Vom Fachmann für Kenner | Juni 2011


Animalisch

Beim ersten Besuch eines Pornokinos im Alter von 16 Jahren fiel ich unangenehm auf: Während rings um mich die höheren Semester verkrampft an ihren Hosen nestelten, mußte ich sehr lachen, als im Film der unvermeidliche Satz fiel: »Gib mir Tiernamen« – hatten das meine Vorfahren doch bei mir schon längst erledigt.

Theobald Fuchs

Verweigert

Bevor ich in der Bäckerei Wörter wie »Knacki«, »Krusti« oder »Zimt-Wuppi« über die Lippen bringe, nehme ich doch lieber in Kauf, daß mich die Verkäuferin für leicht zurückgeblieben hält, wenn ich mit dem Finger auf die gewünschten Brötchen zeige und sage: »Drei von denen da.«

Steffen Brück

Haushaltstip für Fernsehmacher

Für Inhaltslöcher in Realityshows, die sich mit Promi-Friseuren nicht mehr stopfen lassen, einfach Promi-Putzfrauen nehmen.

Erich Klepptenberger

Bühnenolfaktorik

Altstadtgastronomie. Am Nebentisch eine erboste Dame, hektisch über ihre Stimmbänder stolpernd: »Das Mainzer Theater stinkt endgültig!« Was wurde wohl gegeben? Gammlet? Arturo Pfui? Emilia Garlicotti? Ich denke, ich werde bald noch mal reinschnuppern.

Jens Peter Gust

Steckenpferd 2.0

Wer das Aufschreiben von Falschparkern nicht mehr als zeitgemäß empfindet, dem sei ein erfüllendes Hobby im Bereich der Neuen Medien empfohlen. Scharfsinn und Ausdauer werden ganz spielerisch geübt, wenn man auf www.zeit-online.de jene Leserkommentare, die Kommafehler enthalten, als »bedenklich« meldet. An einem glücklichen Abend kommt der tüchtige Denksportler auf gut und gern 50 Meldungen.

Michael Bastian Weiß

In der Apotheke

Ein Herr aus einfachen Verhältnissen, sehr verlegen, beugt sich so weit es geht über den Tresen, um nicht so laut sprechen zu müssen, die Angestellte weicht professionell zurück.

Kunde: »Ja wie sag ich’s jetzt am besten, ähem... ich, meine Krankheit... also dieses Wort ist mir ein bißchen unangenehm, ich möchte es nicht laut aussprechen, Sie verstehen? Also was ich habe, es ist... ich umschreibe das jetzt mal, ja: so wie dicke Krampfadern, ja, aber im Arschloch drinne.«

Felix Jentsch

Kein Kommentar – bitte!

Bisweilen kommen Gastgeber auf die Idee, ihren Gästen zu passender Gelegenheit einen Schnaps anzubieten. Immer wieder mußte ich in derartigen Situationen feststellen, daß, unabhängig davon, wie übel der hochprozentige Haustrunk auch schmecken mag, sich immer irgendeiner zu einem »Huh, der ist aber gut!« hinreißen läßt – was den Spender in der Regel animiert, einige weitere Runden des Gesöffs auszuschenken. Ein ähnliches Phänomen bemerkte ich in letzter Zeit, wenn in geselliger Runde jemand auf das Buch von Thilo Sarrazin zu sprechen kam und trotz allseitiger Bemühungen um einen schnellen Themenwechsel stets irgendein Depp sich ein »Aber so ganz unrecht hat er ja nicht!« nicht verkneifen konnte.

Josef Brinkmann

Besichtigung der eigenen Wohnung

Bei praktisch jedem meiner Möbelstücke handelt es sich um das Ikea-Modell »Rom«. Will sagen: wurde nicht an einem Tag erbaut.

Mark-Stefan Tietze

Ehrgeiz

Klare Ziele setzen sei sehr wichtig, heißt es immer wieder. Mein Ziel ist es, das Wort Müßiggang in zwölf Sprachen zu lernen.

Dirk Warnke

Ansehen durch Wissensvorsprung

Was wurden wir gemieden, verachtet und mit angewiderten Blicken bedacht, als unsere Kinder in Schule und Kindergarten als erste Läuse hatten. Aber was wurden wir hofiert, besucht und mit kleinen Aufmerksamkeiten überschüttet, als wir dann, nachdem es bei den Blagen der anderen Eltern auch überall krabbelte und juckte, die anerkanntermaßen besten Experten in Nissenfinden und Kopfwäsche waren!

