Sie die Tür!« Stiefeltritte, Schreie im Flur, weinende Kinder – das alles gehört bald der Vergangenheit an. Die Gebühreneinzugszentrale, der Schrecken aller Fernsehdiebe, wird reformiert. 2013 soll nur noch pro Haushalt, nicht mehr pro Empfangsgerät bezahlt werden; gleich, ob der Haushalt ein Gerät besitzt oder nicht. Die Spitzel von der »Superschnüffelbehörde« (Burkhardt Müller-Sönksen, FDP) bleiben künftig zu Hause, schauen nicht mehr durch den Türspion, verwanzen keine Wohnungen, entführen keine Verwandten mehr. Wie aber wird die GEZ ihren schlechten Ruf los? Jetzt, wo sie ihn nicht mehr braucht?

»Hallo!
Kennen Sie uns noch?«

Die Agentur TITANIC hat mitgedacht. Vor allem muß die GEZ im Straßenbild erkennbar werden, die Anonymität ablegen, als sympathischer Ansprechpartner wirken. Und aufklären! Denn die meisten Menschen kennen ihr Fernsehprogramm nur oberflächlich, wissen gar nicht, was ein Intendant so zusammenfrißt (z.B. Thomas Gruber, Bayerischer Rundfunk, ca. 26 000 € / Monat). Was liegt da näher, als zwei in brandneue, von Hugo Boss gestaltete Uniformen gekleidete GEZ-Agenten in ein klassisches Schwarzseherviertel zu schicken? Mit Blumensträußen, Informationsbroschüren und schneidigen Umgangsformen?

»Guten Tag, mein Name ist Quex, das ist mein Kollege Hannes Landa. Wir wollten mit Ihnen über das Fernsehen reden!« Der alten Dame vor dem Hochhaus, die gerade zum Einkaufen tappst, kommen die schmucken Uniformen gleich bekannt vor. In Frankfurt-Griesheim, Schwarzerlenweg, machen die Schwarzhemden von Leo Quex (geb. Fischer) und Hannes Landa (Mädelname Ziegelwagner) gehörig Eindruck. Lächelnd nimmt das Runzelfräulein die Rose und berät uns auch, welche der Nachbarn unsere Serviceleistungen unbedingt in Anspruch nehmen sollten. Und das, obwohl »um drei meine Lieblingssendung« kommt: »Sturm der Liebe«. Na prima, macht schon mal 37 Euro! Zwar will sie nicht versprechen, später für den kleinen Hausbesuch der GEZ wieder da zu sein, drückt aber dafür fünf Namen auf dem futuristischen Klingelschild-Display. »Viele haben ihre Klingeln ja abgestellt, sind aber trotzdem da«, denunziert sie ihre Nachbarn beiläufig, deponiert unseren Folder und die Blume in ihrem Postfach, läßt uns ins Haus und sucht humpelnd das Weite.

Ein Sturmbann der Liebe schlägt uns entgegen
»Nein, ich bin nur ein Haushalt.« Gut zu wissen!
Blüten statt Bluten – die GEZ kommt in den Herzen an

