Der Filminator

Er gilt als »Sohn von Ed Wood«. Er schlägt seine schärfsten Kritiker im Boxring k.o. Jetzt will er einen komischen Film über 9/11 gemacht haben: Dr. Uwe Boll.

 

Dieser Mann führt Krieg. Krieg ­gegen Hollywood (»Verbrecher und Wichser«), Krieg gegen seine Kritiker (»Vollidioten«). Vor allem aber führt er Krieg gegen Computerspiele. Die verfilmt er mit Vorliebe, und zwar so schlecht, daß er ­damit bald die Computerspieleindustrie vernichtet haben wird. Das befürchten zumindest die Fans der Spiele und halten mit ihrer Meinung über Dr. Uwe Boll (42) aus Wermelskirchen bei Köln nicht hinterm Berg: Sie glauben schlicht, er sei der Antichrist (http://www.uwebollisantichrist.com/). Boll selbst ist über die Qualität seiner Filme ganz anderer Meinung: Sein ­neuer Film »Postal« etwa (Deutschlandstart: 18. Oktober), eine Komödie über 9/11 und die Folgen, sei schlicht »einer der besten Filme aller ­Zeiten«: »Einen radikaleren Film zu machen ist un­möglich.« Drunter tut Boll es halt nicht.

 

Denn Boll ist ein Mann der Superlative: Gerade verfilmte er »Dungeon Siege« (mit ­dabei: Burt Reynolds), Budget: fast 60 Millionen Dollar – Rekord für einen deutschen Film. Außerdem kommen binnen Jahresfrist »Seed« und ­»Postal«, »BloodRayne II«, »Tunnel Rats« und »Far Cry«. Sechs Filme in zwölf Monaten: Ist Boll größenwahnsinnig oder kühler Rechner? Sympathischer Irrer oder talentloser Aufschneider? Und warum kennt den meistgehaßten Deutschen des Internets in Deutschland kaum jemand?

Schlagende Argumente gegen schlechte Reviews: »Raging Boll« vor dem Fight gegen Filmkritiker

Filme machen ist Bolls Berufung. Wenn man seine Filme sieht, würde man das allerdings nicht sofort glauben. Seine frühen ­Werke zeugen weniger von cineastischem Talent als von ungebremstem Arbeitseifer, Chuzpe und einer ordentlichen Portion Hybris. Die erste Szene seines Erstlings von 1991 gibt die Richtung vor: Eine Schwarzblende, darüber der Dialog: »Johnboy, schläfst du schon?« – »Halt’s Maul, Nadja, und laß mich in Ruhe wichsen.« Was folgt, ist eine krude Mischung aus satiri­schen Sketchen über das Fernsehprogramm und realen Szenen, in denen etwa ein Obdachloser mit einem Bier-Vergleichstest vorgeführt und unter den Augen des Personals Staub­sauger und Kochtöpfe aus einem Kaufhaus geklaut werden. Das Ganze nennt Boll, obwohl es inhaltlich keinerlei Parallelen gibt, ­»German Fried Movie« und läßt auf das DVD-Cover ­schreiben: »Der legitime Nachfolger von ­›Kentucky Fried Movie‹ – witzig wie ›Die nackte Kanone‹«. Das als Prahlerei zu bezeichnen hieße schamlos untertreiben.

 

Auch eine weitere Szene aus »German Fried Movie« wirft ein Licht auf Bolls Ambitionen, allerdings auf seine kaufmännischen: Der 26jährige läßt sich dabei filmen, wie er bei der Premiere von »Manta, der Film« Regisseur und Produzenten angeht, ob sie es nicht unglaublich fänden, für diesen Film 1,2 Millio­nen Mark Filmförderung bekommen zu haben. Eine Doktorarbeit (»Die Gattung Serie und ­ihre Genres«, 1994) und vier Jahre Regie- und Produzententätigkeit bei Taunusfilm in ­Wiesbaden später, die mit sagenhaft schlechten Kritiken und »Rauswurf« (Playboy 2/2006) endet, kennt Boll schließlich das Rezept, wie es auch ohne Filmförderung (die er nie bekommt) funktionieren könnte, Filme zu finanzieren: nämlich dank deutscher Medienfonds und der ihnen zugrundeliegenden filmfreundlichen Rechtslage. Er legt Beteiligungsgesellschaften (KGs) auf, die in geschlossene Fonds einbezahlen und ihre Verluste, häufig bis zu 100 Prozent im ersten Jahr, komplett von der Steuer absetzen ­können. Machen die Filme keinen Gewinn, erhalten die Kommanditisten sogar noch ihre ­Einlage vom Staat zurück. Ein interessantes, weil risiko­loses Modell für Besserverdienende, die ihre Steuerlast senken wollen und es sich leisten können, 15- bis 25 000 Euro in Filme zu ­stecken (erst 2005 wurde das entsprechende ­Gesetz geändert) – nun braucht Boll nur noch eine Idee, wie man mit möglichst wenig finanziellem Einsatz halbwegs erfolgreiche Filme auf dem Markt plazieren kann.

