Fallhöhe

»Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen«, sagt man. Aber, wie ich seit der plötzlichen Entlassung eines hochqualifizierten Mitarbeiters weiß: aus allen Wolken schon.

Uwe Geishendorf

Der Stoff, aus dem die Träume sind

Um meine Karriere zum gefeierten Literaten voranzutreiben, habe ich mich zu einem radialen… pardon… radikalen Weg entschlossen. Denn wieschon… wiesch… wie schon die Werke von Hemingway, Bukowski und Fallala… hoppla, hihihi… Fallada zeigen: Die besten Geschichten schreibt immer noch der Leser die Leber selbst.

Daniel Sibbe (1,4 ‰)

Life Pro Tip (2)

Verschenkt man eine Flasche Rotwein, sollte man sie an einer unauffälligen Stelle markieren – nur um zu sehen, bei wem sie nach einem Jahr wieder auftaucht.

Vivien Tharun

Das bäuerliche Bonmot

Eine eigene Meinung ist doch wie die eigene liebgewonnene Jauchegrube, in die man nach Lust und Laune hinabsteigen kann, um sich für den Rest seines Lebens in stinkenden Fäkalien zu suhlen und zu wälzen.

Sebastian Klug

Wirkungslos

Als die Tage länger wurden, es plötzlich auch tagsüber draußen hell blieb und die Natur zu neuem Leben erblühte, ließ ich mir vom Doktor ein starkes Depressivum verschreiben, aber dennoch ging es mir gut. Auf die Pharmaindustrie ist eben kein Verlaß. Also ging ich zum Quacksalber, der mich mit Nadeln stechen und mit Zuckerkügelchen abfüllen wollte, doch schon der Anblick dieses schafgesichtigen Schwachkopfes hat mich so dermaßen deprimiert, daß ich augenblicklich an Selbstmord dachte. Ein Hoch auf die Alternativmedizin!

Tibor Rácskai

Kopfkino

Die Zahnarzthelferin hat meine Ahnungslosigkeit hinsichtlich der Notwendigkeit einer professionellen Zahnreinigung schnell erkannt. Sie holt einen bedruckten Pappzylinder herbei und erläutert mir den Verlauf einer Parodontose. In der ersten Illustration ist ein gesunder Zahn zu sehen, fest verankert in rosigem Zahnfleisch. Im nächsten Bild beginnt sich Zahnstein einzunisten. So geht es weiter, und zuletzt lappt das welke Zahnfleisch zur Seite, der Zahn sitzt locker. Vor meinem inneren Auge setzen sich die Bilder folgerichtig fort: ein Kiefer ohne Zähne, ein Plastiknapf mit passierter Nahrung, ein Sarg wird in die Gruft hinabgelassen, Raben krächzen. Ich entscheide mich für das Leben, zu lediglich 85 Euro.

Miriam Wurster

Formalitäten geklärt

Mit dem Aufstellen grundlegender WG-Regeln, Putzplan etc. hat unsere Wohngemeinschaft eindeutig einen großen Schritt nach vorne gemacht. Jetzt können wir uns endlich in Ruhe auf die abstoßenden charakterlichen Eigenschaften der Mitbewohner konzentrieren.

Wanja Lindenthal

Vorhaben

Ich will einen indischen Porno drehen. Arbeitstitel: Komm auf den Punkt.

Thomas Spitzer

Dumpstern für Dummies

Handschuhe und Greifzange immer in Griffnähe, erstaunlich viele genießbare Lebensmittel und eine klare Rechtslage – mein Kühlschrank bleibt der ideale Ort zum Containern.

Verena Lindinger

Georg Wilhelm Friedrich Hegel

ist nicht als Klardenker verschrien. Das liegt vielleicht daran, daß er der Logik wenig Respekt entgegenbrachte. In seiner »Wissenschaft der Logik« behauptet er nämlich, »daß das Negative ebenso sehr positiv ist«. Um die Aussage »A gleich Nicht-A« stimmen zu lassen, verwendet er einen simplen Sprachtrick: »Indem das Resultierende, die Negation, bestimmte Negation ist, hat sie einen Inhalt.« Ich versuch’s auch mal: »Indem das Nichts ein bestimmtes Nichts ist, ist es nicht Nichts.« Oder wie wär’s mit diesem Kalenderspruch: »Ein nicht Vorhandenes ist insofern allzeit vorhanden, als es dem Vorhandensein ein Gegenüber darstellt.« Ein prima Spiel! Zu einem Lehrstuhl für Dialektik wird’s wohl reichen, oder?