Rolf Karez

Frühlingsgefühle

Mit meinem Bruder die erste Frühlingssonne genossen. Auf dem Platz vor dem Café ein einzelner Baum, um den der Hund meines Bruders emsig herumschnüffelt. Ich sage: »Kuck mal, der liest Zeitung.« Mein Bruder: »Nee, die sind jetzt alle läufig, der kuckt Pornos!«

Ulf Wentzien

Al dente

Marmorbohnen serviert man am besten zu Lasagne aus Hartweizengrieß.

Michael Höfler

Wie die Agenturen melden

Heute mittag hat die Ratingagentur Spanien herabgestuft. Seltsam: Nur eine Stunde zuvor hat mir die Reiseagentur ausgerechnet Spanien empfohlen!

Ruedi Widmer

Durchgefallen

Ein Formular in meinem Briefkasten teilte mir Folgendes mit:

Sie parkten

im Halteverbot
im eingeschränkten Halteverbot
ohne Parkschein
mit abgelaufener Parkzeit

auf dem Gehweg

auf einem Parkplatz für Behinderte
an einem Taxistand

gegen die Fahrtrichtung
ohne Warnmaßnahmen
in einer Fußgängerzone
weniger als fünf Meter vor einer Kreuzung
auf einer Grünfläche

War stolz darauf, was für ein übler Finger ich doch bei Bedarf sein kann. Es stellte sich aber dann heraus: Der Zettel war leider zum Ankreuzen, und ich habe nur zwei von zwölf möglichen Punkten erreicht.

Torsten Wolff

Hinweis für Reisende

Den schlimmsten Gardinengeschmack haben übrigens die Bootskapitäne, noch vor Wohnwagenprostituierten und Gartenlauben-Unabombern. Die schlimmsten Seifen hingegen finden sich in privat geführten Frühstückspensionen, sind »biological«, bestehen aus Olivenextrakten und machen, daß man wie ein Nudelgericht riecht.

Leo Fischer

Schlüssig

Während meiner Drogentherapie, in deren Rahmen ich u.a. feststellen durfte, daß speziell jene Mitpatienten, die sich besonders stark für das Rauchen von Crystal Meth interessierten, häufig unter dentalen Beschwerden litten, wurde mir klar, warum der Volksmund sagt: Wo gekokelt wird, da fallen Zähne.

Gaston Latz

Fest und faserig

So sind sie, die Tintenfische. Man kann mit Fug und Recht sagen: die Kokosnüsse unter den Fischen. Kenner wissen, was ich meine. Und alle anderen sollen einander bei Lachs und Pistazien langweilen und um zehn ins Bett gehen. Schwächlinge!

Anna Leuschner

Auf den i-Punkt gebracht

An der Rezeption einer Wiener Jugendherberge. Ein Lehrer will die Schlüssel für seine Schulgruppe abholen und ist sichtlich genervt von der Trägheit der Rezeptionistin.

Lehrer: »Geht das nicht schneller? Meine Zeit ist köstlich.«
Rezeptionistin: »Kostbar. Meine Zeit ist kostbar heißt das.«
Lehrer: »Jaja. Sie sind aber auch ein Ü-Tüpfelchen-Reiter.«

Jürgen Marschal

Tücken des Fortschritts

Wohin schlägt man eigentlich bei einem Flachbildfernseher, wenn das Bild mal gestört ist?

Maximilian Dittrich

Einfacher Weg

Kürzlich im Fitneßstudio von meinem Trainer aus Gründen der Gewichtskontrolle den Vorschlag bekommen, doch zwanzig Minuten auf dem Crosstrainer treppenzusteigen. Einige Tage später im Vollrausch für den Weg von der Haustüre zu meiner Wohnung im fünften Stock ebenso lange gebraucht. Seither schon öfter das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden.

Moses Wolff

Brandenburg ist relativ

Im Zug von Berlin nach Dresden teile ich mein Abteil mit zwei Ehepaaren aus dem fernen Westdeutschland, die sich bereits auf dem Weg in die Hauptstadt kennengelernt haben. Obwohl es ein leichtes Bildungsgefälle zwischen den beiden Paaren gibt (»Nein, solche Sendungen sehen wir nicht!«) unterhalten sie sich angeregt – die Fremde schweißt zusammen. In einer Gesprächspause starren alle gedankenverloren auf das vorbeiziehende, vorfrühlingshaft graue Brandenburg. Frau 1: »Das ist aber trostlos hier!« Frau 2: »Nein, das ist Landschaft.«

Katharina Greve

Nutzloses Fundstück

In meiner Einfahrt steht ein Kratzbaum und niemanden juckt es.