»Von solchen Leuten wollen wir nichts«, begrüßt uns ein ortsfremd anmutender junger Mann und knallt uns die Türe vor den Stiefelspitzen zu. Wir merken, daß man hier mit der GEZ nicht die besten Erfahrungen gemacht hat, daß die Charmeoffensive der Öffentlich-Rechtlichen beinahe zu spät kommt. Nur das Knarzen unserer schwarzen Lederstiefel und das wütende Türenschlagen durchbrechen die gespannte Stille, die im zehnten Stock herrscht. Einige Bewohner haben aus Furcht vor ungebetenem Besuch nicht nur die Klingel abgestellt, sondern auch ihre Namensschilder abgeschraubt. Vor dem Aufzug stellen wir einen rotschimmernden Senior, dessen Mütze die Frakturinschrift »Hamburg« schmückt. Müßten wir ihm nicht auf Anhieb sympathisch sein? »Guten Tag, wir sind von der Fernsehzentrale. Wohnen Sie in diesem Haus?« befragt ihn Landa freundlich, kommt mit seinen Erläuterungen zur Haushaltsabgabe aber nicht weit. »Davon habe ich schon in der Bild gelesen«, wehrt der Alte ab. »Ich seh’ ja kaum fern. Weil ich raus muß, sonst kriege ich Depressionen.« – »Wie viele Haushalte besitzen Sie denn?« insistiert Quex lächelnd. Der Mann ist überfordert, freut sich aber, daß ab 2013 die GEZ das Zählen seiner Haushalte übernimmt, so daß er künftig weniger lügen muß. Es zeigt sich schon jetzt, daß die Volksdeutschen mit den GEZ-Truppen wesentlich williger kooperieren als die zahlenmäßig überlegenen Ausländer: Ein junger Deutscher, der gerade seine Wohnung mit allerlei Sperrmüll einrichtet, stellt keine Fragen, als wir Einlaß fordern. »Guten Tag, Landa, von der GEZ. Wir wollten uns mit dieser Rose von Ihnen verabschieden, die GEZ wird ja jetzt gerade abgeschafft. Sind Sie denn angemeldet?« – »Natürlich bin ich angemeldet«, pariert er clever und läßt uns das gewünschte »Foto Ihres Fernsehers« machen, in dem gerade eine Dokumentation über großbusige Frauen läuft.

»Fotografieren
Sie mich ruhig«

Nur selten offenbart das Mehrkulturenhaus Ausländer, die wissen, wo ihr Platz ist – wie Herrn M., der sich geschickt herausredet: »Tut mir außerordentlich leid, ich spreche kein Deutsch.« Oder den freundlichen Strickjackenmoslem D., der tatsächlich keines spricht, uns aber mit großen Gesten in seinen Fernseh- und Gebetsraum führt. Quex erklärt ihm ausführlich den mitgebrachten Meldebogen: »Den füllen Sie jetzt jeden Monat aus und schicken ihn an GEZ-Führer Buchholz. Sonst müssen wir leider wiederkommen.« Herr D. nickt schicksalsergeben; ihm ist bloß wichtig, daß unsere schweren Mörderstiefel nicht über seinen Gebetsteppich trampeln. Dafür macht Familie L., die den Besucher so herzlich mit einem »Shalom«-Schildchen begrüßt, aus guter Tradition gar nicht erst auf. Anders die russische Frau ohne Namensschild, die sich ein nur leicht verdrecktes Handtuch um die Rübe gewickelt hat. Da sie kein Wort Deutsch spricht, sind wir kurz davor, die renitente Bolschewikin abzuführen, doch kommt ihre Nachbarin als Dolmetsch zu Hilfe. »Straßwutti« grüßt Fernsehjunge Quex polyglott und erklärt: »Es ist ganz einfach: Wenn Ihre Freundin zwei Fernseher besitzt, war das bisher verboten. Bald ist es egal. Sie müssen einfach nur noch zahlen. Aber eben jeden Monat auf ein anderes Konto.« – »Geht es da um die Lohnsteuerkarte?« fragt die Übersetzerin. »Ja«, improvisiert Quex, »die Lohnsteuerkarte wird einfach mit Ihren Gebühren verrechnet. Sie dürfen künftig für jeden Haushalt einen Volksempfänger besitzen. Sagen wir, Ihre Freundin hatte bisher drei Fernseher und zwei Haushalte in ihrer Wohnung, dann ist das künftig ein Haushalt zuviel.« Die alte Frau nickt verständig und übersetzt den Quatsch beflissen (»Lohnsteuerkartotschka«); die Nachbarin strahlt uns verwirrt an, nimmt aber eine Rose: Die vage Aussicht, daß ihr Viertfernseher bald von der Miliz abgeholt wird, scheint sie zu erleichtern.

