Vom Fachmann für Kenner | Februar 2016


… der Dreck heiligt die Mittel

Diese Chlorputzmittel in den blauen Flaschen sind ja schreckliche Chemiekeulen. Aber …

Robert von Cube

Opfer

So neu wie jetzt alle behaupten, ist der sogenannte Antanztrick nun auch wieder nicht, schon gar nicht in Köln! Ein guter Freund von mir fiel auf diese perfide Masche schon vor zehn Jahren herein, als er dort ein Konzert besuchte. Kurz darauf fand er sich in einer Ehe wieder, die bis heute andauert.

Gregor Mothes

Ein schöner Erfolg

Seit ich bei Diskussionen meinem Gegenüber auch mal in die Fresse haue, werde ich seltener als Gutmensch bezeichnet.

Dominik Bauer

Mind over Matter

Ich finde es schade, daß die gegenwärtige Gastrokritik immer noch so antiintellektuell an der Oberfläche klebt. In meinem nächsten Leben möchte ich Gastrokritiker werden, allein um mal folgendes schreiben zu können: »Dieses Gericht hat einen schlimmen, widerwärtigen, fast schon abstoßenden Geschmack, der aber durch die konzeptuellen Stärken mehr als aufgewogen wird.«

Mark-Stefan Tietze

Portraitpflege

Ob man wohl die Einstellung »Rauschreduzierung« an meiner Kamera nicht nur auf Bilder, sondern auch auf das eigene Gesicht anwenden kann?

Adrian Schulz

Tippfehler

Also ich für meinen Teil nenne den Lottoschein ab sofort »Hoffnungslos«.

Tina Wirtz

Der alte Clown

Zuletzt waren die Einzigen, denen sein Name noch bekannt war, zwei bereits pensionierte Computer im Keller eines Versicherungsunternehmens. Einer der beiden schickte ihm jedes Jahr zum Geburtstag eine Tafel Zartbitterschokolade.

Teja Fischer

Käsethekentrauma

Ein Freund erzählte mir, daß er Campingurlaub zutiefst verabscheue. Als er klein war, pflegte seine Familie FKK-Camping zu machen, inklusive FKK-Wandern und FKK-Einkaufen. Am besten konnte ich sein Grausen nachempfinden, als er ein brisantes Detail erwähnte: die Abdrücke von männlichen Geschlechtsteilen an der Käsetheke, die beim Begutachten der Auslage sanft gegen die Glasscheibe baumeln.

Leo Riegel

Kinderglück

Den Ekel vor einer allmählichen Nidofizierung unserer Generation zusammen mit einer grundlegenden Ablehnung des richtigen Familienlebens im falschen brachte ein Freund mit folgendem Wunsch treffend zum Ausdruck: »Wenn schon ein Kind, dann ein behindertes!«

Florian Haymann

Manche mögen’s heiß

Was sagt es eigentlich über den Filmgeschmack eines Menschen aus, wenn der Netflix-Algorithmus aufgrund früherer Sehgewohnheiten ein 60minütiges Kaminfeuer (»From match to ashes«) vorschlägt?

Sebastian Sobota

Ostalgie 3.0

Im Januarheft war an dieser Stelle zu erfahren, daß Westler nach reichlichem Konsum von Fernsehbeiträgen zum Thema DDR den Eindruck gewinnen, selbst dort aufgewachsen zu sein.

Das ist interessant, denn beim Ossi erzielt man so den gegenteiligen Effekt.

Matthias Schreiber

Aus der Evolutionsbiologie

Die verbreitete Annahme, das abnehmende Hörvermögen in hohen Frequenzen bei zunehmendem Alter sei einfach nur Verschleiß, ist meines Erachtens falsch. So wie die Wechseljahre die Oma davon abhalten, sich den Gefahren einer weiteren Geburt auszusetzen, damit sie sich statt dessen lieber sorgfältig um ihre Gene in den Enkeln kümmern kann, so hat auch der Hörverlust einen tieferen Sinn: Wenn die Eltern vom Geschrei der Babys nervlich erledigt und am Ende sind, dann kann sich Oma entspannt um die Brut kümmern, weil sie das Geplärre einfach nicht mehr in all seiner Schrecklichkeit wahrnehmen kann. Dadurch erfährt der Nachwuchs mehr nötige Liebe und Aufmerksamkeit und wächst gesünder heran. Wenn das kein Selektionsvorteil ist!

