Vom Fachmann für Kenner | Februar 2009


Finanzkrise

Kürzlich träumte ich wirr und unruhig, wälzte mich hin und her; ein Traum, wie er sein sollte, unzusammenhängend und chaotisch. Sorge bereitete mir allerdings das letzte Bild, das mir von diesem Traum im Gedächtnis blieb, nämlich daß jemand mit dem Hut rumging und für den Traum sammelte.

Volker Surmann

Interaktion

Warum baut eigentlich niemand eine Kontaktbörse mit Web 2.0-Features? Ich vermisse wertvolle Informationen wie: »Nutzer, die mit ›Nagel23cm‹ im Bett waren, waren auch im Bett mit: ›Kdiekmann‹, ›Muttis_Horsti‹, ›WhitneyWetterau‹« oder aber »Andere Nutzer pimpern gerade: ›Die grobe Mettwurst‹, ›TSG‹, ›KateWinslet18‹«.

Bitte umgehend implementieren!

Mike Tarpataky

Partymomente

Auf jeder Party gibt es diesen Angetrunkenen, der versucht, Anschluß zu finden und sich in die Gespräche der anderen Partygäste einzuklinken, aber wegen seines fortgeschrittenen Alkoholisierungsgrades von allen links liegen gelassen wird. Frustriert besäuft er sich daraufhin noch mehr, fängt schließlich an herumzupöbeln und oft sogar die weiblichen Gäste zu begrabschen. Spätestens dann tritt der Gastgeber, meistens begleitet von ein oder zwei kräftigen Helfern, in Aktion und schmeißt mich raus.

Thorsten Mausehund

Unentschieden

Im Bus bittet eine Frau mit Kinderwagen eine andere Frau, den Sitz in der Nähe ihres Kinderwagens freizugeben, damit sie sich setzen kann. Ihr Argument: »Ich bin hochschwanger!« Darauf die andere, sitzende Frau: »Ich bin behindert!«

1:1!

Nils Heinrich

Kleine Fabel (vegetarisch)

»Ach«, sagte der Gärtner, »jeden Tag gehe ich auf die Bank und möchte etwas abheben. Aber es geht nicht, das Konto ist leer. Wie kann das sein? Ich zahle doch ständig ein und lebe nicht über Gebühr, kriege aber nie etwas raus. Jeden Tag schleppe ich große volle Säcke auf die Bank, ganz krumm bin ich schon davon, und dann komme ich und möchte ein paar Zinsen mitnehmen, aber weder gibt es Zinsen, noch ist überhaupt irgend etwas auf dem Konto. Was ist denn das für eine Bank! So kann ich doch nicht leben!« – »Sie müssen nur die Bank wechseln«, sagte die Bankangestellte und lachte ihn aus.

Stefan Kafka

Ungeduld

Ich hasse es zu warten. Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte, würde ich mich umbringen, damit sich die Zeit bis zum Ende nicht so lange hinzieht.

Miriam Zimmermann

Weltverweigerung

Heute hatte ich wieder einmal einen Anfall von Konsumverzicht. In unregelmäßigen Abständen leide ich nämlich unter einer Kaufblockade, die es mir unmöglich macht, irgend etwas zu kaufen, was nicht für den unmittelbaren Lebensunterhalt notwendig ist. Das ist außer Grundnahrungsmitteln fast nichts. In solchen Kaufverweigerungsphasen erfreue ich mich daran, Vorräte aufzubrauchen, Konserven mit kaum überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum zu essen und nur kalorienarme Getränke zu mir zu nehmen, vorwiegend Leitungswasser und Tee. Ich halte das für eine relativ milde Form von Weltverweigerung und möchte deshalb vorläufig keine psychologische Beratung beanspruchen; die würde ja auch nur Kosten verursachen. Für morgen ist übrigens »Schopping« mit meiner Tochter geplant – hoffentlich hält mein Anfall bis dahin an.

