Vom Fachmann für Kenner | April 2009


Financiers, aufgepaßt!

Geschäftsidee: Letztes Hemd mit Taschen anbieten.

Eduard Harfst

Domain zu vergeben

Neulich wollte ich kurz bei kicker.de vorbeisurfen und versemmelte klassisch (Freud?) den ersten Buchstaben. Statt vielfältigster Genital-Details fand ich dies auf dem Bildschirm: ficker.de steht gegen eine Gebühr zum Verkauf (bei jährlichen Kosten von 19 Euro) – Schweinkram Fehlanzeige. Da ich dieses Angebot für mich mangels nachhaltigen Contents verworfen habe, hier mein Tip für Institutionen mit Zuwendungsdefiziten wie den Münchner »Kleingärtnerverein NW 16 Heinrich-Schlicht-Anlage e.V.«, Giulia Siegel, Energie Cottbus oder die SPD: Schnappt euch für die paar Piepen diese hübsch benannte Domain, dann steigt die Klickrate sofort – sei es durch Freunde des gepflegten Untenrums oder eben Fußballinteressierte mit Hang zu Tippfehlern.

Tobias Jelen

Genre-Bestimmung

»Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo« ist eine klassische Coming-of-H-Story.

Sascha Dornhöfer

Ohne amerikanische Wissenschaftler herausgefunden

Bei einem Saunabesuch erschloß sich mir unlängst der Unterschied zwischen Übergewicht und Fettleibigkeit. Übergewicht ist bekanntlich, wenn der Mann sein eigenes Gemächt nicht mehr sehen kann. Fettleibigkeit ist, wenn es auch andere Menschen nicht mehr sehen können.

Volker Surmann

Gute alte Zeit

Wenn ich in ein paar Wochen endlich geschieden sein sollte, laß ich mich von der Madame noch mal so richtig vollbrüllen und zusammenscheißen. Ich möchte sie doch genauso in Erinnerung behalten, wie sie war.

Christian Dahlenburg

Wortkritik

Eines der vermutlich unangenehmsten Wörter des Deutschen dürfte, gerade in der Diskrepanz zum Signifikat, »Warzenhof« sein. Das klingt nach abseitigen, kurzen Sackgassen in Hochhausschluchten, in denen verquollene Obdachlose vor ihren Pappbehausungen zwischen Mülltonnen Territorial- und Nahrungskämpfe mit abgebrochenen Flaschenhälsen führen. Oder bestenfalls nach etwas, das bei Stadtrund- oder Ausflugsflußschiffahrten eher nebenbei Beachtung findet: »…während Sie auf der linken Seite nochmals einen Blick auf den berühmten Mäuseturm genießen können, gelingt es einigen von Ihnen vielleicht, auf der rechten Seite eine Ecke des historischen Warzenhofs der Hl. Hildegard von Bingen zu erspähen…«

Da sollten unsere Herren Sprachwächter mal was tun. Meine Meinung!

Tim Wolff

Qualitätsjournalismus?

Deutsches Waffen-Journal, Österreichische Schützenzeitung, Schweizer Waffen-Magazin, Visier und Caliber – das sind doch die reinsten Revolverblätter.

Magnus Maier

Gute Frage

Wenn man von einer Mundflora spricht, warum gibt es denn dann noch keine Mundesgartenschau?

Peter Schumm

Charakterstudien

Ein untrüglicher Kniff, den wahren Charakter seiner Freunde zu erkennen, ist die Abfrage ihrer Einstellung zu Fusseln im Bauchnabel. Während Kollege L. mir offenbarte, erst mit 28 Jahren festgestellt zu haben, daß sich in seinem Bauchnabel Fusseln befinden, und daraufhin zu dem Schluß kam, daß diese Fusseln, da er seinen Bauchnabel nie bewußt gereinigt habe, ja noch Relikte aus glücklichen Kindheitstagen sein müßten, offenbarte M. bei anderer Gelegenheit nach einigen Bieren, daß er diese Ansammlung von Staub und Textilfasern »sexy« finde.

Angesichts der Rückschlüsse, die sich daraus auf Hygienebewußtsein resp. Erotikgeschmack ziehen lassen, wundert mich nicht, daß beide – angeblich aus eigener Entscheidung – »überzeugte Singles« sind.

