Vom Fachmann für Kenner | August 2014


Stadtpunks

Auf dem Weg in die Stadt erkannte ich bereits aus der Ferne Punks, die Passanten auf Geld ansprachen. Als ich mit meinem Rad näher kam, forderte mich einer der nämlichen mit den Worten »Eyyyy, GEEELLLLD!« unmißverständlich auf, ihm doch solches in seinen Pappbecher zu geben, mit dem er mich fuchtelnd attackierte. Ich wollte gerade ansetzen, im Vorbeifahren den dekadenten Kalauer rauszuhauen, ich hätte kein Kleingeld, sondern nur Scheine, doch da brüllte es schon hinter mir: »Und dies ist übrigens kein Radweg!« Originell – aber Geld gab’s trotzdem keins.

Almuth zu Jeddeloh

Kreuzfahrt

Für das kommende Jahr plane ich eine ganz besondere Reise. Ich werde über die Weltmeere kreuzen, fremde Länder besuchen, mich unsterblich in sie verlieben und wenig später verfluchen, von Hafen zu Hafen dampfen – heute hier, morgen dort –, alle Grenzen überwinden, und das stets begleitet von einem gefährlichen Substanzmißbrauch – als Luxus-Borderliner!

Valentin Witt

Neue TV-Spielshow

B-Promis müssen indische Nationalgerichte raten. Titel der Sendung: Dhaali Dhaali.

Peter van Aubel

Geehrt oder gefedert?

Seit mich die Dozentin nach dem Seminar über Frauenbilder in der Höfischen Literatur mit den Worten verabschiedete, ich könne sehr gut mittelalterlich argumentieren, frage ich mich, ob ich auf dieses Kompliment nun stolz sein soll – oder ob es für meine (weibliche) Umwelt vielleicht doch viel besser wäre, wenn man mich für immer in ein dunkles Verlies sperrte.

Fabian Lichter

Technischer Rückschritt

Manchmal, an so Tagen, da habe ich das dumpfe Gefühl, irgendwo in meiner Nähe, vielleicht in meiner unmittelbaren Nähe, womöglich sogar in mir selbst werde eine besondere Art von Maschinerie in Gang gesetzt, gar nicht einmal raffiniert, sondern plump und schwerfällig, von unklarer Funktionsweise und unbestimmtem Zweck, mit Rädern, deren Unwucht das Gebilde erzittern läßt, und Kolben, die klagend durch Batzen längst eingedickten Schmierfetts walken, und rostigen Ventilen, die modrige Seufzer aushauchen. Eine Dumpfmaschine, die mich langsam aufzehrt. Wo ist der TÜV, wenn man ihn braucht?

Tibor Rácskai

Gentleman durch und durch

Clubtoiletten sind Orte absurder Geschehnisse. In Ermangelung freier Pissoirs entschied sich ein junger wohlgekleideter Mann, sein Geschäft ins Porzellan des Waschbeckens zu verrichten. Ob es nun auf gute oder auf eben gar keine Erziehung schließen läßt, daß er sich gleichzeitig die Hände wusch?

Frederik Skorzinski

Der Schatten des Kindes

Bei seinen Streifzügen auf allen Vieren in die geheimnisvollsten Ecken und Winkel seines Elternhauses hat unser Sohn (neun Monate) jetzt den Friedhof der vergessenen Bücher entdeckt und zielsicher das für ihn bestimmte Buch aus dem Regal gezogen. Dem elterlicher Fürsorge geschuldeten ersten Schrecken, daß es sich dabei um »Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo« handelte, folgte schnell eine nüchterne Abwägung seiner Wahl. Vorteil: Das bereits angesparte Geld zur Finanzierung seines Studiums können wir nun selbst verprassen. Nachteil: David Bowie.

