Vom Fachmann für Kenner | August 2013


Netzrundfahrt

Wenn wir unser Bewußtsein erst einmal komplett einloggen können, dann wird die Tourismusbranche Siteseeing-Touren anbieten. Wetten?

Karsten Wollny

Slang

Ein etwas größerer Altersunterschied in einer Paarbeziehung kann reizvoll sein: Man lernt voneinander, der Sprachgebrauch wird spielerisch erweitert. Dabei bleibt das neu Gehörte manchmal im ersten Moment rätselhaft, weil sich die Bedeutung oft erst aus dem Kontext erschließt. Und selbst da nicht immer: Wenn, zum Beispiel, die junge Frau nach dem Sex »Krasse Scheiße« ausruft, kann das sowohl den besten bis zu diesem Zeitpunkt erlebten Geschlechtsverkehr charakterisieren als auch den schlechtesten.

Tibor Goerlich

Opas Weisheit

Lieber Lebertran als Lebertransplantation.

Nils Straatmann

Statt Karten

Skatspieler verwenden gerne die Redewendung: »Jetzt habe ich aber in die Kacke gegriffen«, wenn sie unpassende Karten aufnehmen. Ich fröne diesem schönen Kartenspiel online und suchte, nachdem ich die deutschsprachigen Gegner recht gut im Griff hatte, nach internationalen Meriten. Was mir die Suchmaschine allerdings unter »scat games« anbot, das – na, Sie können es ja selbst einmal ausprobieren. So sprichwörtlich hatte ich jedenfalls noch nie reingegriffen.

Helge Möhn

Beauty-Tip

Mit extrem hohen ISO-Werten fotografiert, verschwinden dank Grobkörnung selbst tiefste Gesichtsfurchen.

Valentin Witt

Am Scheideweg

Ich wollte mir die Komposition eines italienischen Avantgardekomponisten anhören, die Gespielin, als hartgesottener Fußballfan, lieber die englische Premier League im Fernsehen sehen. Sie dann so: »Manchmal muß man sich entscheiden: Scelsi oder Chelsea?«

Ulrich Blumenbach

Positives Denken

Anstatt wohlfeiler Entschuldigungen für die diesen Sommer erneut zu erwartenden Ausfälle von Klimaanlagen sollte die Deutsche Bahn von der IT-Branche lernen. Probleme werden dort, unter dem Motto »It‘s not a bug, it‘s a feature«, als Lösung präsentiert. Das Pendant für die Schiene wäre die »Erlebnisreise zum Klimagipfel«.

Nils Pooker

Aufklärung, mitgehört

»Meine Freundin will im Bett immer so komische Sachen machen. Letztens hat sie sich verkehrtherum auf mich gelegt, so daß sie mit dem Mund und ich mit meiner Zunge…«

»Ja, klar, 69 halt.«

»Ich weiß auch nicht, welche Nummer das hat, auf jeden Fall war’s strange.«

Ingo Krämer

Sichere Bank

NSA ist mir schnurz. Trojaner auch, und Phishing erst recht. Denn beim Blick auf mein Konto denkt jeder Hacker sofort: Da war ich doch schon!

Harald Wurst

Im Straßenverkehr

Er fuhr schon in Schlangenlinien neben mir an die Kreuzung und belohnte sich, nachdem er die Haltelinie nur knapp verfehlt hatte, erst mal mit einen Schluck Bier aus der Pulle. Dann passierte das, was schon vielen alkoholisierten Verkehrsteilnehmern nachts an roten Ampeln passiert ist: Sein Kopf sackte langsam aufs Kinn, und er schlief ein. Ich war beeindruckt, brachte mich aber trotzdem in einen sicheren Abstand. Hinter mir fiel er scheppernd und jaulend mitsamt seinem Fahrrad um.

