Mal ehrlich

Wenn die Jungs von Microsoft nur ein bißchen Realitätssinn und Humor hätten, dann würden die auf die Frage »Echtheit der Windows-CD prüfen?« zur Auswahl gestellten Antworten nicht »Ja« und »Nein« lauten, sondern »Ja« und »Hmm… lieber nicht!«

Bernhard Löwenberg

Zyklisch schenken

Dialog zweier sechzigjähriger Damen beim Bäcker: »Ich habe meinem Mann einen Tankstellengutschein zum Geburtstag geschenkt. Was soll man denn sonst schenken?«

»Ja, da hat er alles, was er braucht.« »Genau. Vor allem jetzt, wo alles teurer wird.«

Gereon Klug

Definitionsproblem

Wenn ich mir meine Hose mit Seife bekleckere, ist sie dann schmutziger oder sauberer als vorher?

Horst Mitesch

Erfahrungsschatz

Auf die Frage nach ihren ersten Eindrücken im eben bezogenen Altenheim meinte die alte Dame lakonisch: »Kaum lernt man jemanden kennen, schon ist er tot. Aber ich habe ja Erfahrung damit, in meiner Jugend im Krieg war’s auch schon so.«

Charly Geisler

»Negativer Kompetenzstreit«

– so nennt man das wohl auf beamtisch, wenn zwei Behörden versuchen, sich gegenseitig die Zuständigkeit für ein unangenehmes oder kostspieliges Verfahren zuzuschieben, das in der Folge bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag nicht eröffnet wird. Ich persönlich kenne derartiges Verhalten in ganz anderem Zusammenhang: unter der Bezeichnung »proaktive Impotenz«.

Theobald Fuchs

Endlich mal für was gut!

Wenn man im häßlichen Brüssel in Ermangelung vernünftiger Sportguck- und Biertrinklokale die Bundesligakonferenz in einem türkischen Wettbüro anschaut und dann in der Halbzeitpause zum Rauchen vor die Tür geht, stehen die vor Verlassen des Raumes georderten fünf Flaschenbiere ungeklaut und gar unangetastet noch auf dem Tisch.

Ein Prost auf den Islam!

Micha Wilke

Echter Luxus

Mit Scarlett Johansson im Bett zu sein und dabei Zeitung zu lesen.

Markus Hennig

Virtual Realism

Der geneigte Daddelfachmann schätzt am Kracherspiel »GTA IV« zuvörderst die konsequente Darstellung des Ganovenlebens. Zur besonderen Identifikation mit der Hauptfigur begleiten wir diese aber nicht nur zum Schutzgelderpressen und Leutetotmachen, sondern auch in die Freizeit. Das läuft dann ungefähr so: Ruft einer der virtuellen Kumpels an, stehen mehrere, immer gleiche Ausgehmöglichkeiten zur Wahl. Ob man Bowlen, Darten oder Saufen geht, spielt keine Rolle, der Kollege findet’s immer dufte. Auf der Fahrt spulen beide nach dem Zufallsprinzip einen von zwei Dialogen ab, während der konzentrierten Verrichtung der Freizeitaktivität wird dann nicht mehr geredet. Läßt man die Verabredung unentschuldigt sausen, bleibt das folgenlos – die Pixelhomies stehen bei Anruf ohne ein Wort des Vorwurfs wieder parat, als wär’ nix gewesen.

Wurden Männerfreundschaften in der Kulturgeschichte je realistischer nachempfunden?

Torben Titze

Horst und ich

»Da sind alle immer so bewußt und trotzdem essen Sie im McDolz.«

»Wo?«

»McDolz. Weißt schon, beim Ronald McDolz. Da eß ich lieber einen gescheiten Schwanzbraten.«

»Schwanzbraten?«

»Schwanzbraten mit Knödel und Kraut ist das Höchste für mich!«

»Du sprichst manches so komisch aus.«

»Ich bin halt kein Stimmwunder wie der Mathias Riesling.«

»Wer?«

»Der mit der Nachfolgesendung vom Scheidenwischer.«

Moses Wolff

Handwerk hat polnischen Boden

Von Tag zu Tag gelingt es mir besser, den Krach der polnischen Handwerker, die morgens ab sieben in den benachbarten Zimmern der WG die Fenster austauschen, in meine Träume zu integrieren und einfach weiterzuschlafen. Heute habe ich es sogar bis halb zwölf geschafft, indem ich mir vorstellte, ich wäre einer von ihnen, mówie plynnie po polsku i pale z nimi jednego papierosa za drugim.

