TITANIC Gold-Artikel

Der Müll, die Stadt und der Tod

TITANIC-Redakteurin Ella Carina Werner besucht die Bürgersprechstunde der Hamburger AfD.

Du kommst nicht einfach so rein. Du musst dich anmelden, und meistens bist du zu spät. "Leider sind alle Plätze bereits vergeben", heißt es in den ersten drei Mails, doch endlich habe ich es geschafft: Ich bin zugelassen zur Bürgerprechstunde der AfD im Hamburger Rathaus. Glückspilz muss man sein.

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Die Dramaturgie: Vier Hamburger AfD-Abgeordnete referieren ihre Themen, danach gibt's Interaktion. Den Auftakt macht Detlef Ehlebracht, Experte für Stadtentwicklung. Lausbubenblick, kantiges Schmunzelgesicht: Sein Äußeres oszilliert zwischen Grünen und NPD, sein Meinungsspektrum auch. Ehlebracht definiert das Stadtentwicklungsproblem No.1: Wohnraummangel. Vage deutet er einen Zusammenhang zwischen Wohnraummangel und Zuwanderung an. Die ersten Zuschauer scharren mit den Füßen. Das Publikum: knapp hundert Leute, sehr alt, sehr männlich, hier und da sitzt auch eine junge Lateinlehrerin mit Seidenschal darunter und ein Neonazi im Lacoste-Shirt.

Ehlebracht stoppt. Ein grauhaariger Bürger mit Runkelrübennase hebt die Hand und gleich an zum ersten Publikumsbeitrag. Er müsse jetzt mal etwas sagen: "Ganz Hamburg ist vermüllt. Die Stadt ist ein Dreckloch, eine einzige Müllkippe. Überall Unrat, wohin man schaut!" – "Jawollja, eine Drecksbude!" tönt es aus den mittleren Stuhlreien. "Ein Schmuddelschiethaufen", aus den vorderen. Wie sich die AfD da positioniere? Stille. Alle Blicke sind auf Ehlebracht gerichtet. Der verschränkt die Finger. Sorgenfalten zerfurchen seine Stirn. Ja, das habe er auch schon bemerkt. Die Verwahrlosung in der Stadt nähme zu: "Teile der Gesellschaft sind leider nicht mehr so erzogen, wie ich es war – ich schmeiß kein Papier auf den Boden!" Sein Zeigefinger hüpft durch die Luft, und jeder weiß: Dieser Mann würde nie einfach auf die Straße urinieren, außer vor die Flüchtlingsunterkunft in Hamburg-Bergedorf.

Eldorado Peru

Ein Bürger im karierten Hemd erhält das Mikro, kratzt sich am Kopf: Ob es einen Zusammenhang zwischen immer mehr Müll und immer mehr bestimmten neuen Bevölkerungsgruppen gäbe? Ehlebracht lächelt. Seine Frettchenaugen funkeln: "Ein Schelm, der Böses dabei denkt!" Ein hagerer Mann mit Fischkopf merkt an, er fühle sich nicht nur von dem Müll, sondern auch den städtischen Reinigungskräften gestört. Sein Vorschlag: Die Stadt dürfe nur noch nachts gereinigt werden, "dann ist tagsüber immer alles tipptopp sauber!" Ehlebracht nennt das einen spannenden Lösungsansatz, gibt aber zu bedenken, dass nachts die Reinigungskräfte auf unbeleuchteten Straßen den Müll nicht immer sehen könnten. Auch wieder wahr. Alle geraten ins Grübeln.

Ein Herr im leichten Sommeranzug schnippt mit den Fingern. In nordischem Käpt'n-Blaubär-Singsang erklärt er, er sei gerade in Peru gewesen. In Peru seien die Straßen viel reinlicher. Alles sei dort sauberer! Großer Aufruhr. Das gibt's doch nicht. Wir reich und dreckig, die arm und sauber, da stimmt doch etwas nicht. Dat geiht nich in den Kopp! "Und die Mülleimer sind in Peru viel größer", fährt der Andenfreund fort, "riesige Mülleimer! So rechteckige", seine Stimme überschlägt sich, "mit riesigem Einwurfloch!"

