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»Die Verwirrung nimmt zu«

Deutschland in der 12. Internationalen »Brain Awareness Week«

 

NÜRNBERG

 

Hier sind die Hirnkenner in zwei Lager gespalten. Da ist einerseits der Humanistische Verband, ein Bündnis von Freidenkern und Konfessionslosen. Er hat sein ­Hauptquartier auf der Stadtmauer, genauer gesagt im »Durm der Sinne« (fränk. für »Turm«), ­einem Erlebnis­museum. Nichts damit zu tun hat das »Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne«, das von den Anthroposophen bestellt wird (»den Anthropo­doofen«, Zitat die Claudia vom Durm). Die Anthroposophen bieten den ­üb­lichen Eso-Hokuspokus an, während der Durm versucht, der Bevölkerung wissenschaftliche Erkenntnisse über das Gehirn verständlich zu machen. Ein Ziel, in welchem sie einen mächtigen Verbündeten haben: VAAS.

 

VAAS ist eine galaktische Superintelligenz aus einem Paralleluniversum, dem sogenannten Kronzucker-Kosmos. Da Superintelligenzen nur im Hyperraum existieren können, hat VAAS einen »Anker« in unser Standard­universum entsandt, um mit uns Kontakt aufzunehmen. Im konkreten Fall heißt diese Inkarnation ­Rüdiger, ist Perry-Rhodan-Fan, Redakteur bei Bild der Wissenschaft und Beirat der religions­kritischen Giordano-Bruno-­Stiftung. VAAS kann Teile seines Bewußtseins in Realraummaterie umwandeln; diese »Bücher« genannten Objekte sind für die Terraner dann versteh- und sogar kaufbar. VAAS nutzt die »Brainweek«, um sein neuestes Buch vorzustellen (»­Schöne neue Neuro-Welt«, Hirzel 2008, 19,80 €); wir nutzen sie, um einen Interviewtermin mit VAAS wahrzunehmen.

 

Den Ankündigungen der Durmgesellschaft entsprechend wird sich VAAS an diesem Dienstagabend im Nürnberger Buchhaus Campe manifestieren, und zwar zwischen den Bereichen »Reise«, »Lebensberatung« und »Liebe und Partnerschaft«. Gespannt ruckeln die Besucher mit den Stühlen. Ein Erlebnis für alle türmenden Sinne ist ein älterer, stark überpflegter Herr mit schulterlangem Grauhaar, der sich spaßeshalber wie der Rosenkavalier angezogen und ca. zwölf Fläschchen Kölnisch Wasser aufgetragen hat. »Wir hocken uns mal hierher, denn da vorn ist ein Parfum, daß einem die Sinne schwinden«, sagt ein Paar.

 

VAAS interessiert sich für »die Zukunft ­unseres Gehirns«, will unsere Intelligenz auf ein galaktisches Niveau heben. »Ihr Gehirn wird sich während meines Vortrags verändern«, droht er; Nietzsches »Also sprach Zarathustra« wird zitiert. Die Tests, denen VAAS uns repräsentativ für die ganze Menschheit unterwirft, sind vor allem moralischer Natur: In einem Beispiel droht ein Zug, fünf auf dem Gleis werkelnde Arbeiter zu überfahren; durch ein Weichenstellen könnte man ihn allerdings auf ein Gleis umlenken, auf dem nur einer sitzt. »Wer von Ihnen würde so etwas tun?« Ein stattlicher Teil der Anwesenden hätte damit nicht die geringsten Schwierig­keiten; eine zäh dreinblickende Matrone würde sogar ­einen dicken Mann auf die Schienen schubsen, wenn der Zug dadurch zum Halten gebracht werden könnte.