Bernhard Löwenberg

Sauber!

In der VR China sind nicht nur tibetische und uigurische Internetseiten geblockt. Auch viele katholische Websites lassen sich nicht öffnen – dies aber wahrscheinlich nur als Maßnahme gegen Kinderpornographie.

Friedrich Weissdorn

Korrekt!

Über dem Regal mit Kokosmilch, Yufkateig und Sambal-Oelek-Paste prangt in meinem Stamm-Supermarkt das große Schild »Ausländische Spezialitäten«. Das erscheint mir nicht mehr ganz zeitgemäß. Müßte es nicht »Spezialitäten mit Import-Hintergrund« heißen?

Sandra Kolnik

Prognose

In einem Eckhaus in der Nachbarschaft befand sich lange Zeit eine Eisdiele, die irgendwann schließen mußte. Dann kam ein Dönerladen, dessen Besitzer schon nach wenigen Wochen bankrott war. Anschließend versuchten sich dort noch ein kleiner Textilladen, ein Ramschmarkt und ein Café – alle gingen innerhalb kürzester Zeit pleite. Jetzt sitzt die Allianz in dem Gebäude. Es ist also nur noch eine Frage von Monaten, bis die weltgrößte Versicherung Insolvenz anmeldet.

Jonas Haas

Blinder Passagier

In Trier steigt ein Blinder ins Großraumabteil und nervt. Während er in sein Handy brüllt, durchmißt er von seinem Hund geführt den ganzen Wagen und läßt sich dann krachend in einen Sitz an einem Vierertisch fallen, wo er in grotesk überzogener, ja ohrenbetäubender Lautstärke weitertelefoniert. Ihm gegenüber sitzen eine Mutter und ihre erwachsene Tochter, die sich schließlich ein Herz faßt und den Blinden anpflaumt: »Hallo, können Sie nicht vielleicht mal’n bißchen leiser telefonieren?!« Die Mutter, von der unsensiblen Tochter entsetzt, zischt ihr zu: »Karin, der Herr ist blind!« Darauf Karin, gar nicht faul: »Ich hab ja auch nicht gesagt, er soll aufhören, mich anzuglotzen.«

Karlo Tobler

Inneres Ungleichgewicht

Liegt es an mir oder kann es sein, daß Streß viel mehr streßt, als Entspannung entspannt?

Andreas Schriewer

Schmackhaft!

Spaghetti mit der Bolognese-Sauce aus dem Glas von Aldi und dem geriebenen Emmentaler von Lidl obendrauf schmecken am besten, wenn man statt dessen ein Butterbrot ißt.

Thorsten Mausehund

Rassismusresistenz

Verglichen mit der robust-maskulinen Stimmung in den Fußballstadien dieser Republik erinnern Spiele im Freiburger Dreisam-Stadion eher an einen katholischen Kirchentag als an eine Sache auf Leben und Tod. Studentinnen der Sozialpädagogik und bärtige Männer aus dem Mittelbau des Germanistischen Seminars klatschen in die Hände und singen »Freiburg, Freiburg«, wenn einer der aus Georgien stammenden Stürmer das Runde ins Eckige stiefelt. Einmal schaute eine muntere Runde sich in einer Kneipe der Innenstadt ein Spiel an. Als ein farbiger Stürmer der gegnerischen Mannschaft zu Fall kam, hoben Gesänge der Freiburger an, die wie skandiertes »Hu – Hu – Hu« klangen. Der irische Kneipenwirt hörte darin eine Verhöhnung des gefällten Schwarzen mittels Affensprache, schwang seine Fäuste gegen die Singenden und untersagte ihnen erregt jegliche rassistische Attacke. Das mochten die Fans des Sportclubs nicht auf sich sitzen lassen. Eine Handvoll drängte zur Theke, um sich unverzüglich zu erklären: »Hey, das ist doch nicht rassistisch. Das singen wir immer, wenn einer auf dem Platz umfällt, egal, in welcher Mannschaft er spielt: ›Hu – Hu – Hubschraubereinsatz!‹«

Christof Goddemeier

Tröstlich

Keine kreischenden Teenager vor der Hotelsuite gehabt, nicht eine einzige goldene Schallplatte bekommen, weder Urschreitherapie gemacht noch eine Japanerin geheiratet, aber trotzdem mittlerweile zwei Jahre älter geworden als John Lennon, das ist doch auch schon was.

Markus Großkopf

Pech im Unglück

Daß ich im Bus die Schutzhülle für mein Mobiltelefon liegengelassen hatte, sollte sich erst als richtig ärgerlich erweisen, als mir wenige Minuten später das Telefon aus der Jacke ins Klo fiel.

Christian Jöricke

Schlaflos in Bad Neustadt/Saale

Zum ersten Mal nach langer Zeit mußte ich wieder einmal früh aufstehen. Beim abendlichen Gang ins Bett kam es, wie es kommen mußte: Gerade war ich noch müde gewesen, doch kaum war das Licht aus, lag ich hellwach da. Nachdem ich meine verbleibende Schlafzeit durch stundenlanges und exzessives Rumwälzen auf magere dreieinhalb Stunden verkürzt hatte, stand ich vor einer schwierigen Entscheidung: Wachbleiben oder zum Schlafmittel greifen? Kurzerhand entschloß ich mich zu letzterem und las, um die Zeit bis zur erhofften Dämmerwirkung zu überbrücken, den Beipackzettel mit dem Hinweis: »Nach Einnahme des Medikaments sollte mindestens acht Stunden geschlafen werden.« Als ich am nächsten Tag wehklagend, wie gerädert und geistig sowie körperlich völlig umnachtet aus dem Bett fiel, wurde mir klar: Wenn ich das nächste Mal Schlafmittel nehme, dann nur, wenn ich am nächsten Tag ohnehin nicht aufstehen muß.

Florian Kastl

Verlesen!

Manchmal merkt man das Älterwerden an einer besonderen Form der selektiven Wahrnehmung. Neulich im Discounter las ich bei der Kühlwaren-Abteilung »Balkan-Krise« statt »Balkan-Käse«. Nach Einkauf und Verzehr des letzteren stellte ich gleichwohl fest: So falsch war das gar nicht.

Daniel Dietzfelbinger

Theoretischer Entwurf

Alle guten Popsongs sind ein bißchen zu kurz, alle guten Rocksongs ein bißchen zu lang.

Mark-Stefan Tietze

Ehrensache

Sie: »Also zur Zeit bekomme ich die kuriosesten Spams: Spendenbitten, Werbung für Abenteuerreisen oder dubiose Investmenttips. Würd’ mich mal interessieren, wie die ausgerechnet auf mich kommen.«
Er: »Echt? Ich krieg’ immer nur Porno- und Casino-Werbung.«
Sie: »Na, da sieht man mal wieder, auf was für Seiten du dich tummelst.«
Er: »Quatsch! Ich war noch nie auf ’ner Casino-Seite.«

Askal Bosch

Tempus fugit

Sechs Jahre Wok-WM – da merkt man erst, wie schnell doch die Zeit vergeht.

Gregor Pätz

Gut gegeben

Kürzlich habe ich mich am Münchner Hauptbahnhof auf die Lauer gelegt. Nach etwa einer Stunde kam ein irgendwie marokkanisch oder indisch aussehender Herr des Wegs, ich stürzte auf ihn zu und rief: »My friend!« Daraufhin führte ich den offensichtlich verdutzten Mann in ein Souvenirgeschäft und hielt ihm diverse Feuerzeuge und Aufkleber unter die Nase. Dann empfahl ich ihm den Kauf einer bayrischen Tracht, da er, so mein Hinweis, mit Traditionskleidung u.a. in Wirtshäusern günstigere Preise bekäme. Als er sich weigerte, mit mir neben herumlungernden Berbern vor dem Bahnhof Platz zu nehmen und ihn meine Beteuerungen, dies seien »original local people«, nicht überzeugten und er sich endlich aus meinen Fängen befreite und davonlief, war ich zwar für die kurz zuvor erlebten vierzehn Tage Marokko­urlaub nicht entschädigt, aber zumindest dachte ich: »Quitt.«

Moses Wolff

Gitarre

Es stimmt schon – eine Gitarre ist wie eine Frau: Obwohl sie den ganzen Tag zu Hause ist, muß man sich das Abendbrot selbst machen.

Robert Niemann

Situation, in der man keinesfalls lachen sollte

Ich: Das war Franz von Assisi.
Sie (schwärmerisch): Ach ja, Franz und Sisi.

Tibor Rácskai

Müll

Um mich an die Wiederanschaffung von Konsumartikeln zu erinnern, arrangiere ich leer gewordene Behältnisse an gut sichtbarer Stelle in der Küche. Besuchern fällt zu dem Haufen stets die gleiche ­Frage ein, ob ich nämlich bei Kondomen ­ähnlich verfahre, aber »irgendwie umgekehrt – haha«. Und manche sind gar so dreist, bei jeder ihrer Aufwartungen den Scherz zu wiederholen – nur um mich noch mal so traurig mit den Augen rollen zu ­sehen.

Thomas Tonn

Aktuelle Cartoons

Heftrubriken

Briefe an die Leser

 Gute Idee, Spektrum.de!

Die zukünftige Kolonialisierung des Weltalls und die dazu nötige Raketentechnologie kommt zwar auch dank privater Unternehmen ganz gut voran, doch nach oben ist natürlich – buchstäblich – keine Grenze gesetzt. Und so verkündetest Du, dass die Raumsonde New Horizons auf dem Kuipergürtelobjekt Ultima Thule Alkohol gefunden hat.

Damit wäre der erste Schritt für ein schnelleres Vorantreiben der Besiedlung getan. Jetzt müssen wir dieses Ergebnis nur noch der Schnapsnase Jean-Claude Juncker stecken, und in weniger als zehn Jahren ist jeder noch so kleine Asteroid durch die ESA auf Fusel abgeklopft und besiedelt.

Verneigt sich vor Deiner intergalaktischen Genialität: Titanic

 »Auto Motor und Sport«!

In Deiner Ausgabe vom 28. März hast Du den Audi R8 getestet und mit fünf von fünf Sternen bewertet. Da steht dann zum Beispiel unter »Umwelt« als Pluspunkt »geringe Umweltbelastung dank geringer Stückzahl« sowie, allen Ernstes, »nachhaltig, da voraussichtlich lange Nutzung«. Nun lässt sich derlei natürlich auch über Kreuzfahrtschiffe sagen, die es ja auch nicht in sooo hoher Zahl gibt und die immerhin ein paar Jahrzehnte halten.

Aber Minuspunkte hast Du in dieser Rubrik ebenfalls ausfindig gemacht, wenigstens einen: »Okay, sagen wir, wie es ist: sehr hoher Verbrauch«. Der aber letztlich wurscht ist, denn über dem Testkasten resümierst Du mit brutaler Ehrlichkeit: »Fünf Sterne? Aber der CO2-Ausstoß und der … egal. Einfach egal! Fünf Sterne verdient sich alleine schon der V10, weil er einer der letzten Sauger ist. Am besten heute fahren, morgen ist es zu spät.«

Haha, lustig. Und weißt Du was, »Auto Motor und Sport«, übermorgen ist es sogar noch später, weil wir alle zu tot sind, um Zehnzylinder-Monstren zu fahren.

Du saugst! Titanic

 For fuck’s sake, George Clooney!

In einer englischen TV-Show erzählten Sie uns, dass Sie einmal vor Ihrer Haushälterin die »braune Windel« eines Ihrer Kinder aus dem Müll genommen hätten, um diese dann genüsslich auszulecken. »Sie lief schreiend weg!« feixten Sie. Und wenn Sie, Clooney, jetzt denken, dass an dieser Geschichte auch nur irgendetwas besser wird, weil Sie, wie Sie nachschoben, die Windel vorher mit Nutella präpariert hatten – dann irren Sie krankes Schwein sich aber gewaltig.

Begeben Sie sich in Behandlung! Titanic

 Winfried Kretschmann!

Auch Sie haben die Schüler der Bewegung »Fridays for Future« dafür kritisiert, dass sie freitags nicht in die Schule, sondern für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gehen. Die Proteste müssten früher oder später ein Ende finden und könnten »nicht ewig so weitergehen«, befanden Sie. Und: Auch Klimaschützer müssten sich an Regeln halten, es gelte die Schulpflicht.

Stimmt genau, Kretschmann, das haben Sie gut erkannt! Die Schüler müssen unbedingt wieder öfter in die Schule! Dann lernen sie noch viel schneller, dass einer wie Sie vollkommen unwählbar ist.

Strike! Titanic

 Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Hola, mexikanischer Drogenboss Joaquín »El Chapo« Guzmán!

Weil Ihnen u.a. aufgrund jahrzehntelangen Kokainschmuggels in die USA dort eine lebenslange Haft droht, versuchen Sie nun, auf dem ebenso hart umkämpften Modemarkt Fuß zu fassen. Via Instagram kündigte Ihre Ehefrau Emma Coronel Aispuro Ihr gemeinsames Fashion-Label »JGL« an: »Ich habe ein Projekt für eine Modelinie. Ich will meinen und Joaquíns Stil voranbringen.«

Dass auch Ihre Haute Couture süchtig machen und zahlreiche Abnehmer finden wird, steht indes nicht zu bezweifeln – bei Ihrem feinen Näschen für guten Stoff!

War dagegen noch nie en vogue: Titanic

Vom Fachmann für Kenner

 Ehrliche Speisekarte

Ich fand es bemerkenswert, wie auf dem Menüplan zumindest im Diminutiv auf das Tierleid in der Fleischproduktion hingewiesen wurde: »Heute: Schwein-Elendchen«. Es war dann aber leider doch nur ein Tippfehler.

Jürgen Miedl

 Waschzwang

Ich wasche immer erst ab, wenn alle kleinen Löffel dreckig sind. Die gehen mir immer als erstes aus. Wenn ich also beim Morgenkaffee merke, dass ich keinen sauberen kleinen Löffel mehr habe, dann wird richtig krass abgewaschen. Zumindest ein kleiner Löffel.

Dorthe Landschulz

 Neuer Ethik-Kodex

Um mehr Fairness im Online-Handel zu erreichen, schlage ich vor, dass profitmaximierende Abmahnanwälte hin und wieder auch mal etwas bei ihren Opfern bestellen.

Jan Guthmann

 Zwiebelschlaf, der:

tritt auf nach langen Kochsitzungen mit Zerschneidung von Zwiebelgewächsen. Aufgrund der Überanstrengung und Überessung erfolgt beschleunigtes abendliches Müdewerden. Da in den Augen aber immer noch (!) ätherische Zwiebelöle herumschwimmen, folgt direkt auf jedes noch so beiläufig-friedliche Zufallen derselben ihr unmittelbares, schreckbegleitetes und schmerzvoll-brennendes Wiederaufreißen. Kann sich bis drei Uhr morgens hinziehen und nur überwunden werden, indem die betroffene Person sich einen in Mixed-Pickles-Sud getränkten Waschlappen über den Kopf zieht und die Worte »Gelegenheit macht Zwiebel, jetzt reicht es aber mal« geheimnisvoll vor sich hinmurmelt, aus dem Fenster springt und selig auf dem Komposthaufen verschimmelt.

Adrian Schulz

 Technikpionier

Dass meine Zeitmaschinen viel besser funktionieren als sämtliche Konkurrenzmodelle, ist nun wirklich keine Überraschung. Ich bau’ die Dinger ja schließlich schon seit 2069.