»Bitte lassen Sie mich in Ruhe«, scheint dieser Blick zu sagen
Sie nimmt eine weiße Rose – sehr verdächtig…
»Sie sehen seriös aus!« Die GEZ dankt für das Kompliment
Auch Streifenhörnchen freuen sich über gebührenfinanzierte Blumengrüße

Übermäßiger Respekt einerseits, panische Angst andererseits – den Bewohnern des Hauses im Schwarzerlenweg scheint noch nicht ganz klar zu sein, welche Emotionen für den neuen Auftritt der Terrororganisation GEZ angemessen sind. Die Kleiderordnung ist allerdings klar – die Fernsehpolizei kann man auch in Unterwäsche und blind wie ein Maulwurf empfangen. »Hören Sie, ich sehe nichts! Ich sehe hier nur zwei dunkle Gestalten!« jammert Herr F., als er uns nach energischem Klopfen die Tür im Hemd öffnet. »Keine Angst, wir sind nur von der GEZ«, beruhigen wir ihn. »Wir wollen Ihnen erklären, wie Sie künftig auch legal fernsehen können.« – »Ich habe geschlafen«, lügt F. panisch, »fernsehen kann ich gar nicht mehr.« – »Aber das ist doch ein Fernseher dort hinten!« stellt Inspektor Landa kritisch fest. »Ich sehe nichts«, behauptet der Unterhosenmann, »mein Nachbar muß mir die Post vorlesen.« – »Haben Sie vielleicht ein Radiogerät?« fragt Quex. »Das müssen Sie uns ab 2013 nämlich auch nicht mehr sagen.« Dieses Argument verfängt; F. läßt sich die lesensunwerte Broschüre reichen und verspricht, sie sich von seinem Nachbarn beim nächsten Fernsehabend vorlesen zu lassen.

»Verschwinden Sie!«

Hinter der nächsten Tür rumpelt es eine Weile, dann tritt ein leicht alternativ dreinblickender Mann heraus, ein froh leuchtendes Weiblein an der Hand. »Meine Mutter ist 87«, entschuldigt er sich. »Sie war eben im Krankenhaus, jetzt ist sie verwirrt. Sie müssen verzeihen, daß wir nicht gleich aufgemacht haben...« – »Kein Problem, Hauptsache, Sie füllen jetzt den Meldebogen aus.« – »...oft kommen irgendwelche zwielichtigen Leute zu ihr an die Tür. Aber Sie sehen ja seriös aus, ich dachte zuerst, Sie wären von der Heilsarmee. Aber die GEZ«, sagt er mit einem anerkennenden Blick auf die Runen unserer Aufschläge, »die GEZ, die kennt man, die ist seriös!« Wünsche und Anregungen zum TV-Programm hat er keine, nur »alte Filme« würde er manchmal gerne sehen. »Aus den Dreißigern und Vierzigern?« fragt Landa nach. »Ja, genau!« meint er. »Wir geben es weiter«, sagt Landa und schlägt die Hacken zusammen. »Ich komm gleich mit Ihnen mit«, murmelt der Cineast. Routiniert sperrt er seine Mutter in der Wohnung ein und geht mit uns zum Lift.

Es war ein anstrengender, aber erfolgreicher Tag für die GEZ! Das neue Konzept lückenloser Beobachtung aller Haushalte, gepaart mit autoritärem Auftreten und überraschenden Blumengaben, hat sich bewährt. Und auch draußen schwappt uns noch Bewunderung entgegen. »Ey, ihr seid ja gut angezogen!« trötet eine Gruppe Jungtürken und folgt uns ins Stehcafé am Griesheimer Bahnhof. »Die sehen aus wie von der SS«, flüstert es anerkennend vom Nebentisch. Das mag stimmen. Doch für Sendungen wie »Tim Mälzer kocht«, »Tigerentenclub« und »Giraffe, Erdmännchen & Co.« nehmen wir jeden noch so geschmacklosen historischen Vergleich in Kauf. Denn unsere Ehre heißt: Gebührenkonsolidierung. Und wenn die ganze Welt in Scherben fällt!

