Vom Fachmann für Kenner | August 2009


Auf der Höhe der Zeit

Management-Tip für moderne Taxifahrer: Die Leute da abholen, wo sie stehen.

Tina Manske

Hochschulreif?

Beliebt sind bei Abiturjahrgängen seit je anspielungsreiche Motti, in die irgendwie das Wort »Abi« integriert ist. Um diesen Trend aufzugreifen, machte ich in der Vollversammlung den Vorschlag »NSDABI ’09 – 13 Jahre Konzentration«. Mit überragender Mehrheit wurde es dann »Abi ’09 – Yes we can!«

Lukas Münich

Neulich in Beijing

Da willst du dir ein schönes Souvenir kaufen, und dann ist das alles »Made in China«.

Andreas Schriewer

Vorschlag zur Güte

Wer sich mal so richtig gesellschaftlich ins Abseits, wenn nicht sogar ins totale Aus befördern und für wochenlangen Gesprächsstoff sorgen möchte und in dieser Zeit auch an angewiderten Blicken nichts auszusetzen hat, der soll sich einfach mal breitschlagen lassen, die Vorbereitungen zu einem Junggesellenabschied zu übernehmen und sich ein etwas zu vorlautes Kleinkind zulegen, das, wenn es anschließend am Montag in den Kindergarten gebracht und dort auch sogleich gefragt wird, wie denn sein Wochenende gewesen sei, nicht lange drumherum redet: »Schööön, Papa und ich haben Peniskekse gebacken.«

Frank Schäfer

News vom Hinterhof

Die Altpapiertonnen sind voller als sonst – der neue Quelle-Katalog ist da!

Nils Heinrich

Ingenieur auf Reisen

Um mit seiner neuen Freundin in den Urlaub fahren zu können, hat ein Freund von mir seinen Kleinbus per Dachaufsatz zu einem Mini-Wohnmobil umgebaut. In diesem Dachaufsatz sind nun die Schlafplätze untergebracht. Auf meine Frage, wie er denn die vertikalen Maße des Dachaufsatzes berechnet habe, bekam ich die Antwort: »Zweimal Arschhöhe plus Hub.«

Volker Schwarz

Paranoiker aufgepaßt

Blümchenkleider sind in Wirklichkeit Gartencamouflage.

Wolfgang Beck

Nachbarschaft

Wann genau die Beziehung mit den Nachbarn irreparabel beschädigt ist, kann man ja oft nicht so richtig sagen. Zuweilen mag ein schlichtendes Gespräch oder eine kleine Zuwendung in Form von Blumen, einer Flasche Wein oder einem Entschuldigungsschreiben für die Lärmbelästigung vergangener Feiern so manchen Riß wieder kitten. Wenn sich allerdings die einem zuvor unbekannte 35jährige Nachbarin morgens gewaltsam Zugang zur WG verschafft, mit hochrotem Kopf vorm Bett steht und den Lärmpegel der vergangenen Nacht mit ihrem Weckruf – »Steht auf, ihr Penner! Ich hol’ Typen, die machen euch alle! Ich fackel’ euch die Bude ab! Und deck’ deine Freundin mal zu, ich kann der in die Muschi gucken!« – noch zu überbieten weiß, dann sehe ich fürs nächste Nachbarschaftsgrillen doch eher schwarz.

Moritz Veltmann

Unzulänglich

Alle männlichen Pornodarsteller besitzen lächerlich kleine Penisse. Meiner Meinung nach.

Thomas Tonn

Schanzenfest 2009

Erfreulicherweise fand das diesjährige Kanzlerkandidatinnen-Casting der PARTEI pünktlich zum Schanzenfest im Gebäude direkt neben der Roten Flora statt – just an dem Abend, als die Hansestadt von den heftigsten Ausschreitungen seit vielen Jahren erschüttert wurde. Daß Teile der autonomen Szene Hamburgs entweder im Grundkurs »Anarchismus« oder im Hauptseminar »Politische Institutionenlehre« nicht richtig aufgepaßt hatten, war bereits nachmittags am Banner über der Musikbühne zu sehen, das »Regierung stürzen!« forderte, aber den Staat offenbar ungeschoren davonkommen lassen wollte.