Ludger Fischer

Die kleinen Facebook-Tricks der Profis

Zwei Stunden lang ein Posting geschrieben, aber am Ende dann doch nicht gepostet. Folglich auch keine Erwiderung, auf die wieder zu posten gewesen wäre. Große Erleichterung, weil große Arbeitsersparnis. Wenn ich das öfter mache, bekomme ich am Ende noch Zeit raus.

Christian Y. Schmidt

Suchterkrankungen der Moderne

Als ich neulich zum Treffen wollte, spazierte ich die zwei Straßen zu Fuß, lediglich um an der verschlossenen Tür der Gaststätte einen Zettel zu entdecken: Die Gruppe sei spontan in ein anderes Lokal in der Südstadt gezogen, stand da. Und der Vorstand wäre derzeit wegen Verzögerungen bei der Ummeldung des Telefonanschlusses nicht erreichbar. Ich kehrte in mein WG-Zimmer zurück, in das ich für drei Wochen eingezogen war, bis ich eine neue Untermiete gefunden hätte, und studierte die Immobilienanzeigen in der Wochenzeitung, wo sich Leute wie ich zum Glück immer noch legal mit neuem Stoff eindecken können. Eine Woche zuvor hatte ich entschieden, daß eine Therapie ohne eine Teilnahme bei der wöchentlichen Sitzung der »Anonymen Umzugssüchtigen« keinen Sinn mehr machte.

Theobald Fuchs

Zauber der Präposition

Samstagsmarkt an der Konstablerwache in Frankfurt. Eine Dame: »Entschuldigung, stehen Sie hier an?« Der Angesprochene: »Nee, mir stehe hier rum!«

Christoph Virchow

Abgestumpft

Als ich noch viel zockte, war ich dermaßen in die künstlich erschaffene Welt vertieft, daß ich eines Tages den Helden eines Bürgerkriegscomputerspiels minutenlang auf einer Bank im Gebirge Platz nehmen ließ, um die virtuelle, herrlich designte Landschaftsidylle zu bestaunen. Etwas entsetzt von mir selbst legte ich dann schnell den Controller beiseite, erhob mich vom Sofa und ging erst mal in der echten Natur spazieren. Nach einer halben Stunde kehrte ich mit klarem Kopf zurück – wie abgestumpft muß ich damals gewesen sein, mitten im Krieg einfach eine Rast einzulegen?

Cornelius Oettle

Kann weg

Mit der ressourcenfressenden Brause Coca-Cola kann man – auch wenn es die Werbung verspricht – die Welt nicht schöner trinken. Dafür taugt der Zucker-Säure-Sud aber hervorragend als Rohrreiniger. Somit leistet Coca-Cola der eigenen Beseitigung Vorschub.

Michael Höfler

Empathie digital

Einerseits ärgerlich, daß mein uraltes Handy die Smileys von Smartphone-Nachrichten nicht erkennt und als leere Quadrate darstellt. Andererseits kann es mich auf diese Art für den Umgang mit Menschen mit dem Asperger-Syndrom sensibilisieren.

Leo Riegel

Gut angelegt

Schon toll, diese Natur: Anhand der Ringe unter meinen Augen kann man exakt das Alter meiner Tochter bestimmen.

Annalena Hagenah

Intime Szene #23

»Ich bin einsam«,
spricht sehr leise
in sein Glas
der Wirtschaftswaise.