Volker Surmann

Fröhliche Hundegeschichten (XXIV)

Sigmund Freuds »Bemerkungen zum Reinheitsmotiv im Tierreich« gehören zu einer Reihe von Privatvorlesungen, die der Meisterdetektiv vor einem ausgewählten Kreis von Schülern in der Wiener Bierschenke »Zum räudigen Tschuschen« hielt. Freud geht der Frage nach, warum in beinahe allen Kulturen der Hund als das unreine Tier schlechthin gelte, die Katze jedoch als sauber, sie mancherorts gar in den Stand göttlicher Reinheit gehoben werde. Dabei sei doch jedermann bekannt, daß noch der dickste Hund mit geringer Mühe stubenrein gemacht werden könne, wohingegen Katzen an und für sich ein Kroppzeug seien, rechte Drecksstinker, eine Zumutung für alle Sinne, Mäusekadaver, Geschrei bei Nacht, Katzenherpes etcetera. Während Hunde ihre Ausscheidungen selbständig verscharrten, versuchten Katzen mit ihrem manischen Selbst-Gelecke im Gegenteil ständig schmutzig zu bleiben, nämlich voller Schleim und Sabberbakterien. Immerhin scheine das Unbehagen gegen die »Mistviecher« (Freud) sich auf sprachlicher Ebene Luft zu verschaffen, denn die Katze werde in fast allen Sprachen mit dem weiblichen Genitale assoziiert, als Musch, Muschi, Pussy, pipi de chat oder dänisch katzfotzer. Der Hund hingegen verkörpere nicht nur das stramm Phallische, spornstreichs sich streckende, sondern stehe symbolisch auch für Herzensreinheit, denn so ein liebes Hunderl, mei, das sei doch das Herzigste auf der Welt, besonders, wenn man ihm ein Wurstzipferl gegeben habe. Doch allzuoft gebe es gerade keine Wurst; im Gegenteil erhalte grad der kleinste Hund die meisten Prügel, das sei doch die größte Ungerechtigkeit. Dabei sollen Freud dicke Tränen über die Wangen gerollt sein. Letztlich sei es Penisneid, Penisneid der Katzen auf die Männer, soll der Professor dann noch etwas arg sybillinisch gerufen haben, bevor er auf dem Tresen eingeschlafen sei. Lacan konnte die Situation später glücklicherweise klären.

Leo Fischer

Ordnungssinn

Mittlerweile bin ich daran gewöhnt, von meiner Mutter ständig wegen meines mangelnden Ordnungssinns gerügt zu werden. Aber nach meiner telefonisch geäußerten Auskunft, ich würde gerade Unkraut jäten, gefragt zu werden: »Wo? Draußen?« – das geht dann doch zu weit, finde ich.

Christian Strube

Humorkritik

Den Witzbolden, die immer noch fragen, ob man Elmex oder Aronal benutzen soll, wenn man nach durchzechter Nacht morgens ins Bett geht, sei mal eines zwischen die Zähne geknallt: Es gibt nicht nur Aronal und Elmex – es gibt auch Meridol!

Mark-Stefan Tietze

Kurz gesagt

Nach meiner Augenlaser-Behandlung erwarte ich von meinen Freunden nicht die üblichen Komplimente. Ein einfaches: »Oh, du siehst heute aber gut – !« würde genügen.

Julia Baumann

Touché

Kürzlich in der Service-Hotline eines großen deutschen Elektronikmarktes: Ich rief wegen einer defekten Kaffeemaschine an und wußte mir nach fünfzehn quälenden Minuten im Streit über den Unterschied zwischen gesetzlichem Widerrufsrecht und Gewährleistungsrecht nicht mehr anders zu helfen, als darauf hinzuweisen, daß ich Jurist sei und deshalb Bescheid wisse. Die schlagfertige Antwort des Kundenbetreuers: »Und woher wollen Sie wissen, daß ich nicht auch Jurist bin?« Im nachhinein habe ich mich darüber geärgert: So dreist, wie er zuvor gelogen hatte, hätte ich auch von selbst darauf kommen können!

Sebastian Sobota

Sexual Network

Ich finde, Durex sollte auf virales Marketing verzichten.