Regelrecht bezaubernd postideologisch bzw. nur unwesentlich verwirrter erschien mir später dann der runtergerockte Altautonome, der mir, der ich in meinem schmucken schwarzen H&M-Slimfit-Anzug noch einmal für eine Zigarettenlänge vor die Tür getreten war, etwa fünf Minuten bevor die Straßenschlacht mit Feuerwerkskörpern und Wasserwerfern losbrach, erbost und fäusteschwingend zurief: »Geh arbeiten, Nazi!«

Mark-Stefan Tietze

Jugend dahin

Daß die wilden Jugendtage unweigerlich vorbei sind, wurde mir beim Telefonat mit einem alten Freund klar. Als dieser an meinem Ende der Leitung ein vertrautes Geräusch vernahm, fragte er mich: »Schenkst du dir gerade einen Drink ein?« 

»Nein«, hörte ich mich verlegen antworten, »ich gieße das Basilikum.«

Friedrich Krautzberger

Pianoforte

Als ich letzthin mit einem Restaurator, der sich auf historische Musikinstrumente spezialisiert hat, eher zufällig ins Gespräch kam, lernte ich, daß kaum ein Klavier den Lauf der Jahrhunderte unangetastet übersteht.

Theobald Fuchs

Auf Augenhöhe

Jeder modernen Lehrkraft ist die Lehre von der »didaktischen Überforderung« bekannt, nach der man die Schüler exakt einen Schritt über ihren Fähigkeiten arbeiten läßt, um sie gewissermaßen auf die nächsthöhere Wissensebene zu locken. Dementsprechend faszinierte ich jüngst eine sechste Klasse mit der Problematik des Zusammenbruchs des Römischen Reiches, indem wir die Schwierigkeiten der Zentralverwaltung eines Staats dieser Größe mit einer dermaßen heterogenen Bevölkerung bei vergleichsweise langen Kommunikationswegen erarbeiteten und dabei auch kurz auf Paul Kennedys These des »imperial overstretching« eingingen. Der Erfolg stellte sich unverzüglich ein: »Herr Hesse, der Martin hat meine Knetmasse!«

Andreas D. Hesse

In der Schreiberwerkstatt

Nach der Lektüre von Schwarzbuch Deutschland, Schwarzbuch Kapitalismus, Schwarzbuch Markenfirmen, Schwarzbuch Tierfutter und Schwarzbuch Liebe fühle ich mich endlich soweit: Ich werde das »Schwarzbuch Schwarzbücher« schreiben.

Andreas Flamme

Drang zum Tor

Noch lange wird man in hiesigen Fußballfachkreisen von meiner einzigartigen fußballerischen Glanzleistung beim Kreisligaduell gegen den Erzrivalen TSV Jahn Calden II sprechen, als ich den Ball, hart bedrängt an der Seitenlinie, technisch perfekt annahm, explosionsartig antrat und mit unbeschreiblichem Zug zum Tor ganze sechs Gegenspieler wie Slalomstangen umkurvte, um das Kunstleder dann aus knapp sechzehn Metern mit einer Vollspanngranate ins linke Dreieck zu feuern, ohne daß der gegnerische Torwart bei der Wucht des Geschosses überhaupt nur gezuckt hätte. Und das alles als Zuschauer beim E-Jugendspiel meines Sohnes (der auf eigenen Wunsch kurz darauf ausgewechselt wurde) – wirklich einzigartig!

Thorsten Mausehund

Aus der Veterinärmedizin

Was krebserregend ist, muß nicht schlecht sein! Zumindest für Krustentiere während der Paarungszeit.