Peter P. Neuhaus

Therapie-Erfolg

Neulich in einer psychotherapeutischen Sitzung zur Erstanalyse. Die Therapeutin, eine Lehrkollegin und ich. Ich beginne zögernd über meine Ängste zu sprechen, die Therapeutin hört aufmerksam zu und schreibt mit, ich erzähle, sie nickt interessiert, schreibt die Seite voll, blättert um, schreibt weiter, ich werde mit jedem meiner Worte sicherer, sie nickt zustimmend, tauscht mit der Lehrkollegin begeisterte Blicke aus, die Augen der beiden strahlen mit jedem Satz heller. Ich komme in Fahrt und berichte noch mehr, wir sind im Flow. Nach 20 Minuten bin ich fertig, möchte rauchen, atme schwer, die Therapeutin schmettert voller Freude die Diagnose in den Raum, die Lehrkollegin klatscht in die Hände, wir schauen uns freudig an und nicken: Ich bin tatsächlich ein lehrbuchartiger Fall, der eindeutiger nicht sein könnte. Bei allen Versagensängsten im Leben ist es schön, zumindest bei psychischen Defekten gute Leistung zu zeigen!

Regina Pichler

Verbrechensvorbeugung

Um unsere Wohnung bewohnt und somit für Einbrecher unattraktiv erscheinen zu lassen, ließen wir vor dem letzten Urlaub zwei Paar Schuhe vor der Wohnungstür stehen. Was soll ich sagen: Es hat ausgezeichnet funktioniert, niemand ist eingebrochen. Die Schuhe waren selbstverständlich nicht mehr da.

Sebastian Austerdal

Life Pro Tip (1)

Ewig habe ich mich gefragt, wie ich bei meinem neuen Großformat-TV das Gekrischel rund um sich bewegende Objekte etwas schärfer gestellt bekomme. Jetzt hab ich’s raus: einfach den Regler beim Menüpunkt »Sharpness« auf 0 stellen.

Tina Manske

Liebes Tagebuch

Heute in einem Erklärvideo die erste »Erika Mustermann« gesehen, die jünger war als ich. Lange geweint.

Torsten Gaitzsch

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Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
Titanic unterwegs
17.01.2018 Göttingen, Uni Göttingen
  Leo Fischer
17.01.2018 Dortmund, Subrosa
  Daniel Sibbe u.a.
18.01.2018 Hannover, Pavillon
  Max Goldt
18.01.2018 Berlin, Kookaburra
  Heiko Werning

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Briefe an die Leser

 Firma Allcon Allergie Concepte!

Du vertreibst hypoallergene Waschmittel, Bettlaken, Kopfkissen und was sonst noch zum kribbelfreien Nachtschlaf nötig ist. Wie wir im kostenlosen »Quadrat – Magazin für das Leben in Lüneburg« lesen konnten, bist Du von Lüneburg nun in ein eigenes Gebäude im benachbarten Ort Bardowick gezogen, weswegen Du gleich auf der Titelseite unter dem Bild einer gigantischen lachenden Milbe schreiben läßt: »Allcon und die Hausstaubmilbe haben ein neues Zuhause«.

Wir hoffen doch sehr, daß Du und die Milbe nicht im selben Gebäude logiert. Oder ist das Deine Vorstellung von langfristiger Nachfragesicherung?

Hautneutrale Frage von Deinen Kratzbürsten der Titanic

 Sie sind gemeint, verehrte Kollegen!

Treten Sie beide mal näher, wir möchten Sie einander vorstellen: Da ist Herr Cordt Schnibben, ehemals »Spiegel«, und Herr Knut Cordsen, Bayerischer Rundfunk. Knut Cordsen und Cordt Schnibben – prächtig! Titanic

 Mööönsch, Bademantelmann!

Bist Du krank? Anderweitig eingespannt? Gehst Du einer neuen Beschäftigung nach? Wir machen uns jedenfalls Sorgen. Seit Wochen sehen wir Dich nur noch gelegentlich auf dem Weg zum Supermarkt und zurück, aber gar nicht mehr wie früher tagtäglich im Bademantel auf dem Balkon, wahlweise rauchend und hin und her tigernd auf dem Handy tippend oder flankiert von ähnlich leger gekleideten jungen Damen und Herren.

Gib uns neuen Stoff (Frottee!) für wilde Spekulationen und ausschweifende Phantasien! Unsere Vorstellungskraft ist auch nur beschränkt.