Manuela Kaindl

Das Geheimnis des Pergaments

Wenn man wissen will, wie in der Antike Pergamentpapier hergestellt wurde, aber nicht genug Muße für die fünfundvierzigminütige Arte-Doku besitzt, leihe man sich ein etwa sechs Jahre altes Kind, setzte es vor den Fernseher und höre sich die Zusammenfassung an: »Also, ich glaube, das besteht einfach aus ’ner ganz platt gehämmerten Ziege.«

Benjamin Bäder

Mein angeberischster Verleser

Laut Adorno muß man Bach zwar verteidigen gegen seine Liebhaber, die ihn, Bach, mit wütender Emphase verehren als absolute Verkörperung vorindividuellen Seinsglücks, just weil sie selbst nix als postindividuelle dekonturierte arme Würstchen und komplette Esel sind mit ihren albernen Bach-Abenden und kultisch kräuterteefeuchten Kontrapunktgottesdiensten, God fuck them all. Trotzdem las ich auf einer Bahnhofanzeigentafel jüngst überaus erfreut, daß mein Zug »ca. 5 Motetten verspätet« sei, obwohl ich mir grad erstens gar nicht die Motetten, sondern die Missae (BWV 233-236) in Herreweghes absolutem Dirigat frohweinend reinzog und obwohl zweitens die Verspätung – die »sechs großen Motetten« dauern total sechsundsechzig Minuten, ergo eine elf – dann fünfundfünfzig Minuten statt fünf betragen hätte! Haben würde! Die ich kompletter Esel aber eben supergern blöd rumstünd, wennjawenn – da indirekt mein Bach dran schuld wär! Statt der bescheuerten Scheißbahn.

Und wären die Motetten nicht in der Tat ein vorindividuell trost-, ja glückbringendes Zeitmaß? »Ein Spiel dauert 8,18182 Motetten«, »Unsere Jüngste ist ja jetzt auch schon 196457«, »…wurde die im Fall Mollath mitverantwortliche bayerische Justizhexe Merk zu einer Gesamtzuchthausstrafe von 4,38 Tera-Motetten verurteilt« – hört sich das nicht schöner und gerechter an als 624 Jahre? Nein?

Doch.

Thomas Gsella

Gefahrenabwägung

Meine Freundin meinte, sie verstehe gar nicht, wieso in den Nachrichten immer so viel von unbemannten Drohnen die Rede sei: Es sei doch logisch, daß Drohnen nur gefährlich seien, wenn sie unbemannt sind. Bemannte Drohnen wären doch irgendwie schwul und damit aus ihrer Sicht absolut harmlos.

Uwe Geishendorf

Doch Diät?

Blusen, Kleider, Röcke und Dessous: egal. Zugenommen hat man erst, wenn man nicht mehr in seine Socken paßt.

Tanja Schmid

Jungbrunnen

Seit ich relativ spät zu Nachwuchs gekommen bin, höre ich ständig, daß man sich mit Kind auch selber wieder jung fühlen werde. Und was soll ich sagen – es stimmt tatsächlich! Wenn ich morgens in unserem Bad stehe, das aufgrund von Zeitmangel und Erschöpfung seit Wochen nicht geputzt wurde, fühle ich mich wieder wie mit Anfang zwanzig in der Studenten-WG.

Carsten Henkst

Vorfahrt

Diese Radler, die bei Rot niemals anhalten, immer rücksichtslos weiterfahren, sich sogar noch lustig machen über die, die tatsächlich stehenbleiben – wissen die denn nicht, welch ein schlechtes Vorbild sie abgeben? Ist doch klar, daß ich nächstes Mal auch ungebremst durchpresche! Mann!

Tina Manske

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Toller Service, »Manager Magazin«:

»Prokrastinations-Test: Sind Sie der König der Aufschieber?« Wir wollten uns natürlich sofort testen, aber leider war noch der Abwasch zu erledigen, und spazierengehen wollten wir ja auch, und endlich auf diese eine Mail antworten …

Aber morgen dann ganz sicher! Titanic

 Huhu, »Welt«-Journalist Peter Praschl!