Jens R. Fischer

Das andere

Mittagessen. Ich: »Ach, das Scheißding geht nicht auf…«, darauf mein fünfjähriger Neffe: »Du hast das böse Wort gesagt!«

Ich: »Welches denn?«

Er: »Das böse Wort!«

Ich: »Ja, welches denn?«

Er: »Nicht Arschloch, sondern das andere!«

Christian Martin

Schluß mit dem Diätwahn!

Ein Bekannter von mir hat nun endlich Vernunft angenommen und seine Kohlsuppendiät beendet. Es war nämlich so, daß er zusammen mit seiner Freundin beim Einkaufen war, als sein Körper plötzlich, wie das eben so ist, wenn man sich nur von Kohl ernährt, zu bersten begann. Er fühlte deutlich, daß er den Laden so schnell wie möglich verlassen mußte. Doch wohin? Auf der Straße tummelte sich das Volk. Daher bat er seine Freundin, schnell das Auto zu holen, damit er sich dort unhörbar für die Welt erleichtern könne. Sie eilte, er schlich hinterher, heftige Bewegungen vermeidend. Vor dem Supermarkt wartete schon das Auto. Er öffnete die Beifahrertür, stieg ein, schloß die Tür, furzte genüßlich, um dabei nicht weniger geräuschvoll zu schreien, als er gewahr wurde, daß neben ihm ein ebenso fremder wie fassungsloser Mann saß. Das sei aber noch nicht das schlimmste gewesen. Schlimmer noch, so meinte er, sei gewesen, daß, nachdem ihm die Flucht in den Wagen der Freundin gelungen war, ihnen das andere Auto folgte und der Fahrer sie zum Anhalten aufforderte. Am schlimmsten jedoch sei der Gesichtsausdruck des Mannes gewesen, als dieser ihm den Rucksack überreichte, den er bei seiner überstürzten Flucht im Auto seines Opfers vergessen hatte.

Tibor Rácskai

Imagetip

Schon drei Liter Bier am Vorabend helfen, am ersten Arbeitstag den Eindruck zu vermeiden, man sei übermotiviert.

Sebastian Hoenisch

Scheidungskinder

Köln, ein Café auf dem Bahnhofsvorplatz, Sonntagnachmittag, brütende Hitze. Zwei Damen führen eine Handvoll Kinder aus. Ein zehnjähriges Mädchen belegt seinen deutlich jüngeren Bruder wegen unterschiedlicher Vorstellungen über die zu bestellenden Süßspeisen mit wüsten Schimpftiraden. Die Mutter schreitet empört ein: »Antonia, das ist dein Bruder!« Darauf Antonia voll tiefster Verachtung: »Mein Ex-Bruder!«

Ralf Kraus

To whom it may concern

Nie und nimmer hätte ich mir träumen lassen, daß ich mit Vierzig um Längen attraktiver aussehen würde als mit Zwanzig. Und, was soll ich sagen: So isses dann ja auch nicht gekommen.

Marcel Vega

Noch unbequemere Wahrheit

Die aktuelle Entwicklung auf dem Automobilmarkt sehe ich mit großer Sorge: Bei all den emissionsarmen Modellen, die derzeit vom Band laufen, dürfte sich der Klimawandel bald umkehren und eine neue Eiszeit über uns hereinbrechen!

Dominik Mauer

Richtiger Zeitpunkt

Ein Bekannter Mitte Fünfzig verfügt über Eltern, die im Alter von 92 und 90 Jahren, obgleich von manchem Altersweh geplagt, doch so robust sind, daß sie Freund Hein vermutlich noch eine Weile eine lange Nase machen werden. Überrascht mußte er sich neulich am Telefon die so atemlos wie bitter vorgetragene Klage seiner Mutter anhören: »So langsam frage ich mich, was wir im Leben falsch gemacht haben, daß es uns jetzt so schlecht geht!« Und wollte gar nicht wieder ruhig werden, die alte Dame. Allemal sinnvoll, dachte der Bekannte da, sich eine solche Frage keinesfalls zu früh vorzulegen!