Karsten Wollny

Paradox

Es mutet doch merkwürdig an, daß homophobe Männer allesamt mit Menschen ins Bett gehen, die auf Schwänze stehen.

Theodor Treidler

Fundbüro

Seit drei Wochen suchte ich nun vergeblich nach meinem Schlüsselbund. Bevor ich dem Vermieter ein neues Schloßsystem finanzieren müßte, unternahm ich noch einen Versuch auf dem hiesigen Fundbüro. Dort schilderte ich meinen Verlust, und man fragte mich sogleich nach dem Personalausweis. Dazu mußte ich tief in meinem Rucksack wühlen. Und siehe!, da war der vermißte Schlüsselbund. Nicht ohne lobend zu erwähnen, welchen Riesenjob sie hier machten, kündigte ich meinen erneuten Besuch in der kommenden Woche an. Falls mein Ausweis dann immer noch verschwunden ist.

Bodo Seedorf

Ein schlimmes Los

haben die Kinder berühmter Menschen gezogen. Sie können sich noch so arg anstrengen, in die Fußstapfen ihrer Eltern zu treten – es wird ihnen nicht gelingen. Den Söhnen von Neil Armstrong zum Beispiel.

Theobald Fuchs

Höflich geht die Welt zugrunde

Am Hauptbahnhof im Kiosk: Ich stehe vor dem Regal mit den internationalen Zeitungen, weil ich etwas Undeutsches lesen will. Neben mir steht eine kleine Blondine, lächelt mich so lange breit an, bis ich frage, ob ich behilflich sein könne. Ja, sagt sie, sie käme nicht an die Zeitung da oben, ob ich sie ihr nicht reichen möge. Gentleman, der ich sein möchte, greife ich ins Papierdickicht und ziehe ihr das Blatt aus dem Regal – und habe die National-Zeitung in der Hand. Erschrocken brumme ich in meinem sarkastischsten Ton: »Oh, die National-Zeitung, die holt man aber besonders gern aus dem Regal!«, bin aber zu perplex, zu verhindern, daß sie mir den Scheiß nur gespielt verlegen lachend aus der Hand nimmt und zur Kasse geht.

War es das mit meiner ohnehin an Heldentaten armen Karriere als Antifaschist? Wieso hängen die die Naziblätter aber auch direkt neben Time, New Yorker usw.? Was hätte ich tun sollen? Ihr das Blatt wieder entreißen, auf den Boden werfen, darauf herumtrampeln und laut »Nazischlampe« rufen? Wo ist Dr. Dr. Rainer Erlinger, wenn man ihn mal braucht? Eins habe ich jetzt jedenfalls: eine Antwort auf die alte Ethikunterrichtsfrage »Wie hättest du dich im Dritten Reich verhalten?« Ausgesprochen höflich offenbar.

Tim Wolff

Gesundheitsfrage

Gilt ein Wurstsalat zum Schütteln eigentlich als Proteinshake?

Cornelius Knutsen

Rechtzeitig gemerkt

Einmal war ich auf ein Fest eingeladen. Der Gastgeber hielt eine Rede und sagte, er freue sich, daß alle so zahlreich seiner Einladung gefolgt seien. Das gab mir zu denken. Meinte er damit, daß wirklich alle gekommen seien? Ich zählte nach, es waren, mich eingeschlossen, 87 Gäste. Das konnten nicht alle sein. Ich erinnerte mich, an anderen Orten schon mehr Menschen gesehen zu haben! Doch damit nicht genug, angeblich seien sie alle auch noch zahlreich gekommen, was implizierte, daß jeder mindestens zweimal anwesend sein mußte, es sich also um höchstens 43 Gäste handeln konnte, womöglich viel weniger, da manche dreifach, vierfach oder fünffach erschienen sein könnten! Ich jedoch war alleine, und das nur in einfacher Ausführung. In der Hoffnung, es möge mich niemand bemerkt haben, verließ ich eilig den Festsaal und schämte mich fürchterlich.