Ludger Fischer

Meine Freundin

Freundin: »Ich könnte mir vorstellen, mit dir alt zu werden.«

Ich: »Wieso? Das hast du doch bereits geschafft!«

Moses Wolff

Mein Kommentar zur Kälte

Ich finde die vier Jahreszeiten toll, hätte sie aber lieber etwa gleich warm. Die Forschung soll sich bitte daran machen, Schnee zu erfinden, der auch bei wärmeren Temperaturen gedeiht, damit wir den Winter bei Temperaturen über Null genießen können. Zur Not gingen auch Styroporkügelchen, am besten gleich versetzt mit homöopathischen Globuli, damit auch die Empfindlichsten keine Erkältung bekommen.

Ruedi Widmer (Schweiz)

Freude

Ich wünsche der kurzzeitigen Sportstudio-Moderatorin und späteren Gesundheitsbuchautorin Carmen Thomas weißgott nichts Böses, muß aber zugeben, daß ich mich schon sehr darauf freue, ihr, sollte sie eines Tages sterben, nachrufen zu dürfen: »Sie war die große alte Dame der Eigenurintherapie.«

Steffen Brück

Zu Hause

Es hat auch etwas Positives, wenn man ab und zu mal wieder in die Heimat, die Provinz, zurückkehrt. Ich wüßte nicht, wo es leichter wäre, sich hinsichtlich Outfits und Lebensentwurfs richtig geil vorzukommen.

Andreas Schriewer

Erwischt!

Schon häufiger drängte sich mir der Gedanke auf, daß bei den Österreichischen Bundesbahnen nicht unbedingt der Mensch im Mittelpunkt steht. Auf der Strecke von Wien nach Linz bekam dieser Verdacht heute neue Nahrung: »Sehr geehrte Fahrkarten, in Kürze erreichen wir St. Pölten Hauptbahnhof«, so die Durchsage.

Kathi Renner

Idyll

Das erste Licht der aufgehenden Sonne fließt über die steilen Felsen des Tafelberges hinab ins Tal. Über den sattgelben Kornfeldern flackern sterbende Nebelschwaden. Die Blüten der wilden Rosen, die sich um den schmiedeeisernen Torbogen der Gartenpforte ranken, sind geschlossen, als ob sie noch schliefen, aber schon glimmt in den rosafarbenen Knospen die Glut der Vorfreude auf den Sommertag. Direkt neben der Pforte steht der alkoholkranke Bauer vom Hof gegenüber, der seit sechs Uhr morgens darauf wartet, daß ich aus dem Haus trete und ihm eine Flasche Bier spendiere. Des verwahrlosten Trinkers blaue Arbeitshose ist hinten bis zu den Kniekehlen aufgerissen, und sein bleicher Hintern strahlt mir entgegen wie ein untergehender Mond – wie soll ich’s anders sagen? In diesem Augenblick befinden sich Mensch und Natur im perfekten Einklang!

Theobald Fuchs

Wem geht’s genauso?

Seit Jahren trage ich ein selbstverfaßtes Spitzengedicht im Notizbuch mit mir herum (»Wo man zwinkert, da laß dich ruhig nieder / Böse Menschen haben keine Lider«), bin mir aber trotz ergebnisloser Google-Suche ziemlich sicher, daß das so oder ähnlich irgendwo schon mal gedacht oder niedergeschrieben worden ist, und traue mich deshalb nicht, es zu veröffentlichen. Leidensgenossen betreffs Absprache bitte melden.

Mark-Stefan Tietze

Glückliche Erinnerung

Gleich beim ersten Treffen mit meinem Speed-Dealer stimmte die Chemie.

Jan Freunscht

Gute Silvesterbilanz

Zunächst zeigten drei Freudsche Versprecher an nur einem Tag ein trotz aller körperlichen »Alterung« extrem fideles Sex- und Seelenlife plus nun auch geistigen Totalschwund oder mindestens Niveausturz an; aber hören Sie selbst:

a) gegen 9.20 Uhr zu meiner Frau statt des gemeinten »Gestern waren wir früh im Bett«: »Früher waren wir gut im Bett«; was ja zusätzlich komplett übertrieben ist, haha…!