Ein Texteinstieg muss neugierig machen, packen, sonst wird der Rest nicht gelesen. Das gilt besonders für Bezahlinhalte, deren erster Absatz frei einsehbar ist, und so begannen Sie einen Artikel über Sharon Tate mit den Worten: »Nichts wirkt so belebend wie eine ermordete junge Frau. All diese Fantasien, die sie entfacht – was aus ihr noch hätte werden können.«

Nun lässt sich eine Paywall aber rein technisch schwer überwinden, wenn man beim ersten Satz direkt auf den Bildschirm kotzen muss. Denn abgesehen davon, dass junge Frauen es deutlich weniger erfrischend finden, ermordet zu werden, als Sie und jemand, der sich statt mit Limonade mit Femiziden erfrischt, eher in die Psychiatrie als in die Medien gehört, evoziert Ihr Ekelgeschwalle in uns das Bild, wie Ihnen beim Schreiben solcher Widerlichkeiten die Hose aufgeht, und gegen solch starken Brechreiz ist noch kein Kraut gewachsen.

Immerhin, Praschl, stellt sich, sollte Ihnen etwas zustoßen, nicht die Frage, was aus Ihnen noch hätte werden können. Klar wäre einfach: Es wird keine neuen Texte von Ihnen geben. Und diesen Gedanken findet sehr belebend: Titanic

 Jetzt mal im Ernst, MDR!

In einem Spielbericht hast Du behauptet, alle drei Tore seien »durch einen ruhenden Ball« gefallen. Muss sich der Ball nicht doch ein ganz klein wenig bewegen, damit ein Tor fallen kann?

Fragt in sich ruhend, den Toren beim Fallen zusehend: Titanic

 Schwach, Bundesagentur für Arbeit!

Da wurdest Du dafür kritisiert, dass Du eine Hartz-IV-Empfängerin zum Lösen veritabler Grundschulaufgaben gezwungen hast. Auf die Netzschelte wegen Anweisungen wie »Schreibe unter das Bild das passende Wort« hin knicktest Du sogleich ein: »Wir können gut verstehen, dass die Teilnehmenden dies kritisieren, und teilen diese Meinung auch.«

Dabei, Bundesagentur, schulst Du damit unserer pädagogischen Expertise nach diese am Arbeitsmarkt unentbehrlichen Fähigkeiten: 1. bedenkenlos Befehle ausführen, 2. stupide Jobs erledigen, 3. Hilflosigkeit ertragen wie ein Kind, 4. das Gutsherren-Du akzeptieren und 5., am wichtigsten, komplette Selbstaufgabe!

Regt sowieso eine Umbenennung in Bullshitjob-Agentur an: Titanic

 Carlos Ghosn (Großkapital)!

Carlos Ghosn (Großkapital)!

Einst haben Sie aus Nissan, Renault und Mitsubishi ein internationales Bündnis geschmiedet. Seit November letzten Jahres sitzen Sie in Tokio in Untersuchungshaft; Sie sollen gegen Börsenauflagen verstoßen, Ihr Gehalt falsch ausgewiesen und private Verluste auf Nissan übertragen haben. Selbstverständlich wehren Sie sich gegen die Vorwürfe, wittern »Verrat« und die »Verschwörung« einer »Armee«, die Ihnen gegenüberstehe.

