Vom Fachmann für Kenner | November 2013


Pet’s Health

Lief das Hamsterrad schon mal schneller? Dann gönnen Sie Ihrem Klein-Haustier doch ein vitalisierendes und entspannendes Bad im Jacuzzi. Geht ganz einfach: Legen Sie das gestreßte Tier in eine Müslischüssel mit warmem Wasser und geben Sie den Inhalt einer Packung Ahoj-Brause (Waldmeister) dazu. Schon nach fünf Minuten leuchtet der Hamster-Akku ampelgrün. Nach diesem Erquickie stürzt sich der vierbeinige Energie-Riegel wieder in das Laufrad, als bekäme er es bezahlt.

Jonny Rieder

Arbeitsethos

»Viel Spaß noch!« rief mir die Chefin fröhlich zu, als ich gerade mit dem Eintüten Tausender Briefe beschäftigt war. Ich befolgte ihre Anweisung, nahm ein Feuerzeug in die Hand und brannte die Firma nieder.

Katrin Bolbeth

Wautistisch

Mein Dackel Günther gibt seit langer Zeit dermaßen merkwürdige Geräusche von sich, daß ich mir vorübergehend ernste Sorgen machte. Diagnose des Tierarztes: Winselbegabung.

Tanja Schmid

Eierschneider

Zu meiner ersten eigenen Bude gehörte ein Eierschneider. Aus Plastik. In Orange. Dazu ein Eipick. Aus Plastik. Unten orange, oben weißlich. Ich installierte ihn so, daß orange oben, weißlich unten war, indem ich ihn mit Superkleber unter dem Tassen-und-Teller-Hängeschrank befestigte. Die Idee fand ich super: Ei aus der Pappe nehmen, von unten gegen den Eipick drücken, damit hoffentlich das Aufplatzen des Eis im Kochwasser verhindern, mich sehr gut organisiert fühlen. Der Eipick war immer am selben Platz, mußte also nicht mühsam in Schubladen gesucht werden, er konnte nicht verstauben, und wenn jemand zu Besuch kam, konnte ich nach dem nie ausbleibenden »Was ist das denn?« den Eindruck eines sehr cleveren Bürschchens machen. So richtig clever, stellte sich ziemlich schnell heraus, war die Idee aber doch nicht. Die fettigen Kochschwaden legten sich auf den Eipick, und es bildete sich um ihn herum auch eine unschöne Schicht aus Eimasse. Die Eimasse war dort durch Eier gelandet, die eine viel zu dünne Schale und deswegen das Anpieksen nicht gut vertragen hatten. Ich habe meine Feinmotorik seitdem erheblich verbessert. Für den Eierschneider im selben undezenten Orange hatte ich keine feste Installation vorgesehen. Ich kann mich nicht erinnern, das Plastik-Draht-Maschinchen jemals, außer mißbräuchlich, nämlich als Harfe, verwendet zu haben. In einem Einpersonenhaushalt sind die Anlässe, zu denen man zwölf Eier kochen, schneiden und legen müßte, selten. Meine Mutter hatte mir das Ding (»Ist doch praktisch!«) für meine erste eigene Bude gekauft, weil sie dachte, daß ich meine Freunde, so wie sie es zu tun pflegte, gerne mit Häppchen und Schnittchen bewirten würde. Häppchen und Schnittchen waren in meinem Freundeskreis aber schon damals nicht sehr beliebt. Ich selbst lud nie jemanden ein, weil ich alle Tage und Nächte mit Selbstfindung vollauf beschäftigt war und nicht auch noch Zeit mit Häppchenzubereitung verplempern wollte. Statt dessen klimperte ich hochkonzentriert auf meiner Eierschneiderharfe und kam so schon im fünfundzwanzigsten Semester auf die Lösung: Laß deine Eltern sich nicht in deine Wohnungsausstattung einmischen!

Ludger Fischer

Raser

Auf einer Straße, die parallel zu den Bahngleisen verläuft, fuhr ich neben einem Zug her. Mußte ganz schön aufs Gas treten, um mitzuhalten. Raser gibt es offenbar nicht nur auf der Straße.