b) gegen 13.40 Uhr zu meiner Frau: »Und zum Nachtisch gibt’s noch lecker Eis von Mösenpick«

c) gegen 17.20 Uhr zu meiner Frau, nachdem der Macchiato-Schaum trotz neuer Bosch de Luxe so mittel geworden war: »Wahrscheinlich ist die Milchdrüse kaputt« –

aus dieser Liga also. Und mithin mehr als tröstlich, daß ich beim nachmitternächtlichen und marxistisch-ideologisch ja sonst eher kniffeligen Bleigießen bereits im ersten Durchgang eine Traumfigur hinlegte (s.u.), deren Schönheit aus blendender Anmut, zartestem Zauber und doch schlagender Stringenz mich betäubend beglückte: in der Senkrechten ein respektheischender, keulenhaft fester Stiel, ein Griff für eine starke Hand, Symbol von Energie, Kraft und Beständigkeit – und in der Waagerechten, jene Interpretation ins Unabweisliche veredelnd, dieser wie wippend fragile und doch eisern unbrüchliche, fast schneidig scharfe Lebensbogen, ausgreifend in ferne und fernste Zukunft, langdauerndes Sein, ja Ewigkeit ad infinitum et sanctum… Kein Zweifel: Ich werde wohl wirklich sehr alt!

Thomas Gsella

Untergründig

Meine Tante erzählte neulich, daß sie in einen Alterswohnsitz ziehen wolle, »in dem mehrere Generationen unter einem Haus leben«. Offenbar wirkt der Fall Fritzl nicht auf alle abschreckend.

Janina Kalle

Die Macht der Träume

Es ist schon erstaunlich, wie realistisch uns manche unserer Träume vorkommen. So wachte ich heute morgen um sechs auf und war felsenfest davon überzeugt, ein paar Jahre meines Lebens in den USA gelebt zu haben – zunächst in Chicago, später in Neuengland. Aber wann genau war das gewesen? Mein Gedächtnis brauchte eine halbe Minute, um meinen Werdegang zu rekonstruieren: Grafschaft Bentheim, Osnabrück, Oldenburg, Bielefeld... – nein, das war’s, da gab es keine Lücke. Beruhigt, aber auch etwas enttäuscht sank ich zurück und schlief noch ein paar Stündchen.

Gerhard Behmenburg

Sieg!

Ich habe endlich einen Weg gefunden, meine Faulheit am Schreibtisch zu überwinden und so fleißig zu sein, daß mein Rechner den ganzen Tag zu tun hat. Wie das geht? Einfach einen CDU-Bildschirmschoner installieren.

Katharina Greve

Kleine Wortgeschichte

Wie ein Blick ins etymologische Wörterbuch verrät, ist engl. »hut« (vgl. »Pizza Hut«) nicht nur mit »Hütte«, »Haus« und »Haut», sondern – hier freut sich der Spätpubertäre – auch mit »Hoden« sprachlich verwandt. Ich sag nur: Hauptsache, man fühlt sich darin wohl!

Dominik Mauer

Vorbild

Sollte jemand mal unangemeldet die Gemächer seiner Gemahlin betreten und sie dortselbst auf der Chaiselongue in unzweideutiger Stellung mit dem Stallmeister antreffen, kann er natürlich das volle Programm fahren; er kann sich aber auch, wie vom Herzog Louis François Armand de Richelieu berichtet, verbeugen und sagen: »Bedenken Sie, Madame, in welcher Verlegenheit Sie sich befunden hätten, wenn jemand anderes als ich eingetreten wäre.« Und begegnete er dem Stallmeister zwanzig Jahre später erneut – die Gemahlin wäre inzwischen gestorben –, und der Stallmeister bäte ihn demütig um eine Stellung, könnte er mit Richelieu antworten: »Sicher, mein Herr; aber woher haben Sie erfahren, daß ich wieder heirate?« Komme also bitte niemand und sage, es gebe keine Vorbilder mehr!

Christof Goddemeier

Amish

Über Weihnachten im Fernsehen sehr schöne Doku über die Amish gesehen. Inmitten des Turbokapitalismus leben die nach alter Väter Sitte und machen alles so, wie es im Buch der Bücher steht. Ein bißchen so wie in der DDR, nur erfolgreich und mit Autos. 

