Vom Fachmann für Kenner | Mai 2014


Der gute Geschmack

Verzehrempfehlungen auf Weinen der unteren Kategorie (»Schmeckt mit Pasta oder rotem Fleisch am besten«) schätze ich sehr. Allerdings bin ich noch auf der Suche nach einer, die auch meinen – vielleicht zu speziellen – Geschmack trifft. Eine Empfehlung nach meinem Gusto wäre etwa: »Schmeckt mit Kippe und Erdnuß am besten.«

Florian Haymann

Zwiegespalten

Nachdem ich einen defekten Warmwasserbereiter in den Kofferraum meines Kombis verladen hatte, fühlte ich mich auf der Fahrt zum Wertstoffhof gleichermaßen prollig und stolz: Zum ersten Mal in meinem Leben besaß ich ein Auto mit Heckboiler.

Manuel Fuchs

Knackfrisch

Wenn ich meinen Kopf drehe, knackt es im Hals.
Wenn ich meinen Arm hebe, knackt es in der Schulter.
Wenn ich vom Rad steige, knackt es in der Hüfte.
Wenn ich mich strecke, knackt es in der Wirbelsäule.
Wenn ich etwas schreibe, knackt es im Handgelenk.
Wenn ich mich auf die Zehenspitzen stelle, knackt es am Knöchel.
Es ist nicht mehr zu leugnen: Ich bin ein Keks! Und mit nur 32 Zähnen nicht einmal ein Markenkeks.

Ingo Krämer

Moribund

Woran ist eigentlich der ruhmreiche Sender MTV eingegangen? Mein Tip: Musikvideozidose.

Frederik Moche

Forschung für den Arsch

Warum veröffentlichen Wissenschaftler immer wieder Studien, in denen die Rede davon ist, daß langes Sitzen gefährlich oder gar tödlich sei? Für solche Erkenntnisse braucht es nun wirklich keine umfangreichen Studien – dafür hätte bereits eine kurze Nachfrage in einem Gefängnis genügt. Schließlich müssen Knackis von jeher auf ihre Hintern aufpassen.

Dimitri Taube

Aus dem Leben

Ich haßte den Traktorfahrer auf seinem Traktor nicht, weil er mit Schrittgeschwindigkeit eine ganze WDR-5-Wissenschaftssendung lang im Überholverbot vor mir herfuhr. Ich haßte ihn auch nicht für den Geruch, den sein Anhänger verbreitete, und nicht mal für die Miststücke, die heiter auf meine Windschutzscheibe wehten. Meine volle Mißgunst zog der Traktorfahrer erst dann auf sich, als er unmittelbar nach dem Schild »Ende des Überholverbots« abbog.

Johannes Kopf

Aus dem Meinungsghetto

Kleiner Witz für politisch unkorrekte Freigeister, die auch über »Maximalpigmentierter« und »Bodenkosmetikerin« lachen: Es heißt jetzt nicht mehr »polnischer Erntehelfer«, sondern »mitteleuropäischer Feldforscher«. Hoho! Nein, Moment, »mitteleuropäisch« ist zu subtil: »in Deutschland hochwillkommener Feldforscher«, gnihihi, bzw.: »in Sozialhilfe-Deutschland«, da groovt der Subtext noch geiler! Mal schauen, ob die grünversifften TITANIC-Arschlöcher das wieder zensieren. Zuzutrauen wär’s ihnen! Verfickte Kindersexverharmloser, die, mit ihrer nordkoreanischen Zensurverliebtheit, aber die werden da, hey Moment, können Sie das etwa lesen? Hören Sie auf, den Text zu markieren! Sie machen ja die Pointe kaputt!

Michael Ziegelwagner

Vorschnelles Urteil

Tabak, Bier, Wein, Schnaps, Haschisch, Marihuana, Psilocybin, Opium, Koka – ist doch alles erlaubt! Und überhaupt: Sex, Heavy Metal, schmutzige Literatur, Splatter-Filme und rauschende Tanznächte sind auch nicht verboten. Ich frage mich, was alle Welt gegen Veganismus hat.

