Vom Fachmann für Kenner | März 2011


Betrug

Humoristische Lesung in Frankfurt. Während der Pause kommt es in der Herrentoilette zu folgendem Dialog:
»War bisher doch sehr witzig, oder?«
»Ja, schon. Aber ich glaube, der liest extra nur die guten Stellen vor.«

Andreas Maier

A single man

Nachdem ich lange Jahre mein erbärmliches Liebesleben damit erklärt habe, daß ich »einfach keine Frauen kennenlerne«, muß ich jetzt feststellen: Es liegt wohl doch eher daran, daß die Frauen früher oder später mich kennenlernen. Sollte schon jemand eine Lösung gefunden haben, entsprechende Dating-Portal-Adressen bitte an

Andreas D. Hesse

Ruhig zertrümmern

Wer die bombensichere Verschweißung an einem Fläschchen »Rescue-Tropfen«, der Pflichtarznei für homöopathische Psychos, öffnen will, der sollte vorher unbedingt ein echtes Beruhigungsmittel einnehmen!

Tina Wirtz

Mitgedacht

»Der Film war wie eine Mischung aus ›Sieben‹ und…« – »…Acht!«

Christina Hahn

Gerechte Strafe

Seit meine sehr tierliebe, aber leider auch fürchterlich naive Freundin Hannah den widerwärtigen Fanatikern von »Peta« eine größere Summe Geldes gespendet hat, bekommt sie von ihnen jeden Monat Briefe, auf denen grausam verstümmelte kleine Hunde abgebildet sind.

Peter Schumm

Wahr gesagt

Schöne Frauen und Alkohol benebeln den Verstand. Auf einer Party erklärte ich einer attraktiven Unbekannten, warum ich Astrologie für den letzten Blödsinn halte. Ich redete und redete und redete, bis sie mich unterbrach: »Wer so daherlabert wie du, der kann nur ein Wassermann sein. Ganz klar: Du bist Wassermann.« Verdutzt glotzte ich sie an und ärgerte mich über ihren Treffer. Als ich mich später daran erinnerte, daß die Veranstaltung meine eigene Geburtstagsfeier war, war die clevere Schönheit längst über alle Berge.

Karsten Wollny

Totschlagargument

Wenn man auf die Bitte, einer verhaßten Bekannten zu sagen, man sei tot, damit diese sich nicht mehr bei einem melde, zu hören bekommt: »Sag’s ihr doch selber« – dann weiß man, daß man aus dieser Sache letzten Endes nicht lebend wieder herauskommt.

Andre Hoffmann

Buchstabendurcheinander

Bei manchen Wörtern habe ich traditionell Schwierigkeiten mit der richtigen Schreibweise, die ich in diesen Fällen leider auch noch gern durcheinanderbringe. Hier ist der Platz, die Unterschiede festzuhalten: Gnocchi, Zucchini, aber Marcel Reich-Ranicki.

Friedrich Krautzberger

Verkehrsunfälle,

erinnert sich die Großmutter, habe es früher kaum gegeben. Jedenfalls nicht so schlimme. Eigentlich könne sie sich nur daran erinnern, wie dem Michael aus der Siedlung die Beine weggerissen worden seien von einem Motorrad, bei dem der Motor so gefährlich zur Seite herausragte. Der Michael sei noch jahrelang an Krücken gelaufen und später dann gar nicht mehr. Und Onkel Fritz sei nur deswegen so schwer verletzt worden, weil der Umschalter für den Reservetank so unbequem im Fußraum des Autos angebracht gewesen sei. Sein Sohn Franz-Josef habe deshalb ja die Gewalt über den Wagen verlieren müssen, und Onkel Fritz sein linkes Bein. Und ihr Neffe Stefan sei mit seinem Motorrad immer sehr vorsichtig gefahren und habe gar nicht damit rechnen können, daß ihm in der Kurve vor dem Wald ein Auto auf der falschen Straßenseite entgegenkommen würde. Der Fahrer dieses Autos habe auch noch frech behauptet, daß der Stefan auf der falschen Seite gefahren sei, aber das mache ihn jetzt auch nicht mehr lebendig. So schlimm wie heute aber, da ist sich die Großmutter sicher, sei das mit den Verkehrsunfällen früher nicht gewesen.

Ludger Fischer

Einsetzende Altersweisheit

Man kann auch ganz gut aus den Fehlern der anderen lernen.

Christoph Virchow

Multikulturell befreite Zone

Nachdem ich mich kürzlich in einem kleinen Dorf wiederfand, ganz tief im tiefsten Westdeutschland, in dem die SPD seit Jahren stärkste Kraft ist, der Jugendfußballtrainer für die Linkspartei im Kreistag sitzt, im »Dorfkrug« zu fortgeschrittener Stunde lautstark die »Internationale« skandiert wird, während der Wirt desinteressiert weghört (»Die meinen das nicht so«), bin ich nun erleichtert, daß es dank unserer Familienministerin endlich Ausstiegsprogramme aus der linken Szene gibt.

Aiko Kempen

Aberglaube

Habe letztens meine Flugreise nicht angetreten, weil die Homepage der Airline abgestürzt ist.

Michael Meier

Teppichtandlerlatein

Für gewöhnlich vermeide ich bei Online-Auktionshäusern negative Bewertungen, aber bei dem Produkt »sehr Schöne alt antik persische teppich« ließ ich mich immerhin zu einem »neutral« hinreißen. Auf die prompte Beschwerde des Verkäufers, warum die Bewertung nicht positiver ausgefallen sei, erläuterte ich: »Der mitgeschickte Straßenstaub ist inzwischen weitgehend aus meiner Wohnung entfernt, aber das Raucharoma Ihres Teppichs hat u.a. eine ganze Packung Oxygen-Pulver, eine Nacht im Schnee und eine Flasche ›Domol Textilerfrischer‹ überstanden. Insofern scheint mir ›neutral‹ eine faire Bewertung zu sein.« Erst danach fiel mir auf, daß der Verkäufer in der Angebotsbeschreibung tatsächlich nichts unerwähnt gelassen hatte: »Das teppich hat stark gerauchsspuren.«

Michael Höfler

Ausgleich

Wenn schon alle Privatsender fast gleichzeitig ihre Spielfilme unterbrechen, um Werbung zu senden, könnten da zum Ausgleich die Verkaufssender nicht zur selben Zeit ihre Werbeprogramme für Spielfilmsequenzen unterbrechen?

Jürgen Naumann

Späte Einsicht

Daß meine beiden Mitbewohner mehr Geschirr kaputtmachen als ich, liegt nicht daran, daß sie ungeschickter, sondern daran, daß sie zu zweit sind.

Katharina Greve

Vergleichbar

Die Bekannte, überzeugte Vegetarierin und Gelegenheitsraucherin bei ganz seltenen Gelegenheiten: »Zigaretten riechen schlechter als sie schmecken.« Darauf der Fleischfresser mit missionarischem Eifer: »Siehst du! Genau wie bei Tieren.«

Björn Boch

Schritte des Erkennens

Eines Abends, kurz vor Mitternacht, parkte ich mein Auto in einer dunklen Ecke und beobachtete einen meiner Nachbarn dabei, wie er vor der Haustür stand und wild mit seinen Armen gestikulierte. Erst auf den zweiten Blick sah ich, daß der Herr von nebenan nicht gestikulierte, sondern sich wieder und wieder bekreuzigte. Ich stieg aus dem Auto, trat näher, meine Augen gewöhnten sich allmählich an die Dunkelheit, und nun bemerkte ich, daß es gar keine Bekreuzigung war, sondern ein Kampf zwischen dem Mann, seinem Schal, seiner Jacke und dem verhedderten Kopfhörern seines MP3-Players. Noch näher bin ich ihm dann nicht mehr gekommen.

Tassilo Bachmann

Eklig

Ich zucke immer wieder zusammen, wenn ich über die unendliche Zahl von Bakterien informiert werde, die sich angeblich in meiner sechs Jahre alten Tastatur befinden. Dann frage ich mich aber, wie die bei der ganzen Asche überhaupt Luft kriegen sollen.

Christian Martin

Roleplay

Im Deutschunterricht für Engländer. Zwei Schüler erhalten folgende Aufgabe: »Schlüpft in folgende Rollen: Vater und Sohn. Der Sohn will seine Hausaufgaben nicht machen. Der Vater will ihn überzeugen, daß Hausaufgaben wichtig sind.«
Vater: »Ich habe früher viel Hausaufgaben gemacht, und heute habe ich viel Geld.«
Sohn: »Ich kann dein Geld nehmen, wenn du stirbst.«
Vater: »Stimmt. Du mußt keine Hausaufgaben machen.«
Geht doch.

Markus Riexinger

Um das mal kurz klarzustellen

I don’t want to be angekumpelt.
I don’t want to be angestammtischt.
I don’t want to be angepanflötet.

Peter P. Neuhaus

Gottergeben

Wenn ich den arabischstämmigen Handwerker nach der Reparatur frage, ob unsere Heizung denn nun endlich wieder funktioniere, und er mir daraufhin die lapidare Replik »So Gott will« hinwirft: Ist das dann ein Inschallahteur?

Sebastian Klug

Frohes Neues!

In der ersten Januarwoche in meiner gut besuchten Stammkneipe: Ein vom Alkohol euphorisierter Bekannter erzählt mir überschwenglich, er sei den ganzen Jahreswechsel über »auf Texel gewesen«. Die beiden noch sichtbar von Silvester gezeichneten Jugendlichen, die mit uns am Tisch sitzen, tauschen neidische Blicke aus. Einer flüstert: »Und wir wieder nur auf Ecstasy!«

Paddy Schmidt

Vorschlag

Wenn Ihr körperliches Leiden weder durch die Schulmedizin noch durch Heilpraktiker, weder durch Akupunktur noch durch Homöopathie und zuletzt auch nicht durch eine Therapie mit Eigenurin gelindert werden konnte: nicht verzagen! Es gibt noch über sieben Milliarden Therapiechancen mit Fremdurin. Ich stelle den meinen, im Rahmen meiner Möglichkeiten, jedermann gerne (und gegen einen anständigen Unkostenbeitrag) zur Verfügung.

Dieter Tramer

Eichhäppchen

Angesichts der vom Winter ausgemergelten Geschöpfe, die keuchend von Baum zu Baum hopsen und an denen rein gar nichts mehr dran ist, möchte ich gerne ein altes Sprichwort korrigieren und behaupten: Mühsam ernährt man sich von Eichhörnchen.

Annalena Hagenah

Die Bahn ist relativ voll

Wissen Sie, warum man sich im ICE fühlt wie ein Fisch in der Dose? Weil die bei der Bahn noch nie was von der Relativitätstheorie gehört haben. Einstein hat nämlich gewußt, daß ein fahrender Zug etwas kürzer ist als ein stehender. Und: Je schneller der Zug fährt, desto kürzer wird er! Logisch, daß es dann auf gerader Strecke bei 250 km/h recht eng werden kann. Also: das nächste Mal Regionalexpreß nehmen! Und dann: Beine lang machen.

Tibor Rácskai

Fastfood

Wenn ich, die Reste eines »Chicken Teriyaki« zwischen den Zähnen, über den Bockenheimer Wochenmarkt laufe, kommt mir der Stand mit der Aufschrift »Essen wie zu Omas Zeiten« wie bitterer Zynismus vor: Wer will schon von einem halben Brot pro Woche und täglich Lebertran leben?

Robin Meder

Dresdner Bank

Am Telefon mit dem Sachbearbeiter meines Vertrauens:
»Guten Tag, Herr Stefanski, wie geht’s?«
»Jaja, soweit alles im grünen Bereich.«
»Wohl eher im gelben – Sie sind doch jetzt Commerzbank!«
»Öh, ja, stimmt. Hat sich aber seit der Übernahme nicht viel geändert. Ist im Grunde dasselbe in Grün.«
»In Gelb, Herr Stefanski – in Gelb

Emily Wood

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Moinmoin, Nandus!

Moinmoin, Nandus!

Vor 18 Jahren seid Ihr aus einer Lübecker Straußenfarm ausgebüchst und habt Euch seither munter in Nordwestmecklenburg angesiedelt. Anfangs nur ein gutes Dutzend, ist Eure Population auf mittlerweile über 500 Laufvögel angewachsen. Wenn das so weitergeht, stellt Ihr demnächst in Eurem Landkreis die Bevölkerungsmehrheit.

Doch aufgepasst: Ihr habt zwar keine natürlichen Feinde, seit kurzem jedoch die Alphatierchen und Aasgeier von der FDP im Nacken, die Euch ins deutsche Jagdrecht aufnehmen wollen und als »große Gefahr« geißeln. Kleine Bitte: Könntet Ihr, statt konzeptlos alle Felder leerzufuttern, nicht zur Abwechslung mal was Sinnvolles tun, z.B. den Lebensraum des Nazidorfs Jamel verwüsten oder wenigstens das Kreisbüro der örtlichen FDP (Dorfstraße 27, 19417 Jesendorf)? Auf, auf!

Eure Fressfreunde von Titanic

 Ralph C. Freund!

Da massakriert ein weißer Nationalist in der texanischen Grenzstadt El Paso unter anderem sieben Mexikaner, woraufhin der US-Präsident seine gewohnte ausländerfeindliche Hetze betreibt. Und Sie, Chef der sog. »Republicans Overseas«, dürfen bei WDR 5 den in die Kritik Geratenen in fließendem Deutsch verteidigen: »Trump ist nun alles, aber kein Rassist.«

Na, klar Robert »C.« Freund, und das »C«, welches der damalige Immobilienspekulant und Vermieter Trump schon Anfang der Siebziger Jahre in die Bewerbungsunterlagen farbiger Wohnungsinteressenten stempeln ließ – ein Vorgehen, für das er schon damals von den US-Behörden verklagt worden ist –, stand auch nicht für »colored«, sondern für das auf die Weltläufigkeit seines Initiators verweisende Wort »Cosmopolitan«, nicht wahr?

Keine Grüße: Titanic

 Privet, »Zeit Campus«!

In Deinem aktuellen Heft findet sich eine Reportage über Punkrockbands in Russland und darin wiederum der Satz: »Pornofilmy«, eine der Bands, »bezeichnet sich selbst als regierungskritisch. Ihre Lieder heißen Armes Land oder Traut der Regierung nicht

Wir halten journalistische Skepsis ja wirklich in allen Ehren, aber in manchen Situationen und bei gewissen Indizien darf man seinen Interviewpartnern auch einfach mal glauben.

Finden zumindest Deine Naivchen von der Titanic

 Glückwunsch, Simon Rolfes!

Sie sind Sportdirektor des Fußballvereins Bayer Leverkusen und äußerten jüngst den Satz: »Wir kommen vom Ansatz, mit dem Ball spielen zu wollen.«

Und wir kommen vom Ansatz, Ihnen zu gratulieren, dass das der genau richtige Ansatz ist, denn Fußball ist ja schließlich eine Ballsportart. Hätten Sie etwa behauptet, Sie kämen vom Ansatz, mit dem Puck spielen zu wollen, oder mit Doppelkopfkarten, oder gar mit dem Gedanken, künftig Eigenblutdoping zu betreiben, wären das total falsche Ansätze gewesen. So aber haben Sie eindrucksvoll bewiesen, dass Sie vom Ansatz her der absolut richtige Mann am richtigen Ort sind und nicht etwa ballaballa.

Verwandelt diesmal ansatzlos: Titanic

 Gloria von Thurn und Taxis,

neulich fanden wieder mal die Festspiele im Innenhof Ihres Regensburger Schlosses statt. Da jubeln immer alle und freuen sich, und die geladenen Künstler, beispielsweise Elton John und Sting und Tom Jones, bedanken sich artig für die Einladung.

Und jetzt das! Bevor die Band Revolverheld zur Zugabe ansetzte, sagte Sänger Johannes Strate: »Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen. Man darf Missbrauch in der katholischen Kirche nicht bagatellisieren und Flüchtlinge nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen.« Und alle klatschten und jubelten. Und Sie? Sie sagten: »Gott sei Dank darf man heute noch seine Meinung sagen.«

Das stimmt, Prinzessin, Sie tun das ja unentwegt, haben Abtreibung als »Massenmord«, Beten als Heilmittel gegen Homosexualität und Migration als »eine Art Krieg« bezeichnet. Über jahrzehntelange Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen vermeldeten Sie: »In meiner Jugend waren Schläge ein ganz normales pädagogisches Mittel, um mit frechen Kindern, wie ich eines war, fertig zu werden.« Vor einem halben Jahr klang Ihre Meinung zur Meinungsfreiheit übrigens noch so: »Natürlich gibt es die Meinungsfreiheit. Aber wir dürfen nicht sagen, was wir denken.«

Mit Blick auf das, was Sie ohne Beteiligung Ihrer grauen Zellen von sich stemmen, möchte tatsächlich keinesfalls auch noch wissen, was Sie denken: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Fast schon Werbung

Beim Einkauf von Grillklimbim stieß mir Kohle mit Öko-Siegel ins Auge, die damit warb, dass sie »erstaunlich gut« brennbar sei. Ja, wagen denn nicht einmal Reklamefritzen in Zeiten der durch Streamingwerbung seelisch verhornten Kundschaft noch das ganz grelle Ranwanzen? Was kommt als nächstes? »Schokoriegel – schmeckt scheiße wäre leicht übertrieben«? »Mehl – dare to call it unschwarz«? »Dildo – nicht schlecht für einen Schwanz«?

Jasper Nicolaisen

 Zu ihrem Uniabschluss

wollte sich meine Freundin ein Cutting, ein Narbentattoo, zulegen. Ihr Freund hegte allerdings ästhetische Bedenken, sodass sie ihr Vorhaben verschob. Seit einiger Zeit sind die beiden allerdings getrennt, und die Sache ist damit geritzt.

Laura Brinkmann

 Habenwollen

Wenn ich Erich Fromms Buch »Haben oder Sein« verliehen habe, darf ich dann nach einiger Zeit sagen, dass ich es gerne zurückhaben würde, oder habe ich dann mal wieder gar nichts verstanden?

Ludger Fischer

 Unpolitische Tiere: der Adler

Adler, Adler schweb empor
Du hast heute Großes vor
Flieg hinauf auf deinen Schwingen
Schwebe über allen Dingen
Segle, kreise, räsoniere
Sinne nach und meditiere
Über diese Frage nur:
War heute nicht die Müllabfuhr?

Gunnar Homann

 Add Blue

Die Zeit, in der mit Ersatzflüssigkeit Bindenwerbung gemacht wurde, wird auch als die Blaue Periode der Werbeindustrie bezeichnet.

Tobias Speckin

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

  • 12.09.:

    Der Bielefelder Fernsehsender Kanal 21 über die Archivierung des Dreck-Magazins im Bielefelder Stadtarchiv mit Hans Zippert, Fritz Tietz und Christan Y. Schmidt.

Titanic unterwegs
22.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hans Traxler. Zum Neunzigsten«
22.09.2019 Fürstenfeldbruck, Kunsthaus »Karikaturen der Neuen Frankfurter Schule«
23.09.2019 Lyon, Goethe-Institut Katharina Greve: »Das Hochhaus«
24.09.2019 Hannover, Feinkost Lampe Katharina Greve