Christof Goddemeier

Meine Quelle

Habe gestern in die kleine Quelle hinterm Haus einen Euro geworfen. Warum sollen nur die Großen etwas kriegen? Und weg ist das Geld genauso.

Uwe Geishendorf

Durch die Blume

In Krankenhäusern und auf Friedhöfen schenkt man Blumen. Welche Sorte aber? Da scheiden sich die Geister. Ich persönlich neige dazu, die Stimmung allgemeiner Melancholie und lähmender Niedergeschlagenheit, die bei solchen Anlässen vorherrscht, konsequent weiterzudenken: Wer Agonie sagt, muß auch Begonie sagen

Michael Ziegelwagner

Okkultismus

Erschreckend, aber wahr: Wenn man die Zahl 666 rückwärts liest, ergibt sich eindeutig eine satanische Botschaft.

Andreas Maier

Schönste Sätze

Nie werde ich den Moment vergessen, als meine damalige Angebetete zum ersten Mal in meiner alten Studentenbude zu Gast war, den Blick umherschweifen ließ und dann den Satz sagte, den jeder Mann von einer Frau früher oder später hören will: »Darf ich deine Fenster putzen?«

Alexander Waldhelm

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Gute Idee, Spektrum.de!

Die zukünftige Kolonialisierung des Weltalls und die dazu nötige Raketentechnologie kommt zwar auch dank privater Unternehmen ganz gut voran, doch nach oben ist natürlich – buchstäblich – keine Grenze gesetzt. Und so verkündetest Du, dass die Raumsonde New Horizons auf dem Kuipergürtelobjekt Ultima Thule Alkohol gefunden hat.

Damit wäre der erste Schritt für ein schnelleres Vorantreiben der Besiedlung getan. Jetzt müssen wir dieses Ergebnis nur noch der Schnapsnase Jean-Claude Juncker stecken, und in weniger als zehn Jahren ist jeder noch so kleine Asteroid durch die ESA auf Fusel abgeklopft und besiedelt.

Verneigt sich vor Deiner intergalaktischen Genialität: Titanic

 Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Weil Ihnen u.a. aufgrund jahrzehntelangen Kokainschmuggels in die USA dort eine lebenslange Haft droht, versuchen Sie nun, auf dem ebenso hart umkämpften Modemarkt Fuß zu fassen. Via Instagram kündigte Ihre Ehefrau Emma Coronel Aispuro Ihr gemeinsames Fashion-Label »JGL« an: »Ich habe ein Projekt für eine Modelinie. Ich will meinen und Joaquíns Stil voranbringen.«

Dass auch Ihre Haute Couture süchtig machen und zahlreiche Abnehmer finden wird, steht indes nicht zu bezweifeln – bei Ihrem feinen Näschen für guten Stoff!

War dagegen noch nie en vogue: Titanic

 For fuck’s sake, George Clooney!

In einer englischen TV-Show erzählten Sie uns, dass Sie einmal vor Ihrer Haushälterin die »braune Windel« eines Ihrer Kinder aus dem Müll genommen hätten, um diese dann genüsslich auszulecken. »Sie lief schreiend weg!« feixten Sie. Und wenn Sie, Clooney, jetzt denken, dass an dieser Geschichte auch nur irgendetwas besser wird, weil Sie, wie Sie nachschoben, die Windel vorher mit Nutella präpariert hatten – dann irren Sie krankes Schwein sich aber gewaltig.

Begeben Sie sich in Behandlung! Titanic

 Winfried Kretschmann!

Auch Sie haben die Schüler der Bewegung »Fridays for Future« dafür kritisiert, dass sie freitags nicht in die Schule, sondern für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gehen. Die Proteste müssten früher oder später ein Ende finden und könnten »nicht ewig so weitergehen«, befanden Sie. Und: Auch Klimaschützer müssten sich an Regeln halten, es gelte die Schulpflicht.