Aleksandar Jožvaj

Begrenzte Ressourcen

Alle Materie ist etwa 13 Milliarden Jahre alt und das Ergebnis fortwährender Synthese. Da Denken ein biochemischer Vorgang ist, benötigt man dafür Ausgangsstoffe. Die Anzahl der im Weltall vorhandenen Teilchen ist zwar sehr hoch, aber auch begrenzt, daher muß die Anzahl ihrer Kombinationsmöglichkeiten und somit die der möglichen Gedanken ebenfalls begrenzt sein. Die meisten Teilchen des Universums sind bereits in anderen Galaxien verbacken, und selbst die auf diesem Planeten scheinbar reichlich verfügbare Materie ist irgendwo als Kontinentalplatte, als Karpfen oder Kolibri unterwegs. Ein weitaus kleinerer Teil ist gerade in den Hirnen anderer Menschen damit beschäftigt, ein künftiger Bestseller zu werden oder Welträtsel zu lösen. Für die meisten unter uns bleiben also nur wenige Quanten oder Quarks oder so was übrig, aus denen sich offenbar nur einfach strukturierte Gedanken bilden lassen, wie z.B. »Noch ’n Bier bitte!«, »Die Renten sind sicher!« oder »Ficki ficki«.

Tibor Rácskai

Haarrisse

Manch teure Überprüfung eines Hauses auf Einsturzgefahr erweist sich als überflüssig, wenn sich die scheinbaren Risse in den Wänden bei genauem Hinsehen als Spinnenfäden herausstellen.

Ludger Fischer

Ansichtssache

Gespräch in der U-Bahn zur Uni.

Sie: »Ich hab als Referatsthema ›Geschlechtsunterschiede bei Intelligenz und Hochbegabung‹.«
Er: »Das kannst du doch gar nicht beurteilen.«

Sara Hakemi

Schule des Lebens

Gegen Ende jeder Beziehung werde ich vorwurfsvoll gefragt, warum mir denn verflixt noch mal das Zerstören so einen kindischen Spaß mache, warum sich alles immer bitteschön nur um mich zu drehen habe und warum ich so ein beschissener Egoist sei, dem die Gefühle anderer schnurzegal sind. Schließlich sei ich als Akademiker ja nicht gerade zu blöde, die Regeln des Zusammenlebens zu verstehen, und außerdem alt und erfahren genug, begangene Fehler nicht zwanghaft wiederholen zu müssen. Die Antwort lautet: Ich trenne eben gerne Erlerntes von Privatem.

Thomas Tonn

Bittere Einsicht

Ist es, um politisch mal ganz inkorrekt zu werden, nicht bemerkenswert, daß gerade die schwarze die Herren- unter den Schokoladen ist?

Fabian Schneider

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Krimi-Autorin Rita Falk!

Krimi-Autorin Rita Falk!

Wie Sie der »Passauer Neuen Presse« steckten, spinnen Sie sich Ihre Fälle bei der Gartenarbeit zusammen: »Es ist schon so, dass ich beim Garteln sehr viel nachdenken kann und sehr viele Ideen für meine Krimis sammle.«

Obwohl wir zugegebenermaßen noch keins Ihrer Bücher gelesen haben, dürfte es angesichts Ihrer Inspirationsquelle aber auch nicht schwer zu erraten sein, wer in Ihren Kriminalromanen stets der Mörder ist.

Ziehen Ihnen daher in Sachen Krimis noch immer Ihren Namensvetter Peter Falk vor: die Trenchcoat-Träger von der Titanic

 Liebe Tschechen!

Da wir gehört haben, dass einer der fünf reichsten von Euch der Milliardär Kretinsky ist, würden wir gern wissen, um wen es sich bei den vier anderen Superreichen aus Böhmen und (Geldver-)Mähren handelt. Wir tippen auf Trotteloda, Idiotcera, die Depperova sowie, natürlich, den fiesen Geldsak Blödiany.

Eure Scherzkecs auf der Titanić

 Teure Bahn!

Du erhöhst mal wieder die Fahrpreise. Rund zwei Prozent mehr zahlt man ab Dezember für den Fernverkehr. Wir haben dafür Verständnis: Die Druckkosten für die ganzen Fahrgastrechteformulare müssen ja auch wieder enorm gestiegen sein!