 

Diese Idee kommt ihm, als er feststellt, daß sehr viele Jugendliche begeisterte Video­spieler sind und sich die Verfilmung ihrer Lieblings-Games durchaus ansehen würden. Nun gibt es kein Halten mehr. Boll sammelt Geld und dreht in Kanada und Osteuropa, weil es da billig ist, mit Stars, die er erst wenige Wochen vor Drehbeginn anfragt. So bekommt er zwar nur die, die gerade keine anderen ­Filme drehen, aber um so billiger: Besser wenig Geld verdient als gar keines. Und oft sind es auch nicht gerade die A-Stars, aber was soll’s: ­Besser mit Jürgen Prochnow, Christian Slater oder einem während der Dreharbeiten dauerbetrunkenen Michael Madsen drehen als ganz ohne prominentes Gesicht. Und wenn die amerikanische Verona Feldbusch Tara Reid zu haben ist: Warum sie nicht als Wissenschaftlerin und Kuratorin eines Museums besetzen? Boll hat sogar Ben Kingsley ­bekommen, der in »BloodRayne« mit genau einem Gesichtsaus-druck einen Vampirfürsten spielt. Warum er in einem Boll-Film mittue, erklärte ­Kingsley später damit, daß er »schon immer mal einen Vampir spielen« wollte. Viel Geld spart Boll auch, weil er einfach alles selbst macht: Regie, Produktion, Verleih und, wenn nötig, auch Drehbuch. Letzteres dürfte zu seinen am ­wenigsten ausgeprägten Talenten gehören.

 

Matt: »Und, verrätst du mir jetzt, wo wir

hinfahren, oder muß ich raten?«

Dawn: »Du weißt doch, meine Familie wohnt in den Wäldern. Tief in den Wäldern.«

Matt: »Tief in den Wäldern? Wie tief?«

Dawn: »Nicht zu tief.«

(»Blackwoods«, 2002)

 

Blair Erickson war einer der beiden ­Autoren von »Alone in the Dark« (2005), in dem Christian Slater als Privatdetektiv auf der Suche nach Vermißten einem überna­türlichen Geheimnis auf die Spur kommt. Im ­Stile H.P. Lovecrafts sollte das gezeichnet sein, das Grauen stets im Dunklen, eher auf ­Spannung denn auf Überwältigung setzend. Leider ­enthielt das ursprüngliche Drehbuch für Bolls Geschmack zuwenig Krawall. »Er wollte, daß wir ›Kämpfe mit großen Kanonen‹ und ›Verfolgungsjagden‹ hinzufügten. Klar, all die ­Sachen eben, die einen Horrorfilm ­gruselig machen. Wir diskutierten mit ihm, daß wir eigentlich eine furchteinflößende ­Story er­zählen wollten, und es wurde immer klarer, daß er überhaupt keine Ahnung ­hatte, wovon er sprach. Sehr wichtig bei unserem Streit waren die Monster; er wollte jede ­Menge ­große, schleimige, hundeartige Computermonster überall in der Geschichte, während wir ­argumentierten, es sei viel gruseliger, die im ­Dunkeln zu lassen – na, ein bißchen wie im Titel angekündigt halt – und Spannung aufzubauen. Zum Glück hat Dr. Boll es dann ­geschafft, seinen loyalen Schreiber­lingen was viel Besseres rauszuleiern als unsere Scheißstory, und alle möglichen essen­tiellen Be­standteile von Horrorfilmen ein­gebaut wie Pforten zu anderen Dimensionen, tussiblonde Ar­chäologinnen, Sexszenen, verrückte Wissen­schaftler, schleimige Hundemonster, spe­zielle Army-Einheiten zum Kampf gegen ­schleimige Hundemonster, ­Tara Reid, ›Matrix‹-Slow-­Motion-Schießszenen und Verfolgungs­jagden.«