 

Leo Fischer / Michael Ziegelwagner, Tom Hintner
Ausstattung: Theaterkostüme Jansen

»

bezahlte Anzeige

Knorr/Schmitt/Sonneborn/Tietze/Zippert (Hrsg.): "TITANIC: Das Erstbeste aus 30 Jahren", Pappband
Die ersten drei Jahrzehnte der TITANIC zusammengedampft und bereinigt, und trotzdem braucht es noch 416 eng bedruckte Seiten, um nur das Erstbeste unterzubekommen. So sehen die Herausgeber dieses Buch. Ob sie recht haben? Überprüfen Sie es selbst!
Zweijahres-Abo: 86,40 EUR (Ausland: 106,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Thomas Gsella: "Von Aachen bis Zzwickau: Ihre Stadt im Schmähgedicht"
Alle lieben Schmähgedichte, aber nur einer schreibt so schöne wie der TITANIC-Haus- und Husten-Dichter Thomas Gsella aus "Pimmelhausen" (Aschaffenburg). Gsella begnügt sich dabei nicht mit der Beleidigung von Einzelpersonen, sondern watscht die Deutschen gleich in Zehntausenderstärke ab - bzw. die doofen Städte, in denen sie (z.T. freiwillig!) wohnen. In dieser kostbaren Hetzprämie reimt sich der Gernhardt-Preisträger einmal quer durch die Republik. Wer weiß, vielleicht ist ja auch Ihr beschissenes Kaff dabei...Mark-Stefan Tietze: "Allein unter Veganern"
100 Jahre saß TITANIC-Urgestein Mark-Stefan Tietze in der Redaktion des endgültigen Satiremagazins, 100 Tage davon lebte er vegan. Folgen Sie dem "Gentleman der Satire" auf eine spannende Expedition durch Frankfurt Bornheim, Berlin Mitte und heimlich mitgeschnittene Redaktionssitzungen.Max Goldt: "Räusper"
Max Goldt, der "Otto Waalkes der kultivierten Kolumne" (Daniel Kehlmann), hat eine neue Kunst entdeckt: Er zaubert aus kleinen Comics von gestern große Dramen von heute. Ergebnis: Kopfkino vom Feinsten! Da sagt sogar Gott demütig: "Ja, ähm, das will ich, hüstel hüstel, meinem Sohn zum Geburtstag schenken..."Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Martin Sonneborn & Benjamin Schiffner: "Quatsch und mehr" (signiert)
Das hat der Menschheit noch gefehlt: ein einziges Buch mit sämtlichem Quatsch der Geschichte – oder zumindest aus 15 Jahren "Partner TITANIC", der beliebt-kultigen TITANIC-Nonsensrubrik. Fotorätsel, Pflegehinweise, Antwort ohne Frage, unberühmte letzte Worte, Kochen mit Tieren, Kerzen-Fakten, Ediotiral, Tinas Strumpfband und tausend weitere schöne Rubriken – erstmals versammelt auf nicht weniger als 256 vielfarbigen Seiten.Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Nicolas Mahler: "Der Urknall"
Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des Buchmarkts!Oliver Maria Schmitt: "Ich bin dann mal Ertugrul – Traumreisen durch die Hölle und zurück"
TITANIC-Mitherausgeber und Gelegenheits-Bürgermeister Oliver Maria Schmitt ist über alle möglichen Kontinente gehüpft und hat Reisereportagen mitgebracht, die Ihnen den Spannungsschweiß auf Ihr Teiggesicht treiben werden! Er läßt sich in Simbabwe zum Survivalspezialisten ausbilden, verkostet in einer kasachischen Jurte Stutenmilch, wird beim Tangotanzen von finnischen (Meer-)Busen erdrückt und vermarktet sich auf der Frankfurter Buchmesse als Literaturtürke "Ertugrul Osmanoglu". Am Ende dieser Lektüre werden Sie sich vor allem eins fragen: "Was habe ich falsch gemacht, daß ich nicht so einen Job wie Oliver Maria Schmitt habe?"Stefan Gärtner: "Putins Weiber"
St. Gärtner ist der Schutzheilige der Alphabetisierten und Literaten. Gerühmt und bekannt als Parodist Daniel Kehlmanns, Ildikó von Kürthys, Arno Geigers und Thomas Gsellas, hat er nun seinen ersten Roman "vorgelegt" (Feuilletonphrase). "Putins Weiber" ist ein Pageturner (Klappentextphrase) des Gut-Schreibers (Idiotenphrase), voll mit Frauen, Alkohol, Psychotherapie, Aphorismen und Geschwätz, seltsamen Nachbarn, noch mehr Frauen, Männerfreundschaft und Autofahrten. So würde Nick Hornby schreiben, wenn ihm Eckhard Henscheid rechtzeitig Lawrence Sterne vorgestellt hätte!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Martin Sonneborn, Andreas Coerper: "Heimatkunde — Eine Expedition in die Zone"
Für seinen Film "Heimatkunde" unternahm ZDF-Herausgeber und TITANIC-Reporter Sonneborn eine großangelegte Safari ins Berliner Zonenrandgebiet. Alle Fragen, die schon der Film offen ließ, werden im dazugehörigen Buch ebenfalls nicht beantwortet, dafür aber mit neuen Bildern und einem interessanten Soundtrack unterlegt. Da heißt es zugreifen!Stephan Rürup: "Basteln mit Bier" (signiert)
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Anselm Neft: "Helden in Schnabelschuhen"
Anselm Neft ist Großinquisitor auf Lesebühnen und Mitherausgeber des EXOT-Magazins für komische Literatur. Sein zweiter Roman führt geradewegs hinein in die finstere, stinkende, voraufklärerische Welt der Mittelaltermärkte. Dorthin verschlägt es seine Helden Max und Katja, die nach ihrem Studienabschluß in Philosophie aus schierer Verzweiflung mit der Mittelalterband Kobold auf Tour gehen und sich dabei in höchst komplizierte Liebes- und Lebenshändel verstricken. Neft schreibt, wie ihm der Schnabel(schuh) gewachsen ist – genau das Richtige für mittelalte Komik-Connaisseure mit Hang zum Schalmeienklang!Wiglaf Droste: "Der Ohrfeige nach"
"Ein Jahr ohne neues Drostebuch ist ein verlorenes Jahr", lautet eine alte Indianerweisheit, die "Häuptling eigener Herd" (= W. Droste) seit gut zwei Jahrzehnten beherzigt. In dieser Geschichten- und Glossensammlung nimmt uns der gemütliche Wüterich mit auf eine Reise zu abgedroschenen Phrasen ("jmd. mit auf die Reise nehmen"), schändlichen Servicewüstensöhnen und den allerletzten Medien- und Werbeauswüchsen. Merke: Der Großstadtalltag im 21. Jahrhundert ist schwer erträglich – mit Wiglaf Droste als Gefährte aber wenigstens unterhaltsam.Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Wiglaf Droste: "Schalldämpfer"
Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels" (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W. Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben, die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Heiko Werning: "Im wilden Wedding"
Das letzte echte Krisengebiet in Deutschland - keiner kennt es so gut wie Heiko Werning, denn er "lebt" seit über zwanzig Jahren ebendort. Was sich Tag für Tag zwischen Privilegierten-Spätshops und Prekariats-Kitas, zwischen Ghettoisierung und Gentrifizierung in Berlins Gruselbezirk Nr. 1 abspielt, hat der Survivalexperte Werning in diesem Geschichtenbüchlein versammelt (Arbeitstitel: "My Big Fat Krieg im Wedding").Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Björn Högsdal, Johanna Wack (Hrsg.): "Last Exit Babyklappe"
 "Jedes Kind ist gewissermaßen ein Genie und jedes Genie gewissermaßen ein Kind." Gut, das mag vielleicht die naive Meinung des warmherzigen Menschenfreunds Arthur Schopenhauer gewesen sein – die Autoren von "Last Exit Babyklappe" wissen es besser. Denn: Sind unsere Jüngsten nicht vielmehr lebendige Foltergeräte? Glatzköpfige, inkontinente, schreiende Schrumpelwesen, und also schon bei der Geburt reif fürs Altersheim? Antwort: ja. Es berichten u.a. die TITANIC-Autoren Anselm Neft, Björn Högsdal, Volker Surmann, Heiko Werning und Torsten Wolff!Stephan Rürup: "Basteln mit Bier"
Während eine Baumarktkette nach der andere pleitegeht, zeigt uns Stephan Rürup, wie auch ohne Hobel und Schrauben schöne Bastelarbeiten entstehen können: nämlich mit Bier! Der TITANIC-Hauszeichner hat sich einmal um den Globus getrunken und dessen bedeutendste Monumente nachgeb(r)aut. Ergebnis: ein handliches Prachtbändchen, das in keinem Hobby- und Getränkekeller fehlen darf.Stefan Gärtner: "Angéla – Lehrjahre einer Liebeshungrigen: Ein erotisch-historischer Schelminnenroman"
Sie wollten schon immer wissen, wie ein naives Mädchen vom Lande (Transelbanien) es bis ganz nach oben schafft (Sex)? Sie interessieren sich für Politik, Adel, Rokoko und den neuesten Klatsch des 18. Jahrhunderts? Sie wollen Bücher lesen, in denen Frauen Fellatio spenden und dabei Vergleiche mit einem "Tier, das Pflanzensaft aus einem Stengel trinkt", aushalten müssen? Dann greifen Sie zu, Sie historisch interessiertes Ferkel!Oliver Maria Schmitt: "Mein Wahlkampf"
Ein Mann (Schmitt), eine Partei (Die PARTEI), eine Wahl (Oberbürgermeister Frankfurt): ein einzigartiger Erfolg (1,8%). Man könnte meinen, damit wäre alles gesagt. Aber weit gefehlt! Denn jeder Erfolg hat eine Geschichte. Eine Erfolgsgeschichte! Und Oliver Maria Schmitt erzählt seine wie kein zweiter: Alles über Spitzenpolitik, Demokratie, Propaganda, Nutten, Koks, schmutzige Machenschaften und die kommende Weltherrschaft Schmitts erfahren Sie nur in diesem Buch. Witziger als die Mao-Bibel, schmissiger als »Mein Kampf«: Jetzt lesen, damit man nach der Machtergreifung keine Ausreden braucht!Volker Surmann: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind"
Lesebühnenautor, Gelegenheits-Slammer, TITANIC-Autor – und Provinz-Exilant: Volker Surmann stammt aus den Tiefen des Teutoburger Waldes, heute wohnt er im Trend-Städtchen Berlin. In seinem ironisch-autobiografischen Heimatroman beschreibt der „Alien vom Planeten Acker“ (Eigenwerbung) u.a. den grausamen Mord an seiner Lieblingskuh und sein Versagen beim Traktorfahren – Blut und Boden sind also garantiert! „Ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds?“ Finden Sie es heraus!Pit Knorr: "Mallorca: Insel der Inseln" plus TITANIC-Feuerzeug
Der TITANIC-Gründer und Wahl-Mallorkese Pit Knorr signiert dir sein Buch »Mallorca: Insel der Inseln« – und spendiert dir noch ein TITANIC-Feuerzeug, damit du’s auch zu Hause mallorquinisch warm hast!Gerhard Henschel: "Beim Zwiebeln des Häuters – Glossen und Verrisse 1992-2012"Margot Käßmanns buntscheckige Gedankenwelt, Heinos faszinierende Schlichtheit, Slavoj Žižeks Parallaxengeschwurbel oder Günter Grassens Gedächtnislücken – TITANIC-Chefschimpfer Gerhard Henschel versucht Gestalten zu begreifen, von denen andere sich wünschen, sie nie kennengelernt zu haben. In diesem Sammelsurium herausragender Schleimfiguren finden Sie die schönsten Henschel-Polemiken aus zwanzig Jahren.Ella Carina Werner: "Die mit dem Bauch tanzt"Wenn sie mal  nicht schwanger ist, schreibt sie wie der Teufel: die Hamburger  Satirikerin Ella Carina Werner publizierte in TITANIC über  bulgarische Flüche und das Elend der Kleingartenfavelas. In ihrem  ersten Roman schildert sie den Aufstieg ihrer Mutter von der  braven Hausfrau zur geheimnisvollen Bauchtanz-Exotin "Shazadi",  die ganz Ostwestfalen um den Verstand bringt. Und die Leserschaft  ihrer Tochter gleich mit!Stefan Gärtner: "Deutschlandmeise: Streifzüge durch ein wahnsinniges Land"