Der Saal ist bist zum Platzen mit Emotionen gefüllt. Der Herr schräg hinter mir umklammert sein mitgebrachtes "Grundgesetz". Drei blassrosa Post-its stecken darin. Nur der AfD-Landesvorsitzende Dirk Nockemann ist bereits am Wegdämmern. Man spürt: Der Schlussredner ist kein Typ für herumliegende Snickers-Verpackungen, dieser rotblonde Titan und einstige Saufkumpan von Ronald Schill ist mehr fürs große Ganze.

Vermüllung der Gesellschaft

Ein Schlipsträger hebt alle fünf Gichtfinger und wirft ein, dass es seit kurzem in Hamburg übrigens neue Müllbehälter gebe. "Jaha", ruft ein anderer, mit dem weidwunden Blick einer an Mikroplastik verendenden Möwe, "aber die sind zu klein! Und immer schon voll. Wenn man da etwas reinwirft, dann quillt es", der Mann wirft beide Arme in die Luft, "oben wieder heraus!" Kehlige Laute der Zustimmung. Allgemeine Verzweiflung. Eine Reihe vor mir nuschelt ein Herr seiner Begleiterin zu, er komme nicht mehr ganz mit. Sei das mit der Vermüllung der Gesellschaft jetzt metaphorisch gemeint oder nicht?

Schon neunzig Minuten. Der Abend droht monothematisch zu enden.

Die nächste Rednerin ist die Umweltexpertin Barbara Oelschläger, doch sie kann es nicht rocken, ist demagogisch eine Null. Lustlos, ja schlimmer, sachlich referiert sie ihre Themen herunter, unfähig, irgendeinen Aufreger herauszumeißeln, Hundekotbeutel als heimatstiftendes Element zu befeuern oder E-Bikes als Untergang des Abendlands. Schon besser: der dritte Redner, Prof. Dr. Jörn Kruse, Wirtschaftsikone, die Lippen gekräuselt, lässig zurückgelehnt, ein glühender Verfechter von Überwachungskameras, mit denen man, by the way, auch die Müllsünder dingfest machen könne. Jörn Kruse ist der Performer des Abends. Wenn Landesvorsitzender Dirk Nockemann nicht wäre.

Drecksloch Rote Flora

Finalredner Nockemann raunt ins Mikro, in Deutschland gäbe es kaum noch "Prinzipien", nur noch "Beliebigkeit". Und irgendwann dann sei der Staat am Ende. "Wegen dem Müll?" erkundigt sich jemand aus der Zuschauerriege. "Auch." Aber auch wegen bestimmter neuer Bevölkerungsgruppen: "Die Flüchtlinge kosten uns 80 Milliarden!" Und um seine Aussage zu unterstreichen, um das ganze Ausmaß gestisch zu untermauern, hebt er einen Arm hoch in die Luft und donnert: "Das ist dann weg, das Geld!" Oha. Ein Schlucken im Publikum. Der Herr schräg hinter mir umklammert sein Grundgesetz noch fester. "Weg", formen seine Lippen tonlos. Weg, futschikato, perdu.

Nockemann hat sie. Nockemann versucht nicht, Fachwissen vorzutäuschen. Fachlich können andere. Nockemann ist ein Fabulierer. Plastisch, zum Greifen nahe erzählt der Top-Demagoge übergangslos von all den "G-20-Terroristen", wie sie im Juni zwosiebzehn über die Elbchaussee schlunzten, wie sie erst "ganz normale Klamotten" trugen, sich dann aber ruckizucki umzogen und zack, plötzlich vermummt waren! Der Neonazi hebt an zur Frage, wie lange noch die Fördergelder für die Rote Flora flössen, die übrigens auch total vermüllt sei. Voller Graffitis und Müll. 

"Ja, der Müll", raunt Nockemann. Die ganze Stadt sei vermüllt.

"Jetzt meint er es aber mehr im übertragenen Sinne", flüstert der Mann vor mir.