Karsten Wollny

Spätzünder

Es dauerte zwar mindestens eine geschlagene Minute, ehe meiner erzkonservativ-ultrafrommen Großtante das Licht des Verstehens aufging, aber dafür entglitt ihr daraufhin die Kontrolle über Gebiß und Visage komplett. Dabei hatte meine Mutter die Nachricht von der Geburt eines Nachbarkindes eine Woche vor dem Jahreswechsel nur beiläufig kommentiert, indem sie bemerkte: »Geburtstag an Weihnachten – das wünscht man ja nicht einmal seinem ärgsten Feind!«

Theobald Fuchs

Gebeutelt

Die besondere Ausprägung der Gereiztheit, die einen anfällt wie ein tollwütiger Tiger, wenn man kochendes Wasser in die Tasse mit dem Teebeutel gießt, vorsichtig, aber offenbar nicht vorsichtig genug, so daß das Papieretikett an seinem Schnürchen geschwind hinter dem Beutel her in die Tasse schwuppt und im sprudelnden Sud versinkt, während man es mit Daumen und Zeigefinger noch zu schnappen sucht, mit dem einzigen Erfolg allerdings, daß EINEM DIE VERFICKTE SUPPE DIE FINGERKUPPEN VERBRÜHT!!!, was für einen richtigen Wutanfall jedoch einfach zu lächerlich ist und eine eisige Woge der Beschämung durch den Körper fluten läßt – ist die eigentlich in der psychologischen Fachliteratur schon irgendwo abgehandelt worden?

Sachdienliche Hinweise bitte an:

Mark-Stefan Tietze

Fast komplett

Kürzlich dachte ich mir, ich besitze eigentlich alles, was einen großen Künstler ausmacht: das Unstrukturierte, die Fahrigkeit, den Hang zum Morbiden, die Selbstzweifel und den Größenwahn. Nur das Talent fehlt.

Teja Fischer

Vice versa

»Wer seinen Partner liebt, schickt ihn zur Darmkrebsvorsorge.« Und wer befürchtet, daß sein Partner Darmkrebs hat, nudelt ihn erst mal so richtig durch.

Julia Baumann

Eilmitteilung

Unsere Zeit ist noch flotter als ihr Ruf. Läßt man in der Hoffnung auf etwas virtuelle Behäbigkeit das Internet nach »Randmeldung« durchsuchen, ändert sich der Suchbegriff sogleich in »Rennmeldung«, und man gelangt auf Seiten wie die des Deutschen Skiverbands. In der Hoffnung auf wenigstens Entspanntes aus dieser Domäne gab ich dann »Randmeldung« und »Rennmeldung« gemeinsam ein, worauf der »Rand« zum »Brand« wurde. Randmeldung: »Löschmeldung« führt auf Seiten, auf denen sich Menschen über mißglückte Löschversuche heißreden. Lösung: Suche einstellen. Mitteilung beendet.

Michael Höfler

Verwertungsproblem

Was mache ich nur mit den vom Frühstück übriggebliebenen Brötchen? Paniermehl, Semmelknödel, in der 10-Tage-Auktion bei Ebay als Brötchen einstellen und dann als dekoratives Steingut für die Küche verkaufen? Es gibt heutzutage so verflucht viele Möglichkeiten!

Burkhard Niehues

Fuck the TU

Klar, wenn man sich in Zentralasien auf eine Flugpassage in einer räudigen Tupolew mit drei Düsen und vier Stunden Verspätung einläßt, müssen Abstriche (und hier evtl. auch medizinischer Art) gemacht werden. So aber beim Einsteigen durch die offene Cockpittür erst die beiden Piloten beim Suchen einer aus ihrer Mampftüte verlustig gegangenen Nuß zu sehen sind und parallel dazu der Bordingenieur auf seiner Ablage unter kryptischem Zettelkram noch die wunderbar bunt bebilderte Gazette »Anal Promises« hervorzieht – ja, dann mag der Wunsch nach mehr als einer Gallone lokalem Fusel aus dem Duty-Free-Shop schon mal übermächtig werden.