Marek-Krzysztof Tietze

Update

Ist USB nicht die Fortsetzung von USA?

Johannes Kreidler

Nur für den Fall…

Gäbe es unter den Schlümpfen Ausländer, so beschlösse vielleicht der Chinesenschlumpf, wofern man ihm als finanzkundigem Fernostler die Verwaltung von Schlumpfhausen übertrüge, das Stadtmanagement »gesundzuschlumpfen« – und keinem seiner Mitschlümpfe fiele auf, daß er gar nicht die Schlumpfsprache gesprochen, sondern bloß nach Sitte der Comic-Chinesen L mit R velwechsert hätte, mithin gar kein richtiger Schlumpf wäre, sondern wahrscheinlich der sich verwandelt habende böse Zauberer Gargamel – der gut daran täte, sich wenigstens zur Tarnung grün zu hexen, weil: gelbe Chinesenhaut + blaue Farbe des europäischen Schlumpfes = allemal grün!

Michael Ziegelwagner

Vorgelesen

Der Genuß von Hörbüchern läßt sich beträchtlich steigern, wenn man vor dem Abspielen die Funktion »Zufällige Wiedergabe« ausschaltet!

Maximilian Straif

Stichwort Auswanderung

Mein Bekannter Willi, Besitzer der Pommesbude »Wurstwilli« in Hamburg, setzt auf Veränderung: Zürich heißt die Stadt seiner Zukunft. Einen erfolgversprechenden Namen für seinen neuen Imbiß hat er ebenfalls schon parat: »Grillhelm Tell«.

Marcel Vega

Und nu?

Fernbedienung, feines Ding –

bist in meinem Leben King!

Taumle zappend durch den Äther,

schieb mal wieder Pflicht auf später.

Hoppla! – pitsch – das Bild ist weg!

’meisenfußball, so ein Dreck!

Grisslig rauscht es pffritschlrxrrrr –

Vermieter zog den Stecker. Wixer!

 

PS: Zwei Monatsmieten im Rückstand.

Martin Quaden

Auf dem Präsentierteller

Bevor wir den Bahnhof betreten konnten, mußten wir unsere ziemlich klapprigen Fahrräder abschließen. Mein Bekannter machte dies sehr gewissenhaft. Auf meine Frage, warum er seine Mühle gleich mit mehreren Schlössern absichere, meinte er voller Überzeugung: »Ach, und morgen hat jemand Geburtstag, da braucht jemand noch ein kleines Geschenk – zack, ist das Fahrrad weg!«

Thomas Behlert

Sportpause

Weil mein Arzt mir Leibesertüchtigung empfohlen hat, plaziere ich jetzt meine Zigaretten in der Küche, damit ich jedesmal vom Rechner aufstehen muß, um eine zu rauchen.

Manuela Kaindl

Schlecht zum Essen

Auf dem Wochenmarkt Brot von »Gut zum Leben« gekauft. Zu Hause Schimmel entdeckt. Eine Woche später beschwert. Antwort: »Da sehen Sie, daß es lebt!« Sprachlos gegangen.

Frank Biller

Lebenslanges Lernen

Seit Großmutter aus dem Krankenhaus zurück ist, verwendet sie Floskeln, die sie von ihrer siebzehnjährigen Zimmernachbarin mitgebracht hat. Ständig fragt sie, wie kraß oder wie abgefahren denn irgend etwas sei. Auf unsere Frage nach dem Gesundheitszustand der jungen Zimmernachbarin antwortete sie, dieses Mädchen sei bis zu seinem Ableben voll krank gewesen, irgendwie.

Ludger Fischer

Meine Mails sind sicher!