Sauberes Schlusswort

Ob man noch was zu Peru sagen dürfte, tönt es durch die durch Stickstoff und Angstschweiß mittlerweile verpestete Saalluft. 

Darf man nicht. Die letzte Frage wird zugelassen. Ein Herr im weißen Hemd steht auf und sagt, alle zehn Jahre ginge er auf Weltreise. Wenn er zurückkäme, sähe er jedes Mal, dass es in Deutschland schlimmer geworden sei. Alle zehn Jahre noch schlimmer, dreckiger, verwahrloster. "Ich frage Sie", ruft er in den Raum, dass es von der stuckverzierten Decke widerhallt, "wie schlimm wird es noch?" Gute Frage. Da muss sogar Nockemann grübeln. "Sehr schlimm", entgegnet dieser schließlich. "Aber wenn die AfD in drei Jahren an die Regierung kommt, wird es hoffentlich schöner für Sie in Deutschland. Schöner für – uns alle!" Was für ein Schlusswort. Der Weltenbummler sinkt zurück auf seinen Platz, als freue er sich schon auf die nächste Heimkehr, ja als wolle er bald nie mehr weg. "Und fahren Sie doch mal nach Peru!" ruft ihm der Südamerikakenner zu.

Dann: allgemeiner Aufbruch. Ein Bartträger dreht sich im Gehen zu uns um. Warum ich eigentlich die ganze Zeit mitgeschrieben hätte, ob ich eine von der Presse sei? Ich verneine. Ich sei Dichterin und arbeite gerade an einem Gedicht über Rassenhygiene. Ach so. 

Am Ausgang hat sich eine Menschentraube gebildet, diskutiert über das Für und Wider von Schwingklappen bei Müllbehältern. 

Alle anderen Besucher strömen hinaus in die Frühlingsnacht, auch ich. Die Luft ist warm. Eine einsame Plastiktüte tanzt durch die Luft. 

Nur ein Bürger steht immer noch unschlüssig auf dem Rathausplatz, das "Grundgesetz" fest umklammert. Dann, nach ein paar Minuten, stiefelt auch er los, wohin auch immer, ob zu sich nach Hause oder gleich nach Peru.

Ella Carina Werner

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Wahlkämpfende CSU!

Nachdem Dein Hassthema Flüchtlinge demoskopisch und demagogisch in die Lederhose gegangen war, musstest Du dringend bei richtigen Themen etwas versprechen, beispielsweise »bestmögliche Versorgung im ländlichen Raum«. Konkret: »Ausbau der Telemedizin« und »Einführung einer Landarztquote«.

Und weißt Du was, CSU, eine TV-Serie à la »Der Landarzt«, mit Pflichtquote bei den Bettlägrigen, damit wäre beides erreicht!

Verspricht: Titanic

 Wartet nur, Wespen!

Wartet nur, Wespen!

Nachdem Ihr nacheinander unseren IT-Mann und unsere Redaktionsassistentin gestochen, beim Konferenzessen unsere Schnitzel belagert und dicke Stücke aus unseren Fritten gefräst habt und massenhaft in unsere Biere geplumpst seid, fragen wir uns: Was macht Euch so unbesorgt und hochnäsig? Denn jetzt, da die Klimaerwärmung richtig loslegt, ziehen bald die richtig dicken Dinger aus dem Süden bei uns ein und machen Euch fertig, ha! Da wäre zum Beispiel der Mittelmeerskorpion, der Euch mit seinem flinken Stachel den Garaus machen wird! Sein Gift kann nämlich sogar Menschen tö- ... Halt, stop!

Reicht Euch doch noch mal die Hand: Titanic

 Peter Maffay!

Der »Berliner Morgenpost« verrieten Sie: »Die Zeit der Alkoholexzesse habe ich hinter mir gelassen. Die Aufnahmen, die ich unter Alkohol eingespielt habe, waren einfach nicht gut.«

Ach, Maffay, kein Grund zum Kummer. Die Aufnahmen, die Sie ohne Alkohol eingespielt haben, auch nicht.