Harald Wurst

Eselsbrücke gesucht

Eigentlich kann man diese beiden sich so ähnelnden Tiere ganz einfach an der Anzahl der Höcker unterscheiden, aber ich kann mir einfach nicht merken, ob nun die Biene oder die Wespe zwei davon hat.

Peter Henrich

Idioten sagen die Wahrheit

Weil der feine Wochenendbrite gern stundenlang Kaltes und Warmes, Süßes und Salziges in sich hineinstopft, schmiedete er zur Buße einen leidlich feinen Neologos aus den ersten Buchstaben des Wortes Breakfast und den letzten des Wortes Lunch: Brunch. Der feine Wochenenddeutsche stopft nicht weniger und nennt es, indem er die ersten Buchstaben des Wortes Frühstück und die letzten des Wortes Mittagessen zu einem leidlich feinen Neologos schmiedet, trotzdem schon auch lieber Brunch. Nur der Nazi nennt es, weil er das alles nicht weiß und kein Englisch kann und eh ganztags nix anderes tut mit seinem Wanst und Schwabbelnacken: Fressen.

Thomas Gsella

Unter der Gürtellinie

Am Nebentisch unterhalten sich zwei sogenannte It-Girls unverhohlen und äußerst abfällig über den Mitarbeiter eines Tätowier- und Piercingstudios: Die eine zetert, er habe ihr »Muschi-Tattoo voll total versaut«; die andere schimpft, sie habe erst drei Wochen nach ihrem Intimpiercing wieder »schmerzfrei pissen« können. Kein Vertun, der Typ ist bei den jungen Damen unten durch.

Thorsten Mausehund

Sprichwort mal anders

Ich arbeite in der urologischen Abteilung eines großen Universitätsklinikums. Immer wieder schauen dort ausländische Medizinstudenten vorbei, die ein Semester oder das ganze Studium in Deutschland absolvieren, und kürzlich war es ein junger spanischer Doktorand, der für Heiterkeit und Gelächter unter den Kollegen sorgte. Offenbar wurde in seinem Deutschkurs gerade das Thema »Redewendungen« behandelt, denn er benutzte sie, wo er nur konnte. »Bier ist Bier und Schnaps ist Schnaps!« konnte er sicher und korrekt anbringen, auch sein Zuspätkommen wurde ihm dank »Besser spät als nie!« verziehen. Kurz vor der Mittagspause kam der besagte Doktorand dann aus dem Zimmer eines älteren Herren, der an Erektionsstörungen litt und deshalb mäßig gut gelaunt war, geschossen, knallte die Tür wütend zu und rief aus: »Der hat doch nicht mehr alle Latten im Zaum!«

Ernst Jordan

Beim Psychiater I

»Hören Sie Stimmen?« – »Sie sagen, ich soll ›nein‹ sagen.«

Valentin Witt

Der Kammerjäger rät

Auch dieses Jahr führte der milde Winter zu vermehrtem Auftreten eines besonders hartnäckigen Schädlings. Überprüfen Sie Ihren Haushalt auf akuten Befall mit Ponys. Befinden sich die Paarhufer schon in Ihrem Kleiderschrank, hilft nur noch die chemische Keule. Die bekannten Hausmittel taugen gar nichts: zerstoßene Reißzwecken? Marinierter Fuchsschwanz? Ha! Vergessen Sie es! Aberglaube führt nur dazu, daß sich dieser widerwärtige Schmarotzer noch weiter ausbreiten kann. Ponys lieben Reißzwecken, und über einen Fuchsschwanz würden die bloß milde lächeln – wenn Milde dem Pony eigen wäre! Überlassen Sie diesen Job einem Profi, rufen Sie den Kammerjäger.

Tibor Rácskai

Postbeamte

Vor dem Schalter stehen die, die etwas aufgeben wollen, dahinter die, die längst aufgegeben haben.

Ludger Fischer

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Toller Service, »Manager Magazin«:

»Prokrastinations-Test: Sind Sie der König der Aufschieber?« Wir wollten uns natürlich sofort testen, aber leider war noch der Abwasch zu erledigen, und spazierengehen wollten wir ja auch, und endlich auf diese eine Mail antworten …

Aber morgen dann ganz sicher! Titanic

 Huhu, »Welt«-Journalist Peter Praschl!

Ein Texteinstieg muss neugierig machen, packen, sonst wird der Rest nicht gelesen. Das gilt besonders für Bezahlinhalte, deren erster Absatz frei einsehbar ist, und so begannen Sie einen Artikel über Sharon Tate mit den Worten: »Nichts wirkt so belebend wie eine ermordete junge Frau. All diese Fantasien, die sie entfacht – was aus ihr noch hätte werden können.«

Nun lässt sich eine Paywall aber rein technisch schwer überwinden, wenn man beim ersten Satz direkt auf den Bildschirm kotzen muss. Denn abgesehen davon, dass junge Frauen es deutlich weniger erfrischend finden, ermordet zu werden, als Sie und jemand, der sich statt mit Limonade mit Femiziden erfrischt, eher in die Psychiatrie als in die Medien gehört, evoziert Ihr Ekelgeschwalle in uns das Bild, wie Ihnen beim Schreiben solcher Widerlichkeiten die Hose aufgeht, und gegen solch starken Brechreiz ist noch kein Kraut gewachsen.

Immerhin, Praschl, stellt sich, sollte Ihnen etwas zustoßen, nicht die Frage, was aus Ihnen noch hätte werden können. Klar wäre einfach: Es wird keine neuen Texte von Ihnen geben. Und diesen Gedanken findet sehr belebend: Titanic

 Carlos Ghosn (Großkapital)!

Carlos Ghosn (Großkapital)!

Einst haben Sie aus Nissan, Renault und Mitsubishi ein internationales Bündnis geschmiedet. Seit November letzten Jahres sitzen Sie in Tokio in Untersuchungshaft; Sie sollen gegen Börsenauflagen verstoßen, Ihr Gehalt falsch ausgewiesen und private Verluste auf Nissan übertragen haben. Selbstverständlich wehren Sie sich gegen die Vorwürfe, wittern »Verrat« und die »Verschwörung« einer »Armee«, die Ihnen gegenüberstehe.

Nun wissen wir nicht, was an den Anklagepunkten dran ist, aber Herrgott, Ghosn, geht man allein nach Ihrem Äußeren, wundern wir uns, dass Ihnen nicht viel ärgere Untaten zur Last gelegt werden. Sie sehen aus wie jemand, der regelmäßig Dinge blafft wie »Ich hab genug gehört« und »Schafft ihn weg!«. Wie jemand, der mit einem Knopf unter der Schreibtischplatte eine Falltür öffnen kann. Jemand, der sich mit Blick aus dem obersten Stockwerk eines Wolkenkratzers einen 60 Jahre alten Whisky einschenkt, den er seiner globusförmigen Hausbar entnommen hat, während einer seiner Konkurrenten gefesselt und geknebelt vor ihm kniet. Kurzum: Man würde Ihre Besetzung als Bond-Bösewicht wegen Klischee-Übererfüllung ablehnen. Von Ihrem spukhaften Nachnamen wollen wir gar nicht erst anfangen!

Heute mal oberflächlich: Titanic

 Schwach, Bundesagentur für Arbeit!

Da wurdest Du dafür kritisiert, dass Du eine Hartz-IV-Empfängerin zum Lösen veritabler Grundschulaufgaben gezwungen hast. Auf die Netzschelte wegen Anweisungen wie »Schreibe unter das Bild das passende Wort« hin knicktest Du sogleich ein: »Wir können gut verstehen, dass die Teilnehmenden dies kritisieren, und teilen diese Meinung auch.«

Dabei, Bundesagentur, schulst Du damit unserer pädagogischen Expertise nach diese am Arbeitsmarkt unentbehrlichen Fähigkeiten: 1. bedenkenlos Befehle ausführen, 2. stupide Jobs erledigen, 3. Hilflosigkeit ertragen wie ein Kind, 4. das Gutsherren-Du akzeptieren und 5., am wichtigsten, komplette Selbstaufgabe!

