Vom Fachmann für Kenner | Januar 2011


Aus einer chinesischen Enzyklopädie

Von den Schneeflocken aber zählt das Buch der Wesenheiten nur zweimal sieben Arten: a.) die sechseckigen, b.) die achteckigen, c.) die kleinen, d.) die in der Hand schmelzen, e.) die im Mund schmelzen, f.) die dem Staat gehören, g.) einbalsamierte, h.) gezähmte, i.) die in diese Gruppe gehören, j.) die den Wasserkrug zerbrochen haben, k.) die von weitem wie Federn aussehen, l.) die den anderen ähneln, m.) mit denen sich der Himmlische Jadekaiser nicht so viel Mühe gemacht hat wie mit den anderen, n.) die die verdammte Einfahrt vollmachen, verdammt noch eins.

Leo Fischer

Kinderarmut 2011

An wildfremde Kinder, die dich auf dem Weihnachtsmarkt anquatschen, ob du ihnen Geld fürs Karussell geben kannst, hat man sich ja schon gewöhnt. Neu sind hingegen wildfremde Kinder, die dich anquatschen, ob du ihnen beim Karussellfahren zuwinken kannst.

Thorsten Mausehund

Der Feierabend (IV)

Setzen Sie sich im Schneidersitz auf den Boden und biegen Sie den rechten Fuß auf den linken Schenkel und den linken Fuß auf den rechten Schenkel. Stellen Sie sich nicht so an, die Yogis verharren jahrelang in dieser Position. Schließen Sie nun die Augen, und denken Sie an nichts. Stellen Sie sich vor, in einen Canyon zu fallen, dessen Grund so tief ist, daß Sie ihn nicht erkennen können. Öffnen Sie nun die Augen, und konzentrieren Sie sich einzig auf Ihren Atem, aber so, als säßen Sie in Ihrem Kopf und würden auf Ihren Atem herunterblicken – und als würde Ihr Atem das nicht wissen. Verharren Sie 55 Minuten. Beißen Sie sich immer dann fest auf die Zunge, wenn Sie sich selbst dabei ertappen, mit Ihren Gedanken abgeschwiffen zu sein. Suchen Sie nach dem Fehler in diesem Text.

Vera Henkel

Freiluftbühne

Das Nashornschutzgebiet am Nakurusee in Kenia sollte endlich Ionesco-Weltkulturerbe werden.

Torsten Gaitzsch

Tun und beschreiben

Daß viele Dinge leichter gesagt als getan sind, gilt nach meinen Erfahrungen leider nicht für die polnische Sprache.

Jürgen Naumann

Späte Erkenntnis

Fliegen sind zu klein, als daß man Angst vor ihnen hätte, aber auch zu groß, als daß man sie einfach ignorieren könnte. Sie werden von jedem Mist magisch angezogen, und nach einem kurzen Leben voller Bedeutungslosigkeit verlassen sie diesen Planeten, ohne daß irgend jemandem aufgefallen wäre, daß sie da waren. Vielleicht hätte ich mich damals bei meinem Kinderpsychologen doch nicht als Katze malen sollen.

Christian Martin

Für Kristina Schröder

Frauen aus meinem Bekanntenkreis, die sich in jener Zeitspanne des Lebens befinden, die man gemeinhin als »mittleres Alter« bezeichnet, verspüren seit neuestem den Drang, mich darüber zu informieren, daß meine Brüste früher oder später auch der Schwerkraft zum Opfer fallen werden. Obwohl ich dies niemals in Zweifel gezogen habe! Durch diesen meinen Makel – und das lassen sie mich spüren – bin ich ihnen nie ganz zugehörig, er macht mich zur Außenseiterin. Simone de Beauvoir sagte: »Man wird nicht als Frau geboren, man wird es.« Offenbar durch hängende Brüste.

Saskia Wagner

Virtuelle Hoffnung

Ich bin mir über die Auswirkungen von Datenmißbrauch und -austausch durchaus im klaren, aber solange beim Online-Kraken Amazon Programmierer am Werk sind, deren Software mir Werke wie »Deutschland schafft sich ab«, »Das Ende der Geduld« und »Der kleine Drache Kokosnuß und die starken Wikinger« empfiehlt, bin ich optimistisch.

Michael Höfler

Beutels Kern

Über Frauen und Handtaschen, genauer: deren ominösen Inhalt, gibt es die krudesten Spekulationen. Mir wurde ein kleiner Einblick gewährt, als eine adrett gekleidete Blondine sich auf den Bürgersteig kniete und begann, ihren prallgefüllten, zierlichen Lederbeutel auszupacken, wobei sie bei jedem Utensil laut, vernehmlich und immer verzweifelter »Mist, Mist, Mist!« rief. Ein Blick auf den ausgebreiteten Tascheninhalt bestätigte mir dieses selbstkritische Urteil.

Maik Hölzel

Zwei stimmige Thesen

Ich schwöre hiermit hoch und heilig, weder einen Eishockeyspieler noch einen Feldhockeyspieler persönlich zu kennen oder je gekannt zu haben. Dennoch stelle ich die These auf, daß Eishockeyspieler Feldhockeyspieler für schwul halten und Feldhockeyspieler Eishockeyspieler für dumm. Als zweite These möchte ich der ersten anfügen, daß beide wohl recht haben.

Christian Widder

Ewige Worte

Von Zeit zu Zeit lese ich Sätze, die ich am liebsten aus ihrem Zusammenhang gerissen in steinernen oder hölzernen Buchstaben in einem eigens dafür geschaffenen Park der Öffentlichkeit zugänglich machen würde. Mein aktueller Favorit stammt von Jared Diamond: »Die Theorie der Hodengröße ist einer der Triumphe der modernen Anthropologie.« Aber vielleicht tut es ein einfacher T-Shirt-Aufdruck ja auch.

Karsten Wollny

Schnelle Hilfe

Bei Koranverbrennungen eventuell wirksame Gegenmaßnahme: Einmal pro Brand den Koran über islamisches-zentrum-muenchen.de/quran01.pdf als PDF herunterladen, auf Platte speichern und anschließend löschen.

Nathan Brosius

Ausgerechnet

Letztlich spart Zigarettenrauchen doch Geld: Man trinkt seine Biere merklich langsamer.

Harald Wurst

Wohnung zu besetzen

An die dreißig Punks, die für eine Nacht das leerstehende Wohnhaus gegenüber besetzt und dieses laut Polizei blitzsauber geputzt wieder verlassen haben: Könntet ihr bitte auch mal für eine Nacht meine Wohnung besetzen? Zumindest das Bad?

Jürgen Marschal

Deutsche Frage

Als ich in der Inszenierung von Peter Hacks‘ »Die Sorgen und die Macht« des Deutschen Theaters Berlin die absolute Bühnenblödheit einer Reich-Ranicki-Parodie erleben mußte, habe ich mich zum ersten Mal gefragt, ob Marcel Reich-Ranicki – gerade als Opfer des Nationalsozialismus! – eigentlich stolz darauf ist, als am einfachsten zu persiflierende Figur des deutschsprachigen Raumes niemand Geringerem als Adolf Hitler den Rang abgelaufen zu haben.

Martyn Heyne

So gesehen

Das Tolle an einem Regenschirm ist, daß man ihn nie waschen muß.

Tina Wirtz

Anhaltspunkt

Jeder kennt diese Fragen: Wie groß ist deine Liebe? Wie tief ist dein Schmerz? Denjenigen, die sich, allgemein formuliert, mit der Quantifizierbarkeit emotionalen Erlebens beschäftigen, kann ich mit diesem Hinweis vielleicht weiterhelfen: Das Völlegefühl, das mich über die Festtage plagte, läßt sich mit ungefähr sechs Pfund bemessen.

Helge Möhn

So geht’s auch

Wer sich keine Spielekonsole leisten kann oder will, dem bietet sich als Ego-Shooter folgende Alternative: beim Bäcker um die Ecke günstigen Pflaumenkuchen vom Vortag kaufen und diesen in der heimischen Küche vor einer hell gefliesten Wand plazieren. Einige Minuten abwarten, flache Hand in Stellung bringen, dann eine Obstfliege nach der anderen killen.

Bernhard Löwenberg

American Airsleep

In Flugzeugen kann ich nicht gut schlafen. Beiläufig erwähnte ich das beim Thema Platzwahl, als ich bei American Airlines eincheckte. Die Frau am Schalter versuchte mich zu beruhigen: »You will sleep like a baby in our aircraft.« Was wollte sie mir damit sagen? Daß ich alle zwei Stunden aufwachen und schreien würde?
In etwa so war’s dann auch.

Volker Surmann

Jude und ich

Ich steige in die Tube und brause durch London. Draußen herrscht kaltes Dezemberwetter, die Leute sitzen mit gesenkten Köpfen da. Ich hebe nur kurz den Blick, sehe den Mann gegenüber und zucke zusammen: Es ist Jude Law. Tief läßt er mich in seine grauen Märchenaugen sinken und – lächelt. Kein Wunder, ich sehe heute wie immer umwerfend aus! Selbstbewußt strahle ich zurück. Eine Weile verbringen wir wild flirtend, und dann, das sieht man deutlich, möchte er mich ansprechen, er überlegt noch, aber gerade will er den Mund aufmachen, da hält die Tube, wir stehen auf und ich sehe: Er ist gar nicht Jude Law, sondern einen halben Kopf kleiner als ich, und ich bin immer noch in Bielefeld.

Anna Leuschner

E-Heizdecke

Vielleicht sollten wir wegen unserer kaputten Heizung doch mal den Installateur anrufen: Inzwischen schalte ich unbewußt den Laptop ein und stelle ihn auf meinen Schoß, nur um nicht mehr zu frieren.

Sebastian Klug

Büro-Knigge

Zwei Männer biegen aus unterschiedlichen Richtungen um die Ecke. Der eine führt seinen Hund, der andere raucht. Ich werde unfreiwillig Zeuge des folgenden Dialogs. Mann mit Hund: »Hey, Kollege.« Mann mit Zigarette: »Meinst du mich oder deinen Hund, Chef?« – »Ich mein schon dich, Meister, ob du eine Zigarette für mich hast!« – »Kein Problem, Kumpel!«  Ende der Konversation. In welcher Branche auch immer sie tätig sind: Jedenfalls sind die beiden extrem flache Hierarchien gewohnt, Alter!

Theobald Fuchs

Krebsübel

Großes Flußkrebsessen in der WG. Nach einer Stunde mühsamen Scherenpanzerknackens und Schwänzepulens häufen sich in den Abfallschalen die Schalentierschalen. Ein Mitbewohner: »Mann, dauert das lange! Gut, daß wir dabei was essen, sonst würde ich allmählich Hunger kriegen.«

Katharina Greve

Hauptsache kritisch

Titel von Aquarellen bei einer Vernissage in Rönkhausen:

  1. »Sonnenaufgang im Mekongdelta I«
  2. »Der Eingang des Geburtshauses des Dichters Friedrich Wilhelm Weber«
  3. »Kritische Afrikanerinnen«
  4. »Sonnenaufgang im Mekongdelta II«

 

Peter Neuhaus

Logisch

Die einzige Gelegenheit, den ubiquitären Jauchzer »Wo wären wir nur ohne sie?« noch sinnvoll auszustoßen, ist beim Lobpreisen von Navigationsgeräten.

Tina Manske

Psychologie der Technik

Öfter schon beobachtete ich mit einer gewissen Irritation, wie in Autowerbungen die Scheibenwisch- und -waschanlage präsentiert wird. Pralle Geländewagen gleiten da durch Schlammlöcher und spritzen sich danach mächtige, schäumende Fontänen aufs Glas. Auflösung meiner Irritation war folgende Erklärung: Wenn Autos, wie man sagt, Phallussymbole sind – dann ist das Scheibenwasser das Ejakulat.

Robert Friedrich von Cube

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Glückwunsch, Simon Rolfes!

Sie sind Sportdirektor des Fußballvereins Bayer Leverkusen und äußerten jüngst den Satz: »Wir kommen vom Ansatz, mit dem Ball spielen zu wollen.«

Und wir kommen vom Ansatz, Ihnen zu gratulieren, dass das der genau richtige Ansatz ist, denn Fußball ist ja schließlich eine Ballsportart. Hätten Sie etwa behauptet, Sie kämen vom Ansatz, mit dem Puck spielen zu wollen, oder mit Doppelkopfkarten, oder gar mit dem Gedanken, künftig Eigenblutdoping zu betreiben, wären das total falsche Ansätze gewesen. So aber haben Sie eindrucksvoll bewiesen, dass Sie vom Ansatz her der absolut richtige Mann am richtigen Ort sind und nicht etwa ballaballa.

Verwandelt diesmal ansatzlos: Titanic

 Gloria von Thurn und Taxis,

neulich fanden wieder mal die Festspiele im Innenhof Ihres Regensburger Schlosses statt. Da jubeln immer alle und freuen sich, und die geladenen Künstler, beispielsweise Elton John und Sting und Tom Jones, bedanken sich artig für die Einladung.

Und jetzt das! Bevor die Band Revolverheld zur Zugabe ansetzte, sagte Sänger Johannes Strate: »Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen. Man darf Missbrauch in der katholischen Kirche nicht bagatellisieren und Flüchtlinge nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen.« Und alle klatschten und jubelten. Und Sie? Sie sagten: »Gott sei Dank darf man heute noch seine Meinung sagen.«

Das stimmt, Prinzessin, Sie tun das ja unentwegt, haben Abtreibung als »Massenmord«, Beten als Heilmittel gegen Homosexualität und Migration als »eine Art Krieg« bezeichnet. Über jahrzehntelange Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen vermeldeten Sie: »In meiner Jugend waren Schläge ein ganz normales pädagogisches Mittel, um mit frechen Kindern, wie ich eines war, fertig zu werden.« Vor einem halben Jahr klang Ihre Meinung zur Meinungsfreiheit übrigens noch so: »Natürlich gibt es die Meinungsfreiheit. Aber wir dürfen nicht sagen, was wir denken.«

Mit Blick auf das, was Sie ohne Beteiligung Ihrer grauen Zellen von sich stemmen, möchte tatsächlich keinesfalls auch noch wissen, was Sie denken: Titanic

 Privet, »Zeit Campus«!

In Deinem aktuellen Heft findet sich eine Reportage über Punkrockbands in Russland und darin wiederum der Satz: »Pornofilmy«, eine der Bands, »bezeichnet sich selbst als regierungskritisch. Ihre Lieder heißen Armes Land oder Traut der Regierung nicht

Wir halten journalistische Skepsis ja wirklich in allen Ehren, aber in manchen Situationen und bei gewissen Indizien darf man seinen Interviewpartnern auch einfach mal glauben.

Finden zumindest Deine Naivchen von der Titanic

 Ralph C. Freund!