 

Es dreht zusammen, was zusammengehört: Boll, Til Schweiger, Udo Kier und Ralf Möller am Set von »Far Cry«

Drei Videospieladaptionen reitet Boll kün­st­lerisch in die Grütze, danach haßt ihn jeder Gamer, der »House of the Dead« (2003), »Alone in the Dark« (2005) oder »BloodRayne« (2006) gezockt und danach als Film gesehen hat. Nicht nur sie pöbeln in Foren, machen sich mit Haßfilmchen auf YouTube (»Kill Boll«) oder eigenen Boll-Haß-Blogs Luft (http://www.bollbashers.com/), auch die Weltpresse ist sich einig: »Boll ist der Beste in dem, was er tut, und was er tut, ist wahrhaftig grauenhafte Filme machen« (Eliza­beth Weitzman, New York Daily News). Nick Schager vom Slant Magazine spricht von »Bolls unbestreitbarer Regentschaft als schlechtester Filmemacher der Welt«. Und Brian Orndorf ­bilanziert auf http://efilmcritic.com/: »Er gibt der ­Formulierung ›vollkommener ­künstlerischer Bankrott‹ eine ganz neue Bedeutung.« Alle drei Filme, noch ein Rekord für einen einzelnen Regisseur, stehen bei http://www.imdb.com/, der größten Filmseite der Welt, momentan auf der ­Liste der 100 schlechtesten Filme aller Zeiten.

Als »die schrägste popkulturelle Veranstaltung, bei der ich je dabei war«, bezeichnet der auf Horrorfilme spezialisierte Journalist Chris Alexander die Schaukämpfe in Vancouver: Er erschreckte Boll, indem er Kunstblut aus seinem Mund sprudeln ließ

Nun reicht es Boll. Daß jemand seine Filme nicht gut findet, damit kann er leben – aber daß IMDB-User seine Filme nun schon schlecht beurteilen, bevor sie überhaupt angelaufen sind, ist zuviel. Genau wie die ewigen schlechten Kritiken im Internet. Boll möchte ­jemanden verprügeln dafür. Und weil er ein, wenn man es positiv formulieren will, sehr direkter Mensch ist, fordert er seine schärfsten Kritiker 2006 heraus: zu einem Boxkampf gegen ihn, den er während der Dreharbeiten zu ­»Postal« in Vancouver PR-trächtig auf die ­Bühne bringen möchte. Fünf Online-Filmkritiker ­sagen zu. Was sie, eigenen Angaben zufolge, allerdings nicht wissen: Boll war zehn Jahre Amateurboxer. Er weiß, wie man Leuten aufs Maul haut. Und tut das auch. Einer kneift, aber vier von fünf Gegner gehen k.o., der letzte ist gerade mal 17 Jahre alt. Nach dem Kampf muß sich einer der Kontrahenten zigfach übergeben und unters Sauerstoffzelt. Boll habe ihnen erzählt, behauptet hinterher Sparringspartner Richard ­Kyanka, es handle sich um einen ­reinen PR-Gag, er werde nicht fest zuschlagen. Boll, der seine am Boden liegenden Gegner verhöhnt, Boxen sei nun mal kein Schachspiel, weist ­diese Darstellung zurück: Er habe von der ­ersten Presseerklärung an gesagt, es ­würden richtige Boxkämpfe werden.

 

»Ein bekannter Komiker aus der US-Comedyserie ›Seinfeld‹ spielt Osama bin Laden«, wirbt Boll im Drehtagebuch zu »Postal«: Larry Thomas, der als »Soup Nazi« in zwei von 175 Folgen »Seinfeld« mitspielt

Von einem Vorbereitungsfight Bolls ­gegen den Regisseur und Produzenten Brooke Burgess (»Broken Saints«) gibt es auf YouTube ein Video, in dem Boll Burgess die ­Fresse poliert.