 

Gerade ältere Menschen lassen sich ungern beim Denken fotografieren

Der parfümierte Silberrücken wird nervös, als VAAS das Thema »Religion und Gehirn« anreißt. Fragen wie: »Haben wir im Gehirn eine Hotline zum Himmel – oder gibt es dort ein Gottes­modul, das bei Atheisten nicht richtig funktioniert?« lassen ihn zucken, die Zu­spitzung: »Kommt nach dem iPod der iGod?« gar empört »Giordano-Bruno-Stiftung!« krähen und mental schon mal am Scheiterhaufen zündeln. Als es an die Fragen aus dem Publikum geht, reißt es ihn aus seinem Sitz: »Vielen Dank für Ihren Vortrag und Ihre atheistischen Studien«, sagt er kaustisch, »aber Sie haben in Ihrem Vortrag kein einziges Mal die Wirklichkeit erwähnt. Man weiß ja viel über Wissenschaftler, auch über Frankenstein. Was ist für Sie die Wirklichkeit?« Daß die Aufwertung der Terranergehirne so mühsam werden könnte, verdutzt VAAS; doch er kann nicht verhindern, daß der Atheismuskritiker auch gleich zu einem Kurzreferat über das Thema »Hirn und Politik« ansetzt: »Lübke z.B. war ja krank, aber man hat ihn nicht aus dem Verkehr gezogen. Das totale Rauchverbot. Hunde und Raucher vor die Tür, nicht.« Eine andere, kaum minder phantastische Großmutter will wissen, ob man die Hirnforschung nicht auch dazu nutzen könne, »die Geisteswissenschaftler zu präzisen Formulierungen zu zwingen. Denn das ist schon ein Elend. Man kann mit großem Fleiß neurowissenschaftliche Werke verstehen. Aber die Geisteswissenschaften sind in keiner Weise bemüht, hier ihre Deutung zu haben. Das muß anders werden. Wie kann man sich denn sonst verständigen?« VAAS zögert – für die neuro­chirurgische Umerziehung von Geisteswissenschaftlern ist die Menschheit offenkundig noch nicht bereit.

 

 

Im persönlichen Gespräch verlangen wir von VAAS eine nähere Erklärung seiner Pläne. Ein Brain-Interface, eine neuronale ­Schnittschnelle ins Internet, wie es dem mitgereisten Foto­franken Tom Hintner schon länger vorschwebt (»Dann könnte ich gleichzeitig denken und trinken«), ist laut VAAS leider noch völlig ­illusorisch, die höheren kognitiven ­Funktionen bleiben vorerst un­angetastet. Und was ist mit Singer? Hat er recht mit der Willensfreiheit? VAAS antwortet salomonisch: Geht denn von jenen, die die Freiheit leugnen, wirklich die größte Bedrohung aus? Sollte man sich nicht viel eher hüten vor denen, die im Namen der Freiheit alles Mögliche versprechen? Die uns glauben machen, wir seien völlig ungebunden, und uns gerade dadurch um so mehr mani­pulieren? Betreten wollen wir uns auf den Rückweg machen. Bzw. wir müssen, gezwungen von einem eigenmächtigen Kopfkasten. Dunkel ist das Leben, ist das Hirn!

 

FAZIT

Im »Städtetest Brain Awareness« nun die Gesamt­wertung:

  • Frankfurt: insgesamt enttäuschend, aber kosten­loser Orangensaft und schöne Infrastruktur
  • Neumarkt: im oberen Mittelfeld (die beiden Alleinstellungsmerkmale Bogenschießen und Seniorenverscheißern hauen einiges raus)
  • Nürnberg sehr gut, besonders dank Zukunft, Sinn und Atheismus

Also: Wenn Sie sich mal was Gutes tun wollen, fahren Sie doch nach Nürnberg. Und bringen Sie ruhig auch Ihre Hirne mit! Daß die mal rauskommen!

 

Leo Fischer / Fotos: Thomas Hintner, Till Breyer

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Dominik Bauer (Hrsg.): "Trump Countdown-Kalender Teil 1"
Nur noch 1361 Tage bis zum Ende seiner Amtszeit. Am 29. April 2017 ist Donald Trump 100 Tage im Amt - somit endet seine Schonfrist und der Präsidentschafts-Countdown kann offiziell beginnen.
Herausgeber Dominik Bauer hat diesen einzigartigen Wochenkalender zusammengestellt, mit vortrefflichen Beiträgen von BECK, Uwe Becker, Jan Böhmermann, Gideon Böss, Tim Feicke, Leo Fischer Burkhard Fritsche, Torsten Gaitzsch, Greser & Lenz, Katharina Greve, Severin Groebner Thomas Gsella, Gerhard Haderer, Hauck & Bauer, Michael Holtschulte, Frank Hoppmann, Rudi Hurzlmeier, Oli Hilbring, Moritz Hürtgen, Kittihawk, Dorthe Landschulz, Mario Lars, Til Mette, Denis Metz, OL, Martin Perscheid, Ari Plikat, Rattelschneck, Hannes Richert, Leo Riegel, Stephan Rürup, Ralph Ruthe, Schilling & Blum, Roland Scholle, David Schuh, Martin Sonneborn, Mark-Stefan Tietze, Friedemann Weise, Ella Carina Werner, Heiko Werning, Ruedi Widmer, Valentin Witt, Tim Wolff, Miriam WursterHans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
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Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Nicolas Mahler: "Der Urknall"
Nicolas Mahler, Meister des opulenten knappen Strichs, legt mit "Urknall" sein grundlegendstes, ursprünglichstes Werk vor. Von Kalauern wie "Sie sind mir aber eine Urknallcharge" bis "Wer hat an der Ur gedreht?" nimmt er zum Glück größtmöglichen Abstand und präsentiert statt dessen ein kleines, unglaublich dichtes Buch, in dem die ganze Welt des komischen Zeichnens angelegt ist, und das vor den Augen des Betrachters regelrecht explodiert. Ein Lichtblick im riesigen Dunkel des Buchmarkts!Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Heinz Strunk: "Das Strunk-Prinzip"
Sie sind ein totaler Versager und können sich Bücher nur als Abo-Prämie leisten? Dann nehmen Sie wenigstens dieses hier: "Das Strunk-Prinzip", die beliebte Kolumne aus TITANIC als Buch! Power- und 110-Prozent-Autor Heinz Strunk zwiebelt Ihnen blitzgescheite Weisheiten um die Ohren bis Sie gar nicht mehr anders können als in Erfolg, Geld und Sex zu ersaufen. Das Strunk-Prinzip setzt Ihrem Elend endlich ein Ende. Mutter wird sich freuen!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
  • 22.11.:

    Vice sprach mit PARTEI-Chef Sonneborn über Neuwahlen, Fünfprozenthürden und Geldverkäufe.

Titanic unterwegs
26.11.2017 Kassel, Caricatura-Galerie
  Katharina Greve: »Mein Mann ist auch Atheist«
26.11.2017 Frankfurt, Stalburg-Theater
  Thomas Gsella
27.11.2017 Magdeburg, AMO
  Martin Sonneborn
28.11.2017 Rostock, Literaturhaus
  Hauck & Bauer

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Briefe an die Leser

 Tagesschau-Redaktion!

Immer wieder lesen wir bei Dir die Beschreibung »islamistisch-extremistisch« für vermutliche und tatsächliche Terroristen. Aber ist das wirklich präzis bzw. ausreichend? Sind das nicht vielmehr radikal-islamistisch-extremistische Gesellen, oder gar vielleicht radikal-islamistisch-extremistisch-fundamentalistische Dogmatiker?

Fragt kritisch-skeptisch: Titanic

 Gemeinde Negernbötel (23795) im Kreis Segeberg!

Nachdem das Lübecker Traditionscafé Niederegger »aus Angst vor Rassismus-Vorwürfen« (»Mopo online«) ihre traditionsreiche »Mohrenkopftorte« in »Othellotorte« umbenannt hat, fragen wir uns, ob sich da nicht vielleicht auch für Dich eine Chance böte, Deinen Namen aus ähnlichem Grund zu ändern. Wie wäre es z.B. mit »Robertoblankenese«?

Nicht gut? Findet aber doch: Titanic

 Klopf-klopf, Elyas M’Barek!

Im Interview mit dem Magazin »GQ« sagten Sie: »Ich glaube, wenn es die Zeit eines Tages zuläßt oder ich keine Lust mehr auf den jetzigen Beruf habe, mache ich eine Tischlerlehre.« Soso, Sie hatten also bisher wirklich Lust auf Ihren Beruf? Wieso hat man das dann keinem Ihrer Filme angemerkt?

Fack ju! Titanic

 Lieber Boris von Heesen, Autor des Lesekalenders Männergesundheit!

»Von A wie Alkohol, über G wie Gefühle bis hin zu V wie Vater« gibt Ihr »Jahresbegleiter in Buchform 52 Impulse mit klarer Struktur.« Doch damit nicht genug: Via Newsletter klären Sie uns auf über die Männertrends 2018. Zum Beispiel nehme »Mann« sich mehr Zeit für die Familie: »Was früher noch undenkbar war, ist mittlerweile kaum noch eine Seltenheit: Immer mehr Väter nehmen sich eine Auszeit für ihre Kinder.« Von »undenkbar« zu »kaum noch eine Seltenheit« in gefühlt 60 Jahren – hui, hier ist Geschwindigkeit King!

Aber damit nicht genug. Es gäbe auch ein »stärkeres Bewußtsein für die Umwelt: Waren es bisher zu großen Teilen Frauen, die eine höhere Sensibilität zu ökologischen Themen aufzeigten, läßt sich nun auch bei Männern zunehmend ein Trend im umweltbewußteren Umgang verzeichnen. Zwar dominiert noch immer die Affinität der Männer zu Autos und Fleisch im Vergleich zu den Frauen, doch es scheint, als gehörten die Hochzeiten von Fast-Food-Ketten und Proteinshake-Herstellern allmählich der Vergangenheit an.«

»Zu großen Teilen«, »zwar«, »es scheint«, »allmählich«: Mehr vages Herumtasten und Ins-Blaue-hinein-Vermuten als bei Ihnen war selten, gar nicht zu reden vom grammatikalischen Gestocher zwischen Autos, Fleisch, Frauen und Drive-Thru-Heiraten. Apropos raten, lassen Sie uns raten: Im Jahr 2031 wird dann eventuell vielleicht scheinbar die allmähliche teilweise Herunterschraubung auf Weiberniveau im Bereich des Möglichen gesehen?

Ihre trendgesunden Transen von der Titanic

 Wow, Helene Fischer!

Wow, Helene Fischer!

Unter einem »Rock aus Wasser« (»View«) sind Ihre Beine bei einem Konzert in Hannover also »verschwunden«. Großartig! Und das nächste Mal dann: der ganze Körper. Oder noch besser: gar nicht erst auftauchen.

Muß dann auch mal weg: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Berufswahl

Neulich erzählte eine Radiohörerin im Gespräch mit dem Moderator, daß sie ihre Tochter häufig mit zur Arbeit genommen habe und diese daraufhin den Wunsch entwickelte, Tierärztin zu werden. Verstörend fand ich, daß die Frau Altenpflegerin war.

Uwe Geishendorf

 Kulturelle Aneignung

Wenn Menschen aus anderen Nationen Sandalen und Tennissocken kombinieren und anfangen, rechts zu wählen, zählt das auch als cultural appropriation?

Fabian Navarro

 Das wäre geklärt

Als ich kürzlich auf meine Verabredung wartete, ging ein Pärchen an mir vorbei. Ich kriegte gerade noch so den Satzfetzen mit, den er währenddessen in sein Mobiltelefon sprach: »… sorry, ich kann nicht vorbeikommen, ich muß nachher leider noch babysitten …«; woraufhin sie sich von ihm losriß und zischte: »Man sagt nicht ›babysitten‹, wenn es um die eigenen Kinder geht!«

Matthias Stangel

 Ekel Oettle

Ich hatte gestern eine Schlange auf dem Arm und es war so eklig, daß sie sich zwei Stunden später häuten mußte.

Cornelius W.M. Oettle

 Szene aus Paris

Die Tauben auf dem Eiffelturm sehen krank aus, gerupft. Ihnen wird inzwischen nahezu seriell blaues Aluminium auf die Federn gebacken, sie schwanken. Eine Zehe fehlt vielen, manchen gar Fuß oder Kopf. Sie sitzen auf mit scharfem Draht gespicktem Stahl, der unter ihnen rostet vom eignen Urin, während sie langsam und in aller Ruhe sterben. Manchmal gelingt es drei noch etwas rüstigeren, einen Müllsack nach oben zu schleudern – zum Preis von sieben Federn. Doch haben die Viecher sogar schon vergessen, wie man guten Müll von schlechtem unterscheidet. Überfressen mit halbleeren Batterien, drehen sich die Tauben schließlich wie lebende Überraschungsei-Geschenke vor lauter Energie sitzend im Kreis, angetrieben von der Ladungsdifferenz.

Adrian Schulz