Nun wissen wir nicht, was an den Anklagepunkten dran ist, aber Herrgott, Ghosn, geht man allein nach Ihrem Äußeren, wundern wir uns, dass Ihnen nicht viel ärgere Untaten zur Last gelegt werden. Sie sehen aus wie jemand, der regelmäßig Dinge blafft wie »Ich hab genug gehört« und »Schafft ihn weg!«. Wie jemand, der mit einem Knopf unter der Schreibtischplatte eine Falltür öffnen kann. Jemand, der sich mit Blick aus dem obersten Stockwerk eines Wolkenkratzers einen 60 Jahre alten Whisky einschenkt, den er seiner globusförmigen Hausbar entnommen hat, während einer seiner Konkurrenten gefesselt und geknebelt vor ihm kniet. Kurzum: Man würde Ihre Besetzung als Bond-Bösewicht wegen Klischee-Übererfüllung ablehnen. Von Ihrem spukhaften Nachnamen wollen wir gar nicht erst anfangen!

Heute mal oberflächlich: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Russtikal

Die einen nennen die klassische Technik, wenn einen beim Wandern das Unwetter überrascht, schlicht »nackter Oberkörper« – für mich jedoch ist das »die russische Regenjacke machen«.

Theobald Fuchs

 Das Urteil

Seit sich in unserem Kafka-Lektürekreis herumgesprochen hat, dass die Dohle auf tschechisch »kavka« heißt –was, nebenbei bemerkt, natürlich auch Franz Kafka bekannt war und Spuren in seinem Werk hinterlassen hat –, wird bei uns statt des Ausdrucks »kafkaesk« nur noch das Wort »dohlenartig« verwendet. Anfangs hat mich das ja durchaus amüsiert, aber jetzt, nach etlichen Monaten, wirkt das Ganze auf mich doch eher albern oder zwanghaft. Teilweise finde ich die Situation sogar regelrecht dohlenartig.

Andreas Maier

 Verpasste Gelegenheiten

»Rückblickend hätte ich schon einiges anders gemacht«, sagt die Mittzwanzigerin am Nebentisch. »Zum Beispiel hätte ich mit meinem Freund damals eigentlich gern mehr Zeit verbracht. Dann hätten wir uns auch viel früher getrennt.«

Tilman Birr

 Feindschaftspreis

Seit ich hier in Berlin wohne, hole ich mir bei meinem bevorzugten asiatischen Restaurant regelmäßig das einzige vegane Gericht. »6,90 Euro – für dich!« hieß es dort stets schmunzelnd vom Chefkellner. Letztes Mal überreichte mir erstmals eine andere Bedienung meine Bestellung: »Macht dann 5,90 Euro.«

Dominik Mauer

 Genialer Lifehack

Du bist gerade unterwegs und möchtest wissen, wie spät es ist? Dummerweise hast du zwar keine Uhr, dafür aber eine Sozialphobie im Gepäck, kannst also auch keinen Fremden auf der Straße fragen? Kein Problem! Suche einfach den nächsten Supermarkt auf. Wähle eine Tütensuppe aus (ich habe sehr gute Erfahrungen mit der »Frühlingsgemüsesuppe« gemacht), gehe zur Kasse und bezahle sie. Tadaa! Auf dem Bon findest du die Uhrzeit. Auf die Sekunde genau.

Katharina Greve

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 15.03.:

    Die "Junge Welt" im Gespräch mit Martin Sonneborn über Turbopolitik.

  • 15.03.:

    Leo Riegel ist einer der drei Gewinner des NABU-Cartoon-Wettbewerbs. Wir gratulieren!

  • 13.03.:

    Das "Journal Frankfurt" berichtet über Chefredakteur Moritz Hürtgen.

  • 12.03.:

    Zu den Regierungskrisen der vergangenen zwölf Monate zählt die "Süddeutsche Zeitung" u.a. Moritz Hürtgens Twittercoup über einen angeblichen Fraktionsbruch.

  • 08.03.:

    Das "Handelsblatt" hat Martin Sonneborn in Straßburg (EU) getroffen.

Titanic unterwegs
22.03.2019 Wuppertal, Volkshochschule Uwe Becker
23.03.2019 Leipzig, Café »Das Kapital« Katharina Greve
23.03.2019 Leipzig, Buchmesse Thomas Gsella
23.03.2019 Leipzig, LURU-Kino in der Spinnerei Paula Irmschler