Meldungen vom Schlage »Vorsicht: Ihr Chef liest Ihre E-Mails mit« beunruhigen mich überhaupt nicht. Mein Chef liest meine E-Mails bestimmt nicht. Warum ich mir da so sicher bin? Ganz einfach: Läse er sie, hätte er mich längst gefeuert.

Friedrich Krautzberger

Killertöne

Als einer der in Hannover zugestiegenen Halbwüchsigen anfängt, überraschend textsicher ausgerechnet »Moonlight Shadow« von Mike Oldfield zu singen, horche ich erstaunt auf und bekomme mit, wie sein Kumpel ihn nach der Zeile »He was shot six times by a man on the run« aufgeregt unterbricht: »Wart mal, Alter, wie war das? Der wurde sechs Mal von einem rennenden Mann angeschossen? Wie geht das denn?« Nach einer hitzigen Diskussion einigt man sich darauf, daß der rennende Schütze wohl mit einer Automatikwaffe seitlich »gestrafed« ist. Ich persönlich glaube allerdings, daß Mike Oldfield keine Ahnung von Knarren hat.

Christian Luscher

Aufgeschoben, aufgehoben

Gibt es eine Bezeichnung für jemanden, der gerne prokrastiniert? Prokrastinant? Prokrastinator? Ich werde morgen mal im Wörterbuch nachsehen.

Gregor Baszak

Gutes Auge

Das poetisch anmutende Kompliment, das meiner Freundin von ihrem Mann gemacht wurde, gab mir angesichts meines jüngsten Urlaubs an der Küste zu denken: »In deinen Augen sehe ich das Meer.« Tatsächlich: Diese spezifische Mischung aller elementaren Augenfarben erinnert stark an die Nordsee bei Wilhelmshaven nach der alltäglichen Fäkalieneinleitung.

Almuth zu Jeddeloh

Wie Musik

Es ist nicht nur, weil ich in diesem Heft keinen Reim drin habe und grade, wie zuletzt sehr oft, das Klassik-Radio auf WDR 2 höre, momentan Rossinis weinerliche Sonate Nr. 2 in a-moll; aber auch deswegen. Also:

Es wollte einst ein Wandersmann
vom Norden in den Süden.
Doch sah man ihn schon lang vor Cannes,
in Hammerfest, ermüden.

Mithin ist er, da es sich bei Hammerfest um die nördlichste Stadt Europas, früher gar der Welt handelt, vermutlich überhaupt nicht losgewandert. Und auch andere Fragen bleiben offen: Wie heißt der uns als »Wanderer« Vorgestellte, und was tat er statt dessen? Wie lebte er? Wann und wo? Wir wissen praktisch nichts: Sein Alter bleibt im Dunkeln wie seine Herkunft, sein Aussehen, seine finanzielle Ausstattung und politische Orientierung. Daß er Eskimo oder jedenfalls Kommunist war – ist? –, scheint zunächst unwahrscheinlich angesichts seines megateuren Traumziels, aber wollte er überhaupt dorthin? Zwischen Hammerfest und Cannes liegt bekanntlich Zamość, der Geburtsort Rosa Luxemburgs; andererseits blieb er, wie wir wissen, einfach zuhause. Ein Irrer, ein Spinner? Wohl eher im Gegenteil, denn Idioten mögen sechstausend Kilometer latschen, er tat es nicht. Also ein Astrophysiker? In Hammerfest gibt es eine Sternwarte, einen guten Ruf genießt allerdings auch die Handballmannschaft, und außerdem ist nun endlich diese Sonate zu Ende.

Thomas Gsella

Function follows form

Irre ich mich, oder hatte das Fernsehen zur Zeit der Röhrenmonitore mehr Tiefe?

Andreas D. Hesse

Kinderpoesie

Es drohte meine Tochter ihrer Schwester mit den Worten: »…sonst bekommst du was ins Gesicht, das man mit Wasser nicht abwaschen kann!«

Ich dachte: »Eine feine Art, Schläge zu umschreiben.«

Aber sie meinte nur Olivenöl.