Tibor Rácskai

Runtastisch

Neulich im Park ein Jogger zum anderen: »Wenn du das Gefühl hast, im Hamsterrad zu stecken, hilft nur eines: Laufen, laufen, laufen!«

Fabian Lichter

Gutes Geschäft

Eine Bekannte von mir bietet seit Anfang letzten Jahres Rückenmassagen mit gleichzeitiger Lebensberatung an. Und das mit vollem Erfolg: Ihr erster Kunde hat gleich nach der Therapie seinen Job als Programmierer an den Nagel gehängt und ist für ein halbes Jahr nach Italien gereist, um dort zu wandern. Meine Bekannte hat in dieser Zeit seine Wohnung und sein Auto übernommen.

Miriam Wurster

Patchwork-Familie

»Jetzt sieh dir das an, Franziska: Deine Kinder und meine Kinder verhauen unsere Kinder!«

Helmut Schilling

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Gute Idee, Spektrum.de!

Die zukünftige Kolonialisierung des Weltalls und die dazu nötige Raketentechnologie kommt zwar auch dank privater Unternehmen ganz gut voran, doch nach oben ist natürlich – buchstäblich – keine Grenze gesetzt. Und so verkündetest Du, dass die Raumsonde New Horizons auf dem Kuipergürtelobjekt Ultima Thule Alkohol gefunden hat.

Damit wäre der erste Schritt für ein schnelleres Vorantreiben der Besiedlung getan. Jetzt müssen wir dieses Ergebnis nur noch der Schnapsnase Jean-Claude Juncker stecken, und in weniger als zehn Jahren ist jeder noch so kleine Asteroid durch die ESA auf Fusel abgeklopft und besiedelt.

Verneigt sich vor Deiner intergalaktischen Genialität: Titanic

 »Auto Motor und Sport«!

In Deiner Ausgabe vom 28. März hast Du den Audi R8 getestet und mit fünf von fünf Sternen bewertet. Da steht dann zum Beispiel unter »Umwelt« als Pluspunkt »geringe Umweltbelastung dank geringer Stückzahl« sowie, allen Ernstes, »nachhaltig, da voraussichtlich lange Nutzung«. Nun lässt sich derlei natürlich auch über Kreuzfahrtschiffe sagen, die es ja auch nicht in sooo hoher Zahl gibt und die immerhin ein paar Jahrzehnte halten.

Aber Minuspunkte hast Du in dieser Rubrik ebenfalls ausfindig gemacht, wenigstens einen: »Okay, sagen wir, wie es ist: sehr hoher Verbrauch«. Der aber letztlich wurscht ist, denn über dem Testkasten resümierst Du mit brutaler Ehrlichkeit: »Fünf Sterne? Aber der CO2-Ausstoß und der … egal. Einfach egal! Fünf Sterne verdient sich alleine schon der V10, weil er einer der letzten Sauger ist. Am besten heute fahren, morgen ist es zu spät.«

Haha, lustig. Und weißt Du was, »Auto Motor und Sport«, übermorgen ist es sogar noch später, weil wir alle zu tot sind, um Zehnzylinder-Monstren zu fahren.

Du saugst! Titanic

 Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Weil Ihnen u.a. aufgrund jahrzehntelangen Kokainschmuggels in die USA dort eine lebenslange Haft droht, versuchen Sie nun, auf dem ebenso hart umkämpften Modemarkt Fuß zu fassen. Via Instagram kündigte Ihre Ehefrau Emma Coronel Aispuro Ihr gemeinsames Fashion-Label »JGL« an: »Ich habe ein Projekt für eine Modelinie. Ich will meinen und Joaquíns Stil voranbringen.«

Dass auch Ihre Haute Couture süchtig machen und zahlreiche Abnehmer finden wird, steht indes nicht zu bezweifeln – bei Ihrem feinen Näschen für guten Stoff!

War dagegen noch nie en vogue: Titanic

 For fuck’s sake, George Clooney!

In einer englischen TV-Show erzählten Sie uns, dass Sie einmal vor Ihrer Haushälterin die »braune Windel« eines Ihrer Kinder aus dem Müll genommen hätten, um diese dann genüsslich auszulecken. »Sie lief schreiend weg!« feixten Sie. Und wenn Sie, Clooney, jetzt denken, dass an dieser Geschichte auch nur irgendetwas besser wird, weil Sie, wie Sie nachschoben, die Windel vorher mit Nutella präpariert hatten – dann irren Sie krankes Schwein sich aber gewaltig.