Andreas Maier

Vermischtes

Hans Zippert: "Fernsehen ist wie Radio, nur ohne Würfel"
Die steile Karriere des Hans Zippert begann im Jahr 1967 mit einem  Schülerpraktikum beim Kulturmagazin "TV Spielfilm". Nach einem  Volontariat bei "TV Direkt" übernahm er das angesehene 20-Uhr-15-Ressort  bei "TV Okayokay", bevor er schließlich Programmchef der auflagestarken  "TV Superwoche" wurde. Nachdem er über einen Bestechungsskandal rund um  eine 3-Sterne-Empfehlung für "Rote Rosen" stolperte, sah sich Zippert  1990 gezwungen, Chefredakteur von TITANIC zu werden. Der Tiefpunkt war  erreicht. Das alles und noch mehr erfahren Sie in diesem Buch!Friedemann Weise: "Die Welt aus der Sicht von schräg hinten"
Laut seiner Homepage ist er der "King of Understatement" und der "lustigste Mensch im deutschsprachigen Internet". Er ist aber auch Gitarrenmann, Viralblogger (15000 Follower!), Gagautor und Promiexperte mit Diplom. Die Rede ist von Friedemann Weise, dem Mann mit dem Namen! Der Mann, der den "Satiropop" erfand. Und jetzt auch noch ein Buch vorlegt. Ob das gutgeht? Ordern Sie diese Prämie und teilen Sie Ihr vernichtendes Urteil bitte zeitnah der TITANIC-Redaktion mit.Torsten Gaitzsch/Sebastian Klug: "Akte D: Die Wahrheit über Deutschland"
Die Redaktion versichert: Torsten Gaitzsch und Sebastian Klug, die  Autoren dieses Buches, wissen Dinge – schreckliche Dinge! – von denen  Sie, die Leser, nicht einmal zu träumen wagen. Denn es wären Alpträume!  Wählen Sie diese Prämie und erhalten Sie Einblicke in die tiefsten  Abgründe Deutschlands, die Sie wahnsinnig lachend und mit Schaum vor dem  Mund zurücklassen werden. Bisher hat es kein Leser bis zur letzten  Seite geschafft…Serdar Somuncu: "H2 Universe: Die Machtergreifung", DVD
Er ist der selbsternannte Hassias – viel wichtiger aber noch: der designierte Kanzlerkandidat für Die PARTEI. Holen Sie sich jetzt die neue DVD von Merkel-Nachfolger Serdar Somuncu als Gratisprämie und stehen Sie damit schon vor der Machtergreifung auf der richtigen Seite. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKamagurka & Herr Seele: "Cowboy Henk"
Er ist Belgier, Kamagurka. Belgier! Wissen Sie, was der Mann alles durchgemacht hat in letzter Zeit? Eben, er ist Belgier. Und hat trotzdem in einem Finger mehr Witz als Sie im ganzen Leib! Und Heldenmut! Glauben Sie nicht? Dann lassen Sie sich von Cowboy Henk überzeugen, dem einzigen Helden, der wirklich jeden Tag eine gute Tat begeht.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURHauck & Bauer: "Ich kann einfach nicht Wein sagen"
Die beste Zeit, einen Band des Zeichnerduos Hauck & Bauer zu kaufen – sie ist seit sicher zehn Jahren vorbei. Heute sind die Werke von Elias Hauck und Dominik Bauer kein Geheimtip mehr. Die zerstrittenen Künstler kommunizieren inzwischen ausschließlich per Fax, leben in luxussanierten Altbauwohnungen mit kugelsicheren Whirl- und Autorenpools, in denen hungernde Leiharbeiter Comics anfertigen müssen. Leider ist auch der neueste Band der beiden Ausbeuter sehr gut, bestellen Sie hier!Sonneborn/Gsella/Schmitt:  "Titanic BoyGroup Greatest Hits"
20 Jahre Krawall für Deutschland
Sie bringen zusammen gut 150 Jahre auf die Waage und seit zwanzig Jahren die Bühnen der Republik zum Beben: Thomas Gsella, Oliver Maria Schmitt und Martin Sonneborn sind die TITANIC BoyGroup. In diesem Jubiläumswälzer können Sie die Höhepunkte aus dem Schaffen der umtriebigen Ex-Chefredakteure noch einmal nachlesen. Die schonungslosesten Aktionsberichte, die mitgeschnittensten Terrortelefonate, die nachdenklichsten Gedichte und die intimsten Einblicke in den SMS-Speicher der drei Satire-Zombies – das und mehr auf 333 Seiten (z.T. in Großschrift)! 