Ob Baltrum, Hamburg oder München, ob Dresden oder Stuttgart, ob Offenbach oder Mallorca, der schönste Strand Deutschlands – Stefan Gärtner war dort. Seine gesamtdeutsche Diagnose: Dachschaden. Lehnen Sie sich zurück, schnallen Sie sich an und durchreisen Sie bequem per Lesesessel dieses bizarre, hoffnungslose Land, in dem Sie schließlich leben (müssen)!Heiko Werning: "Schlimme Nächte: Von Abstürzen und bösen Überraschungen"Jeder von uns hat schon mal eine erlebt und würde sie am liebsten für immer aus dem Gedächtnis löschen: eine schlimme Nacht. Heiko Werning aber, Lesebühnengott und Reptilienforscher, hat sich an über 30 schlimme Nächte erinnert und sie tapfer aufgeschrieben. Kindlicher Kaninchenmord bei der Nachtwanderung, verpaßte Chancen im malaysischen Massagesalon, Prügeleien mit Fußballfans, psychopathische Spermien-Strickerinnen: diese Nachtmahre werden Sie nicht mehr schlafen lassen!Klaus Bittermann: "Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol"
Das Szeneleben kann einem ganz schön auf den Magen schlagen. Doch mit seinen Kreuzberger Szenen liefert Klaus Bittermann die beste Medizin. Mit trockenem Witz und einem Faible für Randfiguren beschreibt er die Touristen, Vandalen, Zopfträger, Alteingesessenen, Eigenbrötler, Backfische, Rucksack- und Fahrradhelmträger, die alltäglich durch Kreuzberg tollen. Toll!Schmitt, Tietze, Zippert (Hrsg.): Promi-Massaker: Die endgültige People-Bibel
Promis sind wie Omis, nur mit besserer PR? Von wegen! Sie sind Vollpfosten, Spackos, Troglodyten, Piesepampel, Gammelfleisch, Psychopathen und Arschgranaten, und als solche behandelt sie TITANIC seit über 30 Jahren. Die wichtigsten Abrechnungen finden Sie in diesem Buch.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.): "Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"
Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Christian Y. Schmidt: "Bliefe von dlüben: Der China-Crashkurs"Er kannte den Großen Vorsitzenden Mao noch persönlich (aus seinen Büchern), weiß, was sich hinter der "Nr. 17" verbirgt und spricht fließend in einem fort: China-Experte Christian Y. Schmidt. Wer wissen will, von was für einem Volk er künftig beherrscht wird, sollte sich diesen Crashkurs nicht entgehen lassen. Ein Buch wie ein großer Sprung nach vorne.Thomas Gsella: "Blau unter Schwarzen - Gsellammelte Prosa I"
Nachdem der TITANIC-Hauslyriker mit seinen Gedichtbänden ein knappes Dutzend Verlage an den Rand des Ruins getrieben hat, wagt sich DuMont nun mit Gsellas prosaischsten Polemiken, Phantasien und Pherkeleien auf den Markt. Unterstützen Sie dieses verlegerische Abenteuer, wählen Sie diese schöne Prämie!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
Titanic unterwegs
26.08.2016 Klütz, Literaturhaus Uwe Johnson
  Gerhard Henschel
26.08.2016 Frankfurt, Museum für Komische Kunst
  Oliver Maria Schmitt, Sedlmeir
27.08.2016 Frankfurt, Museum für Komische Kunst
  Bernd Eilert, Pit Knorr und Hans Zippert
27.08.2016 Frankfurt, Museum für Komische Kunst
  Leo Fischer, Michael Ziegelwagner