Gruß von gegenüber Titanic

 Ho, ho, ho, »Spiegel online«!

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit berichtetest Du von der erstmals ausgerichteten »Ugly-Sweater«-WM, bei der besonders häßliche Pullover prämiert werden. Die kuriosesten Exemplare präsentierst Du – natürlich – in einer Klickstrecke, versehen mit Kommentaren wie »Haben Sie Reste aus der 4. Klasse, als Sie mit einer Strickliesel sinnfrei meterlange Wollwürste produzierten? Werfen Sie diese auf Ihren Hund« zum Foto eines umstrickten Hundes oder »Modell Siamese Sweater: Stellen Sie sich vor, Sie sind mit Ihrem Erzfeind in einem Pullover eingesperrt – und dann hat der auch noch Fransen!« unter dem Bild eines mit Fransen geschmückten Pullovers für zwei Personen.

Das von Dir gestrickte Szenario ist ja schon beängstigend genug. Aber stell Dir mal vor, Du bist mit einem »Spiegel online«-»Journalisten« in der Redaktion eingesperrt – und dann zeigt der auch noch Klickstrecken! Die er erstellt hat, indem er seine sinnfrei produzierten meterlangen Wortwürste ins Internet geworfen hat. Das ist ästhetisch viel bedenklicher als jeder geschmacksverirrte Pulli!

Hat immer Mut zur Wahrheit: Titanic

 Ey, Prinz Pi!

»Ich bin da, wenn es den Leuten schlecht geht«, erzählten Sie der »Berliner Zeitung«. Unser Rat: Vielleicht darüber einfach mal Gedanken machen.

Hält lieber Abstand: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Kennen ihre Pappenheimer

Zwei Jahre nachdem ich mir übers Internet eine Espressomaschine gekauft habe, bekomme ich bei Facebook immer noch Werbung für Espressomaschinen eingeblendet, was mir aber hervorragend paßt, da die Maschine mit Ablauf der Garantiefrist pünktlich nach zwei Jahren kaputtgegangen ist.

Mark-Stefan Tietze

 Wunsch

Ich möchte diese Art von Autorität ausstrahlen, bei der keiner der dir gegenübersitzenden Fahrgäste in der S-Bahn es wagt, dich vorwurfsvoll anzugucken, wenn es plötzlich anfängt, komisch zu riechen.

Konstantin Hitscher

 Hipster-Tip

Wer im urbanen Raum so richtig auffallen möchte, der trage einfach gut sichtbar einen Stadtplan vor sich her. Wirkt bei mir immer Wunder.

Fabio Kühnemuth

 Es bleibt festzuhalten

Weil mein neu gekauftes Monokel ziemlich stark in die Haut schnitt, fürchtete ich, schon bald wieder gänzlich blind durch die Gegend laufen zu müssen. Habe es dann aber doch mit Fassung getragen.

Niklas Hüttner

 Tier probiert

Nachdem ich am heimischen Eßtisch hatte feststellen müssen, daß der Koch des örtlichen Chinagrills mir entgegen meiner Bitte um vegetarische Zubereitung etwa ein halbes Kilo Huhn ins Nudelgericht gekübelt hatte, und ich gut eine Stunde damit beschäftigt gewesen war, alles irgendwie Animalische herauszufriemeln und beiseite zu legen – wie ich also im Begriff war, die leiblichen Überreste der eigens für mich geschlachteten Kreatur dem Müllschlucker zu übergeben, siegte für einen kurzen Moment über den Ekel die Neugier, die allseits beliebte Speise wenigstens einmal zu versuchen. So biß ich kurzerhand, zum ersten Mal seit mehr als einem Vierteljahrhundert, in ein Stück Fleisch. Ergebnis der Verkostung: Der Geschmack erinnert entfernt an Ei, ist aber gewöhnungsbedürftig streng, die Konsistenz etwas zu fest und faserig. Alles in allem durchaus eßbar, Note 3-. Aber an das richtige Tofuerlebnis kommt ein tierisches Produkt natürlich nicht heran.

Valentin Witt