Uwe Geishendorf

Fortschritt

Das war jahrelang meine Strategie, wenn ich mich im Bett herumwälzte und wegen der vielen schwirrenden Gedanken nicht einschlafen konnte: Zettel nehmen, Gedanken aufschreiben und vergessen, hinlegen, schlafen, fertig. Jetzt habe ich eine Abkürzung der Methode entwickelt. Wenn ich sogar dafür zu müde bin, jedes Gedankengewöll einzeln festzuhalten, notiere ich schlicht: Morgen früh schreibe ich alle Dinge auf, die mir im Kopf rumgehen. Funktioniert!

Peter P. Neuhaus

Arschgefühl

Jedem, der auf sein Bauchgefühl hört, in die Fresse schlagen – das wäre eine sinnvolle Samstagabendbeschäftigung. Sollen sie sich alle ihr Bauchgefühl in den Arsch schieben, da kann es gleich noch dem Kopfverstand gute Nacht sagen, der ist nämlich ebenfalls im Arsch.

Corinna Häger

Nie hungrig in den Supermarkt!

Wenn man nackt Kleider einkaufen geht, dann haben vorschnelle Kaufentscheidungen weniger unbequeme Folgen, als müde eine Matratze zu kaufen.

Luise Braun

White Pride

Einem weißen Mann in Deutschland bietet sich selten die Gelegenheit, rassistische Erfahrungen zu machen. Es sei denn, man geht, wie ein Freund und ich, gemeinsam mit zwei Indonesierinnen ins Freibad. Als wir nach dem Entkleiden in Badehosen vor ihnen standen, mußten wir uns nicht nur fast hysterisch auslachen, sondern auch noch sagen lassen: »Ihr habt Haut wie tote Mensch!«

Steffen Brück

Selbsterkenntnis

Mein nicht allzu groß gewachsener Kollege beim Schleppen der Gipskartonplatten: »Ich kann arbeiten wie ein Tier! Wie ein ganz kleines Tier.«

Florian Daum

Titel: Sauce à la Chef

Ich stand mit meinem Vater in der Küche, es sollte Nudeln mit Tomatensoße geben. Nachdem das Mett und die Zwiebeln fertig angebraten waren, fehlten noch die Tomaten. Mein Vater, eigentlich ziemlich versiert in der Küche, fragte mich: »Kannst du die passionierten Tomaten holen?« – Als ich aus dem Keller wiederkam, brachte ich nicht bloß die passionierten Tomaten mit, ich hatte auch noch einige leidenschaftliche Karotten, vor Ehrgeiz glühende Zucchini und fanatisches Basilikum, um die Sache abzurunden.

Ernst Jordan

Fairer Wettkampf

An einem schönen Samstag um acht Uhr morgens kurz überlegt, den Gartenhäcksler anzuschmeißen. Aus Rücksichtnahme dann doch bis zehn Uhr gewartet. Nachbarschaftliche Fairneß geht bekanntlich vor. Und der Nachbar mit dem Laubbläser war schließlich Erster.

Nils Pooker

Noch würziger

In Kürze liegt Würze.

Mark-Stefan Tietze

Liebesdienst

Oma Grete, die weder meine Oma war noch Grete hieß, aber von allen Hausbewohnern so genannt wurde, lebte zusammen mit Hund und Tochter im Tiefparterre. Unter uns und über Grete wohnte Herr Huber mit seiner Frau im Hochparterre. Herr Huber war der Hausmeister, und er haßte Grete mit Ausdauer und Leidenschaft. Er nannte sie und ihre Tochter immer »die Untermenschen« oder »die Asseln«, angeblich, weil sie halt unten lebten, im Keller. Mein Vater meinte, das liege daran, daß Huber ein Schwachkopf sei und Grete eine Ausländerin. Oma Grete schien von Hubers Haß keine Notiz zu nehmen; dabei verging kaum ein Tag, an dem man Huber nicht durchs Treppenhaus schimpfen hörte. Oft beschwerte er sich darüber, daß es aus Gretes Kellerwohnung stinke, was ja auch stimmte, weswegen Grete ihm natürlich recht gab und zu allem nickte, was Huber vorbrachte. Außerdem konnte er es nicht leiden, daß sie die gemeinsame Treppe und den Hausflur nicht fegte und wischte. Jeden zweiten Samstag brüllte er vor Wut und machte es selbst. Tatsächlich putzte Grete heimlich, wie mir meine Eltern erzählten. Einmal seien sie spätnachts von einer Feier zurückgekehrt und hätten Grete dabei ertappt, wie sie auf dem offensichtlich gerade frisch gewischten Boden Staub und Krümel aus ihrem reichlichen heimischen Vorrat verteilte. Sie sei nicht einmal erschrocken, sondern habe konspirativ, aber voller Überzeugung geflüstert: »Makt Freide fir Huber, so kann a bissi schimpfe und a bissi putze!«

Tibor Rácskai

Hallo Sweischintonikk!

Einmal ging ich in einem Sakko, kombiniert mit einem gebügelten Hemd, auf eine Werberparty. Ich wurde höflich begrüßt, mußte nichts zahlen und bekam massig Getränke an der Bar. Ich war der Mittelpunkt des Abends. Die schönsten Frauen, die mächtigsten Männer, ja, jeder sah mich verschmitzt lächelnd an und warf mir gierige Seitenblicke zu. Leider wurde ich nur mit Getränkebestellungen begrüßt.

Christian Kroll

Entwicklungstheorie

Wenn ich eine Gesetzesinitiative in den kommenden Koalitionsvertrag schreiben könnte, wäre es: Komikschaffenden sollte es verboten sein, Anekdoten und Scherze über ihren Nachwuchs bzw. dessen Erziehung zu verbreiten. Zuwiderhandlern werden die Geschlechtsorgane aberkannt (Euphemismus). Zum Glück möchte ich anläßlich des ersten Geburtstags meiner Tochter nur eine ernstgemeinte Theorie verbreiten. Sie lautet: Das erste Jahr menschlicher Entwicklung entspricht einem rückwärts ablaufenden Vollsuff.

Belege? Bitte sehr: Das Neugeborene befindet sich im Volldelirium, kann sich kaum bewegen, muß von Urin, Kot und Erbrochenem befreit werden. Dann fängt das Kind an zu lallen, ist entweder himmelhochjauchzend oder zutodebetrübt gestimmt. In der nächsten Phase robbt es über den Boden, nimmt Dinge in den Mund, vor denen es Menschen mit klarem Verstand ekelt, und ist gänzlich auf Brüste fixiert. Darauf folgt die Zeit, in der es auf wackeligen Beinen steht, herumkreischt und alles hundertmal wiederholt. Als nächstes wird meine Tochter wohl laut und falsch einfache Lieder grölen, sich auf meine Schulter stützen und verkünden: »Wir müssen unbedingt mal wieder was gemeinsam unternehmen!«

Heißt in Konsequenz: Gerade eine glückliche Kindheit führt zum Saufen. Wer also sein Kind davor bewahren will, später einmal regelmäßig das Glück der ersten Lebensmonate mittels Alkohol nachzuempfinden, muß sein Neugeborenes mißhandeln. Wahrscheinlich nimmt es dann später aber Crack. Ihre Wahl!

Tim Wolff

Verbotsende

Wenn sich die Elektrofahrzeuge flächendeckend durchgesetzt haben – darf dann wenigstens an den Tankstellen wieder geraucht werden?

Burkhard Niehues

Mode-Tip

Letzte Nacht habe ich von einer neuen Art der Mode-Messe geträumt. Am Eingang kauft der Besucher »Rohlinge«: einfache lange weiße T-Shirts. Bei den Designern auf der Messe kann man den Rohling dann bearbeiten lassen durch Abnäher, Ärmel, Applikationen, Farbe etc. Diese wirklich geniale und gewinnträchtige Idee stelle ich hiermit der Allgemeinheit zur Verfügung. Weil sie mir persönlich so richtig am Arsch vorbeigeht.

Katharina Greve

Bezeichnend gezeichnet

Vergangene Woche ließ mich ein Buch über die Geheimnisse der Graphologie schaudernd erkennen, wieviel meine Unterschrift über mich verrät. Zum Glück jedoch nicht, wie ich heiße, nämlich

Je oller…

Großer Schock in der Familie, als herauskam: Die hochbetagte Großmutter hatte sich in der Bingo-Gruppe eine Affäre angelacht. Wer hätte schon erwartet, daß jemand in dem Alter zweigreisig fährt?

Tom Sundermann

¡Aber hola!

Es nimmt schon wunder, wenn man auf eine einsam an der Straßenecke gestikulierende Person zuschreitet und diese in etwa zehn Meter Entfernung rufen hört: »Jesus kommt! Morgen. Ja, morgen!« Die Enttäuschung folgt allerdings auf dem Fuß, wenn man dann im Lauf der voranschreitenden Beobachtung für sich interpretieren muß, daß hier offenbar ein relativ normaler Zeitgenosse den bevorstehenden Besuch eines spanischen Freundes über die Freisprecheinrichtung seines Smartphones kundtut.

Harald Wurst

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Hey, Sticks’n’Sushi Berlin!

Ihr sucht gerade Kellnerinnen und Kellner und habt dazu bei Facebook eine Stellenanzeige kursieren lassen, die Eure Anforderungen erfreulich deutlich macht: »Bei Sticks’n’Sushi stellen wir nur Mitarbeiter ein, die ein großes Lächeln und ein kleines Ego mitbringen. Wir stellen echte Persönlichkeiten ein. Menschen, die das Wir vor das Ich stellen.«

Ihr sucht also, mit anderen Worten, servile Duckmäuser, die sich klaglos ausbeuten, zusammenschreien und kündigen lassen, auf dass Ihr jederzeit in neuen Stellenanzeigen nach Ersatz für sie suchen könnt. Solche »echten Persönlichkeiten« zu finden, die auf ihre Persönlichkeit zugunsten der Volks- oder Betriebsgemeinschaft verzichten, sollte hierzulande wohl gelingen!

Aber unter uns: Die Chefs in Eurer Fischbude sind weiterhin die mit dem kleinen Lächeln und dem großen Ego, nicht wahr?

Von Persönlichkeit zu Persönlichkeit: Titanic

 Winke winke, Prof. Herfried Münkler!

Winke winke, Prof. Herfried Münkler!

So was wie den »Asylstreit« (CDU/CSU) muss einer wie Sie natürlich analysieren, auch mal im »Stern«: »Dieses leichtfertige Spielen mit der politischen Stabilität ruft ungute Erinnerungen an Weimar hervor« – im Gegensatz zu den vielen guten, die man derzeit bekommt, wenn man »Weimar« hört –, aber: »Soweit wird es nicht kommen.« Sollten Sie den ersten Satz ernst meinen, ist der zweite leichtfertig. Meinen Sie den zweiten ernst, ist der erste Alarmismus, Phrase.

Ja, jetzt, wo wir es sagen: »So wie seinerzeit in der SPD lässt sich die Ursache des Streits auch in der Union nicht allein an persönlichen Feindschaften festmachen. Heute wie damals steht dahinter ein Konflikt um den politischen Kurs.« Ach! »Ich glaube, dass die politische Mitte weiter eine Rolle spielt.« Oha! »Früher sprach man von ›Italienisierung‹ der Politik, heute müsste man von der ›Niederlandisierung‹ sprechen.« Soso. »Der deutschen Europapolitik droht nun das, was ich das ›französische Syndrom‹ nennen würde.« Hm.

Dieses leichtfertige Spielen mit Sinn und Sprache ruft ungute Erinnerungen an andere Ihrer Veröffentlichungen hervor. Man müsste wohl von »Deutschlandisierung« des Denkens sprechen, es ist das, was wir »Politikwissenschaftssyndrom« nennen würden.

Soweit ist es schon gekommen, fürchtet: Titanic

 Kleiner Junge aus der Audi-Werbung!

»Mein Vater sagt: Das Gas, mit dem unser Auto fährt, kommt vom Wind.«

Es tut uns wirklich leid, Dir das sagen zu müssen, aber Dein Vater ist ein ausgemachter Trottel. Titanic

 Großartige Idee, »tz«!

Ein Live-Ticker zum Helene-Fischer-Konzert im Olympiastadion: »Es folgt das Lied ›Lieb mich‹«; »Helene trägt jetzt einen roten Body, an dem eine Art Umhang aus ebenfalls roten Fäden herunterfällt.« Und so weiter. Was erwartet uns als nächstes? Eine Lesung von Juli Zeh im Snapchat-Format? Die Audiospur zur Schach-WM?

Gehörlos durch die Nacht: Titanic

 Innenärgernis Horst Seehofer!

Neulich schalteten wir im ZDF »Aktenzeichen XY – ungelöst« ein – denn soweit sind wir mittlerweile, dass wir »Aktenzeichen XY« zur Ablenkung und Entspannung brauchen –, und da baute sich mittendrinne wer vor unseren Augen auf? Sie, Herr Minister!

Sie sind nämlich heuer Schirmherr des XY-Preises für Zivilcourage, welcher an Personen verliehen wird, die durch beherztes Eingreifen Straftaten verhindert haben. In einem Onlinevideo versichern Sie, damit andere Menschen motivieren zu wollen, »dass sie sich ein Beispiel nehmen, nicht für eine Kultur des Wegschauens, sondern des Helfens und des Zusammenhalts« einzustehen.

Wir müssen an dieser Stelle nachfragen. Wie weit darf Zivilcourage, darf Nothilfe gehen? Angenommen, wir werden Zeuge, wie jemand, sagen wir mittels Abschiebemaßnahmen und qua Verbannung von Rettungsbooten, das Absaufen und anderweitige Krepieren von Flüchtenden verursacht: Haben wir dann die Erlaubnis, wenn nicht die Pflicht, dem Täter gepflegt aufs Maul zu hauen? Reicht Pfefferspray? Die Hunde loslassen?

Rechtsberatungsgesuch von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Alptraum

Geträumt, dass Wolfgang Niedecken mit BAP noch mal durchstarten will und jetzt ein K-Pop-Album aufzeichnet – BIBIM BAP. Schweißgebadet aufgewacht.

Leo Fischer

 Dekoratives Literatur-Syndrom

Wie schlimm es um die Leselust in der Bevölkerung steht, sieht man am anschaulichsten in diversen Möbelhäusern, welche aufzusuchen mich meine renovierungswütige Gattin derzeit ständig nötigt: Da offenbar keine Diebstahlgefahr mehr besteht, wurden Buchattrappen erstmals durch echte Romane ersetzt.

Volker Schwarz

 Anatomie 4.0

So ein Körper ist doch eh nur ein unzulängliches Hilfsmittel, da kommt man ohne Improvisation eh nicht weit. Aber trotzdem weiß ich jetzt schon, dass ich ihn vermissen werde, den alten Racker, wenn ich demnächst digitalisiert werde.

Theobald Fuchs

 Polen

Ich war mit Antje in Polen. Wir haben viele Fotos gemacht. Zwischendurch haben wir die Fotos schon mal in einem Express-Laden entwickeln lassen. Wir haben gedacht, das wäre billig in Polen, war es aber gar nicht. Als wir die Fotos abholten, waren die Farben auf den Fotos alle zu farbig, knackebunt, wie ein Comic. Irgendwas ist beim Entwickeln schief gelaufen. »Scheiß Entwicklungsland«, sagte Antje.

Kirsten Fuchs

 Sturmwarnung

Wer Wind sät, wird gar nichts ernten, ihr dummen Städter!

Dipl.agr.oec. Daniel Sibbe

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
19.08.2018 Hamburg, Strandperle Ella Carina Werner
29.08.2018 Berlin, Pfefferberg Theater Max Goldt
02.09.2018 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Otto. Die Ausstellung«
02.09.2018 Erlangen, Galerie Black Cube Bernd Pfarr