Bittere Wahrheit von Ihrer Titanic

 Scheiße, liebe Sachsen!

»Sachsen: Jedes dritte Kind kann vor der Einschulung nicht richtig sprechen« – diese Schlagzeile vom 23. Juli gab uns zu denken: Wie um Himmels willen schafft Ihr’s denn, den beiden anderen Kindern das richtige Sprechen auch noch abzutrainieren?

Hält ja schon die Gusche: Titanic

 Natürlich, Herr Fleischhauer!

In Ihrer Kolumne verkündeten Sie, dass die Kanzlerin ihre Politik als fortgesetzten Widerstand gegen den Nationalsozialismus sehe: »Am vergangenen Freitag hat Angela Merkel ihre Sommerpressekonferenz gegeben. Der Termin war kurzfristig anberaumt worden, was dafür spricht, dass sie sich bewusst für den 20. Juli entschieden hat.«

Sehr überzeugend! Aber spricht diese Beobachtung nicht auch genau für das Gegenteil? Also dafür, dass Angela Merkel sich den 20. Juli gerade nicht extra lange freigehalten hat, um die Pressekonferenz zu veranstalten, sondern es eben an diesem Tag kurzfristig am besten passte? Aber das kann ja der überlegensten Logik passieren, dass auch ihr Gegenteil Sinn ergibt. Uns scheinen allerdings Thema, These und Argumentation Ihrer Kolumne dieses Mal irgendwie besonders kurzfristig anberaumt worden zu sein.

Nur so ein Gefühl von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Zur Verkehrslage

Verkehrsinfarkt, Megastaus, Abgasskandal, Parkplatznot – auf den deutschen Straßen herrscht Chaos, Aggression und Frust. Es ist allgegenwärtig: Viele Autofahrer ertragen das alles nur noch im SUV.

Thorsten Mausehund

 Frage

Wann gibt es endlich den Seit-es-Zwinkersmileys-gibt-muss-jede-ironisch-gemeinte-Botschaft-damit-versehen-werden-da-sie-sonst-keinesfalls-mehr-vom-Rezipienten-als-überspitzt-dechiffriert-werden-kann-und-deshalb-heftige-Reaktionen-auslöst-Frown?

Jürgen Miedl

 Das Familienfest

Die letzte Illusion, noch ein Quentchen Berufsjugendlichkeit innezuhaben, geht flöten, wenn den pubertierenden Neffen damit gedroht wird, zur Strafe im Auto der Tante mitfahren zu müssen, wenn sie nicht spuren.

Miriam Wurster

 Vergeblich

Sich einen ganzen Sommernachmittag lang auf dem Balkon in der Sonne aalen, dabei über den Sinn und Zweck des Effizienzgedankens nachsinnen, am Ende zu keinem Ergebnis gelangen und schlussendlich alle Überlegungen hierzu wieder komplett vergessen. Passiver Widerstand im Zeitalter des Neoliberalismus kann so geil sein!

Burkhard Niehues

 Paradoxon

Seit bekannt ist, dass Menschen mit einer narzisstischen Neigung aus Eitelkeit niemals in Therapie gehen würden, werden die Therapeuten geradezu überrannt von Narzissten, die beweisen wollen, dass sie keine sind.

Teja Fischer

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
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Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 26.09.:

    "Die Rheinpfalz" sprach mit Martin Sonneborn über Satire als Notwehr.

  • 23.09.:

    Nordbayern.de interviewt TITANIC-Boygroup-Boy Oliver Maria Schmitt.

  • 23.09.:

    Die Seite "Werben & Verkaufen" lobt den PARTEI-Wahlkampf in Bayern.

Titanic unterwegs
26.09.2018 Rostock, Peter-Weiss-Haus Max Goldt
26.09.2018 Bad Oldesloe, KuB Christian Y. Schmidt
27.09.2018 Würzburg, Posthalle TITANIC-Boygroup mit Gsella, Schmitt und Sonneborn
28.09.2018 Herzogenaurach, Vereinshaus TITANIC-Boygroup mit Gsella, Schmitt und Sonneborn