 

 

Geschnitten hat es niemand ­Geringerer als Til Schweiger, der mit Boll gerade das Erfolgsspiel »Far Cry« abgedreht hat. Schweiger, nun endgültig auf Chri­stian Kahrmanns und Ralf Möllers Niveau angekommen, ist offenbar begeistert von seinem neuen Freund und Regisseur: Auf http://www.bollbashers.com/?p=414 ist eine ellenlange Mail von ihm an alle Bollhasser nachzu­lesen, hier zitiert in dem, was bollbashers.com zufolge Schweigers eigener Duktus sein dürfte:

 

its okay to hate his films,cause at the end of the day it comes down to taste,but what is not okay is to hate him as a person!!got that!?cause you guys out there dont know him as a person and i do!!!and even though I ll repeat myself…uwe is a great man!!!and you guys are not!!!!you are hiding behind your keyboard at home and because you ve got nothing better to do,you write shit about a man that you dont know,some of you guys even want him dead!??!whats wrong with you guys…?dont you have any friends!?why dont you go out and enjoy life?

 

 

Uwe Boll im Kreise seiner Lieben:

Doch Schweigers Appell verhallt ungehört. Boll, einer der erfolgreichsten deutschen Regisseure im Ausland, wird weiterhin inbrün­stig gehaßt. Das allerdings tut Boll unrecht. Denn so wenig seine Filme an die Vorlagen heranreichen, bei denen er sich regelmäßig bedient (von »Starship Troopers« bis »The ­Matrix«), so wenig sind sie doch Trash. »Das Problem, daß (›Alone in the Dark‹) handwerklich nicht schlecht genug ist, um den wahren Trashfan zu entzücken« (Peter Körte, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung), kennzeichnet auch die meisten anderen Boll-Filme. Es gibt weiß Gott unbedarfter Zusammengeschustertes, das auf RTL2 oder Vox im Nachtprogramm zu sehen ist. Lediglich »House of the Dead« (2003) ist so plump, daß man ihn durchgehend unfreiwillig komisch finden kann.

 

Ralf Möller als Officer John im »Postal«-Vergnügungspark »Little Germany«. »Kuriose Set-Eskapaden gehören zur Tagesordnung: So fand sich Rock-Titan Meat Loaf in ›BloodRayne‹ in einer Szene inmitten von 20 rumänischen Prostituierten wieder«, kolportiert die <em>Abendzeitung</em>

Mit »Postal« ist »Raging Boll« wieder bei seinen Wurzeln angelangt. Auch »Postal« ist eine Computerspielverfilmung, und zwar von einem, das viele Menschen als unappetitlichstes Spiel aller Zeiten betrachten; in dem man Obdachlose anzünden und hinterher auspinkeln kann. ­»Postal« will Comedy sein, und der Trailer, die erste Szene des Films, läßt durchaus Hoffnung schöpfen:

 

Im Cockpit eines Passagierflugzeugs; am Steuer zwei arabische Terroristen, die sich darüber streiten, wieviele Jungfrauen im ­Paradies auf sie warten werden: 100 oder nur 99? Oder am Ende nur zehn – für beide zusammen? Zu wenig für die Ewigkeit, schließlich werden sie ja nicht ewig Jungfrauen ­bleiben. Die Hijacker beschließen, den Chef anzurufen: Osama bin Laden. Der erklärt ­ihnen, daß er aufgrund verstärkter Terror­tätigkeit derzeit nur für 20 Jungfrauen garantieren könne. Das kommt nicht in Frage; die Terroristen beschließen, dann lieber auf die Bahamas zu fliegen (»Juhu! Bahamaaaas!«) – doch genau in diesem Moment stürmen die Passagiere das Cockpit, die Piloten verlieren die Kontrolle über das Flugzeug und rasen ins World Trade Center.

 

Boll und Burt Reynolds bei den Dreharbeiten zu »Dungeon Siege«: Boll »denkt vor allem ans Geld: so intensiv, daß ihm am Drehort schon mal das Kommando für die nächste Szene verrutscht. Er ruft ›Cash‹ statt ›Action‹«, behauptet die <em>Welt am Sonntag</em>

Eine komische Szene; leider eine von ­wenigen, in denen Timing und Stoßrichtung stimmen. An Bolls prolligem Sinn für Humor hat sich seit »German Fried Movie« nichts ­geändert: Wieder wird gerammelt und gepupst, Frauen in den Mund gekackt, eine Oma und zahlreiche Kinder werden erschossen; am Schluß tanzen bin Laden und George W. Bush Hand in Hand in den nuklearen Holocaust. ­Zuvor sind die Taliban, die versteckt in den USA leben, hinter einer Ladung Kinderspielzeug her, in der Vogelgrippeviren versteckt sind und die eine Endzeitsekte klaut, während die »Krotchy«-Puppen in »Little ­Germany« vorgestellt werden, wo es neben einem Kinderspielplatz-»KZ« auch eine ­»Krankenstation Dr. Mengele« gibt. Provo­kativ und satirisch soll das alles sein, ist aber ­lediglich geschmacklos und öd. Wohl darf man über alles Witze ­machen, man muß es aber auch können.

