Vom Fachmann für Kenner | April 2013


Intellektuell überfischt

Immer, wenn ich lese, jemand habe etwas ad usum delphini geschrieben, frage ich mich: Wie schreibt man das für Dumme?

Frederik Moche

Dialog aus der US-Drogenbekämpfungsbehörde

»Hey, Officer, wie lange verbrennen Sie hier schon das beschlagnahmte Marihuana?«
»Keine Ahnung, Dude, kommt mir vor wie zwei Wochen, äh, hast du mal ’n Snickers oder so, Mann?«

Erich Klepptenberger

Rebbe, zahlen!

Um den Hintergrund von folgendem Witz zu verstehen, muß man wissen, daß mein Freund Billy Wilder, der spätere Regisseur von großartigen Filmen wie »Manche mögen’s heiß«, »One, Two, Sold« oder Lubitschs »Sein und Nichtsein«, in den Zwanzigerjahren in Berlin für eine etwas boulevardeske Tageszeitung schrieb, die auch vor blutigen Themen nicht zurückschreckte. Damals sorgte der Kindermörder Fritz Haarmann für Angst und Schrecken. Es gab sogar einen populären, wenn auch morbiden Schüttelreim: »Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt Haarmann auch zu dir. Mit dem scharfen Hackebeilchen macht er Wurstsalat aus dir.« Diesen Kinderreim hatten Marcel Reich-Ranicki und ich wohl im Ohr, als uns 1998 im »Literarischen Quartett« folgende Anekdote zustieß: Die berühmte Moderatorin Eva Herman hatte damals gerade in Johannes B. Kerners Fernsehsendung »Das aktuelle Sportstudio« die Nazis verharmlost, indem sie erklärte, an Hitler sei zwar vieles schlecht gewesen, aber nicht die Familienpolitik. Zu diesem Thema fällt mir ein, daß Hermans Auftritt in der Fernsehsendung auch erst ein paar Jahre später gewesen sein könnte; jedenfalls muß man zum Verständnis der Pointe die Namensähnlichkeit zwischen »Haarmann« und »Herman« im Gedächtnis behalten. Ein anderer Journalist, ich glaube, es war Günther Jauch, sprach sogar von »Eva Herman Göring«. Ein guter Witz, wie ich finde. Aber zurück zum »Literarischen Quartett«, wo Marcel Reich damals – es herrschte gerade ein Gewitter, Wolken zogen sich zusammen – in der Garderobe fürchterlich auf Sigrid Löffler einteufelte. In diesem Moment donnerte der Blitz über den Himmel, der Strom fiel aus, und ich so, geistesgegenwärtig: »Nobody’s perfect!« Okay, das war’s. Macht dann 40 Euro. Danke!

Hellmuth Karasek

Zu freundlich

Jüngst träumte ich, zu einer Beerdigung eingeladen zu sein. Meiner. Gegen Ende des Traums bedankte ich mich schriftlich für die nette Einladung, sagte jedoch ab mit der Begründung, ich litte an Klaustrophobie.

Oliver Genzow

Fuck the leaders

Falsche Revolutionäre erkennt man daran, daß sie nach ihrem Sieg auch die Reproduktionsmittel verstaatlichen.

Michael Höfler

Fröhliche Hundegeschichten (XXI)