Regt sowieso eine Umbenennung in Bullshitjob-Agentur an: Titanic

 Jetzt mal im Ernst, MDR!

In einem Spielbericht hast Du behauptet, alle drei Tore seien »durch einen ruhenden Ball« gefallen. Muss sich der Ball nicht doch ein ganz klein wenig bewegen, damit ein Tor fallen kann?

Fragt in sich ruhend, den Toren beim Fallen zusehend: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Russtikal

Die einen nennen die klassische Technik, wenn einen beim Wandern das Unwetter überrascht, schlicht »nackter Oberkörper« – für mich jedoch ist das »die russische Regenjacke machen«.

Theobald Fuchs

 Das Urteil

Seit sich in unserem Kafka-Lektürekreis herumgesprochen hat, dass die Dohle auf tschechisch »kavka« heißt –was, nebenbei bemerkt, natürlich auch Franz Kafka bekannt war und Spuren in seinem Werk hinterlassen hat –, wird bei uns statt des Ausdrucks »kafkaesk« nur noch das Wort »dohlenartig« verwendet. Anfangs hat mich das ja durchaus amüsiert, aber jetzt, nach etlichen Monaten, wirkt das Ganze auf mich doch eher albern oder zwanghaft. Teilweise finde ich die Situation sogar regelrecht dohlenartig.

Andreas Maier

 Verpasste Gelegenheiten

»Rückblickend hätte ich schon einiges anders gemacht«, sagt die Mittzwanzigerin am Nebentisch. »Zum Beispiel hätte ich mit meinem Freund damals eigentlich gern mehr Zeit verbracht. Dann hätten wir uns auch viel früher getrennt.«

Tilman Birr

 Genialer Lifehack

Du bist gerade unterwegs und möchtest wissen, wie spät es ist? Dummerweise hast du zwar keine Uhr, dafür aber eine Sozialphobie im Gepäck, kannst also auch keinen Fremden auf der Straße fragen? Kein Problem! Suche einfach den nächsten Supermarkt auf. Wähle eine Tütensuppe aus (ich habe sehr gute Erfahrungen mit der »Frühlingsgemüsesuppe« gemacht), gehe zur Kasse und bezahle sie. Tadaa! Auf dem Bon findest du die Uhrzeit. Auf die Sekunde genau.

Katharina Greve

 Feindschaftspreis

Seit ich hier in Berlin wohne, hole ich mir bei meinem bevorzugten asiatischen Restaurant regelmäßig das einzige vegane Gericht. »6,90 Euro – für dich!« hieß es dort stets schmunzelnd vom Chefkellner. Letztes Mal überreichte mir erstmals eine andere Bedienung meine Bestellung: »Macht dann 5,90 Euro.«

Dominik Mauer

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 15.03.:

    Die "Junge Welt" im Gespräch mit Martin Sonneborn über Turbopolitik.

  • 15.03.:

    Leo Riegel ist einer der drei Gewinner des NABU-Cartoon-Wettbewerbs. Wir gratulieren!

  • 13.03.:

    Das "Journal Frankfurt" berichtet über Chefredakteur Moritz Hürtgen.

  • 12.03.:

    Zu den Regierungskrisen der vergangenen zwölf Monate zählt die "Süddeutsche Zeitung" u.a. Moritz Hürtgens Twittercoup über einen angeblichen Fraktionsbruch.

  • 08.03.:

    Das "Handelsblatt" hat Martin Sonneborn in Straßburg (EU) getroffen.

Titanic unterwegs
22.03.2019 Wuppertal, Volkshochschule Uwe Becker
23.03.2019 Leipzig, Café »Das Kapital« Katharina Greve
23.03.2019 Leipzig, Buchmesse Thomas Gsella
23.03.2019 Leipzig, LURU-Kino in der Spinnerei Paula Irmschler