Stimmt genau, Kretschmann, das haben Sie gut erkannt! Die Schüler müssen unbedingt wieder öfter in die Schule! Dann lernen sie noch viel schneller, dass einer wie Sie vollkommen unwählbar ist.

Strike! Titanic

 »Auto Motor und Sport«!

In Deiner Ausgabe vom 28. März hast Du den Audi R8 getestet und mit fünf von fünf Sternen bewertet. Da steht dann zum Beispiel unter »Umwelt« als Pluspunkt »geringe Umweltbelastung dank geringer Stückzahl« sowie, allen Ernstes, »nachhaltig, da voraussichtlich lange Nutzung«. Nun lässt sich derlei natürlich auch über Kreuzfahrtschiffe sagen, die es ja auch nicht in sooo hoher Zahl gibt und die immerhin ein paar Jahrzehnte halten.

Aber Minuspunkte hast Du in dieser Rubrik ebenfalls ausfindig gemacht, wenigstens einen: »Okay, sagen wir, wie es ist: sehr hoher Verbrauch«. Der aber letztlich wurscht ist, denn über dem Testkasten resümierst Du mit brutaler Ehrlichkeit: »Fünf Sterne? Aber der CO2-Ausstoß und der … egal. Einfach egal! Fünf Sterne verdient sich alleine schon der V10, weil er einer der letzten Sauger ist. Am besten heute fahren, morgen ist es zu spät.«

Haha, lustig. Und weißt Du was, »Auto Motor und Sport«, übermorgen ist es sogar noch später, weil wir alle zu tot sind, um Zehnzylinder-Monstren zu fahren.

Du saugst! Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Technikpionier

Dass meine Zeitmaschinen viel besser funktionieren als sämtliche Konkurrenzmodelle, ist nun wirklich keine Überraschung. Ich bau’ die Dinger ja schließlich schon seit 2069.

Andreas Maier

 Neuer Ethik-Kodex

Um mehr Fairness im Online-Handel zu erreichen, schlage ich vor, dass profitmaximierende Abmahnanwälte hin und wieder auch mal etwas bei ihren Opfern bestellen.

Jan Guthmann

 Waschzwang

Ich wasche immer erst ab, wenn alle kleinen Löffel dreckig sind. Die gehen mir immer als erstes aus. Wenn ich also beim Morgenkaffee merke, dass ich keinen sauberen kleinen Löffel mehr habe, dann wird richtig krass abgewaschen. Zumindest ein kleiner Löffel.

Dorthe Landschulz

 Ehrliche Speisekarte

Ich fand es bemerkenswert, wie auf dem Menüplan zumindest im Diminutiv auf das Tierleid in der Fleischproduktion hingewiesen wurde: »Heute: Schwein-Elendchen«. Es war dann aber leider doch nur ein Tippfehler.

Jürgen Miedl

 Zwiebelschlaf, der:

tritt auf nach langen Kochsitzungen mit Zerschneidung von Zwiebelgewächsen. Aufgrund der Überanstrengung und Überessung erfolgt beschleunigtes abendliches Müdewerden. Da in den Augen aber immer noch (!) ätherische Zwiebelöle herumschwimmen, folgt direkt auf jedes noch so beiläufig-friedliche Zufallen derselben ihr unmittelbares, schreckbegleitetes und schmerzvoll-brennendes Wiederaufreißen. Kann sich bis drei Uhr morgens hinziehen und nur überwunden werden, indem die betroffene Person sich einen in Mixed-Pickles-Sud getränkten Waschlappen über den Kopf zieht und die Worte »Gelegenheit macht Zwiebel, jetzt reicht es aber mal« geheimnisvoll vor sich hinmurmelt, aus dem Fenster springt und selig auf dem Komposthaufen verschimmelt.

Adrian Schulz

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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25.05.2019 Menden, Scaramouche Lyrikpreis »Der große Dinggang«
25.05.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
26.05.2019 Berlin, Volksbühne Heiko Werning mit Paula Irmschler u.a.
28.05.2019 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner