Inhalt der Printausgabe

Die schlesische Stunkfunze

Verehrt, vereinnahmt, vergessen:
Über den schlesischen Komiker Ludwig Manfred Lommel

 

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Ich war ein Hitlerjunge mit 'ner Trommel,
Mein Volksaufklärer, das war Ludwig Manfred Lommel.
Auf der Vernunft, was meine Wunde war, da hatt' ich dicken Schorf,
Das was mir das Größte schien, das war der Freiheitssender Runxendorf

Der Breslauer Wolfgang Neuss: »Neuss Testament«, 1966

 

 

Ludwig Manfred Lommel: Vortragskünstler, Großimitator, Schlesier

Von Christian Meurer

 

Dem Ganzen vorgeblendet sei die bekannte Misere: Nämlich eröffnet einerseits der »Schlesien bleibt deutsch«-Blickwinkel der Vertriebenenfunktionäre ja tatsächlich kaum anderes als schwarzbraun gefilterte Perspektiven; andererseits fällt die Sorte Öffentlichkeitsschranzen, die in partout jedes Erinnern an die dt. Ostgebiete nazideutschen Revanchismus hineinprojiziert, auch nicht sachdienlicher auf. Alle anderen Facetten hat dieses Monopol-Spektrum inzwischen so verdunkelt, daß Rückblicke jenseits dieser kontrastarmen Einfärbungen – abgesehen von Rezepten, Riesengebirge, Rübezahl & Co. – mittlerweile schon als unausdenkbar diffiziles Beginnen erscheinen.

 

Die ressentimentgetrübten Linsen etwas aufzupolieren würde jedenfalls einem gerade gerecht: dem schlesischen Komiker Ludwig Manfred Lommel.

 

Mit ihm resp. seinen erhaltenen Radio- und Plattensketchen steht nämlich ein recht ungewohntes Schlesien noch einmal auf: jene nach dem Ersten Weltkrieg gebietsverkleinerte, bis 1933 durchweg SPD-regierte preußische Provinz, deren Bevölkerung die NS-Rassekundler später wegen allzu großer Durchmischung den Germanen kaum noch zuschlagen mochten und deren Naturell als Gemengsel aus verhocktester Stübchengemütlichkeit und fixester Situationstrickserei beschrieben wird. Lommel war Fleisch von diesem Fleische, durchbeizt überdies von reichlich Lebens-Auf-und-ab: Am 10. Januar 1891 wird er, 70 Kilometer westlich von Breslau in Jauer an der wütenden Neiße, in gediegenste Villenverhältnisse hineingeboren: Vater Lommel ist Tuchfabrikant. Nach dem Umzug ins nahe Neukirch gibt Lommel jr. in Untertertia vor der Klasse komplette »Wallenstein«-Szenen alleine wieder und kann als stürmischer Piccolomini mokante Untertöne ebensowenig unterdrücken wie als sopransäuselnde Thekla oder brummiger Isolani. Die Mitschüler jauchzen. Sie kennen ihn schon als Spezialisten für Frosch- und Hühnergeräusche auf dem Pausenflur.

Schlesien war längst polnisch, da konnte der Westdeutsche, ob neuerdings oder immer schon, sich den Sender Runxendorf in mannigfacher Variation auf den Plattenteller legen

Nach der mittleren Reife 1908 verschiebt ihn der Vater zu Geschäftsfreunden nach Bremen, die aber umgehend reklamieren: Statt sich in Ballen und Preislisten umzutun, nimmt ihr Volontär lieber Schauspielunterricht und hilft im Studenten-Schwank »Alt Heidelberg« als Liebhaber Prinz-Karl-Heinrich, noch lieber als gewiefter Kammerdiener Lutz aus. So strafversetzt Lommel senior den Filius zu britischen Partnern nach London und Manchester, die den Azubi aber auch nicht zu bändigen vermögen: Lieber guckt der sich bei Vaudeville-Profis in Varietés und Music-Halls Know-how ab. Bühnenbesessen debütiert er ohne Gage als »Charles Holmes« im Prince-Theatre von Shanklin auf der Insel Wight. Seine zweite Frau Karla in einem Radio-Interview von 1982: Manchmal hat er noch die Leute bestochen, hat was zubezahlt, damit er überhaupt auftreten konnte. Und sein schönstes Erlebnis, was er immer wieder schilderte, war, daß er einen Eimer gehalten hat, hinter der Bühne, als Caruso auftrat, wenn der dann zwischendurch mal spucken mußte.

 

1910 hebt man den verkrachten Kommis dann nach Schweidnitz ins 2. Schlesische Feldartillerie-Regiment Nr. 42 aus: Als »Einjähriger« durchs Eulengebirge zu krauchen wird fürs erste die letzte ökonomisch sorglose Beschäftigung bleiben: Vater Lommels Stoff-Imperium frißt der Pleitegeier. Nach dem Barras quält Jung-Lommel sich also notgedrungen als Vertreter, macht in »Ölen und Fetten«. Es war das letzte Jahrzehnt vor der Elektrifizierung der deutschen Provinz, und Lommel stieg den Bauern mit Benzol für ihre Stallfunzeln und »Staufferfett« zum Achsenschmieren hinterher. Den Metiermief komprimierte er später in einem Couplet: Herr Linkel sagt, es hat kein’ Zweck /Herr Hoffmann sagt, das Öl sei Dreck / Herr Piepke schreit, wohin möchte’s führ’n /Möchte ich ’nen jeden jetzt erhör’n /Vor Ölen und vor Fetten /Kann man sich nicht mehr retten /Die Kerle mit Benzin-Benzol’n /Die soll doch gleich der Deibel hol’n / ’s ist woahr! ’s ist woahr! ’s ist woahr! Pfui Deubel nochemal!

 

Im August 1914 folgt der Privat- die Weltkatastrophe, Wilhelms Mobilmachung kriegt Ludwig Manfred schon am dritten Tag zu fassen. Kurz vor dem Ausrücken seiner Batterie sieht er bei den Kanonen einen Bauern in Landestracht, nämlich schäbigem »Schwenker«-Gehrock und großem Steifhut stehen: eine schicksalhafte Begegnung, wie man sehen wird, der Geschützpark-Betrachter stellt sich ihm jedenfalls als »Paul Neugebauer« vor.

 

Vier Jahre Kriegstheater an der Ostfront in sicherem Artillerie-Abstand zur Hauptkampflinie füllen Leutnant Lommels längst gewissenhaft geführtes
Typen-Register weiter an (Repertoire-Novum an öden Kasinoabenden: Imitation von Automobil- und Flugzeugmotoren). Ernst wird es erst wieder im November 1918, beim Einmotten der kaiserlichen Montur: Inzwischen verheiratet und mit den Kindern Hans und Ruth zweifacher Familienvater, fehlt Lommel noch immer jede Berufsausbildung. So kämmt er wie viele Ex-Armeechargen als »Weinreisender« deutsche Gaue durch und brütet nebenbei über Erfindungen, wobei »Lommels Lokopur«, ein Papierklobrillenbelag für unterwegs, auf den ihn Hygienezustände in der Reichsbahn gestoßen haben, nur deshalb nicht in Serie geht, weil die deutsche Brille noch nicht genormt ist.

 

Zwischenzeitlich war Lommel in die klaffendste Marktlücke gestolpert: dem abgesehen von Suff, Dorfmusik und etwas Wanderzirkus notorisch eintönigen Dasein der ländlichen Kundschaft. Lommels Konter: ein Ein-Mann-Cocktail, gemixt aus britischem Comedy-Versatz und schlesischen Dorfblüten. Statt an Erfindungen bosselt er nun an kleinen, mehrstimmigen Sketchen herum und geht damit auf Tour, tingelt die nächsten Jahre mit dem Fahrrad als Plakatkleber, Kassierer, Platzanweiser, Beleuchter, Alleinunterhalter und Dorfschönen-Charmeur durch Bober-Katzbach-Gebirge, Görlitzer Heide und die Glatzer Bäderlandschaft und strampelt sich zäh vom Dorfkasper zur Zugnummer hoch. Der erste Auftritt in Breslaus »Festhaus für Vaterländische Kultur«, 1924, ist dann schon gar kein Risiko mehr.

 

Die Sketchtexte unterm Arm, spricht Lommel anschließend in der Kaiser-Wilhelm-Straße vor: Im einstigen Oberbergamt hat sich gerade die »Schlesische Funkstunde« etabliert, und schon die erste Sendung am 26. Mai 1924 hatte unfreiwillig Lommelscher Diktion entsprochen. Sendeleiter Fritz Gaste später: Die Übergabe fand ja statt durch den Oberpräsidenten der damaligen Provinz Schlesien, SPD-Oberpräsident Hermann Zimmer. Und bei der endgültigen Übergabe verhaspelte sich der Oberpräsident in einer so schaurigen Weise, daß es wohl für alle Teilnehmer recht peinlich war. Es endete von schlesischer Funkstunke schließlich bei dem Wort schlesische Funkstunze bzw. Stunkfunze. Wenn man weiß, daß das Wort Funze in Schlesien eine ganz besondere Bedeutung hat, ein schlechtes Licht wird damit bezeichnet, so war das keine große Empfehlung. 