Liebe Kinder, ihr alle erinnert euch ja noch gut an das Märchen von Aktaion, dem jungen Jägersmann, der die Göttin Artemis beim Nacktbaden ausgespannt hatte. Letztes Mal habe ich euch erzählt, wie der listige Aktaion, kaum hatte er das Plätschern, Kichern und Prusten gehört, pfiffig durchs Gebüsch kroch, scharfsinnig zwischen zwei Ästen hindurchlugte und kaum, daß er nur den Rücken der Göttin gesehen hatte, schlau zu masturbieren begann. Alles hätte prima laufen können – hätte er nur gewußt, daß Göttinnen, ähnlich den Tauben, ein spezielles Organ im Kopf haben, mit dem sie Wichser auch über große Strecken wahrnehmen können. Und so flog die tropfnasse Artemis zu seinem Versteck hinüber und schoß ohne viel Federlesens aus ihrem Finger einen Strahl ultraharter Gammastrahlung auf ihn ab. Da, liebe Kinder, half alles Klagen und Bitten nichts, Artemis hielt weiter drauf, bis Aktaions Gene wie wild am Kochen und Mutieren waren. Seine Jagdhunde jaulten zusammen mit ihrem Herrn vor Schmerz, sprangen verstört um ihn herum – und warfen sich schützend vor ihn. Und so kam es, daß Aktaion nicht vollständig kaputtgelasert wurde! Während Artemis ihn einäscherte, wurde sein Astralkörper nämlich bloß fragmentiert und auf das Genom seiner Hunde verteilt. So entstand ein Rudel unbesiegbarer Superspürnasen mit einer gemeinsamen Schwarmintelligenz, die natürlich sofort wütend auf die Göttin losrasten. Da ging Artemis gehörig die Muffe, und sie verwandelte sich in ein flinkes Reh, um zu fliehen. Eine saudumme Entscheidung, wie ihr gleich darauf selber einfiel. Um es kurz zu machen: Das Hundekollektiv ging satt nach Hause, und im Olymp wurde eine Stelle nicht neu besetzt. Und deshalb, liebe Kinder, sind unsere Rüden heute so rammelwild und knattern alles kurz und klein: weil sie in jeder Sofaecke, jedem Hosenbein die mondhell glänzende Haut der badenden Artemis sehen. Bei Ovid steht das natürlich alles ein bißchen anders, aber auch nicht wesentlich sinnvoller. Jetzt aber husch ins Bett!

Leo Fischer

Eßethik

Frage eines schändlich gedankenlosen Billigfleischwarenessers: Wie halten es Vegetarier und Veganer eigentlich mit Fleischtomaten? Tusch!

Moritz Hürtgen

Ja, ja… deine Mudder!

In der U8 Richtung Hermannstraße hängt ein Jugendlicher am Handy. Was er hört, scheint ihn nicht zu begeistern – er schüttelt immer energischer den Kopf, bis es aus ihm herausplatzt: »Tschüsch, Dicker! Ich schwöre, meine Schwester ist echt so ein Hurensohn!«

Max Benrath

Selbst ist der Mann

Seit ich freiberuflich arbeite, bin ich mein eigener Chef. So fühlt sich also Macht an: Ich verlange nach einem Kaffee, schon wird er mir von mir selbst gebracht. Schnell mal jemanden zur Post schicken? Mit mir kann ich’s ja machen. Am besten ist aber, daß ich schon mehrere sexuelle Affären im Büro hatte.

Tom Sundermann

Fehleranalyse mit Facebook

Inzwischen weist mich die Startseite bei Facebook nicht nur darauf hin, daß ich mein Paßwort falsch eingegeben habe, nein, sie zeigt mir die differenzierte Meldung »Ihr Paßwort enthält Rechtschreibfehler« an. Jetzt warte ich gespannt auf:

1) »Sie haben sich offensichtlich beim Eingeben des Paßwortes nicht konzentriert.«

2) »Sie benutzen eine Schweizer Tastatur, da ist das @ doch anderswo! Wann kapieren Sie das endlich?«

3) »Bei Ihrer Statusmeldung vom 25.3. verwenden Sie keine Standardsprache.«

4) »Haben Sie außer Kaffee heute eigentlich schon etwas getrunken?«

5) »Bitte lesen Sie Ihre letzten drei Statusmeldungen noch einmal durch. Haben Sie dabei wirklich an alle Adressaten gedacht?«

Christina Hahn

Haushaltstip

Wem der Umgang mit der Gemüsebürste zu anstrengend ist, der kann seine Pellkartoffeln zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten lang in kochendem Wasser waschen. Funktioniert auch.