Erich Klepptenberger

Aberglaube

»Aberglaube bringt Unglück«, hatte mich mein Kollege Jens glauben machen. Als eine Bekannte einer wichtigen Prüfung entgegenfieberte, hielt ich sie folgerichtig davon ab, dreimal auf Holz zu klopfen und das magische »Toi, toi, toi« zu Ende zu sprechen. Was soll ich sagen: Sie fiel durch und ich bei ihr in Ungnade. Vielleicht sollte ich an gar nichts mehr glauben. Und nicht mal daran. Usw.

Michael Höfler

Beruhigend

In turbulenten Zeiten wie diesen kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, daß die einzige Konstante in meinem Leben der Nahost-Konflikt ist.

Alexander Waldhelm

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Moinmoin, Nandus!

Moinmoin, Nandus!

Vor 18 Jahren seid Ihr aus einer Lübecker Straußenfarm ausgebüchst und habt Euch seither munter in Nordwestmecklenburg angesiedelt. Anfangs nur ein gutes Dutzend, ist Eure Population auf mittlerweile über 500 Laufvögel angewachsen. Wenn das so weitergeht, stellt Ihr demnächst in Eurem Landkreis die Bevölkerungsmehrheit.

Doch aufgepasst: Ihr habt zwar keine natürlichen Feinde, seit kurzem jedoch die Alphatierchen und Aasgeier von der FDP im Nacken, die Euch ins deutsche Jagdrecht aufnehmen wollen und als »große Gefahr« geißeln. Kleine Bitte: Könntet Ihr, statt konzeptlos alle Felder leerzufuttern, nicht zur Abwechslung mal was Sinnvolles tun, z.B. den Lebensraum des Nazidorfs Jamel verwüsten oder wenigstens das Kreisbüro der örtlichen FDP (Dorfstraße 27, 19417 Jesendorf)? Auf, auf!

Eure Fressfreunde von Titanic

 Ralph C. Freund!

Da massakriert ein weißer Nationalist in der texanischen Grenzstadt El Paso unter anderem sieben Mexikaner, woraufhin der US-Präsident seine gewohnte ausländerfeindliche Hetze betreibt. Und Sie, Chef der sog. »Republicans Overseas«, dürfen bei WDR 5 den in die Kritik Geratenen in fließendem Deutsch verteidigen: »Trump ist nun alles, aber kein Rassist.«

Na, klar Robert »C.« Freund, und das »C«, welches der damalige Immobilienspekulant und Vermieter Trump schon Anfang der Siebziger Jahre in die Bewerbungsunterlagen farbiger Wohnungsinteressenten stempeln ließ – ein Vorgehen, für das er schon damals von den US-Behörden verklagt worden ist –, stand auch nicht für »colored«, sondern für das auf die Weltläufigkeit seines Initiators verweisende Wort »Cosmopolitan«, nicht wahr?

Keine Grüße: Titanic

 Gloria von Thurn und Taxis,

neulich fanden wieder mal die Festspiele im Innenhof Ihres Regensburger Schlosses statt. Da jubeln immer alle und freuen sich, und die geladenen Künstler, beispielsweise Elton John und Sting und Tom Jones, bedanken sich artig für die Einladung.

Und jetzt das! Bevor die Band Revolverheld zur Zugabe ansetzte, sagte Sänger Johannes Strate: »Wir spielen hier auf dem Grund einer Frau, mit deren Werten wir überhaupt nicht übereinstimmen. Man darf Missbrauch in der katholischen Kirche nicht bagatellisieren und Flüchtlinge nicht elendig im Mittelmeer verrecken lassen.« Und alle klatschten und jubelten. Und Sie? Sie sagten: »Gott sei Dank darf man heute noch seine Meinung sagen.«

Das stimmt, Prinzessin, Sie tun das ja unentwegt, haben Abtreibung als »Massenmord«, Beten als Heilmittel gegen Homosexualität und Migration als »eine Art Krieg« bezeichnet. Über jahrzehntelange Misshandlungen bei den Regensburger Domspatzen vermeldeten Sie: »In meiner Jugend waren Schläge ein ganz normales pädagogisches Mittel, um mit frechen Kindern, wie ich eines war, fertig zu werden.« Vor einem halben Jahr klang Ihre Meinung zur Meinungsfreiheit übrigens noch so: »Natürlich gibt es die Meinungsfreiheit. Aber wir dürfen nicht sagen, was wir denken.«

Mit Blick auf das, was Sie ohne Beteiligung Ihrer grauen Zellen von sich stemmen, möchte tatsächlich keinesfalls auch noch wissen, was Sie denken: Titanic

 Glückwunsch, Simon Rolfes!