 

Den Fehlstart machte ein Funkpionier rasch wett: Dramaturg Friedrich Bischoff, vom Stadttheater weg als »Literarischer Leiter« verpflichtet, brachte den Südostausleger des republikanischen Sendebetriebs mit Experimentierfreude schnell nach vorn. »Funkstunden«-Reporter rückten als erste zu Live-Übertragungen aus, mit Schallplatteneinspielungen wurde das erste noch erhaltene Hörspiel »Hallo, hier Welle Erdball« produziert, Avantgarde-Komponisten tönten, Schlesiens beste Volkskünstler kamen vors Mikrophon.

 

Lommels Mappe überflog Bischoff skeptisch: Na ja, ich halte nichts davon, aber lassen Sie den Mann mal rein. Lommel tischte aus dem Stegreif eine Zwölf-Personen-Szene auf – und ging mit dem Auftrag für einen tragfähigen Serien-Hintergrund wieder raus.

 

Fortan schaltete die Funkstunde regelmäßig auf eine Nebenstelle um: den »Sender Runxendorf auf Welle 0,5«. Zentrales Trio dieser Radio-Chimäre waren der Hinterwäldler-Filou Paul Neugebauer (Vorbild: der Landmann am Schweidnitzer Geschützpark), dessen Hausdrache Pauline und der wortlos Klavier spielende Kutscher Herrmann – beide, wie auch die Lokalität des Studios, Ausgeburten Lommelscher Erfahrungen mit der schlesischen Landgastronomie. Ergänzt wurde nach Bedarf: Im chronisch erkälteten Kantor Stockschnupfen verewigte Lommel seinen alten Klavierlehrer, auf einer Gutsfestgesellschaft wollte er den degenerierten Adelssproß Rülps von Knüllrich angetroffen haben. Unablässig neue Figuren erzeugte das Durchkämmen des Runxendorfer Kosmos: Paul und Pauline Neugebauer beim Arzt, auf dem Finanzamt, dem Rathaus, vorm Scheidungsrichter, auf dem Bahnhof, bei Treibjagd und »internationaler Ringkampfkonkurrenz«, im Schwimmkurs im Runxendorfer Hallenbad, beim Roulette in Monte Carlo, bei der Feuerwehrversammlung und bei Reserveübungen in der Runxendorfer Garnison.

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Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Hochgeschwindigkeitsfresse Christian Lindner!

Sie ließen sich auf der Website Liberale.de zur Gefährdung des Lebensraums fahrbarer Dreckschleudern befragen: »Glauben Sie, dass die Bundesregierung Diesel-Fahrverbote noch abwenden kann?« Und da hatten Sie gleich einen Vorschlag auf Lager: »Wir reden permanent über Fahrverbote, Entschädigungen und ähnliche Dinge. Ich schlage vor: Erst einmal sollten wir über Grenzwerte und Messverfahren sprechen … Meine Vermutung ist, dass an vielen Stellen falsch gemessen wird. Aus diesen Fehlern resultieren lästige Fahrverbote. Der Bundesverkehrsminister sollte einheitliche Methoden verbindlich für alle Kommunen vorschreiben.«

Wir erlauben uns, das mal zusammenzufassen: Die deutschen Automanager hätten überhaupt nicht dreist betrügen müssen, Opfer der emissionsnahen Messung wie Audi-Chef Stadler hätten nicht in den Knast gemusst, und VW-Boss Winterkorn bräuchte jetzt nicht den Verlust seines ergaunerten Milliardenvermögens zu befürchten. Statt dessen hätte es die Politik sein sollen, die einen einheitlichen und grenzenlosen Schwindel durch ergebnisorientierte Messung des Schadstoffausstoßes anordnet – am besten im Leerlauf.

Denn im Leerlauf würden vielleicht sogar Sie als sauber gelten! Titanic

 Toll, Bundesverkehrsministerium!

Dein Bestreben, den Bürgern umweltfreundliche Mobilität näherzubringen, ist wirklich vorbildlich. Jetzt gibt es sogar einen Telefondienst für besorgte Dieselfahrer: »Bei ›Sauber Fahren‹ können Sie mit Experten sprechen«, heißt es in der dazugehörigen Werbung. Etwas widersprüchliche Angaben machst Du dann aber doch: In dem Spot heißt es nämlich weiter, manchmal gehe sogar Herr Scheuer persönlich an den Apparat.

Schreibt weiter sauber: Titanic

 Heil, Jonathan Meese!

Heil, Jonathan Meese!

Das »Süddeutsche Zeitung Magazin« hat Sie gefragt, was das denn nun eigentlich mit diesem ewigen Hitlergruß-Gezeige solle. Sie erklärten daraufhin, Sie hätten »den Hitlergruß in der Kunst durch Kunst zum Meesegruß gemacht. Eine Körpergeste wurde entideologisiert und mit neuer Bedeutung gefüllt.«

Puh. Abgesehen davon, dass Sie Ihre Wirkung womöglich ein wenig überschätzen – meinen Sie, die hetzjagenden Nazis im Lande seien plötzlich allesamt Kunstfans? –: Denken Sie diese Neu-Ideologisierung doch mal zu Ende! Soll es in Talkshows bald unseriöse »Meesevergleiche« geben? Soll man künftig behaupten, Charlie Chaplin habe einen »Meesebart« getragen? Und vor allem: Fürchten Sie sich nicht vor Sätzen wie »Also er war ja ein passabler Diktator, aber halt nur ein bestenfalls mittelmäßiger Postkartenmaler«?

Winkt von der Autobahn: Titanic

 Geschätzte Tagesschau.de-Redaktion!

Du hast zwischen all den bedrückenden Nachrichten aus aller Welt eine Meldung plaziert, die uns doch einen kleinen Funken Hoffnung gibt. Passend zum Start des Winternotprogramms vermeldetest Du: »Obdachlose werden jünger und weiblicher«.

Sehr gut! Mit dieser Perspektive lässt sich das unattraktive Image der Obdachlosigkeit vielleicht endlich aufpolieren.

Gibt die Hoffnung nicht auf: Titanic

 Das erklärt einiges, Jan Fleischhauer!

»Wenn wir wissen, dass wir etwas nicht tun sollen, gibt es eine Stimme in uns, die sagt: Mach es doch, mach es doch.« So schrieben Sie in Ihrer Kolumne auf »Spiegel online«. Ist das vielleicht der Grund dafür, dass weiterhin jede einzelne Woche eines Ihrer Mach-Werke erscheint?

Hat darüber lang genug gerätselt: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Auf dem Holzweg

Die Benutzung eines E-Book-Readers lehne ich ab. Ich bevorzuge die Haptik und verwende nur Buchmaterial aus echtem Faservlies oder noch ursprünglicher: Holz! Dies beschert mir nicht nur ein wohlgefülltes Bücherregal, sondern auch den Respekt von Besuchern, die mich offenbar für einen belesenen Menschen halten. Dabei hasse ich einfach nur Bäume.

Günter Flott

 Körper und Widerspruchsgeist

Die Neue beim Pilates ist ungehalten: »Ich kann das nicht!« Grimmig um sich schauend befindet sie: »… und die anderen können das auch nicht!«

Miriam Wurster

 Spezialisierung

Habe gelesen, dass es neuerdings eine akademische Ausbildung für Hebammen gibt. Wahrscheinlich werden die dann speziell für Kopfgeburten zuständig sein.

Uwe Geishendorf

 Nachfolgende Gerichte bitte jeweils gebetsmühlenartig um den Satz »Das war früher ein Arme-Leute-Essen« ergänzen:

Zürcher Geschnetzeltes, Boeuf Bourguignon, Kroketten, Kaninchenrückenfilet an Waldpilzen und Koriander-Knoblauch-Gnocchi, Pralinen, Katzenzungenragout, Pfau, Wal, falscher Wal, Torte Fürst Pückler Art und seine Gemahlin, Iglo Schlemmerfilet à la Bordelaise, Haribo Colorado, Kalbsbries, Öl, Hase, Chips, Haare.

Elias Hauck

 Frauenleiden

Mir sind auf der Frankfurter Buchmesse so viele Leute auf die Füße getreten, dass ich mich – typisch Frau, den Fehler bei mir suchend – fragte: Habe ich zu große Füße?

Dorthe Landschulz

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 10.12.:

    Das Magazin "ZIB" hat Michael Ziegelwagner auf der Messe "Buchquartier" getroffen.

  • 27.11.:

    Christian Y. Schmidts "Der letzte Huelsenbeck" steht auf der Shortlist für das beste deutsche Romandebüt 2018.

  • 17.11.:

    Sowohl die Wiener als auch die Kleine Zeitung besprechen Michael Ziegelwagners Roman "Sebastian – Ferien im Kanzleramt" (den es selbstverständlich als TITANIC-Aboprämie gibt).

  • 17.11.:

    Mark-Stefan Tietze geht für die Taz mit Annegret Kramp-Karrenbauer in den Darkroom.

  • 15.11.:

    Das Donnerstagsgedicht der Taz-"Wahrheit" kommt heute von Stefan Gärtner.

Titanic unterwegs
15.12.2018 Rödermark, Kelterscheune Pit Knorr & Die Eiligen drei Könige
16.12.2018 Frankfurt, Stalburg-Theater Pit Knorr & Die Eiligen drei Könige
17.12.2018 Frankfurt, Stalburg-Theater Pit Knorr & Die Eiligen drei Könige
17.12.2018 Frankfurt, Mousonturm Max Goldt