Da massakriert ein weißer Nationalist in der texanischen Grenzstadt El Paso unter anderem sieben Mexikaner, woraufhin der US-Präsident seine gewohnte ausländerfeindliche Hetze betreibt. Und Sie, Chef der sog. »Republicans Overseas«, dürfen bei WDR 5 den in die Kritik Geratenen in fließendem Deutsch verteidigen: »Trump ist nun alles, aber kein Rassist.«

Na, klar Robert »C.« Freund, und das »C«, welches der damalige Immobilienspekulant und Vermieter Trump schon Anfang der Siebziger Jahre in die Bewerbungsunterlagen farbiger Wohnungsinteressenten stempeln ließ – ein Vorgehen, für das er schon damals von den US-Behörden verklagt worden ist –, stand auch nicht für »colored«, sondern für das auf die Weltläufigkeit seines Initiators verweisende Wort »Cosmopolitan«, nicht wahr?

Keine Grüße: Titanic

 Moinmoin, Nandus!

Moinmoin, Nandus!

Vor 18 Jahren seid Ihr aus einer Lübecker Straußenfarm ausgebüchst und habt Euch seither munter in Nordwestmecklenburg angesiedelt. Anfangs nur ein gutes Dutzend, ist Eure Population auf mittlerweile über 500 Laufvögel angewachsen. Wenn das so weitergeht, stellt Ihr demnächst in Eurem Landkreis die Bevölkerungsmehrheit.

Doch aufgepasst: Ihr habt zwar keine natürlichen Feinde, seit kurzem jedoch die Alphatierchen und Aasgeier von der FDP im Nacken, die Euch ins deutsche Jagdrecht aufnehmen wollen und als »große Gefahr« geißeln. Kleine Bitte: Könntet Ihr, statt konzeptlos alle Felder leerzufuttern, nicht zur Abwechslung mal was Sinnvolles tun, z.B. den Lebensraum des Nazidorfs Jamel verwüsten oder wenigstens das Kreisbüro der örtlichen FDP (Dorfstraße 27, 19417 Jesendorf)? Auf, auf!

Eure Fressfreunde von Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Fast schon Werbung

Beim Einkauf von Grillklimbim stieß mir Kohle mit Öko-Siegel ins Auge, die damit warb, dass sie »erstaunlich gut« brennbar sei. Ja, wagen denn nicht einmal Reklamefritzen in Zeiten der durch Streamingwerbung seelisch verhornten Kundschaft noch das ganz grelle Ranwanzen? Was kommt als nächstes? »Schokoriegel – schmeckt scheiße wäre leicht übertrieben«? »Mehl – dare to call it unschwarz«? »Dildo – nicht schlecht für einen Schwanz«?

Jasper Nicolaisen

 Zu ihrem Uniabschluss

wollte sich meine Freundin ein Cutting, ein Narbentattoo, zulegen. Ihr Freund hegte allerdings ästhetische Bedenken, sodass sie ihr Vorhaben verschob. Seit einiger Zeit sind die beiden allerdings getrennt, und die Sache ist damit geritzt.

Laura Brinkmann

 Habenwollen

Wenn ich Erich Fromms Buch »Haben oder Sein« verliehen habe, darf ich dann nach einiger Zeit sagen, dass ich es gerne zurückhaben würde, oder habe ich dann mal wieder gar nichts verstanden?

Ludger Fischer

 Add Blue

Die Zeit, in der mit Ersatzflüssigkeit Bindenwerbung gemacht wurde, wird auch als die Blaue Periode der Werbeindustrie bezeichnet.

Tobias Speckin

 Unpolitische Tiere: der Adler

Adler, Adler schweb empor
Du hast heute Großes vor
Flieg hinauf auf deinen Schwingen
Schwebe über allen Dingen
Segle, kreise, räsoniere
Sinne nach und meditiere
Über diese Frage nur:
War heute nicht die Müllabfuhr?

Gunnar Homann

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern

Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
16.09.2019 Frankfurt, Henscheid Mark-Stefan Tietze
19.09.2019 Berlin, Hausbrauerei Eschenbräu Katharina Greve
19.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst Hans Traxler
20.09.2019 Stuttgart, Superjuju Katharina Greve