Carlos Ruiz Sibbe

Danke nachträglich

Tagsüber hetzt man von Verpflichtung zu Verpflichtung, darum nehme ich mir für meine morgendliche Verrichtung umso mehr Zeit: Während ich auf dem Klo sitze, lese ich ganz entspannt die Zeitung, gönne mir manchmal sogar einen Kaffee und lasse mich von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen. Dies zur Erklärung und mit nachträglichem Dank für Ihr Verständnis, verehrte Mitreisende des Frühfluges Hamburg-Wien von Mitte Juni.

Thorsten Mausehund

Produktempfehlung (6)

Dafür, daß Pennys »Eldorado Pizza Tex-Mex feurig-pikant« das Produkt einer völlig verkommenen Lebensmittelindustrie ist, fabriziert unter dem Diktat des niedrigsten Preises in erbarmungsloser Weltmarktkonkurrenz ohne wirksame Kontrolle des Staates, hergestellt aus minderwertigen Rohstoffen von Menschen, die ihre Arbeit hassen und auch allen Grund dazu haben, dafür also schmeckt sie eigentlich ganz gut!

Mark-Stefan Tietze

Alter schützt vor Torheit nicht

Je älter man wird, desto unzufriedener wird man mit recht vielen, vormals guten, alten Dingen. Das gilt auch und gerade für Abonnenten von Zeitschriften, und wohl ganz besonders für Abonnenten dieser Zeitschrift. Und ehrlich gesagt denke ich, daß es bei mir dereinst wohl nicht sehr viel anders sein wird; ich stelle mir vor, wie ich in unbestimmter Zukunft einmal die Titanic aufschlagen und grämlich verbittert erkennen werde, daß früher alles sehr viel besser und humorvoller war; ich sehe es lebhaft vor mir, wie ich die Beiträge des einen oder anderen Autors einfach nur schlecht, ja sogar sauschlecht und vielleicht sogar unkomisch finden werde – apropos: Dieser Fachmanntext hier ist ja auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Wer druckt denn so einen Schwachsinn? Gibt es denn keine redaktionelle Kontrolle, die so einen Müll verhindert? Eigentlich eine bodenlose Frechheit. Danke, ich habe genug: ICH KÜNDIGE!

Sebastian Klug

Stilmittel

Mein Hobby ist es, kurze Geschichten zu schreiben, in denen ich gerne Naturmetaphern verwende. Manchmal flechte ich gar heimlich symbiotische Lebensgemeinschaften aus Pilz und Alge in meine Texte ein.

Ernst Jordan

Nachgelassen

Es ist nicht so, daß ich mit mir unzufrieden bin. Es ist auch nicht so, daß ich mich über so manchen Erfolg nicht auch heute noch freuen kann. Dennoch konnte ich mich als Schulmädchen mehr rühmen: Da hab ich sieben Jahre hintereinander je vier mal pro Jahr Geschichte geschrieben.

Christina Hahn

Tatort

Wenn man (warum auch immer) durch das Archiv der ARD-Mediathek browst, bemerkt man doch tatsächlich über dem jeweiligen Tagesprogramm der letzten Woche einen Link, der verspricht: »Sie vermissen Inhalte? Mehr Informationen finden Sie hier!« Wer hier unwillkürlich zuerst an jene kriminalpsychologische Theorie denkt, wonach der Täter Hinweise auf seine Verbrechen gibt, weil er insgeheim geschnappt und konfrontiert werden will, dem sei gesagt: Es lohnt sich definitiv nicht, dem Link zu folgen.

Wanja Lindenthal

Neologismus

In »Der futurologische Kongreß« spielt Stanisław Lem eine mögliche Futurologie anhand der Umformungsmöglichkeiten der Sprache durch: Wörter, die es noch nicht gibt, werden auf Bedeutungen hin abgeklopft, die sie in ferner Zukunft einmal haben könnten. Mit einem simplen Tippfehler ist es mir nun gelungen, diese Methode auf die Gegenwart anzuwenden: Der Großteil dessen, was sich im World Wide Web findet, läßt sich durchaus als netsetzlich bezeichnen.