 

Boll kann es nicht, genausowenig wie ­Horrorfilme; dennoch macht er weiter und ­weiter, vermutlich weil er muß. Er ist besessen vom Kino; es ist sein Leben, zu drehen. Boll ist nicht zu fassen: Er engagiert sich für die ­Rechte der Tiere, beteiligt die Tierrechtsorganisation Peta an den Einnahmen von »Seed« – und verwendet in »Seed« exploitativ echte Aufnahmen von Tierquälerei. Er haßt seine Kritiker und verprügelt sie öffentlich – geht aber danach mit ihnen Kaffeetrinken und läßt sie in seinen Filmen mitspielen. Er ist ein wirklich ­schlechter Regisseur – aber der erfolgreichste, den Deutschland international momen­tan zu bieten hat. Vielleicht gelingt ihm ja irgend­wann zufällig doch noch mal ein Film. Bei seinem Ausstoß ist das nicht auszuschließen.

 

Oliver Nagel

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Bei Wiglaf Droste, der "linken und rechten Hand des Fehlerteufels" (Bud Spencer), sitzt nicht nur der "Colt der Sprachkritik" (Terence W. Adorno) locker, er kann auch Fortsetzungsromankompilationen schreiben, die Herz und Hirn treffen. Z.B. diese, "Schalldämpfer", in der das "Kommando Leise Welt", eine Organisation zur Rettung des menschlichen Trommelfells, Lärmbolde und Schreihälse ganz leise wegknallt. Pflicht für alle, die den Schuß noch nicht gehört haben.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):&nbsp; "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Volker Surmann: "Lieber Bauernsohn als Lehrerkind"
Lesebühnenautor, Gelegenheits-Slammer, TITANIC-Autor – und Provinz-Exilant: Volker Surmann stammt aus den Tiefen des Teutoburger Waldes, heute wohnt er im Trend-Städtchen Berlin. In seinem ironisch-autobiografischen Heimatroman beschreibt der „Alien vom Planeten Acker“ (Eigenwerbung) u.a. den grausamen Mord an seiner Lieblingskuh und sein Versagen beim Traktorfahren – Blut und Boden sind also garantiert! „Ist Volker bloß ein metrosexueller Großstädter, gefangen im Körper eines ostwestfälischen Bauernkinds?“ Finden Sie es heraus!Heiko Werning: "Schlimme Nächte: Von Abstürzen und bösen Überraschungen"Jeder von uns hat schon mal eine erlebt und würde sie am liebsten für immer aus dem Gedächtnis löschen: eine schlimme Nacht. Heiko Werning aber, Lesebühnengott und Reptilienforscher, hat sich an über 30 schlimme Nächte erinnert und sie tapfer aufgeschrieben. Kindlicher Kaninchenmord bei der Nachtwanderung, verpaßte Chancen im malaysischen Massagesalon, Prügeleien mit Fußballfans, psychopathische Spermien-Strickerinnen: diese Nachtmahre werden Sie nicht mehr schlafen lassen!Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo:&nbsp;15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Heiko Werning/Volker Surmann (Hrsg.):&nbsp;"Fruchtfleisch ist auch keine Lösung"
Fernsehkocharenen und Jamie-Oliver-Apps auf der einen Seite – Ehec, Dioxin und Cranberrybier auf der anderen: Ernährung fasziniert und verängstigt heute gleichermaßen. Höchste Zeit für einen kritischen Sammelband, in dem 35 Hobby-Esser über Antivegetarismus und Provitamine, über Thymian, Safran und Foer debattieren. Zu den Textköchen zählen Sterne-Satiriker, die sich mit den Grenzen des guten Geschmacks nur allzu gut auskennen: Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Nagel, Katharina Greve, Wiglaf Droste, Mark-Stefan Tietze u.v.a.m.Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen
Titanic unterwegs
25.06.2017 Wyk auf Föhr, Dr. Carl Häberlin Friesen-Museum
  »Wale. Kapitäne. Und Kollegen«
27.06.2017 Hamburg, MS Commodore
  Gerhard Henschel
30.06.2017 Neapel, Goethe-Institut
  Katharina Greve: »Komische Kunst«
17.07.2017 Lunzenau, Eisenbahnmuseum Zum Prellbock
  Hauck & Bauer: »Man kann einfach nicht Wein sagen«

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Briefe an die Leser

 Du, Zweirad Feld,

erleichterst potentiellen Kunden in einer Werbeanzeige die Qual der Wahl: »Welches Fahrrad paßt zu mir? Entscheidend ist, wo und wie der Käufer ein Rad nutzen möchte. Hieraus ergibt sich, ob es am Ende ein Trekkingbike, Cityrad oder Mountainbike wird.«

Toll! Wunderbar! Nachahmenswert! Und so warten wir bereits gespannt auf Werbetexte à la »Welches Paar Schuhe paßt zu mir? Entscheidend ist, wo und wie der Käufer ein Paar Schuhe nutzen möchte. Hieraus ergibt sich, ob es am Ende Lederslipper, Springerstiefel oder Ballerinas werden.«

Paßt schon: Titanic

 Bild.de-Kommentatorin Christiane Hoffmann!

»Laßt Sarah Lombardi endlich in Ruhe!« forderten Sie am 27.4., nachdem ein Tag zuvor die Noch-Ehefrau des Ex-DSDS-Siegers Pietro Lombardi ein gemeinsames Foto mit ihrem neuen Freund veröffentlicht hatte, und empörten sich: »Ich habe gerade eine gute Stunde verbracht mit dem Lesen von Kommentaren, die nicht mich betreffen, sondern das TV-Sternchen Sarah Lombardi (24). Ich verspüre Übelkeit, Wut und Unverständnis. Was läuft in den Hirnen der Hater falsch? Warum kümmern sie sich nicht um ihren eigenen Mist, sondern bewerfen Menschen, die sie nicht kennen mit Schimpf und Scheiße?«

Bravo, Frau Hoffmann, für dieses längst überfällige Statement! Denn treffender läßt sich nach den ungezählten Bild.de-Schlagzeilen der letzten Monate wie »Betrügt Sarah Lombardi ihren Pietro?«, »Die pikanten Fotos von Sarah Lombardi«, »Belegen SMS-Protokolle Sarahs Seitensprung?«, »Böser Streit von Sarah & Pietro – DAS VIDEO!«, »Hat Sarah Pietro eiskalt reingelegt?« oder »Stimmt der Spruch: Einmal Betrüger, immer Betrüger?« die immanente Bigotterie Ihres mit Schimpf und Scheiße nur so um sich werfenden Haßblattes nicht in Worte kleiden.

Verspürt Übelkeit, Wut und Unverständnis: Titanic

 Aha, aha, Wolfgang Bosbach!

Aha, aha, Wolfgang Bosbach!

Daß die CDU in Wahljahren mit kräftigem Identitäterä die fremdenfeindliche Klientel umwirbt, um so mehr, seit die AfD erfolgreich den rechten Rand abfischt, ist ja nichts Neues. Daher überraschte es auch nicht, daß Sie Thomas de Maizières durchsichtigen Leitkultur-Vorstoß unterstützten und meinten, diese solle nicht etwa »ausgrenzen, sondern einladen«. Wie aber muß man sich so eine Einladung im Hause Bosbach vorstellen? Gäste, die nicht Deutsch können, müssen zuvor einen Integrationskurs besuchen? Wer das Deutschlandlied nicht fehlerfrei rezitieren kann, darf nicht ans kalte Buffet? Und wer ein Kopftuch trägt, muß nach der Party aufwischen?

Hat heute eh schon was Besseres vor: Titanic

 Yo, Samy Deluxe!