Rainer Finn

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Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Heiko Werning: "Vom Wedding verweht – Menschliches, Allzumenschliches"
Es ist dies Buch etwas ganz besonderes: Heiko Werning, renommierter  Forscher aus Berlin, lag jahrelang in seinem Kiez, dem Wedding, auf der  Lauer. Kein Ereignis entging ihm, der Wedding konnte ihm nichts,  aber auch gar nichts verheimlichen. Abgründe, tiefe Täler und  menschliche Katastrophen – erfreuen Sie sich an heiteren G’schichterl,  die Werning noch so einen Urenkeln erzählen wird.Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Gerhard Henschel: "Harry Piel sitzt am Nil"
Fuck, dieses Buch sollte man gelesen haben, wenn man  kein übelst versiffter Wichser sein will. Schmähungen und böse Wörter  machen das Leben echt oberarschmäßig zum Kotzen. Vielleicht kapieren Sie  Versager das endlich, wenn Sie Henschels neuesten Streich gelesen  haben. Können Sie überhaupt lesen? Wahrscheinlich nicht. Trollen Sie  sich, Sie Wicht! Aber trotzdem abonnieren und diese Top-Prämie wählen.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katz & Goldt: "Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?"
Stephan Katz und Max Goldt: Ihr monatlicher Comic ist der einzige  Bestandteil von TITANIC, an dem nie jemand etwas auszusetzen hat. In  diesem Prachtband findet sich also das Beste aus dem endgültigen  Satiremagazin und noch besseres, das bisher zurückgehalten wurde.  Gewicht: schwer. Anmutung: hochwertig. Preis: zu gering. Bewertung: alle  Sterne.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Kamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann       alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und       hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und       Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy       Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine       gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Hauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Heiko Werning, Volker Surmann (Hrsg.): "Ist das jetzt Satire oder was? Beiträge zur humoristischen Lage der Nation"
Sie werden vom Papst verklagt, lassen sich von Islamisten erschießen oder müssen sogar bestbezahlt und hochgelobt für das ZDF arbeiten: Satiriker. Die besten Satireschaffenden der Republik bekennen in dieser uneigentlich-eindeutigen Mut-Anthologie, wie das für sie so ist, im "Bergwerk des Humors" (FAZ) zu "malochen" (Thomas Gsella). Für dieses schamlos vom Charlie-Hebdo-Attentat profitierende Taschenbuch schreiben und zeichnen u.a.: ganz viele Leute aus dem TITANIC-Umfeld, Silke Burmester, Ahne, Fritz Eckenga und Knut Tucholsky.Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Dorthe Landschulz: "Problemzonen"
Sie können nicht tanken, besitzen im Durchschnitt bis zu vier Paar Schuhe, gehen immer zu zweit aufs Klo in der Führungsetage - und jetzt zeichnen sie auch noch: Weiber! Eine von ihnen ist die phantastische Dorthe Landschulz. Mit der ihr eigenen (weiblichen!) Art nimmt die TITANIC-Cartoonistin und Wahlbretonin ihre Geschlechtsgenossinnen unter den (prämierten!) Stift und spart dabei auch nicht an der Erfüllung von überwunden geglaubten Gender-Klischees. Typisch! Die besten Witze werden sogar von Männern begriffen.Hans Zippert: "Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?"
Würden Sie die Frage "Würden Sie gerne ein Buch mit dem Namen 'Würden Sie an einer Tortengrafik teilnehmen?' lesen?" mit "Ja" beantworten? Und würde der Fakt, daß dieses Buch von TITANIC-Alt-Urgestein Hans Zippert stammt und den Untertitel "199 Fragen und 197 Antworten zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Leben in Deutschland" trägt, Ihre Leseentscheidung positiv oder negativ beeinflussen? Zu kompliziert für Sie? OK, dann also in Ausrufesätzen: Neues Buch! Von Zippert! Mit langem Titel! Lesi lesi machen! Damit Ihr träges Hirn mal was zu tun kriegt!!Leo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Markus Riexinger: "Kaktus der Verwesung"
Der "Gott des komischen Gemetzels" (L. Fischer) schlägt zurück: Markus Riexinger schlachtet sich einmal quer durch die deutsche Sprache, zerdrischt halbfertige Dramolette und prügelt poetische Versatzstücke in die Unkenntlichkeit. Frei nach Niels Bohr: Wer über die Miniaturen und Erzählanfälle des Berliner Jungautors nicht entsetzt ist, hat sie nicht verstanden.Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Katharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Fischer/Wolff/Ziegelwagner (Hrsg.):  "Die TITANIC-Bibel: Segen, Sünden, Sauereien"Was sind schon Markus, Matthäus, Lukas, Johannes, Paulus, Gott gegen Knorr, Eilert, Bernstein, Pfarr, Schmitt, Zippert, Hurzlmeier, Raddatz usf.? Bestenfalls mittelmäßige Autoren und Zeichner. Deswegen greift der moderne Religionskenner zur TITANIC-Bibel. Das ideale Weihnachtsgeschenk für alle, die noch wissen, worum es bei Weihnachten wirklich geht (ideale Weihnachtsgeschenke).Zweijahres-Abo: 92,40 EUR (Ausland: 112,80 EUR)Das Ingrid-Hirsch-Gedächtnisabo: 15 Postkarten und 1 FeuerzeugDieser Geniestreich modernen Verlagsmanagements bedient altmodische Printbriefschreiber und Pyromanen gleichermaßen! Sie wollten schon immer mal einen Kinderhort anzünden und die passende Bekenner-Postkarte an die Polizei verfassen, die Beamten aber zugleich subtil darauf hinweisen, daß Sie TITANIC-Fan sind? Sie wollten schon immer mal fünfzehn herrliche TITANIC-Motive in Flammen aufgehen sehen, ohne sich aber zu sehr vom Heft zu distanzieren? Sie wollten schon immer mal 15 alte Postkarten und 1 Feuerzeug zusammen mit einem Kamm, einem blutigen Messer und dem Büstenhalter Ihrer Mutter in ein Paket an die Kanzlerin schicken? Dieses verlagsintern "Irren-Abo" genannte Komplettpaket kann (Liquidität vorausgesetzt) noch heute Ihnen gehören!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
Erweitern
Das schreiben die anderen
Titanic unterwegs
17.01.2018 Göttingen, Uni Göttingen
  Leo Fischer
17.01.2018 Dortmund, Subrosa
  Daniel Sibbe u.a.
18.01.2018 Hannover, Pavillon
  Max Goldt
18.01.2018 Berlin, Kookaburra
  Heiko Werning