Mit 120 Minuten Verspätung grüßt Titanic

 Sie, Heiko Müller, stellvertretender NRW-Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei,

baten für Ihre Kollegen um Nachsicht, nachdem Rechtsextreme bei einem Aufmarsch in Dortmund ungehindert Parolen wie »Wer Deutschland liebt, ist Antisemit!« hatten skandieren dürfen. »Die Polizei hat nur wenig Handhabe, um einzugreifen«, reagierten Sie auf die Kritik an der Zurückhaltung der Einsatzkräfte. »Die Rechten gehen regelmäßig an die Schmerzgrenze und kaum darüber hinaus. Das ist für Polizisten oft schwer zu ertragen, aber wir leben in einem Staat, in dem die Meinungsäußerung einen hohen Stellenwert hat.«

Mensch, Müller, kein Ding! Dass es für Polizisten oft leichter zu ertragen ist, wenn die Rechten bei ihrer Meinungsäußerung über die Schmerzgrenze hinaus gehen wie in Chemnitz (»Wir sind die Fans – Adolf Hitler Hooligans!«), steht ja ohnehin außer Frage. Bei über 20 Kilo Ausrüstung plus Eigengewicht wird zudem jeder Verständnis dafür aufbringen, dass so eine Hundertschaft während der stundenlangen Latscherei in voller Montur statt der schweren Quarzsand- mal die bequemen Samthandschuhe überstreifen darf. Schließlich handelt es sich bei den Krakeelern nicht um Kapitalverbrecher wie dunkelhäutige Fahrraddiebe oder blassgesichtige Antifa-Sympathis… – aah! Aua, aua! Hilfe, Polizei! Titanic

 Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)!

Als die Diskussion aufkam, ob Ihre Partei mit der AfD koalieren sollte, sagten Sie: »Ich schließe das natürlich auch kategorisch aus.« Das bedeutet also aus dem Merkel-Deutschen übersetzt: Es ist alles möglich?

Dachten sich schon: die Politexperten auf der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Kleine ganz groß

Welch bedeutungsverändernde Wirkung die Groß- und Kleinschreibung haben kann, merkte ich, als ich den ausgestellten Rechnungsbeleg mit »Betrag dankend in Bar erhalten« sah.

Jürgen Miedl

 Gegen den Jugendwahn

Wie alt muss ich eigentlich werden, damit mich das Quengelregal an der Supermarktkasse endlich kaltlässt?

Katharina Greve

 Neues Sprichwort

Die größten Spießer tragen die buntesten Socken.

Fabio Kühnemuth

 Sympathisanten

In den Siebzigern war das Rote-Armee-Fraktion-Zeichen mit der Kalaschnikow allgegenwärtig, ob an Wände gesprüht oder auf Bekennerschreiben, die in den Nachrichten gezeigt wurden. Ich war noch Kind und verband mit diesem Logo ausgemergelte, langhaarige, rauchende Leute, die eine andere Gesellschaft wollten und Waffengewalt für die Durchsetzung geeignet hielten. Mich wunderte nur irgendwie, dass die Maschinenpistole dieses Zeichens auf den Autohecks von ganz bürgerlichen Leuten auftauchte. Auf polierten, dicken Mercedessen oder vollbeladenen Familienkutschen prangte ein Gewehr. Es war zwar um 90 Grad gekippt, hatte den Lauf nach unten gerichtet, aber es strahlte genau diese bedrohliche Gewaltbereitschaft aus. Erst viel später erfuhr ich, dass es sich bei diesem Symbol um die Umrisse von Sylt handelte.

Miriam Wurster

 Placebo-Effekt

Wem auf dem Weg in den Urlaub siedend heiß einfällt, dass er das »Mensch ärgere Dich nicht« auf dem Küchentisch vergessen hat, und trotzdem nicht auf den Spielgenuss verzichten möchte, kann die Familie am Zielort im Gepäck danach suchen lassen.

Lukas Jacobs

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde. Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle Sterne.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 13.11.:

    Die "Süddeutsche Zeitung" lässt die Sondermann-Gala 2018 Revue passieren.

  • 12.11.:

    Deutscher Karikaturenpreis an TITANIC-Künstler verliehen: der Geflügelte Bleistift in Gold an Greser & Lenz, der Sonderpreis der Jury an Hauck & Bauer.

  • 11.11.:

    Die "Neue Westfälische" hat Thomas Gsella interviewt.

  • 11.11.:

    Für die Taz hat Ella Carina Werner die Hyggeligkeit der Dänen einem Härtetest unterzogen.

  • 11.11.:

    Der RBB rezensierte Christian Y. Schmidts Roman "Der letzte Huelsenbeck".

Titanic unterwegs
14.11.2018 Potsdam, Freiland Wiglaf Droste und Gerhard Henschel
14.11.2018 Ludwigshafen, Das Haus Max Goldt
14.11.2018 Rheda-Wiedenbrück, Buchhandlung Lesart Thomas Gsella
15.11.2018 Stuttgart, Altes Feuerwehrhaus Max Goldt