bezahlte Anzeige

Briefe an die Leser

 Ein letztes noch zur EM, liebe Online-»Welt«!

Du berichtetest in einem eigenen Artikel über die »Fabel-Einschaltquote in Island beim Sieg gegen England.« 99,8 Prozent der fernsehguckenden Isländer nämlich hätten das Spiel angeschaut, »nur 650 Menschen wollten etwas anderes sehen.« Wenn aber 650 Menschen 0,2 Prozent der TV-Zuschauer darstellen, dann hätten 324 350 das Spiel angeguckt. So viele Leute wohnen aber überhaupt nicht auf dieser Insel! Wenn man dann noch bedenkt, daß ein paar Tausend von denen in Reykjavik beim Public Viewing und also nicht zu Hause vor der Glotze geschaut haben, wie wiederum wir nämlich im Fernsehen sahen, und dann noch berücksichtigt, daß grob geschätzt die Hälfte der Bewohner ohnehin in Frankreich auf dem Rasen stand und eben Fußball gespielt oder den anderen im Stadion und drumherum dabei zugejubelt hat, dann beschleicht uns ganz empfindlich der Verdacht, bei der von Dir postulierten »unfaßbaren Rekordquote« handele es sich tatsächlich eher um eine Fabel. Und Deine Mitarbeiter sind darin ganz offensichtlich nicht unbedingt die Füchse.

Lügenpresse auf die Fresse: Titanic

 Servus, Anton Hofreiter (Die Grünen)!

Sie wollen für die Bundestagswahl im nächsten Jahr Spitzenkandidat Ihrer Partei werden. Im Tagesspiegel sagten Sie auf die Frage nach Koalitionen: »Wir regieren nicht um jeden Preis.« Stimmt, es wird wieder der niedrigste sein.

Darauf nimmt schon jetzt praktisch jede Wette an: Titanic

 Gerhard Matzig (»SZ«)!

»Singlehaushalte nehmen dramatisch zu« – Spitzenjournalisten scheint’s auch. Also Vorsicht!

Ihre Weight Watchers auf der Titanic

 Fernsehköchin Sarah Wiener!

Für Ihr neues TV-Format »Sarah Wiener – Eine Woche unter …« saßen Sie im Panzer. »Das war schon aufregend. Ein bißchen wie Achterbahnfahren«, begeisterten Sie sich hinterher. Wissen Sie, was noch aufregender ist, als für eine Simulationsfahrt in einen Stahlkoloß eingezwängt und so durchgeschüttelt zu werden, daß einem Hören und Sehen vergeht? Fragen Sie doch mal die Überlebenden der Achterbahnschlacht von Kursk!

Marschbefehl zurück an Heim und Herd von Titanic

 Bonjour, Carla Bruni-Sarkozy!

Bonjour, Carla Bruni-Sarkozy!

Dem Magazin Elle verrieten Sie, was Ihnen in bezug auf Ihren Gatten Nicolas Sarkozy zum Thema Untreue durch den Kopf geht: »Ich könnte zu extremen Taten schreiten, zum Beispiel ihm im Schlaf die Kehle aufschneiden oder die Ohren abschneiden.«

Formidable, Madame Bruni! Aber so brutal, wie das zunächst klingen mag: Das ist doch gar nichts gegen die extreme Tat, jemanden wie Herrn Sarkozy überhaupt zu heiraten.

In der Hoffnung auf dessen baldige Untreue: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 In eigener Sache

Der aufmerksame Leser wird es bemerkt haben. Seit kurzem ist diese beliebte, seit vielen Jahren auf drei Seiten angelegte Rubrik aus redaktionellen Gründen um zwei Seiten gekürzt und an das Ende des Hefts verbannt worden. Fehlt nur noch, daß letztendlich auch noch die Texte der verdientesten Autoren zusammengestrichen

Daniel Sibbe (Euro 18,65)

 Geldfrage

Kann man nicht die Deutschen, die der Ansicht sind, sie zahlten den Ausländern alles, wenigstens in eine neue Steuerklasse stecken, in der sie das auch tatsächlich tun?

Dominik Bauer

 Früher war alles besser

In meiner Jugend brauchte man sich nur gehenzulassen, wenn man sich der Mode verweigern wollte. Heutzutage muß man sich rasieren.

Karsten Wollny

 Klingelt plausibel

Entgegen dem Trend benutze ich noch beinahe täglich mein Festnetztelefon. Irgendwie muß man sein Handy ja wiederfinden.

Tim Esser

 Rezension

Das Buch mit dem schönen Titel »Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat« habe ich nie gelesen. Es ist wirklich hervorragend. Ich kann die Lektüre nur empfehlen.

Andreas Maier