Karsten Wollny

Klare Rollenverteilung

Vor einiger Zeit auf einem öffentlichen Platz in Freiburg: Ein paar Kinder, alle höchstens zehn Jahre alt, spielen Räuber und Gendarm. Gerade werden die Gruppen aufgeteilt. Ein Kind beugt sich also vornüber und hält sich die Augen zu, während ein zweites Kind ihm mit dem Zeigefinger auf den Rücken klopft und folgenden wunderbaren Abzählreim aufsagt: »Tock, tock, wer soll dieser sein, Räuber oder Bullenschwein?«

Sebastian Knab

Tisch und Bett

Eine traurige Konstante in meinem Leben: Wenn ich bei weiblichen Bekannten zu Besuch bin und erwähne, daß Fisch auf mich eine aphrodisierende Wirkung hat, bekomme ich immer Fleisch oder Vegetarisches vorgesetzt.

Andreas Verstappen

Endlich Frühling

An einem der letzten Wintertage habe ich meine etwas zu dünne Bettdecke den ganzen Tag auf dem Balkon gelassen. Die soll auch mal wissen, wie das ist, wenn man friert!

Alexander Liegl

Zeit für einen Neubeginn?

Nachdem Annette Schavans Doktorarbeit für ungültig erklärt wurde, fangen die Probleme eigenlich erst an: Wie gehen wir mit all den Studenten und Wissenschaftlern um, die seit 1980 daraus zitierten? Und denen, die sich wiederum auf deren Schriften berufen haben? Muß sich die Pädagogik nicht eingestehen, daß sie seit über dreißig Jahren auf völlig falschen Voraussetzungen fußt und somit restlos kaputt ist – zerfressen von einem Virus namens Schavan?

Mark-Stefan Tietze

Grundkurs Wirtschaftswissenschaft

In einem überfüllten Vorortzug zwischen Zürich-Hauptbahnhof und Zürich-Flughafen steht neben mir ein Banker – ich erkenne es an seinem UBS-Namensschild – mit seinem Rollkoffer im Gang, nahe der automatischen Schiebetür zum Großraumabteil. Jedes Mal, wenn der Banker auf seine Armbanduhr schaut, geht die Tür auf. Und er schaut oft auf die Uhr. Und es nervt ihn, offenbar mehr noch als alle anderen, daß die Scheißschiebetür alle naselang schnarrend und klappernd auf- und wieder zugeht. Trotzdem guckt er immer wieder auf die Uhr, immer wieder dasselbe Ergebnis: Er verdreht wieder genervt die Augen, und ich verstehe nicht, wieso er den Zusammenhang nicht begreift. Ich aber begreife in diesem Moment ein paar weltwirtschaftliche Zusammenhänge.

Volker Surmann

Schlimmes Buch

Wenn es einen Schriftsteller gibt, den ich wirklich hasse, dann ist das Michael Ende. Ich vermute, das liegt an seiner vollkommen albernen Geschichte mit dem jungen Mädchen und den grauen Herren. Aber vielleicht ist diese Erklärung auch zu momokausal.

Tanja Schmid

Mitgehört

»Was heißt denn eigentlich ›doch‹ auf englisch?«
»Keine Ahnung. Ist doch auch egal, das braucht man doch sowieso nicht.«
Kurze Stille.
»Ja… DOCH!«

Ingo Krämer

Wohnlage: Sozialer Brennpunkt

Als mir unlängst im Keller eine Ratte begegnete, hatte ich den Eindruck, daß sie sich erheblich mehr vor mir erschreckte als ich mich vor ihr. Ich glaube, ich habe mich allmählich hier eingelebt.

Heiko Werning

Roots

Großmutter beherrschte eine Brotschneidetechnik, die jedermann den Atem stocken ließ: Sie stand dabei mitten in der Küche, klemmte sich das Brot zwischen ihre enorm großen schlesischen Brüste und schnitt freihändig gegen den Körper dicke Scheiben vom Brotlaib ab. Sie sah dabei nicht einmal hin und konnte nebenbei auch noch telefonieren oder mit gezielten, durch die Wohnung gebrüllten Hinweisen meinem Großvater beim Kreuzworträtsel helfen. Natürlich dachte sie dabei niemals an ihre Enkelkinder, die dem Ereignis angstschlotternd und mit furchtsam aufgerissenen Augen beiwohnen mußten. Der grausige Anblick des riesigen Messers und die Angst um Großmutters Brüste sind mir im Kindesalter dermaßen in die Glieder gefahren, daß ich heute noch froh bin, wenn die mir nahestehende Dame sich auskleidet und alle Brüste noch da sind, wo sie hingehören.