Zweijahres-Abo: 98,60 EURLeo Fischer + Leonard Riegel: "Fröhliche Hundegeschichten"
Ein Buch, bei dem Sie "Wau" sagen: Leo Fischer und Leo Riegel haben ihre Talente gebündelt und gemeinsam 1001 moderne Hundemärchen in Wort und Bild erschaffen. Zum Lesen, Lachen, Anknabbern! Und außerdem ein echter Lebensretter. Jedenfalls dann, wenn Sie Nacht für Nacht von einer dreiköpfigen Bulldogge heimgesucht werden, die Sie vor die knifflige Wahl stellt, ihr entweder eine "Fröhliche Hundegeschichte" vorzulesen oder den Arsch abgebissen zu kriegen. Ihre Entscheidung!Michael Ziegelwagner: "Der aufblasbare Kaiser"
Seit dem putzigen Präsidentschafts-Hahnenkampf zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer interessiert sich plötzlich auch Resteuropa für das Land, um das es in diesem Buch geht: Österreich. Dabei ist der Donaustaat schon seit 2014 eine literarische Reise wert, jenem Jahr, als "Der aufblasbare Kaiser" für die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert wurde. Lassen Sie sich auf diese Reise mitnehmen: von Michael Ziegelwagner, dem liebenswertesten Randbalkanesen der TITANIC. Pflichtprämie für Kaisertreue!Elias Hauck (Hrsg.): "Alles Spargel oder was?"
Endlich ist ganzjährig Spargelsaison! Elias Hauck, die eine Hälfte von Hauck & Bauer und Herausgeber des Frauenmagazins "Sonja", serviert die reifsten Spargelwitze der Welt – gezeichnet und erzählt von dutzenden gemüseliebenden Cartoonisten und Autoren. Lachen Sie unter anderem über: den mit den polnischen Erntehelfern, den mit dem kaputten Spargelschäler und den mit der Fliege in der Hollandaise.Wenzel Storch: "Die Filme" (gebundene Ausgabe)
Renommierte Filmkritiker beschreiben ihn als "Terry Gilliam auf Speed", als "Buñuel ohne Stützräder": Der Extremfilmer Wenzel Storch macht extrem irre Streifen mit extrem kleinen Budget, die er in extrem kurzer Zeit abdreht – sein letzter Film wurde in nur zwölf Jahren sendefähig. Storchs abendfüllende Blockbuster "Der Glanz dieser Tage", "Sommer der Liebe" und "Die Reise ins Glück" können beim unvorbereiteten Publikum Persönlichkeitstörungen, Kopfschmerz und spontane Erleuchtung hervorrufen. In diesem liebevoll gestalteten Prachtband wird das cineastische Gesamtwerk von "Deutschlands bestem Regisseur" (TITANIC) in unzähligen Interviews, Fotos und Textschnipseln aufbereitet.
Zweijahres-Abo: 98,60 EURKatharina Greve: "Eigentlich ist Wurst umgestülptes Tier: Cartoons & Comicstrips"
Katharina Greve ist nicht nur Architektin, Situationsdesignerin und stolze Besitzerin einer Vakuumiermaschine, sondern auch Prophetin: Via Kalenderblatt sagte sie im Jahr 2013 auf den Tag genau den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. voraus. Wer wissen will, welche sonderbaren Ereignisse die Zukunft noch bereithält, braucht deshalb dieses Bilderbuch. Gegenstände mit Gefühl, Menschen ohne Gesicht, Tapetenmuster von göttlicher Anmut – all das findet sich in Greves fantastisch-wurstigem Cartoonband!Die PARTEI-Wahlwerbungs-DVD mit allen vier Wahlwerbespots aus dem Bundestagswahlkampf 2005: Höhepunkte der Politpropaganda, die von Otto Schily mit dem Prädikat "ein Skandal" ausgezeichnet wurden. Besser aufgelöst als auf Youtube und noch dazu mit einer praktischen, farbechten Hülle drumrum - das ist doch was, was?
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Das schreiben die anderen

Titanic unterwegs
25.05.2019 Menden, Scaramouche Lyrikpreis »Der große Dinggang«
25.05.2019 Kassel, Caricatura-Galerie »Deutschland dreht durch«
26.05.2019 Berlin, Volksbühne Heiko Werning mit Paula Irmschler u.a.
28.05.2019 Hamburg, Grüner Jäger Ella Carina Werner