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Briefe an die Leser

 Firma Allcon Allergie Concepte!

Du vertreibst hypoallergene Waschmittel, Bettlaken, Kopfkissen und was sonst noch zum kribbelfreien Nachtschlaf nötig ist. Wie wir im kostenlosen »Quadrat – Magazin für das Leben in Lüneburg« lesen konnten, bist Du von Lüneburg nun in ein eigenes Gebäude im benachbarten Ort Bardowick gezogen, weswegen Du gleich auf der Titelseite unter dem Bild einer gigantischen lachenden Milbe schreiben läßt: »Allcon und die Hausstaubmilbe haben ein neues Zuhause«.

Wir hoffen doch sehr, daß Du und die Milbe nicht im selben Gebäude logiert. Oder ist das Deine Vorstellung von langfristiger Nachfragesicherung?

Hautneutrale Frage von Deinen Kratzbürsten der Titanic

 Sie sind gemeint, verehrte Kollegen!

Treten Sie beide mal näher, wir möchten Sie einander vorstellen: Da ist Herr Cordt Schnibben, ehemals »Spiegel«, und Herr Knut Cordsen, Bayerischer Rundfunk. Knut Cordsen und Cordt Schnibben – prächtig! Titanic

 Mööönsch, Bademantelmann!

Bist Du krank? Anderweitig eingespannt? Gehst Du einer neuen Beschäftigung nach? Wir machen uns jedenfalls Sorgen. Seit Wochen sehen wir Dich nur noch gelegentlich auf dem Weg zum Supermarkt und zurück, aber gar nicht mehr wie früher tagtäglich im Bademantel auf dem Balkon, wahlweise rauchend und hin und her tigernd auf dem Handy tippend oder flankiert von ähnlich leger gekleideten jungen Damen und Herren.