Peter P. Neuhaus

Feuchte Träume

Es klang vielversprechend, als eine gutaussehende Bekannte mir ihre neue Nacktlaube zeigen wollte; aber was sich für mich wie die bauliche Erweiterung eines Swingerclubs anhörte, entpuppte sich dann als kleines, weißes, circa drei Zentimeter großes Fischchen aus Myanmar, das sie in einem Aquarium hielt.

Benjamin Bäder

Innovation 24

Da der Modernisierungsdrang deutscher Fernsehnachrichten meist in einer neuen Studiodeko endet, hier mal ein wirklich innovativer Vorschlag zur Güte: Die Nachrichten in angeekeltem Ton vorlesen. Das wär’s!

Aleksandar Jožvaj

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Privet, »Zeit Campus«!

In Deinem aktuellen Heft findet sich eine Reportage über Punkrockbands in Russland und darin wiederum der Satz: »Pornofilmy«, eine der Bands, »bezeichnet sich selbst als regierungskritisch. Ihre Lieder heißen Armes Land oder Traut der Regierung nicht

Wir halten journalistische Skepsis ja wirklich in allen Ehren, aber in manchen Situationen und bei gewissen Indizien darf man seinen Interviewpartnern auch einfach mal glauben.

Finden zumindest Deine Naivchen von der Titanic

 Moinmoin, Nandus!

Moinmoin, Nandus!

Vor 18 Jahren seid Ihr aus einer Lübecker Straußenfarm ausgebüchst und habt Euch seither munter in Nordwestmecklenburg angesiedelt. Anfangs nur ein gutes Dutzend, ist Eure Population auf mittlerweile über 500 Laufvögel angewachsen. Wenn das so weitergeht, stellt Ihr demnächst in Eurem Landkreis die Bevölkerungsmehrheit.

Doch aufgepasst: Ihr habt zwar keine natürlichen Feinde, seit kurzem jedoch die Alphatierchen und Aasgeier von der FDP im Nacken, die Euch ins deutsche Jagdrecht aufnehmen wollen und als »große Gefahr« geißeln. Kleine Bitte: Könntet Ihr, statt konzeptlos alle Felder leerzufuttern, nicht zur Abwechslung mal was Sinnvolles tun, z.B. den Lebensraum des Nazidorfs Jamel verwüsten oder wenigstens das Kreisbüro der örtlichen FDP (Dorfstraße 27, 19417 Jesendorf)? Auf, auf!

Eure Fressfreunde von Titanic

 Glückwunsch, Simon Rolfes!

Sie sind Sportdirektor des Fußballvereins Bayer Leverkusen und äußerten jüngst den Satz: »Wir kommen vom Ansatz, mit dem Ball spielen zu wollen.«

Und wir kommen vom Ansatz, Ihnen zu gratulieren, dass das der genau richtige Ansatz ist, denn Fußball ist ja schließlich eine Ballsportart. Hätten Sie etwa behauptet, Sie kämen vom Ansatz, mit dem Puck spielen zu wollen, oder mit Doppelkopfkarten, oder gar mit dem Gedanken, künftig Eigenblutdoping zu betreiben, wären das total falsche Ansätze gewesen. So aber haben Sie eindrucksvoll bewiesen, dass Sie vom Ansatz her der absolut richtige Mann am richtigen Ort sind und nicht etwa ballaballa.

Verwandelt diesmal ansatzlos: Titanic

 Gloria von Thurn und Taxis,

neulich fanden wieder mal die Festspiele im Innenhof Ihres Regensburger Schlosses statt. Da jubeln immer alle und freuen sich, und die geladenen Künstler, beispielsweise Elton John und Sting und Tom Jones, bedanken sich artig für die Einladung.