Bisher seien Sie bekennender Nichtwähler gewesen, doch das, so sagten Sie im Gespräch mit der »Hannoverschen Allgemeinen«, würden Sie jetzt, beim Blick auf die USA, in Frage stellen: »…wenn ich sehe, wie kraß es doch werden kann, bringt mich das schon zum Nachdenken. Ich meine, das kann man sich in Deutschland irgendwie nicht vorstellen, daß da so ein trumpesker Mensch Bundeskanzler wird, weil es ja doch ein intellektuelles Land ist im Gegensatz zu Amerika.«

Genau; schließlich ist hinlänglich bekannt, daß Amerikaner hauptsächlich Burger essen und fernsehen, während man im vergeistigten Deutschland beständig an kulturellen Höchstleistungen feilt. Eben ganz so wie Sie einst mit den Zeilen: »Und wir haben kein’ Nationalstolz / und das alles bloß wegen Adolf / ja toll, schöne Scheiße / der Typ war doch eigentlich ’n Österreicher«. Na ja, genauer betrachtet schon ein bißchen platt. Eigentlich regelrecht trumpesk, oder wie sehen Sie das?

Fragt Titanic

 Dagrun Hintze!

Über die Wirkmacht Ihres Buches »Ballbesitz – Frauen, Männer und Fußball« erklärten Sie: »Was mich sehr freut, ist, daß sich viele meiner fußballfernen Freundinnen mit dem Buch beschäftigen und feststellen, daß der Fußball vielleicht doch ein Feld sein könnte, mit dem man sich mal ernsthaft auseinandersetzen sollte. Im besten Fall führt das dazu, daß sie in Zukunft keine Knalltüten-Kommentare mehr abgeben, wenn sie bei einer EM oder WM vor meinem Fernseher sitzen.«

Was aber ist mit Sätzen von Ihnen wie diesen hier zu einem Duell zwischen Bayern München und Borussia Dortmund: »Diese Paarung ist ja quasi der Shakespeare unter den Pokalspielen, ein echter Klassiker und wahnsinnig aufgeladen, auch durch die besondere Situation, in der sich der BVB gerade befindet. Und mein schwarz-gelbes Herz und ich wollen da auf gar keinen Fall eine Tragödie erleben«? Wäre es nicht durchaus ein Gewinn, ja gar ein Pokalsieg für Frauen, Männer und den Fußball, wenn Sie Ihre Knalltüten-Kommentare in Zukunft wieder ausschließlich vor der heimischen Glotze abgäben? Und wenn Sie vorher noch vorsichtshalber Ihre Freundinnen auslüden, würden die es Ihnen bestimmt auch nicht verdenken.

Glauben Ihre maximal fußballfernen Turnbeutelvergesserinnen und Ersatzbankdrücker von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Der Morgen danach

Nachdem ich letzte Nacht mal wieder eine Niederlage im Kampf mit meiner Diplomarbeit um deren bestmöglichen Aufbau einstecken mußte, spüre ich noch heute den Schmerz in allen Gliederungen.

Matthias Stangel

 Gegen Windmühlen

Es gibt mir das Gefühl, einen Teilsieg erstritten zu haben, wenn ich die eingegangenen Spams von dubiosen Geschäftemachern nicht gleich lösche, sondern auf »E-Mail ablehnen« klicke. Die meisten kommen dann zwar als unzustellbar zurück und ich muß sie trotzdem löschen, aber den kleinen Mehraufwand leiste ich mir.

Miriam Wurster

 Schüchtern

Selbstgespräche führe ich nur, wenn ich betrunken bin. Denn unter normalen Umständen traue ich mich einfach nicht, eine schöne Frau anzusprechen.

Mira Sand

 Zu alt für Tinder

Letzten Monat hatte ich in einem durchaus an der Sterneküche kratzenden Restaurant mein erstes »Elitepartner«-Date. Die Dame erschien pünktlich, ihr Äußeres hielt jedem Versprechen ihres Nutzerprofils stand, und doch wurde der Abend ein Desaster. Meine potentielle Liebelei kippte sich nicht nur eine erlesene Flasche Rotwein direkt und in einem Zug in den Rachen, sondern rülpste ihre Freude ob dieses seltenen Genusses gleich dem Nachbartisch herüber, bevor sie sich mitten im Laden eine filterlose Kippe anzündete und ausgiebig in den Dekantierer strullte, ehe sie das Lokal schließlich mit lautem Gelächter und Gekotze verließ. Schwer beschämt mußte ich mir in diesem Moment eingestehen, daß ich wohl auf eine der größten Gefahren bei der Online-Partnersuche hereingefallen war: Etikette-Schwindel.

Aleksandar Jožvaj

 Richtig sitzen, Stufe Zwei:

Almanspreading.

Adrian Schulz