Gib uns neuen Stoff (Frottee!) für wilde Spekulationen und ausschweifende Phantasien! Unsere Vorstellungskraft ist auch nur beschränkt.

Gruß von gegenüber Titanic

 Ho, ho, ho, »Spiegel online«!

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit berichtetest Du von der erstmals ausgerichteten »Ugly-Sweater«-WM, bei der besonders häßliche Pullover prämiert werden. Die kuriosesten Exemplare präsentierst Du – natürlich – in einer Klickstrecke, versehen mit Kommentaren wie »Haben Sie Reste aus der 4. Klasse, als Sie mit einer Strickliesel sinnfrei meterlange Wollwürste produzierten? Werfen Sie diese auf Ihren Hund« zum Foto eines umstrickten Hundes oder »Modell Siamese Sweater: Stellen Sie sich vor, Sie sind mit Ihrem Erzfeind in einem Pullover eingesperrt – und dann hat der auch noch Fransen!« unter dem Bild eines mit Fransen geschmückten Pullovers für zwei Personen.

Das von Dir gestrickte Szenario ist ja schon beängstigend genug. Aber stell Dir mal vor, Du bist mit einem »Spiegel online«-»Journalisten« in der Redaktion eingesperrt – und dann zeigt der auch noch Klickstrecken! Die er erstellt hat, indem er seine sinnfrei produzierten meterlangen Wortwürste ins Internet geworfen hat. Das ist ästhetisch viel bedenklicher als jeder geschmacksverirrte Pulli!

Hat immer Mut zur Wahrheit: Titanic

 Ey, Prinz Pi!

»Ich bin da, wenn es den Leuten schlecht geht«, erzählten Sie der »Berliner Zeitung«. Unser Rat: Vielleicht darüber einfach mal Gedanken machen.

Hält lieber Abstand: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Kennen ihre Pappenheimer

Zwei Jahre nachdem ich mir übers Internet eine Espressomaschine gekauft habe, bekomme ich bei Facebook immer noch Werbung für Espressomaschinen eingeblendet, was mir aber hervorragend paßt, da die Maschine mit Ablauf der Garantiefrist pünktlich nach zwei Jahren kaputtgegangen ist.

Mark-Stefan Tietze

 Wunsch

Ich möchte diese Art von Autorität ausstrahlen, bei der keiner der dir gegenübersitzenden Fahrgäste in der S-Bahn es wagt, dich vorwurfsvoll anzugucken, wenn es plötzlich anfängt, komisch zu riechen.

Konstantin Hitscher

 Hipster-Tip

Wer im urbanen Raum so richtig auffallen möchte, der trage einfach gut sichtbar einen Stadtplan vor sich her. Wirkt bei mir immer Wunder.

Fabio Kühnemuth

 Es bleibt festzuhalten

Weil mein neu gekauftes Monokel ziemlich stark in die Haut schnitt, fürchtete ich, schon bald wieder gänzlich blind durch die Gegend laufen zu müssen. Habe es dann aber doch mit Fassung getragen.

Niklas Hüttner

 Tier probiert

Nachdem ich am heimischen Eßtisch hatte feststellen müssen, daß der Koch des örtlichen Chinagrills mir entgegen meiner Bitte um vegetarische Zubereitung etwa ein halbes Kilo Huhn ins Nudelgericht gekübelt hatte, und ich gut eine Stunde damit beschäftigt gewesen war, alles irgendwie Animalische herauszufriemeln und beiseite zu legen – wie ich also im Begriff war, die leiblichen Überreste der eigens für mich geschlachteten Kreatur dem Müllschlucker zu übergeben, siegte für einen kurzen Moment über den Ekel die Neugier, die allseits beliebte Speise wenigstens einmal zu versuchen. So biß ich kurzerhand, zum ersten Mal seit mehr als einem Vierteljahrhundert, in ein Stück Fleisch. Ergebnis der Verkostung: Der Geschmack erinnert entfernt an Ei, ist aber gewöhnungsbedürftig streng, die Konsistenz etwas zu fest und faserig. Alles in allem durchaus eßbar, Note 3-. Aber an das richtige Tofuerlebnis kommt ein tierisches Produkt natürlich nicht heran.

Valentin Witt