Sie sind Sportdirektor des Fußballvereins Bayer Leverkusen und äußerten jüngst den Satz: »Wir kommen vom Ansatz, mit dem Ball spielen zu wollen.«

Und wir kommen vom Ansatz, Ihnen zu gratulieren, dass das der genau richtige Ansatz ist, denn Fußball ist ja schließlich eine Ballsportart. Hätten Sie etwa behauptet, Sie kämen vom Ansatz, mit dem Puck spielen zu wollen, oder mit Doppelkopfkarten, oder gar mit dem Gedanken, künftig Eigenblutdoping zu betreiben, wären das total falsche Ansätze gewesen. So aber haben Sie eindrucksvoll bewiesen, dass Sie vom Ansatz her der absolut richtige Mann am richtigen Ort sind und nicht etwa ballaballa.

Verwandelt diesmal ansatzlos: Titanic

 Privet, »Zeit Campus«!

In Deinem aktuellen Heft findet sich eine Reportage über Punkrockbands in Russland und darin wiederum der Satz: »Pornofilmy«, eine der Bands, »bezeichnet sich selbst als regierungskritisch. Ihre Lieder heißen Armes Land oder Traut der Regierung nicht

Wir halten journalistische Skepsis ja wirklich in allen Ehren, aber in manchen Situationen und bei gewissen Indizien darf man seinen Interviewpartnern auch einfach mal glauben.

Finden zumindest Deine Naivchen von der Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Fast schon Werbung

Beim Einkauf von Grillklimbim stieß mir Kohle mit Öko-Siegel ins Auge, die damit warb, dass sie »erstaunlich gut« brennbar sei. Ja, wagen denn nicht einmal Reklamefritzen in Zeiten der durch Streamingwerbung seelisch verhornten Kundschaft noch das ganz grelle Ranwanzen? Was kommt als nächstes? »Schokoriegel – schmeckt scheiße wäre leicht übertrieben«? »Mehl – dare to call it unschwarz«? »Dildo – nicht schlecht für einen Schwanz«?

Jasper Nicolaisen

 Habenwollen

Wenn ich Erich Fromms Buch »Haben oder Sein« verliehen habe, darf ich dann nach einiger Zeit sagen, dass ich es gerne zurückhaben würde, oder habe ich dann mal wieder gar nichts verstanden?

Ludger Fischer

 Add Blue

Die Zeit, in der mit Ersatzflüssigkeit Bindenwerbung gemacht wurde, wird auch als die Blaue Periode der Werbeindustrie bezeichnet.

Tobias Speckin

 Zu ihrem Uniabschluss

wollte sich meine Freundin ein Cutting, ein Narbentattoo, zulegen. Ihr Freund hegte allerdings ästhetische Bedenken, sodass sie ihr Vorhaben verschob. Seit einiger Zeit sind die beiden allerdings getrennt, und die Sache ist damit geritzt.

Laura Brinkmann

 Unpolitische Tiere: der Adler

Adler, Adler schweb empor
Du hast heute Großes vor
Flieg hinauf auf deinen Schwingen
Schwebe über allen Dingen
Segle, kreise, räsoniere
Sinne nach und meditiere
Über diese Frage nur:
War heute nicht die Müllabfuhr?

Gunnar Homann

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURSonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURDie PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

  • 12.09.:

    Der Bielefelder Fernsehsender Kanal 21 über die Archivierung des Dreck-Magazins im Bielefelder Stadtarchiv mit Hans Zippert, Fritz Tietz und Christan Y. Schmidt.

Titanic unterwegs
22.09.2019 Frankfurt, Museum für Komische Kunst »Hans Traxler. Zum Neunzigsten«
22.09.2019 Fürstenfeldbruck, Kunsthaus »Karikaturen der Neuen Frankfurter Schule«
23.09.2019 Lyon, Goethe-Institut Katharina Greve: »Das Hochhaus«
24.09.2019 Hannover, Feinkost Lampe Katharina Greve