Und jetzt das! Bevor die Band Revolverheld zur Zugabe ansetzte, sagte Sänger Johannes Strate: »Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen. Man darf Missbrauch in der katholischen Kirche nicht bagatellisieren und Flüchtlinge nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen.« Und alle klatschten und jubelten. Und Sie? Sie sagten: »Gott sei Dank darf man heute noch seine Meinung sagen.«

Das stimmt, Prinzessin, Sie tun das ja unentwegt, haben Abtreibung als »Massenmord«, Beten als Heilmittel gegen Homosexualität und Migration als »eine Art Krieg« bezeichnet. Über jahrzehntelange Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen vermeldeten Sie: »In meiner Jugend waren Schläge ein ganz normales pädagogisches Mittel, um mit frechen Kindern, wie ich eines war, fertig zu werden.« Vor einem halben Jahr klang Ihre Meinung zur Meinungsfreiheit übrigens noch so: »Natürlich gibt es die Meinungsfreiheit. Aber wir dürfen nicht sagen, was wir denken.«

Mit Blick auf das, was Sie ohne Beteiligung Ihrer grauen Zellen von sich stemmen, möchte tatsächlich keinesfalls auch noch wissen, was Sie denken: Titanic

 Ralph C. Freund!

Da massakriert ein weißer Nationalist in der texanischen Grenzstadt El Paso unter anderem sieben Mexikaner, woraufhin der US-Präsident seine gewohnte ausländerfeindliche Hetze betreibt. Und Sie, Chef der sog. »Republicans Overseas«, dürfen bei WDR 5 den in die Kritik Geratenen in fließendem Deutsch verteidigen: »Trump ist nun alles, aber kein Rassist.«

Na, klar Robert »C.« Freund, und das »C«, welches der damalige Immobilienspekulant und Vermieter Trump schon Anfang der Siebziger Jahre in die Bewerbungsunterlagen farbiger Wohnungsinteressenten stempeln ließ – ein Vorgehen, für das er schon damals von den US-Behörden verklagt worden ist –, stand auch nicht für »colored«, sondern für das auf die Weltläufigkeit seines Initiators verweisende Wort »Cosmopolitan«, nicht wahr?

Keine Grüße: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Add Blue

Die Zeit, in der mit Ersatzflüssigkeit Bindenwerbung gemacht wurde, wird auch als die Blaue Periode der Werbeindustrie bezeichnet.

Tobias Speckin

 Habenwollen

Wenn ich Erich Fromms Buch »Haben oder Sein« verliehen habe, darf ich dann nach einiger Zeit sagen, dass ich es gerne zurückhaben würde, oder habe ich dann mal wieder gar nichts verstanden?

Ludger Fischer

 Zu ihrem Uniabschluss

wollte sich meine Freundin ein Cutting, ein Narbentattoo, zulegen. Ihr Freund hegte allerdings ästhetische Bedenken, sodass sie ihr Vorhaben verschob. Seit einiger Zeit sind die beiden allerdings getrennt, und die Sache ist damit geritzt.

Laura Brinkmann

 Fast schon Werbung

Beim Einkauf von Grillklimbim stieß mir Kohle mit Öko-Siegel ins Auge, die damit warb, dass sie »erstaunlich gut« brennbar sei. Ja, wagen denn nicht einmal Reklamefritzen in Zeiten der durch Streamingwerbung seelisch verhornten Kundschaft noch das ganz grelle Ranwanzen? Was kommt als nächstes? »Schokoriegel – schmeckt scheiße wäre leicht übertrieben«? »Mehl – dare to call it unschwarz«? »Dildo – nicht schlecht für einen Schwanz«?

Jasper Nicolaisen

 Unpolitische Tiere: der Adler

Adler, Adler schweb empor
Du hast heute Großes vor
Flieg hinauf auf deinen Schwingen
Schwebe über allen Dingen
Segle, kreise, räsoniere
Sinne nach und meditiere
Über diese Frage nur:
War heute nicht die Müllabfuhr?

Gunnar Homann

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
19.09.2019 Berlin, Hausbrauerei Eschenbräu Katharina Greve
19.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hans Traxler
20.09.2019 Stuttgart, Superjuju Katharina Greve
20.09.2019 Nartum, Haus Kreienhoop Gerhard Henschel