Begeben Sie sich in Behandlung! Titanic

 Winfried Kretschmann!

Auch Sie haben die Schüler der Bewegung »Fridays for Future« dafür kritisiert, dass sie freitags nicht in die Schule, sondern für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gehen. Die Proteste müssten früher oder später ein Ende finden und könnten »nicht ewig so weitergehen«, befanden Sie. Und: Auch Klimaschützer müssten sich an Regeln halten, es gelte die Schulpflicht.

Stimmt genau, Kretschmann, das haben Sie gut erkannt! Die Schüler müssen unbedingt wieder öfter in die Schule! Dann lernen sie noch viel schneller, dass einer wie Sie vollkommen unwählbar ist.

Strike! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Technikpionier

Dass meine Zeitmaschinen viel besser funktionieren als sämtliche Konkurrenzmodelle, ist nun wirklich keine Überraschung. Ich bau’ die Dinger ja schließlich schon seit 2069.

Andreas Maier

 Neuer Ethik-Kodex

Um mehr Fairness im Online-Handel zu erreichen, schlage ich vor, dass profitmaximierende Abmahnanwälte hin und wieder auch mal etwas bei ihren Opfern bestellen.

Jan Guthmann

 Ehrliche Speisekarte

Ich fand es bemerkenswert, wie auf dem Menüplan zumindest im Diminutiv auf das Tierleid in der Fleischproduktion hingewiesen wurde: »Heute: Schwein-Elendchen«. Es war dann aber leider doch nur ein Tippfehler.

Jürgen Miedl

 Waschzwang

Ich wasche immer erst ab, wenn alle kleinen Löffel dreckig sind. Die gehen mir immer als erstes aus. Wenn ich also beim Morgenkaffee merke, dass ich keinen sauberen kleinen Löffel mehr habe, dann wird richtig krass abgewaschen. Zumindest ein kleiner Löffel.

Dorthe Landschulz

 Zwiebelschlaf, der:

tritt auf nach langen Kochsitzungen mit Zerschneidung von Zwiebelgewächsen. Aufgrund der Überanstrengung und Überessung erfolgt beschleunigtes abendliches Müdewerden. Da in den Augen aber immer noch (!) ätherische Zwiebelöle herumschwimmen, folgt direkt auf jedes noch so beiläufig-friedliche Zufallen derselben ihr unmittelbares, schreckbegleitetes und schmerzvoll-brennendes Wiederaufreißen. Kann sich bis drei Uhr morgens hinziehen und nur überwunden werden, indem die betroffene Person sich einen in Mixed-Pickles-Sud getränkten Waschlappen über den Kopf zieht und die Worte »Gelegenheit macht Zwiebel, jetzt reicht es aber mal« geheimnisvoll vor sich hinmurmelt, aus dem Fenster springt und selig auf dem Komposthaufen verschimmelt.

Adrian Schulz

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 22.05.:

    Hans Traxler zum Neunzigsten gratulieren u.a. die "Frankfurter Rundschau"
    und das "Neue Deutschland". Der "Stern" zeigt Werke aus der Sonderausstellung im Frankfurter Caricatura-Museum, und für HR2 Kultur liest der Autor aus seinem aktuellen Kindheitserinnerungs-Buch.

  • 21.05.:

    Torsten Gaitzsch schreibt in der Taz über die schwindende Prozessierlaune der Deutschen.

  • 20.05.:

    Im "Neuen Deutschland": Stefan Gärtner über zwei aktuelle Fälle sogenannter Lyrik.

  • 20.05.:

    Ferda Ataman empfiehlt auf "Spiegel online", seine Stimme bei der Europawahl "einer sympathischen Kleinpartei" zu geben, Zwinkersmiley.

  • 20.05.:

    Martin Sonneborn, MdEP, beantwortet dem "Standard" Entscheidungsfragen.

Titanic unterwegs
24.05.2019 Menden, Scaramouche Lyrikpreis »Der große Dinggang«
25.05.2019 Menden, Scaramouche Lyrikpreis »Der große Dinggang«
25.05.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
26.05.2019 Berlin, Volksbühne Heiko Werning mit Paula Irmschler u.a.