Karsten Wollny

Fall gelöst

Jetzt endlich habe ich die Lösung, habe ich ein Rätsel geknackt, an dem sich bereits seit Hunderten von Jahren unzählige Denker (insbesondere im Wirtshaus) vergeblich die Schädel angehauen haben: Warum stößt man an, ehe man Bier aus den Krügen oder Wein aus den Gläsern trinkt? Die einzig logische Erklärung verkünde ich hiermit der Welt. Das Anstoßen dient dazu, daß man die Schluckgeräusche der übrigen Trinker nicht hören muß, denn das Schluckgeräusch eines anderen Menschen ist bekanntlich ekelhaft, abscheulich, es löst schlechte Laune aus und Aggressionen. Miteinander anstoßen heißt, gemeinsam und zeitgleich zu trinken, das eigene Schluckgeräusch übertönt das fremde Würgen und Gurgeln. Somit ist alles gut, und es schmeckt. Und das Allerbeste? Wenn dann nach dem Schlucken und Würgen alle Stammtischbrüder, die sich um den runden Tisch im hinteren Winkel des Wirtshauses versammelt haben, gleichzeitig aufstoßen – dann gilt exakt das gleiche. Bloß mit riechen statt hören.

Theobald Fuchs

Medizinisches Fachgespräch

Im abendlichen Wedding passiere ich auf der Straße zwei Migrationshintergrund-jugendliche, die sich im typischen Schulhofslang sehr ernsthaft unterhalten: »Das Mittel ist ähnlich zur Ursache.« – »Ach, dann nehme ich also etwas, was so aussieht wie meine Wirbelsäule?« Eine schönere und treffendere Beschreibung von Homöopathie habe ich noch in keinem akademikerverseuchten Bioladen gehört.

Katharina Greve

Verfahrene Situation

Schon seit längerem verwundert es mich, daß sich mein französischer Kollege so schwertut, deutsche Redewendungen zu begreifen und korrekt zu verwenden. Schließlich müßte er es selbst nur allzugut wissen. Einmal falsch abgebogen, schon ist man drin in der Bretagne.

Aiko Kempen

Der Tor und das Selbsttor

Daß Fruchtfliegen, anders als manche vermuten, tatsächlich keine Menschen sind, erkennt man ja schon daran, daß sie den Biomülleimer eben nicht panisch verlassen, nachdem man zur Abschreckung zwei Eßlöffel extrem scharfriechenden Fruchtessig hineingeschüttet hat; sondern sozusagen im Gegenteil.

Thomas Gsella

Ärgerlich

»So kommen wir nicht zusammen!« sagten die einen Anführungszeichen zu den anderen.

Teja Fischer

Brain-Gebäck

Baiser kann man geißeln als bloße Luftnummer aufgeschlagenen Zuckereiweißes, als Attacke auf den Zahnschmelz und Nährstoff für Körperwinde. Doch geht es bei diesem Gebäck um etwas ganz anderes: Man lehne sich zurück, vergesse alles Diesseitige, schließe die Augen, öffne die Lippen und drücke die Schneidezähne in das fragile Zuckergebilde. Unters Knirschen mischt sich grobes Krachen, wenn die Backenzähne die Grobstruktur in Fraktale zerteilen, und das sanfte Zermahlen dieser erzeugt ein Reiben wie von Schmirgelpapier. All diese schönen Geräusche sausen als Schallwellen durch den Mundraum, schwingen sich durch sämtliche Haupt- und Nebenhöhlen ins Gehirn, um dort von der Hirnrinde als Echo abzuprallen und sich mit neuen Schallwellen aus dem Mund zu einem unvergleichlichen Sounderlebnis zu verbinden. Kurzer Sinn: Das Baiser ist der Meditationstonträger, den man in den Mund schiebt.

Michael Höfler

Ich lasse mich scheiden

Meine Frau behauptet, ich sei schlecht im Bett und völlig emotionslos im Alltagsleben. Allerdings sei ich ein vortrefflicher Koch und ein herzensguter Vater. Diese Frau, das sollte man wissen, ißt in der Regel nur Schwarzbrot mit dick Butter drauf plus Blutwurst und weiß nicht, daß ich unseren Sohn regelmäßig schlage, wenn sie aus dem Haus ist. Kann sich jemand vorstellen, wie ich mich fühle?

Uwe Becker

Beobachtung in der Bahn

Wer mit dem Regionalexpreß unterwegs ist, für Umstehende gut hörbar telefoniert und dem Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung mitteilt, die anderen Fahrgäste seien ganz sicher alle »Dorftrottel«, »Provinzdeppen« und »Hinterwäldler«, wirkt glaubwürdiger, wenn er nicht in Frankenthal zusteigt, in Graben-Neudorf wieder raus muß und die ganze Zeit nur Pfälzisch spricht.

Dimitri Taube

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Ina Tenz!

Sie sind seit zwanzig Jahren Programmdirektorin im Hörfunk und wollen bei Antenne Bayern jetzt ein Lied von Sarah Connor ohne den ersten Satz senden, denn der Satz lautet: »Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt.« Denn Vincent ist jung und schwul, weiß es aber noch nicht. Ein Song mithin, der Mut machen soll usw.

Was Sie nun daran stört? »Als erwachsene Frau gar nichts, aber als Mutter. Ich habe einen neunjährigen Sohn, und wenn er diesen Song im Radio hören und mich dann fragen würde, was diese erste Zeile bedeutet, dann möchte ich mit meinem Sohn nicht im Auto irgendwo auf dem Weg von der Schule zum Gitarrenunterricht über dieses Thema sprechen.«

Aber, Frau Tenz: Wo Sie doch nun so schön dem Klischee der sehr erwachsenen, sehr besorgten Karrieremutter und Elterntaxifahrerin entsprechen, da wird der Sohnemann auch das Klischee bedienen, wonach Neunjährige schon wissen, was ein Porno ist. Meinen S’ nicht auch?

Jederzeit gesprächsbereit: Titanic

 Sächsischer Justizminister Sebastian Gemkow (CDU)!

Als Sprecher der CDU-geführten Bundesländer gegen den Antrag Niedersachsens, das Containern zu legalisieren, haben Sie am fürsorglichsten argumentiert. In einem Fünf-Sterne-Hotel in Travemünde meinte es empathisch aus Ihnen: »Wir wollen nicht, dass sich Menschen in eine solche menschenunwürdige und hygienisch problematische Situation begeben.«

Weil es auch kein Gesetz gibt, das Menschen vor der menschenunwürdigen Situation schützt, Essen aus dem Müll holen zu müssen? Oder weil Sie, Gemkow, sich aus Solidarität ein bisschen schmutzig fühlen wollen, indem Sie den Armen sogar die Brosamen der Wegwerfgesellschaft verweigern? Oder geht es Ihnen schlicht um Entmündigung derer, die auf Mundraub angewiesen sind?

Fragt mit schlechtem Appetit: Titanic

 Psychoanalytiker und Publizist Carlo Strenger!

Angeblich gehen Sie in Ihrem neuen Buch »Diese verdammten liberalen Eliten« mit diesen verdammten liberalen Eliten, zu denen Sie ja selbst gehören, streng ins Gericht. Doch nach der Lektüre fragen wir uns eins verdammt noch mal schon: Warum nicht noch viel strenger, Strenger?

Illiberal: Titanic

 Ulm!

»Du kannst nicht beides haben?« steht fett gelettert auf Anzeigen Deiner neuen Image-Kampagne. Ja, aber was denn »beides«? Die Auflösung folgt: »Doch: In Ulm/Neu-Ulm! Erlebe hier Bayern und Schwaben zusammen in der Zweilandstadt.« Ja, wirklich? Bayern und Schwaben in einer Stadt? Ist das möglich? Wovon wir nur zu träumen wagten, wird endlich wahr! Sodom und Gomorrha! Hoffentlich lässt sich unser Bali-Urlaub noch umbuchen. Aber im Ernst: Auch eine weniger depperte Kampagne würde uns nicht in Dein doppelt versaubeuteltes Nest locken.

Huch! War das jetzt Spott und Hohn? Genau! Denn bei uns, liebes Ulm, kannst Du beides haben!

Pfiati und ade! Titanic

 Fifa-Präsident Gianni Infantino!

Fifa-Präsident Gianni Infantino!

Sie sind von den Delegierten des Fußball-Weltverbandes per Akklamation für vier weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Für Ihre erste Amtszeit fanden Sie dann lobende Worte: »In den vergangenen drei Jahren und vier Monaten ist aus dieser vergifteten, fast kriminellen Organisation das geworden, was sie sein soll. Eine Organisation, die sich um Fußball kümmert und den Fußball entwickelt.«

Und zu diesem Wandel zu einer letalen, vollends kriminellen Organisation beglückwünschen Sie angesichts anhaltender Medienberichte über das sklavengleiche Hausen, Schuften und Sterben auf den WM-Baustellen in Katar ebenso wenig wie zu Ihrer Wiederwahl:

die Menschenrechts-Ultras von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Gesichtsschnee

Ein ohnehin schon sehr merkwürdiges Gesetz, das – noch erstaunlicher! – weltweit gilt, verlangt von Menschen, die sich in den Bergen aufhalten, dass sie Rasierschaum oberhalb einer Höhe von 6659 Metern ausschließlich als Gesichtsschnee bezeichnen. Wer’s nicht glaubt, kann gern einmal versuchen, in den Bergen oberhalb einer Höhe von 6659 Metern Rasierschaum zu kaufen.

Andreas Maier

 Marktversagen

Als Ergebnis einer Google-Recherche nach dem von einem US-Comedian angepriesenen T-Shirt mit der Aufschrift »Neoliberalism sucks!« wurden mir ausnahmslos Hemden mit dem Slogan »Socialism sucks!« angezeigt. Daraus lässt sich nur eines folgern: Das System hat eindeutig abgewirtschaftet, ja ein Eigentor geschossen. Meine Nachfrage konnte schließlich nicht befriedigt werden!

Burkhard Niehues

 Keine Frage des Geldes

Wirklich arm fühlt man sich, wenn einer dieser NGO-Spendenbettler, die in der Fußgängerzone herumstehen, sein Gesicht hinter dem Klemmbrett verschanzt, sobald man auf ihn zugeht.

Julia Mateus

 Geschichtsmoral

Als ich die neueste Verfilmung von Otfried Preußlers »Die kleine Hexe« sah, war ich erneut gepackt von dieser Geschichte. Wie die kleine Hexe ausgestoßen wird, weil sie sich in ihrer grundfalschen Welt aus inneren Beweggründen zum Guten bekennt. Sie hält dem unfassbaren Druck ihrer missratenen Peer Group nicht nur stand, sondern wendet sich aktiv gegen das Böse. So verbrennt sie am Schluss die Zauberbücher ihrer Rivalinnen auf dem Scheiterhaufen, um die bösen Hexen für immer unschädlich zu machen. Die pädagogische Botschaft hinter der ganzen Geschichte ist klar: Bücherverbrennungen sind nicht immer schlecht.

Jürgen Miedl

 Mein Coach

hat mir aufgrund meines grüblerischen Wesens als wichtigsten Lebenstipp mitgegeben, immer nach vorne zu schauen, die Zukunft fest im Blick zu haben. Seitdem denke ich ständig an den Tod.

Anselm Neft

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 16.07.:

    Die "Welt" berichtet über Martin Sonneborn und seine Rede gegen Ursula von der Leyen.

Titanic unterwegs
11.08.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
22.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hans Traxler. Zum Neunzigsten«
23.09.2019 Lyon, Goethe-Institut Katharina Greve: »Das Hochhaus«
02.12.2019 Neu-Anspach, Freilichtmuseum Hessenpark Greser & Lenz: »Hessen först«